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Vögel aus Costa Rica - Teil 6
Folgende Vogelarten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer
Reihenfolge:
· Goldschnabel-Ruderammer (Orange-billed Sparrow, Arremon aurantiirostris)
· Goldwaldsänger (Yellow Warbler, Dendroica petechia)
· Graubrustschwalbe (Gray-breasted Martin, Progne chalybea)
· Graukehl-Buschtangare (Ashy-throated Bush-Tanager, Chlorospingus anigularis)
· Graukehl-Musendrossel (Black-billed Nightingale-Thrush, Catharus gracilirostris)
· Graukopfguan (Grey-headed Chachalaca, Ortalis cinereiceps)
· Graukopftangare (Gray-headed Tanager, Eucometis penicillata)
· Grausaltator (Greyish Saltator, Saltator coerulescens)
· Grauscheiteltyrann (Gray-capped Flycatcher, Myiozetetes granadensis)
· Großer Gelbschenkel (Greater Yellowlegs, Tringa melanoleuca)
· Großfuß-Buschammer (Large-footed Finch, Pezopetes capitalis)
· Grünfischer (Green Kingfisher, Chloroceryle americana)
· Grünreiher (Green Heron, Butorides virescens)
· Grünscheitelbrillant (Green-crowned Brilliant, Heliodoxa jacula)
Goldschnabel-Ruderammer (Orange-billed Sparrow, Arremon aurantiirostris)
Von
Mittelamerika bis in den nordöstlichen Teil Südamerikas erstreckt sich
das Verbreitungsgebiet der Goldschnabel-Ruderammer. Diese Vögel leben in
den unteren Bereichen schattenreicher feuchter Wälder im Tiefland. Im
karibischen Landesteil Costa Ricas kommen sie bis in Höhenlagen von 900
Meter vor, auf der pazifischen Seite lokal bis auf 1.200 Meter Höhe.
Goldschnabel-Ruderammern sind 15,5 Zentimeter groß. Auf der Oberseite
ist der Körper dunkel olivgrün gefärbt, der Kopf ist schwarz. Über den
Augen verläuft je ein weißer Streif, die Kehle ist weiß. Darunter
befindet sich ein schwarzes Band, der Bauch ist weiß oder hellgrau
gefärbt. An den Flanken sind die Vögel grau, der Schwanz ist oliv.
Manche Individuen tragen am vorderen Flügelrand in der Nähe der
Schultern einen gelben Bereich. Leuchtend orange ist der kegelförmige
Schnabel gefärbt, die Beine sind fleischfarben. Paarweise oder in
Familiengruppen durchstreifen diese Vögel den Wald auf der Suche nach
Nahrung. Sie hüpfen dabei über den Boden und picken Insekten auf; Beeren
bereichern ihren Speiseplan. Foto:
06.05.2012, Carara-Nationalpark
Goldwaldsänger (Yellow Warbler, Dendroica petechia)
In
Costa Rica trifft man während des Winterhalbjahrs mancherorts diese
auffällig gelb bis olivgrün gefärbte Vogelart an. Von Ende August oder
Anfang September bis in den Oktober hinein treffen die Vögel ein. Sie
verlassen Costa Rica Anfang bis Mitte Mai wieder, um in ihre nördlichen
Brutgebiete zu ziehen. Ausgewachsene Goldwaldsänger sind 11,5 Zentimeter
lang und neun Gramm schwer. Von anderen gelben Waldsängerarten ist der
Goldwaldsänger durch seine gelben Schwanzfedern zu unterscheiden, die
nur er trägt. Bevorzugte Habitate dieser zierlichen Vögel sind
Sekundärwälder, mit Büschen durchsetzte Felder und Weiden, halboffenes
Kulturland, Gärten und Mangroven. In beiden Landesteilen Costa Ricas sind die
Tiere bis in Höhenlagen von 1.500 Meter heimisch. Die Brutgebiete dieser
Spezies liegen in den USA, in Kanada und in Alaska. Ganzjährig leben sie
in Teilen der Karibik sowie auf den Galápagos-Inseln, Überwinterer sind
sie in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika. In Costa Rica kann
man eine Unterart des Goldwaldsängers beobachten, die einen roten Kopf
hat: den
Mangroven-Waldsänger (Dendroica petechia erithachorides). Foto:
30.01.2004, La Fortuna
Graubrustschwalbe (Gray-breasted Martin, Progne chalybea)
Das
Verbreitungsgebiet der Graubrustschwalbe ist sehr groß. Es reicht von
Mexiko über Mittelamerika bis nach Zentralbrasilien. Eine Unterart ist
in südlicheren Teilen Südamerikas Brutvogel, sie kommt bis nach
Mittelargentinien vor. Auch auf der Karibikinsel Trinidad ist die
Graubrustschwalbe heimisch. Diese Vögel erreichen eine Körperlänge von
18 Zentimeter. Auf der Oberseite des Körpers ist das Gefieder dunkel gefärbt; bei
den Männchen ist es glänzend blauschwarz, Weibchen sind nur schwach
bläulich gefärbt. Die Unterseite ist cremefarben. Im Gesicht sowie an
der Kehle und an der Brust ist das Gefieder graubraun, ein
feines Strichmuster bedeckt zudem teilweise die hellen Körperpartien.
