Sri Lanka

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Reptilien in Sri Lanka - Teil 1

Von Seeschlangen über Schildkröten bis hin zu Eidechsen kommen in Sri Lanka viele verschiedene Reptilienarten vor, insgesamt sind derzeit fast 210 Spezies aus dieser Tiergruppe bekannt. Damit ist das Land ein Hotspot hinsichtlich seiner Reptilien-Artenvielfalt. Über 110 Reptilienarten sind in Sri Lanka endemisch und kommen somit in freier Natur nur dort vor. Folgende Arten werden in diesem Kapitel des Sri-Lanka-Reiseberichts beschrieben, endemische Arten sind in der Auflistung mit einem E am Zeilenende gekennzeichnet:

Agamen oder Schönechsen (Agamid Lizards, Agamidae)
· Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)
· Calotes nigrilabris (Black-lipped Lizard), E
· Ceratophora aspera (Rough-nosed Horned Lizard), E
· Cophotis ceylanica, E
· Hornagame (Rhino-horned Lizard, Ceratophora stoddartii), E
· Lyrakopfagame (Hump-nosed Lizard, Lyriocephalus scutatus), E
· Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)
· Wiegmanns Agame (Sri Lanka Kangaroo Lizard, Otocryptis wiegmanni), E
Geckos (Geckos, Gekkonidae)
· Afrikanischer Hausgecko (Brook's House Gecko, Hemidactylus brookii parvimaculatus)
· Asiatischer Hausgecko (House Gecko, Hemidactylus frenatus)
· Ceylon-Dünnfingergecko (Kandyan Day Gecko, Cnemaspis kandiana), E
· Cnemaspis silvula (Forest Day Gecko), E
· Hausgecko (Four-clawed Gecko, Gehyra mutilata)
· Hemidactylus parvimaculatus (Spotted House Gecko)
Krokodile (Crocodiles, Crocodylidae)
· Sumpfkrokodil (Marsh Crocodile, Crocodylus palustris)

Beschreibungen weiterer Reptilienarten finden Sie in Teil 2.

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  Agamen oder Schönechsen (Agamid Lizards, Agamidae)

Die Familie der Agamen oder Schönechsen ist in Sri Lanka mit 20 Arten vertreten.

Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)

Erwachsene männliche Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)Ausgewachsene Blutsaugeragamen können zwischen 38 und 49 Zentimeter lang sein. Erwachsene Individuen lassen sich anhand ihrer Färbung dem Geschlecht zuordnen. Während die Weibchen eher unauffällig grau und bräunlich gemustert sind, sind die Männchen oft rötlich, bräunlich oder gelblich sowie stellenweise schwarz gefärbt. Bei ihnen variieren die Färbung sowie die Position der einzelnen Farben am Körper stark. Hinzu kommt ein wichtiges Detail: Wie alle anderen Mitglieder der Familie der Agamen oder Schönechsen (Agamidae), können die Blutsaugeragamen ihre Farbe verändern. In der Brutsaison sind sie besonders prächtig gefärbt. Für solcherlei Farbwechsel sind unter den Reptilien vor allem die Chamäleons bekannt. Mit diesen sind Blutsaugeragamen jedoch nicht näher verwandt und sie sind erst recht selbst keine Chamäleons, obwohl sie in Sri Lanka von vielen Einheimischen fälschlicherweise als solche bezeichnet werden. Foto: Erwachsenes Männchen, 27.09.2015, Wilpattu-Nationalpark

Erwachsene weibliche Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)Ein weiteres imposantes Merkmal ausgewachsener Blutsaugeragamen, die auch Vielfarbige Schönechsen genannt werden, ist der gezackte Rückenkamm. Er reicht vom Kopf bis zum Schwanzansatz, beide Geschlechter tragen diesen Körperschmuck. Jungtiere sind bräunlich gefärbt. Junge Weibchen haben oft ein Muster aus schwarzen Streifen sowie zwei auffällige, helle Längsstreifen, die an den Augen ansetzen und bis zur Schwanzbasis reichen. Blutsaugeragamen sind tagaktiv und vor allem die Männchen sind sehr territorial. Diese Reptilienart kommt in unterschiedlichen Lebensräumen vor, darunter beispielsweise offene, buschige Landschaften. Insekten und andere kleine Tiere bilden ihre Nahrung, zum Beispiel kleine Säuger und andere Reptilien. Ein alternativer Name dieser Reptilienart lautet Verschiedenfarbige Schönechse. Foto: Erwachsenes Weibchen, 15.09.2015, Udawalawe-Nationalpark

