Costa RicaVögel - Teil 3
 

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          Glatzenkopfpapagei (White-capped Parrot, Pionus senilis)

Glatzenkopfpapagei Der deutsche Name dieser 24 Zentimeter großen Papageienart ist wenig schmeichelhaft. Ihre weiße bis cremefarbene Stirn und Krone haben den Vögeln diesen Namen eingebracht. Der Kopf ist blau, die Kehle weiß und die Flügel sind ebenfalls blau gefärbt. Der restliche Körper ist grün in unterschiedlichen Schattierungen, lediglich im Bereich des Unterbauches und der Kloake sind die Vögel rot gefärbt. Rund um die Augen tragen sie je einen weißen Hautring, der Schnabel ist elfenbeinfarben bis hellgrau. Das Verbreitungsgebiet dieser sehr sozialen, meist in Schwärmen von rund 30 bis 50 Individuen auftretenden Vögel liegt im feuchten Tiefland der karibischen Landeshälfte bis in Höhenlagen von 1.200 Meter. Auf der pazifischen Seite Costa Ricas kommen diese Papageien rund um Carara - meist jedoch nördlich davon - vor. Mitunter trifft man sie aber auch weiter südlich oder sogar im Zentraltal an. (Foto: Playa Tortuga)

Goldbraue (Yellow-faced Grassquit, Tiaris olivacea)

Goldbraue In offenen, weitläufigen Gebieten im Westen und im Osten des Landes bis in Höhenlagen von 2.000 Meter kommt die Goldbraue vor. Diese nur zehn Zentimeter große und zehn Gramm schwere Vogelart hält sich gern in der Nähe von Weideflächen und Wiesen sowie an Straßenrändern auf, wo sie ihr Futter - dieses besteht aus kleinen Samenkörnchen - findet. Der Körper der Männchen ist oliv bis dunkelgrün gefärbt, an der Stirn und an der Kehle tragen sie gelbe Federbereiche. Die Weibchen sind unscheinbar mattgrün gefärbt. Das nebenstehende Foto entstand im Vorbeifahren aus dem Bus heraus und ist deshalb leider im Bereich des Gesichts nicht besonders scharf. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Am Straßenrand auf halber Strecke zwischen Tilarán und Santa Elena)

Goldbrauenorganist (Golden-browed Chlorophonia, Chlorophonia callophrys)

Goldbrauenorganist Echte Bergbewohner sowohl auf der pazifischen als auch auf der karibischen Seite Costa Ricas sind diese zierlichen Vögel. Ihr Verbreitungsgebiet liegt bis in Höhenlagen von 900 Meter auf der karibische Seite und bis zu 1.500 Meter in der Nähe des Pazifiks. Sie bringen es auf eine Körpergröße von 13 Zentimeter und halten sich gern an Rändern feuchter, epiphytenreicher Hochlandwälder auf. Dort findet man sie vorzugsweise in den Kronen der Bäume. Das Gefieder ist bei erwachsenen Männchen herrlich bunt gefärbt. Sie tragen je einen goldgelben Streif über den Augen, der Nacken ist zart violett-blau gefärbt. Ihre Kehle, das Kinn und der Bereich bis in den Nacken schimmern hellgrün, ein dunkler Streif grenzt diesen Farbbereich vom gelben Bauch ab. Schwanz und Flügel sind grün gefärbt. Weibliche Goldbauchorganisten sind weniger kräftig gefärbt und tragen zudem keinen goldenen Kopfstreif über den Augen. Ihnen fehlt ferner der schwarze Streif, der bei den Männchen das Grün der Kehle vom Gelb des Bauches abgrenzt. Leider habe ich diese Vögel stets nur im Gegenlicht fotografieren können, weshalb die Farben bei dem in diesem Abschnitt gezeigten Männchen bedauerlicherweise kaum zur Geltung kommen. (Foto: In der Nähe von Santa Elena)

Goldwaldsänger (Yellow Warbler, Dendroica petechia)

Goldwaldsänger In Costa Rica trifft man mancherorts diese auffällig gelb und olivgrün gefärbte Vogelart an. Ausgewachsene Vertreter dieser Spezies sind 11,5 Zentimeter lang und neun Gramm schwer. Von anderen gelben Waldsängerarten ist der Goldwaldsänger durch seine gelben Schwanzfedern zu unterscheiden, die nur er trägt. Bevorzugte Habitate dieser zierlichen Vögel sind Sekundärwälder, mit Büschen durchsetzte Felder und Weiden, halboffenes Kulturland, Gärten und sogar Mangroven. In beiden Landesteilen sind die Tiere bis in Höhenlagen von 1.500 Meter anzutreffen. (Foto: Fortuna)

evtl. Graukehl-Buschtangare (Ash-throated Bush Tanager, Chlorospingus canigularis)?

