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Vögel aus Costa Rica - Teil 3
Folgende Vogelarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer
Reihenfolge:
· Brillenpfäffchen (Variable Seedeater, Sporophila aurita)
· Buckelhokko (Great Curassow, Crax rubra)
· Buntkopfspecht (Golden-naped Woodpecker, Melanerpes chrysauchen)
· Cabanis-Drossel (Mountain Thrush, Turdus plebejus)
· Carmioltangare (Carmioli's Tanager, Chlorothraupis carmioli)
· Cayenne-Kuckuck (Squirrel Cuckoo, Piaya cayana)
· Cayenne-Ralle (Gray-necked Wood-Rail, Aramides cajanea)
· Cherries Tangare (Cherrie's Tanager, Ramphocelus costaricensis)
· Cremebürzel-Waldsänger (Buff-rumped Warbler, Phaeothlypis fulvicauda)
· Dickkopf-Bekarde (Rose-throated Becard, Pachyramphus aglaiae)
· Dickschnabelkolibri (Magnificent Hummingbird, Eugenes fulgens)
· Dohlengrackel (Great-tailed Grackle, Quiscalus mexicanus)
· Drosselkuckuck (Lesser Ground-Cuckoo, Morococcyx erythropygus)
· Drosseluferläufer (Spotted Sandpiper, Actitis macularius)
Brillenpfäffchen (Variable Seedeater, Sporophila aurita)
Das
Verbreitungsgebiet der Brillenpfäffchen erstreckt sich über das
karibische Tiefland und Hügel im Osten des Landes bis hin zum
südwestlichen Bereich Costa Ricas, also über das Pazifikküstengebiet
zwischen Panama und Carara. Bis in Höhenlagen von 1.500 Meter, selten
höher, sind diese nur 10,5 Zentimeter großen Vögel zu finden. In der
nebenstehenden Abbildung ist ein Männchen zu sehen, das aus dem
karibischen Teil Costa Ricas stammt. Dort sind die Männchen rein schwarz
gefärbt, lediglich ein kleiner weißer Fleck ziert die Flügel. Die
Männchen, die der pazifischen Rasse angehören, tragen einen
weißen Ring in ihrem schwarzen Gefieder, der sich rund um den Hals und
Nacken befindet. Im Bereich der Kehle ist er recht dünn. Der Bauch ist
grau gefärbt und mit kleinen schwarzen Flecken durchsetzt. In der Gegend
des Bürzels zeigen die Vögel einen mehr oder minder großen weißen
Bereich, der restliche Körper ist schwarz. Weibchen, siehe Foto unten
links, sind bei beiden Rassen unauffällig bräunlich gefärbt. Feine Sämereien und
Beeren sowie Baumsamen stehen auf dem Speisezettel dieser sozialen
Vögel, die meist in kleinen Schwärmen auftreten. Das Verbreitungsgebiet
dieser Vogelart erstreckt sich über Teile Zentralamerikas. Foto: Männchen der
karibischen Rasse, 27.04.2012, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí
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Weibchen, Foto: 01.05.2012,
01.05.2012 |
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Männchen der pazifischen
Rasse,
Foto: 06.05.2012, Nähe Tárcoles |
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Buckelhokko (Great Curassow, Crax rubra)
Zwischen
78 und etwa 92 Zentimeter wird der Buckelhokko groß. Diese Vogelart lebt
in Mittelamerika, Kolumbien und Ecuador. Bei dieser Spezies
unterscheiden sich die Geschlechter deutlich. Männchen sind
überwiegend schwarz gefärbt und sie tragen am Kopf gekräuselte Federn. Ihr
Bauch ist weiß und auf der Nase befindet sich ein gelber Höcker.
Teile des Schnabels sind ebenfalls gelb gefärbt. Weibchen sind fast am
gesamten Körper rötlichbraun, der Schwanz ist rötlichbraun und
weiß quer gestreift. Der Kopf wirkt aus der Ferne betrachtet grau, aus
der Nähe ist ein feines helles und graues Querstreifenmuster zu
erkennen. Weibliche Individuen tragen nur ein kleines gekräuseltes
Federhäubchen im Nacken. Bei ihnen fehlt der gelbe Buckel auf der Nase.