Der breite Schnabel ist dunkel, die Beine und Füße sind ebenfalls dunkel. In ganz Costa Rica sind Graubrustschwalben bis in Höhenlagen
von circa 1.700 Meter anzutreffen. Die Vögel leben in offenen
Landschaften, in denen sie Gebäude und Brücken finden, deren Wände sie
zum Brüten nutzen. Graubrustschwalben ernähren sich von Insekten. Foto: 07.05.2012,
Barú
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Foto:
30.04.2012,
Los Chiles |
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Foto:
28.04.2012,
La Fortuna |
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Graukehl-Buschtangare (Ashy-throated Bush-Tanager, Chlorospingus canigularis)
Die
Graukehl-Buschtangare ist 13 Zentimeter groß. Auf der Körperoberseite sind
diese Vögel olivgrün gefärbt, der Kopf ist graubraun oder schwarz.
Hellgrau ist die Kehle gefärbt, die Unterseite des Körpers ist
cremefarben. An der Brust sowie an den Flanken ist das Gefieder hell
gelblichgrün. Der Schwanz ist auf der Oberseite olivgrün und auf
der Unterseite grau gefärbt. Beine und Füße sowie der Schnabel sind
ebenfalls grau und die Iris ist dunkelrot. Im karibischen Teil Costa
Ricas sind die Vögel bis in Höhenlagen von etwa 1.200 Meter anzutreffen.
Sie kommen in diesem Gebiet lokal unterschiedlich häufig vor. Das gesamte
Verbreitungsgebiet der Spezies erstreckt sich von Costa Rica über das
südliche Mittelamerika bis in den Nordwesten Venezuelas und den Norden
Perus. Bevorzugte Lebensräume der Graukehl-Buschtangare sind Wälder.
Meist halten sich die Vögel im Kronenbereich auf, mitunter aber auch in
oberen Bereichen des Unterwuchses. Insekten sowie Beeren bilden die
Nahrung dieser Tiere.
Foto: 30.01.2004, La Fortuna
Graukehl-Musendrossel (Black-billed Nightingale-Thrush, Catharus gracilirostris)
Das
Hochland Costa Ricas sowie der Westen Panamas sind die Heimat der
Graukehl-Musendrossel. Diese Vogelart ist in den genannten Gebieten
endemisch. Die Vögel sind zwischen 13,5 und 16 Zentimeter groß. Ihre
Färbung ist schlicht: Auf der Körperoberseite sind sie oliv-braun gefärbt,
lediglich die Krone ist grau, was auch für das Gesicht gilt. Die
Körperunterseite ist ebenfalls grau gefärbt. Beine und Schnabel sind
grau, die Iris ist dunkel. Typischerweise trifft man diese Vogelart in
Höhenlagen über circa 1.350 Meter an. Graukehl-Musendrosseln halten sich
häufig auf dem Boden auf, wo sie nach Nahrung suchen. Sie fressen
Insekten, Spinnen und Beeren. Foto:
08.05.2012, Nähe San Gerardo de Dota
Graukopfguan (Grey-headed Chachalaca, Ortalis cinereiceps)
Die
Körperlänge des Graukopfguans beträgt bis zu 51 Zentimeter. Auf der
Oberseite des Körpers ist das Gefieder dieser Tiere olivbraun gefärbt, die
Unterseite ist gelbbraun. Dunkelgrau ist der Schwanz gefärbt und er ist
hell bis rötlichbraun gesäumt. Die Flügel sind rötlichbraun und an der Kehle
befindet sich ein unbefiederter Bereich, an dem die Haut leuchtend rot
gefärbt ist. Kopf, Nacken und Hals sind grau. Die Beine sind
lang und grau gefärbt, der Schnabel ist ebenfalls grau. In kleinen
Gruppen von sechs bis zwölf Tieren schließt sich der Graukopfguan
zusammen. Gemeinsam durchstreifen die Vögel das Pflanzendickicht auf der