Graukehl-Buschtangare? Der nebenstehend abgebildete Vogel war etwa 13 Zentimeter groß und klaubte in der Gesellschaft einiger anderer Vögel, die zu verschiedenen Arten gehörten, Beeren von einem Baum. Das Federkleid erinnerte sehr stark an das der Graukehl-Buschtangare, ich weiß allerdings nicht, ob diese Art in Fortuna überhaupt vorkommt. Der Kopf war bräunlich, die Kehle grau. Der Rücken, die Flügel und der Schwanz waren olivgrün befiedert. Im Bereich der Brust sowie seitlich bis hinunter zu den Flanken war das Gefieder gelb, der zentrale Bereich des Bauches und der Brust war cremefarben bis hellgrau gefärbt. Der kurze, kräftige Schnabel war überwiegend schwarz gefärbt, einzig der Wurzelbereich des Unterschnabels war rosa. Sollte jemand den rechts gezeigten Vogel eindeutig identifizieren können, so würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail sehr freuen. (Foto: Fortuna)

Graukopfguan (Grey-headed Chachalaca, Ortalis cinereiceps)

Graukopfguan Im Tiefland beider Landeshälften kommt der Graukopfguan vor. Gern halten sich die Vögel in kleinen Gruppen mit meist zwischen sechs und zwölf Mitgliedern in Baumkronen an Flussläufen auf. Aber auch an Waldrändern sowie auf Baumbeständen in offenerer Landschaft sind sie zuweilen anzutreffen. Mit seiner Körpergröße von 51 Zentimeter ist der Graukopfguan ein eher zierlicher Vertreter seiner Familie. Das Gefieder dieser Vogelart ist am Kopf und im Nacken sowie am oberen Rücken dunkelgrau gefärbt. Die vordere Körperseite ist hellbraun gefärbt, die Flügel rötlichbraun. Der Schwanz ist braun und trägt einen hellen Saum. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)

Grausaltator (Greyish Saltator, Saltator coerulescens)

Grausaltator Vom Zentrum des Zentraltals bis an dessen Hänge ist der Grausaltator ein häufig anzutreffender Vogel. Auch im Bereich rund um den Río Frío sowie in manchen Arealen des östlichen Tieflandes sowie im Westen Costa Ricas, beispielsweise am Golf von Nicoya, kommt er vor. Sekundärwälder oder Kaffeeplantagen gehören zu den beliebtesten Aufenthaltsorten dieser 20 Zentimeter großen Vögel. Ferner sind sie in Hecken und in Gärten - meist paarweise - anzutreffen. Die Hauptspeise dieser Vögel sind Früchte. Erwachsene Grausaltatore sind auf der Körperoberseite schiefergrau gefärbt, stellenweise auch bräunlich. Ihr Bauch ist hellgrau, der Kopf ist ebenfalls schieferfarben. Zum Kloakenbereich hin geht die Farbe des Bauches in einen hellen Zimtton über. An der Kehle tragen sie einen weißen Fleck. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Fortuna)

Großer Gelbschenkel (Greater Yellowlegs, Tringa melanoleuca)

Großer Gelbschenkel Anhand seiner Körpergröße, die 36 Zentimeter beträgtund seines längeren Schnabels lässt sich der Große Gelbschenkel von der ebenfalls in Costa Rica vorkommenden kleineren Gelbschenkelart unterscheiden. Der leicht nach oben gebogene Schnabel, mit dem die Individuen dieser Vogelart nach kleinen Tieren im Boden stochern, die ihre Nahrung bilden, ist schwarz gefärbt. Er steht in Kontrast zu ihrem weißen Kopfgefieder, auch der Hals, der Nacken und der Bauch sind weiß gefärbt. Die Flügel sind bräunlich, die Beine leuchtend gelb. Das Verbreitungsgebiet dieser Wasservögel, die in Costa Rica den Winter verbringen, erstreckt sich vom Tiefland beider Küsten bis hinauf in mittlere Höhenlagen des Hochtals. Meist trifft man die Vögel einzeln, nur gelegentlich paarweise oder in kleinen Gruppen an. Sie halten sich gern an den Rändern von Seen, an Schlammflächen, in Lagunen oder an Salinen auf. (Foto: Playa Tortuga)

