Fotoreiseberichte.de - Costa Rica

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Meine Rundreise 2004

  · Teil 1
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Die Natur Costa Ricas
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Säugetiere aus Costa Rica

Weißrüssel-Nasenbär (White-nosed Coati, Nasua narica)Mehr als 210 Säugetierarten sind in Costa Rica heimisch. Es gibt zum Beispiel Gürteltiere, Faultiere, vier Affenarten, Nagetiere und mehr als 260 Fleischfresserarten, zu denen auch die Raubkatzen zählen. Fledermäuse machen 20 Prozent der in Costa Rica lebenden Säugetierspezies aus. Somit führen viele der in dem Land heimischen Säuger ein Leben im Verborgenen oder sie sind gar nur nachts aktiv. Einige Arten kommen nur in sehr kleiner Zahl vor, sie sind teils vom Aussterben bedroht. Man braucht also durchaus etwas Glück, um viele unterschiedliche Säugetierarten beobachten zu können. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, können solche Begegnungen sehr kurz ausfallen. Während meiner Costa-Rica-Reise im Frühling 2012 habe ich für wenige Sekunden einen Jaguarundi (Puma yagouaroundi) zwischen einigen Bäumen gesehen. Die scheue Raubkatze ist so schnell wieder aus meinem Blickfeld verschwunden, dass es mir in der Kürze der Zeit leider nicht gelungen ist, ein Foto anzufertigen. Glücklicherweise gibt es in Costa Rica jedoch auch einige Säugetierspezies, die man vergleichsweise leicht beobachten kann, darunter beispielsweise die in diesem Absatz gezeigten Weißrüssel-Nasenbären. Foto: 02/2004, Arenal-Nationalpark

In diesem Kapitel finden sich Fotos der von mir beobachteten Säugetierarten. Die Bestimmungsarbeit ist mit Hilfe eines Naturreiseführers für Mexiko, Costa Rica und Mittelamerika aus dem Kosmos-Verlag sowie mittels diverser Webseiten durchgeführt worden. Diese Arten finden Sie weiter unten in alphabetischer Reihenfolge:

· Bunthörnchen (Variegated Squirrel, Sciurus variegatoides)
· Große Sackflügel-Fledermaus (Greater White-lined Bat, Saccopteryx bilineata)
· Halsbandpekari (Collared Peccary, Pecari tajacu)
· Hoffmann-Zweifingerfaultier (Hoffmann's Two-toed Sloth, Choloepus hoffmanni)
· Mantelbrüllaffe (Mantled Howler Monkey, Alouatta palliata)
· Mittelamerikanisches Aguti (Central American Agouti, Dasyprocta punctata)
· Neotropischer Fischotter (Neotropical Otter, Lontra longicaudis)
· Rotmazama (Red Brocket Deer, Mazama americana)
· Rotrücken-Totenkopfaffe (Red-backed Squirrel Monkey, Saimiri oerstedii)
· Weißrüssel-Nasenbär (White-nosed Coati, Nasua narica)
· Weißschulterkapuziner (White-faced Capuchin, Cebus capucinus)
· Zebu (Humped Cattle, Bos primigenius indicus)
· Zwergfruchtfledermaus (Pigmy Fruit-eating Bat, Artibeus phaeotis)

Bunthörnchen (Variegated Squirrel, Sciurus variegatoides)

Bunthörnchen (Variegated Squirrel, Sciurus variegatoides)Von Südmexiko bis nach Panama reicht das Verbreitungsgebiet des Bunthörnchens. Diese in Costa Rica häufig anzutreffende Säugetierart erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von circa 22 bis 34 Zentimeter. Der buschige Schwanz misst bis zu 33 Zentimeter. Farbe und Muster sind sehr variabel. Bunthörnchen können hellgrau, braun oder rotbraun gefärbt sein. Häufig sind Bauch und Beine rötlich, während die Oberseite eher bräunlich bis grau ist. Die Kehle ist bei vielen Individuen weiß. Es kommen auch nahezu rein schwarze oder weiße Bunthörnchen vor. Heimisch sind diese Baumbewohner sowohl in trockenen als auch in feuchten Wäldern innerhalb ihres Verbreitungsgebiets. Auf Plantagen sowie in Gärten kann man sie mitunter ebenfalls beobachten. Von der Küste bis in rund 2.500 Meter Höhe leben die Bunthörnchen. Sie ernähren sich überwiegend von Früchten und Nüssen. Daneben stehen Pilze auf ihrem Speiseplan. Foto: 02.05.2012, Santa Elena

