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Seidenreiher (Little Egret, Egretta garzetta)
Teile Europas, Asiens, Afrikas und Australiens bilden das Verbreitungsgebiet des Seidenreihers. Maximal 65 Zentimeter können diese Vögel groß werden. Ihr Gefieder ist am gesamten Körper rein weiß. Schnabel und Beine sind schwarz gefärbt. Seine Füße sind hingegen gelb, woran man den Seidenreiher von anderen Spezies unterscheiden kann. Im Prachtkleid tragen Seidenreiher lange, feine Schmuckfedern, die seidig wirken und der Vogelart ihren Namen eingebracht haben. Im Tiefland Sri Lankas findet man diese Vögel vor allem an Reisfeldern, Lagunen, an den Ufern von Stauseen und Gewässern sowie in Sumpfgebieten; im trockenen Landesteil leben mehr Seidenreiher als im feuchten. Ferner kann man die Spezies eher im Küstenbereich als im Binnenland antreffen, wobei die Tiere selten direkt in Strandnähe zu beobachten sind. Fische, Krustentiere und Insekten bilden die Nahrung dieser stattlichen Vögel. (Foto: Nähe Sinharaja-Regenwald, 2006)
Silberreiher (Great Egret, Egretta alba)
Mit seiner Körpergröße von rund 90 Zentimetern und der
Flügelspannweite von etwa 190 Zentimetern ist der Silberreiher in Sri Lanka einer der
größten Vertreter der Familie der Reiher. Das Gefieder dieser ganzjährig im Land beheimateten Vogelart ist am gesamten Körper weiß gefärbt. Zwischen Dezember und Mai, also während der Brutsaison, verfärbt
sich der sonst gelbe Schnabel der Vögel schwarz. Beine und Füße des Silberreihers sind ebenfalls schwarz gefärbt.
Die größten Chancen auf eine Sichtung hat man an den Ufern von Gewässern und Lagunen sowie in überfluteten Reisfeldern im Tiefland. Die Ernährung ist wie die des Seidenreihers. (Foto: Bundala Nationalpark, 1998, © Uwe Post)
Stadttaube (Pigeon, Columba livia intermedia)
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Felsentaube, also der Urform der Stadttaube, lag weitab der menschlichen Siedlungen. Die Vögel lebten und brüteten in Felsklippen und -wänden, zum Beispiel an Küsten in Südeuropa. Wie kaum eine andere Vogelart haben sich die Felsentauben neuen Umweltbedingungen angepasst und sich dem Menschen angeschlossen, als er zusehends größere Siedlungen baute. Zudem wurden die Tauben gezüchtet, um sie zu essen, zu Brieftauben auszubilden oder ganz einfach um besondere Mutationen zu erhalten. Immer wieder entkamen solche Zuchttauben in die Freiheit und siedelten sich in Städten an. Mit dem Menschen gelangten sie so als Stadttauben an viele weit entfernte Orte dieser Welt. Auch in Asien ist die Stadttaube heimisch geworden. In Sri Lanka findet man diese 30 bis 35 Zentimeter großen und in ihrer Färbung recht variablen Vögel in Siedlungen und Tempelanlagen. Anders als in Deutschland schlägt den Vögeln in Sri Lanka kein Hass entgegen, sie werden nicht verächtlich als Ratten der Lüfte bezeichnet, sondern von den überwiegend buddhistischen Sri-Lankern als Mitgeschöpfe akzeptiert. (Foto: Kande Vihara, Aluthgama, 2006)
Storchschnabelliest (Stork-billed Kingfisher, Pelargopsis capensis capensis)
