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Vögel aus Costa Rica - Teil 4
Folgende Vogelarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer
Reihenfolge:
· Eichelspecht (Acorn Woodpecker, Melanerpes formicivorus)
· Einfarb-Hakenschnabel (Slaty Flowerpiercer, Diglossa plumbea)
· Einsiedel-Wasserläufer (Solitary Sandpiper, Tringa solitaria)
· Elfenbeinsittich (Orange-fronted Parakeet, Aratinga canicularis)
· Elsterhäher (White-throated Magpie-Jay, Calocitta formosa)
· Feuerschnabel-Arassari (Fiery-billed Aracari, Pteroglossus frantzii)
· Fichten-Waldsänger (Blackburnian Warbler, Dendroica fusca)
· Finsch-Sittich (Crimson-fronted Parakeet, Aratinga finschi)
· Fischadler (Osprey, Pandion haliaetus)
· Fischertukan (Keel-billed Toucan, Ramphastos sulfuratus)
· Gelbbauchelaenie (Yellow-bellied Elaenia, Elaenia flavogaster)
· Gelbbauch-Spateltyrann (Common Tody-Flycatcher, Todirostrum cinereum)
· Gelbhosenpipra (Red-capped Manakin, Pipra mentalis)
· Gelbkopf-Karakara (Yellow-headed Caracara, Milvago chimachima)
Eichelspecht (Acorn Woodpecker, Melanerpes formicivorus)
Das
Verbreitungsgebiet des Eichelspechts ist sehr groß. Es reicht vom
südwestlichen Teil des US-Bundesstaats Washington über Zentralamerika
bis in den nordwestlichen Bereich Südamerikas. Zwischen 22 und 24
Zentimeter beträgt die Körpergröße dieser Spechte. Der Rücken, die
Oberseite des Schwanzes und die Flügel sind schwarz gefärbt, das
Gefieder weist einen metallischen Glanz auf und schimmert deshalb je
nach Lichteinfall bläulich, grünlich oder violett. Weiß sind der Rumpf und
die Unterschwanzdecke gefärbt, auf dieser Grundfarbe verläuft eine schwarze
Strichelung. Eine weiße Strichelung ist auf der ansonsten schwarzen
Unterflügeldecke zu sehen. Ein weißer Bereich ziert das Gesicht und auf
dem Hinterkopf tragen die Eichelspechte einen leuchtend roten Fleck. Die
Iris ist hell gefärbt. Männchen und Weibchen lassen sich am
Gesichtsmuster erkennen. Bei den Weibchen trennt eine schwarze Binde den roten Fleck und den
weißen Bereich, bei den
Männchen reicht der rote Fleck bis zum weißen Abschnitt der Maske.
Pflanzliche und tierische Kost steht auf dem Speiseplan dieser Vogelart. Foto: 09.05.2012,
Nähe San Gerardo de Dota
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Foto: 09.05.2012,
Nähe San Gerardo de Dota |
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Männchen, Foto: 09.05.2012,
Nähe San Gerardo de Dota |
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Einfarb-Hakenschnabel (Slaty Flowerpiercer, Diglossa plumbea)
Mit
seiner Körpergröße von nur etwa zehn Zentimeter ist der
Einfarb-Hakenschnabel sehr zierlich. Anhand der Gefiederfärbung sind
die beiden Geschlechter unterscheidbar. Männchen sind nahezu am gesamten
Körper blaugrau gefärbt. Die Kehle und die Brust sind bleigrau. Graue
Säume sind an den langen Federn der Flügel und des Schwanzes vorhanden.
Weibchen sind hingegen auf der Oberseite des Körpers schlicht oliv-braun gefärbt,
die Unterseite ist blasser in derselben Farbe. Typisch für den
Einfarb-Hakenschnabel ist der Schnabel: Gerade ist der Unterschnabel
geformt, der Oberschnabel ist etwas länger als dieser und an der Spitze
nach unten geknickt. Mit diesem Haken können die Vögel nektarreiche
Blüten, deren Kelche auf die langen Zungen und Schnäbel der Kolibris
ausgelegt sind, seitlich anritzen und so den Nektar stehlen.