  Bunthörnchen (Variegated Squirrel, Sciurus variegatoides)   Omophoita cyanipennis (Eight-spotted Flea Beetle)  
  Foto: 05.05.2012,
Ensenada Lodge, Nähe Manzanillo
  Foto: 03.05.2012,
Limonal
 

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Große Sackflügel-Fledermaus (Greater White-lined Bat, Saccopteryx bilineata)

Große Sackflügel-Fledermaus (Greater White-lined Bat, Saccopteryx bilineata)Die Große Sackflügel-Fledermaus hat eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 5,2 Zentimeter. Auf der Oberseite ist der Körper dunkelbraun gefärbt, auf ihrem Rücken verlaufen zwei helle, gezackte Streifen, was sich auch am wissenschaftlichen Namen der Spezies ablesen lässt. Die Körperunterseite ist mittel- bis hellgraubraun gefärbt. Tagsüber rasten die Tiere in kleinen Gruppen, oft hängen sie dabei wie auf der Abbildung in diesem Absatz zu sehen ist an einem Baumstamm. Meist bestehen diese Gruppen aus Weibchen mit nur einem Männchen. Kommt ein anderes Männchen diesem Harem zu nahe, verteidigt der "Besitzer" seine Damen und ihren Ruheplatz. Manche Literaturquellen bezeichnen diese sieben Gramm schwere Tierart im Deutschen als Zweistreifen-Taschenfledermaus oder einfach als Sackflügelfledermaus. Ein alternativer englischer Name dieser Spezies lautet Greater Sac-winged Bat. In Costa Rica kommen die Tiere sowohl im pazifischen als auch im karibischen Tiefland vor. Das Verbreitungsgebiet der Art reicht von Mexiko bis Guyana, Französisch-Guyana, Südbolivien, Ostbrasilien sowie bis nach Trinidad und Tobago. Foto: 30.04.2012, Los Chiles

Halsbandpekari (Collared Peccary, Pecari tajacu)

Halsbandpekari (Collared Peccary, Pecari tajacu)Halsbandpekaris erreichen eine Körperlänge von 75 bis 100 Zentimeter und sie sind zwischen 40 und 60 Zentimeter hoch. Ihr Schwanz ist ein bis fünf Zentimeter lang. Erwachsene Halsbandpekaris sind dunkelgrau gefärbt. Ein weißes Band verläuft wie ein Kragen hinter dem Kopf, bei einigen Individuen ist es nur schwach ausgeprägt. Jungtiere haben ein rötliches Fell, auf dem Rücken verlaufen bei ihnen schwarze Streifen. Die tagaktiven Tiere sind gesellig und leben in Gruppen von zwei bis 50 Individuen zusammen. Sie bewohnen ein Territorium, das sie gemeinsam durchstreifen und gegen Eindringlinge verteidigen. Anzutreffen sind sie in verschiedenen Lebensräumen wie Regenwäldern, Savannen oder Halbwüsten. Der Speisezettel dieser Säugetiere ist vielfältig: Sie fressen pflanzliche Kost wie Beeren, frische Pflanzentriebe, Knollen sowie tierische Nahrung, darunter beispielsweise Würmer und Maden sowie Schlangen oder Eidechsen. Halsbandpekaris kommen vom Süden der USA über Mittelamerika bis nach Zentral-Südamerika vor. Auf Kuba sind die Tiere ebenfalls beheimatet. Foto: 27.04.2012, La Selva Biological Station

Hoffmann-Zweifingerfaultier (Hoffmann's Two-toed Sloth, Choloepus hoffmanni)

