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Morgenammer (Rufous-collared Sparrow, Zonotrichia capensis)
Das Hochland zwischen 600 und 3.000 Meter, lokal hinunter bis auf 400
Meter, ist die Heimat der Morgenammer. Diese 13,5 Zentimeter großen
Vögel sind in ihrem Verbreitungsgebiet relativ häufig anzutreffen
und aufgrund ihres typischen Gefiedermusters recht leicht zu bestimmen beziehungsweise
von anderen Vogelarten zu unterscheiden. Besonders
charakteristisch ist der rostrote Kragen, aber auch das schwarzweiße
Streifenmuster auf dem Kopf sowie der rostrot bis braun gefärbte
Körper sind für die Morgenammern typisch. Morgens
gehören sie zu den ersten Vögeln, die mit ihrem Gesang die
aufgehende Sonne begrüßen. (Foto links: Santa Elena, Foto
rechts: San José in den ersten Strahlen der Morgensonne)
Moschusente (Muscovy Duck, Cairina moschata)
Die beiden Geschlechter der Moschusenten tragen nicht nur ein unterschiedliches
Gefieder, sie sind zudem auch verschieden groß. Männchen
messen stattliche 86 Zentimeter, wohingegen die Weibchen nur 64 Zentimeter
groß sind. Die Oberseite der Vögel ist dunkelgrau bis
schwarz gefärbt, die Federn weisen einen starken, metallischen
dunkelgrünen Schimmer auf. Weiße Bereiche liegen an den
oberen und unteren Flügeldecken. Auf dem Kopf der männlichen
Moschusente befindet sich eine auffällige Haube; zudem ist ihr Gesicht nackt,
die Haut ist schwarz und trägt rote warzenähnliche Auswüchse.
Der Schnabel ist schwarz und hell gebändert. Das Foto zeigt zwei
männliche Moschusenten. In Costa Rica sind
die Moschusenten zwar in Bezug auf das Gebiet, in dem sie vorkommen,
weit verbreitet. Dort sind sie jedoch nur in geringer Zahl anzutreffen.
Besonders gern halten sich die Vögel an bewaldeten Wasserläufen
auf. Durch einen
Klick auf diesen Link
gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Nähe Arenal-Nationalpark)
Nachtreiher (Black-crowned Night Heron, Nycticorax nycticorax)
Mit seiner Körpergröße von 64 Zentimeter gehört
der Nachtreiher zu den mittelgroßen Vertretern seiner Familie.
Die Krone und der Rücken dieser Vogelart sind schimmernd schwarz
befiedert, Schwanz und Flügel sind blassgrau. Der restliche Kopf,
die Unterseite des Körpers sowie der Hals-Nacken-Bereich sind
weiß gefärbt. Im Gesicht tragen sie stellenweise kein
Gefieder, die Haut ist dort grünlich-gelb. Ihre Irisringe sind
rot, die Schnäbel überwiegend schwarz und die Beine gelb.
Während der Brutsaison sind die Gesichtshaut und die Beine heller,
außerdem tragen sie dann einige lange Federn am Körper.
Nachtreiher verbringen den Winter in Costa Rica, sie sind in der Zeit
von Oktober bis März vor allem im nördlichen Tiefland der
pazifischen Seite des Landes anzutreffen. Im karibischen Tiefland sind
sie hingegen seltener zu finden. Tagsüber ruhen sich die Vögel
in Galeriewäldern, Mangroven oder Gebüschen in der Nähe
von Gewässern oder Wasserläufen aus. Nachts gehen sie auf
die Jagd nach ihrer Beute, die hauptsächlich aus Fischen und
Fröschen besteht. (Foto: Río Frío/Los Chiles)
Olivenscharbe (Olivaceous Cormorant, Phalacrocorax olivaceus)
Am Río Frío und im Feuchtgebiet Caño Negro ist
die Olivenscharbe sehr häufig anzutreffen. Diese 66 Zentimeter
großen Wasservögel bringen das stattliche Gewicht von einem
Kilogramm auf die Waage. Sie gehören zur Familie der Kormorane.