  Erwachsene männliche Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)   Junge Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)  
  Erwachsenes Männchen, Foto: 20.09.2015,
Nähe Kandy
  Jungtier, Foto: 27.09.2015,
Wilpattu-Nationalpark
 

  Erwachsene weibliche Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)   Erwachsene männliche Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor) in Imponierstellung  
  Erwachsenes Weibchen,
Foto: November 2006, Aluthgama
  Erwachsenes Männchen in Imponierstellung,
Foto: 21.09.2015, Waikkal
 

  Junge Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)   Junge Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)  
  Jungtier, Foto: 11.09.2015,
Kitulgala
  Jungtier, Foto: 10.09.2015,
Kitulgala
 

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Calotes nigrilabris (Black-lipped Lizard), endemische Art

Calotes nigrilabris (Black-lipped Lizard), Männchen, endemische ArtDie zur Familie der Agamen oder Schönechsen (Agamidae) gehörende Art Calotes nigrilabris ist in Sri Lanka endemisch, kommt also nur dort in freier Natur vor. Heimisch sind diese Tiere in Höhenlagen ab ungefähr 1.000 Meter. Über die Körperlänge dieser Tiere konnte ich in den Online-Literaturquellen keine Angaben finden. Die von mir beobachteten Individuen waren schätzungsweise 25 Zentimeter lang. Grün ist die Grundfärbung beider Geschlechter, die Männchen sind an ihrem teilweise schwarzen Kopf zu erkennen. Bei Erregung klappen die Männchen ihren Kehlsack aus und wirken dadurch größer. Zu finden ist Calotes nigrilabris in Gebüschen und niedrigen Bäumen sowie hohlen Baumstämmen. Insekten und Würmer bilden die Nahrung dieser Tiere. Foto: Männchen, 18.09.2015, Nuwara Eliya

  Calotes nigrilabris (Black-lipped Lizard), Männchen, endemische Art   Calotes nigrilabris (Black-lipped Lizard), Männchen, endemische Art  
  Männchen, Foto: 18.09.2015,
Nuwara Eliya
  Männchen, Foto: 18.09.2015,
Nuwara Eliya
 

Ceratophora aspera (Rough-nosed Horned Lizard), endemische Art

Ceratophora aspera (Rough-nosed Horned Lizard), Weibchen, endemische ArtDie Reptilienart Ceratophora aspera gehört zur Familie der Agamen oder Schönechsen (Agamidae) und ist in Sri Lanka endemisch. Auf dieser Insel kommt die Spezies nur im südwestlichen, feuchten Landesteil vor. Dort leben die Tiere in Wäldern. Männchen sind auf dem Rücken und an den Flanken dunkelbraun bis ziegelrot gefärbt. Die Weibchen weisen oft eine ähnliche Färbung auf, können aber heller als die Männchen sein. Manche Weibchen haben kleine, strahlenförmige Zeichnungen oder schwarze Punkte auf dem Rücken, außerdem kommen mitunter weibliche Individuen mit einem senkrechten Streifen auf der Körperoberseite vor. Das wohl auffälligste Merkmal der Männchen ist eine verlängerte Struktur auf der Nase, diese fehlt den Weibchen. Über die Körperlänge dieser Reptilienart konnte ich in den Online-Quellen keine Angaben finden. Das von mir beobachtete Individuum war circa zehn Zentimeter lang. Foto: Weibchen, 11.09.2015, Kitulgala

