Costa RicaVögel - Teil 6
 

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          Rotbrustfischer (Ringed Kingfisher, Megaceryle torquata)

Rotbrustfischer, Weibchen Einer der schönsten Eisvögel Costa Ricas ist zweifelsfrei der Rotbrustfischer. Mit seiner Körperlänge von 41 Zentimeter fällt dieses bunte Geschöpf selbst an üppig bewachsenen Uferstreifen ins Auge. Die Oberseite des Körpers ist blaugrau gefärbt, im Häubchen finden sich einige feine schwarze Streifen. Männchen weisen eine komplett rostrote Brust sowie einen ebenso gefärbten Bauch auf, bei den Weibchen ist ein blaugrauer Streifen auf der Brust vorhanden. Die nebenstehende Abbildung zeigt ein weibliches Individuum dieser Eisvogelart, die im karibischen und im pazifischen Tiefland recht häufig vorkommt. Bevorzugte Jagdgebiete dieser farbenprächtigen Fischfresser sind langsam fließende Gewässer, Seeufer sowie Salz- und Süßwasserlagunen. (Foto: Bahía Drake, Osa-Halbinsel)

Rotkappenspecht (Red-crowned Woodpecker, Melanerpes rubricapillus)

Rotkappenspecht Im südlichen Bereich der Pazifikküste ist der Rotkappenspecht ein häufig auftretender Vogel. Von der Küste bis in Höhenlagen von 1.600 Meter trifft man die 17 Zentimeter großen "Zimmermänner" an. An der südlichen Pazifikküste ist der Rotkappenspecht die einzige Spechtart mit schwarzweiß gestreiftem Rücken. Auch die Flügel und der Schwanz sind schwarzweiß gestreift. Die rote Krone zieht sich bis tief in den Nacken, dieser Farbbereich grenzt direkt an den gestreiften Rücken. Die Stirn und der Bereich zwischen Krone und den Augen sind hellgrau bis cremefarben, der Schnabel schwarz und die Vorderseite hellgrau bis hell oliv. An den Flanken sind einige Streifen in Oliv zu sehen. Der Bauch ist rot gefärbt und die Beine sind grau. (Foto: Playa Tortuga)

Rotkopf-Stirnvogel (Chestnut-headed Oropendola, Psarocolius wagleri)

Rotkopf-Stirnvogel Mit seiner Körpergröße von 35 Zentimeter ist der Rotkopf-Stirnvogel deutlich kleiner als sein naher Verwandter, der Montezumastirnvogel. Bauch, Flügel und Rücken schimmern metallisch schwarz, Kopf und Bürzelgegend tragen ein dunkles, rotbraunes Gefieder. An den Außenseiten ist der Schwanz leuchtend gelb gefärbt. Besonders auffällig ist der helle Schnabel dieser Vogelart. Der Oberschnabel setzt bereits weit oben an der Stirn an - daher rührt der Namensbestandteil "Stirnvogel". In schönem Kontrast zum dunklen Kopfgefieder stehen die leuchtend hellblauen Irisringe. Am liebsten halten sich diese Vögel in Waldgebieten auf, sie sind zuweilen auch an von Menschen eingerichteten Futterstellen anzutreffen. Ihr Verbreitungsgebiet innerhalb Costa Ricas erstreckt sich hauptsächlich über die karibische Küstenebene bis hinauf in Höhenlagen von 1.200 Meter, selten bis 1.700 Meter. Auf der pazifischen Seite existieren nur einige wenige isolierte Vorkommen dieser Vogelart beispielsweise in der Golfo-Dulce-Region. (Foto: Selva Verde)

Rotnacken-Zaunkönig (Rufous-naped Wren, Campylorhynchus rufinucha)