Die Vögel leben meist paarweise und durchstreifen das Dickicht auf der
Suche nach Nahrung. Auf dem Boden liegende Früchte sowie gelegentlich
Insekten oder andere kleine Tiere stehen auf dem Speisezettel der
Buckelhokkos. Diese Spezies bevorzugt Waldland als Lebensraum. In Costa
Rica kommt sie bis in Höhenlagen von etwa 1.200 Meter vor. Im Deutschen
wird diese Art auch als Tuberkel-Hokko bezeichnet. Foto: 27.04.2012,
La Selva Biological Station
Buntkopfspecht (Golden-naped Woodpecker, Melanerpes chrysauchen)
Costa
Rica und Panama sind die Heimat des Buntkopfspechtes. Diese Art ist nur
in diesen beiden Ländern heimisch und dort somit endemisch. Etwa 17 bis
18 Zentimeter werden diese Vögel groß. Männchen und Weibchen sehen
unterschiedlich aus und lassen sich somit leicht unterscheiden; außerdem
sind weibliche Individuen für gewöhnlich etwas kleiner als männliche
Artgenossen. Weiß sind der mittlere und obere Rücken sowie die
Bürzelgegend gefärbt, der Schwanz ist schwarz. Die restlichen Bereiche
der oberen Körperseite sind überwiegend schwarz gefärbt, wobei die
Federn einen bläulichen Schimmer aufweisen. Mittig verläuft auf dem
oberen Rücken eine weiße Linie. Kehle und Brust sind bei
Buntkopfspechten
grau olivbraun. In der Mitte ist der Bauch orangerot und der
Rest des Rumpfes ist an der Unterseite hell gefärbt. An den Flanken, an
den Beinen und auf der Unterschwanzdecke befindet sich ein gebändertes
dunkles Muster. Beine und Füße sind grau gefärbt, der Schnabel ist
schwarz. Männchen haben eine goldgelbe Stirn und ihr Oberkopf ist bis
zum Nacken rot. Sie tragen einen schwarzen Augenstreif,
der von den Augen bis zum Nacken verläuft. Bei den Weibchen, die diesen
schwarzen Augenstreif ebenfalls aufweisen, ist der vordere Kopfbereich
goldgelb und sie tragen über den Augen ein schwarzes Band, das den
graugelben Hinterkopf vom vorderen gelben Bereich farblich trennt. Junge
Spechte haben häufig einen schmalen, gelben Kopfbereich, der bis zum
Nacken reicht. Heimisch sind Buntkopfspechte in tropischen Regenwäldern
bis in Höhenlagen von Höhen von 1.200 Meter. Allerlei Früchte,
zum Beispiel Feigen und Bananen, sowie Samen bilden die Nahrung
dieser Vogelart. Foto: 09.02.2004, Drake Bay
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Cabanis-Drossel (Mountain Thrush, Turdus plebejus)
Etwa
23 bis 26 Zentimeter ist die Cabanis-Drossel groß. Diese Vogelart ist
von Südmexiko bis ins westliche Panama beheimatet. Die Vögel kommen
innerhalb ihres Verbreitungsgebiets in Bergregionen vor, ihre
Brutreviere liegen normalerweise mindestens auf 1.300 Meter Höhe,
mitunter auch nur auf bis zu 900 Meter Höhe. Erwachsene
Cabanis-Drosseln sind auf der Körperoberseite matt dunkel olivbraun gefärbt,
auch Schwanz und Flügel weisen auf der Oberseite diese Farbe auf. Auf
der Unterseite sind die Vögel etwas heller graubraun gefärbt, der Bauch
ist hierbei die hellste Körperpartie. Am Hals befinden sich einige feine
Striche. Jungtiere sehen Altvögeln recht ähnlich, sie haben aber oft
etwas hellere Federsäume an den Flügeln. Typische Lebensräume dieser
Vogelart sind Bergwälder mit viel Epiphytenbewuchs sowie daran grenzende
Lichtungen. Beeren und Samen bilden die Nahrung der Cabanis-Drossel. Ein
weiterer englischer Name dieser Vogelart lautet Mountain Robin. Foto: 08.05.2012, San Gerardo de Dota
Carmioltangare (Carmioli's Tanager, Chlorothraupis carmioli)
Von
schlichter Schönheit sind die circa 17 Zentimeter langen und 38 Gramm
schweren Carmioltangaren. Ihr Gefieder ist am gesamten Körper oliv bis
gelblichgrün gefärbt, weshalb die Vögel in dichter Vegetation für das Auge des Betrachters bestens getarnt sind.
