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Hauszaunkönig (House Wren, Troglodytes aedon)
Einem Mitteleuropäer erscheint der nur zehn Zentimeter große
Hauszaunkönig sehr vertraut, denn sein Äußeres und
sein Verhalten erinnern doch stark an den bei uns heimischen Zaunkönig
(Troglodytes troglodytes). In Costa Rica gehört der Hauszaunkönig
zu den kleineren Vertretern seiner Familie, erheblich größer
ist beispielsweise der Rotnacken-Zaunkönig.
Das braune Gefieder des kleinen Zaunkönigs, der sich - wie es der
Name bereits vermuten lässt - gern in der Nähe menschlicher
Siedlungen aufhält, enthält einige zarte Streifen auf den
Flügeln und wirkt ansonsten eintönig. Der Gesang dieses
zierlichen, optisch recht unscheinbaren Gesellen ist dafür angenehm
melodisch. Die Art kommt in Costa Rica in Höhenlagen zwischen
300 und 1.200 Meter vielerorts häufig vor. Abgesehen davon, dass
man die Art in der Nähe menschlicher Siedlungen antrifft, halten
sich die Vögel gern in Dickichten, an Waldrändern, auf Kaffeeplantagen
und in ähnlichen, dicht bewachsenen Lebensräumen auf. Durch einen
Klick auf diesen Link
gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Fortuna)
Hellroter Ara (Scarlet Macaw, Ara macao)
Insgesamt 16 Krummschnabelarten kommen in Costa Rica vor. Die beeindruckendsten
Vertreter dieser Vogelgruppe sind die Hellroten Aras. Diese 84 Zentimeter großen
Vögel tragen an weiten Teilen ihrer Körper leuchtend hellrotes
Gefieder. Betrachtet man sie, während sie über den Beobachter
hinweg fliegen, erscheinen sie nahezu vollständig hellrot, siehe Abbildung
rechts. Auf der Oberseite ihrer Flügel tragen die Tiere jeweils
gelben Bereich, der etwa in der Mitte liegt. Er wird von einem blauen
Bereich gefolgt, der sich bis zu den Spitzen der Schwungfedern
erstreckt. Auch der untere Rücken sowie die Bürzelgegend
sind blau gefärbt. Der Schnabel ist hell und im Gesicht befindet
sich ein unbefiederter Bereich, dessen Haut hell ist.
In Costa Rica kommen die Hellroten Aras heute nur noch im Bereich der
Pazifikküste vor, seit 1950 sind sie aus dem karibischen Teil des
Landes verschwunden. Vor allem rund um Carara sowie auf der Osa-Halbinsel
sind diese Waldbewohner häufig anzutreffen. Meist fliegen die
Vögel paarweise von einem Baum zum nächsten, um gemeinsam
ihre Nahrung aufzunehmen oder akrobatisch zu klettern. In der Nähe
der Bahía Drake konnte ich ein Pärchen Hellrote Aras
beim ausgelassenen Spiel in der Krone eines unbelaubten Baumes beobachten.
Die Vögel hingen kopfüber an den Ästen und hielten
im übertragenen Sinne "Händchen". Das heißt, sie hielten
sich jeweils nur mit einem Fuß am Ast fest und umgriffen mit dem
anderen Fuß denjenigen des Partners. Dabei schlugen sie mit den
Flügeln und riefen ausgelassen. Atemberaubend war es, die Tiere
im Freiflug zu sehen, der ausgesprochen majestätisch wirkt. Vor
allem angesichts solcher Beobachtungen schmerzt es ungemein, in Deutschland
Hellrote Aras in Einzelhaltung und obendrein in winzige Käfige
eingesperrt zu sehen. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto oben: Carara-Nationalpark, Foto unten:
Bahía Drake/Osa-Halbinsel)
Inkatäubchen (Inca Dove, Scardafella inca)
Im nordwestlichen Tiefland kommt das Inkatäubchen recht häufig
vor. Aus dem Südwesten des Landes verschwindet sie hingegen
zunehmend. Rund um Quepos kann man die 20 Zentimeter langen Tiere aber
mit ziemlicher Sicherheit beobachten. Dort traten sie in den 1970er Jahren erstmals in
Erscheinung, sprich sie wanderten aus den Nachbarländern ein.
