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Wer nach Sri Lanka
reisen möchte, sollte sich über einige Dinge bereits
vor dem Beginn seines Urlaubs im Klaren sein. Das
tropisch-heiße Klima
ist für viele Mitteleuropäer sehr anstrengend. Manche
Menschen gewöhnen sich nach wenigen Stunden daran, andere
leiden hingegen während des gesamten Urlaubs unter Problemen
wie Schlaflosigkeit, Kreislaufstörungen und dergleichen. Vor
allem zur Monsunzeit (siehe
unten) empfinden die meisten Mitteleuropäer die
klimatischen Bedigungen als strapaziös. Deshalb ist die
sorgfältige Auswahl der Reisezeit ein wichtiger Punkt, um den
Urlaub zu einem schönen Erlebnis werden zu lassen. Eine Reihe
weiterer Aspekte sollten Sie ebenfalls unbedingt vor dem Antritt ihrer
Reise bedenken, andere sind erst vor Ort wichtig. In diesem Kapitel
finden Sie einige Tipps für einen gelungenen Aufenthalt in Sri
Lanka.
Gesundheitsvorsorge Bei Reisen in asiatische Länder, zu denen auch Sri Lanka gehört, ist es ratsam, über einen ausreichenden Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus und Polio zu verfügen. Ferner wird Urlaubern aus der Risikogruppe empfohlen, sich gegen Typhus impfen zu lassen. Ob man zu einer Risikogruppe gehört oder nicht, sollte man vor dem Antritt der Reise klären. Angehörige von Risikogruppen sollten darüber hinaus in Erwägung ziehen, sich gegen Hepatitis A und B impfen zu lassen. Im Falle der Malaria sind Sinn und Wirksamkeit der gängigen Prophylaxemittel umstritten und die meiste Zeit des Jahres gelten etliche Landesteile Sri Lankas ohnehin als malariafrei. Sie sollten sich diesbezüglich vor dem Antritt Ihrer Reise unbedingt genau informieren. Hierfür empfiehlt sich der Besuch eines fachkundigen Mediziners. Eine Reihe von Hausärzten haben Zusatzausbildungen absolviert, die sie zur Impfberatung befähigen. Eine solche Beratung ist keine Kassenleistung, der Reisende muss sie - ebenso wie die Impfungen - aus eigener Tasche bezahlen! Weitere Informationen zum Thema Tropenkrankheiten sowie zur aktuellen Malariasituation in Sri Lanka finden Sie beispielsweise auf der Website Fit for Travel. Natürlich will niemand im Urlaub erkranken. Man sollte dieses unerfreuliche Thema jedoch nicht gänzlich verdrängen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist für einen Urlaub in Sri Lanka ratsam. Solche Versicherungen sind nicht teuer und ersparen eine ganze Menge Ärger, falls man tatsächlich einmal krank wird - was recht leicht geschieht, wie ich selbst erleben musste. Durch die viel zu stark eingestellten Klimaanlagen, denen man in Restaurants kaum entfliehen kann, habe ich mir einen hartnäckigen Infekt eingefangen, der antibiotisch behandelt werden musste. Damit Sie in einem ähnlichen Fall nicht auf den Kosten sitzen bleiben, sollten Sie eine Reisekrankenversicherung abschließen. Hierbei ist zu beachten, dass ein eventuell nötiger Rücktransport im Versicherungsschutz enthalten sein sollte. Fragen Sie in Ihrem Reisebüro nach einer solchen Versicherung oder rufen Sie Ihre Krankenkasse an, dort berät man Sie sicher gern. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über Ihre Reiseapotheke, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie etwas Wichtiges vergessen haben. Falls Sie zu Reiseübelkeit neigen und in Sri Lanka gern an Ausflügen oder einer Rundreise teilnehmen möchten, sollten Sie ein entsprechendes Medikament mitnehmen. Die Straßen sind teilweise in einem so schlechten Zustand, dass man von den Schlaglöchern fürchterlich durchgerüttelt wird, was empfindlichen Reisenden nur allzu leicht auf den Magen schlägt. Außerdem sollten Sie an die Mitnahme von Kondomen denken, falls Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet sein möchten. Nur so können Sie sich wirksam gegen AIDS schützen. Die Existenz dieser Krankheit wird in Sri Lanka bedauerlicherweise nach wie vor überwiegend totgeschwiegen. Da die meisten Touristengebiete im Südwesten der Insel liegen, ist aufgrund des Monsuns zwischen Oktober und März/April Hochsaison. In dieser Zeit kann man normalerweise bedenkenlos im Ozean baden und die beispielsweise in Hikkaduwa leicht erreichbaren Korallenbänke beim Schnorcheln oder Tauchen erkunden. Wer nicht unbedingt am Baden im Meer, am Schnorcheln oder am Tauchen interessiert ist, für den kann die Monsunzeit eine interessante Reisezeit darstellen. Ich war selbst im Juni 1998, also mitten während des Südwestmonsuns, in Sri Lanka. Zwar hat es nahezu täglich geregnet, aber Tropenschauer sind in aller Regel kurz - dafür jedoch recht heftig. Besonders tragisch fand ich dies nicht, da es stets angenehm warm war, während es regnete. Kam wenige Minuten nach der kräftigen "Dusche" die Sonne wieder hervor, war man innerhalb kürzester Zeit einigermaßen trocken. Einen Regenschirm mit in den Urlaub zu nehmen, halte ich dennoch für sinnvoll, da man ihn wie die Einheimischen in Sri Lanka hervorragend als Sonnenschutz