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Vögel aus Costa Rica - Teil 1
Folgende Vogelarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer
Reihenfolge:
· Amazonas-Fischer (Amazon Kingfisher, Chloroceryle amazona)
· Amerikanischer Schlangenhalsvogel (American Darter, Anhinga anhinga)
· Arakanga oder Hellroter Ara (Scarlet Macaw, Ara macao)
· Arkansas-Tyrann (Western Kingbird, Tyrannus verticalis)
· Augenring-Fliegenstecher (Paltry Tyrannulet, Zimmerius vilissimus)
· Aztekenmöwe (Laughing Gull, Leucophaeus atricilla)
· Aztekensittich (Olive-throated Parakeet, Aratinga nana)
· Azur-Naschvogel (Shining Honeycreeper, Cyanerpes lucidus)
· Baltimoretrupial (Northern Oriole, Icterus galbula)
· Bauchschnabeltyrann (Boat-billed Flycatcher, Megarynchus pitangua)
· Bentevi (Great Kiskadee, Pitangus sulphuratus)
· Berg-Elaeni (Mountain Elaenia, Elaenia frantzii)
· Biguascharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax brasilianus)
· Bindenwollrücken (Barred Antshrike, Thamnophilus doliatus)
Amazonas-Fischer (Amazon Kingfisher, Chloroceryle amazona)
Mit
seiner Körpergröße 29 Zentimeter ist der Amazonas-Fischer der größte
Eisvogel mit grünem Rücken, der in Costa Rica vorkommt. Nahezu die
gesamte Körperoberseite ist bei dieser Spezies kräftig grün gefärbt, nur
im Nacken befindet sich ein schmales weißes Band. An der Kehle und am
Bauch sind beide Geschlechter weiß gefärbt, bei den Weibchen ist die
Brust ebenfalls weiß. Männchen tragen ein breites, rötlichbraunes Band
auf der Brust. Der Schnabel ist sehr kräftig und lang, bei beiden
Geschlechtern ist er schwarz gefärbt. Typisch für die Art ist außerdem
eine kleine Federhaube auf dem Kopf. Amazonas-Fischer leben ganzjährig
in Costa Rica. Da sie sich von Fisch ernähren, sind sie an Gewässer
gebunden. Sie leben an Flüssen und Lagunen. Von Mexiko bis ins zentrale
Südamerika reicht das riesige Verbreitungsgebiet dieser Vogelart.
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Weibchen, Foto: 29.04.2012,
Los Chiles |
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Männchen, Foto: 29.04.2012,
Los Chiles |
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Amerikanischer Schlangenhalsvogel (American Darter, Anhinga anhinga)
Das Gebiet innerhalb Costa Ricas, in dem diese Wasservögel leben, ist
sehr groß. Es erstreckt sich über das Tiefland beider Landesteile. Aber
die bis zu 86 Zentimeter großen Tiere kommen innerhalb dieses Areals
nur an ganz bestimmten Stellen vor, darunter das Schutzgebiet
Caño Negro
oder die Küstenmangroven des Golfes von Nicoya. Amerikanische
Schlangenhalsvögel sind ans Wasser
gebunden, weil sie sich ausschließlich von Fischen ernähren. Diese
erbeuten sie mit Hilfe ihres langen, spitzen Schnabels, den sie wie
einen Speer einsetzen. Beim Schwimmen liegen Schlangenhalsvögel
ausgesprochen tief im Wasser. Ihr Körper ist überwiegend dunkel gefärbt,
der Schnabel ist gelb. Männchen haben einen schwarzen Hals und Kopf, bei
den Weibchen ist er hellbraun und das Gefieder wirkt an Hals und
Kopf buschig. Die Schwanzfedern sind hell gesäumt. Die Beine und Füße
sind gelb. Zwischen den Zehen tragen sie Schwimmhäute. Amerikanische
Schlangenhalsvögel sind in Costa Rica das gesamte Jahr über anzutreffen.
Vom Südosten der USA über Mexiko und Zentralamerika bis nach
Nordargentinien reicht das Verbreitungsgebiet dieser Spezies. Sie ist
außerdem auf Kuba heimisch.