Inkatäubchen sind überwiegend graubraun gefärbt. Einige
Bereiche ihres Gefieders schimmern ein wenig rosa. Der Bauch trägt
einen Hauch von cremeweiß, der Schnabel ist schwarz, die
Beine fleischfarben und die Irisringe sind auffällig rot. Am liebsten
halten sich Inkatäubchen in leicht bewaldeten Gebieten auf. Durch einen
Klick auf diesen Link
gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto links Quepos:, Foto rechts: Carara-Nationalpark)
Jacariniammer (Blue-black Grassquit, Volatinia jacarina)
Das Verbreitungsgebiet der nur zehn Zentimeter großen Jacariniammern
erstreckt sich fast über das gesamte Land. Es reicht von beiden
Küsten bis auf 1.700 Meter. Besonders gern halten
sich die zierlichen Vögel dort auf, wo sie weite Wiesen mit Gräsern
finden. Die zarten Samen der verschiedenen Grasarten bilden ihre
Hauptnahrung. Meist trifft man die Vögel in losen Gruppen oder
paarweise in den Wiesen an. Zuweilen verstecken sie sich jedoch auch
in Dickichten beziehungsweise in Maniokfeldern oder ähnlichem
Grün. Die Männchen tragen am gesamten Körper ein
metallisch glänzendes, blauschwarzes Gefieder. Ihr Schnabel ist
ebenfalls schwarz gefärbt. Seine Form ist konisch und er weist
eine feine Spitze auf. Weibliche Jacariniammern sind braun befiedert,
auch sie tragen einen schwarzen Schnabel. Die Abbildung in diesem Abschnitt
zeigt ein Männchen, das sich zum Balzen auf einen Zweig begeben
hat. Es trug seinen Gesang vor und hüpfte alle paar Sekunden
senkrecht empor. Aufgrund dieser Verhaltensweise tragen die Jacariniammern
auf der Karibikinsel Tobago,
auf der ich die Vögel ebenfalls
beobachtet
habe, den Spitznamen "Johnny Jump-up". Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Fortuna)
Kahnschnabel (Boat-billed Heron, Cochlearius cochlearius)
Ihre riesigen dunklen Augen und wuchtigen Köpfe machen die
Kahnschnäbel, die zu den Reihern gehören, unverwechselbar.
Ausgewachsene Tiere sind 51 Zentimeter großen und tragen eine
blauschwarze Federhaube, die am Hinterkopf herabhängt. Stirn
und Kehle sind weiß befiedert, der Bereich hinter den Augen
ist hellbraun mit leichtem Rostfarbton, der sich an Brust und Bauch
fortsetzt. Die Flügel sind hell aschgrau gefärbt. Das wohl
auffälligste Merkmal dieser Vogelart ist der breite, schuhförmige
schwarze Schnabel.
An Flussläufen und stehenden Gewässern kommen Kahnschnäbel
sowohl im karibischen Tiefland als auch auf der pazifischen Seite des
Landes vor. Nachts gehen die Vögel auf die Jagd nach Fischen, diese
Lebensweise lässt sich an den übergroßen Augen erkennen,
die typisch für nachtaktive Jäger sind. In kleinen Kolonien brüten
diese tagsüber recht geselligen Vögel. Während meiner
Rundreise durch Costa Rica im Januar/Februar 2004 konnte ich in einer
solchen Kolonie eine Paarung zweier Kahnschnäbel beobachten (siehe
Foto ganz rechts). Auch ein Nest mit noch recht jungem Nachwuchs befand sich
ganz in der Nähe. (Sämtliche Fotos Fortuna/Schutzgebiet
des Ojoche-Projektes)
Kanadareiher (Great Blue Heron, Ardea herodias)
Ein großer, geradezu gravitätischer Vogel ist der Kanadareiher.
Seine Körpergröße von 132 Zentimeter macht ihn
unübersehbar. Das Gefieder dieser Wasservögel ist am Kopf
weiß, hinten verläuft ein breiter, schwarzer Streifen. Die
Krone ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Im Nacken ist der
schwarze Streifen mittig mit einem weißen durchsetzt, das Gefieder
rundherum ist graubraun. Körper und Flügel sind ebenfalls
blaugrau gefärbt, an der Seite der Brust befinden sich ein paar
schwarze Flecken. Auffällig sind die gelben Irisringe sowie der
gelbliche Schnabel; die Beine der Kanadareiher sind schwarz. Die
Vögel sind relativ seltene, aber in vielen Bereichen des Landes auffindbare Wintergäste.
