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Glatzenkopfpapagei (White-capped Parrot, Pionus senilis)
Der deutsche Name dieser 24 Zentimeter großen Papageienart
ist wenig schmeichelhaft. Ihre weiße bis cremefarbene Stirn und
Krone haben den Vögeln diesen Namen eingebracht. Der Kopf ist blau, die Kehle
weiß und die Flügel sind ebenfalls blau gefärbt. Der
restliche Körper ist grün in unterschiedlichen Schattierungen,
lediglich im Bereich des Unterbauches und der Kloake sind die Vögel
rot gefärbt. Rund um die Augen tragen sie je einen weißen
Hautring, der Schnabel ist elfenbeinfarben bis hellgrau. Das
Verbreitungsgebiet dieser sehr sozialen, meist in Schwärmen von
rund 30 bis 50 Individuen auftretenden Vögel liegt im feuchten Tiefland
der karibischen Landeshälfte bis in Höhenlagen von 1.200 Meter.
Auf der pazifischen Seite Costa Ricas kommen diese Papageien rund um
Carara - meist jedoch nördlich davon - vor. Mitunter trifft man
sie aber auch weiter südlich oder sogar im Zentraltal an.
(Foto: Playa Tortuga)
Goldbraue (Yellow-faced Grassquit, Tiaris olivacea)
In offenen, weitläufigen Gebieten im Westen und im Osten des Landes
bis in Höhenlagen von 2.000 Meter kommt die Goldbraue vor. Diese
nur zehn Zentimeter große und zehn Gramm schwere Vogelart hält
sich gern in der Nähe von Weideflächen und Wiesen sowie
an Straßenrändern auf, wo sie ihr Futter - dieses besteht
aus kleinen Samenkörnchen - findet. Der Körper der Männchen
ist oliv bis dunkelgrün gefärbt, an der Stirn und an der Kehle
tragen sie gelbe Federbereiche. Die Weibchen sind unscheinbar mattgrün
gefärbt. Das nebenstehende Foto entstand im Vorbeifahren aus
dem Bus heraus und ist deshalb leider im Bereich des Gesichts nicht
besonders scharf. Durch einen
Klick auf diesen Link
gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Am Straßenrand auf halber Strecke
zwischen Tilarán und Santa Elena)
Goldbrauenorganist (Golden-browed Chlorophonia, Chlorophonia callophrys)
Echte Bergbewohner sowohl auf der pazifischen als auch auf der karibischen
Seite Costa Ricas sind diese zierlichen Vögel. Ihr Verbreitungsgebiet
liegt bis in Höhenlagen von 900 Meter auf der karibische Seite und
bis zu 1.500 Meter in der Nähe des Pazifiks. Sie bringen es auf
eine Körpergröße von 13 Zentimeter und halten sich gern
an Rändern feuchter, epiphytenreicher Hochlandwälder auf. Dort
findet man sie vorzugsweise in den Kronen der Bäume. Das Gefieder
ist bei erwachsenen Männchen herrlich bunt gefärbt. Sie tragen je
einen goldgelben Streif über den Augen, der Nacken ist zart violett-blau gefärbt.
Ihre Kehle, das Kinn und der Bereich bis in den Nacken schimmern hellgrün,
ein dunkler Streif grenzt diesen Farbbereich vom gelben Bauch ab.
Schwanz und Flügel sind grün gefärbt. Weibliche
Goldbauchorganisten sind weniger kräftig gefärbt und tragen
zudem keinen goldenen Kopfstreif über den Augen. Ihnen fehlt ferner
der schwarze Streif, der bei den Männchen das Grün der
Kehle vom Gelb des Bauches abgrenzt. Leider habe ich diese Vögel
stets nur im Gegenlicht fotografieren können, weshalb die Farben
bei dem in diesem Abschnitt gezeigten Männchen bedauerlicherweise kaum
zur Geltung kommen. (Foto: In der Nähe von Santa Elena)
Goldwaldsänger (Yellow Warbler, Dendroica petechia)
In Costa Rica trifft man mancherorts diese auffällig gelb und olivgrün gefärbte
Vogelart an. Ausgewachsene Vertreter dieser Spezies sind 11,5 Zentimeter lang und neun Gramm
schwer. Von anderen gelben Waldsängerarten ist der Goldwaldsänger durch seine
gelben Schwanzfedern zu unterscheiden, die nur er trägt. Bevorzugte Habitate dieser
zierlichen Vögel sind Sekundärwälder, mit Büschen durchsetzte Felder und
Weiden, halboffenes Kulturland, Gärten und sogar Mangroven. In beiden Landesteilen sind
die Tiere bis in Höhenlagen von 1.500 Meter anzutreffen. (Foto: Fortuna)
evtl. Graukehl-Buschtangare (Ash-throated Bush Tanager, Chlorospingus canigularis)?