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Weibchen, Foto: 29.04.2012,
Los Chiles |
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Männchen, Foto: 29.04.2012,
Los Chiles |
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Arakanga oder Hellroter Ara (Scarlet Macaw, Ara macao)
Die
beeindruckendsten Vertreter der in Costa Rica lebenden Papageien sind
die Hellroten Aras, die auch als Arakangas bezeichnet werden. Diese 84
Zentimeter großen Vögel haben nahezu am gesamten Körper hellrotes
Gefieder. Auf der Oberseite ihrer Flügel tragen die Tiere jeweils einen gelben
Bereich, der etwa in der Mitte liegt. Er wird von einem blauen Bereich
gefolgt, der sich bis zu den Spitzen der Schwungfedern erstreckt. Auch
der untere Rücken sowie die Bürzelgegend sind blau gefärbt. Auf der
Unterseite der Flügel ist das Gefieder leuchtend rot gefärbt. Der
Schnabel ist hell und im Gesicht befindet sich ein unbefiederter
Bereich, dort ist die Haut hell. In Costa Rica kommen die Hellroten Aras
heute nur noch im Bereich der Pazifikküste vor, seit 1950 sind sie aus
dem karibischen Teil des Landes verschwunden. Vor allem rund um Carara
sowie auf der Osa-Halbinsel sind diese Waldbewohner häufig anzutreffen.
Meist fliegen die Vögel paarweise von einem Baum zum nächsten, um
gemeinsam ihre Nahrung aufzunehmen oder akrobatisch zu klettern. Früchte
und andere Pflanzenteile wie Blätter und Blüten bilden die Nahrung
dieser Vögel. Einst haben Hellrote Aras in weiten Teilen Mittelamerikas
gelebt, heute gelten sie dort aber als wahrscheinlich
ausgestorben oder als ausgestorben. Restvorkommen gibt es in
Guatemala und Belize, Costa Rica und Panama. Darüber hinaus ist
die Spezies im nördlichen Südamerika bis nach Bolivien
verbreitet.
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Zwei Wildvögel, Foto: 06.05.2012,
Carara-Nationalpark |
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Zuchtvogel im Freiflug, Foto: 03.05.2012,
Nähe Limonal |
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Arkansas-Tyrann (Western Kingbird, Tyrannus verticalis)
Der
Arkansas-Tyrann ist 20 Zentimeter groß und er ähnelt dem Trauertyrann. Er ist auf seiner Unterseite jedoch etwas blasser gefärbt als dieser.
Außerdem hat der Arkansas-Tyrann einen etwas zierlicheren Schnabel. Der
Kopf ist grau gefärbt, die Kehle weiß und die Brust grünlichgelb. Auch
der Rücken ist grünlichgelb gefärbt, der Bauch ist gelb und der Schwanz
sowie die Flügel sind dunkel. An der Außenseite sind die äußeren
Schwanzfedern weiß gesäumt, woran die Art gut zu erkennen ist.
Anzutreffen ist der Arkansas-Tyrann vor allem in offenen Landschaften
mit einzelnen Bäumen und Büschen. Gern sitzen die Vögel an erhöhten
Positionen, neben Bäumen sind auch Telegrafenleitungen beliebte
Sitzwarten. Von diesen Posten aus starten die Vögel kurze Flüge, um in
der Luft nach Fluginsekten zu schnappen. Neben tierischer Kost stehen
Beeren auf dem Speiseplan dieser Vögel. Der Arkansas-Tyrann ist
als Wintergast von November bis April sporadisch in Costa Rica zu
beobachten, vor allem im westlichen Landesteil. Das Brutgebiet der
Spezies erstreckt sich von der Westküste der USA in östlicher Richtung
bis zum Zentrum des Landes. Foto: 30.01.2004, La Fortuna
Augenring-Fliegenstecher (Paltry Tyrannulet, Zimmerius vilissimus)
Nur
9,5 Zentimeter ist der Augenring-Fliegenstecher groß. Beide Geschlechter
sehen gleich aus. Auf der Körperoberseite ist das Gefieder olivgrün, die
Krone ist matt grau gefärbt und die Tiere tragen einen grauen
Überaugenstreif. Dieser kann mehr oder minder stark ausgeprägt sein.
Schwärzlich sind die Flügel gefärbt, die Ränder der langen Federn sind
gelb; grau ist der Schwanz gefärbt, er ist relativ lang. Grau bis
weißgrau sind Kehle und Brust gefärbt, darauf befinden sich graue
Streifen. Der Bauch ist weiß und an den Flanken haben die Vögel einen
grünlich-gelben Farbhauch. Schwarz sind die Beine gefärbt, die Augen
sind ebenfalls schwarz. Im Englischen wird diese Art alternativ auch als
Mistletoe Tyrannulet bezeichnet. Diese Bezeichnung weist auf die
hauptsächliche Nahrung der Augenring-Fliegenstecher hin: Sie fressen vor
allem Misteln, aber auch aber auch andere kleine Beeren sowie Insekten
stehen auf ihrem Speiseplan. Vom Tiefland bis in 3.000 Meter Höhe kann
man diese Vogelart in Costa Rica in feuchten Regionen praktisch überall
beobachten, sofern es dort genügend Misteln gibt. Von Südmexiko bis nach
Nordvenezuela reicht das Verbreitungsgebiet dieser Spezies.
