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Vögel aus Costa Rica - Teil 7
Folgende Vogelarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer
Reihenfolge:
· Grüntangare (Bay-headed Tanager, Tangara gyrola)
· Gürtelfischer (Belted Kingfisher, Megaceryle alcyon)
· Halsband-Arassari (Collared Aracari, Pteroglossus torquatus)
· Halsband-Waldsänger (Collared Redstart, Myioborus torquatus)
· Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)
· Hauszaunkönig (House Wren, Troglodytes aedon)
· Hoffmann-Specht (Hoffmann's Woodpecker, Melanerpes hoffmannii)
· Höhlentyrann (Sulphur-bellied Flycatcher, Myiodynastes luteiventris)
· Inkatäubchen (Inca Dove, Columbina inca)
· Jacariniammer (Blue-black Grassquit, Volatinia jacarina)
· Jakobiner-Kolibri (White-necked Jacobin, Florisuga mellivora)
· Kahnschnabel (Boat-billed Heron, Cochlearius cochlearius)
· Kanadareiher (Great Blue Heron, Ardea herodias)
· Kappennaschvogel (Green Honeycreeper, Chlorophanes spiza)
Grüntangare (Bay-headed Tanager, Tangara gyrola)
Einer
der schönsten Vertreter der in Costa Rica heimischen Tangaren ist die die
Grüntangare. Ihr Gefieder ist im Bereich des Kopfes dunkelrot gefärbt.
Der Rücken und die Flügel sind grasgrün, diese Farbe ist vom Kopf durch
einen feinen gelben Streif abgesetzt. Auch die Schultern sind goldgelb
gefärbt. Kehle, Brust und Bauch sind leuchtend mittelblau mit leichtem
Türkishauch. Der Schwanz ist grün gefärbt und etwas dunkler als der
Rücken. Die Beine sind dunkelgrau, die "Hosenfedern" dunkelrot und der
Schnabel schwarz. Im karibischen Landesteil sind die 14 Zentimeter
großen Vögel vorwiegend in feuchten Arealen in Höhenlagen zwischen
600 und 1.500 Meter heimisch. Bis in 1.500 Meter Höhe kommen die Vögel
im südwestlichen Landesteil vor. Das gesamte Verbreitungsgebiet dieser
Art, die sich von Früchten und Insekten ernährt, erstreckt sich von
Costa Rica über Panama bis nach Ecuador, Bolivien und bis ins
südliche Brasilien. Auf Trinidad ist die Spezies ebenfalls anzutreffen. Foto:
09.02.2004, Drake Bay
Gürtelfischer (Belted Kingfisher, Megaceryle alcyon)
Mit
ihrer Körpergröße von 30,5 Zentimeter gehören die Gürtelfischer zu den
größeren Eisvögeln, die man in Costa Rica beobachten kann. Erwachsene
Männchen tragen auf der Körperoberseite dunkle, graublaue Federn. Auch
die buschige Haube auf dem Kopf dieser Vogelart ist graublau gefärbt.
Einige Bereiche des Körpers sind weiß, so zum Beispiel Bauch und Brust
sowie der Nacken und die Bürzelgegend. Die Brust ist rostrot gebändert,
an den Flanken tragen erwachsene Männchen ebenfalls rostrotes Gefieder.
Die Weibchen, siehe Foto in diesem Absatz, sehen ähnlich aus. Ihnen fehlen allerdings die
rostroten Gefiederpartien und ihre Haube ist deutlich kleiner als die
der Männchen. In beiden Küstenebenen Costa Ricas ist diese Vogelart häufig an den Ufern von
Flussläufen zu finden. Ihr Lebensraum reicht bis in Höhenlagen
von etwa 900 Meter. Das Verbreitungsgebiet dieser Art ist sehr groß, es
reicht von den nördlichen USA und Kanada über Mittelamerika bis ins
nördliche Südamerika. Darüber hinaus kommen die Vögel auf den
Westindischen Inseln vor. Foto:
28.01.2004, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí
Halsband-Arassari (Collared Aracari, Pteroglossus torquatus)
Zur
Familie der Tukane gehören die Halsband-Arassaris. Ihre Körpergröße
beträgt 41 Zentimeter. Das auffälligste Merkmal dieser Vogelart ist der
imposante, bunt gefärbte Schnabel. Sein Muster - er weist einige
Zacken in den Farbverläufen auf - ist ein sicheres Erkennungsmerkmal,
mit dessen Hilfe man die Vögel von ihren nahen Verwandten, den
Feuerschnabel-Arassaris (Pteroglossus frantzii), unterscheiden kann. Den gelbe Bauch des
Halsband-Arassaris schmückt ein dunkelrotes Band. Auf der ebenfalls
gelben Brust der Vogelart befindet sich ein dunkelroter Fleck, dessen
Rand ausgefranst wirkt. Besonders oft trifft man diese Tiere in
halboffenen Waldgebieten an, meist halten sie sich in der Gesellschaft
mehrerer Artgenossen auf. Gern suchen die Fruchtfresser vom Menschen
eingerichtete Futterstellen auf. In Costa Rica lassen sich
Halsband-Arassaris hauptsächlich im karibischen Tiefland beobachten, auf
der Pazifikseite des Landes kommen die Vögel selten bis gar nicht vor.
Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko über Zentralamerika bis nach
Ecuador und Venezuela.
Foto: 27.04.2012, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí
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Halsband-Waldsänger (Collared Redstart, Myioborus torquatus)
Ein
besonders eleganter und hübscher Bewohner der hoch gelegenen Wälder Costa
Ricas ist der Halsband-Waldsänger. Diese 12,5 Zentimeter großen Vögel
leben in den moosigen, feuchten Wäldern in Höhenlagen ab 1.600 Meter. Auf
dem Kopf trägt der Halsband-Waldsänger eine rote Krone, die von einem
schwarzen Rand gesäumt wird. Maske und Kehle sind gelb gefärbt, wobei
sich diese Farbe bis in den Nacken fortsetzt. Dort, wo die Brust
beginnt, ziert ein dünner schwarzer Bereich das Gefieder, das von der
Brust an abwärts gelb gefärbt ist. Die Flügel, der Rücken und der
Schwanz sind dunkel schieferfarben; die äußeren beiden Schwanzfedern
sind weiß. Beine, Schnabel und Augen sind schwarz gefärbt. Insekten
bilden die Nahrung dieser Tiere. Das Verbreitungsgebiet der
Spezies erstreckt sich über das Hochland Costa Ricas und den Westen
Panamas, die Art ist dort endemisch.
Foto: 02.02.2004, Santa Elena
Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)
Ursprünglich ist der Haussperling nur in der Alten Welt, also
beispielsweise in Europa, heimisch gewesen. Europäische Siedler
haben die 14 Zentimeter großen Vögel jedoch in die Neue Welt
mitgenommen, weil die fröhlich zwitschernden Vögel sie an die
einstige Heimat erinnern sollten. Haussperlinge sind echte
Opportunisten, weshalb sie in dem neuen Lebensraum rasch weite
Teile Nord-, Mittel- und Südamerikas erobert haben. Aus diesem
Grund sind die überwiegend braun gefärbten Vögel heute in Costa
Rica vielerorts anzutreffen. Männchen sind an ihrem
kastanienroten Gefiederbereich des Kopfes und an ihrer schwarzen
Kehle zu erkennen. Die Nahrung der Haussperlinge ist sehr
vielseitig. Sie fressen nicht nur Früchte, Samen und
Insekten, sondern profitieren auch von dem, was Menschen ihnen -
meist unfreiwillig - bieten. In manchen Hotels hüpfen die
Haussperlinge regelmäßig über Restaurant-Terrassen, um ein paar
herab gefallenen Krümel zu erhaschen.
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Weibchen, Foto:
28.01.2004,
Puerto Viejo de Sarapiquí |
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Männchen, Foto:
07.05.2012,
Barú |
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Hauszaunkönig (House Wren, Troglodytes aedon)
Einem
Mitteleuropäer erscheint der nur zehn Zentimeter große Hauszaunkönig
sehr vertraut, denn sein Äußeres und sein Verhalten erinnern stark
an den bei uns heimischen Zaunkönig (Troglodytes troglodytes). In
Costa Rica gehört der Hauszaunkönig zu den kleineren Vertretern seiner
Familie, erheblich größer ist beispielsweise der
Rotnacken-Zaunkönig (Campylorhynchus rufinucha). Das braune Gefieder des kleinen Hauszaunkönigs, der
sich - wie es der Name bereits vermuten lässt - gern in der Nähe
menschlicher Siedlungen aufhält, enthält einige zarte Streifen auf den
Flügeln und wirkt ansonsten sehr schlicht. Der Gesang ist angenehm melodisch.
