Sri Lanka

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Ausflugstipps für Sri Lanka

Reisfeld mit WasserbüffelnSri Lanka ist ein Land, in dem man immens viele verschiedene Dinge erleben kann. Kulturelle Höhepunkte lassen sich während einer 14-tägigen Reise ebenso genießen wie Wanderungen durch urtümliche Waldgebiete, Safaris zu wilden Tieren oder religiöse Zeremonien in einer der vielen Tempelanlagen. Ebenfalls beliebt sind Ayurveda-Kuren und das Schwimmen im Meer. Angesichts der fantastischen Sehenswürdigkeiten, die Sri Lanka bietet, wäre es zu schade, sich hinter dem Zaun einer Luxushotelanlage zu verschanzen. Ins bunte Sri Lanka einzutauchen, ist leicht, denn vor Ort gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Land zu erkunden. Reisende haben deshalb bei den Ausflügen oft die Qual der Wahl.

Gruppenreise oder Individualtour?

Zug auf der Eisenbahnbrücke in AluthgamaAusflüge lassen sich auf verschiedene Weise unternehmen. Große Reiseveranstalter bieten unterschiedliche Touren an, deren Länge von einigen Stunden (zum Beispiel Flusssafaris) bis zu mehreren Tagen (Inselrundfahrten) variiert. Derlei Touren lassen sich freilich auch bei Einheimischen buchen, wo sie meist erheblich preisgünstiger sind. Allerdings besteht dann nicht immer derselbe Versicherungsschutz wie bei den großen Touranbietern, dessen sollte man sich stets bewusst sein. Einige Urlauber, denen ich begegnet bin, sind mit Einheimischen, die ihnen die Reisen am Strand verkauft haben, durch Sri Lanka gefahren und sind anschließend begeistert gewesen. Andere haben wiederum davon abgeraten, sich auf die "Beachboys" einzulassen, weil sie mit diesen Männern auf Rundreisen keine guten Erfahrungen gemacht hatten. Aufgrund dieser völlig gegensätzlichen Rückmeldungen ist eine allgemeingültige Aussage für oder gegen diese Ausflüge nicht möglich. Viel mehr scheint die Qualität des Ausflugs jeweils davon abzuhängen, an wen man im Einzelfall gerät.

Hängebrücke bei HalloluwaDie oben erwähnten Ausflüge unternimmt man meist in zusammengewürfelten Gruppen, deren Mitglieder sich untereinander häufig nicht kennen. Das kann gut gehen oder auch nicht. Ich selbst habe riesengroßes Glück gehabt, als ich im November 2006 eine dreitägige Inselrundfahrt mit ganz wunderbaren Menschen unternommen habe. Gäste aus meinem Hotel haben mir allerdings vom genauen Gegenteil berichtet. In ihrer kleinen Reisegruppe hat eines der Mitglieder häufig gepöbelt und ist ständig angetrunken gewesen. Als der Reiseleiter diesem Urlauber davon abgeraten hat, vor der Besteigung des Sigiriya-Felsens morgens zum Frühstück das übliche Bier zu trinken, ist der Tumult entsprechend groß gewesen. Mit solchen Zeitgenossen unternehmen sicher die meisten Urlauber nur ungern eine Rundreise.

Bahnhof an der Südwestküste Sri LankasMöchte man auf Nummer sicher gehen, was die Mitreisenden anbelangt, sollte man einen Wagen mit Fahrer für sich und seine Begleiter mieten. Das ist zwar teurer als die Reisen in Kleingruppen, aber trotz alledem nicht überteuert. Verglichen mit deutschen Taxipreisen ist es sogar vergleichsweise erschwinglich. Eine weitere Alternative ist es, Ausflüge zu nahe gelegenen Attraktionen auf eigene Faust zu unternehmen. Busse und Züge fahren in den Touristengebieten an der Südwestküste relativ regelmäßig. Sie sind extrem preisgünstig, wobei jedoch aus Sicherheitsgründen lieber Züge als Busse zu nehmen sind. Aufgrund der rücksichtslosen Fahrweise verunglücken Busse in Sri Lanka oft und die Insassen ziehen sich schwere Verletzungen zu. Dagegen reist man mit den Zügen normalerweise sicher von einem Ort zum anderen. Ich habe eine andere Variante gewählt, um in Sri Lanka kurze Strecken individuell zu fahren: mit einem Tuktuk. Wenn man mit einem Fahrer, der einem sympathisch ist, gleich mehrere Ausflüge vereinbart, lässt dieser oft hinsichtlich des Preises gern mit sich handeln. Außerdem kennen die Fahrer die Umgebung sehr gut und haben oft einen schönen Geheimtipp für ein Ausflugsziel parat.