Rotnacken-Zaunkönig Seine Körpergröße von 17 Zentimeter ist stattlich, vor allem, wenn man als Mitteleuropäer an den in der Heimat vorkommenden, zierlichen Zaunkönig denkt. Rotnacken-Zaunkönige leben im Tiefland an der Pazifikküste, ihr Verbreitungsgebiet liegt im nördlichen Bereich bis nach Carara. Bis in Höhenlagen von 800 Meter trifft man diese Vögel an. Die Krone und die Streifen hinter den Augen sind dunkelbraun gefärbt, über den Augen verläuft je ein hellbrauner Überaugenstreif. Der Schnabel ist schwarz, lang und leicht nach unten gekrümmt. Das Gefieder der unteren Gesichtshälfte, der Kehle, der Brust und des Bauches ist weiß bis cremefarben, an den Flanken ist es hellbraun überhaucht. Der Nacken ist rostrot befiedert, der Grundton der restlichen Oberseite ist bräunlich, das Federkleid ist mit dunklen Bereichen durchsetzt, da die einzelnen Federn dunkelbraune Bögen tragen. Meist hört man die laut rufenden Vögel, bevor man sie im Dickicht ausmacht. Sie durchstreifen ihren Lebensraum am liebsten paarweise oder in kleinen Familiengruppen. Gern halten sie sich in Galeriewäldern, offenem Waldland, niedrigen Gestrüppen und in Sekundärwäldern auf. Auf dem Speisezettel der Vögel stehen Insekten wie Käfer oder Scharben und Spinnen. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Carara-Nationalpark)

Rotrückentaube (Rufous Pigeon, Columba cayennensis)

Rotrückentaube Rotrückentaube Sowohl im karibischen als auch im pazifischen Tiefland kommt nur eine große Taubenart vor, die sich meist auf Bäumen aufhält: die Rotrückentaube. Mit ihrer Körpergröße von 30 Zentimeter ist sie weithin sichtbar, da sie normalerweise weit oben in den Baumkronen sitzt und ihre Umgebung im Blick behält. Brust und Schultern sind rostfarben, der untere Bauch hin zur Kloake geht ins Hellgraue über. Der Hinterkopf ist schiefergrau gefärbt, wobei diese Farbe teilweise bis zum Schnabel verläuft. Der Oberkopf und die Stirn sind dunkel rostrot gefärbt. Weithin sichtbar ist der rote Irisring, der seinerseits von einem grauen Hautring umgeben ist. Die Beine und Füße dieser Taubenart sind rötlich gefärbt. (Fotos: Quepos)

Rotschnabel-Pfeifgans (Red-billed Whistling Duck, Dendrocygna autumnalis)

Rotschnabel-Pfeifgans, Männchen Im Tiefland beider Küstengegenden des Landes ist die Rotschnabel-Pfeifgans weit verbreitet und häufig anzutreffen. Diese 53 Zentimeter großen Vögel haben einen langen, schlanken Hals, lange Beine und breite Flügel. Die Köpfe der Alttiere sind bräunlich gefärbt, die Kehlen sowie die Augenringe sind weiß. Ober- und Hinterkopf sind bei dieser Vogelart dunkelbraun gefärbt; der Schnabel ist rosarot. Das Körpergefieder ist im Bereich der Brust bräunlich, Schwanz und Bauch sind schwarz. Das Gefieder rund um die Kloake ist schwarz und mit weißen Flecken durchsetzt. Auch an den Flügeln finden sich weiße Bereiche. Altvögel haben leuchtend orangerote bis rosa gefärbte Beine. Jungtiere tragen ein insgesamt viel blasseres Gefieder. Sie haben einen grauen Schnabel und einen grauen Bauch, ihre Beine sind fleischfarben bis grau gefärbt. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto: Nähe Arenal-Nationalpark)

Rußdrossel (Sooty Robin, Turdus nigrescens)

Rußdrossel In der Cordillera Central und in der Cordillera de Talamanca lebt oberhalb von 2.500 Meter, zuweilen auch oberhalb von 2.150 Meter, die Rußdrossel. Fast der gesamte Körper dieser 25,5 Zentimeter großen Vögel ist rußfarben. Die Unterseite ist ein wenig blasser gefärbt; Stirn, Gesicht und Kinn sind schwarz befiedert. Flügel und Schwanz sind ebenfalls schwarz gefärbt und tragen graue Säume an den einzelnen Federn. Auffällig steht der orangerote Schnabel in Kontrast zum dunklen Kopfgefieder. Besonders gern halten sich Rußdrosseln in offenen Landschaften ihres Verbreitungsgebietes auf. Ihre Nahrung - diese besteht aus Insekten und Spinnen - suchen sie meist auf dem Boden in offenen Bereichen. Dabei drehen sie auf dem Boden liegende Blätter herum, um darunter nach Beute zu suchen. Beeren ergänzen ihren Speiseplan. (Foto: Monteverde)

