HurghadaSchnorcheltipps
 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Ägypten allgemein | Kulinarisches | Reisetipps | Landtiere |
Das Rote Meer | Fische: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 und Teil 6 |
Korallen & Weichtiere | Schnorcheltipps | Reiseliteratur & Linktipps
 
             
          Bevor ich in diesem Kapitel auf spezielle Tipps für Hurghada eingehe, möchte ich einige grundlegende Dinge zum Schnorcheln erklären. Sollten Sie wichtige Hinweise vermissen, die ich hier noch geben könnte, dann mailen Sie mir doch einfach!

Die Schnorchelausrüstung

Dreigestreifte Demoiselle Um beim Schnorcheln nicht nur Spaß, sondern auch ein sicheres Gefühl haben zu können, sollten Sie eine gute Ausrüstung verwenden. Zum Schnorcheln benötigen Sie eine Schnorchelbrille, eventuell Schwimmflossen, Sonnenschutzmittel und gegebenenfalls eine Unterwasserkamera. Neoprenbekleidung als Kälteschutz ist beim Schnorcheln im Roten Meer in aller Regel nicht erforderlich. Hinter dem häufig im Zusammenhang mit dem Schnorcheln gebrauchten Begriff "ABC-Ausrüstung" verbergen sich übrigens Schnorchel (das Atemrohr), Schnorchelbrille und Flossen. (Foto rechts: Dreigestreifte Demoiselle)

Tragen Sie zur eigenen Sicherheit nur Schnorchelbrillen, die dicht abschließen und völlig intakte Gläser aufweisen. Es wäre zu schade, wenn ein Schnorchelausflug damit enden würde, das die Gläser Ihrer Brille platzen. Solide Schnorchelbrillen sind in Sportgeschäften ab 25 Euro erhältlich. Dort wird man Sie sicher gern beraten.

Zwerg-Spitzkopfkugelfisch Liegt bei Ihnen ein stärkerer Sehfehler vor, wäre es sinnvoll, wenn Sie mit Kontaktlinsen schnorcheln würden. Oder aber Sie investieren in eine Schnorchelbrille mit für Sie angefertigten, korrigierenden Gläsern. Die Preise für derlei Brillen beginnen bei 100 Euro. Solche Spezialbrillen sind in Tauchgeschäften und bei einigen Augenoptikern erhältlich. (Foto rechts: Zwerg-Spitzkopfkugelfisch)

Tipp: Die Fotoreiseberichte.de-Leserin Barbara Rank hat eine preisgünstige Alternative zu den teuren Spezial-Schnorchelbrillen gefunden. Sie schrieb mir im November 2008: "Ich trage eine Brille mit minus 4, kann also ohne Brille nicht sehr weit sehen. Um durch die Taucherbrille klar sehen zu können, habe ich von einer alten Brille die Bügel abgeschraubt, die Nippel, in denen das Gewinde sitzt, durch kleine Stücken Silikon (von einer alten Taucherbrille) als Positionshalter gefädelt und das ganze elastische Gebilde (d.h. die Brillengläser mit Fassung) vorsichtig in die Taucherbrille eingeklemmt. Hielt hervorragend, ließ sich zum Säubern leicht auseinandernehmen und hat mich gut sehen lassen! Das ist eine kostenlose Alternative zur Optiker-Taucherbrille." Unter diesen Zeilen finden Sie zwei Fotos, die Frau Rank von ihrer Konstruktion angefertigt hat und freundlicherweise für diese Seite zur Verfügung gestellt hat. Ganz lieben Dank für den Tipp und das Bildmaterial!

Die alte Brille als Grundlage

Die selbst gebastelte Schnorchelbrille mit eingebauter 'Sehstärke'

Beim Schnorcheln sollte die Badekleidung aus Sicherheitsgründen weithin sichtbar sein, grelle Farben sind daher am Riff erwünscht. In neonfarbenen Badehosen/-anzügen werden Sie im Wasser viel leichter von Surfern und Bootskapitänen gesehen als in dunkler, unauffälliger Badekleidung.

Schwimmflossen - ja oder nein?

Mondsichel-Junker Im Grunde kann man diese Frage nur mit Ja beantworten. Schwimmflossen bieten im Wasser erheblich mehr Sicherheit. Man bewegt sich mit ihnen nicht nur schneller fort, das Schwimmen an einem Außenriff ist mit Flossen deutlich kräftesparender möglich. Aber nicht jeder ist im Ungang mit Schwimmflossen geübt. Trainieren Sie Flossenschwimmen bitte nicht erst am Riff, denn insbesondere in der Lernphase unterschätzt man die Länge der Flossen und zerstört bei Zusammenstößen unabsichtlich die eine oder andere Koralle. Am besten ist es, wenn Sie schon zu Hause im Schwimmbad mit ihren Flossen das Manövrieren üben. In Sportgeschäften sind Schwimmflossen in unterschiedlichen Ausführungen und Längen erhältlich. Ihre Preise beginnen bei etwa 25 Euro. (Foto rechts: Mondsichel-Junker)

Eigene Ausrüstung oder eine geliehene?