Strand mit Boot bei BeruwelaIm Folgenden möchte ich Ihnen eine kleine Auswahl von Ausflugszielen und Attraktionen vorstellen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Ziele sind von mir besucht worden und ich habe sie als sehr schön empfunden. Neben den auf dieser Seite genannten Sehenswürdigkeiten existieren noch viele weitere, die ich selbst leider bisher nicht aufgesucht habe, weil aufgrund der Fülle der Möglichkeiten, die Sri Lanka bietet, die mir zur Verfügung stehende Zeit einfach zu knapp gewesen ist. So stehen beispielsweise der Berg Adam's Peak, die Horton Plains und Polonnaruwa auf meiner Wunschliste für zukünftige Reisen nach Sri Lanka.

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Meeresschildkröten-Station: Victor Hasselblad Turtle Hatchery and Sea Turtle Research Center in Kosgoda

Junge Suppenschildkröten (Chelonia mydas) im WasserbeckenAn der südlichen und südwestlichen Küste Sri Lankas existieren etliche Schutzstationen für Meeresschildkröten. Die älteste Einrichtung dieser Art ist die Victor Hasselblad Turtle Hatchery im Fischerdorf Kosgoda. Neben zahllosen Jungtieren kann der Besucher dort meist auch verwundete ältere Meeresschildkröten in den Becken sehen, die von Fischern abgegeben worden sind, damit sie in der Obhut der Tierschützer wieder gesund werden können. Oft haben sich diese Tiere zuvor in Netzen verfangen und haben deshalb verwundete Flossen. Panzerverletzungen treten bei den selten gewordenen Tieren ebenfalls auf, sie werden meist durch Zusammenstöße mit Booten verursacht. Auf dem Gelände der Station in Kosgoda werden die Eier der urtümlichen Meerestiere ausgebrütet, später wildern die Mitarbeiter der Station die geschlüpften Jungtiere aus. Für Naturfreunde und Eltern mit Kindern lohnt sich ein Ausflug in eine solche Station, weil man eine Menge über Meeresschildkröten lernt und die niedlichen Jungtiere anfassen darf, sofern man es möchte.

Weitere Informationen über die Schildkrötenstation finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Elefantenwaisenhaus: Pinnawela Elephant Orphanage

Auf dem Gelände des Pinnawela-ElefantenwaisenhausesEinige Kilometer von der Stadt Kandy entfernt, liegt die kleine Ortschaft Kegalla. Dort befindet sich eines der beliebtesten Ausflugsziele Sri Lankas, das sowohl von Einheimischen als auch von Touristen aufgesucht wird: das Pinnawela-Elefantenwaisenhaus. Ein Besuch dieser Einrichtung lohnt sich nicht nur für Tierfreunde. Es ist eine großartige, unvergessliche Erfahrung, die imposanten Tiere aus nächster Nähe beobachten und erleben zu können. In einem eigenen Kapitel dieses Reiseberichts finden Sie zahlreiche Fotos sowie Hintergrundinformationen über das Elefantenwaisenhaus und seine tierischen Bewohner.

Gewürzgärten

Blühender Baum in einem GewürzgartenDas ganzjährig warme und feuchte Klima lässt eine große Pflanzenvielfalt in Sri Lanka gedeihen. Viele dieser Gewächse liefern schmackhafte Früchte oder Gewürze. Wer erfahren möchte, wie die Blätter von Kardamompflanzen riechen, wie das aussieht, was aus einer Ingwerwurzel sprießt oder an welcher Stelle des Baumes die Kakaoblüten entstehen, ist in einem der vielen Gewürzgärten bestens aufgehoben. Adressen kann Ihnen vor Ort Ihr Reiseleiter nennen Einheimische geben ebenfalls gern Tipps. Einige Informationen über Gewürzgärten finden Sie im gleichnamigen Kapitel dieses Reiseberichts.

