Sri LankaAllgemeine Informationen
 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Sri Lanka allgemein | Kulinarisches | Sri-Lanker | Reisetipps | Ausflugstipps |
Edelsteine | Tempelanlagen | Teeplantagen | Sigiriya | Sinharaja-Regenwald |
Udawalawe-Nationalpark | Pinnawela-Elefantenwaisenhaus | Gewürzgärten |
Botanischer Garten | Brief Garden | Schildkrötenfarm | Fluss-Safaris |
Kandy-Tänzer | Tsunami und seine Folgen | Tiere: Insekten & Schildkröten |
Säugetiere, Krabben und Schnecken | Reptilien und Amphibien |
Vögel: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7 | Vogelbriefmarken |
Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10 |
Verschiedene Fotos | Reiseliteratur & Linktipps
 
             
          Übersichtskarte Sri Lanka Größe: 65.525 km²
Maximale Länge: 434 km
Maximale Breite: 225 km
Hauptstadt: Colombo
Einwohner: 21.324.791 (Stand Juli 2009), 74% Singhalesen, 18% Tamilen, 7% Moslems, 1% andere Völkergruppen, darunter Burgher (Nachfahren von niederländischen und portugiesischen Kolonisten)
Glaubensrichtungen: Buddhismus (70%), Hinduismus (16%), Islam (7%), Christentum (7%)
Geografische Position: 7° N, 81° O
Sprachen: Singhalesisch, Tamil, Englisch
Währung: Rupees (Rupien)
Zeitverschiebung: MEZ + 4,5h (Winter), MESZ + 3,5h (Sommer)

 

Ankunft am Flughafen Bandaranaike Nach einer Flugzeit von etwa neun bis elf Stunden erreicht man von Deutschland aus Sri Lankas Flughafen Bandaranaike, der in der Nähe der Hauptstadt Colombo liegt. Schon während des Landeanflugs heben sich vom satten Grün der allgegenwärtigen Reisfelder unzählige weiße Punkte ab, die sich bei näherer Betrachtung als Reiher entpuppen, die zwischen den zarten Graspflanzen herumstaksen. Auf dem Gelände des Flughafens holt einen dann jedoch einerseits rasch die typische Geschäftigkeit ein, die an solchen Orten in aller Welt herrscht. Das tropische Klima macht sich beim Verlassen des Flugzeuges sofort bemerkbar und an die klimatischen Bedingungen muss man sich erst einmal gewöhnen. Die hohe Luftfeuchtigkeit lässt beim ersten Atemzug augenblicklich das Gefühl aufkommen, man würde die warme Luft durch einen nassen Schwamm einatmen.

Fahrt durch einen Küstenort Abenteuerlich ist die Fahrt zum Hotel, da der sri-lankische Fahrstil mit gängigen Verkehrsregeln offenkundig rein gar nichts zu tun hat. Es grenzt an ein Wunder, dass sich auf den Straßen und Pisten Sri Lankas nicht ständig schwere Unfälle ereignen. In leuchtend bunte Saris gehüllte Frauen, Kinder in strahlend weißen Schuluniformen, in Tücher gehüllte zittrige Greise auf Gehstöcke gestützt, schwankend dahin trottende Arbeitselefanten und teils schrottreife Fahrzeuge bewegen sich geschäftig aneinander vorbei. Hinzu kommen die landestypischen Tuktuks - kleine Fahrzeuge auf drei Rädern - und zum Bersten überfüllte Busse, deren Schräglage aufgrund der vielen in ihrem Innern reisenden Menschen jedem sicherheitsliebenden Europäer den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Wenn Sie vom Nachtflug nicht zu müde sind, schauen Sie genau hin, denn was Sie am Straßenrand beobachten können, ist oft völlig unterschiedlich zu dem, was Sie später im Hotel zu sehen bekommen.