Foto: 26.04.2012, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí
Aztekenmöwe (Laughing Gull, Leucophaeus atricilla)
In Nord- und Mittelamerika sowie in der Karibik ist die Aztekenmöwe
heimisch. Sie kommt in den USA in aller Regel nur an der Ostküste vor.
Die Körperlänge dieser Möwenart kann bis zu 42 Zentimeter betragen, ihre
Flügelspannweite beläuft sich auf maximal 110 Zentimeter. Auffällig lang
sind die Flügel, sie sind auf der Oberseite grau gefärbt. Nahezu am
gesamten Körper ist das Gefieder dieser Tiere weiß gefärbt. Wenn die
Aztekenmöwe ihr drittes Lebensjahr erreicht hat, färben sich Kopf, Beine
und Füße schwarz. Der Schnabel ist rot und an der Spitze leicht nach
unten gebogen. Typisch sind für die Spezies die über und unter den Augen
liegenden, dünnen sichelförmigen und weiß gefärbten Flecken. Jugendliche
Aztekenmöwen haben ein bräunlich gesprenkeltes Gefieder. Auf dem
Speiseplan dieser Möwen stehen Fische, Wirbellose, Insekten, Würmer und
Aas. Aztekenmöwen kommen entlang der Küsten, Flüsse und Seen der
östlichen USA, in der Karibik, in Mittelamerika und an den Küsten von
Venezuela bis Brasilien sowie von Kolumbien und Peru vor. Ein
alternativer wissenschaftlicher Name der Spezies lautet Larus
atricilla.
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Foto: 04.05.2012,
Golf von Nicoya |
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Foto: 04.05.2012,
Golf von Nicoya |
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Aztekensittich (Olive-throated Parakeet, Aratinga nana)
In
Wäldern sowie in baumreichen Gegenden entlang von Flüssen kann man im
karibischen Tiefland Costa Ricas Aztekensittiche beobachten. Diese Vögel
erreichen eine Körpergröße von etwa 23 Zentimeter. Sie sind fast am
gesamten Körper grün gefärbt. Ihr Kehl- und Brustbereich ist oliv
gefärbt, um die Augen tragen Aztekensittiche einen hellen, unbefiederten
Ring, der sehr auffällig ist. Mancherorts sind diese Vögel in ihrem
Verbreitungsgebiet häufig anzutreffen, an anderen Stellen sind sie
hingegen selten. Meist halten sich die geselligen Vögel paarweise auf,
mitunter auch in kleinen Gruppen, wobei hier stets die enge Paarbindung
zwischen je zwei Vögeln ins Auge fällt. Pflanzliche Kost wie Früchte,
Blüten oder Blattknospen bilden die Nahrung dieser Sittiche. Entlang der
karibischen Seite Mittelamerikas von Mexiko über Belize und Guatemala
bis nach Costa Rica und den nordöstlichen Teil Panamas reicht das
Verbreitungsgebiet dieser Vogelart. Auf Jamaika sind sie ebenfalls
heimisch. Foto:
30.04.2012, Los Chiles
Azur-Naschvogel (Shining Honeycreeper, Cyanerpes lucidus)
Die
Körpergröße des Azur-Naschvogels beträgt nur etwa zehn Zentimeter.
Männchen sind sehr auffällig blau gefärbt, nur die Flügel und die Kehle
sowie Teile des Schwanzes sind schwarz gefärbt. Eine schwarze Binde
verläuft vom Auge bis zum ebenfalls schwarzen, leicht nach unten
gebogenen Schnabel. Die Beine sind leuchtend gelb. Weibliche
Vögel dieser Art sind auf der Oberseite grün gefärbt. Die Unterseite ist
hell und an den Flanken verlaufen blaue Streifen. Die Kehle ist
ebenfalls hell und steht dadurch in starkem Kontrast zum schwarzen Schnabel; die
Beine sind gelb gefärbt. Auf dem Speisezettel der Spezies steht neben
Beeren und Samen auch Nektar. Azur-Naschvögel halten sich vor allem im
Kronenbereich der Bäume, außerdem kommen sie in halboffenen Gegenden
vor. Diese Art ist das gesamte Jahr über in Costa Rica heimisch. Sie
leben in der Kronenregion von Wäldern und im angrenzenden offenen Land,
anzutreffen sind sie im karibischen Tiefland und den daran angrenzenden
Vorgebirgen sowie im südlichen Bereich des pazifischen Landesteils
jeweils bis in Höhenlagen von etwa 1.200 Meter. Das Verbreitungsgebiet
des Azur-Naschvogels reicht von Südmexiko bis nach Panama und den
nordwestlichen Teil Kolumbiens.