Von Indien bis Indonesien reicht das Verbreitungsgebiet des prächtig gefärbten Storchschnabelliests, der zur Familie der Eisvögel gehört. Diese 39 Zentimeter großen Vögel haben einen grau-braunen Kopf, einen grünen Rücken sowie blaue Flügel und einen ebenso gefärbten Schwanz. Der Hals, der Nacken und die Körperunterseite sind blassgelb gefärbt. Auffällig groß ist der dunkelrote Schnabel, dessen Spitze dunkel bis schwarz gefärbt ist. Die Beine sind ebenfalls dunkelrot gefärbt. Innerhalb des Verbreitungsgebiets kommen 15 Unterarten vor, in Sri Lanka ist die Nominatform heimisch. Der Storchschnabelliest lebt in baumreichen Gegenden an Gewässern, Flüssen und Küsten, dort vor allem in Mangroven. Einzeln oder in lockeren Paaren sitzen die Vögel meist auf Ästen in der Nähe des Wassers und halten nach Nahrung Ausschau. Fische, Frösche, Krabben, kleine Nagetiere und Jungvögel bilden ihre Nahrung. Von den in Sri Lanka vorkommenden sieben Eisvogelarten (eine Art kommt nur sehr selten vor) ist der Storchschnabelliest der größte. (Foto: Habarana, 2006)
Strauchschmätzer (Black-backed Robin, Saxicoloides fulicata)
Pakistan, Indien und Sri Lanka sind die Heimat des Strauchschmätzers. Diese 16 bis 19 Zentimeter langen Vögel ernähren sich von Insekten. Die Männchen sind nahezu am gesamten Körper glänzend schwarz gefärbt. An den Flügeln befinden sich einige weiße Bereiche, die man jedoch häufig aufgrund der Federstellung nicht sieht. Die Kloakengegend ist kastanienbraun gefärbt. Der Schwanz ist lang und wird von den Männchen vor allem beim Singen oder bei Aufregung steil aufgerichtet, siehe Foto rechts. Schnabel und Beine sind ebenfalls dunkel gefärbt. Weibchen sind dunkelbraun bis dunkelgrau gefärbt und tragen kastanienbraune Federn rund um die Kloake. Gärten, Kulturbereiche sowie gebüschreiche Zonen vom Tiefland bis in Höhenlagen von 1.600 Metern sind die bevorzugten Aufenthaltsorte dieser Vögel. Im feuchten Landesteil kommen sie weniger häufig vor als im trockenen. (Foto: Habarana, 2006)
Wasserfasan (Pheasant-tailed Jacana, Hydrophasianus chirurgus)
Der deutsche Name ist ein wenig irreführend. Beim Wasserfasan handelt es sich um ein Mitglied der Familie der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes). Das Gefieder dieser 30 Zentimeter langen Vogelart ist größtenteils schwärzlich braun gefärbt. Das Gesicht, die Kehle und die Flügel sind weiß; im Nacken befindet sich ein gelblicher Bereich. Die Beine und Füße sind grau gefärbt, die Zehen dieser Vögel sind extrem lang. Anders als bei den meisten Vogelarten ist beim Wasserfasan das Weibchen größer als das Männchen und zudem ein wenig kräftiger gefärbt. Während der Brutzeit tragen Wasserfasane einen langen, fasanartigen Schwanz, der ihre Körperlänge auf 50 Zentimeter und mehr ansteigen lässt. Indien, Sri Lanka, Südostasien, Südchina und Taiwan sind die Heimat dieser Vogelart. Außer im Hochland kommt diese Vogelart in Sri Lanka an Seen und Teichen mit dichtem Wasserpflanzenbewuchs vor. Auf der schwimmenden Vegetation läuft der Wasserfasan umher, aufgrund seiner großen Füße ist ihm dies möglich. Er pickt Insekten und Wirbellose von den Blättern. (Foto: Habarana, 2006)
Weißbartseeschwalbe (Whiskered Tern, Chlidonias hybridus hybridus)