verwenden kann, wenn es nicht regnet. Für Menschen mit empfindlicher Haut ist eine Reise nach Sri Lanka während des Monsuns sehr empfehlenswert. Ständig sind einige Wolken am Himmel, die dafür sorgen, dass sich Sonne und Schatten innerhalb weniger Minuten abwechseln. Auf diese Weise ist man nicht fortwährend den Strahlen der Sonne ausgesetzt und kann dennoch schönes Wetter genießen. Tipps für das Reisegepäck Einige Dinge sollten im Reisegepäck nicht fehlen. Dazu gehören Mittel gegen Moskitos, langärmlige Shirts und eine Kopfbedeckung als Sonnenschutz, eine Sonnenbrille und ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Ich benutze übrigens in den Tropen stets Faktor 60, da ich sehr hellhäutig bin. Nehmen Sie das Thema Sonnenschutz nicht auf die leichte Schulter. Selbst wer gern braun aus dem Urlaub zurückkommen möchte, sollte sich in dem äquatornahen Land Sri Lanka nicht zu ausgiebig der Sonne aussetzen. Die Gefahr von Hautschäden durch die starke UV-Strahlung ist groß. Die Einheimischen schützen sich selbst so gut es geht vor der Sonne, daran sollten sich auch Touristen orientieren. Viele Bewohner tropischer Regionen mit intensivem Sonnenschein schützen - sofern es ihnen möglich ist - sogar ihre Häuser vor allzu viel Sonneneinstrahlung. Falls Sie nachts spazieren gehen möchten, um zum Beispiel Tiere zu beobachten, die während der Dunkelheit aktiv sind, sollten Sie eine Taschenlampe im Gepäck haben. Wer gern analog fotografiert, sollte genügend Filmmaterial mitnehmen, weil brauchbare Filme in Sri Lanka nur schwer zu beschaffen sind. Besonders schöne Aufnahmen gelingen mit Hilfe eines Polfilters, und aufgrund der harten Schatten - die Sonne steht in Sri Lanka sehr hoch am Himmel - sollte ein Blitzgerät nicht fehlen. Adapter für Akku-Ladegeräte sollten im Gepäck all jener nicht fehlen, die digital fotografieren. Achtung, manche Adapter passen nicht in die Hotelsteckdosen, weil dort nicht das Standardsystem eingebaut wurde. Meist liegen an den Rezeptionen der Hotels entsprechende Adapter bereit, die man kostenlos ausleihen kann. Sollten Sie außerhalb der Monsunzeit Ihren Urlaub in Sri Lanka verbringen, könnten Sie mit einer Schnorchelausrüstung die Unterwasserwelt des Indischen Ozeans erkunden. Tipps zum Schnorcheln finden Sie im entsprechenden Kapitel meines Hurghada-Reiseberichts. Eine Unterwasserkamera bereichert Ihre Urlaubsfotosammlung um einige schöne Eindrücke aus einer ganz anderen Welt, denn die Fische des Indischen Ozeans sind äußerst fotogen. Wenn Sie nicht gleich eine teure Kamera kaufen möchten, stellen die recht preisgünstigen Einmal-Unterwasserkameras namhafter Hersteller eine brauchbare Alternative dar. Einige der Unterwasserfotos meines Malediven-Reiseberichts habe ich mit einer solchen Einweg-Unterwasserkamera angefertigt (sämtliche Fotos, die den Vermerk "Dhigufinolhu" tragen). Für den kulturellen Teil Ihrer Reise sollten Sie ebenfalls gewappnet sein. In den meisten Tempeln oder Klöstern sollte man stets Kleidung tragen, die Schultern und Knie bedeckt, dies gilt nicht nur für Frauen! Packen Sie deshalb mindestens ein langärmliges Hemd und eine lange Hose oder einen langen Rock in Ihren Koffer. Manche Strandabschnitte sind zwar feinsandig, aber es werden Muschelstücke und Korallenbruch angespült. Damit Sie sich dort nicht an den Füßen verletzen, sollten Sie Gummisandalen einpacken, bevor Sie nach Sri Lanka reisen. Bei Wanderungen durch Nationalparks oder stark bewaldete Gebiete empfiehlt sich festes Schuhwerk, weil es für eine ausreichende Trittsicherheit sorgt und außerdem vor Tierbissen sowie vor Blutegeln schützt. Einreisebestimmungen (Visum) Wer nach Sri Lanka einreisen will und aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt, benötigt einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Bei der Zollkontrolle während der Einreise wird Ihr Pass kontrolliert und mit einem Sichtvermerk versehen, der Ihnen einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen erlaubt. Wer länger bleiben möchte, kann das Visum beim Department of Immigration and Emigration in Colombo-Fort verlängern lassen. Pauschalreisende müssen in Deutschland vor ihrer Abreise kein Visum beantragen, alles Nötige lässt sich am Flughafen von Colombo erledigen. Jeder Reisende muss bereits im Flugzeug eine englischsprachige, sogenannte Immigration Landing Card ausfüllen. Diese Karte besteht aus zwei Teilen, von denen der erste bei der Einreise von einem Beamten einbehalten wird. Der verbleibende Teil muss bei der Ausreise vorgelegt werden, weshalb Sie ihn sicher aufbewahren sollten. Früher war vor der Ausreise eine Steuer zu entrichten, die jedoch gestrichen wurde. Im November 2006 musste ich sie nicht mehr bezahlen, als ich die Heimreise antrat. Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor Ort, ob die Steuer gegebenenfalls wieder eingeführt worden ist. |
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