Fellknäuel in einem Baum: Hoffmann-Zweifingerfaultier (Hoffmann's Two-toed Sloth, Choloepus hoffmanni)Faultiere in der Vegetation auszumachen, ist nicht leicht. Und oft sieht man nur ein "Fellgewusel", siehe Foto in diesem Absatz. Mitunter hat man jedoch auch Glück und kann diese Tiere dabei beobachten, wie sie sich aus ihrer zusammengerollten Ruhehaltung lösen und ein wenig bewegen. Dann sind sie deutlich besser zu erkennen und wirken nicht nur wie ein Fellknäuel in einem Baum. Hoffmann-Zweifingerfaultiere sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie sind zwischen 55 und 70 Zentimeter groß. Ihr Fell ist hellbraun, graubraun oder braun gefärbt. Es schimmert grünlich, weil sich Algen in den Haaren befinden. Im Gesicht ist das Fell cremefarben, die Augen, die Nase und die Schnauze sind dunkel. Die kräftigen Krallen dieser Tierart sind stark gebogen. Mit Hilfe der Krallen halten sich Hoffmann-Zweifingerfaultiere an Ästen fest, an denen sie mit dem Bauch nach oben hängen. Sie halten sich nahezu die gesamte Zeit im Kronenbereich der Bäume auf und kommen nur auf den Boden, um auf einen anderen Baum zu gelangen. Blätter und Früchte bilden die Nahrung dieser Säugetiere, die in Wäldern leben. Sie kommen sowohl in Tieflandregenwäldern als auch in Bergwäldern vor. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Mittelamerika bis ins westliche Kolumbien und nordwestliche Ecuador sowie bis nach Peru, Bolivien und bis in den Westen Brasiliens. Foto: 02.05.2012, Santa Elena

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Mantelbrüllaffe (Mantled Howler Monkey, Alouatta palliata)

Mantelbrüllaffe (Mantled Howler Monkey, Alouatta palliata)Ihr röhrendes Geschrei ist unüberhörbar. Wenn diese Tiere ihre Stimme erheben, dann ist der Name Programm. Vor allem in der Zeit vor Sonnenaufgang, aber auch am Tage lassen diese Baumbewohner ihre Rufe erklingen. Den Schwanz nicht mitgerechnet, sind Mantelbrüllaffen bis zu 63 Zentimeter groß, die Schwanzlänge beträgt maximal 67 Zentimeter. Die Unterseite des Greifschwanzes ist haarlos und mit schwarzer, ledrig wirkender Haut bedeckt. Das Fell der Tiere ist schwarz oder braun, an den Flanken tragen die Affen lange goldfarbene oder hellbraune Fransen. Besonders stattliche Männchen bringen ein Gewicht von bis zu zehn Kilogramm auf die Waage. Immergrüne Wälder und Regenwälder sowie Bäume an Flussläufen sind die Heimat dieser Affenart. Meist halten sich die Tiere relativ weit oben im Geäst auf. Da Mantelbrüllaffen tagaktiv sind, kann man sie leicht beobachten. Sie sind friedlich und leben in gemischtgeschlechtlichen Gruppen von bis zu 30 Mitgliedern, in denen sie teils sehr innige soziale Kontakte pflegen. Blätter, Blüten und Früchte stehen auf dem Speisezettel der Tiere. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko bis nach Westkolumbien und Ecuador. Innerhalb dieses Areals kommen sie von der Küste bis etwa in 2.000 Meter Höhe vor. Foto: 03.05.2012, Ensenada Lodge, Nähe Manzanillo

  Mantelbrüllaffe (Mantled Howler Monkey, Alouatta palliata)   Mantelbrüllaffe (Mantled Howler Monkey, Alouatta palliata), Weibchen mit Jungtier  
  Foto: 03.05.2012,
Ensenada Lodge, Nähe Manzanillo
  Weibchen mit Jungtier, Foto: 03.05.2012,
Ensenada Lodge, Nähe Manzanillo
 

Mittelamerikanisches Aguti (Central American Agouti, Dasyprocta punctata)