Rotmeer-Picasso-Drückerfisch Hurghada und alle weiteren Touristenstädte am Roten Meer sind für ihre teils hervorragenden Schnorchelmöglichkeiten berühmt, weshalb man dort auf Schnorchler eingestellt ist. Problemlos können Sie gegen eine Gebühr in Höhe von einigen Euro Schnorchelausrüstungen für einen Tag oder einen längeren Zeitraum leihen. Diese Ausrüstungen sind jedoch nicht immer im besten Zustand. Ich hörte viele Urlauber beispielsweise über undichte Brillen klagen. Andere beschwerten sich darüber, dass leichte Kratzer das Brillenglas und damit die Sicht trübten. Andere wiederum hatten Glück und erwischten eine einwandfreie Ausrüstung. (Foto rechts: Rotmeer-Picasso-Drückerfisch)

Falls Sie noch nie zuvor in ihrem Leben das Schnorcheln ausprobiert haben, sollten Sie sich erst einmal vor Ort eine Ausrüstung leihen. Sollte Ihnen das Schnorcheln kein Vergnügen bereiten, geben Sie sie einfach wieder zurück und müssen sich nicht darüber ärgern, eine Fehlinvestition in eine eigene Ausrüstung getätigt zu haben. Finden Sie hingegen Gefallen am Schnorcheln, können Sie sich nach dem Urlaub in Ruhe zu Hause für eine gute Ausrüstung entscheiden, die sie dann im nächsten Urlaub erst einweihen. So habe ich es selbst seinerzeit bei meinen ersten Schnorchelgängen auf den Malediven gehandhabt, bereut habe ich es nicht.

Ausdauertraining

Weißflecken-Kugelfisch Sollten Sie nicht zu den perfekt trainierten Schwimmern gehören - und wer tut das schon -, dann wäre es sinnvoll, vor der Reise im Schwimmbad Ihre Ausdauer ein wenig zu verbessern. Möchten Sie in Ägypten an einer Bootstour zu einem entlegeneren Schnorchelrevier teilnehmen, müssen Sie sich aus eigener Kraft länger als fünf Minuten über Wasser halten können, wenn Sie etwas vom Riff sehen möchten. Stehen kann man an den wenigsten Stellen, ohne dabei die Korallen massiv zu beschädigen. (Foto rechts: Weißflecken-Kugelfisch)

 

Sonnenschutz

Schutz durch Kleidung Damit der Schnorchelausflug nicht mit schmerzhaften Nachwirkungen verbunden ist, sollte man stets gutes Sonnenschutzmittel auftragen, das eine hohe Wasserfestigkeit aufweist. Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 20) empfehlen sich für Menschen mit empfindlicher Haut. Ich selbst verwende beim Schnorcheln grundsätzlich LSF 60, da ich rothaarig und hellhäutig bin. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Ambre Solair Kinder-Sunblock beziehungsweise "Anthélios" von La Roche-Posay (aus der Apotheke) gesammelt.

Außerdem trage ich beim Schnorcheln stets über dem Badeanzug zusätzlich dünne Baumwollkleidung. Ein T-Shirt schirmt den Rücken vor der durch das Wasser gebündelten und damit verstärkten Sonneneinstrahlung ab. Eine enge, lange Stoffhose schützt die Kniekehlen und die Rückseiten der Oberschenkel vor Verbrennungen. Außerdem ist die Kleidung ein zusätzlicher Schutz vor scharfkantigen Korallen. Zwar sollte man Zusammenstöße allein schon deshalb vermeiden, weil die Korallen dadurch irreparabel beschädigt würden. Falls es aber doch einmal geschieht, schützt die Kleidung ein wenig. Bei nackter Haut kann eine Kollision mit Korallen zu stark blutenden, tiefen Schnittwunden und Vernesselungen führen.

Auch wenn es noch so merkwürdig aussehen mag, Menschen mit empfindlicher Haut sollten dünne Socken beim Schnorcheln tragen, sofern sie ohne Flossen am Riff unterwegs sind. Da stets die empfindliche Haut der Fußsohlen nach oben zur Sonne weist, kann es dort schnell zu üblen Verbrennungen kommen, die besonders lästig und schmerzhaft sind, da man sie beim Laufen permanent belastet.

Auf alle Fälle sollten Sie keine zu weite Kleidung tragen und sich mit ihr im Wasser sicher fühlen, da das Schwimmen mit Kleidung größere Schwierigkeiten verursacht, als wenn man lediglich einen Badeanzug/eine Badehose trägt. Im Zweifelsfall lassen Sie die Kleidung lieber weg, falls Sie nicht gut schwimmen können, und verlassen Sie in diesem Fall nach spätestens einer halben Stunde das Wasser, um einen Sonnenbrand zu vermeiden.

Nichts anfassen!