Sie halten sich am liebsten im Tiefland und in mittleren
Höhen des Zentraltals auf. Meist trifft man sie einzeln an einem
Süß- oder Salzwasserlauf beziehungsweise an einem stehenden
Gewässer an. Auch in Marschen oder überfluteten Feldern gehen
sie auf Nahrungssuche. Auf ihrem Speisezettel stehen neben Fischen unter
anderem auch Frösche, Krustentiere oder große Insekten.
(Foto links: Bahía Drake/Osa-Halbinsel, Foto rechts: Río
Tarcoles in der Nähe des Carara-Nationalparks)
Kapuzenwollrücken (Black-hooded Antshrike, Thamnophilus bridgesi)
Im westlichen Teil des Landes von der Küste bis in Höhenlagen
von 1.100 Meter ist der Kapuzenwollrücken ein vielerorts anzutreffender
Bewohner. Nördlich von Carara kommt die Art selten vor, ihr Verbreitungsgebiet
liegt eher südlich dieser Gegend. Die 16,5 Zentimeter großen
Vögel halten sich gern in Dickichten und an Waldrändern auf. Dort
tragen die Männchen am frühen Morgen unter vollem Körpereinsatz
ihren Gesang vor. Wenn man sie dabei beobachtet, kann man sehen, dass bei
jedem Ton ihr Hinterleib im Takt mitwippt, was dem Ganzen eine etwas komische Note
verleiht. Männchen tragen auf der gesamten Oberseite, am Kopf und
an der Brust schwarzes Gefieder, die restliche Unterseite des Körpers
ist schieferfarben befiedert. Auf den Flügeln befinden sich bei
den Männchen einige kleine weiße Punkte. Die Weibchen, siehe
Abbildung in diesem Abschnitt, sehen ähnlich aus. Sie tragen auf dem dunklen
Gefieder überwiegend im Bereich des Kopfes einige helle Streifen.
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Manuel Antonio)
Kletterwaldsänger (Black-and-White Warbler, Mniotilta varia)
Vom nordamerikanischen Kontinent kommend, treffen in der Zeit von August bis Oktober
die Kletterwaldsänger in Costa Rica ein, um den Winter in wärmeren Gefilden
zu verbringen. Ende März bis Mitte April beginnt der Zug dieser
Vögel zurück gen Norden in ihre Brutgebiete. In Costa Rica halten sich die 13 Zentimeter
kleinen Waldsänger am liebsten in Wäldern auf, in denen es
große Bäume gibt. An diesen klettern sie umher, meist sogar
kopfüber (siehe Foto). Das Gefieder der Männchen ist an der Oberseite
und auf den Flügeln schwarzweiß gestreift, die Unterseite
ist überwiegend rein weiß. Der Schnabel ist kurz, gerade
und schwarz gefärbt. Weibchen tragen nicht so viele schwarze Streifen,
wodurch sie insgesamt etwas blasser wirken als die Männchen. Einige der Streifen
sind bei ihnen zudem eher grau als schwarz. In der Abbildung
in diesem Abschnitt ist ein Männchen zu sehen. (Foto: Finca Ecológica/Santa Elena)
Kopfbindentyrann (White-ringed Flycatcher, Conopias parva)
Im karibischen Tiefland ist der Kopfbindentyrann in manchen Gebieten
ein recht häufig anzutreffender Vogel. Sein Verbreitungsgebiet
reicht bis in Höhen von 600 Meter. Östlich des
Río Frío, wo die Landschaft recht trocken ist, kommen die
Vögel nahezu nicht vor. Kopfbindentyrannen sind 16 Zentimeter
groß, wiegen 24 Gramm und wie viele ihrer Verwandten tragen sie
ein leuchtend gelbes Federkleid an Bauch und Brust. Die Flügel
sind bräunlich gefärbt, der Kopf ist ebenfalls braun mit einem
leichten Graustich. Über den Augen tragen sie auf beiden Seiten je
einen breiten weißen Streif. Im Nacken treffen sich diese Streife
und bilden dadurch einen nahezu geschlossenen Ring beziehungsweise
eine Kopfbinde (siehe Foto). Auf dem Oberkopf ist ein graubrauner
Gefiederbereich vorhanden. Die Schnäbel der Kopfbindentyrannen sind
schwarz. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Río Frío/Los Chiles)
Krabbenbussard (Common Black Hawk, Buteogallus anthracinus)
Als Land bewohnendes Schalentier lebt man gefährlich, wenn ein
Krabbenbussard in der Nähe ist. Diese 56 Zentimeter großen
Vögel ernähren sich fast ausschließlich von Krabben.
