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Reisfeld mit Wasserbüffeln Sri Lanka ist ein Land, in dem man immens viele verschiedene Dinge erleben kann. Kulturelle Höhepunkte lassen sich während einer 14-tägigen Reise ebenso genießen wie Wanderungen durch urtümliche Waldgebiete, Safaris zu wilden Tieren oder religiöse Zeremonien in einer der vielen Tempelanlagen. Es wäre eine Schande, sich hinter dem Zaun einer Luxushotelanlage zu verschanzen und nur am Strand zu liegen, ohne etwas von den zahlreichen Dingen zu erleben, die das Land zu bieten hat.

Gruppenreise oder Individualtour?

Großer Baum im Regenwald Ausflüge lassen sich auf verschiedene Weise unternehmen. Große Reiseveranstalter bieten unterschiedliche Touren an, deren Länge von einigen Stunden (zum Beispiel Flusssafaris) bis zu mehreren Tagen (Inselrundfahrten) variiert. Derlei Touren lassen sich freilich auch bei Einheimischen buchen, wo sie meist erheblich preisgünstiger sind. Allerdings besteht dann nicht immer derselbe Versicherungsschutz wie bei den großen Touranbietern, dessen sollte man sich stets bewusst sein. Einige Urlauber, denen ich begegnet bin, sind mit Einheimischen, die ihnen die Reisen am Strand verkauft haben, durch Sri Lanka gefahren und waren begeistert. Andere rieten wiederum davon ab, sich auf die "Beachboys" einzulassen, weil sie keine guten Erfahrungen gemacht hatten. Aufgrund dieser völlig gegensätzlichen Rückmeldungen ist eine allgemeingültige Aussage für oder gegen diese Ausflüge nicht möglich. Viel mehr scheint die Qualität des Ausflugs jeweils davon abzuhängen, an wen man im Einzelfall gerät.

>Hängebrücke bei Halloluwa Die oben erwähnten Ausflüge unternimmt man meist in zusammengewürfelten Gruppen, deren Mitglieder sich untereinander normalerweise nicht kennen. Das kann gut gehen oder auch nicht. Ich selbst hatte riesengroßes Glück und unternahm im November 2006 eine dreitägige Inselrundfahrt mit ganz wunderbaren Menschen. Gäste aus meinem Hotel berichteten mir vom genauen Gegenteil. In ihrer kleinen Reisegruppe hat eines der Mitglieder häufig gepöbelt und war ständig angetrunken. Als der Reiseleiter diesem Urlauber davon abriet, vor der Besteigung des Sigiriya-Felsens morgens zum Frühstück das übliche Bier zu trinken, war der Tumult entsprechend groß. Mit solchen Zeitgenossen unternehmen sicher die meisten Urlauber nur ungern eine Rundreise.

Bahnhof an der Südwestküste Sri Lankas Möchte man auf Nummer Sicher gehen, sollte man sich einen Wagen mit Fahrer mieten. Das ist zwar teurer als die Reisen in Kleingruppen, aber trotz alledem nicht überteuert. Verglichen mit deutschen Taxipreisen ist es sogar recht erschwinglich. Eine weitere Alternative ist es, Ausflüge zu nahe gelegenen Attraktionen auf eigene Faust zu unternehmen. Busse und Züge fahren in den Touristengebieten an der Südwestküste relativ regelmäßig. Sie sind extrem preisgünstig, zugleich jedoch recht unkomfortabel. Ich zog es vor, mit einem Tuktuk die nähere Umgebung zu erkunden. Wenn man mit einem Fahrer, der einem sympathisch ist, gleich mehrere Ausflüge vereinbart, lässt dieser oft hinsichtlich des Preises gern mit sich handeln.

Strand mit Boot bei Beruwela Im Folgenden möchte ich Ihnen eine subjektive Auswahl von Ausflugszielen und Attraktionen vorstellen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Neben den auf dieser Seite genannten Zielen existieren noch viele weitere, die ich selbst leider bisher nicht besucht habe, weil aufgrund der Fülle der Möglichkeiten, die Sri Lanka bietet, die mir zur Verfügung stehende Zeit einfach zu knapp war.

