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Allgemeine Informationen über Sri Lanka
Fakten über Sri Lanka
Größe: 65.525 km²
Maximale Länge: 434 km
Maximale Breite: 225 km
Hauptstadt: Colombo
Einwohner: 21.283.913 (Stand Juli
2011, Hochrechnung), 74 Prozent Singhalesen, 18 Prozent Tamilen, 7 Prozent Moslems, 1
Prozent
andere Völkergruppen, darunter Burgher (Nachfahren von niederländischen
und portugiesischen Kolonisten)
Glaubensrichtungen: Buddhismus (70
Prozent),
Hinduismus (16 Prozent), Islam (7 Prozent), Christentum (7 Prozent)
Sprachen: Singhalesisch, Tamil,
Englisch
Währung: Rupees (Rupien)
Zeitverschiebung: MEZ + 4,5h (Winter),
MESZ + 3,5h (Sommer)
Nach
einer Flugzeit von etwa neun bis elf Stunden erreicht man von
Deutschland aus Sri Lankas Flughafen Bandaranaike, der in der Nähe der Hauptstadt
Colombo liegt. Schon während des Landeanflugs heben sich vom satten Grün
der allgegenwärtigen Reisfelder unzählige weiße Punkte ab, die sich bei
näherer Betrachtung als Reiher entpuppen, die zwischen den zarten
Graspflanzen herumstaksen. Nach dem malerischen Anblick während der
Landung holt die Reisenden auf dem Gelände des Flughafens rasch die typische Geschäftigkeit ein, die an
solchen Orten in aller Welt herrscht. Außerdem macht sich das tropische Klima
beim Verlassen des Flugzeuges sofort bemerkbar, an die klimatischen
Bedingungen muss man sich erst einmal gewöhnen. Die hohe
Luftfeuchtigkeit lässt beim ersten Atemzug augenblicklich das Gefühl
aufkommen, man würde die warme Luft durch einen nassen Schwamm einatmen.
Abenteuerlich
ist die Fahrt zum Hotel, da der sri-lankische Fahrstil mit den in
Deutschland gängigen
Verkehrsregeln so gut wie gar nichts zu tun hat. Es grenzt an ein
Wunder, dass sich auf den Straßen und Pisten Sri Lankas nicht ständig
schwere Unfälle ereignen. In leuchtend bunte Saris gehüllte Frauen,
Kinder in strahlend weißen Schuluniformen, in Tücher gehüllte zittrige
Greise auf Gehstöcke gestützt, schwankend dahin trottende
Arbeitselefanten und teils schrottreife Fahrzeuge bewegen sich in
minimalem Abstand aneinander vorbei. Hinzu kommen die landestypischen Tuktuks -
kleine Fahrzeuge auf drei Rädern - und zum Bersten überfüllte Busse,
deren Schräglage aufgrund der vielen in ihrem Inneren reisenden Menschen
jedem sicherheitsliebenden Europäer den Angstschweiß auf die Stirn
treibt. Wenn Sie vom Nachtflug nicht zu müde sind, schauen Sie genau
hin, denn was Sie während der Fahrt beobachten können, ist oft völlig
unterschiedlich zu dem, was Sie später im Hotel zu sehen bekommen.
Unterwegs ist ein Blick auf das wahre Sri Lanka möglich, das nicht für
Touristen aufgeräumt worden ist.
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Verschmutzter Straßenrand
in einem Vorort von Colombo |
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Straßenkreuzung in Colombo |
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Moschee an der Südwestküste
in der Nähe von Kalutara |
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Blick auf den Indischen Ozean
in der Nähe von Kosgoda |
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Als Kulisse dient diesen
oft geradezu verwirrenden Ansammlungen von Menschen und Fahrzeugen ein
Mosaik aus
Tempelanlagen und mancherorts aus verfallenen Kolonialbauten.
Während meiner Reise nach Sri Lanka im November 2006 habe ich zudem an
vielen Stellen noch immer etliche vom Tsunami des Jahres 2004 zerstörten Gebäude
gesehen, die in der Zwischenzeit nicht abgerissen worden waren. Ihre Ruinen
haben wie Betonskelette die
Küstenstraße gesäumt und an die schrecklichen Ereignisse erinnert, die
in Sri Lanka etwa zwei Jahre zuvor sehr viele Menschenleben gefordert
hatten. Doch glücklicherweise ziehen während einer Fahrt über die
Küstenstraße im Südwesten Sri Lankas nicht nur Ruinen an den Fenstern
der Fahrzeuge vorbei. Das auffälligste und imposanteste
Bauwerk, das man während einer Fahrt in die Touristenorte am Wegesrand sieht, ist die riesige weiße Stupa in Kalutara,
siehe Foto in diesem Absatz. Wundern Sie sich nicht, wenn der Taxi- oder Busfahrer
dort anhält und aussteigt. Gläubige Buddhisten spenden ein wenig Geld
und beten an der Tempelanlage für eine gute und vor allem sichere Weiterfahrt.