Ergänzt wird diese Kost um Reptilien, Frösche und frisch
geschlüpfte Meeresschildkröten. Das Gefieder dieser
Greifvögel ist schiefergrau gefärbt. Die Beine und der
Schnabel sind gelb gefärbt und stehen somit in starkem Kontrast
zum dunklen Federkleid. Im Flug ist ein weißes Band an den
Flügeln zu erkennen. Entlang beider Küsten ist der Krabbenbussard
ein gewöhnlicher, recht häufig vorkommender Vogel. Im Binnenland
ist er hingegen nur extrem selten anzutreffen. Man findet die Vögel
praktisch immer in der Nähe von Wasser, sie sitzen mitunter
tief unten im Geäst oder in Dickichten und lauern dort ihrer
Beute auf. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Fotos: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)
Krabbenreiher (Yellow-crowned Night Heron, Nycticorax violaceus)
Im gesamten Land trifft man in der Nähe von Gewässern den
Krabbenreiher an. Unter den Vögeln sind sowohl Standvögel
als auch im Winter Zuzügler, die die kalte Jahreszeit im warmen
Costa Rica verbringen. Krabbenreiher sind 61 Zentimeter groß
und haben einen auffallend großen Kopf mit einem dicken Schnabel.
Der Kopf der Alttiere ist schwarz, im Bereich der Stirn sind die
Federn bauschig und weiß. Nacken und Unterseite sind grau befiedert,
die Federn der Flügel sind dunkelgrau mit einem silbrigen Rand.
Krabbenreiher sind am Tage aktiv und oftmals einzeln anzutreffen,
da sie weniger sozial sind als manch andere Reiherart. Zum Ausruhen
halten sich die Vögel gern in Mangroven oder in den Zweigen der
Bäume von Galeriewäldern auf. Krabben und Krebstiere bilden
die hauptsächliche Nahrung dieser Vögel. (Foto: Manuel
Antonio)
Kuhreiher (Cattle Egret, Bubulcus ibis)
Überall auf Costa Ricas Weideflächen sowie auf Wiesen und
Lichtungen sieht man schon von weitem zahlreiche weiße
Vögel: Kuhreiher. Mit ihrer Körpergröße von 51
Zentimeter sind sie zwar eher durchschnittlich große Vertreter
ihrer Familie. Durch ihr am gesamten Körper weißes Gefieder
sind sie jedoch besonders auffällig. Am Kopf befindet sich ein
orange bis hell rostrot gefärbter Bereich. Der Schnabel ist ebenso
wie die Irisringe gelb gefärbt, die Beine sind dunkel. Kuhreiher
ernähren sich überwiegend von Grashüpfern und anderen
Insekten, die beispielsweise von weidenden Rindern aufgeschreckt werden.
Aufgrund ihrer Ernährungsgewohnheiten halten sich Kuhreiher gern
auf Wiesen und Weiden in der Nähe von Nutzvieh auf. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto:
Nähe Arenal-Nationalpark)
Langschwanzhäher (White-throated Magpie-Jay, Calocitta formosa)
Im Bereich der nordpazifischen Küste ist der Langschwanzhäher
häufig anzutreffen. Diese Vogelart hält sich dort im Tiefland
bis in Höhenlagen von etwa 800 Meter auf. Am liebsten fliegen die
Vögel in Gruppen umher, wobei sie mitunter ziemlich laut sind.