Ihr Gefieder ist nicht mit einer Fettschicht imprägniert, wie dies etwa bei Enten der
Fall ist. Folglich perlt das Wasser nicht ab. Während sie nach ihrer
Beute - diese besteht aus Fischen - tauchen, saugen sich ihre Federn mit Wasser
voll. Dadurch müssen die Olivenscharben weniger Kraft aufwenden,
um unter Wasser zu bleiben. Nach den Tauchgängen müssen die
Vögel ihr Gefieder mit ausgebreiteten Schwingen in der Sonne
trocknen lassen (siehe Foto rechts), weil sie sonst beim nächsten Tauchgang ertrinken
könnten. Das Federkleid der Olivenscharbe ist am gesamten Körper
glänzend schwarz. Die Füße sind mit deutlich sichtbaren
Schwimmhäuten ausgestattet, die Haut ist schwarz gefärbt.
Auch der Schnabel ist bei dieser Vogelart schwarz gefärbt, manche Individuen
haben einen grauen Schnabel. Besonders auffällig sind die
grünlich-bläulichen Irisringe sowie der gelbe Bereich an der
unteren Schnabelwurzel. (Fotos: Río Frío/Los Chiles)
Palmentangare (Palm Tanager, Thraupis palmarum)
Landesweit gehört die 16 Zentimeter große, in verschiedenen
Schattierungen oliv gefärbte Palmentangare zu den häufigsten
Vögeln. Sie kommt vor allem in offenen, weiten Lebensräumen
oder lichten Wäldern bis auf eine Höhe von etwa 1.500 Meter
vor. Wie der Name es bereits vermuten lässt, halten sich
Palmentangaren gern in der Nähe von oder auf Palmen auf. Rund um
künstlich angelegte Futterstellen trifft man diese Art
regelmäßig an, da sich die Vögel von Früchten
ernähren. Aus der Nähe betrachtet, erkennt man ihren
schwarzen Schnabel sehr gut, der ein weiteres typisches Merkmal dieser
Spezies darstellt. Durch einen
Klick auf diesen Link
gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Palmar Sur)
Panamaammer (Black-striped Sparrow, Arremonops conirostris)
Im gesamten karibischen Landesteil sowie im südlichen Bereich
der Pazifikküste leben die Panamaammern. Diese 16,5 Zentimeter
großen Vögel halten sich am liebsten in Dickichten und auf mit
Büschen bestandenen Wiesen auf. Auf ihrem Speisezettel stehen
neben Beeren und Samen auch Insekten. Die Vorderseite der Vögel
ist hellgrau, die Kehle heller. Am Kopf tragen Panamaammern mehrere
schwarze Streifen, siehe Abbildung rechts. Rücken, Schwanz und
Flügel sind oliv gefärbt, der Schnabel ist schwarz. Die
Irisringe sind rotbraun und stehen in Kontrast zu den grauen Gefiederbereichen
am Kopf. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Bahía Drake/Osa-Halbinsel)
Panamatyrann (Panama Flycatcher, Myiarchus panamensis)
In den Mangrovenbereichen an der Pazifikküste ist der Panamatyrann
weit verbreitet und häufig vertreten. Die 19 Zentimeter großen
Vögel sind auf dem Kopf und im Nacken matt oliv gefärbt.
Das Gesicht, die Kehle sowie die Brust sind dunkelgrau. Flügel und Schwanz
sind braun und der Bauch ist zart gelb befiedert. Nahezu der gesamte
Schnabel ist schwarz, einzig die Wurzel des Unterschnabels ist bei
manchen Individuen hellrosa gefärbt (siehe Abbildung rechts).
Von ihren Ansitzen in den Mangroven aus fliegen die Vögel los
und fangen im Flug Insekten, die sich in der Nähe von Wasserflächen
oder fließenden Gewässern aufhalten. Neben Insekten stehen
aber auch viele Beeren auf dem Speiseplan der Panamaryrannen. Mitunter laufen
und hüpfen die Vögel über den Boden oder Mangrovenwurzeln,
wie man es ansonsten nur von Vertretern der Drosseln (Turdus)
kennt. (Foto: Playa Tortuga)
Passerinitangare (Scarlet-rumped Tanager, Ramphocelus passerinii)
Im karibischen Tiefland sowie an der südlichen Pazifikküste
bis hinauf nach Carara ist die Passerinitangare heimisch. Die Tiere
sind in Höhenlagen von der Küste bis auf 1.200 Meter, selten
1.700 Meter, anzutreffen. Männchen und Weibchen dieser 16 Zentimeter
großen Vogelart sehen völlig unterschiedlich aus. Die
Männchen, siehe rechte Abbildung, tragen fast am gesamten Körper
ein samtschwarzes Gefieder. Der Rücken und die Gegend um den
Bürzel sind leuchtend scharlachrot gefärbt. Vögel, die
an der Pazifikküste vorkommen, weisen einen Orangestich im roten
Gefieder auf. Der Schnabel ist überwiegend schwarz und glänzend,
die Irisringe sind bei den Männchen rot.
