Costa RicaVögel - Teil 5
 

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          Morgenammer (Rufous-collared Sparrow, Zonotrichia capensis)

Morgenammer im ersten Morgenlicht Morgenammer Das Hochland zwischen 600 und 3.000 Meter, lokal hinunter bis auf 400 Meter, ist die Heimat der Morgenammer. Diese 13,5 Zentimeter großen Vögel sind in ihrem Verbreitungsgebiet relativ häufig anzutreffen und aufgrund ihres typischen Gefiedermusters recht leicht zu bestimmen beziehungsweise von anderen Vogelarten zu unterscheiden. Besonders charakteristisch ist der rostrote Kragen, aber auch das schwarzweiße Streifenmuster auf dem Kopf sowie der rostrot bis braun gefärbte Körper sind für die Morgenammern typisch. Morgens gehören sie zu den ersten Vögeln, die mit ihrem Gesang die aufgehende Sonne begrüßen. (Foto links: Santa Elena, Foto rechts: San José in den ersten Strahlen der Morgensonne)

Moschusente (Muscovy Duck, Cairina moschata)

Moschusenten Die beiden Geschlechter der Moschusenten tragen nicht nur ein unterschiedliches Gefieder, sie sind zudem auch verschieden groß. Männchen messen stattliche 86 Zentimeter, wohingegen die Weibchen nur 64 Zentimeter groß sind. Die Oberseite der Vögel ist dunkelgrau bis schwarz gefärbt, die Federn weisen einen starken, metallischen dunkelgrünen Schimmer auf. Weiße Bereiche liegen an den oberen und unteren Flügeldecken. Auf dem Kopf der männlichen Moschusente befindet sich eine auffällige Haube; zudem ist ihr Gesicht nackt, die Haut ist schwarz und trägt rote warzenähnliche Auswüchse. Der Schnabel ist schwarz und hell gebändert. Das Foto zeigt zwei männliche Moschusenten. In Costa Rica sind die Moschusenten zwar in Bezug auf das Gebiet, in dem sie vorkommen, weit verbreitet. Dort sind sie jedoch nur in geringer Zahl anzutreffen. Besonders gern halten sich die Vögel an bewaldeten Wasserläufen auf. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Nähe Arenal-Nationalpark)

Nachtreiher (Black-crowned Night Heron, Nycticorax nycticorax)

Nachtreiher Mit seiner Körpergröße von 64 Zentimeter gehört der Nachtreiher zu den mittelgroßen Vertretern seiner Familie. Die Krone und der Rücken dieser Vogelart sind schimmernd schwarz befiedert, Schwanz und Flügel sind blassgrau. Der restliche Kopf, die Unterseite des Körpers sowie der Hals-Nacken-Bereich sind weiß gefärbt. Im Gesicht tragen sie stellenweise kein Gefieder, die Haut ist dort grünlich-gelb. Ihre Irisringe sind rot, die Schnäbel überwiegend schwarz und die Beine gelb. Während der Brutsaison sind die Gesichtshaut und die Beine heller, außerdem tragen sie dann einige lange Federn am Körper. Nachtreiher verbringen den Winter in Costa Rica, sie sind in der Zeit von Oktober bis März vor allem im nördlichen Tiefland der pazifischen Seite des Landes anzutreffen. Im karibischen Tiefland sind sie hingegen seltener zu finden. Tagsüber ruhen sich die Vögel in Galeriewäldern, Mangroven oder Gebüschen in der Nähe von Gewässern oder Wasserläufen aus. Nachts gehen sie auf die Jagd nach ihrer Beute, die hauptsächlich aus Fischen und Fröschen besteht. (Foto: Río Frío/Los Chiles)

Olivenscharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax olivaceus)

