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Vögel in Sri Lanka - Teil 7
Auf dieser Seite werden folgende Arten beschrieben:
· Storchschnabelliest (Stork-billed Kingfisher, Halcyon capensis
capensis)
· Strauchschmätzer (Black-backed Robin, Saxicoloides fulicata)
· Wasserfasan (Pheasant-tailed Jacana, Hydrophasianus chirurgus)
· Weißbartseeschwalbe (Whiskered Tern, Chlidonias hybridus hybridus)
· Weißbauch-Seeadler (White-bellied Sea Eagle, Haliaeetus leucogaster)
· Weißbrust-Kielralle (White-breasted Waterhen, Amaurornis phoenicurus phoenicurus)
· Weißstirn-Fächerschwanz (White-browed Fantail, Rhipidura aureola compressirostris)
· Wollhalsstorch (Woolly-necked Stork, Ciconia episcopus episcopus)
· Zwerg-Raupenwürger (Common Woodshrike, Tephrodornis pondicerianus
affinis)
· Zwergtaucher (Little Grebe, Tachybaptus ruficollis capensis)
Storchschnabelliest (Stork-billed Kingfisher, Pelargopsis capensis capensis)
Von
Indien bis Indonesien reicht das Verbreitungsgebiet des prächtig
gefärbten Storchschnabelliests, der zur Familie der Eisvögel gehört.
Diese 39 Zentimeter großen Vögel haben einen grau-braunen Kopf, einen
grünen Rücken sowie blaue Flügel und einen ebenso gefärbten Schwanz. Der
Hals, der Nacken und die Körperunterseite sind blassgelb gefärbt.
Auffällig groß ist der dunkelrote Schnabel, dessen Spitze dunkel oder
schwarz gefärbt ist. Die Beine sind dunkelrot. Innerhalb des
Verbreitungsgebiets kommen 15 Unterarten vor, in Sri Lanka ist die
Nominatform heimisch. Der Storchschnabelliest lebt in baumreichen
Gegenden an Gewässern, Flüssen und Küsten, dort vor allem in Mangroven.
Einzeln oder in Paaren sitzen die Vögel meist auf Ästen in der Nähe des
Wassers und halten nach Fressbarem Ausschau. Fische, Frösche, Krabben,
kleine Nagetiere und Jungvögel bilden ihre Nahrung. Von den in Sri Lanka
vorkommenden sieben Eisvogelarten ist der Storchschnabelliest der
größte. Foto: 2006, Habarana
Strauchschmätzer (Black-backed Robin, Saxicoloides fulicata)
Das
Verbreitungsgebiet des Strauchschmätzers erstreckt sich über Pakistan,
Indien und Sri Lanka. Diese 16 bis 19 Zentimeter langen Vögel ernähren
sich von Insekten. Männchen dieser Art sind nahezu am gesamten Körper
glänzend schwarz gefärbt. An den Flügeln befinden sich einige weiße
Bereiche, die man jedoch häufig aufgrund der Federstellung nicht sieht.
Kastanienbraun ist das Gefieder in der Kloakengegend. Der Schwanz ist
lang und wird von den Männchen vor allem beim Singen oder bei Aufregung
steil aufgerichtet, siehe Foto in diesem Absatz. Schnabel und Beine sind
dunkel gefärbt. Weibchen sind dunkelbraun bis dunkelgrau gefärbt und
tragen ebenfalls kastanienbraune Federn rund um die Kloake. Gärten,
Kulturbereiche sowie gebüschreiche Zonen vom Tiefland bis in Höhenlagen
von 1.600 Meter sind die bevorzugten Aufenthaltsorte dieser Vögel. Im
feuchten Landesteil kommen sie weniger häufig vor als im trockenen. Vor
allem Insekten stehen auf dem Speiseplan der Tiere, insbesondere während
der Brutsaison ergänzen Frösche und Eidechsen diese Kost. Foto: 2006, Habarana
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Wasserfasan (Pheasant-tailed Jacana, Hydrophasianus chirurgus)
Der
deutsche Name ist ein wenig irreführend. Beim Wasserfasan handelt es
sich um ein Mitglied der Familie der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes)
und nicht um einen Fasan im eigentlichen Sinne.
Das Gefieder dieser 30 Zentimeter langen Vogelart ist größtenteils
schwärzlich braun gefärbt. Das Gesicht, die Kehle und die Flügel sind
weiß; im Nacken befindet sich ein gelblicher Bereich. Die Beine und Füße
sind grau gefärbt, die Zehen dieser Vögel sind extrem lang. Anders als
bei den meisten Vogelarten ist beim Wasserfasan das Weibchen größer als
das Männchen und außerdem ein wenig kräftiger gefärbt. Während der Brutzeit
tragen Wasserfasane einen langen, fasanartigen Schwanz, der ihre
Körperlänge auf 50 Zentimeter und mehr steigen lässt. Indien, Sri
Lanka, Südostasien, Südchina und Taiwan sind die Heimat dieser Vögel.