Foto: 27.04.2012, La Selva Biological Station
Baltimoretrupial (Northern Oriole, Icterus galbula)
In Costa Rica kommt nur ein orange gefärbter Trupial vor: der männliche
Baltimoretrupial. Diese Vögel sind 18 Zentimeter groß und tragen am Kopf
schwarzes Gefieder; ihr Schnabel ist ebenfalls schwarz gefärbt. Auch der
Nacken, die obere Brust und der größte Teil der Flügel sind schwarz. Auf
den Flügeln tragen die Tiere jeweils einen breiten weißen Streif. Der
Schwanz ist teils schwarz, teils orange gefärbt. Nektar verschiedener
Pflanzenarten sowie Beeren und Bananen stehen auf dem Speiseplan der
Vögel, diese Kost wird mitunter um Insekten ergänzt. Das Brutrevier dieser
Vogelart liegt in Nordamerika, sie verbringt nur den Winter in Costa
Rica. Im gesamten Land kommt der Baltimoretrupial von der Küste bis in
Höhenlagen von 1.500 Meter vor.
Foto: 02/2004, La Fortuna
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Bauchschnabeltyrann (Boat-billed Flycatcher, Megarynchus pitangua)
Mit
seiner Körpergröße von 23 Zentimeter ist der Bauchschnabeltyrann einer
der größten Tyrannen in Costa Rica. Der Rücken, die Flügel und der
Schwanz sind grünlich-braun gefärbt. Bauch und Brust sind leuchtend gelb, die Kehle ist weiß. Der Kopf ist schwarz gefärbt, über den
Augen verläuft ein weißer Bogen, der bis in den Nacken reicht. Nur aus
bestimmten Winkeln ist der gelbe Scheitel sichtbar. Der Schnabel ist
sehr groß und kräftig, er ist schwarz gefärbt. Anzutreffen sind die
Tiere an Rändern feuchter und trockener Wälder sowie in den
Kronenregionen von Waldgebieten. Der Bauchschnabeltyrann ist das gesamte
Jahr über in Costa Rica heimisch. Insekten, die er im Flug erbeutet,
bilden den Großteil der Nahrung des Bauchschnabeltyranns. Beeren stehen
ebenfalls auf dem Speiseplan. Das Verbreitungsgebiet dieser Spezies
erstreckt sich von Mexiko aus über Zentralamerika bis in den mittleren
Bereich Südamerikas, Foto: 29.04.2012, La Fortuna
Bentevi (Great Kiskadee, Pitangus sulphuratus)
Der
überschwänglich klingende Ruf dieser Vögel, die - ein wenig Fantasie
beim Hören vorausgesetzt - immer wieder ihren englischen Namen rufen
("Kis-ka-dee"), ist weithin vernehmbar. Im Tiefland bis in Höhenlagen
von 1.500 Meter ist diese Vogelart in Costa Rica häufig vertreten,
einzige Ausnahme stellt das südpazifische Küstengebiet dar. Leicht
aufzuspüren sind Bentevis in ihrer bevorzugten Umgebung, also offenen
Landstrichen mit vereinzelten Bäumen und Sträuchern. Gern sitzen die 23
Zentimeter großen, auffällig gelb gefärbten Vögel auf Singwarten und
tragen ihre lauten Rufe vor. Anhand dieser Rufe sind sie sehr leicht von
anderen, ähnlich gezeichneten Vögeln wie beispielsweise den
Bauchschnabeltyrannen zu unterschieden. Rücken und Schwanz sind bei
den Bentevis bräunlich gefärbt. Die Flügel sind rotbraun und die
Körperunterseite ist leuchtend gelb. Die Kehle ist weiß gefärbt, der
Kopf schwarz. Von der Nase bis zum Nacken verläuft in einem Bogen, der
sich über die Augen erstreckt, ein weißer Streif. Der Scheitel ist gelb
gefärbt und der Schnabel schwarz. Bentevis fressen hauptsächlich
Insekten sowie kleine Nagetiere und Wirbellose. Früchte und Beeren
stehen ebenfalls auf dem Speiseplan der Vogelart. Sie kommt von Mexiko
bis nach Panama vor, darüber hinaus lebt sie in weiten Teilen
Südamerikas, wo sie nur westlich der Anden sowie im Süden fehlt.