Mittelamerikanisches Aguti (Central American Agouti, Dasyprocta punctata)Mittelamerikanische Agutis sehen ein wenig wie zu groß geratene, kurz behaarte Meerschweinchen aus. Sie sind scheue, tagaktive Waldbewohner, die sich hauptsächlich von Früchten ernähren. Von der Nasenspitze bis zum Ende des Rumpfes messen große Exemplare bis zu etwa 60 Zentimeter. Der Schwanz kann zwischen 15 und 30 Zentimeter lang sein, die Ohren sind relativ klein. Das Fell ist kurz, glänzend und es wirkt recht derb; seine Färbung ist bräunlich bis rötlich-braun. An den beiden vorderen Füßen haben die Tiere vier Zehen, an den hinteren Füßen nur drei. Paarweise oder in kleinen Gruppen leben die Mittelamerikanische Agutis in ihren Territorien, die sie gegen Eindringlinge verteidigen. Diese Aufgabe übernehmen vor allem die Männchen. Weil die Tiere Früchte und Samen in Löchern vergraben und auf diese Weise Vorräte anlegen, tragen sie maßgeblich zur Verbreitung vieler Pflanzenarten bei. Von Südmexiko über Mittelamerika bis nach Nordargentinien reicht das Verbreitungsgebiet dieser Spezies. Manche Literaturquellen bezeichnen die Mittelamerikanischen Agutis auch als Goldhasen. Foto: 28.04.2012, Ecocentro Danaus

Neotropischer Fischotter (Neotropical Otter, Lontra longicaudis)

Neotropischer Fischotter (Neotropical Otter, Lontra longicaudis)In Costa Rica und in anderen Teilen ihres Verbreitungsgebiets, das von Mexiko bis ins nordöstliche Argentinien reicht, sind die Neotropischen Fischotter meist nur selten zu sehen. Ein Grund dafür ist, dass diese Tiere den Menschen gegenüber ausgesprochen scheu sind. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 36 bis 66 Zentimeter, der Schwanz kann 37 bis 84 Zentimeter lang sein. Männchen sind meist etwa 20 bis 25 Prozent größer als ihre weiblichen Artgenossen. Das Fell ist dunkelbraun, an der Kehle und am Hals ist es grau. Es ist sehr dicht und Wasser abweisend ist. Ihre Beine sind kurz und zwischen ihren Zehen befinden sich Schwimmhäute. Mit diesen Schwimmhäuten und mit Hilfe des muskulösen Schwimmschwanzes bewegen sich Neotropische Fischotter geschickt und flink durch das Wasser. Die Tiere bevorzugen schnell fließende Gewässer als Jagdreviere. Neben Fischen stehen Krustentiere auf ihrem Speisezettel. Ein alternativer deutscher Name dieser Spezies lautet Südamerikanischer Fischotter, eine weitere wissenschaftliche Bezeichnung ist Lutra longicaudis. Foto: 02/2004, Drake Bay

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Rotmazama (Red Brocket Deer, Mazama americana)

Roter Spießhirsch (Red Brocket Deer, Mazama americana)Ein Bewohner von Flussauen sowie Dickichten von Wäldern in der Nähe von Flussläufen ist der Rotmazama. Diese bis zu 130 Zentimeter langen, tagaktiven Tiere haben einen kurzen Schwanz, dessen Länge maximal 15 Zentimeter beträgt. Zwei unverzweigte Spieße bilden das Geweih dieser Tiere, diese Spieße sind nur bis zu 13 Zentimeter lang. Zu jeder Jahreszeit können die Rotmazamas ihr Geweih abwerfen. Das Fell dieser Säugetierart ist rotbraun gefärbt. Blätter, Früchte und auch Gras stehen auf dem Speiseplan dieser Spezies, deren Schulterhöhe maximal 70 Zentimeter beträgt. Weitere Namen der Art sind Großmazama oder Roter Spießhirsch. Nur wenig ist über die Lebensweise der Spießhirsche bekannt, weil sie ein sehr verstecktes Leben führen. Nur selten bekommt man sie überhaupt zu Gesicht, weil sie sich meist in der dichten Vegetation aufhalten. Rotmazamas sind von Mexiko über Zentralamerika bis nach Brasilien und Uruguay verbreitet. Foto: 02/2004, Nähe Tárcoles

