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Spinnentiere aus Costa Rica

Spinnentiere sind bei den meisten Menschen nicht besonders beliebt. Doch wer genau hinschaut, sieht meist verborgene Schönheit oder faszinierende Anpassungen an den jeweiligen Lebensraum der Arten. In Costa Rica kommen viele verschiedene Spinnentierspezies vor, darunter beispielsweise Vertreter der Skorpione, der Spinnen und der Weberknechte. Grob betrachtet, besteht der Körper der Spinnentiere (Arachnida) meist aus zwei Teilen: Vorderleib, Prosoma genannt, und Hinterleib, als Opisthosoma bezeichnet. Manche der in Costa Rica heimischen Spinnentierarten sind giftig, weshalb man die Tiere lieber nicht anfassen, sondern aus gebührender Entfernung betrachten sollte.

Folgende Arten finden Sie auf dieser Seite in alphabetischer Reihenfolge:

Skorpione (Scorpiones)
· Tityus asthenes
Spinnen (Araneae)
· Argiope sp.
· Bananenspinne (Banana Spider, Phoneutria sp.)
· Gasteracantha cancriformis (Spiny-backed Orb-weaver)
· Goldene Seidenspinne (Golden Orb-web Spider, Nephila clavipes)
· Micrathena sexspinosa
· Phiale formosa
Weberknechte (Opiliones)

Skorpione (Scorpiones)

Weltweit leben circa 1.400 Skorpionarten. Davon sind einige in Costa Rica heimisch. Sie leben am Boden und sind nachtaktiv. Ihre Stiche sind nicht zwangsläufig tödlich, aber sehr schmerzhaft und sie können vor allem Allergikern Probleme bereiten. Aus dem Grund sollten Skorpione nicht bedrängt werden.

Tityus asthenes

Tityus asthenes, MännchenEtwa 70 bis 80 Millimeter werden ausgewachsene Exemplare der Art Tityus asthenes groß. Ihr Körper ist schwarz gefärbt, es kommen aber auch bräunliche bis rötlichbraune Exemplare vor. Diese Skorpione sind Bewohner tropischer Regenwälder, sie kommen von der Küste bis in Höhenlagen von circa 1.500 Meter vor. Sie benötigen recht hohe Temperaturen von rund 30°C am Tage und etwa 22 bis 25°C in der Nacht. Tagsüber halten sie sich versteckt, sie ruhen beispielsweise unter Laubstreu oder in Höhlen unter Wurzeln. Nachts gehen sie auf die Jagd nach Insekten. Foto: 02/2004, Nähe Tárcoles

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Spinnen (Araneae)

Argiope sp.

Argiope sp., WeibchenDie Spinnengattung Argiope gehört zu den Echten Radnetzspinnen (Araneidae). In Costa Rica sind verschiedene Arten aus der Gattung beheimatet, darunter Argiope argentata und Argiope savigny. Typisch für diese Tiere ist, dass sie recht große Netze bauen und in diese einige sehr kräftige, zickzackförmige weiße Gespinstbänder einarbeiten. Diese sind oft wie ein großes X angeordnet oder sie befinden sich im zentralen Bereich des Netzes und weisen eine eher runde bis ovale Form auf. Das Netz des in diesem Absatz abgebildeten Tiers ist bereits stark abgenutzt, sodass von diesen Bändern kaum noch etwas vorhanden ist. Lediglich im linken unteren Bildteil ist ein kleiner Rest eines Zickzackbandes zu sehen. Experten vermuten, dass die Tiere diese deutlich sichtbaren Bänder in ihre Netze einarbeiten, um die filigranen Gebilde vor der versehentlichen Zerstörung durch größere Tiere wie Vögel zu schützen. Denn aufgrund der weißen Zickzackbänder sind die Netze weithin sichtbar. Welche Argiope-Art in diesem Absatz zu sehen ist, weiß ich leider nicht. Ich habe das Tier nur von unten fotografieren können. Falls Sie bei der Bestimmung helfen können, würde ich mich über eine E-Mail freuen. Foto: 06.05.2012, Hacienda Barú National Wildlife Refuge

Bananenspinne (Banana Spider, Phoneutria sp.)