Trotzdem findet man die Vögel leicht, wenn sie sich in der Nähe
aufhalten, denn sie sind laut und bewegungsfreudig. Bei Altvögeln ist
die Iris dunkelbraun gefärbt, jugendliche Vögel und Jungtiere weisen
eine eher graue Iris auf. In feuchten Bereichen des karibischen
Tieflandes von der Küste bis in Höhenlagen von 1.000 Meter, selten bis
zu 1.400 Meter, sowie sehr selten im pazifischen Guanacaste ist diese
Vogelart in Costa Rica heimisch. Gern finden sich Carmioltangaren, die
zu den Fruchtfressern unter den Vögeln gehören, an vom Menschen
eingerichteten Futterplätzen ein, um dort beispielsweise Bananen oder
Papayas zu fressen. Ein alternativer englischer Name dieser Spezies
lautet Olive Tanager. Foto: 28.01.2004, Nähe Puerto Viejo de Sarapiquí
Cayenne-Kuckuck (Squirrel Cuckoo, Piaya cayana)
Anders
als seine in Mitteleuropa heimischen Namensvettern legt der
Cayennekuckuck seine Eier nicht in fremde Nester. Die 46 Zentimeter
langen Vögel ziehen ihren Nachwuchs selbst groß. Zu erkennen ist diese
scheue Vogelart an ihrem gelben Schnabel und dem rostroten Kopf. Auch
der Rücken sowie die Flügel sind rostrot gefärbt. Im Bereich der Kehle
und Brust wird das Rostrot blasser und geht zum Bauch hin in ein helles
Grau über. Die Flanken sind dunkelgrau bis schwarz.
Charakteristisch für den Cayenne-Kuckuck ist sein langer Schwanz. Die Federn sind
dort breit schwarzweiß gestreift. Den Abschluss bildet ein schmaler
schwarzer Bereich. Im gesamten Land von der Küste bis in Höhenlagen von
2.450 Meter kommt diese Vogelart vor. Cayenne-Kuckucke sind meist
paarweise an Waldrändern oder auf Bäumen in offenen Arealen anzutreffen.
Insekten, Spinnen und kleine Eidechsen stehen auf dem Speisezettel
dieser Spezies. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Nordwestmexiko bis
nach Nordargentinien. Foto: 01.05.2012, Santa
Elena
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Cayenne-Ralle (Gray-necked Wood-Rail, Aramides cajanea)
Etwa
38 Zentimeter ist die Cayenne-Ralle groß. Wie es für Vertreter der
Rallen typisch ist, hat diese Vogelart lange Beine und einen langen
Hals. Kopf, Hals und Nacken sind bei erwachsenen Tieren grau gefärbt.
Die Krone und der Hinterkopf können leicht bräunlich sein. Der Hals und
die Kehle sind heller grau gefärbt als die restlichen grauen Bereiche.