Olivenscharben Olivenscharbe Am Río Frío und im Feuchtgebiet Caño Negro ist die Olivenscharbe sehr häufig anzutreffen. Diese 66 Zentimeter großen Wasservögel bringen das stattliche Gewicht von einem Kilogramm auf die Waage. Sie gehören zur Familie der Kormorane. Ihr Gefieder ist nicht mit einer Fettschicht imprägniert, wie dies etwa bei Enten der Fall ist. Folglich perlt das Wasser nicht ab. Während sie nach ihrer Beute - diese besteht aus Fischen - tauchen, saugen sich ihre Federn mit Wasser voll. Dadurch müssen die Olivenscharben weniger Kraft aufwenden, um unter Wasser zu bleiben. Nach den Tauchgängen müssen die Vögel ihr Gefieder mit ausgebreiteten Schwingen in der Sonne trocknen lassen (siehe Foto rechts), weil sie sonst beim nächsten Tauchgang ertrinken könnten. Das Federkleid der Olivenscharbe ist am gesamten Körper glänzend schwarz. Die Füße sind mit deutlich sichtbaren Schwimmhäuten ausgestattet, die Haut ist schwarz gefärbt. Auch der Schnabel ist bei dieser Vogelart schwarz gefärbt, manche Individuen haben einen grauen Schnabel. Besonders auffällig sind die grünlich-bläulichen Irisringe sowie der gelbe Bereich an der unteren Schnabelwurzel. (Fotos: Río Frío/Los Chiles)

Palmentangare (Palm Tanager, Thraupis palmarum)

Palmentangare Landesweit gehört die 16 Zentimeter große, in verschiedenen Schattierungen oliv gefärbte Palmentangare zu den häufigsten Vögeln. Sie kommt vor allem in offenen, weiten Lebensräumen oder lichten Wäldern bis auf eine Höhe von etwa 1.500 Meter vor. Wie der Name es bereits vermuten lässt, halten sich Palmentangaren gern in der Nähe von oder auf Palmen auf. Rund um künstlich angelegte Futterstellen trifft man diese Art regelmäßig an, da sich die Vögel von Früchten ernähren. Aus der Nähe betrachtet, erkennt man ihren schwarzen Schnabel sehr gut, der ein weiteres typisches Merkmal dieser Spezies darstellt. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Palmar Sur)

Panamaammer (Black-striped Sparrow, Arremonops conirostris)

Panamaammer Im gesamten karibischen Landesteil sowie im südlichen Bereich der Pazifikküste leben die Panamaammern. Diese 16,5 Zentimeter großen Vögel halten sich am liebsten in Dickichten und auf mit Büschen bestandenen Wiesen auf. Auf ihrem Speisezettel stehen neben Beeren und Samen auch Insekten. Die Vorderseite der Vögel ist hellgrau, die Kehle heller. Am Kopf tragen Panamaammern mehrere schwarze Streifen, siehe Abbildung rechts. Rücken, Schwanz und Flügel sind oliv gefärbt, der Schnabel ist schwarz. Die Irisringe sind rotbraun und stehen in Kontrast zu den grauen Gefiederbereichen am Kopf. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)

Panamatyrann (Panama Flycatcher, Myiarchus panamensis)

Panamatyrann In den Mangrovenbereichen an der Pazifikküste ist der Panamatyrann weit verbreitet und häufig vertreten. Die 19 Zentimeter großen Vögel sind auf dem Kopf und im Nacken matt oliv gefärbt. Das Gesicht, die Kehle sowie die Brust sind dunkelgrau. Flügel und Schwanz sind braun und der Bauch ist zart gelb befiedert. Nahezu der gesamte Schnabel ist schwarz, einzig die Wurzel des Unterschnabels ist bei manchen Individuen hellrosa gefärbt (siehe Abbildung rechts). Von ihren Ansitzen in den Mangroven aus fliegen die Vögel los und fangen im Flug Insekten, die sich in der Nähe von Wasserflächen oder fließenden Gewässern aufhalten. Neben Insekten stehen aber auch viele Beeren auf dem Speiseplan der Panamaryrannen. Mitunter laufen und hüpfen die Vögel über den Boden oder Mangrovenwurzeln, wie man es ansonsten nur von Vertretern der Drosseln (Turdus) kennt. (Foto: Playa Tortuga)

Passerinitangare (Scarlet-rumped Tanager, Ramphocelus passerinii)

Passerinitangare, Männchen Passerinitangare, Weibchen Im karibischen Tiefland sowie an der südlichen Pazifikküste bis hinauf nach Carara ist die Passerinitangare heimisch. Die Tiere sind in Höhenlagen von der Küste bis auf 1.200 Meter, selten 1.700 Meter, anzutreffen. Männchen und Weibchen dieser 16 Zentimeter großen Vogelart sehen völlig unterschiedlich aus. Die Männchen, siehe rechte Abbildung, tragen fast am gesamten Körper ein samtschwarzes Gefieder. Der Rücken und die Gegend um den Bürzel sind leuchtend scharlachrot gefärbt. Vögel, die an der Pazifikküste vorkommen, weisen einen Orangestich im roten Gefieder auf. Der Schnabel ist überwiegend schwarz und glänzend, die Irisringe sind bei den Männchen rot.