Insekten erweitern den Speiseplan dieser Tiere. In Costa Rica kommen
Einfarb-Hakenschnäbel im gesamten Land in Höhen von mindestens 1.200
Meter vor. Das Verbreitungsgebiet der Spezies erstreckt sich über Costa Rica bis ins
westliche Panama. Foto: 09.05.2012,
Nähe San Gerardo de Dota
Einsiedel-Wasserläufer (Solitary Sandpiper, Tringa solitaria)
Der
Einsiedel-Wasserläufer, auch Einsamer Wasserläufer genannt, erreicht
eine Körpergröße von 18 bis 21 Zentimeter. Seine Flügelspannweite kann
55 bis 60 Zentimeter betragen. In Alaska liegen die Brutgebiete dieser
Vogelart, die den Winter im östlichen Mittelamerika, in der Karibik und
in Südamerika verbringt. Das Prachtkleid des Einsiedel-Wasserläufers ist
auf der Oberseite des Körpers bräunlich gefärbt. Der Kopf ist fein weiß gestrichelt.
Vor den Augen ist je ein feiner, weißer Überaugenstreif zu erkennen; unter dem
weißen Streif befindet sich ein dünner dunkler Streif. Hell ist die
Unterseite des Körpers gefärbt, auf der Brust findet sich ein
dunkelbraunes Strichmuster. Kopf und Brust sind im Schlichtkleid eher
graubraun gefärbt und die Strichelung ist deutlich schwächer
ausgeprägt als beim Prachtkleid. Dunkelbraun ist die Iris, die langen Beine sind oliv
oder graugrün. Der Schnabel ist schwarz und zur Basis hin etwas
heller. Im Wasser findet der Einsiedel-Wasserläufer seine Nahrung, sie
besteht aus Wirbellosen, kleinen Fischen und Amphibien. Foto: 05.05.2012,
Nähe Manzanillo
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Elfenbeinsittich (Orange-fronted Parakeet, Aratinga canicularis)
Sehr
gesellige Tiere sind die Elfenbeinsittiche. Man kann bei ihnen einen
starken Zusammenhalt der einzelnen Pärchen beobachten, die sich zudem zu
Gruppen zusammenschließen. Oft kann man etwa zehn bis 20 dieser Vögel
zusammen antreffen. Elfenbeinsittiche sind 22,5 Zentimeter groß. Ihr
Gefieder ist fast am gesamten Körper in unterschiedlichen
Grünschattierungen gefärbt. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Die
Stirn ist orangerot gefärbt, dahinter schließt sich am Oberkopf ein
blauer Bereich an, der zum Nacken hin zusehends ins Grünliche verläuft.
Rund um die Augen befindet sich ein cremefarbener nackter Hautbereich.
Der Schnabel ist hornfarben, die Beine und Füße sind grau. Von Mexiko
bis Costa Rica erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der
Elfenbeinsittiche. Sie kommen in Costa Rica im nördlichen pazifischen
Tiefland sowie örtlich an den Hängen der Cordillera de Guanacaste und
der Cordillera de Tilarán vor; außerdem leben sie in den Bergen der
Nicoya-Halbinsel. Im Valle Central sind sie nur selten anzutreffen.