Da
die meisten Hotels in Küstennähe liegen, hat man nach der Ankunft im
Feriendomizil endlich die Möglichkeit, sich bei einem Bad im Ozean von
der anstrengenden Anreise zu erholen. Das Meer befindet sich bei fast
jedem Hotel quasi "vor der Haustür" und der Anblick des herrlich blauen
Indischen Ozeans entschädigt für so manche Strapaze der langen Anreise.
Viele Urlauber haben jedoch in der Nacht im Flugzeug kein Auge zu
bekommen und möchten sich erst einmal ausruhen. Zu lange schlafen sollte
man am Tage jedoch nicht, sondern lieber auf dem Balkon oder der
Terrasse im Schatten dösen, weil man sonst noch länger braucht, um sich
an die Tag- und Nachtzeiten in der sri-lankischen Zeitzone anzupassen.
Sri
Lanka ist ein ausgesprochen facettenreiches Land. Es hat immens viel zu
bieten und die Gründe, weshalb Reisende ausgerechnet dort ihren Urlaub
verbringen, sind entsprechend vielfältig. Stressgeplagte und ruhesuchende Europäer lassen sich gern in einem der vielen
Ayurveda-Zentren verwöhnen. Die Behandlungen sind in Sri Lanka
deutlich preisgünstiger als in Deutschland und die exotische Kulisse
trägt ebenfalls zur Entspannung bei. Hier wird ein Traum wahr: Einmal
unter Palmen mit warmem Kräuteröl massiert werden, während im
Hintergrund der Ozean rauscht. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit,
eine
Luxusreise nach Sri Lanka
zu unternehmen - eine solche kann herrlich entspannend sein. Es gibt
eine ganze Reihe wunderschöner Gebäude im Kolonialstil, in denen
Touristen luxuriös wohnen können. Im Hochland gibt es edle Hotels, die
sich ideal als Urlaubsort für jene Reisende eignen, die höhere Ansprüche
an ihre Unterkunft haben. Wichtig ist aber, bei all den schönen Aspekten
Sri Lankas daran zu denken, vor dem Antritt der Reise die nötigen
Impfungen durchführen zu lassen, damit es keine böse gesundheitliche
Überraschung gibt.
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Doch
zurück zu den angenehmen Seiten des Urlaubs. Erholungssuchende kommen in
den vielen gepflegten Hotelanlagen, aber auch in preiswerten
Unterkünften meist bestens auf ihre Kosten. Um die perfekte Bleibe für
sich zu finden, lohnt es sich, ein wenig im Internet zu recherchieren.
Auf vielen Webseiten gibt es Informationen zu sri-lankischen
Unterkünften. Wenn Sie eine gute Hotelübersicht für Sri Lanka suchen,
finden Sie diese zum Beispiel in der entsprechenden Rubrik bei
Hotel-Vergleich.net. Hat man seine Traumunterkunft gefunden und ist man
erst einmal vor Ort, kann man dort herrlich
entspannen. Insbesondere die luxuriöseren Unterkünfte laden dazu ein,
nahezu die gesamte Zeit dort zu verbringen, weil man vom guten Essen bis
zum Pool alle Annehmlichkeiten in seiner Nähe hat. Den Fehler, das
Grundstück nicht zu verlassen, sollte man
jedoch nicht begehen, denn es würden einem ansonsten zahlreiche
spannende, abenteuerliche und auch schöne Eindrücke entgehen. Vor den
Türen der Hotelanlagen liegt das echte Sri Lanka, das es zu entdecken
gilt. Kulturbegeisterte können auf Reisen in dem Land eine ganze Reihe
imposanter historischer Stätten aufsuchen und an Religion sowie
Philosophie Interessierte werden die ständige Präsenz des buddhistischen
Glaubens zu schätzen wissen.
Für
Naturfreunde im Allgemeinen und für Vogelbeobachter im Speziellen ist
Sri Lanka ein Paradies. Aufgrund der hervorragenden Infrastruktur sind
Nationalparks und Schutzgebiete recht leicht zu erreichen und auch gute
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es nahezu überall. Wer in einem
abwechslungsreichen Land Urlaub machen möchte, in dem er sich
entspannen, Tempel besuchen und in der Natur auf Fotopirsch gehen
möchte, der ist in Sri Lanka somit bestens aufgehoben. Allerdings hat
das Land wie nahezu jedes Paradies auf dieser Welt bedauerlicherweise
auch seine Schattenseiten ...