Der nebenstehend abgebildete Vogel war etwa 13 Zentimeter groß
und klaubte in der Gesellschaft einiger anderer Vögel, die
zu verschiedenen Arten gehörten, Beeren von einem
Baum. Das Federkleid erinnerte sehr stark an das der
Graukehl-Buschtangare, ich weiß allerdings nicht, ob diese Art
in Fortuna überhaupt vorkommt. Der Kopf war bräunlich, die
Kehle grau. Der Rücken, die Flügel und der Schwanz waren
olivgrün befiedert. Im Bereich der Brust sowie seitlich bis hinunter
zu den Flanken war das Gefieder gelb, der zentrale Bereich des Bauches
und der Brust war cremefarben bis hellgrau gefärbt. Der kurze, kräftige Schnabel
war überwiegend schwarz gefärbt, einzig der Wurzelbereich
des Unterschnabels war rosa. Sollte jemand den rechts gezeigten
Vogel eindeutig identifizieren können, so würde ich mich
über eine Nachricht per
E-Mail sehr
freuen. (Foto: Fortuna)
Graukopfguan (Grey-headed Chachalaca, Ortalis cinereiceps)
Im Tiefland beider Landeshälften kommt der Graukopfguan
vor. Gern halten sich die Vögel in kleinen Gruppen mit meist
zwischen sechs und zwölf Mitgliedern in Baumkronen an Flussläufen
auf. Aber auch an Waldrändern sowie auf Baumbeständen
in offenerer Landschaft sind sie zuweilen anzutreffen.
Mit seiner Körpergröße von 51 Zentimeter ist der
Graukopfguan ein eher zierlicher Vertreter seiner Familie. Das Gefieder
dieser Vogelart ist am Kopf und im Nacken sowie am oberen Rücken
dunkelgrau gefärbt. Die vordere Körperseite ist hellbraun
gefärbt, die Flügel rötlichbraun. Der Schwanz ist
braun und trägt einen hellen Saum. Durch einen
Klick auf diesen Link
gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)
Grausaltator (Greyish Saltator, Saltator coerulescens)
Vom Zentrum des Zentraltals bis an dessen Hänge ist der Grausaltator ein häufig
anzutreffender Vogel. Auch im Bereich rund um den Río Frío
sowie in manchen Arealen des östlichen Tieflandes sowie
im Westen Costa Ricas, beispielsweise am Golf von Nicoya, kommt er vor.
Sekundärwälder oder Kaffeeplantagen gehören zu den
beliebtesten Aufenthaltsorten dieser 20 Zentimeter großen
Vögel. Ferner sind sie in Hecken und in Gärten - meist
paarweise - anzutreffen. Die Hauptspeise dieser Vögel sind
Früchte. Erwachsene Grausaltatore sind auf der Körperoberseite
schiefergrau gefärbt, stellenweise auch bräunlich. Ihr Bauch
ist hellgrau, der Kopf ist ebenfalls schieferfarben. Zum Kloakenbereich
hin geht die Farbe des Bauches in einen hellen Zimtton über. An der Kehle tragen
sie einen weißen Fleck. Durch einen
Klick auf diesen Link
gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Fortuna)
Großer Gelbschenkel (Greater Yellowlegs, Tringa melanoleuca)
Anhand seiner Körpergröße, die 36 Zentimeter beträgtund seines längeren Schnabels lässt sich der Große
Gelbschenkel von der ebenfalls in Costa Rica vorkommenden kleineren
Gelbschenkelart unterscheiden. Der leicht nach oben gebogene Schnabel,
mit dem die Individuen dieser Vogelart nach kleinen Tieren im Boden stochern, die
ihre Nahrung bilden, ist schwarz gefärbt. Er steht in Kontrast
zu ihrem weißen Kopfgefieder, auch der Hals, der Nacken und der
Bauch sind weiß gefärbt. Die Flügel sind bräunlich,
die Beine leuchtend gelb. Das Verbreitungsgebiet dieser Wasservögel,
die in Costa Rica den Winter verbringen, erstreckt sich vom Tiefland
beider Küsten bis hinauf in mittlere Höhenlagen des Hochtals.