Weibliche Vögel (siehe
linke der beiden oberen Abbildungen) sehen bei beiden Rassen leicht unterschiedlich aus.
Pazifische Vögel sind etwas dunkler gefärbt als die karibischen.
Die oben abgebildete Vogeldame hielt sich im Bereich der
Pazifikküste auf, war jedoch wie ein Mitglied der karibischen
Rasse gefärbt. Die Kehle ist hellgrau, die Brust orange. Diese
Farbe ging zum Bauch in ein helles Braun über. Kopf, Flügel
und Schwanz sind braun. Der untere Rücken und die obere Schwanzdecke
waren ebenfalls hellbraun. Bei den Weibchen sind die Irisringe
rötlichbraun gefärbt. Normalerweise sehen die Weibchen der
pazifischen Rasse mehr rötlich aus, sie haben überdies keine
hellgraue Kehle (siehe Abbildung in diesem Absatz). (Fotos: Quepos)
Pauraquenachtschwalbe (Common Pauraque, Nyctidromus albicollis)
Die Tage verschlafen die Pauraquenachtschwalben, denn wie ihr Name
es bereits vermuten lässt, sind sie im Dunkeln aktiv. Ihr
Gefieder ist perfekt an die Farbe der Rinde vieler Baumarten angepasst,
weshalb man die reglos auf den Ästen schlafenden Vögel
tagsüber nur schwer entdecken kann. Das nebenstehende Foto zeigt
eine schlafende Pauraquenachtschwalbe, die ich von einem fahrenden Boot
aus fotografiert habe, weshalb das Bild leider leicht unscharf ist.
Man sieht das Tier von hinten rechts, der Schwanz und der rechte
Flügel sowie der Rücken sind zu erkennen. Die Vögel werden
28 Zentimeter groß und 55 Gramm schwer. Ihr Gefieder ist auf der
Oberseite graubraun gefärbt und mit grauen bis dunkelgrauen
Bereichen durchsetzt. Der Bauch ist hellbraun und trägt graue
Wellen, da die Federenden grau gesäumt sind. Die Kehle ist weiß
gestreift, das Kinn ist wie der Bauch gefärbt. Besonders
auffällig sind die großen, schwarzen Augen, der Schnabel ist
zwar kurz, dafür aber recht breit. Im Arenal-Nationalpark gelang mir die Beobachtung
dieser faszinierenden Vögel im Dunkeln. Ihre Augen leuchteten
im Schein der Taschenlampe geheimnisvoll auf, während die Vögel
am Boden saßen. Oft waren ihre Rufe zu hören, als
ich zusammen mit meiner Vogelbeobachtungsgruppe am Abend den Nationalpark
durchwanderte. Pauraquenachtschwalben kommen im gesamten Land teils
recht häufig vor. Sie sind von der Küste bis in Höhenlagen
von 1.700 Meter anzutreffen. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Río Frío/Caño
Negro)
Purpurdegenflügel (Violet Sabrewing, Campylopterus hemileucurus)
Eine ausnehmend schöne Erscheinung ist der 15 Zentimeter große
Purpurdegenflügel. Diese Kolibriart ist in den Bergen beider
Landeshälften in Höhenlagen von 1.500 bis 2.400 Meter anzutreffen.
Selten halten sich die Vögel niedriger auf, wobei sie gelegentlich
bis auf 1.000 Meter vorkommen. Für Vertreter der Kolibris sind
diese Vögel recht stattlich. Die Männchen, siehe nebenstehende
Abbildung, tragen am Kopf,
Nacken, oberen Rücken sowie an der Vorderseite ein schimmerndes,
metallisch glänzendes violett gefärbtes Gefieder. Der untere Rücken,
die Flügel und der Schwanz sind dunkelgrün - und wie für
Kolibrifedern üblich, weisen sie ebenfalls einen metallischen Schimmer auf. Die
äußeren drei Schwanzfedern sind weiß. Der lange
Schnabel ist schwarz und nach unten gebogen. Direkt hinter den Augen
liegen zwei kleine, weiße Gefiederbereiche. Weibchen sind auf der
Körperoberseite bis hinauf zum Kopf hellgrün gefärbt.