Früchte, Samen und Blüten bilden die Nahrung dieser Sittiche. Foto:
05.05.2012, Nähe Manzanillo
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Foto:
05.05.2012,
Nähe Manzanillo |
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Foto:
05.05.2012,
Nähe Manzanillo |
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Elsterhäher (White-throated Magpie-Jay, Calocitta formosa)
Im Bereich der nordpazifischen Küste ist der Elsterhäher, auch
Langschwanzhäher genannt, in Costa Rica häufig anzutreffen. Diese
Vogelart hält sich dort im Tiefland bis in Höhenlagen von etwa 800 Meter
auf. Am liebsten fliegen die Vögel in Gruppen umher, wobei sie mitunter
ziemlich laut sind. Elsterhäher sind 43 bis 56 Zentimeter groß, ein Großteil ihrer Körpergröße
entfällt auf die ausladenden Schwanzfedern. Diese sind blau gefärbt. Auf
der Körperunterseite sind die Tiere
weiß, an der Brust tragen sie einen dunklen Ring. Flügel und Rücken sind
ebenfalls blau. Das Gesicht ist weiß, der Schnabel, die Beine und die
Augen schwarz. Bei manchen Individuen sind die Federn am vorderen Kopf
schwarz oder grau. Auffällig ist sind einige verlängerten Federn auf dem
Kopf, die eine kleine Haube bilden. Die Nahrungspalette dieser Vögel ist groß. Neben
tierischer Kost wie Insekten stehen Früchte und Samen auf dem
Speisezettel der Elsterhäher. Das Verbreitungsgebiet der Art reicht von
Mexiko bis nach Costa Rica.
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Foto:
04.05.2012,
Nähe Manzanillo |
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Foto:
04.05.2012,
Nähe Manzanillo |
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Feuerschnabel-Arassari (Fiery-billed Aracari, Pteroglossus frantzii)
Die
Wälder der Pazifikküste im südlichen Costa Rica sowie der Westen Panamas
sind die Heimat des Feuerschnabel-Arassaris. Diese zur Familie der
Tukane gehörenden Tiere erreichen eine Körpergröße von etwa 38 bis 40
Zentimeter und beide Geschlechter sehen nahezu gleich aus. Brust und
Bauch sind überwiegend gelb gefärbt, in der Mitte des Körpers verläuft
auf der Unterseite ein breites rotes Band. Außerdem tragen die Tiere
auf der Brust einen schwarzen Fleck, der rötlich gesäumt sein kann.
Kopf, Nacken, Rücken und Flügel sind schwarz gefärbt. Oberhalb des
Schwanzes befindet sich ein roter Fleck. Darüber hinaus tragen die Augen
einen roten Rand. Das auffälligste Körpermerkmal ist der lange Schnabel.
Der Unterschnabel ist dunkel gefärbt und etwas kürzer als der
Oberschnabel. Dieser ist an der Basis schwarz und grünlich gefärbt, zur
Spitze hin ist er an den Seiten leuchtend orangerot. An der Basis beider
Schnabelhälften befindet sich zudem ein weißer Saum. Meist trifft man
Feuerschnabelarassaris in kleinen Gruppen an. Sie durchstreifen ihren
baumreichen Lebensraum - die Vögel leben in feuchten Wäldern - gemeinsam
auf der Suche nach Nahrung. Früchte, kleine Tiere wie Insekten oder
Eidechsen sowie Vogeleier stehen auf ihrem Speiseplan. In Costa Rica kommt
eine ähnlich aussehende Vogelart vor: der
Halsband-Arassari (Pteroglossus torquatus). Foto: 06.05.2012, Carara-Nationalpark
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Fichten-Waldsänger (Blackburnian Warbler, Dendroica fusca)
Nur
11,5 Zentimeter ist der Fichten-Waldsänger groß. Auf der Körperoberseite ist
das Gefieder grauschwarz gefärbt. Helle Bereiche zieren die Flügel. Im
Gesicht, an der Kehle und an der oberen Brust ist das Gefieder bei den
Männchen kräftig gelb gefärbt, bei den Weibchen ist es dort orange. Eine
dunkelgraue Maske ziert das Gesicht. Hell bis cremeweiß ist die
Unterseite des Körpers gefärbt, an den Flanken verlaufen graue Streifen. Der kleine,
spitze Schnabel ist dunkelgrau, die Beine sind graubraun. Insekten
bilden die hauptsächliche Nahrung der Fichten-Waldsänger, Beeren und Früchte verschmäht er
ebenfalls nicht. Die Brutgebiete dieser Vogelart
liegen im Norden des amerikanischen Kontinents. Den Winter verbringen
die Tiere in den Anden oder in Venezuela sowie Panama. In Costa Rica
sind sie als Durchzügler in der Zeit vom späten August bis in den späten
Oktober sowie im April zu beobachten. Sie halten sich dort in
Bergwäldern
auf. Foto: 02.05.2012,
Monteverde
Finsch-Sittich (Crimson-fronted Parakeet, Aratinga finschi)
28 Zentimeter ist der Finsch-Sittich groß. Diese Papageienvögel
sind nahezu am gesamten Körper grün gefärbt, wobei die
Farbschattierungen je nach Körperpartie ein wenig variieren.