Meist trifft man die Vögel einzeln, nur gelegentlich
paarweise oder in kleinen Gruppen an. Sie halten sich gern an den
Rändern von Seen, an Schlammflächen, in Lagunen oder an
Salinen auf. (Foto: Playa Tortuga)
Grünfischer (Green Kingfisher, Chloroceryle americana)
Vom Tiefland bis in Höhenlagen von 1.200 Meter des gesamten Landes
trifft man an kleinen Wasserläufen, die durch Wälder fließen,
in Marschen, in Regenüberflutungsgebieten sowie an den Ufern breiter
Flüsse auf die Grünfischer. Diese 18 Zentimeter großen
Eisvögel halten sich entweder allein oder paarweise in ihren
Fischjagdgebieten auf. Männchen sind an der Körperoberseite
metallisch dunkelgrün gefärbt. Die Flügel tragen einige
weiße Flecken, der Bauch ist weiß. An den Flanken tragen
sie grüne Flecken auf dem weißen Gefieder. Besonders auffällig
ist die rostrote Brust. Das Weiß des Gefieders der Kehle setzt
sich bis zum Nacken fort. Auf dem Kopf tragen die Vögel dunkelgrüne
Federn, der Schnabel ist schwarz gefärbt. Weibchen sehen fast
genau so aus, ihnen fehlen lediglich die rostroten Bruststreife. (Foto
links: Río Frío, Foto rechts: Bahía
Drake/Osa-Halbinsel)
Grünreiher (Green-backed Green Heron, Butorides striatus virescens)
Im gesamten Land bis in Höhenlagen von 1.850 Meter leben die
Grünreiher der Subspezies virescens, die sich dadurch
auszeichnet, einen rötlichbraunen Hals und Nacken aufzuweisen.
Die Tiere sind 43 Zentimeter groß, tragen einen schwarzen Schnabel,
dunkelbraune Flügel und je einen weißen Streif, der von der Kehle
bis zum Bauch reicht. Die Beine und Füße dieser relativ
gedrungen wirkenden Reiherart sind leuchtend gelb gefärbt.
Auffällig sind auch die gelben Irisringe, die den Vögeln
einen "stechenden" Blick verleihen. (Fotos: Manuel Antonio)
Grünscheitelbrillant (Green-crowned Brilliant, Heliodoxa jacula)
In Höhenlagen zwischen 700 und 2.000 Meter in Gebieten südlich
der Cordillera de Guanacaste bis hin nach Panama leben diese nur 13
Zentimeter großen Kolibris. Ihr hauptsächliches Verbreitungsgebiet
liegt auf der karibischen Seite, aber in manchen Gegenden der Pazifikküste
trifft man sie dennoch an. Am liebsten halten sich die geschwind fliegenden
Vögel in feuchten Wäldern auf. Sie ernähren sich unter
anderem vom Nektar der unterschiedlichen Helikonienarten. Die
Männchen dieser Vogelart tragen fast am gesamten Körper grüne
Federn, die metallisch schillern. An den Schenkeln ist ihr Gefieder weiß,
ebenso wie ein schmaler Bereich jeweils hinter den Augen; der Schnabel
ist schwarz und gerade. Anders als bei den meisten Vogelarten sehen die
Weibchen dieser Vogelart für meinen Geschmack schöner als die
Männchen aus. Sie tragen an der Körperoberseite ein grünes,
schillerndes Gefieder. Ihre Vorderseite ist weiß, sie trägt
viele hellgrüne Punkte, die sich von der Kehle bis zur Unterschwanzdecke
erstrecken. Auch tragen die Weibchen weiße "Hosen" wie die Männchen.
Darüber hinaus befinden sich über und unter den Augen schmale,
weiße Streifen. In der Abbildung in diesem Abschnitt ist ein Weibchen
an einem Nektarspender zu sehen. (Foto: Santa Elena)
Grüntangare (Bay-headed Tanager, Tangara gyrola)
Einer der schönsten Vertreter der Familie der Tangaren ist die die Grüntangare.
Ihr Gefieder ist im Bereich des Kopfes dunkelrot gefärbt. Der
Rücken und die Flügel sind grasgrün, diese Farbe ist vom
Kopf durch einen feinen gelben Streif abgesetzt. Auch die Schultern
sind goldgelb gefärbt. Kehle, Brust und Bauch sind leuchtend
mittelblau mit leichtem Türkishauch. Der Schwanz ist grün
gefärbt und etwas dunkler als der Rücken. Die Beine sind
dunkelgrau, die "Hosenfedern" dunkelrot und der Schnabel schwarz. Im Bereich
der Karibikküste sind die Vögel vorwiegend in feuchten Landstrichen in
Höhenlagen zwischen 600 und 1.500 Meter heimisch. Bis in
1.500 Meter Höhe kommen die Vögel im südwestlichen
Landesteil vor. (Foto: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)
Gürtelfischer (Belted Kingfisher, Megaceryle alcyon)
Mit ihrer Körpergröße von 30,5 Zentimeter gehören
die Gürtelfischer zu den größeren Eisvögeln.
