Costa RicaManuel-Antonio-Nationalpark
 

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          Übersichtskarte Manuel-Antonio-Nationalpark Nicht nur bei Touristen ist der Nationalpark Manuel Antonio, der sich an die Pazifikküste schmiegt, ausgesprochen beliebt. Der Park zieht auch viele Einheimische an, denn er vereint üppig grünes Hinterland mit feinen, weißen Sandstränden an malerischen Badebuchten. Zwar liegen in der näheren Umgebung viele weitere schöne Strandabschnitte. Aber anders als im Nationalpark sind diese nicht bewacht, so dass dort recht viel Diebstahl zu beklagen ist. Unter anderem aus diesem Grunde legen sich die Leute lieber im Nationalpark an den Strand - weshalb er entsprechend überlaufen ist. Wer also wie ich dorthin geht, um die Natur und Tierwelt zu genießen, dürfte etwas enttäuscht sein. Aufgrund der vielen Menschen, die sich im Park aufhalten, sind nämlich vergleichsweise wenige Tiere zu sehen. An sich ist das Schutzgebiet jedoch recht artenreich. Man hat dort beispielsweise 350 Pflanzenspezies, 109 Säugetier- und 184 Vogelarten nachgewiesen. Obwohl man meist nur wenig tierisches Leben zu sehen bekommt, ist der Park einen Spaziergang wert, wenn man ohnehin gerade in dieser Gegend des Landes verweilt.

Strand im Nationalpark Manuel Antonio Der Manuel-Antonio-Nationalpark ist an Land 683 Hektar groß und umfasst außerdem eine Fläche von 55.000 Hektar des Pazifiks. In diesem Bereich leben viele weitere Tierarten, darunter zum Beispiel knapp 80 verschiedene Fischspezies. Der Eintrittspreis für einen Besuch des Parks beträgt 7 US-$ (Stand Anfang 2004). Pro Tag werden nur 600 Besucher in das geschützte Areal gelassen, damit die Natur nicht über alle Maßen beeinträchtigt wird. Unmittelbar hinter dem Eingang befindet sich die zauberhafte Playa Espadilla Sur. Das Wasser ist dort türkis-blau und bestens zum Baden geeignet. Auf den Felsen halten sich gern Seevögel wie die großen Braunpelikane auf. Aber auch schon kurz vor dem Eingang liegt ein hübscher Strandabschnitt (Playa Espadilla Norte), der von vielen Menschen zum Baden genutzt wird - und von Vögeln, die dort in der Sonne rasten.

Krabbenreiher Folgt man dem Wanderweg, so sollte man als Naturliebhaber aufmerksam nach oben und unten schauen. An den Wurzeln mancher Bäume machen es sich Reptilien wie die imposanten Schwarzen Leguane bequem und in den Bäumen halten sich Krabbenreiher sowie andere Vögel auf. In der Abbildung rechts ist ein Krabbenreiher zu sehen, der sich während der heißesten Zeit des Tages in den Schatten der dichten Ufervegetation zurückgezogen hatte. Nicht nur die stattlichen Reiher sind im Geäst anzutreffen, sondern auch kleinere Singvögel wie die melodisch singenden Kapuzenwollrücken.

Badebucht im Nationalpark Manuel Antonio Der Wanderweg führt nach dem Passieren der ersten Badebucht vorbei an der Landzunge Punta Central, die man über einen Rundweg erkunden kann. Lässt man sie rechts liegen und folgt man dem Hauptwanderweg, gelangt man zu einer pittoresken Bucht mit dem blendend hellen Strand namens Playa Blanca (siehe Foto rechts). Dort ist das Wasser flach und entsprechend gut zum entspannten Baden geeignet.

Vogel Lässt man auch diese Bucht rechts liegen, gelangt man auf den Weg "Sendero El Mirador", der - wie der spanische Name schon sagt - zu einem Aussichtspunkt (mirador) führt. Von dort aus hat man eine herrliche Aussicht auf den gesamten Nationalpark. Der Wanderweg ist aber eine Sackgasse, man muss ihn in entgegengesetzter Richtung entlang gehen, wenn man den Park wieder verlassen möchte. Am Wegesrand wachsen viele schöne tropische Pflanzen, die mit bunten Blüten um die Gunst der Bestäuber wetteifern. Auch etliche Vögel sowie Eidechsen, Schmetterlinge und Insekten, darunter die stattlichen Radnetzspinnen, sind dort anzutreffen.

Quepos

Der Strand von Quepos Der nächstgelegene größere Ort ist Quepos. Etwa sieben Kilometer nördlich des Nationalparks befindet sich diese recht quirlige Stadt, in der rund 11.000 Menschen leben. In der Innenstadt finden sich neben zahlreichen Souvenirgeschäften und Restaurants auch eine Apotheke, eine Markthalle, Supermärkte und eine Bank. Während der Mittagszeit ist die Hitze in den Straßen des Ortes schier unerträglich. Am besten hält man sich dann in der Nähe des Strandes auf, siehe Foto in diesem Absatz.

Wie die meisten Touristen habe auch ich in Quepos gewohnt, als ich den Manuel-Antonio-Nationalpark besuchen wollte. Die Hotelanlage Villa Teca, in der ich untergebracht war, liegt ein Stück außerhalb des Stadtzentrums und ist entweder in etwa 25 Minuten zu Fuß oder mit dem öffentlichen Bus zu erreichen. Von der Tier- und Pflanzenvielfalt der Hotelumgebung war ich sehr angetan. Eines Morgens turnten rund um meine Bungalowhälfte die zierlichen, vom Aussterben bedrohten Rotrücken-Totenkopfaffen herum, siehe Foto unten links. Auch traf man in der waldigen Gegend vor allem in den frühen Morgenstunden auf Blauscheitelmotmots, die meiner Meinung nach zu den schönsten Vertretern der Vogelwelt Costa Ricas gehören. Nicht minder interessant war es, zu Beginn der Abenddämmerung den wehrhaften Roten Landkrabben zuzuschauen, die bei der geringsten Störung drohend ihre Scheren gegen alles und jeden erhoben. Ich persönlich habe auf dem Hotelgelände und im Bereich rundherum mehr (unterschiedliche) Tierarten gesehen als im Manuel-Antonio-Nationalpark.

Rotrücken-Totenkopfaffen Blautscheitelmotmot Rote Landkrabbe

 
                 

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