Victor Hasselblad Turtle Hatchery (Meeresschildkröten-Station) and Sea Turtle Research Center in Kosgoda

Junge Suppenschildkröte An der südlichen und südwestlichen Küste Sri Lankas existieren etliche Schutzstationen für Meeresschildkröten. Die älteste Einrichtung dieser Art ist die Victor Hasselblad Turtle Hatchery im Fischerdorf Kosgoda. Neben zahllosen Jungtieren kann der Besucher dort meist auch verwundete ältere Meeresschildkröten in den Becken sehen, die von Fischern abgegeben wurden, damit sie in der Obhut der Tierschützer wieder gesund werden können. Auf dem Gelände werden die Eier der vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten ausgebrütet, später wildern die Mitarbeiter der Station die geschlüpften Jungtiere aus. Für Naturfreunde und Eltern mit Kindern lohnt sich ein Ausflug in eine solche Station, weil man eine Menge über Meeresschildkröten lernt und die niedlichen Jungtiere anfassen darf, sofern man es möchte.

Weitere Informationen über die Schildkrötenstation finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Pinnawela Elephant Orphanage - das Elefantenwaisenhaus

Das Pinnawela-Elefantenwaisenhaus Einige Kilometer von der Stadt Kandy entfernt liegt die kleine Ortschaft Kegalla. Dort befindet sich eines der beliebtesten Ausflugsziele, das sowohl von Einheimischen als auch von Touristen aufgesucht wird: das Pinnawela-Elefantenwaisenhaus. Ein Besuch dieser Einrichtung lohnt sich nicht nur für Tierfreunde. Es ist eine großartige, unvergessliche Erfahrung, die imposanten Tiere aus nächster Nähe beobachten und erleben zu können. In einem gesonderten Kapitel dieses Reiseberichts finden Sie zahlreiche Fotos sowie Hintergrundinformationen über das Elefantenwaisenhaus und seine tierischen Bewohner.

Gewürzgärten

Blühender Baum in einem Gewürzgarten Das ganzjährig warme und feuchte Klima lässt eine große Pflanzenvielfalt in Sri Lanka gedeihen. Viele dieser Gewächse liefern schmackhafte Früchte oder Gewürze. Wer erfahren möchte, wie die Blätter von Kardamompflanzen riechen, wie das aussieht, was aus einer Ingwerwurzel sprießt, oder an welcher Stelle des Baumes die Kakaoblüten sprießen, ist in einem der vielen Gewürzgärten bestens aufgehoben. Adressen kann Ihnen vor Ort sicher Ihr Reiseleiter nennen, auch Einheimische geben gern Tipps. Einige Informationen über Gewürzgärten finden Sie im gleichnamigen Kapitel dieses Reiseberichts.

Botanischer Garten in Peradeniya

Orchidee im botanischen Garten Ein Muss für Botanikliebhaber ist ein Besuch des Botanischen Gartens von Peradeniya, einem Ort, der etwa sechs Kilometer vom Stadtzentrum Kandys entfernt liegt. Täglich von 07:30 bis 17:00 Uhr öffnet diese herrliche Parkanlage ihre Pforten für Besucher. Das Gelände ist riesig und man dort problemlos einige Stunden verbringen kann, ohne sich zu langweilen. Überall gibt es etwas zu entdecken, was man auch auf eigene Faust ganz gut bewerkstelligen kann, da die Pflanzen mit Hinweistafeln versehen sind. In Begleitung eines fachkundigen Führers durch den Garten zu schlendern, halte ich jedoch für erheblich lehrreicher, weil diese Guides über ein immenses Wissen verfügen und deshalb erstaunliche Details zu berichten wissen.

Weitere Informationen und Fotos aus dem botanischen Garten finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Brief Garden

Skulptur im Brief Garden Für Naturliebhaber, Kunstfreunde und Menschen, die Gartenarchitektur mögen und ihren Urlaub rund um Beruwela verbringen, lohnt sich ein Ausflug in die Anlage namens Brief Garden. Sie ist einige Kilometer von Aluthgama/Bentota entfernt und liegt im ruhigen Hinterland. Im Tourprogramm der großen Ageturen wird man einen Ausflug nach Brief leider vergebens suchen. Dorthin muss man auf eigene Faust fahren, was jedoch kein Problem darstellt, weil die meisten Tuktukfahrer den Weg zur Anlage kennen und Reisende gern dorthin bringen. Achtung Vogelfreunde: An kaum einem anderen Ort der Südwestküste habe ich so leicht Greifvögel und beispielsweise Bronzefruchttauben in so großer Zahl beobachten können wie in Brief Garden!