Sri Lanka und der Bürgerkrieg
Ganz
so friedlich, wie es die Idylle in den Urlaubskatalogen und
Ferienanlagen suggeriert, ist es in Sri Lanka bedauerlicherweise nicht
immer und überall gewesen. Obwohl man vor Ort normalerweise nichts von dem
Unheil gespürt hat, haben Terror und Brutalität in Sri Lanka dennoch
lange Zeit zum
Alltag einiger Menschen gehört: Der Konflikt zwischen tamilischen Rebellen und
den Singhalesen hat über Jahre geschwelt und ist nach einigen Jahren des
Waffenstillstands nach dem Tsunami wieder aufgeflammt und hat seitdem
zahlreiche Menschen das Leben gekostet. Glücklicherweise herrscht seit
Mai 2009 endlich tatsächlich Frieden in dem Land, obwohl das Auswärtige
Amt noch immer von der Reise in einige Regionen abrät. Gründe dafür sind
unter anderem Landminen. Aktuelle Informationen zur Sicherheit in Sri
Lanka finden Sie
auf der Seite des Amtes.
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Es wäre schön, wenn trotz der unheilvollen Phase in der Geschichte Sri
Lankas wieder mehr Gäste in dieses herrliche Land reisen würden. Ich
selbst habe durch Gespräche mit Einheimischen erfahren, wie hart das
Ausbleiben der Urlaubsgäste für die Menschen vor Ort ist.
Aufgrund der Schreckensmeldungen in den westlichen Medien haben im
Herbst/Winter 2006 nach neuerlichen Anschlägen viele deutsche Touristen
und Reisende aus anderen Ländern ihre Buchungen storniert. Mit einer
entsprechenden Vorsicht vor Ort habe ich das Land dennoch bereisen
wollen und ich bereue es nicht. Denn so ist mir der Einblick gelungen,
den ich hier wiedergeben möchte: Während meines zweiwöchigen
Aufenthalts im November 2006 habe ich im durchschnittlich nur zu etwa
zehn Prozent ausgebuchten Hotel Ceysands gewohnt. In dieser Zeit sind
dort 38 Mitarbeiter entlassen worden, weil für sie keine Arbeit mehr
vorhanden gewesen ist. Für sie ist klar gewesen, dass sie auch woanders
keine Anstellung finden würden - eine wirklich bedrückende Situation. Die
Tuktukfahrer haben enorme finanzielle Ausfälle aufgrund der fehlenden
Touristen beklagt und auch die Ladenbesitzer haben unter der Situation
gelitten. Ayurveda-Ärzte haben ihre kleinen Praxen schließen müssen,
weil die westliche Kundschaft ausgeblieben ist und ihre finanziellen
Rücklagen aufgebraucht gewesen sind.
Mit wem auch immer ich gesprochen habe, in irgendeiner Weise haben alle
unter dem Ausbleiben der Touristen gelitten. Ich habe mich angesichts
dieser Situation hilflos gefühlt und ich habe den Menschen vor Ort mehr
als einmal das Versprechen gegeben, den Reisebegeisterten in Deutschland
die Schönheit Sri Lankas in meinem Reisebericht zu zeigen. Vielleicht
kann ich so ja den einen oder anderen Menschen für das zauberhafte
Reiseziel erwärmen und so auch den Menschen vor Ort helfen.
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Wetter und Klima in Sri Lanka
Da
Sri Lanka in der Nähe des Äquators liegt, herrscht auf der Insel
tropisches Monsunklima vor. Die Durchschnittstemperaturen in der
"kühleren" Jahreszeit liegen bei 30 Grad Celsius, in der wärmeren um 35
Grad Celsius. Das gesamte Jahr hindurch ist die Luftfeuchtigkeit hoch,
weshalb man sich als Urlauber nach der Ankunft in Sri Lanka erst einmal
an das feucht-heiße Klima gewöhnen muss. Berücksichtigen Sie diese
Akklimatisierungsphase deshalb bei der Planung ihrer (Rund-)Reise.
Übertreiben Sie es nach der Ankunft nicht gleich, ruhen Sie sich ein bis
zwei Tage aus und beginnen Sie dann erst zu anstrengenderen Aktivitäten.
Von
Mai bis August weht der Südwestmonsun über den Süden und Westen der
Insel. Diese jährlich wiederkehrende Windströmung bringt schweren
Regenwolken, die das nötige Wasser für die üppige Vegetation Sri Lankas
liefern. Den Norden und Osten der Insel beeinflusst hingegen der
Nordostmonsun maßgeblich, der im Dezember und Januar diesen Bereichen
den Jahreshauptniederschlag bringt. Gebiete im Südosten Sri Lankas sind
nur selten von den ergiebigen Regengüssen betroffen, sie sind
steppenartig trocken und sehr heiß. Abgesehen von den Monsunzeiten muss
in Sri Lanka immer damit gerechnet werden, dass es zumindest
stundenweise kräftig regnen kann. Die Regengüsse sind teils sehr heftig
und man durchnässt bis auf die Haut. Es kann dann sogar recht kühl
werden, weshalb man verhindern sollte, derart nass zu werden. Auf längere Ausflüge
sollte aus dem Grund hochwertige Regenkleidung
mitgenommen werden - und das nicht nur bei Touren in den
Regenwald.
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