Costa RicaPlaya Tortuga
 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Costa Rica allgemein | Kulinarisches | Reisetipps | San José | Carara |
Arenal-Vulkan & Fortuna | Selva Verde (Sarapiquí-Fluss) | Caño Negro |
Manuel-Antonio-Nationalpark | Monteverde & Santa Elena | Tortuga |
Osa-Halbinsel (Poor Man's Paradise) | Rundreise 2004: Teil 1 & Teil 2 |
Tiere: Insekten, Falter & Schmetterlinge, Reptilien & Amphibien,
Säugetiere, Schildkröten & Krebstiere | Pazifische Unterwasserwelt |
Land- & Wasservögel: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 & Teil 7 |
Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 & Teil 6 | Literatur & Links
 
             
          Übersichtskarte Playa Tortuga Die Gegend zwischen Quepos/Manuel Antonio und der Osa-Halbinsel ist bisher touristisch nicht so stark erschlossen wie weite Teile der nördlichen Pazifikküste Costa Ricas. Im Bereich der Ortschaften Uvita oder Dominical findet man kilometerlange, nahezu menschenleere Sandstrände. Während meiner Rundreise Anfang 2004 verbrachte ich zwei Tage im Hotel Villas Gaia, das Teil des Dorfes Playa Tortuga ist. Einige Kilometer nördlich beginnt der Nationalpark Marino Ballena, der sich bis nach Uvita erstreckt.

Unberührte Natur mit einer entsprechend großen Artenvielfalt sowie eine atemberaubende Küstenlandschaft zeichnen die Umgebung dieses ruhig gelegenen, hübschen Hotels in Playa Tortuga aus. Zwei Tage sind im Grunde genommen deutlich zu wenig Zeit, um die Schönheit der Natur dieses Landstrichs auf sich wirken zu lassen und das Umfeld ausgiebig zu erkunden. Und ganz abgesehen davon, dass die Umgebung zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt, eignet sich dieser Ort bestens zum Entspannen.

Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, von der auf einem kleinen Hügel gelegenen Beobachtungsplattform des Hotels aus auf die Küstenebene und auf den Pazifik zu schauen, über dem mitunter riesige Wolkentürme emporragen. Insbesondere in der Zeit kurz vor Sonnenaufgang schimmert der Ozean in Pastelltönen wie Rosa und Hellblau, dazu weht eine leichte Brise und die Vögel erheben in der üppigen Vegetation ringsherum ihre Stimmen zum Morgengesang. Es sind genau diese Momente, die einen Aufenthalt in Playa Tortuga zu etwas Besonderem werden lassen.

Wasserlauf bei Playa Tortuga Ganz in der Nähe des Hotels Villas Gaia befindet sich ein Wasserlauf, der in den Pazifik mündet. Einige hundert Meter vor seiner Mündung fließt er durch eine mit teils recht dichter Vegetation bestandene Küstenebene, die ein lohnenswertes Ziel für Wanderungen darstellt. Dort trifft man auf allerlei Pflanzen und Tiere, darunter jedoch nicht nur Wildtiere, sondern auch beispielsweise die mächtigen Zebu-Rinder, die ursprünglich aus Indien stammen und in Costa Rica als Nutztiere gehalten werden. Der kleine Fluss bietet viele schöne Fotomotive. Die nebenstehende Abbildung zeigt den Blick auf den Fluss landeinwärts von seinem Mündungsgebiet aus betrachtet. Im Hintergrund ist eine dicht bewaldete Hügelkette zu sehen, die parallel zur Cordillera de Talamanca verläuft.

Kulturlandschaft bei Playa Tortuga Nicht nur natürliche Vegetation findet sich in dieser Küstenebene. Auch durch den Menschen beeinflusste Bereiche kann man dort durchwandern. Eine weitläufige Rinderweide sowie eine Bananenplantage (siehe Abbildung rechts) bilden jeweils einen Teil dieser Kulturlandschaft. Stellenweise führt der vom Hotel zum Strand verlaufende Pfad mitten durch die nebenstehend gezeigte Bananenplantage. Zwischen den Stämmen der Bananenstauden herrscht eine eigentümliche Atmosphäre und laut Aussage meines Reiseleiters ist dies ein typischer Lebensraum für die Abgottschlange, die auch Boa genannt wird. Ich habe dort allerdings keine Schlange zu Gesicht bekommen, dafür aber viele geradezu riesenhafte Netze der Radnetzspinnen. Nirgendwo sonst in Costa Rica habe ich größere Netze dieser Spinnenart gesehen als in jener Bananenplantage.

Kuhreiher rasten in der Morgensonne Da in der Küstenebene viele Rinder weiden, sind die weißen, weithin sichtbaren Kuhreiher natürlich nicht fern. Morgens fliegen sie in kleinen Gruppen von bis zu zehn Vögeln von ihren Übernachtungsplätzen aus in die Ebene und genießen die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne in den Bäumen, siehe nebenstehende Abbildung. Außer den Kuhreihern kommen in der Ebene noch viele weitere Vogelarten vor, darunter beispielsweise die scheuen Drosselwaldsänger oder die erheblich weniger ängstlichen Gelbkopfkarakaras, die über der Ebene häufig hin und her fliegen.