Weitere Informationen und viele Fotos finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Kandy Dance Show

Pantheru-TanzAllabendlich finden in Kandy Vorführungen der historischer Tänze statt, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Die Anmut und Geschicklichkeit der Tänzerinnen und Tänzer dürfte selbst ausgewiesene Kulturmuffel begeistern. Hinzu kommt, dass die meisten jener Künstler ausgesprochen schön anzusehen sind, und das nicht nur wegen ihrer Kostüme. Bei den Tanzshows lernen Sie zudem einige klassische sri-lankische Instrumente wie einen mit dem Tambourin verwandten Messingring namens Pantheru kennen.

Weitere Informationen über die Tanzdarbietungen finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Teeplantagen

Großer Baum in einer Teeplantage Selbst wenn Sie kein Teetrinker sind, sollten Sie sich den Besuch einer Teeplantage nicht entgehen lassen. Es ist absolut sehenswert, wie die Blätter des im Hochland und auch an einigen Stellen des Tieflandes vielerorts präsenten Teestrauchs zu aromatischen Tees verarbeitet werden. Kostproben sind bei den Führungen durch die Teefabriken meist inklusive und in vielen der Probierstuben können Sie leckeren, frisch gebackenen Kuchen zu Ihrer Tasse Tee genießen.

Weitere Informationen über Teeplantagen finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Wasserfälle

Ramboda Falls bei Nuwara Eliya Das feucht-heiße Klima und die Lage im Indischen Ozean bringen Sri Lanka reichlich Regen, der sich in 103 Flüssen vom zentralen Hochland aus seinen Weg ins Meer bahnt. Viele dieser Flüsse stürzen an Felsen in die Tiefe und bilden herrliche Wasserfälle. Weil die Insel so viele Wasserfälle beherbergt, ist es relativ leicht, bei einer kleinen Rundreise mindestens eine dieser Kaskaden aufzusuchen, denn die meisten liegen quasi direkt am Weg. Wer sich gern Wasserfälle anschaut, sollte sich bei Einheimischen oder beim Reiseleiter vor Ort erkundigen, wo die spektakulärsten Kaskaden zu finden sind. Foto in diesem Absatz: Ramboda Falls im Hochland von Nuwara Eliya.

Devon Falls bei Nuwara Eliya Auch ich bin der Schönheit des die Felsen herabstürzenden Wassers erlegen, als ich über die Insel fuhr. Besonders beeindruckt haben mich die Devon Falls, siehe Foto rechts, und die St. Claire Falls, siehe Foto unten. Diese beiden Wasserfälle liegen recht dicht beieinander und man braucht mit dem Auto von einem zum anderen nur wenige Minuten. Die St. Claire Falls werden oft auch als "Sri Lankas Niagarafälle" bezeichnet, es handelt sich um den breitesten Wasserfall des Landes. Er misst in der Breite etwa 50 Meter und ist 80 Meter hoch. Wenn nach einem starken Regenguss besonders viel Wasser über die Felsen rinnt, sieht er besonders imposant aus. Ich hatte Glück, ihn in voller Schönheit zu Gesicht zu bekommen - nur der Sonnenschein fehlte. Der vom Kotmale-Fluss gebildete Wasserfall wird in zwei Segmente unterteilt: Big St. Claire und Small St. Claire. Rund um den Wasserfall wachsen Teebüsche, weil sich hier einst eine Plantage befunden hat, die heute allerdings nicht mehr bewirtschaftet wird.

Panorama-Aufnahme (vergrößerte Version 2500 x 1151 Pixel):
St. Claire Falls

Fluss-Safaris

Mangrovenbäume am Bentota Ganga Viele Reiseveranstalter bieten jenen Touristen, die in den Hotels der Küstenorte untergebracht sind, halbtägige Fluss-Safaris an; auch einige einheimische Bootsbesitzer fahren Urlauber gegen eine Gebühr auf den Flüssen umher. Bei einer solchen Safari schippert man mit einem Boot über die meist relativ breiten und verästelten Flussdeltas, Seen oder Lagunen. Ich selbst fuhr einmal auf dem Madu Ganga umher und einmal auf dem Bentota Ganga. Beide Fahrten waren beeindruckend schön. Vom Boot aus lassen sich viele Tiere beobachten. Am Himmel kreisen unter anderem Weißbauch-Seeadler oder man sieht einen Brahminenweih. Außerdem sind Reiher und verschiedene Kormoranarten allgegenwärtig, darüber hinaus sind unterschiedliche Eisvogelspezies typisch für diesen Lebensraum. Auch Sumpfkrokodile und Warane kann man während solcher Fluss-Safaris normalerweise gut beobachten.

