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          Direkt am Hotel (El Samaka Beach) in dem ich wohnte, befanden sich einigermaßen brauchbare Areale zum Schnorcheln. Die Korallen waren leider weitestgehend zerstört, weil viele Urlauber im flachen Wasser nicht unbedingt darauf achten, auf was sie sich gerade stellen. Dennoch gibt es einige echte Schönheiten in den etwas tieferen Zonen (etwa zwei Meter tief bei Flut).

Wunderschöne und weitestgehend intakte Korallenansammlungen finden sich an den Giftun-Inseln, die man nur mit Booten erreichen kann. Aber auch dort schreitet die Zerstörung mit großen Schritten voran, da manche Menschen sich mehr als rücksichtslos verhalten. Ich habe beispielsweise Schnorchler beobachtet, die sich mit ihren Schwimmflossen auf filigrane Geweihkorallen stellten und kräftig von ihnen abstießen, um Schwung für das weitere Schwimmen zu bekommen.

Bedauerlicherweise zeigen solche Menschen wenig Einsicht, wenn man sie auf ihr zerstörerisches Tun anspricht. Meist werden sie sogar ziemlich unfreundlich, was ich in etlichen Fällen erlebte. Daher meine Bitte an zukünftige Urlauber und Schnorchler: Gehen Sie vorsichtig mit den zerbrechlichen Korallen um, denn es sind Lebewesen, die schon durch eine kleine Beschädigung sterben können! Sind die Korallen tot, wandern auch die vielen Fische ab oder sterben gar selbst, da mit dem Tod der Korallen ihr Lebensraum erlischt.

Jeweils am Ende der kurzen Beschreibungstexte ist der Ort angegeben, an dem die Aufnahmen entstanden sind. Bei der Bestimmung der Arten benutzte ich mehrere Bücher als Quellenmaterial (siehe Literaturtipps), wobei Irrtümer selbstverständlich nicht ausgeschlossen sind. Leider ließen sich jedoch bisher nicht alle Korallenarten bestimmen. Sollte jemand eine der abgebildeten Arten kennen, so würde ich mich über eine E-Mail freuen. Danke!

Blasenanemone (Etacmaea quadricolor)

Blasenanemone Diese faszinierenden Gebilde liegen zwischen schützenden Steinen und man entdeckt sie nur, wenn man genau hinschaut. Anemonen gehören zu den nesselnden Wesen im Meer, man sollte sie also tunlichst nicht berühren, da sie stark brennende Hautreaktionen hervorrufen. (El Samaka Beach Hotel)

 

Finger-Lederkoralle (Sinularia sp.)

Finger-Lederkoralle Meist trifft man Finger-Lederkorallen in Gruppen an, wobei die einzelnen Korallen dicht beieinander stehen. Die rechts gezeigte Ansammlung erstreckte sich über ein Gebiet, das im Durchmesser fast zehn Meter groß war, wovon das Foto jedoch lediglich einen Ausschnitt darstellt. Rechts oberhalb der Bildmitte befindet sich einen jugendlichen Schwarzen Riffbarsch (Neoglyphidodon melas). Diese Fischart hält sich offenbar gern in der Nähe von Finger-Lederkorallen auf. (El Samaka Beach Hotel)

Geweihkoralle (Acropora sp.)

Geweihkoralle Auf dem hartem Kalksubstrat der Riffe siedeln die Geweihkorallen, die in unterschiedlichen Farben zu finden sind. Sie wachsen nicht nur auf dem steinigen Untergrund empor, sondern auch "kopfüber" unter Felsvorsprüngen. (Giftun-Inseln)

 

Hirnkoralle (Platygyra sp.)

Hirnkoralle Hirnkorallen sind leicht zu erkennen. Ihre gelbliche Färbung und die meist kugelige bvis ovale Wuchsform machen sie zu auffälligen und leicht identifizierbaren Riffbewohnern. Der Umfang dieser Kugeln kann einige Meter betragen. Ihre Farbe liegt zwischen Beige und Orange mit einem leichten Braunstich. (Giftun-Inseln)

 

Lederkoralle (Sarcophyton trocheliophroum)

Lederkoralle In Wassertiefen ab einem Meter findet man die mitunter sehr großen Lederkorallen. Sie sind mit kleinen Ausstülpungen versehen, die aus der Nähe betrachtet interessante Strukturen zeigen. (Giftun-Inseln)

 

 

 

Rosenkoralle oder Mäanderkoralle (Lobophyllia sp.)