Die Art kommt in Costa Rica in Höhenlagen zwischen 300 und 1.200 Meter
vielerorts häufig vor. Außerhalb menschlicher Siedlungen lebende Vögel halten sich bevorzugt in
Dickichten, an Waldrändern, auf Kaffeeplantagen und in ähnlichen, dicht
bewachsenen Lebensräumen auf. Insekten sowie die Larven dieser Tiere,
Spinnen und Schnecken bilden die Nahrung der Hauszaunkönige. Ihr
Verbreitungsgebiet reicht von Kanada über die USA und Mittelamerika bis
nach Südamerika.
Foto: 28.04.2012, La Fortuna
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Hoffmann-Specht (Hoffmann's Woodpecker, Melanerpes hoffmannii)
In vielen Teilen Costa Ricas ist der Hoffmann-Specht häufig anzutreffen.
Diese Vögel erreichen eine Körpergröße von 18 Zentimeter. Männchen und
Weibchen können anhand ihres Aussehens unterschieden werden. Männchen
haben auf der Unterseite des Körpers graue Federn, das Gesicht ist
ebenfalls grau gefärbt. Auf dem Kopf befindet sich ein roter Fleck, der
Nacken ist gelblich gefärbt und die Oberseite des Körpers ist schwarz mit
hellem Streifenmuster. Bei den Weibchen fehlt der rote Fleck auf dem
Kopf, ihre Krone ist eher weißlich gefärbt. Zudem ist bei ihnen der
gelbe Bereich am Hinterkopf kleiner als bei den männlichen Artgenossen.
Jungtiere sind blasser gefärbt als erwachsene Tiere, bei ihnen ist die
geschlechtstypische Färbung jedoch bereits vorhanden. Insekten und deren Larven
sowie Früchte und Nektar stehen auf dem Speiseplan dieser Vogelart.
Lichte Wälder sowie offene Landschaften mit reichlich Baumbewuchs,
Kaffeeplantagen und Gärten sind typische Lebensräume, in denen man den
Hoffmannspecht beobachten kann. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom
südlichen Honduras bis nach Costa Rica.
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Weibchen, Foto:
05.05.2012,
Puntarenas |
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Männchen, Foto:
03.05.2012,
Nähe Puntarenas |
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Höhlentyrann (Sulphur-bellied Flycatcher, Myiodynastes luteiventris)
Viele
der in Costa Rica vorkommenden Tyrannen sind nur anhand kleiner Details
unterscheidbar. Im Fall des Höhlentyranns ist das Identifizieren recht leicht,
da er ein sehr charakteristisches Aussehen hat. Die Vögel sind 20
Zentimeter groß und auf der Körperoberseite bräunlich gefärbt. Ein Muster aus
hellen Streifen ist dort zu sehen. Der Schwanz ist
auf der Oberseite rötlichbraun gefärbt. An der Kehle ist das Gefieder
hell cremefarben, ebenso an den Flanken. Brust und Bauch sind gelb
gefärbt. Kehle und Flanken werden zudem von einem braunen Streifenmuster
bedeckt. Der Kopf ist oben bräunlich gefärbt, ein breiter dunkler
Augenstreif mit darüber liegendem hellem Streif sowie helle Wangen und
ein dunkler Kehlstreif sind für die Art typisch. Beeren und Samen bilden
die Nahrung des Höhlentyranns. Die Tiere sind in Costa Rica Durchzügler,
sie können im Frühling und im Herbst während der Zugzeiten
beobachtet werden. Ihre Brutgebiete liegen im Norden, also
beispielsweise im südöstlichen Arizona in den USA. Den Winter verbringen
die Vögel in Südamerika, sie halten sich dort östlich der Anden auf. Foto: 27.04.2012, La Selva Biological Station
Inkatäubchen (Inca Dove, Columbina inca)
Im
nordwestlichen Tiefland Costa Ricas kommt das Inkatäubchen recht häufig
vor. Aus dem Südwesten des Landes verschwindet die Art hingegen
zunehmend. Rund um Puerto Quepos oder in der Nähe von Puntarenas kann man die
20 Zentimeter langen Tiere aber mit großer Wahrscheinlichkeit antreffen
und gut beobachten. Bei Puerto Quepos sind sie in den 1970er Jahren erstmals in
Erscheinung getreten und seitdem haben sie sich in Costa Rica
ausgebreitet. Inkatäubchen sind überwiegend graubraun gefärbt. Einige
Bereiche ihres Gefieders schimmern ein wenig rosa. Der Bauch trägt einen
Hauch von cremeweiß, der Schnabel ist schwarz, die Beine fleischfarben
und die Irisringe sind auffällig rot. Am liebsten halten sich
Inkatäubchen in leicht bewaldeten Gebieten auf. Häufig laufen sie in
kleinen Gruppen über den Boden, wo sie nach Nahrung suchen. Diese
besteht vor allem aus Grassamen. Das Verbreitungsgebiet der Inkatäubchen
reicht vom Südwesten der USA über Mexiko bis nach Costa Rica.