Suche nach Nahrung. Auf ihrem Speisezettel steht allerlei pflanzliche
Kost wie etwa Beeren, Samen und Knospen. Einen großen Teil des Tages
verbringen die Vögel auf Bäumen. Vor allem in den Morgenstunden und in
der Abenddämmerung rufen sie von dort aus sehr laut. Auch warnen sie mit
ihrer kräftigen Stimme ihre Artgenossen und alle anderen Tiere, wenn
sich ein Greifvogel oder ein anderer Fressfeind in der Nähe aufhält. Foto: 07.05.2012, Dominical
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Graukopftangare (Gray-headed Tanager, Eucometis penicillata)
Das
Unterholz feuchter Wälder ist der bevorzugte Lebensraum der
Graukopftangare. In diesem schattigen Lebensraum ist die hübsche
Vogelart oft nur dann auszumachen, wenn sie gerade ihren Gesang vorträgt,
denn ihr Lebenswandel ist recht heimlich. Graukopftangaren werden 16
Zentimeter groß. Wie es der deutsche Name bereits vermuten lässt, ist
der Kopf grau gefärbt. Dies gilt auch für den Nacken und die Kehle. Auf
der Oberseite des Körpers sind die Tiere olivgrün gefärbt, die Unterseite ist
gelblichgrün. Der Schnabel ist schwarz, die Beine und Füße sind dunkel
fleischfarben und die Iris ist rötlichbraun. Paarweise oder in
Gruppen durchstreifen die Vögel ihren Lebensraum auf der Suche nach Nahrung.
Diese besteht aus kleinen Früchten wie Beeren sowie aus Insekten und
Ameisen. Im pazifischen Landesteil Costa Ricas ist die Art vielerorts
anzutreffen, wo sie feuchte Wälder findet. Auch im nordwestlichen Teil
des karibischen Tieflandes ist die Graukopftangare heimisch. Das
Verbreitungsgebiet der Spezies erstreckt sich von Südmexiko bis nach
Nordbolivien und bis ins östliche Brasilien. Foto: 07.05.2012, Hacienda Barú National Wildlife Refuge
Grausaltator (Greyish Saltator, Saltator coerulescens)
Vom
Zentrum des Zentraltals bis an dessen Hänge ist der Grausaltator in
Costa Rica ein
häufig anzutreffender Vogel. Auch im Bereich rund um den Río Frío sowie
in manchen Arealen des östlichen Tieflandes sowie im Westen Costa Ricas,
beispielsweise am Golf von Nicoya, kommt er vor. Sekundärwälder oder
Kaffeeplantagen gehören zu den beliebtesten Aufenthaltsorten dieser 20
Zentimeter großen Tiere. Ferner sind sie in Hecken und in Gärten - meist
paarweise - anzutreffen. Die Hauptnahrung dieser Vögel sind Früchte.
Erwachsene Grausaltatore sind auf der Körperoberseite schiefergrau
gefärbt, stellenweise auch bräunlich. Ihr Bauch ist hellgrau, der Kopf
ist ebenfalls schieferfarben. Zum Kloakenbereich hin geht die Farbe des
Bauches in einen hellen Zimtton über. An der Kehle tragen sie einen
weißen Fleck. Das Verbreitungsgebiet dieser Vogelart reicht in
Mittelamerika von Mexiko bis Costa Rica. Darüber hinaus kommen die Tiere
in weiten Teilen des nördlichen Südamerika bis nach Nordargentinien und
Westparaguay vor. Foto:
28.04.2012, La Fortuna
Grauscheiteltyrann (Gray-capped Flycatcher, Myiozetetes granadensis)
Der
Grauscheiteltyrann ist in Costa Rica im Tiefland weit verbreitet,
er kommt bis in Höhenlagen von etwa 1.650 Meter vor. Diese Vogelart
erreicht eine Körpergröße von 16,5 Zentimeter. Der Kopf ist mittelgrau
gefärbt, die Stirn ist weißlich.
