Costa RicaFalter & Schmetterlinge
 

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          Banded Peacock Costa Rica ist das Land der Schmetterlinge, Falter und Motten. Die Artenvielfalt dieser Tiere ist überwältigend. Manche Quellen sprechen von mehr als 1.400 Schmetterlingsarten, die sich in den costa-ricanischen Gefilden aufhalten - einige von ihnen allerdings nur vorübergehend, weil es sich um Zuzügler vom im Winter empfindlich kalten nordamerikanischen Kontinent handelt. Obwohl so viele verschiedene Schmetterlingsarten in Costa Rica vorkommen, begegnet man manchen sehr oft, anderen hingegen so gut wie nie. In Sachen Fotografie gehören Schmetterlinge zu den schwierigsten Motiven, denn sie rasten meist nicht unbedingt so, dass die Ausleuchtung perfekt ist. Meine Foto-Ausbeute ist leider recht mager ausgefallen, siehe unten.

Bisher ist es mir bedauerlicherweise nicht gelungen, jede der in diesem Kapitel abgebildeten Schmetterlings- und Falterarten zu identifizieren. Über Hilfe bei der Bestimmung würde ich mich sehr freuen, Namensnennungen per E-Mail sind stets willkommen. Die bisherige Bestimmungsarbeit erfolgte mit Hilfe eines Naturreiseführers für Mexiko, Costa Rica und Mittelamerika aus dem Kosmos-Verlag sowie mittels diverser Websites. Irrtümer sind dabei freilich nicht ausgeschlossen. In Klammern finden Sie hinter jeder Kurzbeschreibung einen Hinweis darauf, wo das jeweilige Foto entstanden ist.

Passionsblumenfalter (Erato Heliconian, Heliconius erato)

Passionsblumenfalter In den tropischen Wäldern Mittelamerikas, an Waldrändern und in offenem Gelände trifft man auf den Passionsblumenfalter. Die Spannweite der Tiere beträgt zwischen 5,5 und acht Zentimeter. Bei dieser Schmetterlingsart sehen Ober- und Unterseite der Flügel nahezu gleich aus. Ihre Grundfarbe ist schwarz. Sie tragen eine gelbweiße und rote Zeichnung auf jedem der beiden Flügel; auf der Unterseite ist diese Zeichnung blasser als auf der Oberseite. Auf der Unterseite befinden sich zudem auf der Hinterflügelbasis einige rote Punkte. Innerhalb dieser Art ist die Zeichnung variabel. Die Tiere müssen also nicht bis ins letzte Detail dem in diesem Absatz abgebildeten Exemplar gleichen. Der Körper des Passionsblumenfalters ist schwarz gefärbt und schlank, die beiden Fühler sind sehr lang. Weil sich die Raupen dieser Schmetterlingsart von den Blättern verschiedener Passionsblumenarten ernähren, wählte man den entsprechenden deutschen Namen für diese Spezies. (Foto: Selva Verde)

Heliconius hewitsoni

Heliconius hewitsoni An einem großen Bougainvillea-Gebüsch fanden sich nach Sonnenaufgang die ersten Schmetterlinge der Art Heliconius hewitsoni ein und tranken vom Nektar der vielen Blüten. Die Flügelspannweite dieser hübschen Tiere maß zwischen sechs und acht Zentimeter. Die Flügel dieser Schmetterlingsart sind dunkelbraun gefärbt und tragen cremeweiße Streifen in der Anordnung, wie sie das rechts abgebildete Tier zeigt. Leider sind mir sowohl der englische als auch der deutsche Name der Spezies nicht bekannt. (Foto: Quepos)

Orange-spotted Tiger Clearwing, Mechanitis polymnia

Orange-spotted Tiger Clearwing, Mechanitis polymnia Im Schatten eines kleinen Wäldchens paarten sich an einem frühen Morgen die beiden rechts gezeigten Schmetterlinge. Sie hielten sich in einem besonders dunklen Bereich des Unterwuchses auf, vermutlich um keine Fressfeinde auf sich aufmerksam zu machen. Ihre vorderen Flügel waren im inneren, körpernahen Bereich rötlichbraun gefärbt, außen waren sie dunkelbraun und trugen einige orange bis hellgelb gefärbte Bereiche. Die hinteren Flügel waren rötlichbraun gefärbt und zeigten keine Muster. Etwa sechs bis sieben Zentimeter betrug die Flügelspannweite dieser Schmetterlingsart. Leider ist mir der deutsche Name dieser Spezies nicht bekannt. (Foto: Playa Tortuga)

Banded Peacock, Anartia fatima

Anartia fatima Der deutsche Name dieser Schmetterlingsart ist mir bedauerlicherweise nicht bekannt. Anartia fatima wandert in Mittelamerika umher, mitunter ist diese Art sogar im Süden der USA im Bundesstaat Texas anzutreffen. Die Flügelspannweite von Anartia fatima beträgt sechs bis sieben Zentimeter. Auf der oberen Seite sind die Flügel dunkelbraun gefärbt. Je ein cremeweißer Bogen ziert die Flügel, die äußeren vorderen Flügel tragen zudem einige cremeweiße Punkte, von denen drei direkt nebeneinander auf einer gedachten Linie liegen. Im inneren, hinteren Bereich der Flügel befindet sich ein rotes Band. Besonders gern halten sich diese Schmetterlinge in offenen Gegenden auf, die viele Blüten und damit viel Nektar bieten. (Foto: Selva Verde)