Verschmutzter Straßenrand in einem Vorort von Colombo    Straßenkreuzung in Colombo
          Verschmutzter Straßenrand           Kreuzung in Colombo                

Moschee an der Südwestküste    Blick auf den Indischen Ozean
      Moschee                              Indischer Ozean  

Die riesige Stupa in Kalutara Als Kulisse dient diesen Ansammlungen von Menschen und Fahrzeugen ein Mosaik aus Tempelanlagen und mancherorts aus verfallenen Kolonialbauten oder vom Tsunami zerstörten Gebäuden, deren Ruinen wie Betonskelette die Küstenstraße säumen. Als ich im November 2006 an der Küste entlang fuhr, wurden vielerorts neue Häuser gebaut. Das auffälligste und imposanteste Bauwerk, das man während einer Fahrt in die Touristenorte im Südwesten der Insel am Straßenrand sieht, ist die riesige weiße Stupa in Kalutara, siehe Foto rechts. Wundern Sie sich nicht, wenn der Taxi- oder Busfahrer dort anhält und aussteigt. Gläubige Buddhisten spenden ein wenig Geld und beten an der Tempelanlage für eine gute Weiterfahrt.

Strand an der Bentota-Halbinsel Da die meisten Hotels in Küstennähe liegen, hat man nach der Ankunft im Feriendomizil endlich die Möglichkeit, sich bei einem Bad im Ozean von der anstrengenden Anreise zu erholen. Das Meer befindet sich bei fast jedem Hotel quasi "vor der Haustür" und der Anblick des herrlich blauen Indischen Ozeans entschädigt für so manche Strapaze der langen Anreise. Viele Urlauber haben jedoch in der Nacht im Flugzeug kein Auge zu bekommen und möchten sich erst einmal ausruhen. Zu lange schlafen sollte man am Tage jedoch nicht, sondern lieber auf dem Balkon oder der Terrasse im Schatten dösen, weil man sonst noch länger braucht, um sich an die Tag- und Nachtzeiten in der sri-lankischen Zeitzone anzupassen.

Felsen am Ende der Bentota-Halbinsel Sri Lanka ist ein ausgesprochen facettenreiches Land. Es hat immens viel zu bieten und die Gründe, weshalb Reisende ausgerechnet dort ihren Urlaub verbringen, sind weit gefächert. Stressgeplagte und Ruhe suchende Europäer lassen sich gern in einem der vielen Ayurveda-Zentren verwöhnen. Die Behandlungen sind in Sri Lanka deutlich günstiger als in Deutschland und die exotische Kulisse trägt ebenfalls zur Entspannung bei. Wer wollte nicht schon einmal unter Palmen mit warmem Kräuteröl massiert werden, während im Hintergrund der Ozean rauscht? Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer Luxusreise nach Sri Lanka. Herrliche Gebäude im Kolonialstil mit reichlich Platz und atemberaubendem Meerblick oder feinste Hotels im kühleren Hochland bieten ideale Ferienmöglichkeiten für all jene, die beim Urlaub auf besondere Qualität setzen. Doch bei all diesen angenehmen Aspekten rund um die Gesundheitsvorsorge sollten Urlauber nicht vergessen, dass man unterwegs dennoch erkranken kann. Deshalb empfiehlt es sich, vor einer Reise nach Sri Lanka unbedingt eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Buddhistische Fahne Erholungssuchende kommen in den vielen gepflegten Hotelanlagen bestens auf ihre Kosten. Man kann dort herrlich entspannen, sollte jedoch nicht den Fehler begehen, die Anlage nicht zu verlassen, weil einem viele schöne Eindrücke entgehen. Kulturbegeisterte können auf Reisen in dem Land eine ganze Reihe imposanter historischer Stätten aufsuchen und an Religion sowie Philosophie Interessierte werden die ständige Präsenz des buddhistischen Glaubens zu schätzen wissen.

Braunkopfspinte Für Vogelbeobachter und Naturfreunde generell ist Sri Lanka ein Paradies. Aufgrund der guten Infrastruktur sind Nationalparks und Schutzgebiete recht leicht zu erreichen und auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt es nahezu überall. Wer in einem abwechslungsreichen Land Urlaub machen möchte, in dem er sich entspannen, Tempel besuchen und in der Natur auf Fotopirsch gehen möchte, der ist in Sri Lanka bestens aufgehoben. Allerdings hat das Land wie jedes Paradies bedauerlicherweise auch seine Schattenseiten ...