Bräunlich-oliv sind die Flügel auf der Oberseite gefärbt, dies gilt
ebenso für den oberen Rücken und die Schultern. Brust und Flanken sind
zimtfarben, der Bauch und der Schwanz sind schwarz. Fleischfarben bis
korallenrot sind die Beine gefärbt, der Schnabel ist an der Basis
leuchtend gelb und zur Spitze hin grünlichgrau; die Iris ist kräftig rot
gefärbt. Anzutreffen ist die Cayenne-Ralle in feuchten Lebensräumen wie
an Flussufern, in Mangroven, Sümpfen, feuchten Sekundärwäldern sowie an
Waldrändern. Kleine Tiere wie Frösche und Insekten, aber auch Beeren und
Samen bilden die Nahrung dieser Vögel. Von Mexiko bis ins nördliche
Argentinien sind Cayenne-Rallen verbreitet, sie kommen bis in Höhenlagen
von bis zu 1.400 Meter vor. Ein alternativer wissenschaftlicher Name
dieser Vogelart lautet Aramides cajaneus. Foto: 30.04.2012, Los Chiles
Cherries Tangare (Cherrie's Tanager, Ramphocelus costaricensis)
Cherries Tangare ist eine Vogelart, die im pazifischen Tiefland
Costa Ricas und im westlichen Panama beheimatet ist. Der in
diesem Artporträt
verwendete deutsche Name ist kein offizieller Name, bisher ist
mir für diese Art kein solcher bekannt. Noch bis vor wenigen
Jahren ist Cherries Tangare als pazifische Rasse der
Rotbürzeltangare
(Passerinitangare) angesehen worden. Inzwischen gilt Ramphocelus costaricensis
aber als eigenständige Spezies. Männchen und Weibchen sind bei
dieser 16 Zentimeter langen Art unterschiedlich gefärbt.
Leuchtend rot sind Rücken und Bürzel der Männchen, der
restliche Körper ist schwarz. Dazu stehen die grauen
Beine und der graue Schnabel in einem deutlichen Kontrast. Die
Iris ist dunkel rotbraun gefärbt. Weibchen sind an Kopf, Kehle,
Nacken, Rücken und auf der Oberseite der Flügel braun gefärbt,
die Körperunterseite ist olivgrün. Bei ihnen kann die
obere Brust rot sein, das ist jedoch nicht bei allen weiblichen
Individuen der Fall. Wie die Männchen haben sie graue Beine und
einen grauen Schnabel, ihre Iris ist ebenfalls dunkel rotbraun. Bis in Höhenlagen von 1.200 Meter, gelegentlich sogar
bis zu 1.700 Meter leben diese Vögel. Sie kommen in halboffenen
Gebieten vor. Kleine Früchte wie Beeren sowie Insekten und
Spinnen bilden die Nahrung der Cherries Tangare.
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Männchen, Foto: 07.05.2012,
Dominical |
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Weibchen, Foto: 07.05.2012,
Dominical |
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Cremebürzel-Waldsänger (Buff-rumped Warbler, Phaeothlypis fulvicauda)
Diese
Vogelart erreicht eine Körpergröße von 13 Zentimeter. Kopf, Nacken und
Flügel sind dunkelbraun bis olivbraun gefärbt, ein heller
Überaugenstreif durchsetzt diesen dunklen Gefiederbereich. Die untere
Körperseite ist hell mit rotbraunen Flanken. Der Schnabel ist dunkel
gefärbt und die Beine sind bräunlich. Von Honduras bis ins nordwestliche Peru und bis in den westlichen
Teil des Amazonasgebiets in Brasilien reicht das Verbreitungsgebiet
dieser Spezies. Im karibischen Tiefland Costa
Ricas ist der Cremebürzel-Waldsänger weit verbreitet, im südlichen
pazifischen Tiefland kommt er ebenfalls vor. Auf der karibischen Landesseite sind
die Tiere bis in Höhenlagen von 1.100 Meter anzutreffen, auf der
pazifischen Seite sogar bis auf 1.500 Meter Höhe. In manchen
Literaturquellen werden diese Vögel als Flusswaldsänger bezeichnet.
Sie leben für gewöhnlich in der Nähe von fließenden Gewässern und hüpfen
häufig auf dem Boden in der Uferzone umher. Sie suchen dort nach kleinen
Wirbellosen, die ihre Nahrung bilden. Foto: 06.05.2012, Nähe
Tárcoles
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Dickkopf-Bekarde (Rose-throated Becard, Pachyramphus aglaiae)
Zwischen
15 und 16,5 Zentimeter beträgt die Körpergröße der Dickkopf-Bekarde.