Schieferschwanztrogon (Slaty-tailed Trogon, Trogon massena)

Männlicher Schieferschwanztrogon Männlicher Schieferschwanztrogon Allein schon durch seine Körpergröße von 30 Zentimeter ist der Schieferschwanztrogon nicht zu übersehen. Sein Gefieder ist darüber hinaus ebenfalls recht auffällig. Die Männchen tragen am Kopf, im Nacken und auf dem Rücken grünes Gefieder, das an der Brust scharf zum darunter liegenden, leuchtend roten Bereich abgegrenzt ist. Bauch und Kloakengegend sind auch in diesem Rotton befiedert. Der Schwanz ist schieferfarben, die Flügel sind schwarzweiß gemustert, das Muster ist allerdings sehr fein, weshalb die Flügel aus der Ferne betrachtet grau wirken. Rund um die recht großen schwarzen Augen tragen die Männchen einen roten Hautring, die Schnäbel sind hell orangerot. Je nach Lichteinfall kann das grüne Gefieder bläulich wirken, wie man in den beiden Abbildungen in diesem Abschnitt erkennen kann. Die Weibchen sind an jenen Stellen, die bei den Männchen grün sind, schieferfarben. Ihnen fehlen die roten Hautringe rund um die Augen, ihr Oberschnabel ist dunkel. Nur der Unterschnabel ist orange gefärbt, so dass sie insgesamt etwas weniger auffällig gefärbt sind. Im Tiefland auf der karibischen Seite Costa Ricas sowie in den unteren Bereichen von Hügeln und im südlichen Bereich der Pazifikküste sind diese Vögel bis in Höhenlagen von 1.200 Meter verbreitet. Gern halten sie sich in feuchten Tieflandwäldern auf. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Fotos: Nähe Carara-Nationalpark)

Schmuckreiher (Snowy Egret, Egretta thula)

Schmuckreiher Schmuckreiher im Flug Die rein weißen Schmuckreiher erreichen eine Körpergröße von 61 Zentimeter und wiegen 375 Gramm. Ihre Beine sind schwarz gefärbt, die Füße gelb, was einen auffälligen Kontrast ergibt. Die Schnäbel sind schwarz, die Bereiche zwischen Augen und den Wurzeln der Oberschnäbel ist gelb und unbefiedert; auch die Irisringe sind gelb. An Kopf, Hals und Nacken tragen sie verlängerte, weiche und leichte Schmuckfedern. In Costa Rica sind diese Vögel während des Winterhalbjahres anzutreffen, sie halten sich vorzugsweise in Marschen, an Salzteichen, an Lagunen, an Flussmündungen und im Bereich von Gezeitentümpeln auf, wo sie in Gruppen nach Nahrung suchen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich entlang der Küsten beider Landesteile bis in Höhenlagen von 700 Meter. (Foto links: Río Frío/Los Chiles, Foto rechts: Selva Verde)

Schneesichler (White Ibis, Eudocimus albus)

Schneesichler im Flug Schneesichler Hauptsächlich kommen die Schneesichler in Costa Rica am Golfo de Nicoya und im Tempisque-Becken vor. Mitunter sind die Vögel aber auch am Río Frío und an der Pazifikküste südlich des Golfo de Nicoya anzutreffen. Schneesichler erreichen eine Körpergröße von 63 Zentimeter und ein Gewicht von 700 Gramm. Ihr auffälligstes Merkmal ist ihr langer, nach unten gebogener, rot bis rosa gefärbter Schnabel. An ihn grenzt nackte Gesichtshaut in derselben Farbe. Die Irisringe der Vögel sind blassblau gefärbt, das Gefieder ist nahezu am gesamten Körper weiß. Nur im Bereich der Flügel finden sich einige dunkle Stellen an den Federenden. Die Beine sind lang und rosa gefärbt. Unterschiedliche Salz- und Süßwasserhabitate werden von den Schneesichlern aufgesucht, dort sammeln die Vögel ihre Nahrung meist in kleinen Gruppen. Auch zum Ausruhen in den Bäumen oder Mangroven finden sich die Schneesichler zu kleinen Gemeinschaften zusammen. (Foto links: Carara, Foto rechts: Caño Negro)