Sri Lanka und der Bürgerkrieg

Abendstimmung am Strand Ganz so friedlich, wie es die Idylle in den Ferienorten suggeriert, ist es in Sri Lanka bedauerlicherweise nicht immer und überall. Obwohl man vor Ort normalerweise nichts von dem Unheil spürt, gehören Terror und Brutalität in Sri Lanka dennoch zum Alltag einiger Menschen: Der Konflikt zwischen tamilischen Rebellen und den Singhalesen schwelt seit langer Zeit und ist nach einigen Jahren des Waffenstillstands nach dem Tsunami wieder aufgeflammt und hat seitdem zahlreiche Menschen das Leben gekostet.

Wenige Stunden nachdem ich im November 2006 meine Last-Minute-Reise nach Sri Lanka gebucht hatte, meldeten die Medien einen Bombenanschlag, der dem Militärhafen in der Stadt Galle gegolten hatte. Die Verunsicherung war groß und etliche Menschen, die wie ich eine Reise nach Sri Lanka gebucht hatten, entschieden sich für eine Umbuchung oder Stornierung. Bei einer Last-Minute-Reise ist dies nicht problemlos möglich, sofern das Auswärtige Amt keine offizielle Reisewarnung ausgibt. Jenes Amt warnte im November vor Reisen in bestimmte Regionen (den Norden und Osten Sri Lankas), was laut Aussage meines Reiseveranstalters nicht ausreichen würde, um kostenlos umzubuchen oder von der Reise zurückzutreten. Ich entschied mich trotz der schrecklichen Ereignisse meinen Urlaub in Sri Lanka zu verbringen.

Vor Ort spürte ich nichts vom Bürgerkrieg, auch nicht während meiner Rundreise. Angst hatte ich nicht, zumal ich mich nicht in der Nähe von Militärstützpunkten aufhielt und auch nicht in die gefährlichen Gebiete der Insel reisen wollte. Das heißt jedoch nicht, dass ich das Thema völlig ausblendete und auf die leichte Schulter nahm. Vor allem redete ich mit den Einheimischen darüber, denn der Bürgerkrieg betrifft sie alle unmittelbar, auch wenn sie in Touristenorten leben und fernab vom eigentlichen Geschehen sind.

Das Hotel Ceysands stand im November 2006 weitestgehend leer Aufgrund der Schreckensmeldungen in den westlichen Medien ist die Zahl der Reisenden, die nach Sri Lanka kommen, drastisch zurückgegangen. Für die von den Einnahmen aus dem Tourismus abhängigen Einheimischen bedeutet dies nichts Gutes. Während meines zweiwöchigen Aufenthalts im durchschnittlich nur zu etwa zehn Prozent ausgebuchten Hotels Ceysands wurden dort 38 Mitarbeiter entlassen, weil für sie keine Arbeit mehr vorhanden war. Für sie war klar, dass sie auch woanders keine Arbeit finden würden. Die Tuktukfahrer beklagten enorme finanzielle Ausfälle aufgrund der fehlenden Touristen und auch die Ladenbesitzer litten unter der Situation. Ayurveda-Ärzte mussten ihre kleinen Praxen schließen, weil die westliche Kundschaft ausblieb und ihre finanziellen Rücklagen aufgebraucht waren.

Egal, mit wem ich sprach, in irgendeiner Weise litten alle unter dem Ausbleiben der Touristen. Ich fühlte mich angesichts dieser Situation hilflos und ich habe mehr als einmal das Versprechen gegeben, den Menschen in Deutschland die Schönheit Sri Lankas in meinem Reisebericht zu zeigen. Natürlich kann ich niemanden dazu überreden, trotz des Bürgerkriegs seinen Urlaub in diesem Land zu verbringen. Ich persönlich würde es jedoch jederzeit wieder tun, zumindest nach dem aktuellen Stand der Dinge, denn bisher wurden die Anschläge nur in bestimmten Regionen verübt und galten meist militärischen Zielen. Ein Tourist, der wie ich beispielsweise mit einem Führer durch den Regenwald wandert oder der sich in einer Gartenanlage auf die Lauer legt, um Vögel zu fotografieren, ist sicher nicht das primäre Angriffsziel der tamilischen Rebellen. Vorsichtig war ich freilich trotz alledem, weshalb ich unter anderem nicht nach Colombo gefahren bin, denn dort herrschte erhöhte Anschlagsgefahr.