Rotrücken-Totenkopfaffe (Red-backed Squirrel Monkey, Saimiri oerstedii)

Zu den am stärksten bedrohten Tierarten Costa Ricas gehört der Rotrücken-Totenkopfaffe. Diese zierlichen Tiere haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 28 bis 33 Zentimeter, der Schwanz misst 33 bis 44 Zentimeter. Die Affen sind tagaktiv, sehr sozial und ausgesprochen agil. Rotrücken-Totenkopfaffen sind die kleinste Affenspezies des Landes. Sehr auffällig ist ihr goldgelbes Fell am Rücken, im Gesicht und am Bauch tragen sie weißes Fell. Der Oberkopf ist dunkelgrau, was ihren Schädeln das Aussehen von Totenköpfen verleiht, woher der wenig schmeichelhafte Name dieser Tierart rührt. Dichte, feuchte und intakte Regenwälder sind ihre Heimat, da sie nur dort genügend Nahrung und Versteckmöglichkeiten finden. Insekten und Früchte stehen auf dem Speiseplan dieser Säugetiere. In manchen Literaturquellen wird die Spezies alternativ als Gelbes Totenkopfäffchen oder einfach als Totenkopfaffe bezeichnet. Das Verbreitungsgebiet der Tiere liegt an der Pazifikküste Costa Ricas und im westlichen Panama.

  Rotrücken-Totenkopfaffe (Red-backed Squirrel Monkey, Saimiri oerstedii)   Rotrücken-Totenkopfaffe (Red-backed Squirrel Monkey, Saimiri oerstedii)  
  Foto: 02/2004,
Puerto Quepos
  Foto: 03.05.2012,
Limonal
 

Weißrüssel-Nasenbär (White-nosed Coati, Nasua narica)

Weißrüssel-Nasenbär (White-nosed Coati, Nasua narica)Von der Nasenspitze bis zum Ende des Rumpfes messen diese Tiere maximal 63 Zentimeter. Ihr Schwanz, den sie häufig steil empor stellen, kann bis zu 50 Zentimeter lang sein. In Costa Rica lebt diese Tierart in Regen- und Gebirgswäldern, Halbwüsten und in Felslandschaften mit Dickichtbeständen. Weißrüssel-Nasenbären sind tagaktiv und sie halten sich sowohl auf dem Boden als auch in den Wipfeln von Bäumen auf. Meist trifft man sie in Gruppen an, die aus erwachsenen Weibchen und mehreren Jungtieren unterschiedlicher Altersstufen bestehen. Außerhalb der Fortpflanzungsperiode durchstreifen die Männchen einzelgängerisch ihren Lebensraum. Ein unverkennbares Körpermerkmal dieser Spezies ist die lange, rüsselartig anmutende Nase. Im Gesicht tragen Weißrüssel-Nasenbären ein charakteristisches weißes Muster, das Fell am Körper ist schokoladenbraun und der Schwanz mit hellbraunen Balken durchsetzt. Als Allesfresser ernähren sich die Tiere unter anderem von Spinnen und Insekten sowie Krabben und pflanzlicher Kost. Von den südlichen USA über Mittelamerika bis ins westliche Kolumbien sind Weißrüssel-Nasenbären verbreitet. Foto: 02/2004, Arenal-Nationalpark

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Weißschulterkapuziner (White-faced Capuchin, Cebus capucinus)