Bananenspinne (Banana Spider, Phoneutria sp.)Bei einer Begegnung mit einer Bananenspinne sollte man Vorsicht walten lassen und nicht das nachahmen, was auf dem nebenstehenden Foto zu sehen ist. Denn Bananenspinnen der Gattung Phoneutria gelten als relativ aggressiv - und sie sind hochgiftig. Es gibt acht Arten dieser Gattung, welche in Costa Rica heimisch ist, weiß ich leider nicht. Zwischen 60 und 50 Millimeter ist der Körper weiblicher Tiere lang, Männchen bringen es auf eine Körperlänge von bis zu 40 Millimeter. Bananenspinnen ruhen am Tage in feuchten Höhlen, nachts gehen sie wandernd auf die Jagd nach Tieren, sie fressen unter anderem große Insekten. Der Name Bananenspinne rührt daher, dass diese Spinnen mitunter mit Bananenkisten verschifft worden sind. Falls Sie wissen, welche Phoneutria-Art hier abgebildet ist, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen. Foto: 02/2004, Ecocentro Danaus

Gasteracantha cancriformis (Spiny-backed Orb-weaver)

Die Spinnenart Gasteracantha cancriformis gehört zur Familie der Echten Radnetzspinnen (Araneidae). Der Körper der Weibchen ist fünf bis neun Millimeter lang, die Breite des Hinterleibs beläuft sich auf zehn bis 13 Millimeter. Ihr Hinterleib ist auf der Oberseite weiß bis orange gefärbt, es kommen innerhalb des Verbreitungsgebiets der Art auch schwarze Individuen vor. Auf dem Hinterleib befinden sich sechs stachelförmige Erhebungen. Diese sind schwarz oder rot gefärbt. Am Rand des Hinterleibs stehen sie diagonal ab. An den Spitzen können diese kleinen Erhebungen hell orange gefärbt sein. Nicht nur die Färbung, sondern auch die Form der Stachel ist sehr variabel. Auf der Unterseite ist der Körper orange oder weißlich und schwarz gemustert, siehe Foto unten links. Männchen sind nur zwei bis drei Millimeter lang. Anders als die Weibchen sind sie nicht deutlich breiter als lang. Ihr Hinterleib ist grau gefärbt, sie tragen dort weiße Punkte. Bei den Männchen sind die Stacheln nur ansatzweise und in geringerer Zahl vorhanden. Von den USA (Kalifornien) bis nach Mittelamerika reicht das Verbreitungsgebiet dieser Spezies. Außerdem sind diese Spinnen auf auf Kuba heimisch.

  Gasteracantha cancriformis (Spiny-backed Orb-weaver), Unterseite eines Weibchens   Gasteracantha cancriformis (Spiny-backed Orb-weaver), Weibchen  
  Unterseite eines Weibchens, Foto: 07.05.2012,
Hacienda Barú National Wildlife Refuge
  Weibchen, Foto: 07.05.2012,
Hacienda Barú National Wildlife Refuge
 

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Goldene Seidenspinne (Golden Orb-web Spider, Nephila clavipes)

Die Goldene Seidenspinne ist eine sehr auffällige Vertreterin der Radnetzspinnen (Araneoidea). Weibchen können eine Körperlänge zwischen 24 und 40 Millimeter aufweisen, Männchen sind mit einer Größe von nur acht Millimeter erheblich kleiner. Der hintere Teil des Körpers ist langgestreckt und sehr auffällig gefärbt. Bei den Weibchen ist die Oberseite orange bis rötlich gefärbt. Darauf befinden sich zehn bis zwölf gelbe, in parallelen Linien angeordnete Flecken. Rot ist die Unterseite dieser Spinnen gefärbt, auf dieser Grundfarbe befindet sich ein feines, netzartiges Muster aus gelben Partien. Der vordere Körperbereich ist auf der Oberseite meist hellgrau gefärbt und dort haben die Spinnen zwei Höcker. Die Beine sind schwarz gefärbt und sie haben weißliche bis gelblich gefärbte Ringe. Das Verbreitungsgebiet der Goldenen Seidenspinne reicht von den USA über Zentralamerika bis nach Argentinien. Darüber hinaus sind die Tiere auf Kuba und Hispaniola heimisch.