Wenn Sie eine Reise nach Sri Lanka planen, schauen Sie vorher sicherheitshalber auf die Webseite des Auswärtigen Amtes. Dort erhalten Sie aktuelle Informationen zur Situation im Land und zu eventuellen Krisen.

Klimatabellen

Colombo
  Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.
Tagestemperatur (°C) 30 30 31 31 30 29 29 29 29 29 29 29
Nachttemperatur (°C) 22 22 23 24 25 25 25 25 25 24 23 22
Luftfeuchtigkeit (%) 71 71 72 75 78 79 78 78 77 79 77 74
Niederschlagstage 8 7 11 18 13 22 15 19 17 21 19 12

Kandy
  Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.
Tagestemperatur (°C) 28 30 31 31 30 28 27 28 28 28 28 28
Nachttemperatur (°C) 18 18 19 21 21 21 21 21 20 20 20 19
Luftfeuchtigkeit (%) 70 64 64 71 78 76 75 75 72 75 76 74
Niederschlagstage 8 5 8 12 11 18 16 14 12 17 17 13

Trincomalee
  Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.
Tagestemperatur (°C) 28 28 30 32 34 34 34 34 34 31 29 27
Nachttemperatur (°C) 24 24 25 25 26 26 26 25 25 24 24 24
Luftfeuchtigkeit (%) 78 75 74 72 66 61 61 63 64 73 79 80
Niederschlagstage 13 6 5 7 6 2 4 7 6 16 19 18

Heftiger Regenschauer am Nachmittag Da Sri Lanka in der Nähe des Äquators liegt, herrscht auf der Insel tropisches Monsunklima vor. Die Durchschnittstemperaturen in der kühleren Jahreszeit liegen bei 30°C, in der wärmeren um 35°C. Das gesamte Jahr hindurch ist die Luftfeuchtigkeit hoch, weshalb man sich als Urlauber nach der Ankunft in Sri Lanka erst einmal an das feucht-heiße Klima gewöhnen muss. Berücksichtigen Sie diese Akklimatisierungsphase deshalb bei der Planung ihrer (Rund-)Reise.

Sonniger Tag am Bentota-Fluss Von Mai bis August weht der Südwestmonsun über den Süden und Westen der Insel. Diese jährlich wiederkehrende Windströmung bringt schweren Regenwolken, die das nötige Wasser für die üppige Vegetation Sri Lankas liefern. Den Norden und Osten der Insel beeinflusst hingegen den Nordostmonsun maßgeblich, der im Dezember und Januar diesen Bereichen den Jahreshauptniederschlag bringt. Gebiete im Südosten Sri Lankas sind nur selten von den ergiebigen Regengüssen betroffen, sie sind steppenartig trocken und sehr heiß.

 
                 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Sri Lanka allgemein | Kulinarisches | Sri-Lanker | Reisetipps | Ausflugstipps |
Edelsteine | Tempelanlagen | Teeplantagen | Sigiriya | Sinharaja-Regenwald |
Udawalawe-Nationalpark | Pinnawela-Elefantenwaisenhaus | Gewürzgärten |
Botanischer Garten | Brief Garden | Schildkrötenfarm | Fluss-Safaris |
Kandy-Tänzer | Tsunami und seine Folgen | Tiere: Insekten & Schildkröten |
Säugetiere, Krabben und Schnecken | Reptilien und Amphibien |
Vögel: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7 | Vogelbriefmarken |
Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10 |
Verschiedene Fotos | Reiseliteratur & Linktipps