Many-banded Daggerwing, Marpesia chiron

Marpesia chiron Diese prachtvollen Schmetterlinge tragen hinten an den Flügeln je ein Schwänzchen. Die Flügelspannweite dieser Art beträgt 5,4 bis 6,7 Zentimeter. Auf der Oberseite sind die Flügel dunkelbraun mit drei nahezu parallelen, hellbraunen Streifen; außerdem tragen sie je drei weiße Punkte in der Nähe der Spitze des Vorderflügels. Die Unterseite ist außen hellbraun gefärbt, in der Nähe des Körpers ist sie hellgrau. Auch auf der Unterseite sind die Streifen zu erkennen, die hier cremefarben, braun und orange sind. Die nebenstehende Abbildung zeigt ein Männchen der Art Marpesia chiron, deren deutschen Namen ich leider nicht kenne. Diese Schmetterlinge ernähren sich vom Nektar der Pflanzengattungen Cordia, Lantana und Croton. (Foto: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)

Tract' Sister (Adelpha tracta)

Adelpha tracta Im Nebelwald auf der pazifischen Seite des Landes ganz in der Nähe der kontinentalen Wasserscheide flog dieser schöne Schmetterling umher, dessen deutscher Name mir leider nicht bekannt ist. Adelpha tracta wurde im Jahre 1872 von Butler erstmals wissenschaftlich beschrieben, diese überwiegend bräunlich und gelb gefärbten Tiere haben eine Spannweite von etwa fünf bis sechs Zentimeter und sind an der Unterseite blasser gefärbt als auf der Oberseite. Das Verbreitungsgebiet dieser neotropischen Schmetterlingsart erstreckt sich von Costa Rica bis nach Panama. (Foto: Santa Elena/Finca Ecológica)

Eulenfalter (Owl Butterfly, Caligo memnon)

Eulenfalter Von beeindruckender Größe sind die Eulenfalter, ihre Spannweite beträgt zehn bis 15 Zentimeter. Da die Falter eher lichtscheu sind und direkte Sonneneinstrahlung meiden, leben sie in schattigen Regenwäldern und auf dicht bestandenen Plantagen. Tagsüber sitzen sie meist im Schatten, längere Flüge unternehmen sie in den sehr frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag bis in die Abenddämmerung. Auf den Flügeln tragen die Eulenfalter weithin sichtbare Augenflecke, die insektenfressende Vögel verwirren sollen. Diese Augenflecke erinnern aufgrund ihrer Farbverteilung an Eulenaugen, woher der Name der Falterart rührt. (Foto: Selva Verde)

Unbestimmte Falterart Nr. 1

Unbestimmte Falterart Nr. 1 In der nebenstehenden Abbildung ist ein Tier zu sehen, dessen Lebensweise und Körpergröße mich bei der Beobachtung zuerst an eine Fledermaus denken ließen. Der Falter war nachtaktiv und hatte eine Flügelspannweite von in etwa zwölf Zentimeter. Während ich ihn im Schein einer Lampe betrachtete, flog er mir fast ins Gesicht, drehte dann aber ab und klatschte mir recht kräftig gegen die Schulter, an der er sich daraufhin festklammerte. Somit konnte ich das Tier aus nächster Nähe betrachten, nachdem ich es durch einen Mitreisenden sehr vorsichtig von meiner Schulter hatte klauben lassen. Das Tier maß vom Kopf bis zum hinteren Flügelende stattliche acht bis zehn Zentimeter. Die Flügel waren hellgrau und dunkelgrau marmoriert und der Kopf war dicht behaart. Schwarzweiß geringelt waren die Beine oder Fühler (oder beides?), was man auf der größeren Version des Fotos in diesem Absatz erkennen kann. (Foto: Selva Verde)

Unbestimmte Falterart Nr. 2

Unbestimmte Falterart Nr. 2 In einem schattigen Waldbereich im karibischen Tiefland Costa Ricas beobachtete ich das nebenstehend abgebildete Tier. Die Flügelspannweite des gräulich-cremefarbenen Schwärmers betrug etwa 3,5 bis fünf Zentimeter, die Länge entlang der Körperachse betrug rund zwei Zentimeter. Auffällig war die Spitze im Bereich des Kopfes, die Konturen des Körpers konnte man kaum erkennen. Das Tier erinnerte mich vage an ein Blatt, es scheint sich um eine Art Mimikry zu handeln, allerdings passt die Farbe nicht so recht zu der des Blattwerks. Ich sah das Tier am späten Nachmittag kurz vor dem Einbruch der Abenddämmerung. (Foto: Selva Verde)

 
                 

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