Langschwanzhäher sind 46 Zentimeter groß, wobei ein Großteil
ihrer Körpergröße auf die ausladenden Schwanzfedern
entfällt. Diese sind blau gefärbt. An der Vorderseite sind
die Tiere weiß, an der Brust tragen sie einen dunklen Ring. Flügel
und Rücken sind ebenfalls blau. Das Gesicht ist weiß, der
Schnabel, die Beine und die Augen schwarz. Bei manchen Individuen sind
die Federn am vorderen Kopf schwarz oder grau. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Nähe
Arenal-Nationalpark)
Linienspecht (Lineated Woodpecker, Dryocopus lineatus)
Eine der beiden Spechtarten, die leuchtend rote Federhauben tragen,
ist der 33 Zentimeter große Linienspecht. Diese Art ist der
zierlichere der beiden "Rotschöpfe". Rücken, Flügel und
Schwanz der Linienspechte sind dunkelgrau bis schwarz gefärbt. Im
Bereich der Schnabelwurzel beginnt an jeder Seite je ein weißer
Streif, der sich diagonal in den Nacken erstreckt, dort die Richtung
ändert, zur Schulter verläuft und dort abermals nach
hinten abknickt. Etwa im Bereich des mittleren Rückens enden die
weißen Linien. Die Kehle ist weiß mit feinen schwarzen
Linien, der Brustbereich dunkelgrau und der Bauch weiß mit grauen
Linien. Die Stirn ist schwarz, die hellen, zartgelben Irisringe stehen
dazu in starkem Kontrast. Der Schnabel und die Beine sind grau
gefärbt. Zwei Zehen zeigen nach vorn, zwei nach hinten, wie es
für die allermeisten Spechtarten der Welt üblich ist.
Das Verbreitungsgebiet der Linienspechte liegt im Tiefland beider
Landeshälften und erstreckt sich bis in Höhenlagen von etwa
1.100 Meter. Besonders oft kann man diese Vögel im Bereich
von Lichtungen beobachten. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Playa Tortuga)
Mangroveschwalbe (Mangrove Swallow, Tachycineta albilinea)
In beiden Landeshälften kommen die Mangroveschwalben
an Flussläufen beziehungsweise anderen Gewässern vor. Die
Vögel bevorzugen weite, stille Wasserflächen, um darüber
fliegend nach Insekten jagen zu können. Sie bewegen sich meist dicht über
der Wasseroberfläche und fliegen geschickte Kurven. Zum Ausruhen
nutzen die Vögel gern aus dem Wasser ragende Baumreste und Felsen. Mangroveschwalben
sind 13 Zentimeter groß und 14 Gramm schwer. Das Gefieder ihrer
Oberseite ist dunkel stahlgrün gefärbt, auch der Nacken,
Kopf und die Stirn sind in dieser Farbe befiedert. Gesicht, Brust,
Bauch und Bürzelgegend sind weiß. Im Bereich zwischen Auge
und Nase liegt an jeder Seite je ein feiner weißer Streif,
auch an den Flügeln befinden sich weiße Bereiche, siehe
Abbildungen. Schnabel und Beine sind schwarz gefärbt. (Foto
links: Caño Negro, Foto rechts: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)
Montezumastirnvogel (Montezuma Oropendola, Psarocolius montezuma)
Allein schon durch ihre Körperlänge von 50 Zentimeter fallen
diese Vögel auf, sofern man sie im dichten Grün ausmacht. Wenn
sie ihre Stimme erheben und ihre unverwechselbaren Rufe erklingen lassen, kann
man sie ohne hinzuschauen von anderen Vogelarten unterscheiden. Ihr
Verbreitungsgebiet innerhalb von Costa Rica liegt im karibischen Tiefland
sowie im Zentraltal. Das Körpergefieder dieser Vögel
ist je nach Körpergegend schwarz bis bräunlich, der Schwanz ist an den Außenseiten gelb gefärbt.
Im Gesicht tragen die Vögel einen unverkennbaren unbefiederten,
hellen Bereich, die Schnäbel sind an der Wurzel schwarz und
etwa ab der Mitte bis zur Spitze gelb gefärbt. Durch einen
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Sounds of Costa Rica". (Foto links: Selva
Verde, Foto rechts: Nähe Braulio-Carrillo-Nationalpark)
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