Grünfischer (Green Kingfisher, Chloroceryle americana)

Grünfischer, Männchen Grünfischer, Männchen Vom Tiefland bis in Höhenlagen von 1.200 Meter des gesamten Landes trifft man an kleinen Wasserläufen, die durch Wälder fließen, in Marschen, in Regenüberflutungsgebieten sowie an den Ufern breiter Flüsse auf die Grünfischer. Diese 18 Zentimeter großen Eisvögel halten sich entweder allein oder paarweise in ihren Fischjagdgebieten auf. Männchen sind an der Körperoberseite metallisch dunkelgrün gefärbt. Die Flügel tragen einige weiße Flecken, der Bauch ist weiß. An den Flanken tragen sie grüne Flecken auf dem weißen Gefieder. Besonders auffällig ist die rostrote Brust. Das Weiß des Gefieders der Kehle setzt sich bis zum Nacken fort. Auf dem Kopf tragen die Vögel dunkelgrüne Federn, der Schnabel ist schwarz gefärbt. Weibchen sehen fast genau so aus, ihnen fehlen lediglich die rostroten Bruststreife. (Foto links: Río Frío, Foto rechts: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)

Grünreiher (Green-backed Green Heron, Butorides striatus virescens)

Grünreiher Grünreiher Im gesamten Land bis in Höhenlagen von 1.850 Meter leben die Grünreiher der Subspezies virescens, die sich dadurch auszeichnet, einen rötlichbraunen Hals und Nacken aufzuweisen. Die Tiere sind 43 Zentimeter groß, tragen einen schwarzen Schnabel, dunkelbraune Flügel und je einen weißen Streif, der von der Kehle bis zum Bauch reicht. Die Beine und Füße dieser relativ gedrungen wirkenden Reiherart sind leuchtend gelb gefärbt. Auffällig sind auch die gelben Irisringe, die den Vögeln einen "stechenden" Blick verleihen. (Fotos: Manuel Antonio)

Grünscheitelbrillant (Green-crowned Brilliant, Heliodoxa jacula)

Grünscheitelbrillant, Weibchen In Höhenlagen zwischen 700 und 2.000 Meter in Gebieten südlich der Cordillera de Guanacaste bis hin nach Panama leben diese nur 13 Zentimeter großen Kolibris. Ihr hauptsächliches Verbreitungsgebiet liegt auf der karibischen Seite, aber in manchen Gegenden der Pazifikküste trifft man sie dennoch an. Am liebsten halten sich die geschwind fliegenden Vögel in feuchten Wäldern auf. Sie ernähren sich unter anderem vom Nektar der unterschiedlichen Helikonienarten. Die Männchen dieser Vogelart tragen fast am gesamten Körper grüne Federn, die metallisch schillern. An den Schenkeln ist ihr Gefieder weiß, ebenso wie ein schmaler Bereich jeweils hinter den Augen; der Schnabel ist schwarz und gerade. Anders als bei den meisten Vogelarten sehen die Weibchen dieser Vogelart für meinen Geschmack schöner als die Männchen aus. Sie tragen an der Körperoberseite ein grünes, schillerndes Gefieder. Ihre Vorderseite ist weiß, sie trägt viele hellgrüne Punkte, die sich von der Kehle bis zur Unterschwanzdecke erstrecken. Auch tragen die Weibchen weiße "Hosen" wie die Männchen. Darüber hinaus befinden sich über und unter den Augen schmale, weiße Streifen. In der Abbildung in diesem Abschnitt ist ein Weibchen an einem Nektarspender zu sehen. (Foto: Santa Elena)

Grüntangare (Bay-headed Tanager, Tangara gyrola)

Grüntangare Einer der schönsten Vertreter der Familie der Tangaren ist die die Grüntangare. Ihr Gefieder ist im Bereich des Kopfes dunkelrot gefärbt. Der Rücken und die Flügel sind grasgrün, diese Farbe ist vom Kopf durch einen feinen gelben Streif abgesetzt. Auch die Schultern sind goldgelb gefärbt. Kehle, Brust und Bauch sind leuchtend mittelblau mit leichtem Türkishauch. Der Schwanz ist grün gefärbt und etwas dunkler als der Rücken. Die Beine sind dunkelgrau, die "Hosenfedern" dunkelrot und der Schnabel schwarz. Im Bereich der Karibikküste sind die Vögel vorwiegend in feuchten Landstrichen in Höhenlagen zwischen 600 und 1.500 Meter heimisch. Bis in 1.500 Meter Höhe kommen die Vögel im südwestlichen Landesteil vor. (Foto: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)

