| Fakten über die Malediven
Landfläche:
300 km² (1195 Inseln, davon 202 bewohnt)
Länge der Atollkette:
823 km
Breite der Atollkette:
130 km
Hauptstadt:
Malé
Einwohner: 396.334
(Stand Juli 2009)
Staatsreligion: Islam
Geografische Position:
0° 42' S bis 8° 10' N, 73° O
Sprachen: Divehi,
Englisch; die Schrift nennt man Thaana
Währung:
Rufiyaa und Laari (100 Laari sind 1 Rufiyaa)
Zeitverschiebung: MEZ +
4h
Beschreibung
Entlang des 73.
östlichen Längengrades erhebt sich auf dem
unterseeischen Chagos-Lakadiven-Plateau, welches sich im Indischen
Ozean (Indik) befindet, eine mehrere hundert Kilometer lange
Atollkette: die Malediven. Auf diesem Plateau vulkanischen Ursprungs
siedelten sich bereits vor einigen Jahrmillionen Korallen an, die in
den vergangenen Epochen gewaltige Riffe bildeten, die bis dicht unter
die Meeresoberfläche wuchsen. Myriaden winziger Lebewesen
trugen über unzählige Korallengenerationen hinweg
dazu bei, das Antlitz der Erde um eine Reihe tropischer Inseln zu
bereichern. Wie klein die Landfläche der Inseln ist, wird auf
Satellitenbildern ersichtlich. Zum Beispiel bei Panoramio
kann in Satellitenaufnahmen gestöbert werden,
zusätzlich werden Fotos von Nutzern der Online-Community
eingeblendet. (Foto rechts: Veligandu Huraa, Süd-Male-Atoll)
Die flachen Eilande der Malediven bestehen aus den
Überresten dieser Korallen sowie aus Kalkstein. Auf der
Theorie des berühmten Wissenschaftlers Charles Darwin beruht
die Entstehungsgeschichte der Inseln, wie sie sich mit großer
Wahrscheinlichkeit zugetragen hat. Darwin nahm an, dass sich Atolle
exakt an jenen Stellen bildeten, an denen einst Vulkane aus dem Meer
ragten, die nach einiger Zeit inaktiv wurden, anschließend
verwitterten und in sich zusammenstürzten. Diese Reste
erloschener Vulkane dienten Darwins These zufolge den Korallen als
Fundament für ihre filigranen Bauten, aus denen sich im Laufe
der Jahrmillionen die Malediven bildeten. Der Begriff Atoll stammt aus
der einheimischen Sprache der Maledivenbewohner, er leitet sich vom
maledivischen Wort atholhu ab.
Aus
schätzungsweise 1.190 Inseln setzt sich die
Landfläche der Malediven zusammen. Besonders
überragend sind die zumeist kleinen Eilande im
sprichwörtlichen Sinne nicht: Die durchschnittliche
Höhe über dem Meeresspiegel liegt bei nur 1,6 Meter.
Mit wachsendem Argwohn beobachten die Einwohner des Landes daher den
weltweiten Anstieg des Meeresspiegels, der vermutlich durch die globale
Klimaerwärmung hervorgerufen wird. Bislang schützen
natürliche Korallenriffe die
Inseln vor der unbändigen Kraft des Indischen Ozeans. Sie
umgeben die winzigen Landflächen und dienen als effizientes
Bollwerk gegen den zuweilen recht rauen Ozean. Sollte der Anstieg des
Meeresspiegels in Zukunft unvermindert fortschreiten, vermögen
diese von der Natur geschaffenen Schutzwälle die Inseln nicht
mehr vor der Überflutung zu bewahren - die Malediven werden
unbewohnbar und versinken in den Wassermassen.
Keine der vielen
Malediveninseln beherbergt einen Fluss. Auf einigen der
größeren Eilande existieren kleine
Süßwasserseen. Andere Inseln werden an ihren Ufern
von brackigen Mangrovenbereichen gesäumt. Die vorherrschende
Geländeform sind sandige Areale, die vor allem von Urlaubern
wegen ihrer attraktiven Erscheinung geschätzt werden - jede
Malediveninsel hat herrlich feine Sandstrände zu bieten, und
das praktisch ringsherum. Es gehört sicher zu den
schönsten Erlebnissen auf den Malediven, die Hotelinsel
barfuß zu umrunden und den weichen Sand bei jedem Schritt
unter den Füßen zu spüren.
