Costa RicaCarara-Nationalpark
 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Costa Rica allgemein | Kulinarisches | Reisetipps | San José | Carara |
Arenal-Vulkan & Fortuna | Selva Verde (Sarapiquí-Fluss) | Caño Negro |
Manuel-Antonio-Nationalpark | Monteverde & Santa Elena | Tortuga |
Osa-Halbinsel (Poor Man's Paradise) | Rundreise 2004: Teil 1 & Teil 2 |
Tiere: Insekten, Falter & Schmetterlinge, Reptilien & Amphibien,
Säugetiere, Schildkröten & Krebstiere | Pazifische Unterwasserwelt |
Land- & Wasservögel: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 & Teil 7 |
Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 & Teil 6 | Literatur & Links
 
             
          Übersichtskarte Carara An der Pazifikküste des Landes, also westlich von San José, befindet sich der Carara-Nationalpark. Dieses Schutzgebiet, das früher "Reserva Biológica Carara" hieß, ist 4.700 Hektar groß und am Südufer des Río Tárcoles gelegen. Mehrere Wanderwege durchziehen den Nationalpark, der von 8 bis 16 Uhr (von April bis November 7 bis 17 Uhr) geöffnet ist. Der Eintrittspreis lag Anfang 2004 bei acht US-Dollar pro Person, pro Stunde wird maximal 60 Besuchern der Zutritt gestattet.

Seine Lage innerhalb der Klimazonen und Habitate Costa Ricas ist einzigartig. Zwischen den Trockenwäldern im Norden und den regenreichen Gebieten im Süden erstreckt sich das Areal, das viele verschiedene Lebensräume beherbergt. In unmittelbarer Nähe zueinander finden sich im Carara-Nationalpark Primär- und Sekundärwälder, Galeriewälder, Sumpfgebiete sowie ein Altwasser. Viele kleine Wasserläufe winden sich durch das Schutzgebiet, die meisten führen das gesamte Jahr über Wasser.

Baum im Carara-Nationalpark Aufgrund der verschiedenen Ökosysteme, die innerhalb des Schutzgebietes liegen, gedeiht dort eine schier unglaubliche Pflanzenfülle. Über 750 verschiedene Pflanzenarten sollen im Carara-Nationalpark vorkommen. Innerhalb der Primär- und auch Sekundärwälder sieht man unter anderem riesige Artgenossen der in Deutschland in kleinen Blumentöpfen auf Fensterbänken vegetierenden Fensterblätter (Monstera sp.). Schmarotzerpflanzen winden sich um die Stämme der Urwaldriesen, siehe Abbildung rechtsund im Unterholz verstecken sich Tiere wie der Schwarze Leguan oder die scheuen Agutis. Diesen und anderen Tieren bietet das Schutzgebiet ideale Lebensbedingungen sowie Nahrung im Überfluss - zumindest zu manchen Zeiten im Jahr.

Baum mit Stelzwurzeln Faszinierend sind die vielen Bäume, die Stelzwurzeln aufweisen. Diese Wurzeln erlauben es manchen Baumarten, sich mit der Zeit langsam vom Fleck zu bewegen. Das heißt, sie verlagern ihren Stamm zentimeterweise in eine bestimmte Richtung, indem sie ihre langen Wurzeln entsprechend ausbilden. Manche Gewächse wie die Schraubenbäume verfügen über ausgesprochen stattliche Stelzwurzeln. Welche Baumart in der Abbildung rechts zu sehen ist, konnte ich bislang leider nicht herausfinden.

Pilze im Carara-Nationalpark Wie in allen Wäldern in den Naturschutzgebieten Costa Ricas greift der Mensch nicht ein, wenn Bäume umstürzen. Sie bleiben an Ort und Stelle liegen und verrotten mit der Zeit. Maßgeblich an der Zersetzung des Holzes beteiligt sind die vielen verschiedenen Pilze, die man in den Waldgebieten allerorten sehen kann. Auf dem rechts gezeigten Stück Totholz fanden sich gleich zwei verschiedene Pilzarten, die sich nicht nur in ihrer Farbe, sondern auch in ihrer Größe und geringfügig in ihrer Form unterschieden.

