Malediven

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Kulinarisches von den Malediven

Geschmückter Tisch auf der Hotelinsel DhigufinolhuAuf den Malediven gibt es in den meisten Hotelinseln sehr gute Restaurants, die wunderbare Gerichte auf den Teller zaubern. Obwohl die Inseln abgelegen sind, ist die Versorgung mit Lebensmitteln optimal - zahlungskräftige Touristen werden dort verwöhnt. Obst, Gemüse, Fleisch und natürlich Fisch stehen auf dem reichhaltigen Speiseplan in den Hotels. Vor Ort wird zudem in aller Regel täglich frisches Brot gebacken, sodass vom Frühstück bis zum Abendessen jede Mahlzeit ein Genuss ist. Neben internationalen Gerichten wie Pasta (Nudeln) werden auch häufig exotische Speisen serviert. Der indische Einfluss ist deutlich zu spüren, außerdem finden oft maledivische Spezialitäten ihren Weg auf die Teller.

Für Zeitgenossen, die sich in ihrem Urlaub nicht nur an der Unterwasserwelt berauschen und deshalb zum Essen ein Bier oder ein Glas Wein genießen wollen, gibt es schlechte Neuigkeiten: Diese Getränke sind auf den Inseln ausgesprochen teuer. Wer keinen All-Inclusive-Urlaub gebucht hat und deshalb alkoholische Getränke aus Deutschland mitbringen möchte, kann bei der Einreise eine böse Überraschung erleben: Alkohol darf nicht eingeführt werden. Schmuggelt man Hochprozentiges und wird man dabei erwischt, droht mächtiger Ärger bis hin zur Verweigerung der Einreise. Ist man dagegen ehrlich und gibt man an, Alkohol im Gepäck zu haben, werden die Flaschen am Flughafen deponiert und man erhält sie erst bei der Ausreise zurück. Dies sollte Reisenden, die auf ihrer Ferieninsel gern einen guten Tropfen genießen möchten, bewusst sein.

Da es in den Tropen äußerst warm ist - die Malediven liegen in unmittelbarer Nähe des Äquators -, sollte man den gesamten Tag über ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten Wasser, Tee und ungesüßte Fruchtsäfte oder Saftschorlen. Muss man für jedes Getränk einzeln bezahlen, ergibt sich rasch ein recht hoher Rechnungsbetrag, der vielleicht zuvor nicht in die Urlaubskasse einkalkuliert worden ist. Eine All-Inclusive-Verpflegung hat den unbestreitbaren Vorteil, dass man auf den meisten Hotelinseln nahezu rund um die Uhr Getränke zu sich nehmen kann, ohne dadurch bettelarm zu werden.

Nun aber zu den maledivischen Spezialitäten, die man mit ein wenig Glück auf den Hotelinseln serviert bekommt. Man sollte jedoch nicht täglich mit solchen Speisen rechnen, denn etliche Hotels nicht unter einheimischer Leitung und entsprechend oft besteht die Verpflegung hauptsächlich aus Nudeln und anderen europäischen Gerichten.

Fisch

Der Ozean ist auf den Malediven allgegenwärtig. Was liegt also näher, als sich ein Hauptnahrungsmittel täglich frisch zu holen? Diverse Fische, die in den Gewässern rund um die Malediven leben, dienen quasi als ein "Grundnahrungsmittel". Am selben Tag gefangen, wandern die Tiere in die Pfanne, auf den Grill oder in den Kochtopf. Die unterschiedlichen Fischgerichte sollen sehr gut schmecken, wie mir viele Leute mitgeteilt haben, die sich anders als ich nicht vegetarisch ernähren.

Kokosnüsse

Zu den wenigen auf den Malediven angebauten Früchten gehört die Kokosnuss, die Bestandteil einer Vielzahl einheimischer Gerichte ist. Gern essen die Bewohner der Malediven Fisch mit Kokoscurry, was überaus schmackhaft sein soll. Auch als Dessert oder Snack werden die frischen Nüsse gereicht. Gekühlt sind sie eine wahre Köstlichkeit. Besonders lecker sind Kreationen wir Kokoskuchen oder Kokoscreme, wie sie gelegentlich auf den Hotelinseln Teil des Dessertbuffets sind.

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Mas riha

Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Fischgericht. Hierbei wird der Fisch als eine Art Gulasch in einer Currysoße namens Riha gekocht. Mas riha ist eines der landestypischen Gerichte der Malediven.

Riha hakuru

Durch stundenlanges Kochen eines Fischfonds, gewinnt man auf den Malediven eine stark salzige, dafür jedoch über lange Zeit haltbare Fischsoße namens Riha hakuru. Diese Delikatesse erfreut sich bei den Einheimischen großer Beliebtheit.

Masooni

Auch Masooni ist ein Fischgericht. Fein geraspelter Trockenthunfisch wird mit Zwiebeln, Chilischoten und Limettensaft angemacht.

Keemia

Aus Reis, Gewürzen und Fisch stellt man kleine Röllchen her, die man mit den Fingern isst. Keemia sollen sehr lecker schmecken.

Roshi

Brot wie in Europa gibt es nur auf den Hotelinseln und in der Hauptstadt Malé. Ansonsten essen die Malediver Roshi, ein dünnes, ungesäuertes Fladenbrot aus Kokosraspeln und Weizenmehl, das auf heißen Backblechen gegart wird. Man reißt Roshi in kleine Stücke und tunkt es in Fischsauce oder isst es zu masooni (siehe oben).

Gulhi bokibaa

Als Dessert oder zwischendurch isst man auf den Malediven Gulhi bokibaa, einen süßen, mit Gewürzen verfeinerten Kuchen.

Keyku

Süß und locker gebacken ist der Kuchen Keyku, den man als Dessert serviert.

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Kastad

Überaus süß ist der Pudding namens Kastad (vom englischen Wort "custard" abgeleitet), den die Malediver als Nachtisch nach einem guten Essen schätzen.

Sai

Wie die indischen und sri-lankischen Nachbarn trinken auch die Malediver gern schwarzen Tee. Sie nennen ihn Sai. Möchten Sie einen stark gesüßten Schwarztee auf den Malediven trinken, dann müssen Sie Kalu Sai bestellen.

Kurumba

Angenehm umweltfreundlich ist das Gefäß, aus dem man Kurumba trinkt: Man schlürft es aus der eigenen Fruchthülle, denn Kurumba ist der Saft der Trink- oder Königskokosnuss. Mit Hilfe eines Trinkhalms - meist ist dieser aus Plastik, was die Umweltfreundlichkeit von Kurumba leider ruiniert - gelangt man an den leckeren Saft. Auf manchen Hotelinseln wird diese Köstlichkeit neu eingetroffenen Gästen als einheimischer "Begrüßungscocktail" gereicht.

Donkeo

Zum Schluss seien noch die winzigen, zuckersüßen und aromatischen Bananen erwähnt, die auf den Malediven angebaut werden. Diese kleinen Früchte sollten Sie unbedingt probieren, sofern sich Ihnen die Gelegenheit dazu bietet.

 

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