Botanischer Garten in Peradeniya

Orchidee im botanischen GartenEin Muss für Pflanzenliebhaber ist ein Besuch des Botanischen Gartens von Peradeniya. Dieser Ort liegt etwa sechs Kilometer vom Stadtzentrum Kandys entfernt. Täglich von 07.30 bis 17.00 Uhr öffnet diese herrliche Parkanlage ihre Pforten für Besucher. Das Gelände ist riesig und man kann dort problemlos einige Stunden verbringen, ohne sich zu langweilen. Überall gibt es etwas zu entdecken, was man auch auf eigene Faust ganz gut bewerkstelligen kann, da die Pflanzen mit Hinweistafeln versehen sind. In Begleitung eines fachkundigen Führers durch den Garten zu schlendern, halte ich jedoch für erheblich lehrreicher, weil diese Fachleute über ein immenses Wissen verfügen und deshalb erstaunliche Details vermitteln können.

Weitere Informationen und Fotos aus dem botanischen Garten finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

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Brief Garden

Im Brief Garden gibt es zahlreiche Skulpturen wie dieseFür Naturliebhaber, Kunstfreunde und Menschen, die Gartenarchitektur mögen und ihren Urlaub rund um Beruwela verbringen, lohnt sich ein Ausflug in die Anlage namens Brief Garden. Sie ist einige Kilometer von Aluthgama und Bentota entfernt und liegt im ruhigen Hinterland. Im Tourprogramm der großen Agenturen wird man einen Ausflug zum Brief Garten leider meist vergebens suchen. Doch dorthin kann man meist problemlos auf eigene Faust fahren, weil die meisten Tuktukfahrer den Weg zur Anlage kennen und Reisende gern dorthin bringen. Achtung Vogelfreunde: An kaum einem anderen Ort der Südwestküste habe ich so leicht Greifvögel und beispielsweise Bronzefruchttauben in so großer Zahl beobachten können wie im Brief Garden.

Weitere Informationen und viele Fotos finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Kandy Dance Show

Während der kulturellen Aufführung in Kandy gibt es unter anderem den Pantheru-Tanz zu sehenAllabendlich finden in der Stadt Kandy Vorführungen der historischen Tänze Sri Lankas statt, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Die Anmut und Geschicklichkeit der Tänzerinnen und Tänzer dürfte selbst den einen oder anderen Kulturmuffel begeistern. Hinzu kommt, dass die meisten jener Künstler ausgesprochen schön anzusehen sind und das nicht nur wegen ihrer Kostüme. Bei den Tanzshows lernen Sie zudem einige klassische sri-lankische Instrumente wie einen mit dem Tamburin verwandten Messingring namens Pantheru kennen.

Weitere Informationen über die Tanzdarbietungen finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Teeplantagen

Großer Baum auf einer TeeplantageSelbst wenn Sie kein Teetrinker sind, sollten Sie sich den Besuch einer Teeplantage nicht entgehen lassen. Es ist absolut sehenswert, wie die Blätter des im Hochland und auch an einigen Stellen des Tieflandes in Sri Lanka vielerorts präsenten Teestrauchs zu aromatischen Tees verarbeitet werden. Kostproben sind bei den Führungen durch die Teefabriken meist inklusive und in vielen der Probierstuben können Sie leckeren, frisch gebackenen Kuchen zu Ihrer Tasse Tee genießen. Natürlich kann vor Ort auch günstig Tee eingekauft werden.

Weitere Informationen über Teeplantagen finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

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Wasserfälle

Ramboda Falls im Hochland Sri LankasDas ständig feucht-heiße sowie die Lage im Indischen Ozean bringen Sri Lanka das gesamte Jahr über reichlich Regen, der sich in 103 Flüssen vom zentralen Hochland aus seinen Weg ins Meer bahnt. Viele dieser Flüsse stürzen an Felsen in die Tiefe und bilden herrliche Wasserfälle. Weil die Insel so viele Wasserfälle beherbergt, ist es relativ leicht, bei einer Rundreise mindestens eine dieser Kaskaden aufzusuchen, denn die meisten liegen quasi direkt am Weg. Wer sich gern Wasserfälle anschaut, sollte sich bei Einheimischen oder beim Reiseleiter vor Ort erkundigen, wo die spektakulärsten Kaskaden zu finden sind. Oft kann man jedoch nicht besonders nah an die Wasserfälle heran gehen, wenn man in Gruppen unterwegs ist. Für Menschen, die die Naturwunder aus der Nähe betrachten möchten, empfehlen sich deshalb private Rundreisen in sehr kleinen Gruppen, bei denen man sich abstimmen und auf die Wünsche der einzelnen Reisenden eingehen kann. Foto in diesem Absatz: Ramboda Falls im Hochland von Nuwara Eliya.