Erwachsene Männchen tragen an ihren Körperoberseiten dunkle,
graublaue Federn. Auch die buschige Haube auf dem Kopf dieser Vogelart ist graublau
gefärbt. Einige Bereiche des Körpers sind weiß, so
zum Beispiel Bauch und Brust sowie der Nacken und die Bürzelgegend.
Die Brust ist rostrot gebändert, auch an den Flanken tragen
erwachsene Männchen rostrotes Gefieder. Die Weibchen sehen
ähnlich aus. Ihnen fehlen allerdings die rostroten Gefiederpartien, auch tragen
sie keine dermaßen ausladende Haube wie die Männchen. In
der Abbildung in diesem Abschnitt ist ein Weibchen zu sehen. An beiden Küsten
ist diese Vogelart häufig an den Ufern von Flussläufen zu
finden. Ihr Verbreitungsgebiet reicht bis in Höhenlagen von etwa
900 Meter. (Foto: Selva Verde)
Halsbandarassari (Collared Aracari, Pteroglossus torquatus)
Zur Familie der Tukane gehören die mittelgroßen
Halsbandarassaris. Ihre Körpergröße beträgt 41
Zentimeter. Das auffälligste Merkmal dieser Vogelart ist der imposante, bunt
gefärbte Schnabel. Sein Muster - er weist einige "Zacken" in
den Farbverläufen auf - ist ein sicheres Erkennungsmerkmal,
mit dessen Hilfe man die Vögel von ihren nahen Verwandten, den
Feuerschnabelarassaris, unterscheiden kann. Die gelben Bäuche
der Halsbandarassaris schmückt jeweils ein
dunkelrotes Band. Auf der ebenfalls gelben Brust der Vogelart befindet
sich je ein dunkelroter Fleck, dessen Rand ausgefranst wirkt. Besonders
oft trifft man diese Vögel in halboffenen Waldgebieten an, meist
halten sie sich in der Gesellschaft mehrerer Artgenossen auf. Gern suchen
die Fruchtfresser vom Menschen eingerichtete Futterstellen auf. Das
Verbreitungsgebiet der Art liegt hauptsächlich im karibischen
Tiefland, auf der Pazifikseite Costa Ricas kommen die Vögel selten
bis gar nicht vor. Durch einen
Klick auf diesen Link
gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Fortuna/Schutzgebiet des Ochoje-Projekts)
Halsband-Waldsänger (Collared Redstart, Myioborus torquatus)
Eine besonders elegante, schöne Erscheinung in den Wäldern
Costa Ricas ist der Halsband-Waldsänger. Diese 12,5 Zentimeter
großen Vögel bewohnen die moosigen, feuchten Wälder
in Höhenlagen ab 1.600 Meter. Auf dem Kopf trägt der
Halsband-Waldsänger eine
rote Krone, die von einem schwarzen Rand gesäumt wird. Maske
und Kehle sind gelb gefärbt, wobei sich diese Farbe bis in den Nacken
fortsetzt. Dort, wo die Brust beginnt, ziert ein dünner schwarzer
Bereich das Gefieder, das von der Brust an abwärts gelb gefärbt
ist. Die Flügel, der Rücken und der Schwanz sind dunkel
schieferfarben; die äußeren beiden Schwanzfedern sind
weiß. Beine, Schnabel und Augen sind schwarz gefärbt.
Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Santa Elena)
Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)
Ursprünglich war der Haussperling nur in der Alten Welt heimisch.
Europäische Siedler nahmen die 14 Zentimeter großen
Vögel jedoch einfach mit in die Neue Welt, da sie sie an die
einstige Heimat erinnern sollten. Weil Haussperlinge echte Opportunisten
sind, eroberten sie rasch weite Teile Nord-, Mittel- und Südamerikas,
weshalb man sie heute in Costa Rica vielerorts antrifft. Wie hierzulande
ernähren sie sich in den Tropen von dem, was sie in der Nähe
menschlicher Siedlungen finden. In manchen Hotels hopsen sie fröhlich
tschilpend durch die Speisesäle, stets auf der Suche nach ein paar
herabgefallenen Krümeln. (Foto: Puerto Viejo)
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