Weißschulterkapuziner (White-faced Capuchin, Cebus capucinus)In Mangroven- und Waldgebieten in nahezu ganz Costa Rica trifft man die tagaktiven Weißgesicht-Kapuzineraffen recht häufig an. Diese friedliche und wenig scheue Affenart ist an ihrem auf der Vorderseite weißen Oberkörper, den weißen Schultern und dem ebenfalls weißen Kopf zu erkennen. Das unbehaarte Gesicht ist rosa, der Oberkopf sowie die Körperoberseite und der untere Teil des Rumpfes tragen dunkles Fell. Die Schwanzspitze, die Hände und die Füße sind heller als der Rest des Körpers. Sitzend sind diese Affen bis zu 45 Zentimeter groß, der Schwanz erreicht bei vielen Individuen eine Länge von bis zu 55 Zentimeter. Vom Boden bis zu den Kronen der Bäume trifft man diese Affen überall an, am Boden bewegen sie sich meist hüpfend fort. Sie leben in Gruppen von bis zu 20 Individuen zusammen. Früchte und Insekten bilden die Hauptnahrung dieser Allesfresser. Das Verbreitungsgebiet der Spezies, die im Deutschen auch als Weißgesicht-Kapuzineraffe bezeichnet wird, erstreckt sich von Honduras über Costa Rica bis ins westliche Kolumbien und bis in den Nordwesten Ecuadors. Foto: 04.05.2012, Río Tempisque

Zebu (Humped Cattle, Bos primigenius indicus)

Vielerorts werden in Costa Rica Nutztiere gehalten. Die ursprünglich aus Indien stammenden Zebus sind besonders beliebt, weil sie das tropische Klima bestens vertragen und robust sind. Zu erkennen sind Zebus an dem für sie charakteristischen Buckel zwischen den Schultern. Der Hautlappen am Hals dieser Rinderart ist stark ausgeprägt. In Asien kommen mehrere Zebu-Rassen vor, sie sind allesamt vom Menschen gezüchtet worden. Auch in Costa Rica trifft man auf unterschiedliche Rassen, meist sieht man die mächtigen Nelore-Zebus, die ein wenig größer sind als die europäischen schwarz-weißen Rinder. Darüber hinaus sind ist in dem Land die Brahman-Rasse verbreitet. Ein alternativer Name der Zebus lautet Buckelrind.

  Zebu (Humped Cattle, Bos primigenius indicus), Brahman-Rasse   Zebu (Humped Cattle, Bos primigenius indicus), Brahman-Rasse  
  Brahman-Rasse, Foto: 05.05.2012,
Nähe Tárcoles
  Brahman-Rasse, Foto: 02/2004,
Playa Tortuga
 

Zwergfruchtfledermaus (Pigmy Fruit-eating Bat, Artibeus phaeotis)

Zwergfruchtfledermaus (Pigmy Fruit-eating Bat, Artibeus phaeotis)Die Zwergfruchtfledermaus gehört zur Familie der Blattnasen (Phyllostomidae). Der deutsche Name deutet es bereits an: Diese Tiere sind relativ zierlich gebaut, sie haben eine Kopf-Rumpf-Länge von nur 51 bis 60 Millimeter. Dabei wiegen sie maximal 16,5 Gramm. An ihrem Aussehen sind die Tiere zu erkennen. Sie haben braunes oder graues Fell, das recht dicht ist. Im Gesicht tragen sie zwei helle Streifen. Schwarz ist ihre Flughaut gefärbt. Die dunkelbraunen Ohren haben oft einen gelben Rand. Eine bemerkenswerte Eigenschaft dieser Fledermausart ist, dass die Tiere aus großen Blättern eine Art Zelt bauen, um darin am Tage vor Regen geschützt ruhen zu können. Diese Zelte errichten die Zwergfruchtfledermäuse, indem sie zum Beispiel die Blätter von Palmen oder Bananengewächsen in der Mitte in einer gerade verlaufenden Linie annagen. Dadurch klappen die Blätter von allein zu einem "Zelt" zusammen, in dem mehrere Gelbohrfledermäuse Platz finden. Früchte und Pollen bilden die Nahrung dieser Spezies, die in Costa Rica beispielsweise in den Regenwäldern des Tieflandes anzutreffen ist. Das Verbreitungsgebiet dieser Fledermausart reicht von Mexiko über Zentralamerika bis ins nördliche Südamerika. Foto: 27.04.2012, La Selva Biological Station

 

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