Die Unterschwanzdecken sind teils gelblichgrün gefärbt, die
Flügelspitzen können bläulichgrün sein. Von der Nase aus zieht
sich ein leuchtend rot gefärbter Bereich über die Stirn bis zum
Oberkopf. An den Flügeln sind auf der Oberseite am Rand kleine
rote Bereiche vorhanden, die Unterseite der Flügel ist ebenfalls
zum Teil kräftig rot gefärbt. Bei einigen Individuen finden sich
im Nacken vereinzelte kleine rote Flecken auf grünem Grund. Rund
um die Augen haben Finsch-Sittiche keine Federn, der nackte
Bereich ist hell gefärbt. Hornfarben ist der Schnabel und die
Beine und Füße sind fleischfarben. Orange ist die Iris dieser
Vögel gefärbt. Finsch-Sittiche sind sehr gesellige Tiere und sie
finden sich häufig zu großen Gruppen zusammen. Innerhalb dieser Verbände
gibt es unter den Paaren einen engen Zusammenhalt. Offene
Landschaften mit eingestreuten Bäumen im pazifischen Bereich des
Landes sind Orte, an denen man Finsch-Sittiche beobachten kann.
Doch in Costa Rica kommen sie auch im Valle Central vor, sogar
mitten in der Hauptstadt sind sie in großer Zahl anzutreffen. In
manchen Literaturquellen wird diese Vogelart auch als
Veraguasittich bezeichnet.
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Foto:
09.05.2012,
San José |
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Foto:
09.05.2012,
San José |
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Fischadler (Osprey, Pandion haliaetus)
Während
der Zugzeiten im Frühling und Herbst sowie im Winter kann man in Costa
Rica an Gewässern im Binnenland und an den Küsten den Fischadler
beobachten. Selten ist er auch im Sommer in dem Land anzutreffen, er
brütet dort jedoch nicht. Fischadler sind 50 bis 66 Zentimeter groß und
ihre Flügelspannweite kann bis zu 1,74 Meter betragen. Ihr deutscher
Name legt es bereits nahe: Diese Vögel sind auf die Jagd nach Fischen
spezialisiert. Sie fliegen über dem Wasser und stoßen mit den Fängen
durch dessen Oberfläche, wenn sie einen Fisch ausgemacht haben.
Anschließend erheben sie sich mit ihrer Beute in die Luft und sie tragen
den Fisch davon. Am Kopf und im
Nacken ist der Fischadler weiß gefärbt, die Federn tragen an ihren Enden
schwarze Spitzen. Von den Augen bis zum Nacken erstreckt
sich ein schwarzer Federbereich. Die Oberseite des Körpers ist
dunkelbraun, Bauch und Brust sind weiß gefärbt und den Schwanz ziert ein
abwechselnd helles und dunkles Streifenmuster. Stark gebogen ist der
schwarze Schnabel, die Beine sind bläulich gefärbt. Fischadler sind
weltweit auf allen Kontinenten verbreitet, nur in der Antarktis kommen
sie nicht vor. Foto: 04.05.2012, Río Tempisque
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Fischertukan (Keel-billed Toucan, Ramphastos sulfuratus)
Fischertukane
sind etwa 47 Zentimeter groß und sie gehören zu den prächtigsten
gefiederten Bewohnern Costa Ricas. Sehr imposant ist der überwiegend
grünlich bis bläulich gefärbte Schnabel, der an der Spitze seitlich
dunkelrote Flecken und im mittleren Bereich hellrote Muster aufweist.