Devon Falls, einer der vielen schönen Wasserfälle Sri LankasAuch ich bin der Schönheit des die Felsen herabstürzenden Wassers erlegen, als ich über die Insel gereist bin. Besonders beeindruckt haben mich die Devon Falls, siehe Foto rechts, und die St. Clair's Falls, siehe Panorama unten. Diese beiden Wasserfälle liegen vergleichsweise dicht beieinander und man braucht mit dem Auto von einem zum anderen nur wenige Minuten. Die St. Claire Falls werden oft auch als "Sri Lankas Niagarafälle" bezeichnet, es handelt sich um den breitesten Wasserfall des Landes. Er misst in der Breite etwa 50 Meter und ist 80 Meter hoch. Wenn nach einem starken Regenguss besonders viel Wasser über die Felsen rinnt, sieht er ausgesprochen imposant aus. Ich hatte Glück, ihn in voller Schönheit zu Gesicht zu bekommen - nur ein wenig Sonnenschein hat gefehlt. Der vom Kotmale-Fluss gebildete Wasserfall wird in zwei Segmente unterteilt: Big St. Clair und Small St. Clair. Rund um den Wasserfall wachsen Teebüsche, weil sich hier einst eine Plantage befunden hat, die heute allerdings nicht mehr bewirtschaftet wird. In der Abbildung unter diesem Absatz können Sie interaktiv navigieren und zoomen.

Fluss-Safaris

Der Bentota-Fluss wird von zahllosen Mangroven gesäumtViele Reiseveranstalter bieten jenen Touristen, die in den Hotels der Küstenorte untergebracht sind, halb- oder ganztägige Fluss-Safaris an; auch einige einheimische Bootsbesitzer fahren Urlauber gegen eine Gebühr auf den Flüssen umher. Bei einer solchen Safari schippert man mit einem Boot gemächlich über die meist relativ breiten und verästelten Flussdeltas, Seen oder Lagunen Sri Lankas. Ich selbst bin einmal auf dem Madu Ganga umher gefahren und einmal auf dem Bentota Ganga. Beide Fahrten sind beeindruckend schön gewesen. Vom Boot aus lassen sich viele Tiere beobachten. Am Himmel kreisen unter anderem Weißbauch-Seeadler oder man sieht einen Brahminenweih. Außerdem sind Reiher und verschiedene Kormoranarten allgegenwärtig, darüber hinaus sind unterschiedliche Eisvogelspezies typisch für diesen Lebensraum. Auch Sumpfkrokodile und Warane kann man während solcher Fluss-Safaris normalerweise gut beobachten.

Achtung: Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel und Schatten sucht man in den meisten Booten vergebens, denn nicht alle sind überdacht. Deshalb ist es ratsam, eine Kopfbedeckung zu tragen und ein wirksames Sonnenschutzmittel zu benutzen, damit man die Fluss-Safari ohne Sonnenstich und -brand übersteht.

Infos über die Fluss-Safaris, an denen ich selbst teilgenommen habe, finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

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Tempelanlagen

Der Zahntempel in Kandy am AbendBuddhistische und hinduistische Tempel finden sich in Sri Lanka an vielen Stellen. Die meisten dieser Bauwerke sind klein und mehr Orte der täglichen Religionsausübung als Touristenattraktionen. Es sind vor allem die großen Tempelanlagen mit riesigen Buddha-Statuen oder besonderen Malereien, die von Urlaubern aufgesucht werden. Ich selbst habe solch beeindruckende Orte wie die Höhlentempel von Dambulla oder den Zahntempel in Kandy besucht (siehe Foto rechts). Kleine Tempelanlagen habe ich ebenfalls angeschaut und dort hautnah miterlebt, wie die Sri-Lanker ihren Glauben im Alltag ausleben. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen, weshalb ich jedem Kulturinteressierten empfehle, einen jener kleinen Tempel aufzusuchen und auch diese faszinierende und eher stille Facette Sri Lankas kennen zu lernen.