Außer im Hochland kommt diese Vogelart in Sri Lanka an Seen und Teichen
mit dichtem Wasserpflanzenbewuchs vor. Auf der schwimmenden Vegetation
läuft der Wasserfasan umher, aufgrund seiner großen Füße ist ihm dies
möglich. Er pickt Insekten und Wirbellose von den Blättern. Foto: 2006, Habarana
Weißbartseeschwalbe (Whiskered Tern, Chlidonias hybridus hybridus)
Die
Weißbartseeschwalbe ist ein Seevogel, der in seinem riesigen
Verbreitungsgebiet, das sich von Europa über Afrika und Asien bis nach
Australien erstreckt, in drei Unterarten vorkommt. In tropischen Zonen
beheimatete Vögel sind dort ganzjährig anzutreffen, in anderen Regionen
sind die Tiere Zugvögel, die in südlichen Gefilden überwintern. In Sri
Lanka ist die Weißbartseeschwalbe 26 Zentimeter groß und damit die
größte im Land vorkommende Seeschwalbe. Zudem ist sie die häufigste
Vertreterin ihrer Familie. Im Schlichtkleid ist das Gefieder überwiegend
weiß bis weißgrau gefärbt und ein schwacher schwarzer Streifen erstreckt
sich von den Augen bis zum Hinterkopf. Schnabel und Beine dieser
Vogelart sind dann ebenfalls schwarz gefärbt. Während der Brutsaison von
Februar an ist das Kopfgefieder oberhalb dieser Streifen schwarz
gefärbt. Beine und Schnabel sind im Prachtkleid rötlich gefärbt. Sümpfe,
Seen, ausgedehnte überflutete Reisfelder im Binnenland, zuweilen Lagunen
und Küsten sind typische Orte, an denen man diese Vögel antrifft.
Foto: 2006, Habarana
Weißbauch-Seeadler (White-bellied Sea Eagle, Haliaeetus leucogaster)
In Sri Lanka sowie generell im indomalaiischen und australischen
Raum ist der Weißbauch-Seeadler ein häufig vorkommender
Greifvogel. Die Tiere sind bis zu 85 Zentimeter groß und an der
Körperunterseite weiß gefärbt. Auch der Kopf, der Nacken und der
Rücken sind weiß. Die Schwungfedern sind schwarz gefärbt, die
kleinen Deckfedern der Flügel auf der Oberseite sind
schiefergrau. Der keilförmige Schwanz ist, abgesehen von zwei
seitlichen schwarzen Bereichen im oberen Drittel, weiß gefärbt.
Schnabel und Wachshaut (Nase) sind grau gefärbt, die Beine und
Füße sind blassgrau. Weißbauch-Seeadler kommen in Küstengegenden
und im küstennahen Hinterland vor. Darüber hinaus ist diese
Spezies in Sri Lanka an Binnengewässern und Flüssen anzutreffen.
In den feuchten Landesteilen hält sich der Weißbauch-Seeadler
seltener auf als in den trockenen Zonen. Zwar stammt der
Großteil der Nahrung dieser Vögel aus dem Wasser (Fische,
Frösche, etc.), aber Vögel, Reptilien und andere Wirbeltiere
stehen ebenso auf ihrem Speisezettel.
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Foto: 2006, Aluthgama |
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Foto: 2006, Udawalawe-Nationalpark |
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Weißbrust-Kielralle (White-breasted Waterhen, Amaurornis phoenicurus phoenicurus)
Indien, Sri Lanka, die
Malediven und der Bereich von Südchina bis nach Indonesien sind die
Heimat der Weißbrust-Kielralle. Diese Vogelart ist etwa 30 Zentimeter
groß und lebt in Sümpfen, Reisfeldern und feuchten Gebieten bis in
Höhenlagen von 1.800 Meter. Die Körperoberseite ist bei erwachsenen
Individuen dunkelgrau gefärbt, die Körperunterseite, der Hals und das
Gesicht sind weiß gefärbt. Der Oberschnabel ist an der Basis dunkelrot,
dieser Farbton verläuft zur Spitze hin in ein dunkles Gelb; der
Unterschnabel ist gelb gefärbt. Auch die Beine erwachsener Vögel sind
gelb. Völlig unterschiedlich sehen die Jungvögel im ersten Jahr aus. Sie
sind überwiegend braun gefärbt, siehe Foto unten rechts. Insekten,
kleine Fische und Sämereien bilden die Nahrung der Weißbrust-Kielralle.