Schopfkarakara (Common Caracara, Polyborus plancus)

Schopfkarakara Im trockenen Nordwesten des Landes ist der 61 Zentimeter große Schopfkarakara das gesamte Jahr über anzutreffen. Die Vögel halten sich bevorzugt in Höhenlagen bis zu etwa 750 Meter auf. Gelegentlich trifft man diese Vogelart auch im Bereich des Río Frío an, sehr selten statten Schopfkarakaras der San-Carlos-Region einen Besuch ab. Die Krone sowie die kurze Haube der Altvögel sind schwarz gefärbt, der Rest des Kopfes ist weiß. Im Nacken geht dieses Weiß in einen Bereich über, der schwarze Streifen trägt und sich nach vorn bis zur Brust erstreckt. Diese Streifen werden immer enger, bis die Farbe des Gefieders am unteren Rücken sowie am Bauch in Schwarz übergeht. Auch die Flügel und der untere Teil des Schwanzes sind schwarz gefärbt. Von der Wurzel bis etwa zur Mitte ist der Schwanz weiß und trägt schwarze Streifen. Die langen Beine sind gelb, die "Hosen" schwarz. Zwischen Auge - der Irisring ist jeweils rötlichbraun - und Schnabelansatz liegt ein nackter, roter bis orange gefärbter Hautbereich, auch die Wachshaut ist rot beziehungsweise orange; der Schnabel ist hellgrau. (Foto: Nähe Puntarenas)

Silberreiher (Great Egret, Egretta alba)

Silberreiher In vielen Teilen der Welt ist der Silberreiher heimisch. Diese 101 Zentimeter großen Vögel gehören zu den stattlichsten Vertretern der Reiherfamilie. Ihr Körper ist 2,5 Kilogramm schwer und vollständig weiß befiedert. Ihre schwarzen, langen Beine stehen dazu in ansprechendem Kontrast. Die Schnäbel der Silberreiher sind leuchtend gelb gefärbt, auch die Irisringe sind gelb, ihr Farbton ist allerdings erheblich blasser als derjenige der Schnäbel. Überall im Land kann man diese majestätischen Vögel vom Tiefland bis in mittlere Höhenlagen, in denen sie sich gelegentlich aufhalten, beobachten. Sie halten sich besonders gern in Marschen, an Flussufern, Gezeitentümpeln, Salzseen, Flussmündungen und Süßwasserseen auf. Selten trifft man sie allein an, meist ziehen die Tiere die Gesellschaft ihrer Artgenossen vor. (Foto: Río Frío/Caño Negro)

Sommertangare (Summer Tanager, Piranga rubra)

Sommertangare, Männchen Ein häufig auftretender Durchzügler und Wintergast Costa Ricas ist die Sommertangare. Männchen dieser 16,5 Zentimeter großen Vogelart tragen am gesamten Körper ein überwiegend rotes Gefieder, einzig im Bereich des Unterbauches ist das Federkleid orangerot bis gelblich gefärbt. In der Abbildung neben diesen Zeilen ist dieser hellere Gefiederbereich zu erkennen. Weibchen sind an der Unterseite hellgelb und an der Oberseite, an den Flügeln sowie am Schwanz hell oliv gefärbt. Sommertangaren tragen einen hellbraunen Schnabel, was bei den Männchen ein sicheres Unterscheidungsmerkmal von den ebenfalls überwiegend rot gefärbten männlichen Zinnobertangaren ist. Im Tiefland beider Küstengegenden bis in Höhenlagen von etwa 2.500 Meter kann man die scheuen Sommertangaren beobachten. Gern halten sich die Vögel im Kronendach immergrüner Wälder sowie in Waldgebieten auf, in denen die Bäume größere Abstände voneinander aufweisen. Durch einen Klick auf diesen Link gelangen Sie zu einem Klangbeispiel von der Website "The Sights and Sounds of Costa Rica". (Foto oben: Bahía Drake/Osa-Halbinsel, Foto unten: Selva Verde Lodge)

Sonnenralle (Sun-Bittern, Eurypyga helias)