  Weibliche Goldene Seidenspinne (Golden Orb-web Spider, Nephila clavipes)   Goldene Seidenspinne (Golden Orb-web Spider, Nephila clavipes), Unterseite eines Weibchens  
  Weibchen, Foto: 27.04.2012,
La Selva Biological Station
  Unterseite eines Weibchens, Foto: 07.05.2012,
Hacienda Barú National Wildlife Refuge
 

Micrathena sexspinosa

Zu den Echten Radnetzspinnen (Araneidae) gehört die Spinnenart Micrathena sexspinosa. Über diese Spezies sind nur wenige Informationen in der Fachliteratur zu finden. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in Costa Rica und Panama. Ob die Art in weiteren Ländern vorkommt, ist mir leider nicht bekannt. Die Körperlänge der von mir beobachteten weiblichen Tiere schätze ich auf etwa 15 bis 18 Millimeter. Typisch für die Art sind zwei lange, braun gefärbte Spitzen, die sich hinten am Hinterleib befinden. Die Tiere tragen je zwei weitere braun gefärbte Spitzen auf der Oberseite des Hinterleibs. Dieser ist gelb und braun gemustert, wobei das Muster jeweils individuell verschieden ist. Der vordere Körperbereich ist braun gefärbt und er weist an den Seiten je einen gelben Streifen auf. Braun sind auch die Beine von Micrathena sexspinosa. Die Unterseite ist rötlichbraun gefärbt und gelb gemustert. Beobachtet habe ich die Spezies im karibischen Tieflandregenwald.

  Micrathena sexspinosa, Weibchen   Micrathena sexspinosa, Unterseite eines Weibchens  
  Weibchen, Foto: 26.04.2012,
Braulio-Carrillo-Nationalpark
  Unterseite eines Weibchens, Foto: 26.04.2012,
Braulio-Carrillo-Nationalpark
 

Phiale formosa

Phiale formosa, WeibchenDie Spinnenart Phiale formosa gehört zur Familie der Springspinnen (Salticidae). Über Phiale formosa sind in der Fachliteratur kaum Informationen zu finden. Die Kopf-Rumpf-Länge der von mir beobachteten weiblichen Tiere schätze ich auf etwa fünf Millimeter. Männchen sind vermutlich etwas kleiner, weil dies bei den meisten Spinnenarten zu beobachten ist. Bei dieser Spinnenart läuft der Hinterleib spitz zu. Auf der Oberseite ist der Körper der Männchen schwarzweiß gemustert, die Beine sind schwarz. Weibchen haben einen hellbraunen bis gelblich gefärbten Hinterleib, auf dem sich ein schwarzes Muster befindet. Der vordere Körperbereich ist ebenfalls hell gelblich bis bräunlich mit einem schwarzen Muster. Der obere Teil der Beine ist orange gefärbt, der Rest schwarz mit hellen Spitzen. Über den Lebensraum der Tiere ist mir leider nichts bekannt. Ich habe Phiale formosa im Tieflandregenwald im karibischen Landesteil Costa Ricas gesehen. Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich über Costa Rica. Foto: 26.04.2012, Braulio-Carrillo-Nationalpark

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Unbestimmte Spinnenarten

Viele der von mir fotografierten Spinnen aus Costa Rica habe ich bislang nicht bestimmen können. Ich würde mich sehr über eine Nachricht per E-Mail freuen, wenn Sie helfen können, die Tiere zu identifizieren.