Das Gesicht und die Kehle sowie die obere Brust sind leuchtend gelb
gefärbt, der restliche Körper ist bis auf den Bereich hinter den Beinen
glänzend blauschwarz. Hinter den Beinen sind die Federn genau
wie die der Unterschwanzdecken rot gefärbt. Um die Augen liegt ein
grüner, nackter Hautbereich. Die Fischertukane kommen in Costa Rica im karibischen
Tiefland sowie im Zentraltal vor, sie leben dort in Wäldern. Seit
einiger Zeit nimmt der Bestand dieser Tiere auch im Bereich der
Pazifikküste stetig zu. Meist kann man Fischertukane in kleinen Gruppen
beobachten, sie treten zudem oft in Trupps mit ihren nahen Verwandten,
den
Braunrückentukanen (Ramphastos swainsonii), auf. Früchte bilden die Nahrung der
Fischertukane. Das Verbreitungsgebiet dieser Vogelart reicht von
Südostmexiko bis nach Nordwestvenezuela und Nordkolumbien. Foto: 03.05.2012, Nähe
Puntarenas
Gelbbauchelaenie (Yellow-bellied Elaenia, Elaenia flavogaster)
Bis
in Höhenlagen von etwa 1.850 Meter kommt die Gelbbauchelaenie in ganz
Costa Rica vor. Die Spezies ist fast überall häufig vertreten,
vergleichsweise selten trifft man sie nur im nordwestlichen Tiefland an.
Etwa 15 Zentimeter sind die Vögel groß. Ihr Erscheinungsbild ist eher
schlicht. Einziges auffälliges Merkmal ist ihre bauschige, oft empor
stehende Federhaube. Auf der Oberseite ist der Körper olivgrün bis braun
gefärbt. Der Kopf und die Haube sind bräunlich. Steht die Haube empor,
ist ein weißer Bereich auf dem Kopf zu erkennen. Die Flügel und der
Schwanz sind graubraun gefärbt. Rund um die Augen tragen die Vögel je
einen feinen weißen Ring. Im Bereich der Kehle und Brust sind sie grau
gefärbt, der Bauch ist gelb. Bis auf die Basis des Unterschnabels, die
fleischfarben ist, ist der Schnabel schwarz; auch die Beine sind schwarz
gefärbt. Sehr ähnlich sieht die
Schopf-Elaenie (Elaenia chiriquensis) aus, sie ist jedoch
kleiner als die Gelbbauchelaenie. In Gärten, Plantagen, Sekundärwäldern
oder buschigen Landstrichen kommt diese Vogelart vor. Insekten sowie
Früchte und Samen bilden die Nahrung der Gelbbauchelaenie. Ihr
Verbreitungsgebiet reicht von Südmexiko bis nach Paraguay und
Nordargentinien. Foto: 05.02.2004, Puerto Quepos
Gelbbauch-Spateltyrann (Common Tody-Flycatcher, Todirostrum cinereum)
Sehr
häufig trifft man in ganz Costa Rica auf einen winzigen Vogel, der
aufgrund seiner leuchtend gelb gefärbten unteren Körperseite weithin
sichtbar ist: der Gelbbauch-Spateltyrann. Nur 9,5 Zentimeter lang ist
diese Vogelart und sie bringt ein Gewicht von lediglich 6,5 Gramm auf
die Waage. Der schwarze Kopf, die gelbe Kehle und die Augen mit ihrer
hellen Iris, die stark in Kontrast zum Gefieder stehen, machen diese Art
unverwechselbar. Ebenso auffällig ist das schwarzweiße Bändermuster des
Schwanzes. Die Vögel sind nahezu überall dort anzutreffen, wo sie sich
in Büschen und Bäumen verstecken können. Selbst in Städten sind sie
heimisch. Besonders hübsch ist es anzusehen, wenn die das gesamte Jahr
über verpaarten Vögel mit ihren Partnern auf einem Ast sitzen und
kuscheln. Insekten wie kleine Käfer und Fliegen bilden die Nahrung des
Gelbbauch-Spateltyranns. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von
Südmexiko über Mittelamerika bis nach Bolivien, Paraguay und
Südbrasilien. Foto: 28.04.2012, La Laguna
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Gelbhosenpipra (Red-capped Manakin, Pipra mentalis)
Sowohl
im karibischen als auch im pazifischen Tiefland Costa Ricas gehören die
Gelbhosenpipras zu den Vögeln, die ursprüngliche, feuchte Wälder
bewohnen.