Foto: 02/2004, La Fortuna
Berg-Elaeni (Mountain Elaenia, Elaenia frantzii)
Grünlich
ist die Körperfärbung dieser Vogelart. Berg-Elaenis erreichen eine
Körpergröße von 15 Zentimeter. Diese Tiere sind sehr zierlich gebaut,
ihr Körper wirkt relativ schmal. Das Gefieder am Kopf ist ein wenig
bauschig, aber eine echte, deutlich empor ragende Federhaube tragen sie
im Unterschied zu anderen Elaenie-Arten nicht. Wie es der Name vermuten
lässt, sind diese Tiere in höheren Lagen heimisch. In Costa Rica
kommen sie in den nördlichen Gebirgszügen ab 1.200 Meter und höher vor, in
der zentralen Gebirgskette und in der Cordillera de Talamanca leben sie
in Höhenlagen ab 1.850 Meter. Außerhalb der Brutzeit sind Berg-Elaenis
Einzelgänger. Kleine Tiere wie Insekten und Spinnen bilden die Nahrung
dieser Vögel, die Kost wird um Samen und Beeren ergänzt. In Guatemala,
Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama sowie in
Kolumbien und Venezuela liegt das Verbreitungsgebiet dieser Vogelart. Foto:
08.05.2012, San Gerardo de Dota
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Biguascharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax brasilianus)
Diese 66 Zentimeter großen Wasservögel bringen das stattliche Gewicht
von etwa einem Kilogramm auf die Waage. Sie gehören zur Familie der
Kormorane. Ihr Gefieder ist am gesamten Körper dunkel gefärbt, bei
nicht-brütenden Vögeln sind Kopf und Hals bräunlich. Bei
brütenden Vögeln sind Kopf und Hals dagegen glänzend schwarz gefärbt. Jungvögel
sind auf der Körperunterseite bräunlich. Die Füße sind mit
deutlich sichtbaren Schwimmhäuten ausgestattet, die Haut ist schwarz
gefärbt. Besonders auffällig sind die grünlich-bläulichen Irisringe
sowie der gelbe Bereich an der unteren Schnabelbasis. Fisch ist die
Hauptnahrung dieser Vogelart. Ihr Verbreitungsgebiet ist sehr groß. Es
reicht von Texas über Mexiko und Mittelamerika bis nach Südamerika. Dort
kommen die Tiere fast überall vor, lediglich großer Höhe sind sie nicht
anzutreffen. Auf Kuba und den Bahamas leben Biguaschaben ebenfalls. Foto:
04.05.2012, Río Tempisque
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Foto: 30.04.2012,
Los Chiles |
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Foto: 05.05.2012,
Puntarenas |
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Bindenwollrücken (Barred Antshrike, Thamnophilus doliatus)
Zu
den eher heimlichen Vertretern der Vogelwelt Costa Ricas gehören die
Bindenwollrücken. Sie sind 16 Zentimeter groß und gehören zur Familie
der Ameisenvögel. Leicht zu erkennen sind sie an ihrer buschigen
Federhaube, dem schwarzen Gefieder, das weiße Striche trägt (beim
Männchen) und an den blassgelben Irisringen. Das Gefieder der vorderen
Körperhälfte der Männchen wirkt durch die vielen waagerechten Striche
geringelt. Die Weibchen sind rötlichbraun gefärbt, tragen keine Striche,
aber dafür ebenfalls ein Federhäubchen (siehe Foto aus
Trinidad &
Tobago). Bevorzugte Lebensräume der Bindenwollrücken sind feuchte
Gebiete im Bereich zwischen dem Tiefland bis in Höhenlagen von 1.400
Meter. In Costa Rica kommen sie im gesamten Land vor. Ihr
Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko über Mittelamerika bis ins zentrale
Südamerikam wo sie unter anderem in Bolivien und Paraguay heimisch sind.
Darüber hinaus kommt die Art auf Trinidad und Tobago vor.
Foto: 02/2004, Nähe La Selva Biological Station
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Costa Rica auf einer größeren Karte anzeigen
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