Ihr Bauch ist cremeweiß, die äußeren drei
Schwanzfedern sind an beiden Seiten weiß. Die Kehle ist grau,
von der Schnabelwurzel zieht sich auf jeder Seite des Kopfes ein grauer
Unteraugenstreif bis knapp hinter die Augen entlang. Auch die
Weibchen tragen hinter den Augen einen kleinen weißen Gefiederbereich.
Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Santa Elena)
Purpurkehlnymphe (Purple-throated Mountain Gem, Lampornis calolaema)
Nur 10,5 Zentimeter sind diese Kolibris groß. Männchen
wiegen sechs Gramm, die Weibchen bringen nur 4,8 Gramm auf die Waage.
Bei den Männchen ist die Krone glänzend blassblau bis
grünlich gefärbt, der Rest der Oberseite ist hell
bronze-grün. Kinn und Kehle sind violett, der Bauch und die Brust
dunkelgrün und der Bereich rund um die Kloake grau gefärbt.
An den Wangen sind die Federn glitzernd grün, bei manchen
Vögeln sind sie etwas verwaschener grün gefärbt. Der
Schwanz ist blauschwarz und der Schnabel ebenfalls schwarz gefärbt.
Hinter den Augen befindet sich je ein weißer Streif. Die Weibchen
sind völlig anders gefärbt. Die weißen Streifen hinter
den Augen sind bei ihnen erheblich deutlicher ausgeprägt. Die
Wangen sind hellbraun, Kinn, Brust und Bauch sind in derselben Farbe
befiedert. Die Kloakengegend ist auch bei ihnen grau, Oberkopf
und Rücken sowie die Flügel sind grün. Der Schwanz
ist blauschwarzund der Schnabel schwarz gefärbt. In der
nördlichen Gebirgskette sind diese Vögel recht häufig
anzutreffen, sie halten sich auf der karibischen Seite bevorzugt in
Höhenlagen oberhalb von 800 Meter auf. Tiere, die auf der
pazifischen Seite leben, sind oberhalb von 1.000 Meter anzutreffen.
Auch im zentralen Gebirgsmassiv kommen die Purpurkehlnymphen vor.
(Fotos: Santa Elena)
Quetzal (Resplendent Quetzal, Pharomachrus mocinno)
Für viele Menschen gilt der männliche Quetzal als der schönste
Vogel Costa Ricas. Obwohl im Grunde alle Vögel ihre ganz eigene
Schönheit besitzen, kann man angesichts eines Quetzals nur in
ehrfürchtiges Staunen verfallen. Die Tiere sind 36 Zentimeter
groß, wobei die Männchen rund um die Brutsaison zudem einen
64 Zentimeter langen Schwanz tragen. In den nebenstehenden Abbildungen
ist je ein Männchen zu sehen. Der leuchtend rote Bauch ist zu
erkennen, auch die grün-blaue Brust sowie die im selben Farbton
gefärbten Mantelfedern. Da diese Federn metallisch glänzend
schimmern, sehen sie je nach Lichteinfall mehr grün oder mehr
blau aus. Der Kopf des Quetzal-Männchens mit den großen, schwarzen Augen
ist im selben Farbton befiedert, die Schnabel ist zierlich geformt
und elfenbeinfarben. Der Schwanz ist grün, nur die weiße
Unterschwanzdecke setzt sich davon ab. Quetzal-Weibchen sind grün
in unterschiedlichen Schattierungen gefärbt. Die Unterschwanzdecke
ist bei ihnen teilweise rot und teilweise schwarzweiß gestreift.