Die Weißbartseeschwalbe ist ein Seevogel, der in seinem riesigen Verbreitungsgebiet, das sich von Europa über Afrika und Asien bis nach Australien erstreckt, in drei Unterarten vorkommt. In tropischen Zonen beheimatete Vögel sind dort ganzjährig anzutreffen, in anderen Regionen sind die Tiere Zugvögel, die in südlichen Gefilden überwintern. In Sri Lanka ist die Weißbartseeschwalbe 26 Zentimeter groß und damit die größte im Land vorkommende Seeschwalbe. Zudem ist sie die häufigste Vertreterin ihrer Familie. Im Schlichtkleid ist das Gefieder überwiegend weiß bis weißgrau gefärbt und ein schwacher schwarzer Streifen erstreckt sich von den Augen bis zum Hinterkopf. Schnabel und Beine dieser Vogelart sind dann ebenfalls schwarz gefärbt. Während der Brutsaison von Februar an ist das Kopfgefieder oberhalb dieser Streifen schwarz gefärbt. Beine und Schnabel sind im Prachtkleid rötlich gefärbt. Sümpfe, Seen, ausgedehnte überflutete Reisfelder im Binnenland, zuweilen Lagunen und Küsten sind typische Orte, an denen man diese Vögel antrifft. (Foto: Habarana, 2006)
Weißbauch-Seeadler (White-bellied Sea Eagle, Haliaeetus leucogaster)
In Sri Lanka sowie generell im indomalaiischen und australischen Raum ist der Weißbauch-Seeadler ein häufig vorkommender Greifvogel. Die Tiere sind bis zu 85 Zentimeter groß und an der Körperunterseite weiß gefärbt. Auch der Kopf, der Nacken und der Rücken sind weiß. Die Schwungfedern sind schwarz gefärbt, die kleinen Deckfedern der Flügel auf der Oberseite sind schiefergrau. Der keilförmige Schwanz ist, abgesehen von zwei seitlichen schwarzen Bereichen im oberen Drittel, weiß gefärbt. Schnabel und Wachshaut (Nase) sind grau gefärbt, die Beine und Füße sind blassgrau gefärbt. Weißbauch-Seeadler kommen in Küstengegenden und dem küstennahen Hinterland vor. Darüber hinaus ist diese Spezies in Sri Lanka an Binnengewässern und Flüssen anzutreffen. In den feuchten Landesteilen kommt der Weißbauch-Seeadler seltener vor als in den trockenen Zonen. Zwar stammt der Großteil der Nahrung dieser Vögel aus dem Wasser (Fische, Frösche, etc.), aber Vögel, Reptilien und andere Wirbeltiere stehen ebenso auf ihrem Speisezettel. (Foto links: Aluthgama, 2006; Foto rechts: Udawalawe-Nationalpark, 2006)
Weißbrust-Kielralle (White-breasted Waterhen, Amaurornis phoenicurus phoenicurus)
Indien, Sri Lanka, die Malediven und der Bereich von Südchina bis nach Indonesien sind die Heimat der Weißbrust-Kielralle. Deise Vogelart ist etwa 30 Zentimeter groß und lebt in Sümpfen, Reisfeldern und feuchten Gebieten bis in Höhenlagen von 1.800 Metern. Die Körperoberseite ist bei erwachsenen Individuen dunkelgrau gefärbt, die Körperunterseite, der Hals und das Gesicht sind weiß gefärbt. Der Oberschnabel ist an der Basis dunkelrot gefärbt und verläuft zur Spitze hin in ein dunkles Gelb, der Unterschnabel ist gelb gefärbt. Auch die Beine erwachsener Vögel sind gelb. Völlig unterschiedlich sehen die Jungvögel im ersten Jahr aus. Sie sind überwiegend braun gefärbt, siehe rechts der beiden Fotos. Insekten, kleine Fische und Sämereien bilden die Nahrung der Weißbrust-Kielralle. (Foto links: Aluthgama, 2006; Foto rechts: Nähe Brief Garden, 2006)
Weißstirn-Fächerschwanz (White-browed Fantail, Rhipidura aureola compressirostris)