Passerinitangare, Weibchen Weibliche Vögel (siehe linke der beiden oberen Abbildungen) sehen bei beiden Rassen leicht unterschiedlich aus. Pazifische Vögel sind etwas dunkler gefärbt als die karibischen. Die oben abgebildete Vogeldame hielt sich im Bereich der Pazifikküste auf, war jedoch wie ein Mitglied der karibischen Rasse gefärbt. Die Kehle ist hellgrau, die Brust orange. Diese Farbe ging zum Bauch in ein helles Braun über. Kopf, Flügel und Schwanz sind braun. Der untere Rücken und die obere Schwanzdecke waren ebenfalls hellbraun. Bei den Weibchen sind die Irisringe rötlichbraun gefärbt. Normalerweise sehen die Weibchen der pazifischen Rasse mehr rötlich aus, sie haben überdies keine hellgraue Kehle (siehe Abbildung in diesem Absatz). (Fotos: Quepos)

Pauraquenachtschwalbe (Common Pauraque, Nyctidromus albicollis)

Pauraquenachtschwalbe Die Tage verschlafen die Pauraquenachtschwalben, denn wie ihr Name es bereits vermuten lässt, sind sie im Dunkeln aktiv. Ihr Gefieder ist perfekt an die Farbe der Rinde vieler Baumarten angepasst, weshalb man die reglos auf den Ästen schlafenden Vögel tagsüber nur schwer entdecken kann. Das nebenstehende Foto zeigt eine schlafende Pauraquenachtschwalbe, die ich von einem fahrenden Boot aus fotografiert habe, weshalb das Bild leider leicht unscharf ist. Man sieht das Tier von hinten rechts, der Schwanz und der rechte Flügel sowie der Rücken sind zu erkennen. Die Vögel werden 28 Zentimeter groß und 55 Gramm schwer. Ihr Gefieder ist auf der Oberseite graubraun gefärbt und mit grauen bis dunkelgrauen Bereichen durchsetzt. Der Bauch ist hellbraun und trägt graue Wellen, da die Federenden grau gesäumt sind. Die Kehle ist weiß gestreift, das Kinn ist wie der Bauch gefärbt. Besonders auffällig sind die großen, schwarzen Augen, der Schnabel ist zwar kurz, dafür aber recht breit. Im Arenal-Nationalpark gelang mir die Beobachtung dieser faszinierenden Vögel im Dunkeln. Ihre Augen leuchteten im Schein der Taschenlampe geheimnisvoll auf, während die Vögel am Boden saßen. Oft waren ihre Rufe zu hören, als ich zusammen mit meiner Vogelbeobachtungsgruppe am Abend den Nationalpark durchwanderte. Pauraquenachtschwalben kommen im gesamten Land teils recht häufig vor. Sie sind von der Küste bis in Höhenlagen von 1.700 Meter anzutreffen. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Río Frío/Caño Negro)

Purpurdegenflügel (Violet Sabrewing, Campylopterus hemileucurus)

Purpurdegenflügel, Männchen Eine ausnehmend schöne Erscheinung ist der 15 Zentimeter große Purpurdegenflügel. Diese Kolibriart ist in den Bergen beider Landeshälften in Höhenlagen von 1.500 bis 2.400 Meter anzutreffen. Selten halten sich die Vögel niedriger auf, wobei sie gelegentlich bis auf 1.000 Meter vorkommen. Für Vertreter der Kolibris sind diese Vögel recht stattlich. Die Männchen, siehe nebenstehende Abbildung, tragen am Kopf, Nacken, oberen Rücken sowie an der Vorderseite ein schimmerndes, metallisch glänzendes violett gefärbtes Gefieder. Der untere Rücken, die Flügel und der Schwanz sind dunkelgrün - und wie für Kolibrifedern üblich, weisen sie ebenfalls einen metallischen Schimmer auf. Die äußeren drei Schwanzfedern sind weiß. Der lange Schnabel ist schwarz und nach unten gebogen. Direkt hinter den Augen liegen zwei kleine, weiße Gefiederbereiche. Weibchen sind auf der Körperoberseite bis hinauf zum Kopf hellgrün gefärbt. Ihr Bauch ist cremeweiß, die äußeren drei Schwanzfedern sind an beiden Seiten weiß. Die Kehle ist grau, von der Schnabelwurzel zieht sich auf jeder Seite des Kopfes ein grauer Unteraugenstreif bis knapp hinter die Augen entlang. Auch die Weibchen tragen hinter den Augen einen kleinen weißen Gefiederbereich. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Santa Elena)