Cophotis ceylanica, endemische Art

Cophotis ceylanica, Weibchen, endemische ArtIn der bergigen Region Sri Lankas ist die zur Familie der Agamen oder Schönechsen (Agamidae) gehörende Art Cophotis ceylanica heimisch, sie kommt ab Höhenlagen von circa 1.300 Meter vor. Bevorzugt halten sich die Tiere auf moosbedeckten Baumstümpfen oder Ästen in nicht allzu großer Höhe über dem Boden auf. Man findet diese Tiere unter anderem in Nuwara Eliya, im Horton Plains Nationalpark und in der Knuckles Mountain Range. Erwachsene Tiere sind dunkelbraun bis grau gefärbt. Männchen sind an einem durchgängigen, breiten weißen Streifen zu erkennen, der sich auf beiden Körperseiten vom Maul bis hinter die Schultern erstreckt. Bei den Weibchen ist dieser Bereich zwar stellenweise ebenfalls weiß oder zumindest hellgrau, aber bei ihnen sind die Streifen nicht durchgängig. Zur Körperlänge dieser Tiere habe ich in der Online-Literatur keine konkreten Angaben gefunden. Das von mir beobachtete Individuum war circa sechs bis sieben Zentimeter lang. Foto: Weibchen, 18.09.2015, Nuwara Eliya

  Cophotis ceylanica, Weibchen, endemische Art   Cophotis ceylanica, Weibchen, endemische Art  
  Weibchen, Foto: 18.09.2015,
Nuwara Eliya
  Weibchen, Foto: 18.09.2015,
Nuwara Eliya
 

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Hornagame (Rhino-horned Lizard, Ceratophora stoddartii), endemische Art

Bis zu 23 Zentimeter kann die gesamte Körperlänge der Hornagamen betragen, die Kopf-Rumpf-Länge macht davon etwa acht Zentimeter aus. Grün ist die Grundfarbe auf der Körperoberseite, darauf befindet sich ein braun-schwarzes Muster. Die Körperunterseite ist am Kinn und an der Kehle hell weißlich gefärbt, der Bauch ist grün gefärbt und weiß gemustert. Typisch für diese zur Familie der Agamen oder Schönechsen (Agamidae) gehörenden Tiere ist das kleine, schlanke Horn auf ihrer Nase. Weibchen haben für gewöhnlich ein deutlich kürzeres Horn als die Männchen und bei etlichen weiblichen Individuen fehlt es ganz. Hornagamen sind Baumbewohner, auch in dichten Gebüschen kommen sie vor. In Sri Lanka lebt diese endemische Art in Wäldern in Höhenlagen zwischen circa 1.500 und 2.100 Meter. Mitunter kann man diese Reptilien außerdem in Gärten antreffen. Kleine Insekten wie Grashüpfer bilden die Nahrung der Hornagamen.

  Weibliche Hornagame (Rhino-horned Lizard, Ceratophora stoddartii), endemische Art   Weibliche Hornagame (Rhino-horned Lizard, Ceratophora stoddartii), endemische Art  
  Weibchen, Foto: 17.09.2015,
Horton Plains Nationalpark
  Weibchen, Foto: 17.09.2015,
Horton Plains Nationalpark
 

Lyrakopfagame (Hump-nosed Lizard, Lyriocephalus scutatus), endemische Art

Männliche Lyrakopfagame (Hump-nosed Lizard, Lyriocephalus scutatus), endemische ArtDichte Wälder in der feuchten Zone Sri Lankas sind die Heimat der Reptilienart Lyriocephalus scutatus; sie ist dort endemisch. In Höhenlagen von circa 25 bis 1.650 Meter kommen diese Tiere vor. Zwischen 25 und 32 Zentimeter beträgt die Körperlänge der Lyrakopfagamen. Weibchen sind meist überwiegend braun gefärbt und ihr Kehlsack ist gelblichbraun, es kommen außerdem grünliche Weibchen vor. Die Männchen haben eine grüne Grundfärbung an Kopf, Rücken und Flanken, der Bauch ist hellblau gefärbt. Ihr Kehlsack ist gelb und wenn sie sich aufregen, wird ihr Nacken innerhalb kurzer Zeit ebenfalls gelb. Typisch für diese Reptilienart ist ihre knollenförmige Nase. Verschiedene Insekten bilden die Nahrung der Lyrakopfagamen, die zur Familie der Agamen oder Schönechsen (Agamidae) gehören. Ein alternativer deutscher Name dieser Tierart lautet Buckelnasen-Echse. Foto: Männchen, 11.09.2015, Kitulgala