Diese Vogelart weist einen Geschlechtsdimorphismus auf, Männchen und
Weibchen unterscheiden sich somit in ihrem Aussehen. Die männlichen
Tiere sind überwiegend grau gefärbt, wobei die Körperunterseite heller
ist als die Oberseite. Ihre Krone ist schwarz und sie tragen an der
Kehle einen auffälligen roten Fleck. Weibliche Individuen sind
überwiegend braun gefärbt, die Oberseite des Körpers ist dabei ein wenig
rostfarben, wohingegen die Unterseite eher graubraun ist. Bei den
Weibchen ist die Krone dunkelgrau und damit weniger kontrastreich als
die der Männchen. Den Weibchen fehlt der rote Kehlfleck oft, dies kann
aber auch bei den Männchen der Fall sein. Dickkopf-Bekarden ernähren
sich vor allem von Insekten, Samen und Beeren ergänzen diese Kost. In
Costa Rica sind sie im nördlichen pazifischen Tiefland bis in Höhenlagen
von circa 300 Meter anzutreffen. Im karibischen Tiefland sind diese
Vögel hingegen nur sehr selten zu beobachten. Das Verbreitungsgebiet
dieser Vogelart reicht von den südlichen USA (Arizona und Süd-Texas) bis
ins westliche Panama. Foto: 04.05.2012, Nähe Manzanillo
Dickschnabelkolibri (Magnificent Hummingbird, Eugenes fulgens)
Der
Dickschnabelkolibri ist mit seiner Körperlänge von elf bis 14
Zentimeter einer der stattlicheren Kolibris Costa Ricas. Männchen sind meist
etwas größer als Weibchen, außerdem sind die Geschlechter anhand ihrer
Färbung leicht zu unterscheiden. Weibchen sind auf der Oberseite des
Körpers
grünlich gefärbt, auf der Unterseite grau. Kräftig grün ist die Kehle
gefärbt. Da dieser Bereich metallisch glänzt, kann das Grün bei einem
bestimmten Lichteinfall jedoch auch graugrün wirken. An den Flanken zeigt
das Gefieder ein geschupptes Muster. Hinter dem Auge befindet
sich ein weißer Fleck, der Schnabel ist schwarz gefärbt. Männliche
Individuen sind auf der Körperoberseite metallisch grün, der Oberkopf
ist metallisch violett und die Kehle metallisch glänzend
grünlich-bläulich gefärbt. Die Körperunterseite ist grau, die Flanken
sind grünlich-bläulich. Diese Körperpartien glänzen nicht
metallisch. Bei den Männchen ist der Schnabel ebenfalls schwarz gefärbt
und sie tragen wie die Weibchen hinter dem Auge je einen weißen Fleck.
Lichtungen und Waldränder in Höhenlagen ab etwa 2.000 Meter sind
typische Lebensräume, in denen man den Dickschnabelkolibri beobachten
kann. Das Verbreitungsgebiet dieser Art erstreckt sich von den südlichen
USA bis nach Nicaragua und Costa Rica. Foto: 08.05.2012, San Gerardo de Dota
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Männchen, Foto: 08.05.2012,
San Gerardo de Dota |
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Weibchen, Foto:
08.05.2012,
San Gerardo de Dota |
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Dohlengrackel (Great-tailed Grackle, Quiscalus mexicanus)
Mit ihrer Körperlänge von 43 Zentimeter und dem metallisch blauschwarz
schimmernden Gefieder sowie ihren durchdringend blickenden gelben
Augen sind männliche Dohlengrackeln imposante Erscheinungen. Die
Weibchen sind matt dunkelbraun gefärbt, haben ebenfalls helle,
gelbliche Augen, die in starkem Kontrast zum Gefieder stehen. Vor allem
die Männchen tragen gern und oft ihren lauten, krächzenden Gesang vor.