Dort halten sich die zehn Zentimeter großen Tiere am liebsten im unteren
bis mittleren Bereich der Bäume auf. Lediglich in Wäldern, in denen der
Blauscheitelpipra (Lepidothrix coronata) ebenfalls vorkommt,
suchen sie eher die
höheren Bereiche der Bäume auf. Bei den Gelbhosenpipras sind die beiden
Geschlechter leicht anhand ihres Äußeren zu unterscheiden. Das Gefieder
der Männchen, die in kleinen Gruppen einen außergewöhnlichen
Balztanz (siehe
Youtube-Video) aufführen, ist überwiegend schwarz gefärbt. Eine
leuchtend rote Kappe sowie gelbe "Federhosen" verleihen ihnen ein
auffälliges Aussehen. Erheblich schlichter ist das Erscheinungsbild der Weibchen. Ihr
Gefieder ist auf der Oberseite des Körpers bräunlich oliv gefärbt, die
Unterseite ist grünlich bis gelblich oder bräunlich.
Früchte und kleine Beeren bilden die Nahrung dieser Vögel. Von Südmexiko
bis nach Panama sowie im westlichen Kolumbien und Ecuador ist die
Spezies beheimatet. Foto:
04.02.2004, Carara-Nationalpark
Gelbkopf-Karakara (Yellow-headed Caracara, Milvago chimachima)
Die
erste Beobachtung eines Gelbkopfkarakaras in Costa Rica ist im Jahre
1973 dokumentiert worden. Seitdem hat sich diese Vogelart im Tiefland sowie in
Tälern der südlichen Pazifikküste etabliert. Dass sich die
Gelbkopfkarakaras in Zukunft weiter im Land ausbreiten werden, ist
wahrscheinlich. Sie sind 41 Zentimeter groß, etwa 330 Gramm schwer und
sie ernähren sich von Mäusen, Reptilien sowie Insekten. Gern halten sich
Gelbkopf-Karakaras in der Nähe von Nutztieren auf. Kopf,
Nacken und die Unterseite des Körpers der Gelbkopfkarakaras sind gelblich bis
cremefarben, die Flügel sind dunkelbraun. Hinter den Augen erstreckt
sich je ein feiner, dunkelbrauner Streif bis zum Hinterkopf. Die
Wachshaut (Nasenhaut) ist leuchtend gelb gefärbt, was auch für die unbefiederte Bereich des
Gesichtes gilt. Der Schnabel und die Beine sind hellblau bis grünlich. Der
Schwanz ist cremefarben mit einigen dunklen Streifen. Er schließt mit
einem auffälligen breiten, schwarzen Streif ab, der mit einem sehr
feinen, hellen Saum versehen ist. Von Costa Rica bis nach
Nordargentinien und Uruguay reicht das Verbreitungsgebiet dieser
Greifvögel. Foto: 06.05.2012, Dominical
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