Balzende männliche Sonnenralle Sonnenralle Leider nehmen die Bestände der Sonnenralle in Costa Rica ab. Das Verbreitungsgebiet dieser 48 Zentimeter großen Vogelart erstreckt sich in beiden Landeshälften in Höhenlagen zwischen 100 und 1.200 Meter, selten bis in Höhen von 1.500 Meter. Gern halten sich die Vögel im unteren Bereich von Hügeln oder im umliegenden Land auf. Besonderes Kennzeichen dieser Vögel ist der lange Schnabel, aber auch ihre langen Beine sind für sie typisch. Beide Geschlechter tragen ein identisches Federkleid. Es ist an der Oberseite braun-schwarz gestreift, die Flügel sind grau-schwarz gestreift. In der Nähe des Bugs tragen die Flügel weiße Punkte. Der Schwanz ist sehr fein schwarzweiß gestreift und mit zwei breiten, schwarzen Streifen durchsetzt. Der Bauch ist hellgrau, der Hals braun mit einer sehr feinen schwarzen Zeichnung überzogen. Der Kopf ist dunkel befiedert und über den Augen befinden sich zarte, helle Überaugenstreife. Auch unter den Augen verläuft je ein weißer Strich. Kinn und Kehle sind weiß gefärbt, der Schnabel und die Beine orange. Sobald Sonnenrallen auffliegen, offenbaren sie ihre braun-schwarz gezeichneten Muster auf den Flügeln. (Fotos: Selva Verde)

Stirnfleckenorganist (Spot-crowned Euphonia, Euphonia imitans)

Stirnfleckorganist, Weibchen Stirnfleckorganist, Männchen Entlang der Pazifikküste bis in Höhenlagen von 1.400 Meter kommt der Stirnfleckorganist vor. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich im südlichen Bereich dieses Landesteiles, nördlich von Carara ist die Vogelart nur vereinzelt anzutreffen. Mit seiner Körpergröße von zehn Zentimeter gehört der Stirnfleckorganist zu den kleinen Vertretern der Avifauna Costa Ricas. Die Männchen, siehe linke Abbildung, tragen eine leuchtend gelbe Kopfplatte, die im hinteren Bereich mit feinen, dunkelblauen bis schwarzen Punkten durchsetzt ist - zu erkennen sind sie allerdings nur mit einem starken Fernglas oder aus nächster Nähe. Kinn und Kehle sowie Teile der Maske sind bei den Männchen schwarz befiedert, auch die äußeren Schwingen sowie die äußeren Schwanzfedern sind schwarz. Hinterkopf, Rücken, die Flügel und die obere Schwanzdecke sind dunkelblau befiedert. Brust und Bauch sind leuchtend gelb gefärbt. Die Weibchen dieser Vogelart tragen fast am gesamten Körper ein grünes Gefieder. Ihre Stirn und der Bauch sind rötlich gefärbt, siehe rechte Abbildung. Einzeln oder paarweise durchstreifen diese Vögel feuchte Wälder im mittleren bis oberen Bereich der Bäume. Auch in schattigen Lichtungen sind sie zuweilen zu finden. Vor allem Beeren stehen auf dem Speisezettel der zierlichen Vögel. (Fotos: Playa Tortuga)

Südliche Rauflügelschwalbe (Southern Rough-winged Swallow, Stelgidopteryx ruficollis)?

Südliche Rauflügelschwalben? Die nebenstehend abgebildeten Vögel waren etwa zwölf Zentimeter groß und passten perfekt zur Beschreibung der Südlichen Rauflügelschwalben, die ich in meiner Bestimmungsliteratur gefunden habe. Ganz sicher bin ich mir allerdings nicht, ob es sich bei ihnen um diese Spezies handelt. Ihr auffälligstes Merkmal war der zimtfarbene Kehlbereich, der weiße Bereich auf der Vorderseite war mit feinen senkrechten Streifen durchsetzt. In Sierpe hielten sich die Vögel im Bereich des Río Sierpe auf, über den sie hinweg flogen und Insekten fingen. Laut meiner Bestimmungsliteratur erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Südlichen Rauflügelschwalbe über den karibischen Tieflandbereich bis in Höhenlagen von 1.100 Meter. Im Bereich der südlichen Pazifikküste kommen sie ebenfalls vor, was zu meiner Beobachtung passen würde. (Foto: Sierpe)

 
                 

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