Außerdem tragen die Tiere einen dunklen Augenstreif. Der Rücken, die
Flügel und die Oberseite des Schwanzes sind braun gefärbt, dieser
Farbton kann einen leichten Grünstich aufweisen. Weiß ist die Kehle
gefärbt, die restliche Körperunterseite ist leuchtend gelb. Braun ist
die Unterseite des Schwanzes, der Schnabel ist schwarz und die Beine
sind dunkel gefärbt. Insekten, Beeren und Samen stehen auf dem
Speisezettel des Grauscheiteltyranns. Besonders gern halten sich diese
Vögel in Kulturlandschaften mit einzelnen Bäumen und Büschen auf.
Entlang von Flüssen sind sie ebenfalls häufig zu finden. Vom östlichen
Honduras über Mittelamerika bis nach Nordwestperu, Nordbolivien sowie
Westbrasilien erstreckt sich das Verbreitungsgebiet dieser Spezies. Foto: 29.04.2012, La Fortuna
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Großer Gelbschenkel (Greater Yellowlegs, Tringa melanoleuca)
Anhand
seiner Körpergröße, die 36 Zentimeter beträgt, und an seinem recht
langen Schnabel lässt sich der Große Gelbschenkel vom ebenfalls in Costa
Rica vorkommenden Kleinen Gelbschenkel (Tringa flavipes) unterscheiden. Der leicht nach
oben gebogene Schnabel ist dem Großen Gelbschenkel nützlich dabei, im Boden
nach kleinen Tieren zu stochern. Der Schnabel ist schwarz gefärbt und er steht somit in
starkem Kontrast zum weißen Kopfgefieder. Auch der
Hals, der Nacken und der Bauch sind weiß gefärbt. Die Flügel sind
bräunlich, die Beine leuchtend gelb. Diese Wasservögel verbringen in Costa Rica den Winter.
Sie halten sich in Gebieten im karibischen und pazifischen Tiefland bis hinauf in mittlere Höhenlagen des
Valle Central auf.
Meist trifft man die Vögel einzeln, nur gelegentlich paarweise oder in
kleinen Gruppen an. Sie leben an den Ufern von Seen, auf
Schlammflächen, in Lagunen oder an Salinen. Den Sommer verbringen Große
Gelbschenkel im nördlichen Nordamerika, wo sie brüten. Die südlichen
USA, Mittelamerika, die Karibik, die Galápagos-Inseln und Südamerika bis
nach Feuerland sind im Winter ihre Heimat. Foto: 07.02.2004,
Playa Tortuga
Großfuß-Buschammer (Large-footed Finch, Pezopetes capitalis)
Nur
im Hochland Costa Ricas und im westlichen Panama lebt die
Großfuß-Buschammer in freier Natur, die Art ist dort endemisch. 20
Zentimeter beträgt die Körpergröße dieser Vögel, die in Höhenlagen von
circa 2.150 Meter bis 3.350 Meter leben. Der Kopf ist dunkelgrau gefärbt
und er trägt schwarze Längsstreifen, ebenso die Oberseite des Schwanzes.
Die großen Federn an den Flügeln sind ebenfalls dunkel gefärbt, der Rest
des Körpers ist bei dieser Art matt olivgrün gefärbt. Schnabel und Beine
sind schwarz, die Iris ist rötlich. Auffällig groß sind die Füße dieser
Tiere. Der Grund dafür wird offensichtlich, wenn man das typische
Verhalten der Großfuß-Buschammer beobachtet: Die Vögel graben im Boden
nach Insekten und Spinnen, indem sie beide Füße gleichzeitig nach hinten
schnellen lassen. Zu sehen ist dieses "Hüpfgraben" in einem
Video bei Youtube. Auch Beeren und kleine Früchte stehen auf dem
Speiseplan der Großfuß-Buschammer. Foto: 08.05.2012, San Gerardo de Dota
Grünfischer (Green Kingfisher, Chloroceryle americana)
Vom Tiefland bis in Höhenlagen von 1.200 Meter kann man in ganz
Costa Rica an kleinen Wasserläufen, die durch Wälder fließen, in
Marschen, in Regenüberflutungsgebieten sowie an den Ufern
breiter Flüsse auf Grünfischer treffen. Diese 18 Zentimeter
großen Eisvögel halten sich entweder allein oder paarweise in
ihren Fischjagdgebieten auf. Männchen sind auf der
Körperoberseite metallisch dunkelgrün gefärbt. Die Flügel tragen
einige weiße Flecken, der Bauch ist weiß. Grüne Flecken zieren
die weißen Flanken. Besonders auffällig ist die
rostrote Brust. Das Weiß des Gefieders der Kehle setzt sich bis
zum Nacken fort. Auf dem Kopf haben die Vögel dunkelgrüne
Federn, der Schnabel ist schwarz gefärbt. Weibchen sehen fast
genau so aus wie die Männchen, ihnen fehlt lediglich der
rostrote Bruststreif. Das Verbreitungsgebiet des Grünfischers
reicht von Texas in den USA über Mittelamerika bis ins nördliche
Chile und bis nach Zentralargentinien.