Achtung: Die Sonne brennt erbarmungslos hernieder, Schatten sucht man in den meisten Booten vergebens, denn nicht alle sind überdacht. Deshalb ist es ratsam, eine Kopfbedeckung zu tragen und ein wirksames Sonnenschutzmittel zu benutzen, damit man die Fluss-Safari ohne Sonnenstich und -brand übersteht.

Infos über die Fluss-Safaris, an denen ich selbst teilgenommen habe, finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Tempelanlagen

Der Zahntempel in Kandy am Abend Buddhistische und hinduistische Tempel finden sich in Sri Lanka allerorten. Die meisten sind klein und mehr Orte der täglichen Religionsausübung als Touristenattraktionen. Es sind vor allem die großen Tempelanlagen mit riesigen Buddha-Statuen oder besonderen Malereien, die von Urlaubern aufgesucht werden. Ich selbst habe solch beeindruckende Orte wie die Höhlentempel von Dambulla oder den Zahntempel in Kandy besucht (siehe Foto rechts). Aber auch kleine Tempelanlagen habe ich mir angeschaut und dort hautnah miterlebt, wie die Sri-Lanker ihren Glauben im Alltag ausleben. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen, weshalb ich jedem Kulturinteressierten empfehle, einen jener kleinen Tempel aufzusuchen und auch diese Facette Sri Lankas kennen zu lernen.

Zahlreiche Fotos und weitere Informationen über die von mir besuchten Tempelanlagen finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Die Felsenfestung, der Garten und die Wolkenmädchen von Sigiriya

Wolkenmädchen in Sigiriya Einer der bemerkenswertesten und geschichtsträchtigsten Orte Sri Lankas ist die Felsenfestung von Sigiriya. Aus dem Dschungel erhebt sich der Felsen ca. 200 Meter empor und der Aufstieg ist vor allem wegen der Hitze beschwerlich, aber die Aussicht entlohnt einen für die Anstrengungen. Mit jedem Meter, den man an Höhe gewinnt, wird der Blick über die Umgebung spektakulärer. Allein schon wegen der atemberaubend schönen Fresken, der Wolkenmädchen, lohnt es sich, Sigiriya einen Besuch abzustatten. Wer es sich nicht zutraut, die 1.200 Stufen empor und auch wieder hinab steigen zu können, für den bietet sich die Alternative, sich ausgiebig in der antiken Gartenanlage am Fuße des Felsens umzusehen. Dort gibt es neben alten Badebecken, die durch ein ausgeklügeltes System mit frischem Wasser versorgt wurden, unter anderem einen Jahrhunderte alten Springbrunnen zu sehen, der nach wie vor sprudelt. Außerdem beherbergt die Gegend unzählige schöne Tier- und Pflanzenarten.

Einen umfangreichen Bericht über Sigiriya finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Hummanaya - das Blowhole

Hummanaya, das Blowhole An der Südküste Sri Lankas befindet sich in der Nähe des kleinen Ortes Nakulugawuwa ein ganz besonderes Naturwunder: das Blowhole. Ein Besuch lohnt sich vor allem während der Zeit, in der der Südwestmonsun vorherrscht. In der felsigen Küstenregion liegt ein natürlicher Felskamin, an dessen Unterseite eine kleine Höhle ist. In diese Höhle werden die Wellen des Indischen Ozeans gedrückt, was vor allem bei Flut und hohem Seegang besonders stark der Fall ist. Das Meerwasser, welches von den hinteren Höhlenwänden gestoppt und somit aufgestaut wird, bahnt sich unter dem Druck des mit der nächsten Welle heranrollenden Wassers seinen Weg nach oben in den etwa 25 Meter hohen Kamin. Dabei baut sich noch mehr Druck auf, der sich in Form einer bis zu 20 Meter hohen Wasserfontäne entlädt.