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Altvogel, Foto: 2006, Aluthgama |
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Diesjähriger Jungvogel, Foto:
2006, Kalawila |
Weißstirn-Fächerschwanz (White-browed Fantail, Rhipidura aureola compressirostris)
Innerhalb
des Gebiets von Indien über Sri Lanka sowie im Bereich östlich bis nach
Vietnam kommt der Weißstirn-Fächerschwanz vor. Diese 17 Zentimeter große
Vogelart ist an einer typischen Verhaltensweise leicht zu erkennen: Die
Tiere fächern ihren Schwanz auf und zucken dabei mit den Flügeln. Das
Gefieder ist an der Stirn weiß gefärbt, der restliche Kopf ist
dunkelgrau und trägt einige helle Flecken auf den Wangen. Die Kehle ist
ebenfalls grau, ferner der Rücken und die Flügel. Der Schwanz ist
schwarz und weiß gefärbt, die Körperunterseite ist weiß. Auf den Flügeln
tragen die Vögel einige helle Punkte. Beine und Schnabel sind dunkel
gefärbt. Wälder, Gärten und offene Gebüschlandschaften sind Orte, an
denen man diese Tiere in ganz Sri Lanka antrifft. Insekten bilden die
Nahrung des Weißstirn-Fächerschwanzes.
Foto: 2006, Udawalawe-Nationalpark
Wollhalsstorch (Woolly-necked Stork, Ciconia episcopus episcopus)
Mit
seiner Körpergröße von 80 bis 90 Zentimeter ist der Wollhalsstorch kaum
zu übersehen, wenn er in der Landschaft steht. Auf dem Kopf tragen
Wollhalsstörche eine schwarze Kappe. Das Gefieder ist am Hinterkopf,
Nacken, Hals und am vorderen Brustbereich weiß und wollig; der Bauch ist
ebenfalls weiß gefärbt. Der Rest des Körpers trägt überwiegend schwarze
Federn. An den Schultern befinden sich Bereiche mit rötlichem Anflug.
Die Unterseite der Schwanzfedern ist weiß gefärbt und die Flügeldecken
tragen einen dunkelgrünen Schimmer. Der lange Schnabel ist schwarz-rot
gefärbt und die Beine sind rot. In der Nähe von Gewässern des Tieflandes
sind diese Vögel meist in Paaren oder kleinen Gruppen zu beobachten. Zum
Schlafen und Rasten ziehen sich die Wollhalsstörche in Bäume zurück.
Fische, Amphibien, Schlangen und Eidechsen bilden ihre Nahrung.
Foto: 2006, Udawalawe-Nationalpark
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Zwerg-Raupenwürger (Common Woodshrike, Tephrodornis pondicerianus affinis)
Diese
Vogelart, von der ich leider kein besseres Foto besitze, ist 16
Zentimeter groß und am gesamten Körper in unterschiedlichen
Schattierungen matt grau gefärbt. Die Maske des Zwerg-Raupenwürgers ist
dunkel gefärbt, der Schnabel ist relativ kräftig, wie es für Vögel aus
der Familie der Würger typisch ist. Der Schwanz ist dunkel gefärbt, nur
die äußeren Schwanzfedern sind weiß. Beide Geschlechter sehen gleich
aus. In kleinen Gruppen oder paarweise sind die Tiere zu beobachten, sie
halten sich meist in Baumkronen auf. Dort jagen sie nach ihrer Nahrung,
die aus Insekten besteht. Diese Vögel kommen in Sri Lanka im Tiefland
und bis in Höhenlagen von etwa 1.000 Meter vor. Das Verbreitungsgebiet
der Zwerg-Raupenwürger erstreckt sich von Pakistan über Indien bis nach
Südostasien.
Foto: 2006, Aluthgama
Zwergtaucher (Little Grebe, Tachybaptus ruficollis capensis)
Europa,
Asien und Afrika sind die Heimat des Zwergtauchers. In Sri Lanka ist er
der kleinste Schwimmvogel, der sich am Süßwasser aufhält. Die Vögel
werden dort lediglich 23 Zentimeter lang. Das Brutkleid des
Zwergtauchers ist am Hals und an den Wangen rötlich gefärbt, der
restliche Körper ist nahezu komplett braun befiedert, nur der hintere
Körperbereich trägt helle Federn. Die Schnabelwinkel sind leuchtend
grüngelb gefärbt, sie wirken aus größerer Entfernung jedoch eher weiß.
Weil sie sehr gut schwimmen und tauchen können, jagen Zwergtaucher unter
Wasser nach Fischen. Aber auch Insekten stehen auf ihrem Speisezettel.
Da diese Vögel sehr scheu sind, lassen sie sich meist nur aus großer
Entfernung beobachten. Zudem sind sie in Sri Lanka nur in kleiner Zahl
anzutreffen.
Foto: 2006, Habarana
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