Zahlreiche Fotos und weitere Informationen über die von mir besuchten Tempelanlagen finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Die Felsenfestung, der Garten und die Wolkenmädchen von Sigiriya

Die berühmten Wolkenmädchen sind barbusige Schönheiten, die aus Wolken ragenEiner der bemerkenswertesten und geschichtsträchtigsten Orte Sri Lankas ist die Felsenfestung von Sigiriya. Aus dem Dschungel erhebt sich an jener Stelle der berühmte Felsbock mit seinen steilen, fast senkrechten Wänden rund 200 Meter hoch. Der Aufstieg ist vor allem wegen der Hitze beschwerlich, aber die Aussicht entlohnt einen für die Anstrengungen. Mit jedem Meter, den man an Höhe gewinnt, wird der Blick über die Umgebung spektakulärer. Allein schon wegen der atemberaubend schönen Fresken, der Wolkenmädchen, lohnt es sich, Sigiriya einen Besuch abzustatten. Wer es sich nicht zutraut, die 1.200 Stufen empor und auch wieder hinab steigen zu können, für den bietet sich die Alternative, sich ausgiebig in der antiken Gartenanlage am Fuße des Felsens umzusehen. Dort gibt es neben alten Badebecken, die durch ein ausgeklügeltes System mit frischem Wasser versorgt werden, unter anderem einen Jahrhunderte alten Springbrunnen zu sehen, der nach wie vor sprudelt. Außerdem beherbergt die Gegend unzählige schöne Tier- und Pflanzenarten.

Einen umfangreichen Bericht über Sigiriya finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Hummanaya - das Blow Hole (Blasloch)

Hummanaya, das Blow HoleAn der Südküste Sri Lankas befindet sich in der Nähe des kleinen Ortes Nakulugawuwa ein ganz besonderes Naturwunder: das Blow Hole namens Hummanaya. Ein Besuch lohnt sich vor allem während der Zeit, in der der Südwestmonsun vorherrscht. In der felsigen Küstenregion liegt ein natürlicher Felskamin, an dessen Unterseite eine kleine Höhle ist. In diese Höhle werden die Wellen des Indischen Ozeans gedrückt, was vor allem bei Flut und hohem Seegang besonders stark der Fall ist. Das Meerwasser, welches von den hinteren Höhlenwänden gestoppt und somit aufgestaut wird, bahnt sich unter dem Druck des mit der nächsten Welle heranrollenden Wassers seinen Weg nach oben in den etwa 25 Meter hohen Kamin. Dabei baut sich noch mehr Druck auf, der sich auf beeindruckende Weise in Form einer bis zu 20 Meter nach oben schnellenden Wasserfontäne entlädt.

Steht man vor der oberen Öffnung des Felskamins, hört man unter sich im Gestein zunächst ein lautes Rumpeln und Grollen, wenn das Meerwasser durch die Strömung in die Höhle gepresst wird. Sobald das Wasser unter hohem Druck in den Kamin schießt, verwandelt sich das Geräusch in ein lautes Zischen und kurz darauf wird die weiße Fontäne sichtbar. Das folgende Video zeigt, wie sich das Blow Hole den Besuchern präsentiert: Link zum Youtube-Clip.

Fischerboote an der Südküste Sri LankasAls ich das Blow Hole während meines Urlaubs im Juni 1998 besucht habe, sind die Bedingungen für hohe Wasserfontänen leider nicht ideal gewesen. Die Fluten sind lediglich nur etwa vier bis sechs Meter nach oben geschossen, was allerdings trotzdem ein beeindruckender Anblick gewesen ist. Weltweit existieren nur sechs derartige Felskamine, zumindest sind bislang keine weiteren entdeckt worden. Das Blow Hole im Süden Sri Lankas ist das zweitgrößte seiner Art und das einzige auf der Insel. In der Nähe der Natur-Sehenswürdigkeit liegen viele kleine Fischerdörfer, was man daran erkennen kann, dass auf dem Meer viele Fischer mit ihren kleinen Booten unterwegs sind, siehe Abbildung in diesem Absatz. Foto © Uwe Post