Indien, Sri Lanka und der Bereich östlich bis nach Vietnam bilden das Verbreitungsgebiet des Weißstirn-Fächerschwanzes. Diese 17 Zentimeter große Vogelart ist an einer typischen Verhaltensweise leicht zu erkennen: Die Tiere fächern ihren Schwanz auf und zucken dabei mit den Flügeln. Das Gefieder ist an der Stirn weiß gefärbt, der restliche Kopf ist dunkelgrau und trägt einige helle Flecken auf den Wangen. Die Kehle ist ebenfalls grau, ferner der Rücken und auch die Flügel. Der Schwanz ist schwarz und weiß gefärbt, die Körperunterseite ist reinweiß. Auf den Flügeln tragen die Vögel einige helle Punkte. Beine und Schnabel sind dunkel gefärbt. Wälder, Gärten und offene Gebüschlandschaften sind Orte, an denen man diese Tiere in ganz Sri Lanka antrifft. Insekten bilden die Nahrung des Weißstirn-Fächerschwanzes. (Foto: Udawalawe-Nationalpark, 2006)
Wollhalsstorch (Woolly-necked Stork, Ciconia episcopus episcopus)
Mit seiner Körpergröße von 80 bis 90 Zentimetern ist der Wollhalsstorch kaum zu übersehen, wenn er in der Landschaft steht. Auf dem Kopf tragen Wollhalsstörche eine schwarze Kappe. Das Gefieder ist am Hinterkopf, Nacken, Hals und am vorderen Brustbereich weiß und wollig; der Bauch ist ebenfalls weiß gefärbt. Der Rest des Körpers ist überwiegend schwarz gefärbt. An den Schultern befinden sich Bereiche mit rötlichem Anflug. Die Unterseite der Schwanzfedern ist weiß gefärbt und die Flügeldecken tragen einen dunkelgrünen Schimmer. Der lange Schnabel ist schwarz-rot gefärbt und die Beine sind ebenfalls rot. In der Nähe von Gewässern des Tieflandes sind diese Vögel meist in Paaren oder kleinen Gruppen zu beobachten. Zum Schlafen und Rasten ziehen sie sich in Bäume zurück. Fische, Amphibien, Schlangen und Eidechsen bilden ihre Nahrung. (Foto: Udawalawe-Nationalpark, 2006)
Zwerg-Raupenwürger (Common Woodshrike, Tephrodornis pondicerianus affinis)
Diese Vogelart, von der ich leider kein besseres Foto besitze, ist 16 Zentimeter groß und am gesamten Körper in unterschiedlichen Schattierungen mattgrau gefärbt. Die Maske ist dunkel gefärbt, der Schnabel ist relativ kräftig, wie es für Vögel aus der Familie der Würger typisch ist. Der Schwanz ist dunkel gefärbt, nur die äußeren Schwanzfedern sind weiß. Beide Geschlechter dieser Vogelart sehen gleich aus. In kleinen Gruppen oder paarweise sind die Tiere zu beobachten, sie halten sich meist in Baumkronen auf. Dort jagen sie nach ihrer Nahrung, die aus Insekten besteht. Diese Vögel kommen in Sri Lanka im Tiefland und bis in Höhenlagen von etwa 1000 Metern vor. Das Verbreitungsgebiet der Zwerg-Raupenwürger erstreckt sich von Pakistan über Indien bis nach Südostasien. (Foto: Aluthgama, 2006)
Zwergtaucher (Little Grebe, Tachybaptus ruficollis capensis)
Europa, Asien und Afrika sind die Heimat des Zwergtauchers. In Sri Lanka ist er der kleinste Schwimmvogel, der sich am Süßwasser aufhält. Die Vögel werden dort lediglich 23 Zentimeter lang. Das Brutkleid des Zwergtauchers ist am Hals und an den Wangen rötlich gefärbt, der restliche Körper ist nahezu komplett braun befiedert, nur der hintere Körperbereich trägt helle Federn. Die Schnabelwinkel sind leuchtend grüngelb gefärbt, sie wirken aus größerer Entfernung jedoch eher weiß. Weil sie sehr gut schwimmen und tauchen können, jagen Zwergtaucher unter Wasser nach Fischen, aber auch Insekten stehen auf ihrem Speisezettel. Da diese Vögel sehr scheu sind, lassen sie sich meist nur aus großer Entfernung beobachten. Zudem sind sie in Sri Lanka und auch im restlichen Verbreitungsgebiet nur in kleiner Zahl anzutreffen. (Foto: Habarana, 2006)
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