Steht man vor der oberen Öffnung des Felskamins, hört man unter sich im Gestein zunächst ein lautes Rumpeln und Grollen, wenn das Meerwasser durch die Strömung in die Höhle gepresst wird. Sobald das Wasser unter hohem Druck in den Kamin schießt, verwandelt sich das Geräusch in ein lautes Zischen und kurz darauf wird die weiße Fontäne sichtbar.

Fischerboote Als ich das Blowhole während meines Urlaubs im Juni 1998 besuchte, in dessen Nähe Fischer in ihren Booten auf dem Meer unterwegs waren, herrschten leider keine idealen Bedingungen für hohe Wasserfontänen, die Fluten spritzten leider nur etwa vier bis sechs Meter empor. Aber sogar diese vergleichsweise kleinen Fontänen waren meiner Meinung nach wirklich sehenswert. Weltweit existieren nur sechs derartige Felskamine, zumindest sind bislang keine weiteren entdeckt worden. Das Blowhole im Süden Sri Lankas ist das zweitgrößte seiner Art und das einzige auf der Insel. Foto © Uwe Post

Falls Sie das Hummanaya ohne einen Fremdenführer aufsuchen möchten, müssen Sie auf die Straße gelangen, die nach Mawella führt. Dort zweigt wenige Meter hinter dem Kilometerstein 185 eine Straße nach rechts ab, der Sie folgen müssen. Nach etwa zwei Kilometern erreicht man eine Dagoba (eine weiße Kuppel). Diese lässt man hinter sich und folgt der Straße weitere 300 Meter bis zu einer Stelle, an der man erneut nach rechts abbiegen muss. Halten Sie nach dem vergleichsweise schlecht sichtbaren Hafen Ausschau und gehen Sie darauf zu. Direkt am Hafen beginnt der Trampelpfad, der zum Blowhole führt.

Sinharaja-Regenwald

Großer Baum im RegenwaldIm Süden Sri Lankas liegt eines der letzten völlig unberührten Regenwaldgebiete, in denen die ursprüngliche Vegetation vor der Abholzung bewahrt werden konnte. Das Klima ist feucht-heiß und die Baumriesen sind geradezu überwältigend. Unzählige Tierarten, darunter etliche seltene Spezies, die ausschließlich dort vorkommen, sind im Sinharaja-Regenwald beheimatet. Wer sich für Tiere und vor allem für Pflanzen interessiert und zudem das extreme Klima des Regenwaldes nicht scheut, ist dort bestens aufgehoben. Während mehrstündiger Wanderungen in Begleitung fachkundiger Führer kann man dort fantastische Beobachtungen machen. Ich sah eine Reihe seltener Vogelarten und außerdem den Nationalvogel Sri Lankas. Die Pflanzenfülle hat mich geradezu erschlagen und ich habe bisher in keinem anderen von mir bereisten Land ein so schönes Regenwaldgebiet zu Gesicht bekommen.

Ausführliche Infos und viele Fotos über Sinharaja finden Sie im gleichnamigen Kapitel dieses Reiseberichts.

Udawalawe Nationalpark

Junger Elefant Der Name ist ein echter Zungenbrecher, der Nationalpark an sich dafür umso sehenswerter. Im südlichen Teil der Insel gelegen, bildet das Reservat einen geschützten Lebensraum für allerlei große und kleine Tiere und beherbergt die größte Anzahl wilder Elefanten, die es in sri-lankischen Nationalparks gibt. Im Geländewagen lässt sich das Schutzgebiet erkunden, aussteigen darf man normalerweise nicht. Aber auch vom offenen Wagen aus hat man eine perfekte Aussicht und die Fahrer halten oft an, so dass man viele Fotos anfertigen kann. Von den meisten Touristenorten im Süden und Südwesten Sri Lankas aus kann man den Nationalpark in einer Tagestour erreichen.

Detailliertere Informationen über das Naturschutzgebiet und seine Bewohner finden Sie im entsprechenden Kapitel des Reiseberichts.