Purpurkehlnymphe (Purple-throated Mountain Gem, Lampornis calolaema)

Purpurkehlnymphe, Weibchen Purpurkehlnymphe, Männchen Nur 10,5 Zentimeter sind diese Kolibris groß. Männchen wiegen sechs Gramm, die Weibchen bringen nur 4,8 Gramm auf die Waage. Bei den Männchen ist die Krone glänzend blassblau bis grünlich gefärbt, der Rest der Oberseite ist hell bronze-grün. Kinn und Kehle sind violett, der Bauch und die Brust dunkelgrün und der Bereich rund um die Kloake grau gefärbt. An den Wangen sind die Federn glitzernd grün, bei manchen Vögeln sind sie etwas verwaschener grün gefärbt. Der Schwanz ist blauschwarz und der Schnabel ebenfalls schwarz gefärbt. Hinter den Augen befindet sich je ein weißer Streif. Die Weibchen sind völlig anders gefärbt. Die weißen Streifen hinter den Augen sind bei ihnen erheblich deutlicher ausgeprägt. Die Wangen sind hellbraun, Kinn, Brust und Bauch sind in derselben Farbe befiedert. Die Kloakengegend ist auch bei ihnen grau, Oberkopf und Rücken sowie die Flügel sind grün. Der Schwanz ist blauschwarzund der Schnabel schwarz gefärbt. In der nördlichen Gebirgskette sind diese Vögel recht häufig anzutreffen, sie halten sich auf der karibischen Seite bevorzugt in Höhenlagen oberhalb von 800 Meter auf. Tiere, die auf der pazifischen Seite leben, sind oberhalb von 1.000 Meter anzutreffen. Auch im zentralen Gebirgsmassiv kommen die Purpurkehlnymphen vor. (Fotos: Santa Elena)

Quetzal (Resplendent Quetzal, Pharomachrus mocinno)

Quetzal, Männchen Quetzal, Männchen Für viele Menschen gilt der männliche Quetzal als der schönste Vogel Costa Ricas. Obwohl im Grunde alle Vögel ihre ganz eigene Schönheit besitzen, kann man angesichts eines Quetzals nur in ehrfürchtiges Staunen verfallen. Die Tiere sind 36 Zentimeter groß, wobei die Männchen rund um die Brutsaison zudem einen 64 Zentimeter langen Schwanz tragen. In den nebenstehenden Abbildungen ist je ein Männchen zu sehen. Der leuchtend rote Bauch ist zu erkennen, auch die grün-blaue Brust sowie die im selben Farbton gefärbten Mantelfedern. Da diese Federn metallisch glänzend schimmern, sehen sie je nach Lichteinfall mehr grün oder mehr blau aus. Der Kopf des Quetzal-Männchens mit den großen, schwarzen Augen ist im selben Farbton befiedert, die Schnabel ist zierlich geformt und elfenbeinfarben. Der Schwanz ist grün, nur die weiße Unterschwanzdecke setzt sich davon ab. Quetzal-Weibchen sind grün in unterschiedlichen Schattierungen gefärbt. Die Unterschwanzdecke ist bei ihnen teilweise rot und teilweise schwarzweiß gestreift. Ihr Schnabel wirkt größer, da ihr Kopfgefieder nicht so buschig ist wie das der Männchen, außerdem ist er erheblich dunkler gefärbt. In den hoch gelegenen, feuchten Wäldern des Landes ist der Quetzal ein relativ häufig vorkommender Vogel. An den meisten Stellen trifft man die Vögel nur in Höhenlagen von mindestens 1.200 Meter an. (Fotos: Santa Elena)

Rabengeier (American Black Vulture, Coragyps atratus)