  Männliche Lyrakopfagame (Hump-nosed Lizard, Lyriocephalus scutatus), endemische Art   Männliche Lyrakopfagame (Hump-nosed Lizard, Lyriocephalus scutatus), endemische Art  
  Männchen, Foto: 10.09.2015,
Kitulgala
  Männchen, Foto: 10.09.2015,
Kitulgala
 

Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)

Weibliche Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)Eine der farbenprächtigsten Reptilienarten Sri Lankas ist die Sägerückenagame, die zur Familie der Agamen oder Schönechsen (Agamidae) gehört. Sie hat ihren Namen aufgrund des Dornenkamms erhalten, der sich bei erwachsenen Individuen vom Kopf bis zur Schwanzbasis erstreckt. Anhand ihres Aussehens lassen sich bei erwachsenen Sägerückenagamen die Geschlechter bestimmen. Weibchen sind überwiegend grün und teilweise hellblau gefärbt und haben ein helles Streifenmuster. Die Männchen sind hingegen vor allem bei Aufregung sehr bunt, im Ruhezustand den Weibchen jedoch durchaus ähnlich. Dann dominiert am Körper eine grüne Färbung und auch sie haben ein helles Streifenmuster. Der Kopf ist ebenfalls grün sowie teilweise gelblich und weist hellblaue Bereiche am Unterkiefer und unterhalb der Augen auf. Wie die Chamäleons können Sägerückenagamen ihre Farben ändern. Allerdings sind sie nicht mit Chamäleons verwandt und es ist demnach nicht richtig, sie als solche zu bezeichnen. Foto: Weibchen, 13.09.2015, Sinharaja-Regenwald

Junge Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)Geraten die Männchen in Erregung, weil sie beispielsweise ihr Revier verteidigen müssen, färben sich der Kopf und die Kehle innerhalb kürzester Zeit leuchtend rot. Durch Kopfnicken zeigen die Tiere ihren auffällig gefärbten Körperbereich und demonstrieren damit Stärke. Ausgewachsene Sägerückenagamen können zwischen 50 und 60 Zentimeter lang werden. Die kleinere Jungtiere sind deutlich weniger auffällig gefärbt, sie ähneln ein wenig den erwachsenen Weibchen. Bei den jungen Individuen ist der Rückenkamm noch gar nicht oder nicht so stark ausgeprägt wie bei ihren erwachsenen Artgenossen. Insekten wie Käfer, Grillen oder Schaben bilden die Nahrung dieser Tiere, die Gebiete mit üppigem Pflanzenwuchs bewohnen. Foto: Jungtier, 12.09.2015, Martin's Lodge, Sinharaja-Regenwald

  Männliche Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)   Imponierende männliche Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)  
  Männchen, Foto: 19.09.2015,
Galaha
  Imponierendes Männchen, Foto: November 2006,
Sinharaja-Regenwald
 

  Männliche Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)   Junge männliche Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)  
  Männchen, Foto: 14.09.2015,
Sinharaja-Regenwald
  Junges Männchen, Foto: 14.09.2015,
Sinharaja-Regenwald
 

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Wiegmanns Agame (Sri Lanka Kangaroo Lizard, Otocryptis wiegmanni),
endemische Art

In einigen Teilen Sri Lankas findet man eine kleine, nur bis zu etwa 20 Zentimeter lange Reptilienart: Wiegmanns Agame. Diese tagaktiven Tiere gehören zur Familie der Agamen oder Schönechsen (Agamidae). Sie sind endemisch in den Wäldern des feuchten Landesteils sowie in Gebirgswäldern bis in Höhenlagen von circa 1.300 Meter. Besonders gern halten sich die Tiere zwischen herabgefallenen Blättern, aber mitunter auch auf Steinen auf, die auf dem Boden liegen. Außerdem kletter sie in der niedrigen Vegetation umher. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt maximal sieben Zentimeter, der Schwanz kann eine Länge von etwa 15 Zentimeter erreichen. Farblich variiert diese Art von dunkel rotbraun bis blassbraun. Im Gesicht haben die Tiere häufig helle Bereiche. Erwachsene Männchen, die einen ausklappbaren Kehllappen haben, sind meist insgesamt etwas dunkler als Weibchen. Typisch für Jungtiere ist häufig ein heller, senkrechter Streifen, der entlang der Wirbelsäule verläuft. Ein alternativer englischer Name dieser Reptilienart lautet Brown-patched Kangaroo Lizard.