Falls Sie das Hummanaya ohne einen Fremdenführer aufsuchen möchten, müssen Sie auf die Straße gelangen, die nach Mawella führt. Dort zweigt wenige Meter hinter dem Kilometerstein 185 eine Straße nach rechts ab, der Sie folgen müssen. Nach einer etwa zwei Kilometer langen Fahrt erreicht man eine Dagoba (eine weiße Kuppel). Diese lässt man hinter sich und folgt der Straße einige hundert Meter bis zu einer Stelle, an der man erneut nach rechts abbiegen muss. Halten Sie nach dem vergleichsweise schlecht sichtbaren Hafen Ausschau und gehen Sie darauf zu. Direkt am Hafen beginnt der Trampelpfad, über den Sie zum Blow Hole gelangen. Möglicherweise ist der Weg inzwischen deutlich besser ausgeschildert als während meines Besuchs im Jahr 1998. Falls Sie aktuelle Informationen darüber haben, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen.

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Sinharaja-Regenwald

Im Sinharaja-Regenwald ragen etliche Baumriesen wie dieser emporIm Süden Sri Lankas erstreckt sich eines der letzten völlig unberührten Regenwaldgebiete, in denen die ursprüngliche Vegetation vor der Abholzung bewahrt werden konnte. Das Klima ist feucht-heiß und die Baumriesen sind geradezu überwältigend. Unzählige Tierarten, darunter etliche seltene Spezies, die ausschließlich dort vorkommen, sind im Sinharaja-Regenwald beheimatet. Wer sich für Tiere und vor allem für Pflanzen interessiert und zudem das extreme Klima des Regenwaldes nicht scheut, ist dort bestens aufgehoben. Während mehrstündiger Wanderungen in Begleitung fachkundiger Führer kann man in dem Wald fantastische Beobachtungen machen. Ich habe eine Reihe seltener Vogelarten und außerdem den Nationalvogel Sri Lankas gesehen. Die Pflanzenfülle hat mich geradezu überwältigt und ich habe bisher in keinem anderen von mir bereisten Land ein so schönes Regenwaldgebiet zu Gesicht bekommen.

Ausführliche Infos und viele Fotos über Sinharaja finden Sie im gleichnamigen Kapitel dieses Reiseberichts.

Udawalawe-Nationalpark

Junger Indischer Elefant (Elephas maximus)Der Name dieses Schutzgebiets ist ein echter Zungenbrecher, der Nationalpark an sich dafür umso sehenswerter. Im südlichen Teil der Insel gelegen, bildet das Reservat ein sicheres Refugium und es bietet allerlei großen und kleinen Tieren Platz. Der Udawalawe beherbergt die größte Anzahl wilder Elefanten, die es in sri-lankischen Nationalparks gibt. Im Geländewagen lässt sich das Schutzgebiet erkunden, aussteigen darf man normalerweise nicht. Aber auch vom offenen Wagen aus hat man eine perfekte Aussicht und die Fahrer halten oft an, sodass man viele Fotos anfertigen kann. Von den meisten Touristenorten im Süden und Südwesten Sri Lankas aus kann man den Nationalpark in einer Tagestour erreichen, die Safaris vor Ort dauern einige Stunden.

Detailliertere Informationen über das Naturschutzgebiet und seine Bewohner finden Sie im entsprechenden Kapitel des Reiseberichts.

Bundala-Nationalpark

Im Südwesten Sri Lankas liegt das Bundala-Naturschutzgebiet, das eine große Zahl wilder Tiere, darunter viele Vögel, beheimatet. Dieser Nationalpark befindet sich 260 Kilometer von Colombo entfernt und ist von den meisten Touristenorten aus in einer mehrstündigen Fahrt zu erreichen. Weil der Weg vergleichsweise weit ist, werden Ausflüge in den Nationalpark meist nur in Kombination mit einer Übernachtung in einem Hotel in der Nähe von Bundala angeboten. Als ich 1998 in Sri Lanka gewesen bin, habe ich dieses geschützte Areal gemeinsam mit meinem Reisebegleiter Uwe Post erkunden wollen. Leider hat mich eine Infektion niedergestreckt und ich musste im Hotel das Bett hüten, sodass Uwe den Bundala-Nationalpark ohne mich besucht hat. Im Folgenden beschreibt er, was er dort erlebt hat:

Rosaflamingos (Phoenicopterus roseus)"Einige Kilometer von Hambantota entfernt, wo wir in einem brauchbaren Hotel namens 'The Oasis' direkt am Meer untergebracht waren, liegt der Bundala-Nationalpark. Am Morgen nach der Ankunft im Hotel ging es los: Mit einem Jeep, einem Fahrer und zwei Führern machte ich mich auf den Weg. Es ging einige Kilometer weit durch eine dünn besiedelte Gegend, dann durch Salinen und schließlich in das Schutzgebiet hinein. Der Weg war nur eine Piste und es war heiß. Zu sehen gab es zunächst in der Ferne Unmengen Rosaflamingos, die auf der endlosen, salzverkrusteten Ebene wohnen. Als nächstes begegneten wir einem Elefantenbullen. Obwohl weit und breit keine Artgenossin zu sehen war, war er sexuell erregt - 'big tool', kommentierte einer der Führer mit breitem Grinsen ... Foto © Uwe Post

Eben dieser Führer stieg vom Jeep, als wir wenige Meter von einem Krokodil entfernt anhielten. Ich machte ihm das nach und schoss ein nettes Foto. Aber was er danach tat, imitierte ich nicht - dem Krokodil am Schwanz zu ziehen. Das Tier war aber offensichtlich satt und träge, oder es kannte das schon. Andere Touristen mit ihren Jeeps kamen zwischendurch vorbei, alle waren dichter besetzt als der Jeep, mit dem ich unterwegs war.

Hanumanlangur (Semnopithecus priam thersites)Auf den Bäumen waren zahlreiche Vögel zu sehen. Leider wurde es langsam dämmrig. Mein hoffnungslos überforderter Film (ein 100er-Umkehrfilm, wenn ich mich recht entsinne) bildete bei 210 Millimeter Brennweite einen golden schimmernden Blauschwanzspint, der sich richtig schön in Pose gesetzt hatte, nur unscharf ab. Schon waren wir auf dem Weg zum Ausgang, da liefen zwischen den Bäumen einige Affen, genauer gesagt Südliche Hanuman-Languren, herum, die im Gegenlicht einen doch noch recht fotogenen Eindruck machten. Foto © Uwe Post

Fazit: Eigentlich muss man im Bundala-Nationalpark wesentlich länger verweilen, am besten 'mal eine Stunde an einem Ort, statt die ganze Zeit mit dem Jeep herum zu fahren. Dazu muss man sich aber ein Gefährt mieten oder einen geduldigen Fahrer haben - oder aber eine entsprechende Anzahl Rupien. Ach ja, und wer fotografieren will, sollte das dickste Teleobjektiv mitbringen, das er in die Finger kriegt und einen passenden 1600er-Film. Ich hab mich jedenfalls darüber geärgert, dass ich beides nicht dabei hatte."

Galle und das Galle Fort

Eines der Wahrzeichen der Stadt Galle ist der LeuchtturmIm westlichen Teil der Südküste Sri Lankas liegt die Stadt Galle. 1987 hat die UNESCO die beeindruckende Stadt zum Weltkulturerbe erklärt. Und das nicht ohne Grund, denn der Ort hat seinen ganz besonderen Reiz, weshalb man einen Besuch des Ortes während einer Sri-Lanka-Reise unbedingt einplanen sollte. Das Galle Fort, eine vor langer Zeit von den Holländern erbaute Festung, wirkt wie ein Bollwerk. Seit rund 1.000 Jahren ist Galle zudem durch die arabische Kultur geprägt, es finden sich unter anderem einige Moscheen in der Stadt. Leider kann man die meisten von ihnen nur von außen besichtigen. Das Foto in diesem Absatz zeigt den Leuchtturm von Galle an der Point Utrecht Bastion.

Der verheerende Tsunami vom 26. Dezember 2004 hat die neueren Gebiete von Galle zu weiten Teilen verwüstet. Glücklicherweise ist das Galle Fort ein massives Gebäude aus Stein, das so robust gebaut worden ist, dass es der Kraft des Wassers getrotzt hat und unversehrt geblieben ist.

 

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