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Weibchen, Foto:
26.04.2012,
Braulio-Carrillo-Nationalpark |
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Männchen, Foto:
28.04.2012,
La Fortuna |
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Grünreiher (Green Heron, Butorides virescens)
In
ganz Costa Rica leben Grünreiher bis in Höhenlagen von 1.850 Meter. Zu
erkennen sind diese Vögel an ihrer typischen Färbung: Der Kopf und der
Nacken sind dunkel gefärbt, der Hals ist rötlichbraun, diese Farbe ist
auch an den Flanken zu finden. Auf der Oberseite des Körpers sind Grünreiher
grünblau bis grüngrau gefärbt, die Unterseite ist grau gefärbt und sie
kann einen rötlichbraunen Farbanteil aufweisen. Ein weißer Streifen
verläuft von der Kehle bis zum Bauch, in seiner Mitte befindet sich ein
schmaler dunkler Streif. Der Oberschnabel ist dunkel gefärbt, der
Unterschnabel ist gelblich, die langen Beine und die Füße sowie die Iris sind ebenfalls
gelb gefärbt. Grünreiher werden 44
Zentimeter groß. Sie leben in der Nähe von Wasser und in Sumpfzonen
sowie in Mangroven. Fische, Krebstiere, Frösche und Insekten bilden die
Nahrung dieser Vögel. Viele von ihnen brüten in den USA, wo sie nur im
Sommer vorkommen. In Zentralmexiko liegen Überwinterungsgebiete. West-
und Ostmexiko sowie weite Teile Mittelamerikas und die Karibik sind
ganzjährig die Heimat dieser Spezies. Foto:
02/2004, Nähe Santa Elena
Grünscheitelbrillant (Green-crowned Brilliant, Heliodoxa jacula)
In Höhenlagen zwischen 700 und 2.000 Meter in Gebieten südlich der
Cordillera de Guanacaste bis hin nach Panama leben diese nur 13
Zentimeter großen Kolibris. Ihr hauptsächliches Vorkommen innerhalb
Costa Ricas liegt
auf der karibischen Seite des Landes, aber in manchen Gegenden der
Pazifikküste trifft man sie dennoch an. Am liebsten halten sich diese
Vögel in feuchten Wäldern auf. Sie ernähren sich unter anderem vom
Nektar unterschiedlicher Helikonienarten. Die Männchen tragen fast am
gesamten Körper grüne Federn, die metallisch schillern. An den Schenkeln
ist ihr Gefieder weiß, ebenso wie ein schmaler Bereich hinter den Augen;
der Schnabel ist schwarz und gerade. Weibchen tragen auf der
Körperoberseite grüne, metallisch schillernde Federn. Die Unterseite des
Körpers ist weiß. Hier tragen die Weibchen zahlreiche hellgrüne Punkte.
Dieses Muster erstreckt sich von der Kehle bis zur Unterschwanzdecke.
Auch haben die Weibchen weiße "Hosen" wie die Männchen. Darüber hinaus
befinden sich über und unter den Augen schmale, weiße Streifen. Das
Verbreitungsgebiet des Grünscheitelbrillants erstreckt sich von Costa
Rica bis ins westliche Ecuador.
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Männchen, Foto:
02.05.2012,
Monteverde |
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Weibchen, Foto:
02.05.2012,
Monteverde |
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