Tiere im dichten Wald zu entdecken, ist nicht einfach. Die Tarnung ist perfekt, das Blattwerk mitunter geradezu undurchdringlich. Man muss schon sehr genau hinschauen, um die vielen großen und kleinen Bewohner des Nationalparks zu entdecken. Andere Tiere sind wiederum leicht zu beobachten, weil sie sich gern im Bereich von Lichtungen aufhalten:

Mantelbrüllaffe  Trogon  Riefenschnabelani
        Mantelbrüllaffe                   Trogon          Riefenschnabelani   

Spitzkrokodile am Río Tárcoles Ohne Probleme auszumachen sind die stattlichen Spitzkrokodile, die sich an der Brücke aufhalten, die in der Nähe des Nationalparkeingangs den Río Tárcoles überspannt. Meist sieht man die Tiere träge in der Sonne liegen, vor allem während der heißesten Stunden des Tages ist dies der Fall. Nur wenige von ihnen halten sich im Schatten der Brücke auf. In der Nähe der großen Tiere staksen oft Reiher umher und suchen in den Uferzonen nach Nahrung, wobei sie aber stets darauf achten, außerhalb der direkten Reichweite der Krokodile zu bleiben.

Mondaufgang am Carara-Nationalpark Silhouetten fliegender Aras Papageienliebhaber sollten sich am späten Nachmittag in der Nähe des Haupteinganges des Carara-Nationalparks einfinden. Dort bietet sich einem nicht nur alle paar Wochen die Möglichkeit, den Mond aufgehen zu sehen (siehe rechtes Foto). Viel spektakulärer sind die allabendlichen Vorüberflüge der Hellroten Aras, die in der Gegend um Carara besonders häufig vorkommen. Meist fliegen diese großen Papageien aber recht hoch am Betrachter vorüber (siehe linke Abbildung), so dass man sie nur mit einem starken Fernglas gut beobachten kann.

Hellroter Ara bei der Nahrungssuche Wer Aras aus nächster Nähe betrachtet möchte, der sollte sich im Hotel "Villa Lapas" einquartieren, dessen zweiter Namensbestandteil auf Deutsch "Aras" bedeutet. In diesem Hotel ist der Name Programm, ich habe beim Frühstück mehrere Aras in den Bäumen beobachten können. Die Vögel flogen auf der Suche nach Nahrung auf dem Hotelgelände umher und turnten schreiend durch das Geäst.

Nicht nur Aras konnte man auf dem Hotelgelände beobachten. Der kleine Flusslauf am Villa Lapas zog zahlreiche Vogelarten an, darunter die anmutigen Schneesichler. In den hohen Bäumen tummelten sich außerdem zahlreiche andere gefiederte Besucher wie Tovisittiche, Spechte und die farbenfrohen Schieferschwanztrogone. Abends kann man in der Nähe des Wassers Agakröten beobachtenund in manchen Zimmern laufen nachts Skorpione über den Boden, was vermutlich aber nicht jedermanns Sache sein dürfte ...

 
                 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Costa Rica allgemein | Kulinarisches | Reisetipps | San José | Carara |
Arenal-Vulkan & Fortuna | Selva Verde (Sarapiquí-Fluss) | Caño Negro |
Manuel-Antonio-Nationalpark | Monteverde & Santa Elena | Tortuga |
Osa-Halbinsel (Poor Man's Paradise) | Rundreise 2004: Teil 1 & Teil 2 |
Tiere: Insekten, Falter & Schmetterlinge, Reptilien & Amphibien,
Säugetiere, Schildkröten & Krebstiere | Pazifische Unterwasserwelt |
Land- & Wasservögel: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 & Teil 7 |
Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 & Teil 6 | Literatur & Links