Meeresströmungen, Wellen, Monsunwinde (siehe Abbildungen oben
rechts und unten) sowie menschliche Einflüsse ändern
Form und Größe der Inseln unablässig.
Die Flora
und die Landfauna
der Inseln sind wenig spektakulär. Neben einigen Palmen
(hauptsächlich Kokospalmen) kommen lediglich einige kleinere,
ausdauernde Gewächse vor. Geckos, Insekten (Moskitos!),
Einsiedlerkrebse, Flughunde und wenige Landvogelarten bekam ich
während meiner beiden Reisen zu Gesicht. Auch einige
Seevogelarten kann man von manchen Malediveninseln aus mit etwas
Glück beobachten. Südlich des Äquators liegt
beispielsweise das Brutgebiet der Feenseeschwalbe. Diese elegante
Vogelart errichtet ihre Kinderstube beispielsweise auf Gan. Ich konnte
die schönen Tiere auf den Seychellen
aus nächster Nähe beobachten.
Der
größte Naturschatz der Malediven liegt zweifelsohne
unterhalb der Wasseroberfläche. An den Riffen und auch in den
Lagunen tummeln sich zahllose farbenfrohe Meerestiere
und andere Meeresbewohner zwischen den größtenteils
leider stark zerstörten Korallen. Für passionierte
Taucher und Schnorchler stellen die Malediven jedoch trotz der vielen
abgestorbenen Korallenblöcke ein attraktives Reiseziel dar,
denn die Fülle der um die Inseln heimischen Fischarten ist
überwältigend.
Die Republik mit ihrer
Hauptstadt Malé, siehe Foto rechts, besteht aus 26
natürlichen, unterschiedlich großen Atollen,
die man der Einfachheit halber in 20 administrative Einheiten
aufgeteilt hat. Aus religiösen Gründen ist Alkohol
auf den Inseln der Einheimischen tabu. Anders ist es auf den
Hotelinseln, dort ist der Ausschank alkoholischer Getränke an
die Gäste erlaubt. Nahezu alle Malediver, die auf den
Hotelinseln zu finden sind, arbeiten für die Touristen. Mit
der ursprünglichen Kultur der Malediver kommt man deshalb auf
den meisten Hotelinseln nicht in Kontakt.
Meinen ersten Urlaub
verbrachte ich im Juni 1998 auf der Insel Dhigufinolhu, die im
Süd-Male-Atoll liegt (siehe Foto rechts). Ende Juli 2002 wurde
ich in Sachen Malediven zur Wiederholungstäterin. Diesen
zweiten Maledivenurlaub verbrachte ich auf der im
Süd-Ari-Atoll gelegenen Insel Sun Island (Foto unten rechts,
weitere Infos dazu gibt es auf dieser Website). Ich habe die
Erfahrung gemacht, dass eine Buchung Last Minute sehr große
Ersparnisse bringt, denn meine zweite Reise habe ich für sehr
viel weniger Geld erstanden, als wenn ich sie regulär gebucht
hätte.
Zu den von mir besuchten
Urlaubsorten kann ich nun rückblickend betrachtet sagen, dass
beide Inseln Vor- und Nachteile haben, die ich auf Anfrage per E-Mail
gern erläutere. Sollten Sie Dhigufinolhu oder Sun Island als
potentielles Ferienziel ins Auge gefasst haben und weitere
Informationen wünschen, so mailen Sie
mir bitte. Wer mag, erhält einen von mir gezeichneten Plan mit
Informationen über all meine Fischsichtungen rund um Sun
Island.
Klimatabelle
| |
Jan. |
Feb. |
März |
Apr. |
Mai |
Juni |
Juli |
Aug. |
Sep. |
Okt. |
Nov. |
Dez. |
| Tagestemperatur
(°C) |
31 |
31 |
32 |
33 |
33 |
32 |
32 |
32 |
32 |
32 |
32 |
31 |
| Nachttemperatur
(°C) |
24 |
24 |
25 |
25 |
26 |
25 |
25 |
25 |
25 |
24 |
24 |
23 |
Sonnenschein
(Stunden pro Tag) |
7 |
8 |
7 |
6 |
5 |
5 |
6 |
6 |
6 |
6 |
6 |
6 |
| Niederschlagstage |
11 |
2 |
6 |
9 |
10 |
11 |
9 |
9 |
10 |
10 |
9 |
10 |
|