Hierbei legen manche Tiere ein besonders großes Nachahmungstalent an den
Tag. Sie imitieren häufig andere Vogelarten. Nahezu überall in Costa Rica trifft man
Dohlengrackeln an,
nur in dichten Waldgebieten kommen sie nicht vor. Das Verbreitungsgebiet
der Spezies ist sehr groß, es erstreckt sich von den südlichen Teilen
der USA über Zentralamerika bis in den nördlichen Bereich Südamerikas.
Dohlengrackeln fressen neben Beeren und Früchten auch kleine Tiere wie
Eidechsen oder Insekten.
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Männchen, Foto: 05.05.2012,
Nähe Tárcoles |
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Weibchen, Foto: 30.04.2012,
Los Chiles |
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Drosselkuckuck (Lesser Ground-Cuckoo, Morococcyx erythropygus)
Der
Drosselkuckuck ist in Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Nicaragua,
Honduras und Mexiko heimisch. Etwa 25 Zentimeter beträgt die Körpergröße
dieser Vogelart. Aufgrund ihres Aussehens sind die Tiere leicht zu
erkennen. Auf der Oberseite des Körpers ist das Gefieder braun gefärbt, die Kehle
und die Körperunterseite tragen zimtbraunes Gefieder. Sehr auffällig ist
ein federloser, kräftig himmelblau gefärbter Bereich im Gesicht, der
sich jeweils hinter den Augen erstreckt. Vor den Augen sind gelbe
unbefiederte Partien. Diese nackten Hautareale werden von einem
schwarzen Federsaum umrandet. Der leicht nach unten gebogene Schnabel
ist oben dunkel und ansonsten gelb gefärbt und die Beine sind
fleischfarben bis bräunlich. Dunkel ist der Schwanz gefärbt, er trägt am
Ende einige helle Binden. Anzutreffen ist der Drosselkuckuck in mit
Gebüsch durchsetzten Landschaften, Sekundärwäldern, im Unterholz von
Wäldern sowie in Savannenlandschaften. Häufig halten sich die Tiere auf
dem Boden auf, um dort nach Insekten wie Grashüpfern zu suchen. In Costa
Rica kann man die Spezies im westlichen Valle Central sowie im
nördlichen pazifischen Küstenland bis zum Río Tárcoles beobachten. Foto:
05.05.2012, Nähe Manzanillo
Drosseluferläufer (Spotted Sandpiper, Actitis macularius)
Der
Drosseluferläufer ist 18 bis 20 Zentimeter groß. Das Aussehen der Vögel
ist von den Jahreszeiten abhängig. Während der Balz- und Brutperiode
tragen die Tiere ihr Prachtkleid. Dann ist die Oberseite des Körpers braun gefärbt,
die Unterseite hell und mit dunklen Punkten durchsetzt - daher rührt
auch der englische Name der Spezies. Die braune Oberseite trägt
einige dunkle Striche. Auffällig ist beim Drosseluferläufer
der dunkle Augenstreif, der oben und unten von schmalen hellen Streifen
gesäumt wird. Im Schlichtkleid, das die Vögel außerhalb der
Fortpflanzungsperiode tragen, fehlen die Punkte und Striche im Gefieder.
Ganzjährig sind die Beine des Drosseluferläufers gelblich bis
fleischfarben. Der Schnabel ist im Prachtkleid blass orangerot gefärbt
und an der Spitze etwas dunkler, im Schlichtkleid ist er eher
bräunlich-rot und weniger kräftig gefärbt. Zu finden sind die Vögel an
Wasserläufen, in Überflutungsgebieten und an der Küste. Ein besonderes
Erkennungsmerkmal der Art ist es, dass die Tiere mit dem Hinterleib
wippen. Den größten Teil der Nahrung der Drosseluferläufer machen
Wirbellose aus. In Costa Rica lässt sich der Drosseluferläufer im
Winterhalbjahr beobachten, er ist dort ein Zugvogel, der den Hochsommer
im Norden des amerikanischen Kontinents verbringt. Foto:
05.05.2012, Nähe Tárcoles
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