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Nicht nur bei Touristen ist der Nationalpark Manuel Antonio, der sich an die Pazifikküste schmiegt,
ausgesprochen beliebt. Der Park zieht auch viele Einheimische an, denn er vereint üppig
grünes Hinterland mit feinen, weißen Sandstränden an malerischen Badebuchten.
Zwar liegen in der näheren Umgebung viele weitere schöne Strandabschnitte. Aber anders
als im Nationalpark sind diese nicht bewacht, so dass dort recht viel Diebstahl zu beklagen ist.
Unter anderem aus diesem Grunde legen sich die Leute lieber im Nationalpark an den Strand -
weshalb er entsprechend überlaufen ist. Wer also wie ich dorthin geht, um die Natur und
Tierwelt zu genießen, dürfte etwas enttäuscht sein. Aufgrund der vielen Menschen,
die sich im Park aufhalten, sind nämlich vergleichsweise wenige Tiere zu sehen. An sich
ist das Schutzgebiet jedoch recht artenreich. Man hat dort beispielsweise 350 Pflanzenspezies,
109 Säugetier- und 184 Vogelarten nachgewiesen. Obwohl man meist nur wenig tierisches Leben
zu sehen bekommt, ist der Park einen Spaziergang wert, wenn man ohnehin gerade in dieser Gegend
des Landes verweilt.
Quepos
Wie die meisten Touristen habe auch ich in Quepos gewohnt, als ich den Manuel-Antonio-Nationalpark besuchen wollte. Die Hotelanlage Villa Teca, in der ich untergebracht war, liegt ein Stück außerhalb des Stadtzentrums und ist entweder in etwa 25 Minuten zu Fuß oder mit dem öffentlichen Bus zu erreichen. Von der Tier- und Pflanzenvielfalt der Hotelumgebung war ich sehr angetan. Eines Morgens turnten rund um meine Bungalowhälfte die zierlichen, vom Aussterben bedrohten Rotrücken-Totenkopfaffen herum, siehe Foto unten links. Auch traf man in der waldigen Gegend vor allem in den frühen Morgenstunden auf Blauscheitelmotmots, die meiner Meinung nach zu den schönsten Vertretern der Vogelwelt Costa Ricas gehören. Nicht minder interessant war es, zu Beginn der Abenddämmerung den wehrhaften Roten Landkrabben zuzuschauen, die bei der geringsten Störung drohend ihre Scheren gegen alles und jeden erhoben. Ich persönlich habe auf dem Hotelgelände und im Bereich rundherum mehr (unterschiedliche) Tierarten gesehen als im Manuel-Antonio-Nationalpark. |
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