Rosenkoralle oder Mäanderkoralle Die gewundenen Gebilde dieser Korallenart sind etwa so breit wie zwei Finger und bräunlich bis orange gefärbt. Kurz vor Sonnenuntergang kann man auch an Blöcken dieser Spezies hervorragend die Polypen beobachten, die nachts nach Nahrung fischen. (El Samaka Beach Hotel)

 

Salatkoralle (Turbinaria mesenterina)

Salatkoralle Fällt das Sonnenlicht im flachen Wasser senkrecht auf Salatkorallen, erstrahlen diese in einem leuchtenden Gelb, je nach Lichteinfall sehen sie auch gelegentlich orange aus. Gegen Abend kommen die Korallenpolypen zum Vorschein, die man auf diesem Foto als runde Strukturen erkennen kann. Diese Polypen sind es, mit deren Hilfe die Koralle ihre Nahrung aus dem planktonreichen Wasser filtert. (El Samaka Beach Hotel)

 

Stachelige Prachtkoralle (Dendronephthya sp.)

Stachelige Prachtkoralle Auffällig gefärbt sind manche Prachtkorallen. Dieses leuchtend rote Exemplar hing unter einem Vorsprung aus hartem Kalkstein. Man konnte diese schöne Koralle nur tauchend mit angehaltener Luft beobachten. Die Stachelige Prachtkoralle gehört zu den Weichkorallen. (El Samaka Beach Hotel)

 

 

Sternkoralle (Goniastrea sp.)

Sternkoralle Sternkorallen kommen in unterschiedlichen Farben vor. Das Foto rechts zeigt eine bräunlich-orange sowie eine leicht rosa-violett gefärbte Variante dieser Art. Die abgebildeten Korallenblöcke weisen deutliche Schäden auf, die ihnen vermutlich Schnorchler zugefügt haben. Wenn man sich auf einen dieser Blöcke stellt, sterben rund um die Druckstellen sämtliche Polypen ab, wodurch die grauen, unansehnlichen Bereiche entstehen. (El Samaka Beach Hotel)

Unbestimmte Korallenart Nr.1

Unbestimmte Korallenart Nr.1 Sowohl an den Riffen der Giftun-Inseln als auch in der Nähe des Hotels sah ich diese Korallenart. Ihre Farbe variierte je nach Sonnenstand zwischen rotbraun bis rot. Sie sah weich aus und gehört daher meiner Vermutung nach zu den Weichkorallen. (El Samaka Beach Hotel)

 

Prachtanemone (Heteractis magnifica)

Prachtanemone Zwischen den harten Kalkblöcken und in Spalten siedeln unterschiedliche Aktinienarten (Anemonen). Die kleinen Rotmeer-Anemonenfische (Amphiprion bicinctus) leben mit ihnen in Symbiose und sind gegen ihr Nesselgift immun, solange sie sich regelmäßig zwischen den Tentakel ihres jeweiligen Wirtes aufhalten. Die Tentakel der Anemone sind mit einem Schleim überzogen, der der Aktinie bei Berührung mit Hilfe seiner Inhaltsstoffe auf chemischem Wege signalisiert, dass es sich um eines ihrer Gliedmaßen handelt, so dass sie nicht zuschnappt und sich selbst "erbeutet". Anemonenfische reiben sich an ihrer Aktinie, um sich mit diesem Schleim zu bedecken, damit ihr Wirtstier sie nicht für einen Fremdkörper und somit ein Beutetier hält. (El Samaka Beach Hotel)

Seegurke

Seegurke Tagsüber ist es leicht, im flachen Wasser Seegurken bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten. Man erkennt problemlos die Tentakel, mit denen sich die Tiere ihre Nahrung zum Mund führen. Seegurken können recht groß werden. Das rechts gezeigte Exemplar war etwa einen halben Meter lang. (El Samaka Beach Hotel)

Riesenmuschel (Tridacna gigas)

Riesenmuschel Beeindruckende 30 Zentimeter war die rechts abgebildete Riesenmuschel groß. Diese Art lebt auf hartem Sediment zwischen den Korallen und verharrt dort, um sich vom Kleinstlebewesen zu ernähren, die sie aus dem Wasser filtert. Trotz ihres Furcht erregenden Namens sind diese Muscheln für Taucher und Schnorchler nicht gefährlich. (Giftun-Inseln)

Gemeiner Diademseeigel (Diadema setosum)

Gemeiner Diademseeigel Mit ihren bis zu 20 Zentimeter langen Stacheln können die nachtaktiven Diademseeigel Schnorchlern und Tauchern, aber auch Schwimmern schmerzhaften Verletzungen zufügen. Tagsüber verstecken sie sich in Höhlen, es stehen aber oftmals einige der Stacheln hervor. Das rechts gezeigte Foto entstand eine Stunde vor Sonnenuntergang, als die Seeigel ihr schützendes Tagesquartier bereits zu verlassen begannen. (El Samaka Beach Hotel)

 
                 

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