Foto: 04.05.2012, Nähe Manzanillo
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Jacariniammer (Blue-black Grassquit, Volatinia jacarina)
Die
Jacariniammer kommt in Costa Rica fast im gesamten Land vor von den
Küsten bis in circa 1.700 Meter Höhe vor. Besonders gern halten sich die nur
etwa zehn Zentimeter großen Vögel dort auf, wo sie Wiesen mit Gräsern
finden. Die zarten Samen verschiedener Grasarten bilden ihre
Hauptnahrung. Meist trifft man die Vögel in losen Gruppen oder paarweise
an. Zuweilen verstecken sie sich jedoch auch in Dickichten
beziehungsweise in Maniokfeldern oder ähnlicher Vegetation. Die Männchen
tragen am gesamten Körper ein metallisch glänzendes, blauschwarzes
Gefieder. Ihr Schnabel ist ebenfalls schwarz gefärbt. Seine Form ist
konisch und er weist eine feine Spitze auf. Weibliche Jacariniammern
sind braun, auch sie haben einen schwarzen Schnabel. Männchen
tragen oft ihren typischen Gesang vor und hüpfen dabei alle paar
Sekunden einige Zentimeter senkrecht empor. Aufgrund dieser Verhaltensweise tragen die
Jacariniammern auf der Karibikinsel Tobago, auf der ich die Vögel ebenfalls
beobachtet habe, den Spitznamen "Johnny Jump-up". Von Mexiko bis
nach Chile, Argentinien und Paraguay sowie auf Trinidad und Tobago sind die
Vögel verbreitet. Foto: 02/2004,
Playa Tortuga
Jakobiner-Kolibri (White-necked Jacobin, Florisuga mellivora)
Für
einen Kolibri ist der Jakobiner-Kolibri recht stattlich. Er erreicht eine
Körpergröße von zwölf Zentimeter. Männchen sind prächtig gefärbt.
Der Kopf und die Kehle sind dunkelblau, die Oberseite des
Körpers und Teile der Flanken sind dunkelgrün gefärbt. Unterhalb des
Nackens befindet sich ein weißer Querstreifen, die Körperunterseite ist
weiß. Dunkelgrau bis schwarz sind die Flügel gefärbt, dies gilt auch für den
recht langen, nur leicht nach unten gebogenen Schnabel. Weibchen sind
auf der Oberseite des Körpers grün gefärbt, die Unterseite ist hell. Von
der Kehle bis zum Bauch bedeckt ein dunkles Schuppenmuster diesen hellen
Bereich. Jakobinerkolibris ernähren sich von Nektar. Sie kommen in
Costa Rica in offenen oder halboffenen baumreichen Landschaften vor und
halten sich häufig in den Baumkronen auf. Diese Vögel leben sowohl im
karibischen als auch im pazifischen Tiefland. Das Verbreitungsgebiet
dieser Spezies reicht von Südmexiko bis nach Bolivien, bis ins westliche
Ecuador und ins Amazonasgebiet in Brasilien. Foto: 26.04.2012,
Braulio-Carrillo-Nationalpark
Kahnschnabel (Boat-billed Heron, Cochlearius cochlearius)
Ihre
riesigen dunklen Augen und der wuchtige Schnabel machen diese
Vogelart, die zu den Reihern gehört, unverwechselbar.