  Unbestimmte Spinnenart Nr. 1   Unbestimmte Spinnenart Nr. 2  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 1,
Foto: 26.04.2012, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 2,
Foto: 27.04.2012, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí
 

  Unbestimmte Spinnenart Nr. 3, Argiope savigny?   Unbestimmte Spinnenart Nr. 4  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 3 (Argiope savigny?),
Foto: 27.04.2012, La Selva Biological Station
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 4,
Foto: 27.04.2012, La Selva Biological Station
 

  Unbestimmte Spinnenart Nr. 5   Unbestimmte Spinnenart Nr. 6  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 5,
Foto: 29.04.2012, Arenal-Nationalpark
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 6,
Foto: 29.04.2012, Arenal-Nationalpark
 

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  Unbestimmte Spinnenart Nr. 7   Unbestimmte Spinnenart Nr. 8  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 7,
auch Wespe ist noch unbestimmt,
Foto: 29.04.2012, Arenal-Nationalpark
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 8,
Foto: 01.05.2012, Santa Elena
 

  Unbestimmte Spinnenart Nr. 9   Unbestimmte Spinnenart Nr. 10  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 9,
Foto: 01.05.2012, Santa Elena
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 10,
Foto: 02.05.2012, Monteverde
 

  Unbestimmte Spinnenart Nr. 11   Unbestimmte Spinnenart Nr. 12  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 11,
Foto: 02.05.2012, Monteverde
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 12,
Foto: 03.05.2012, Nähe Limonal
 

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  Unbestimmte Spinnenart Nr. 13, Paraphrynus sp.   Unbestimmte Spinnenart Nr. 14  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 11 (Paraphrynus sp.),
Foto: 05.05.2012, Nähe Tárcoles
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 12,
Foto: 05.05.2012, Nähe Tárcoles
 

  Unbestimmte Spinnenart Nr. 13   Unbestimmte Spinnenart Nr. 14  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 13,
Foto: 05.05.2012, Nähe Tárcoles
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 14,
Foto: 06.05.2012, Carara-Nationalpark
 

  Unbestimmte Spinnenart Nr. 15   Unbestimmte Spinnenart Nr. 16  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 15,
Foto: 07.05.2012,
Hacienda Barú National Wildlife Refuge
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 16,
Foto: 07.05.2012,
Hacienda Barú National Wildlife Refuge
 

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  Unbestimmte Spinnenart Nr. 17   Unbestimmte Spinnentierart Nr. 18  
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 17,
Foto: 08.05.2012, San Gerardo de Dota
  Unbestimmte Spinnentierart Nr. 18,
Foto: 06.05.2012, Carara-Nationalpark
 

  Unbestimmte Spinnenart Nr. 19      
  Unbestimmte Spinnenart Nr. 19,
Foto: 26.04.2012, Braulio-Carrillo-Nationalpark
     

Weberknechte (Opiliones)

Weberknechte gehören zu den Spinnentieren, was leicht daran zu erkennen ist, dass sie acht Beine haben. Diese sind sehr dünn und lang, der Körper der meisten Weberknechte ist hingegegen relativ kompakt und klein. Viele in Costa Rica lebende Weberknechte sind Einzelgänger. Es kommen aber auch Arten vor, die sich zu Gruppen zusammenschließen. Wenn sie sich bedroht fühlen, beginnen manche Weberknechte zu wackeln, um einen potenziellen Angreifer zu verwirren. Bei den gruppenbildenden Arten kann es vorkommen, dass die gesamte Gemeinschaft zu wackeln beginnt, was ein beeindruckender Anblick ist. Die von mir fotografierten Weberknechtarten habe ich bisher allesamt nicht identifizieren können. Falls Sie helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail sehr freuen.

  Unbestimmte Weberknechtart Nr. 1   Unbestimmte Weberknechtart Nr. 2  
  Unbestimmte Weberknechtart Nr. 1,
Foto: 28.04.2012, Ecocentro Danaus
  Unbestimmte Weberknechtart Nr. 2,
Foto: 29.04.2012, Arenal-Nationalpark
 

  Unbestimmte Weberknechtart Nr. 3   Unbestimmte Weberknechtart Nr. 4  
  Unbestimmte Weberknechtart Nr. 3,
Foto: 07.05.2012,
Hacienda Barú National Wildlife Refuge
  Unbestimmte Weberknechtart Nr. 4,
Foto: 02/2004, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí
 

 

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