Gürtelfischer (Belted Kingfisher, Megaceryle alcyon)

Gürtelfischer Mit ihrer Körpergröße von 30,5 Zentimeter gehören die Gürtelfischer zu den größeren Eisvögeln. Erwachsene Männchen tragen an ihren Körperoberseiten dunkle, graublaue Federn. Auch die buschige Haube auf dem Kopf dieser Vogelart ist graublau gefärbt. Einige Bereiche des Körpers sind weiß, so zum Beispiel Bauch und Brust sowie der Nacken und die Bürzelgegend. Die Brust ist rostrot gebändert, auch an den Flanken tragen erwachsene Männchen rostrotes Gefieder. Die Weibchen sehen ähnlich aus. Ihnen fehlen allerdings die rostroten Gefiederpartien, auch tragen sie keine dermaßen ausladende Haube wie die Männchen. In der Abbildung in diesem Abschnitt ist ein Weibchen zu sehen. An beiden Küsten ist diese Vogelart häufig an den Ufern von Flussläufen zu finden. Ihr Verbreitungsgebiet reicht bis in Höhenlagen von etwa 900 Meter. (Foto: Selva Verde)

Halsbandarassari (Collared Aracari, Pteroglossus torquatus)

Halsbandarassari Halsbandarassari Zur Familie der Tukane gehören die mittelgroßen Halsbandarassaris. Ihre Körpergröße beträgt 41 Zentimeter. Das auffälligste Merkmal dieser Vogelart ist der imposante, bunt gefärbte Schnabel. Sein Muster - er weist einige "Zacken" in den Farbverläufen auf - ist ein sicheres Erkennungsmerkmal, mit dessen Hilfe man die Vögel von ihren nahen Verwandten, den Feuerschnabelarassaris, unterscheiden kann. Die gelben Bäuche der Halsbandarassaris schmückt jeweils ein dunkelrotes Band. Auf der ebenfalls gelben Brust der Vogelart befindet sich je ein dunkelroter Fleck, dessen Rand ausgefranst wirkt. Besonders oft trifft man diese Vögel in halboffenen Waldgebieten an, meist halten sie sich in der Gesellschaft mehrerer Artgenossen auf. Gern suchen die Fruchtfresser vom Menschen eingerichtete Futterstellen auf. Das Verbreitungsgebiet der Art liegt hauptsächlich im karibischen Tiefland, auf der Pazifikseite Costa Ricas kommen die Vögel selten bis gar nicht vor. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Fortuna/Schutzgebiet des Ochoje-Projekts)

Halsband-Waldsänger (Collared Redstart, Myioborus torquatus)

Halsband-Waldsänger Eine besonders elegante, schöne Erscheinung in den Wäldern Costa Ricas ist der Halsband-Waldsänger. Diese 12,5 Zentimeter großen Vögel bewohnen die moosigen, feuchten Wälder in Höhenlagen ab 1.600 Meter. Auf dem Kopf trägt der Halsband-Waldsänger eine rote Krone, die von einem schwarzen Rand gesäumt wird. Maske und Kehle sind gelb gefärbt, wobei sich diese Farbe bis in den Nacken fortsetzt. Dort, wo die Brust beginnt, ziert ein dünner schwarzer Bereich das Gefieder, das von der Brust an abwärts gelb gefärbt ist. Die Flügel, der Rücken und der Schwanz sind dunkel schieferfarben; die äußeren beiden Schwanzfedern sind weiß. Beine, Schnabel und Augen sind schwarz gefärbt. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Santa Elena)

Haussperling (House Sparrow, Passer domesticus)

Haussperling Ursprünglich war der Haussperling nur in der Alten Welt heimisch. Europäische Siedler nahmen die 14 Zentimeter großen Vögel jedoch einfach mit in die Neue Welt, da sie sie an die einstige Heimat erinnern sollten. Weil Haussperlinge echte Opportunisten sind, eroberten sie rasch weite Teile Nord-, Mittel- und Südamerikas, weshalb man sie heute in Costa Rica vielerorts antrifft. Wie hierzulande ernähren sie sich in den Tropen von dem, was sie in der Nähe menschlicher Siedlungen finden. In manchen Hotels hopsen sie fröhlich tschilpend durch die Speisesäle, stets auf der Suche nach ein paar herabgefallenen Krümeln. (Foto: Puerto Viejo)

 
                 

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