Totholz am Strand von Playa Tortuga Wer zuvor die "aufgeräumten" Strände des Manuel-Antonio-Nationalparks besucht hat, dürfte angesichts der naturbelassenen Küste von Playa Tortuga ebenso erstaunt sein wie ich. Der vor allem bei Niedrigwasser sehr breite Strand war während meines Aufenthalts in Playa Tortuga über und über mit angeschwemmtem, durch die Sonne gebleichtem Totholz bedeckt. Zwischen diesen bleichen Baumgerippen pulsierte das Leben, obwohl der Sand insbesondere in der Mittagszeit eine gewaltige Hitze abstrahlt. Überall flitzen kleine Krabben über den Strand und auch zahlreiche zierliche Echsen lassen sich dort beobachten.

Brackwasserlagune am Strand von Playa Tortuga Ganz in der Nähe des Mündungsbereichs des weiter oben erwähnten Wasserlaufs befindet sich eine Brackwasserlagune, an der Vögel wie die langbeinigen Großen Gelbschenkel, die flinken Drosseluferläufer und weitere Limikolen wie Steinwälzer nach Nahrung suchen. Mit etwas Glück entdeckt man vielleicht sogar einen der zierlichen Grünfischer. Diese Eisvögel sitzen gern auf Baumstümpfen oder Äste in der Nähe der Lagune, um von dort aus nach kleinen Fischen im Wasser zu tauchen.

Grünfischer  Tauben  Drosseluferläufer
Grünfischer                     Tauben               Drosseluferläufer

Abbruchkante im Sand Das im Rhythmus der Sonne und des Mondes auf- und ablaufende Wasser modelliert den Strand täglich neu. Aber auch die aus dem Landesinnern stammenden Wassermengen, die von kleinen Bächen und Flüssen unablässig zum Meer transportiert werden, tragen ihren Teil zur Gestaltung des Strandes bei. Dieses abfließende Wasser lässt bei Ebbe vielerorts geschwungene Abbruchkanten im Sand entstehen, die ihre Form fortwährend verändern. Alle paar Sekunden brach an der rechts gezeigten Kante irgendwo etwas Sand vom Rand ab und fiel ins Wasser. Die nächste Flut glättet den Strand, anschließend bahnt sich das aus dem Landesinnern nachfließende Wasser wieder seinen Weg durch den Sand und erzeugt die charakteristischen Spuren.

Gelbkopfkarakara rastet auf einer Kuh In den heißesten Stunden des Tages ruhen sich die in der Ebene lebenden Rinder gern im Schatten der hohen Bäume aus. Mitunter liegen sie mitten auf dem Wanderweg und mir wurde zugegebenermaßen ein wenig mulmig, als ich nahe an den großen, für gewöhnlich aber ausgesprochen friedlichen Tieren vorbeigehen musste. Der rechts gezeigte Gelbkopfkarakara hat es sich auf dem Rücken einer dösenden Kuh gemütlich gemacht - kein alltäglicher Anblick!

Der Strand von Las Ventanas

Der Strand von Las Ventanas Fährt oder wandert man vom Hotel Villas Gaia aus einige hundert Meter die Straße in Richtung Quepos entlang, gelangt man zu einem Weg, der auf der linken Seite der Straße liegt und zu einer kleinen, bezaubernd schönen Badebucht führt. Unmittelbar hinter dem Strand dieser kleinen Bucht beginnt das grüne Hinterland, dicht bewachsene Felsen begrenzen sie an beiden Seiten. Der Strand fällt vergleichsweise flach in den Pazifik ab, so dass man in dieser Bucht bestens baden kann.

Felsenfenster am Strand von Las Ventanas Der Name "Las Ventanas" bedeutet auf Deutsch "Die Fenster". Woher diese Bezeichnung der Bucht stammt, wird einem sofort bewusst, wenn man im nördlichen Teil des Strandes die Felsen genauer betrachtet. Im unteren Bereich der großen, mit Palmen und anderen Pflanzen bewachsenen Felswand liegen Höhlen, die zur anderen Seite hin offen sind. Durch diese Tunnel rollt die Brandung heran und man kann von manchen Stellen aus durch den Fels blicken - quasi wie durch Fenster im Gestein. Die Abbildung rechts zeigt eines dieser Fenster, aus dem sich gerade die heranrollende Brandung ergießt, was jedoch in der Vergrößerung erheblich besser zu erkennen ist. Das Naturschauspiel unter lautem Getöse durch Tunnel im Fels strömender Wassermassen mit weißen Gischtkronen kann man nur an wenigen Plätzen der Welt bewundern.

 
                 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Costa Rica allgemein | Kulinarisches | Reisetipps | San José | Carara |
Arenal-Vulkan & Fortuna | Selva Verde (Sarapiquí-Fluss) | Caño Negro |
Manuel-Antonio-Nationalpark | Monteverde & Santa Elena | Tortuga |
Osa-Halbinsel (Poor Man's Paradise) | Rundreise 2004: Teil 1 & Teil 2 |
Tiere: Insekten, Falter & Schmetterlinge, Reptilien & Amphibien,
Säugetiere, Schildkröten & Krebstiere | Pazifische Unterwasserwelt |
Land- & Wasservögel: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 & Teil 7 |
Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 & Teil 6 | Literatur & Links