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Während meines Urlaubs habe ich jeden Tag mindestens einen
Schnorchelgang unternommen. Ich war zu unterschiedlichen Tageszeiten
beziehungsweise während verschiedener Gezeitenstände
im Wasser, um möglichst viele Fischarten zu Gesicht zu bekommen. In
den frühen Morgenstunden sind andere Arten am Riff unterwegs
als beispielsweise mittags oder abends. Auch Ebbe und Flut wirken
sich darauf aus, welche Arten man beobachten kann. Am späten
Nachmittag kommen schon einige nachtaktive Jäger bereits nach und nach zum
Vorschein, zu denen etwa die mächtigen Diademseeigel
oder bestimmte Schnapperarten gehören.
Auf dieser und den folgenden Seiten stelle ich einige Arten vor, die
mir vor die Linse meiner Unterwasserkamera geschwommen sind. Alle
Fotos entstanden mit einer Canon Prima AS-1. Am Ende jeder
Kurzbeschreibung finden Sie den Namen des Aufnahmeorts.
Sämtliche Beschreibungstexte basieren auf einer Bestimmung
der Arten anhand von Fachliteratur beziehungsweise mit der freundlichen
Unterstützung von Experten. Irrtümer sind dabei freilich
nicht ausgeschlossen.
Einige Arten konnte ich bislang nicht identifizieren. Sollte jemand
weiterhelfen können, so möge sie/er mir bitte eine
E-Mail
schicken, in der neben dem Namen des Fischs auch die laufende Nummer
aus diesem Reisebericht enthalten sein sollte, um mir die Zuordnung zu
erleichtern. Danke!
Abudjubbes Prachtlippfisch (Abudjubbe's Wrasse, Cheilinus abudjubbe)
Mit seiner leuchtend rötlichen, von den Augen strahlenförmig nach außen
verlaufenden Zeichnung fällt dieser über 30 Zentimeter große Prachtlippfisch
am Riff besonders auf. Die Tiere sind kaum scheu, sodass man sie gut beobachten kann.
(El Samaka Beach Hotel)
Arabischer Doktorfisch (Sohal Tang, Acanthurus sohal)
Mit ihrer Körperlänge von 40 Zentimetern ist diese Fischart ein recht
großer Vertreter ihrer Familie. Ihre Klinge ist leuchtend
orange gefärbt und hebt sich deutlich von der Färbung des
restlichen Körpers ab. Die Klinge befindet sich an der Schwanzwurzel, sie ist eine
anatomische Besonderheit der Doktorfische. Es handelt sich hierbei um sehr scharfe,
dornförmige Fortsätze, die auf beiden Seiten des Körpers vorhanden sind.
(El Samaka Beach Hotel)
Blauer Drückerfisch (Blue Lined Trigger, Pseudobalistes fuscus)
Ein echter Riese ist der Blaue Drückerfisch. Sein Körper
wird bis zu einem halben Meter lang. Allein der Kopf nimmt von dieser
Länge schon ein Drittel ein. Manche Drückerfischarten
werden Tauchern und Schnorchlern gegenüber aggressiv, weshalb
man stets vorsichtig sein sollte, wenn man sich ihnen nähert,
da sie mit ihren Zähnen üble Wunden verursachen
können. (Giftun-Inseln)
Blaustreifen-Schnapper (Bluestripe Seaperch, Lutjanus kasmira)
Diese nachtaktiven, überwiegend gelb gefärbten und hellblau gestreiften Jäger
verstecken sich tagsüber in Höhlen und unter Felsüberhängen. Dabei
drängen sich die Tiere dicht an dicht, das Gewimmel der Leiber erscheint sehr chaotisch.
Der von mir am späten Nachmittag in recht freiem Wasser, jedoch in der Nähe einer
kleinen Felshöhle beobachtete Schwarm umfasste 41 Tiere, von denen jedes
über 30 Zentimeter groß war. (Giftun-Inseln)
Doppelband-Brasse (Twobar Seabream, Acanthopagrus bifasciatus)
Bis zu einem halben Meter lang werden die Doppelband-Brassen, die aufgrund ihres
sehr charakteristischen Erscheinungsbildes unverwechselbar sind. Sie tragen am Kopf zwei
breite schwarze Streifen - das Doppelband, nach welchem sie benannt sind. Der Körper
dieser Fischart ist überwiegend silbrig gefärbt, an beiden Seiten des Rumpfes
befindet sich je ein gelber Streif. Die Flossen sind ebenfalls gelb gefärbt. Solange
Doppelband-Brassen jung sind, leben sie in Gruppen. Alttiere streifen als Einzelgänger
am Riff umher. (Giftun-Inseln)
Dreigestreifte Demoiselle (Threeline Damsel, Pomacentrus trilineatus)
Die am häufigsten vertretene Fischart am Hausriff des El Samaka Beach Hotels war
während meines Urlaubs die zehn Zentimeter lange Dreigestreifte Demoiselle.
Das leuchtende Blau der Streifen und Punkte auf braunem Grund und das überaus
neugierige Wesen der Tiere hat mich begeistert. Man kann diese Fischart leicht aus der
Nähe beobachten. (El Samaka Beach Hotel)
Eidechsenfisch (Variegated Lizardfish, Synodus variegatus)
Zu den eher unauffälligen Erscheinungen im Meer gehört der Eidechsenfisch. Er
liegt meist gut getarnt auf dem sandigen Boden, und normalerweise nimmt man ihn
erst dann wahr, wenn er sich bewegt. Erschreckt man diese Fische, schwimmen sie
pfeilschnell etwa einen Meter weit und warten ab, ob die Gefahr vorüber
ist. Man kann Eidechsenfische besonders gut beobachten, wenn man sich im
sandigen Bereich des Ufers einfach treiben lässt. Man nennt
diese Tierart auch Riff-Eidechsenfisch. Die Tiere können stattliche 40 Zentimeter
lang werden, die meisten von mir beobachteten Exemplare waren allerdings erheblich
kleiner, also maximal 15 Zentimeter lang. (El Samaka Beach Hotel)
Fähnchen-Falterfisch (Auriga Butterfly, Chaetodon auriga)
Falterfische sind von oben betrachtet sehr schmal. Ihr von der Seite aus gesehen
flächenhafter Körper zeigt links und rechts symmetrische Muster. Diese bis
zu 23 Zentimeter große Art trägt eine Verlängerung an der Rückenflosse,
das Fähnchen. Die Grundfarbe des Körpers ist überwiegend weiß,
die hinteren Flossen sind gelb gefärbt. (El Samaka Beach Hotel)
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