Ihr Schnabel wirkt größer, da ihr Kopfgefieder nicht
so buschig ist wie das der Männchen, außerdem ist er
erheblich dunkler gefärbt. In den hoch gelegenen, feuchten Wäldern des
Landes ist der Quetzal ein relativ häufig vorkommender Vogel. An
den meisten Stellen trifft man die Vögel nur in Höhenlagen von
mindestens 1.200 Meter an. (Fotos: Santa Elena)
Rabengeier (American Black Vulture, Coragyps atratus)
Angesichts der geradezu unglaublich vielen Geier, die man in Costa
Rica allerorten beobachten kann, drängt sich die Frage auf, woher
die Vögel die tägliche Nahrung nehmen. Es steckt in den
Köpfen der meisten Menschen, dass Geier grundsätzlich nur
Aas fressen. Bei den Rabengeiern stimmt das nicht, denn sie ernähren
sich beispielsweise auch von Früchten und sind überdies die
größte Bedrohung für frisch geschlüpfte
Meeresschildkröten. Ihr gänzlich schwarzer Körper sowie
die schwarze Haut im Bereich des Kopfes haben den 64 Zentimeter
großen Rabengeiern ihren Namen eingebracht. Sie halten sich
besonders gern in der Nähe von Städten auf, aber auch in
offenen Landschaften. In Waldgebieten sind sie hingegen seltener
anzutreffen. (Fotos: Arenal-See Nähe Arenal-Nationalpark)
Riefenschnabelani (Groove-billed Ani, Crotophaga sulcirotris)
Auf den ersten, flüchtigen Blick könnte man die Riefenschnabelanis
für Dohlengrackeln halten, wäre
da nicht die ungewöhnliche Schnabelform. Die 30 Zentimeter langen,
schwarz gefärbten Vögel tragen einen von der Seite betrachtet
recht großen, flächigen Schnabel, der einige mehr oder minder
geschwungen verlaufende Rillen aufweist. Das Gefieder ist am gesamten
Körper mit einem leicht metallischen Blauschimmer überhaucht.
In ganz Costa Rica kann man diese Vögel von der Küste bis in
Höhenlagen von 2.300 Meter beobachten. Gern halten sie sich auf
Rasenflächen und Weiden auf, wo sie sich von Samen ernähren.
Dabei laufen sie auf dem Boden herum und hüpfen unvermittelt in
die Höhe, um Ähren zu sich hinab zu biegen, indem sie sie
mit den Schnäbeln greifen. Vom nahe verwandten
Glattschnabelani, mit dem sie sich den
Bereich im Südwesten des Landes teilen, kann man sie anhand der
Körpergröße, der Gefiederfarbe und der Schnabeloberfläche
sowie nicht zuletzt mit Hilfe der Lautäußerungen
unterscheiden. Durch einen
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gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and
Sounds of Costa Rica". (Foto: Fortuna)
Riesentagschläfer (Great Potoo, Nyctibius grandis)
Eine stattliche Größe von 51 Zentimeter weist der
Riesentagschläfer auf. Wie der Name es bereits vermuten lässt,
verschlafen diese 600 Gramm schweren Vögel die helle Tageszeit.
Nachts gehen sie auf die Jagd nach fliegenden Nachtinsekten wie
Käfer und Motten. Das Gefieder dieser Vögel, die am Tage
reglos und oft mit erhobenem Haupt sowie nach oben gestrecktem Schnabel auf
Ästen sitzen, ist blassgrau und blassbraun gefärbt. Außerdem
trägt es einige dunkelgraue Streifen, da einige Federn in dieser
Farbe gesäumt sind. Vor allem im karibischen Tiefland, aber auch
auf der Osa-Halbinsel und in den Gebieten zwischen diesen beiden
Bereichen kommen die Vögel vor. Sie halten sich vorzugsweise
weit oben in den Baumkronen auf. (Foto: Río Frío/Caño Negro)
Rostbauchguan (Crested Guan, Penelope purpurascens)
Einst kam der Rostbauchguan im gesamten Land bis in Höhenlagen
von 1.200 Meter auf der Karibikseite und bis in Höhen von 1.850 Meter auf der Pazifikseite
vor. Seit einige Waldgebiete Costa Ricas abgeholzt wurden, ist die
Vogelart aus diesen Arealen verschwunden, denn sie ist eng an intakte,
dichte Wälder mit viel Dickicht gebunden. In kleinen Gruppen von
sechs bis acht Vögeln durchstreifen die Tiere ihren Lebensraum,
oft sieht man zwei Tiere (Paare) dicht beieinander im Geäst der
Bäume stehen oder klettern. Der Körper des Rostbauchguans ist
86 Zentimeter lang und 1,7 Kilogramm schwer. Fast am gesamten Körper
ist das Gefieder der Vögel dunkel olive-braun. Da die Federn weiße
Spitzen aufweisen, sieht das Gefieder entsprechend gesprenkelt aus. Auf
den Flügeln und auf dem Rücken liegt ein grünlicher Schimmer,
der untere Rücken, Unterbauch und der Schwanz tragen einen dunkelroten Schimmer.
Die Irisringe sind rot, die Gesichtshaut dunkelgrau bis staubfarben, der
Schnabel ist dunkel und die Beine dunkel korallenfarben. Besonders
auffällig ist der leuchtend rote Kehllappen. (Foto: Nähe
Arenal-Nationalpark)
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