  Männliche Wiegmanns Agame (Sri Lanka Kangaroo Lizard, Otocryptis wiegmanni)   Junge Wiegmanns Agame (Sri Lanka Kangaroo Lizard, Otocryptis wiegmanni)  
  Männchen, Foto: 14.09.2015,
Sinharaja-Regenwald
  Jungtier, Foto: 12.09.2015,
Kitulgala
 

  Weibliche Wiegmanns Agame (Sri Lanka Kangaroo Lizard, Otocryptis wiegmanni)   Schlafende Wiegmanns Agame (Sri Lanka Kangaroo Lizard, Otocryptis wiegmanni)  
  Weibchen, Foto: 13.09.2015,
Sinharaja-Regenwald
  Schlafendes Tier, Foto: 13.09.2015,
Martin's Lodge, Sinharaja-Regenwald
 

Geckos (Geckos, Gekkonidae)

Aus der Familie der Geckos kommen in Sri Lanka 43 Arten vor, etliche sind endemisch.

Afrikanischer Hausgecko (Brook's House Gecko, Hemidactylus brookii)

Afrikanischer Hausgecko (Brook's House Gecko, Hemidactylus brookii)Afrikanische Hausgeckos können eine Körperlänge von bis zu zwölf Zentimeter erreichen, nicht vollständig ausgewachsene Individuen sind entsprechend kleiner. Als Kulturfolger haben sich diese nachtaktiven Geckos in unmittelbarer Nähe der Menschen angesiedelt, weshalb sie oft auf Hauswänden zu finden sind. In der Natur kann man die Art vor allem unter abstehender Baumrinde und in Steinhaufen finden. Der Körper des Afrikanischen Hausgeckos ist auf der Oberseite gelblichbraun gefärbt und unregelmäßig dunkel gefleckt. Auf der Oberseite des Schwanzes tragen diese Geckos Reihen von sechs bis acht höckerartigen Schuppen. Verlieren die Tiere infolge einer Abwehrmaßnahme ihren ursprünglichen Schwanz, sind diese kleinen Höcker auf dem nachwachsenden neuen Schwanz nicht mehr vorhanden. Afrikanische Hausgeckos ernähren sich von kleinen Tieren wie beispielsweise Insekten. Anders als es der Name vermuten lässt, ist diese Geckoart keineswegs nur in Teilen Afrikas heimisch, sondern auch in weiten Teilen Asiens, darunter Sri Lanka. Ferner kommt diese Spezies in Mittelamerika sowie auf einigen Inseln der Karibik vor. Foto: 19.09.2015, Kandy

Asiatischer Hausgecko (House Gecko, Hemidactylus frenatus)

Asiatischer Hausgecko (House Gecko, Hemidactylus frenatus)Ausgewachsene Asiatische Hausgeckos können eine Körperlänge von bis zu 15 Zentimeter erreichen. Ihre Körperfärbung ist variabel, sie kann von hellbraun bis beige reichen. Diese Tiere weisen ein Fleckenmuster auf, das je nach Individuum mehr oder weniger kontrastreich ist. Kleine Insekten stehen auf dem Speisezettel der Asiatischen Hausgeckos. Wie es ihr Name bereits vermuten lässt, kann man diese Tiere vor allem in Häusern finden - allerdings nur nachts, denn sie sind nachtaktiv und jagen dann kleine Insekten. Das Verbreitungsgebiet dieser Reptilienart erstreckt sich über weite Teile Südostasiens sowie das nördliche Australien. Foto: 29.09.2015, Waikkal

  Asiatischer Hausgecko (House Gecko, Hemidactylus frenatus)   Asiatischer Hausgecko (House Gecko, Hemidactylus frenatus)  
  Foto: 21.09.2015,
Waikkal
  Foto: 21.09.2015,
Waikkal
 

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Ceylon-Dünnfingergecko (Kandyan Day Gecko, Cnemaspis kandiana), endemische Art