Rotmeer-Anemonenfisch Korallen und Fische sehen zum Teil verlockend schön aus und man möchte sie nur allzu gern berühren. Diesem Wunsch sollten Sie jedoch niemals nachgeben, denn einige Spezies sind giftig! Manche Anemonen schießen Nesselkapseln in die Haut eines "Angreifers", die zu schweren Verätzungen oder sogar zu Allergieschocks führen können. Einige Fische sondern giftigen Schleim ab oder schießen gar mit Giftpfeilen, die je nach Art des Giftes sogar zum Tode führen können. Korallen sind überaus scharfkantig und man schneidet sich leicht an ihnen. Die Wunden bluten meist stark und das Salzwasser, welches sofort in die Verletzung eindringt, führt zu heftigem Brennen. (Foto rechts: Rotmeer-Anemonenfisch)

Aber nicht nur für den Schnorchler ist es gefährlich, wenn dieser etwas berührt. Fische sind von einer Schleimschicht umgeben, deren natürliche Funktion es ist, sie vor Hautkrankheiten und Parasiten zu schützen. Dieser Schleim ist für die Fische lebenswichtig, und er wird durch leichtsinnige, absolut unnötige Berührungen durch den Menschen abgewischt.

Nie allein schnorcheln!

Selbst wenn Sie ein noch so guter Schwimmer sind, schnorcheln sie niemals allein. Sie könnten sich verletzen und dadurch in Not geraten. Es sollte daher immer jemand in der Nähe sein, der sie bei einem eventuellen Unfall retten könnte. Halten Sie mit ihrem Schnorchelpartner in regelmäßigen Zeitabständen Augenkontakt, um Notsituationen frühzeitig zu erkennen, denn mit einem Atemrohr im Mund kann man nicht um Hilfe rufen!

Surfer, Boote und Schiffe

Ein Schnorchler lebt gefährlich, wenn um ihn herum Surfer unterwegs sind. Lassen Sie das Schnorcheln an solchen Stellen lieber bleiben, denn Surfer sehen Sie meist erst, wenn es zu spät ist. Kopfverletzungen oder Fleischwunden sind bei Kollisionen mit Surfbrettern keine Seltenheit!

Auch sollten Sie niemals in die Fahrrinnen von Schiffen schwimmen. Kleinere Boote erreichen so große Geschwindigkeiten, dass man als Schwimmer nur selten rechtzeitig aus dem Weg gelangen kann, wenn sich ein Boot nähert. Wer bei einem solchen Zusammenstoß den Kürzeren ziehen würde, dürfte wohl auf der Hand liegen ...

Schnorcheln in und um Hurghada

Koralle mit Fisch Die meisten Hotels in Hurghada wurden direkt ans Meer gebaut und man kann sich problemlos in die kunterbunte Unterwasserwelt stürzen. Allerdings haben nicht alle Hotels gleich schöne Riffe zu bieten. Das Hausriff des El Samaka Beach Hotels war zum größten Teil nicht mehr intakt, aber es gab dort dennoch erstaunlich viele Fische. Bei meinen Schnorchelgängen konnte ich insgesamt knapp 60 unterschiedliche Arten beobachten. Waren Sie selbst in Hurghada in einem Hotel untergebracht, das über ein Hausriff verfügt, so schicken Sie mir doch bitte eine E-Mail, in der Sie das Riff kurz beschreiben. Gern werde ich Ihre Anmerkungen dann in die Tipp-Sammlung einfügen. Beschreibungen von Riffen in und um Hurghada, die bisher von Lesern verfasst wurden, finden Sie hier.

Blick auf die große Giftun-Insel Sehr gute Schnorchelmöglichkeiten hat man rund um die Giftun-Inseln, das Foto rechts zeigt das größte dieser Eilande. Sämtliche ägyptische Agenturen sowie deutsche Reiseveranstalter bieten preisgünstige Tagestouren zu den phantastischen Riffen an. Ich selbst nahm an einer halbtägig angesetzten Tour teil, die gegen zehn vom Hafen aus startete. Um 17 Uhr war ich wieder im Hotel. Im Preis inbegriffen war ein Mittagessen an Bord. Es gibt eine Reihe von Anbietern, die tolle Touren zu Schnorchelgebieten im Programm haben. Doch darüber hinaus hat das Rote Meer noch eine weitere Attraktion zu bieten: Delfine. Wenn Sie diese interessanten Meeressäuger erleben wollen, müssen Sie an spezielle Orte reisen, die zum Beispiel Touranbieter wie "Delphine Rotes Meer" kennen.

Noch ein Tipp: Nehmen Sie sich auf alle Fälle genügend Getränke mit auf eine Bootstour, da es in der prallen Sonne auf den Booten trotz Dach extrem heiß werden kann. Unterschätzen Sie bitte nicht die Intensität der Sonnenstrahlung. Zwar ist der Fahrtwind angenehm kühl, wenn das Boot über das Rote Meer fährt, aber die Sonne brennt dabei erbarmungslos. Die Verwendung eines Sonnenschutzmittels mit hohem Lichtschutzfaktor und das Tragen langärmliger Baumwollbekleidung sind nicht nur für Leute mit empfindlicher Haut ratsam. Auch das Tragen einer Kopfbedeckung ist sinnvoll.

 
                 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Ägypten allgemein | Kulinarisches | Reisetipps | Landtiere |
Das Rote Meer | Fische: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 und Teil 6 |
Korallen & Weichtiere | Schnorcheltipps | Reiseliteratur & Linktipps