Rabengeier Rabengeier Angesichts der geradezu unglaublich vielen Geier, die man in Costa Rica allerorten beobachten kann, drängt sich die Frage auf, woher die Vögel die tägliche Nahrung nehmen. Es steckt in den Köpfen der meisten Menschen, dass Geier grundsätzlich nur Aas fressen. Bei den Rabengeiern stimmt das nicht, denn sie ernähren sich beispielsweise auch von Früchten und sind überdies die größte Bedrohung für frisch geschlüpfte Meeresschildkröten. Ihr gänzlich schwarzer Körper sowie die schwarze Haut im Bereich des Kopfes haben den 64 Zentimeter großen Rabengeiern ihren Namen eingebracht. Sie halten sich besonders gern in der Nähe von Städten auf, aber auch in offenen Landschaften. In Waldgebieten sind sie hingegen seltener anzutreffen. (Fotos: Arenal-See Nähe Arenal-Nationalpark)

Riefenschnabelani (Groove-billed Ani, Crotophaga sulcirotris)

Riefenschnabelani Auf den ersten, flüchtigen Blick könnte man die Riefenschnabelanis für Dohlengrackeln halten, wäre da nicht die ungewöhnliche Schnabelform. Die 30 Zentimeter langen, schwarz gefärbten Vögel tragen einen von der Seite betrachtet recht großen, flächigen Schnabel, der einige mehr oder minder geschwungen verlaufende Rillen aufweist. Das Gefieder ist am gesamten Körper mit einem leicht metallischen Blauschimmer überhaucht. In ganz Costa Rica kann man diese Vögel von der Küste bis in Höhenlagen von 2.300 Meter beobachten. Gern halten sie sich auf Rasenflächen und Weiden auf, wo sie sich von Samen ernähren. Dabei laufen sie auf dem Boden herum und hüpfen unvermittelt in die Höhe, um Ähren zu sich hinab zu biegen, indem sie sie mit den Schnäbeln greifen. Vom nahe verwandten Glattschnabelani, mit dem sie sich den Bereich im Südwesten des Landes teilen, kann man sie anhand der Körpergröße, der Gefiederfarbe und der Schnabeloberfläche sowie nicht zuletzt mit Hilfe der Lautäußerungen unterscheiden. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Fortuna)

Riesentagschläfer (Great Potoo, Nyctibius grandis)

Riesentagschläfer Eine stattliche Größe von 51 Zentimeter weist der Riesentagschläfer auf. Wie der Name es bereits vermuten lässt, verschlafen diese 600 Gramm schweren Vögel die helle Tageszeit. Nachts gehen sie auf die Jagd nach fliegenden Nachtinsekten wie Käfer und Motten. Das Gefieder dieser Vögel, die am Tage reglos und oft mit erhobenem Haupt sowie nach oben gestrecktem Schnabel auf Ästen sitzen, ist blassgrau und blassbraun gefärbt. Außerdem trägt es einige dunkelgraue Streifen, da einige Federn in dieser Farbe gesäumt sind. Vor allem im karibischen Tiefland, aber auch auf der Osa-Halbinsel und in den Gebieten zwischen diesen beiden Bereichen kommen die Vögel vor. Sie halten sich vorzugsweise weit oben in den Baumkronen auf. (Foto: Río Frío/Caño Negro)

Rostbauchguan (Crested Guan, Penelope purpurascens)

Rostbauchguan Einst kam der Rostbauchguan im gesamten Land bis in Höhenlagen von 1.200 Meter auf der Karibikseite und bis in Höhen von 1.850 Meter auf der Pazifikseite vor. Seit einige Waldgebiete Costa Ricas abgeholzt wurden, ist die Vogelart aus diesen Arealen verschwunden, denn sie ist eng an intakte, dichte Wälder mit viel Dickicht gebunden. In kleinen Gruppen von sechs bis acht Vögeln durchstreifen die Tiere ihren Lebensraum, oft sieht man zwei Tiere (Paare) dicht beieinander im Geäst der Bäume stehen oder klettern. Der Körper des Rostbauchguans ist 86 Zentimeter lang und 1,7 Kilogramm schwer. Fast am gesamten Körper ist das Gefieder der Vögel dunkel olive-braun. Da die Federn weiße Spitzen aufweisen, sieht das Gefieder entsprechend gesprenkelt aus. Auf den Flügeln und auf dem Rücken liegt ein grünlicher Schimmer, der untere Rücken, Unterbauch und der Schwanz tragen einen dunkelroten Schimmer. Die Irisringe sind rot, die Gesichtshaut dunkelgrau bis staubfarben, der Schnabel ist dunkel und die Beine dunkel korallenfarben. Besonders auffällig ist der leuchtend rote Kehllappen. (Foto: Nähe Arenal-Nationalpark)

 
                 

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