Im Hochland Sri Lankas, genauer gesagt in den Bergen um die Stadt Kandy, befindet sich das Verbreitungsgebiet des Ceylon-Dünnfingergeckos. Bekannt sind diese Tiere der Wissenschaft schon länger, aber erst im Jahr 2009 wurde diese Reptilienart ausführlich von Forschern beschrieben. Von der Schnauze bis zum Ende des Rumpfes sind Ceylon-Dünnfingergeckos etwa 35 Millimeter lang, der Schwanz misst circa 38 Millimeter. Insgesamt sind die Tiere also etwa 7,5 Zentimeter groß. Sie sind graubraun marmoriert und haben auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule ein helles Muster, das zu einem durchgängigen Streifen verbunden sein kann. Am Tage und in der Nacht sind diese Reptilien aktiv, sie leben vor allem in Wäldern und sitzen dort bevorzugt auf Felsen oder auf Baumstämmen. Kleine Insekten bilden die Nahrung der Ceylon-Dünnfingergeckos.

  Ceylon-Dünnfingergecko (Kandyan Day Gecko, Cnemaspis kandiana), endemische Art   Ceylon-Dünnfingergecko (Kandyan Day Gecko, Cnemaspis kandiana), endemische Art  
  Foto: 20.09.2015,
Udawattakele Sanctuary
  Foto: 20.09.2015,
Udawattakele Sanctuary
 

Cnemaspis silvula (Forest Day Gecko), endemische Art

Die in Sri Lanka endemische Geckoart Cnemaspis silvula ist am Tage und in der Nacht aktiv. Von der Schnauzenspitze bis um Ende des Rumpfes sind diese Reptilien maximal 28,6 Millimeter lang, hinzu kommt der etwa 1,5 Mal so lange Schwanz. Insgesamt sind diese Tiere also nicht länger als sieben Zentimeter. Ihr Körper ist grau und braun marmoriert und trägt auf der Oberseite bei vielen Individuen eine Reihe heller Flecken, die sich vom Nacken bis zum Ende des Rumpfes entlang der Wirbelsäule befinden. Vor allem auf felsigem Untergrund sind diese Geckos sehr gut getarnt. Cnemaspis silvula lebt in den Tieflandwäldern der feuchten Zone Sri Lankas und bevorzugt dort Bereiche, die nicht allzu weit über dem Boden liegen. Weil die Tiere recht territorial sind (besonders die Männchen), kann man sie meist gut beobachten, sofern man ihre Reviere kennt.

  Cnemaspis silvula (Forest Day Gecko), endemische Art   Cnemaspis silvula (Forest Day Gecko), endemische Art  
  Foto: 14.09.2015,
Sinharaja-Regenwald
  Foto: 12.09.2015,
Sinharaja-Regenwald
 

Hausgecko (Four-clawed Gecko, Gehyra mutilata)

Hausgecko (Four-clawed Gecko, Gehyra mutilata)Beim Hausgecko beträgt die Kopf-Rumpf-Länge maximal circa 5,7 Zentimeter, der Schwanz kann ebenso lang sein. Die Tiere sind nachtaktiv und kommen erst nach der Dämmerung zum Vorschein. Sie halten sich gern in Gebäuden auf, weshalb sie in Sri Lanka in menschlichen Siedlungen sehr häufig anzutreffen sind - oft sogar in Hotelzimmern. Die bräunlich gefärbten Insektenjäger sind äußerst nützlich, weil sie beispielsweise Stechmücken erbeuten. Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich von Sri Lanka über Südostasien bis hin zu den Philippinen. Darüber hinaus kommen Hausgeckos auf den Seychellen und im westlichen Teil von Mexiko vor. In dieses mittelamerikanische Land sind sie von Menschen eingeführt worden. Foto: 12.09.2015, Martin's Lodge, Sinharaja-Regenwald

Hemidactylus parvimaculatus (Spotted House Gecko)