Bundala Nationalpark

Im Südwesten Sri Lankas liegt das Bundala-Naturschutzgebiet, das eine große Zahl wilder Tiere, darunter viele Vögel, beheimatet. Dieser Nationalpark befindet sich 260 Kilometer von Colombo entfernt und ist von den meisten Touristenorten aus in einer mehrstündigen Fahrt zu erreichen. Deshalb werden Ausflüge in den Nationalpark meist nur in Kombination mit einer Übernachtung in einem Hotel in der Nähe von Bundala angeboten. Als ich 1998 in Sri Lanka war, wollte ich dieses geschützte Areal gemeinsam mit meinem Reisebegleiter Uwe Post erkunden. Leider streckte mich eine Infektion nieder und ich musste im Hotel das Bett hüten, so dass Uwe den Bundala Nationalpark ohne mich besucht hat. Im Folgenden beschreibt er, was er dort erlebt hat:

Rosaflamingos "Einige Kilometer von Hambantota entfernt, wo wir in einem brauchbaren Hotel namens 'The Oasis' direkt am Meer untergebracht waren, liegt der Bundala Nationalpark. Am Morgen nach der Ankunft im Hotel ging es los: Mit einem Jeep, einem Fahrer und zwei Führern machte ich mich auf den Weg. Es ging einige Kilometer weit durch eine dünn besiedelte Gegend, dann durch Salinen und schließlich in das Schutzgebiet hinein. Der Weg war nur eine Piste und es war heiß. Zu sehen gab es zunächst in der Ferne Unmengen Rosaflamingos, die auf der endlosen, salzverkrusteten Ebene wohnen. Als nächstes begegneten wir einem Elefantenbullen. Obwohl weit und breit keine Artgenossin zu sehen war, war er sexuell erregt - 'big tool', kommentierte einer der Führer mit breitem Grinsen ... Foto © Uwe Post

Eben dieser Führer stieg vom Jeep, als wir wenige Meter von einem Krokodil entfernt anhielten. Ich machte ihm das nach und schoss ein nettes Foto. Aber was er danach tat, imitierte ich nicht - dem Krokodil am Schwanz zu ziehen. Das Tier war aber offensichtlich satt und träge, oder es kannte das schon. Andere Touristen mit ihren Jeeps kamen zwischendurch vorbei, alle waren dichter besetzt als der Jeep, mit dem ich unterwegs war.

Hanumanlangur Auf den Bäumen waren zahlreiche Vögel zu sehen. Leider wurde es langsam dämmrig. Mein hoffnungslos überforderter Film (ein 100er-Umkehrfilm, wenn ich mich recht entsinne) bildete bei 210 Millimeter Brennweite einen gold schimmernden Blauschwanzspint, der sich richtig schön in Pose gesetzt hatte, nur unscharf ab. Schon waren wir auf dem Weg zum Ausgang, da liefen zwischen den Bäumen einige Affen, genauer gesagt Hulmane, herum, die im Gegenlicht einen doch noch recht fotogenen Eindruck machten. Foto © Uwe Post

Fazit: Eigentlich muss man im Bundala Nationalpark wesentlich länger verweilen, am besten 'mal eine Stunde an einem Ort, statt die ganze Zeit mit dem Jeep herum zu fahren. Dazu muss man sich aber ein Gefährt mieten oder einen geduldigen Fahrer haben - oder aber eine entsprechende Anzahl Rupien. Ach ja, und wer fotografieren will, sollte das dickste Teleobjektiv mitbringen, das er in die Finger kriegt, und einen passenden 1600er-Film. Ich hab mich jedenfalls darüber geärgert, dass ich beides nicht dabei hatte."

Kurzbericht und Fotos darin © Uwe Post

Galle und das Galle Fort

Leuchtturm von Galle Im westlichen Teil der Südküste Sri Lankas liegt die Stadt Galle. 1987 erklärte die UNESCO die beeindruckende Stadt zum Weltkulturerbe, weshalb man einen Besuch des Ortes während einer Sri-Lanka-Reise unbedingt einplanen sollte. Das Galle Fort, eine vor langer Zeit von den Holländern erbaute Festung, hat einen ganz besonderen Charme. Seit rund 1.000 Jahren ist Galle zudem durch die arabische Kultur geprägt, es finden sich unter anderem einige Moscheen in der Stadt. Leider kann man die meisten von ihnen nur von außen besichtigen. Das Foto in diesem Absatz zeigt den Leuchtturm von Galle an der Point Utrecht Bastion.

Der verheerende Tsunami vom 26. Dezember 2004 hat die neueren Stadtteile von Galle zu weiten Teilen verwüstet. Glücklicherweise ist das Galle Fort ein Bollwerk aus Stein, das so massiv gebaut worden ist, dass es der Kraft des Wassers getrotzt hat und unversehrt geblieben ist.

 
                 

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