Ausgewachsene Tiere sind 51 Zentimeter großen und tragen eine
blauschwarze Federhaube, die am Hinterkopf herabhängt. Stirn und
Kehle sind weiß, der Bereich hinter den Augen ist hellbraun mit
leichtem Rostfarbton, der sich an Brust und Bauch ebenfalls
findet. Die
Flügel sind hell aschgrau gefärbt. Der Schnabel ist schuhförmig,
breit und schwarz. An Flussläufen und stehenden Gewässern kommen
Kahnschnäbel sowohl im karibischen Tiefland als auch auf der
pazifischen Seite Costa Ricas vor. Nachts gehen die Vögel auf
die Jagd nach Fischen, diese Lebensweise lässt sich an den
großen Augen erkennen, die typisch für nachtaktive Jäger sind.
In kleinen Kolonien brüten diese tagsüber recht geselligen
Vögel. Nur an vereinzelten Stellen im Tiefland Costa Ricas sind
Kahnschnäbel heimisch. Etwas häufiger sind sie in der Gegend des
Río Frío sowie in der Tortuguero-Region anzutreffen. Das
Verbreitungsgebiet dieser Spezies reicht vom nördlichen Mexiko
bis ins östliche Ecuador sowie bis nach Bolivien und ins
nördliche Argentinien. Foto: 28.04.2012, Ecocentro Danaus
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Altvogel, Foto:
30.01.2004,
Ecocentro Danaus |
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Jungtier, Foto: 30.01.2004,
Ecocentro Danaus |
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Paarung, Foto:
30.01.2004,
Ecocentro Danaus |
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Jungtiere, Foto: 30.01.2004,
Ecocentro Danaus |
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Kanadareiher (Great Blue Heron, Ardea herodias)
Ein
sehr großer Vogel ist der Kanadareiher, seine Körpergröße von 132
Zentimeter macht ihn unübersehbar. Das Gefieder dieser Wasservögel ist
am Kopf weiß, im hinteren Bereich verläuft ein breiter, schwarzer Streif. Die Krone
ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Im Nacken ist der schwarze Streif
mittig mit einem weißen Bereich durchsetzt, das umliegende Gefieder ist
graubraun. Körper und Flügel sind ebenfalls blaugrau gefärbt, an der
Seite der Brust befinden sich einige schwarze Flecken. Auffällig sind
die gelben Irisringe sowie der gelbliche Schnabel; die Beine der
Kanadareiher sind grau. Die Vögel sind relativ seltene, aber in
vielen Bereichen des Landes auffindbare Wintergäste. Sie halten sich am
liebsten im Tiefland und in mittleren Höhen des Zentraltals auf. Meist
trifft man sie einzeln an einem Süß- oder Salzwasserlauf beziehungsweise
an einem stehenden Gewässer an. Auch in Marschen oder überfluteten
Feldern gehen sie auf Nahrungssuche. Auf ihrem Speisezettel stehen neben
Fischen unter anderem Frösche, Krustentiere oder große Insekten.
Das Verbreitungsgebiet dieser Spezies reicht von Alaska über Kanada, die
USA bis nach Mexiko. Diejenigen Vögel, die östlich der Rocky Mountains
brüten, sind Zugvögel; sie überwintern in Mittel- und Südamerika. Foto:
04.02.2004, Río Tárcoles
Kappennaschvogel (Green Honeycreeper, Chlorophanes spiza)
Wälder
mit dichter Vegetation und hohen Bäumen sind typische Gegenden, in denen
man in Costa Rica den Kappennaschvogel antrifft. Diese Vogelart ist 13
bis 14 Zentimeter groß. Männchen und Weibchen unterscheiden sich in ihrem
Aussehen deutlich. Weibchen sind am gesamten Körper grasgrün gefärbt,
nur an der Kehle sind die Federn gelblich. Jungtiere sehen den Weibchen
ähnlich. Erwachsene Männchen sind nahezu am gesamten Körper glänzend
grün gefärbt, das Gefieder weist einen leichten Blaustich auf. Die
Krone, die Wangen und der Nacken sind schwarz gefärbt. Sowohl die
Männchen als auch die Weibchen haben eine dunkelrote Iris, der Oberschnabel
ist schwarz und der Unterschnabel ist gelb. Bei beiden Geschlechtern
sind die Beine dunkel gefärbt. Früchte bilden die Nahrung dieser meist
paarweise anzutreffenden Vogelart. Kappennaschvögel leben in Costa Rica
im pazifischen und im karibischen Tiefland. Das Verbreitungsgebiet der
Spezies reicht von Südmexiko bis nach Nordwestperu, Zentralbolivien und
bis in den Südosten Brasiliens; sie kommen auch auf der Karibikinsel
Trinidad vor. Foto: 27.04.2012, La Selva Biological Station
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