Hemidactylus parvimaculatus (Spotted House Gecko)Die Geckoart Hemidactylus parvimaculatus ist nicht nur in Sri Lanka heimisch, sondern auch im indischen Kerala, auf den Malediven, den Maskarenen sowie auf der Komoren-Insel Moheli. Lange Zeit wurde angenommen, es handele sich bei Tieren dieser Art um Afrikanische Hausgeckos (Hemidactylus brookii), doch spätestens seit der detaillierten wissenschaftlichen Beschreibung aus dem Jahr 2009 wird Hemidactylus parvimaculatus als eigenständige Art angesehen. Etwa zehn bis zwölf Zentimeter beträgt die Körperlänge dieser überwiegend nachtaktiven Tiere. Hellbraun ist die Grundfärbung und viele Individuen haben kontrastreiche, große dunkle Flecken sowie viele kleine, helle Flecken auf der Körperoberseite. Insekten wie beispielsweise Fliegen oder Moskitos bilden die Nahrung dieser Reptilienart, die häufig in Häusern anzutreffen ist. Foto: 19.09.2015, Kandy

  Hemidactylus parvimaculatus (Spotted House Gecko)   Hemidactylus parvimaculatus (Spotted House Gecko)  
  Foto: 20.09.2015,
Waikkal
  Foto: 21.09.2015,
Waikkal
 

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Krokodile (Crocodiles, Crocodylidae)

In Sri Lanka sind zwei Arten aus der Familie der Krokodile beheimatet.

Sumpfkrokodil (Mugger Crocodile, Crocodylus palustris)

Sumpfkrokodil (Mugger Crocodile, Crocodylus palustris)Sumpfkrokodile können bis zu vier Meter lang werden, die meisten Exemplare sind jedoch deutlich kleiner. Erwachsene Individuen sind grau-braun gefärbt und viele von ihnen tragen eine dunkle Zeichnung. Schwanz und Körper ziert eine dunkle Querbänderung. Jungtiere sind für gewöhnlich ein wenig heller als ihre erwachsenen Artgenossen. Als Süßwasserbewohner ist das Sumpfkrokodil in Sri Lanka an Flussläufen, Seen und in Sümpfen zu finden. Brackige Lagunen sind nicht der bevorzugter Lebensraum, allerdings ist diese Tierart dort bereits mehrfach gesichtet worden. Das Verbreitungsgebiet dieser Tierart erstreckt sich vom Iran in Richtung Osten über Indien bis nach Nepal und Sri Lanka. In Bangladesch ist diese Art einst ebenfalls heimisch gewesen, sie gilt inzwischen jedoch als wahrscheinlich ausgestorben. Foto: November 2006, Nähe Aluthgama

Wie die meisten anderen Krokodilarten ernähren sich diese Reptilien von unterschiedlichen Tieren, darunter Fische, Vögel, Wasserschildkröten, Schlangen und Frösche. Sehr große Sumpfkrokodile greifen sogar so stattliche Beutetiere wie Hirsche oder Wasserbüffel an. Sumpfkrokodile sind Lauerjäger, die im Wasser liegend auf ihre Beute warten. Dabei sind sie fast vollständig untergetaucht und nur die Augen sowie die Nasenlöcher ragen empor. Ist das Wasser klar genug, kann man sie dabei beobachten, wie sie im Wasser treiben. Junge Sumpfkrokodile halten sich gern in Bereichen auf, in denen es Blätter von Seerosen gibt, zwischen denen sie sich verstecken können. Schwimmen Pflanzenteile an der Wasseroberfläche, sind die Sumpfkrokodile kaum zu erkennen, wie die Abbildung in diesem Absatz zeigt.

  Sumpfkrokodil (Mugger Crocodile, Crocodylus palustris)   Junges Sumpfkrokodil (Mugger Crocodile, Crocodylus palustris)  
  Foto: 15.09.2015,
Udawalawe-Nationalpark
  Jungtier, Foto: November 2006,
Nähe Aluthgama
 

  Junges Sumpfkrokodil (Mugger Crocodile, Crocodylus palustris)   Junges Sumpfkrokodil (Mugger Crocodile, Crocodylus palustris)  
  Jungtier, Foto: November 2006,
Nähe Aluthgama
  Jungtier, Foto: November 2006,
Nähe Aluthgama
 

   

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Linktipps:

Reptiles of Sri Lanka (Englisch)

Sri Lanka Reptile (Englisch)

List of reptiles of Sri Lanka bei
Wikipedia (Englisch)