|
Regenbogen-Lippfisch (Klunzinger's Wrasse, Thalassoma klunzingeri)
Diese überaus bunten Lippfische tragen ihren Namen zurecht. Ihre Körper tragen
Muster in allen Farben des Regenbogens. Besonders auffällig sind die gelbgrüne
Stirn und der rötlich gestreifte Bereich zwischen Kiemen und Augen. Ausgewachsene
Regenbogen-Lippfische können bis zu 20 Zentimeter lang werden. Leider sind diese
ausnehmend schönen Fische recht scheu, deshalb kann man sich nur aus großer
Entfernung ihres Anblicks erfreuen. Sie halten sich gern an korallenreichen Riffen
auf. (Giftun-Inseln)
Roter Eichhörnchenfisch (Redcoat, Sargocentron rubrum)
Tagsüber verstecken sich diese auffallend rot-weiß gestreiften, bis
zu 20 Zentimeter großen Fische in Höhlen oder Spalten im Bereich von Korallenriffen.
Mit dem Einsetzen der Abenddämmerung werden sie aktiv und kommen hervor, um sich auf die
nächtliche Nahrungssuche zu begeben. Während der hellen Stunden des Tages
sieht man sie hingegen kaum, nur gelegentlich sieht man am Tage ein rotes Maul aus einer
Felsspalte ragen. Taucht man an dieser Stelle zur Höhle oder Spalte hinab, befindet man
sich meist Auge in Auge mit einer ganzen Gruppe Roter Eichhörnchenfische. Diese Fischart
wird in manchen Bestimmungsbüchern auch Rotstreifen-Husar genannt.
(Beide Fotos: El Samaka Beach Hotel)
Rotmeer-Anemonenfisch (Two-band Anemonefish, Amphiprion bicinctus)
An den Riffen des Roten Meeres kommen zahlreiche Anemonenfische vor, die nicht nur in
ihren jeweiligen Aktinien (Anemonen) anzutreffen sind. Große Tiere mit einer
Körperlänge von bis zu zwölf Zentimetern schwimmen gelegentlich
durch das freie Wasser und sind wenig scheu. Ich beobachtete diese
Fischart stets an nur einer Anemonenspezies, dies war die
Prachtanemone.
Ob sie tatsächlich ausschließlich in Symbiose mit dieser Aktinienart vorkommt,
ist mir leider nicht bekannt. Da sich die Fische ständig zwischen den nesselnden
Tentakel aufhalten, ist ihr Körper mit demselben Schleim bedeckt, der auch die einzelnen
Fangarme der Anemonen überzieht. Aus diesem Grunde erkennt die Anemone die Fische
nicht als Feinde, da deren Haut dieselben chemischen Signale abgibt wie ihre eigene.
Es ist dieser Schleimfilm, der die Anemonenfische davor schützt, von ihrem
Symbionten mit Nesselkapseln attackiert zu werden. (El Samaka Beach Hotel)
Rotmeer-Meerbarbe (Red Sea Goatfish, Parupeneus forsskali)
In kleinen Gruppen von meist etwa acht bis zehn Mitgliedern durchwühlen diese Fische
den Sand nach Nahrung. Dabei werden hin und wieder ihre Barteln sichtbar, das sind zwei
"Tentakel" in der Mundgegend, die mit feinsten Tastnerven ausgestattet sind.
Mit Hilfe ihrer Barteln können Barben ihre Nahrung im Sand aufspüren. Ausgewachsene
Rotmeer-Meerbarben erreichen eine Körpergröße von bis zu 28
Zentimetern. Die Grundfarbe dieser Fischart ist silbrig-weiß. Vom Maul bis zum
hinteren Flankenbreich verläuft auf jeder Körperseite je ein schwarzer
Streif, kurz vor der Schwanzwurzel tragen die Fische beidseits je einen schwarzen Fleck.
Die hinteren Flossen sind gelblich. (El Samaka Beach Hotel)
Rotmeer-Orange-Falterfisch (Red Sea Pearlscale Butterfly, Chaetodon paucifasciatus)
Auffällige farbige Bereiche am hinteren Rücken haben diesen zierlichen, bis zu
14 Zentimeter großen Fischen zu ihrem Namen verholfen. Erwachsene Individuen dieser
Spezies tragen auf ihrem flächigen Körper, dessen Grundfarbe silbrig-weiß ist, ein
schwarzes Streifenmuster und im hinteren Körperbereich weithinsichtbare orange-rote
Bereiche. Diese hübschen Tiere treten meist in Paaren auf und suchen das Gestein
nach Nahrung ab. (Fotos beide Giftun-Inseln)
Rotmeer-Rippelfalterfisch (Blacktail Butterflyfish, Chaetodon austriacus)
Im Roten Meer kommen mehrere verschiedene Falterfischarten vor. Zu den eher zurückhaltenden
bis scheuen Arten gehört der Rotmeer-Rippelfalterfisch. Diese etwa 13 Zentimeter langen
Fische fliehen meist, sobald man sich ihnen auf weniger als zwei Meter nähert. Der Körper
dieser Fischart ist überwiegend gelb gefärt und trägt ein charakteristisches
Muster aus parallel verlaufenden schwarzen Linien oder Balken. (El Samaka Beach Hotel)
Rotmeer-Wimpelfisch (Red Sea Bannerfish, Heniochus intermedius)
Meist ziehen die Rotmeer-Wimpelfische in kleinen Gruppen am Riff umher. Hierbei halten
sie sich gern in tieferem Wasser auf, selten schwimmen sie höher als in drei Metern
Tiefe. Sie sind deshalb von der Wasseroberfläche aus recht schwierig zu fotografieren.
Taucht man beim Schnorcheln allerdings zwischendurch einige Meter, kann man an diese
schönen, 20 Zentimeter großen Fische aus größerer Nähe beobachten.
Am Rücken tragen sie eine stark verlängerte Flosse, den Wimpel. Der Körper
dieser Fischart ist schwarz und gelblich-weiß gemustert. (El Samaka Beach Hotel)
Scherenschwanz-Sergeant (Scissortail Sergeant, Abudefduf sexfasciatus)
Einer der häufigsten Riffbewohner ist der bis zu 15 Zentimeter große
Scherenschwanz-Sergeant. Man erkennt ihn deutlich an den schwarzen Streifen in den
Schwanzflossen, die Grundfärbung dieser Fischart ist silbrig-weiß. Diese Tiere
sind sehr neugierig und schwimmen von sich aus auf Taucher und Schnorchler zu. Sie
halten sich meist in kleinen Gruppen in der Nähe von Korallenblöcken auf. Aber
auch an den Stelzen von Holzstegen, wie sie an vielen Hotelstränden zu finden sind,
tummeln sich diese Fische. (El Samaka Beach Hotel)
|