Malediven - MeerestiereTeil 4
 

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          Gitter-Doktorfisch (Convict Surgeonfish, Acanthurus triostegus)

Gitter-Doktorfisch Bis zu 26 Zentimeter werden diese hellen, schwarz gestreiften Fische groß. Sie sind nur wenig scheu, so dass man sich ihnen als Schnorchler relativ weit nähern kann, sofern man ausschließlich langsame Bewegungen ausführt. Vor allem in Lagunen schwimmen Gitter-Doktorfische in Gruppen von bis zu 50 Tieren herum, während sie gemeinsam nach Nahrung suchen. An Riffkanten bildet ihre helle Körperfärbung einen schönen Kontrast zum dunklen Blau des offenen Ozeans. Vor allem in flachen Lagunen und Gezeitentümpeln trifft man allerorten auf juvenile Gitter-Doktorfische, die wie eine Miniaturausgabe ihrer erwachsenen Artgenossen aussehen. (Lagune in der Nähe der Wasserbungalows, Sun Island)

Godeffroys Seegurke (Godeffroy's Sea Cucumber, Euapta godeffroyi)

Godeffroys Seegurke Beim Anblick dieser bis zu 1,5 Meter langen Tiere haben die meisten Schnorchler echten Ekel empfunden, die es in der Nähe der Wasserbungalows meiner Hotelinsel gesehen haben. Diese Wurm-Seegurken führen mit 15 fedrigen Tentakel Nahrung in ihre Münder. Fühlen sich Godeffroys Seegurken bedroht, schrumpfen sie auf eine Länge von etwa 50 Zentimeter zusammen, was recht schnell vonstatten geht. Zwar sieht es interessant aus, den Tieren bei dieser raschen Schrumpfung zuzusehen, aber man sollte sie dennoch nicht absichtlich dazu bringen, sich zusammenzuziehen. Auch Seegurken gehören zu den schützenswerten Bewohnern der maledivischen Gewässer, obwohl sie zugegebenermaßen im klassischen Sinne nicht schön sind. (Lagune in der Nähe der Wasserbungalows, Sun Island)

Grabende Riesenmuschel (Burrowing Giant Clam, Tridacna maxima)

Grabende Riesenmuschel Immer wieder hört und liest man Horrorgeschichten über Riesenmuscheln, denen zufolge die Tiere alles gnadenlos festhalten, was sie in ihre "Fänge" bekommen. Das stimmt absolut nicht, diese faszinierenden Tiere können dem Menschen nicht gefährlich werden! Es ist demnach nicht gefährlich, in die Nähe einer solchen bis zu 30 Zentimeter großen Muschel zu schnorcheln. Wenn man sich dabei ruhig verhält, kann man das farbige Innere der Muscheln betrachten. Hektische Schwimmbewegungen oder anderweitige Störungen veranlassen die Muscheln dazu, ihre beiden Hälften zusammenzuklappen. Die Farbe des Innern der Muscheln variiert von Blau über Grün bis hin zu Grau. (Riffdach der Lagune, Sun Island)

Graustreifen-Sergeant (Banded Sergeant, Abudefduf septemfasciatus)

Graustreifen-Sergeant In flachen Lagunen und auch an Riffen lebt der Graustreifen-Sergeant, der einen überwiegend grau gefärbten Körper hat, den einige gelbliche bis hellgraue Streifen zieren. Diese bis zu 19 Zentimeter langen Fische trifft man meist in kleinen Gruppen an, die in der Nähe der Riffkante nach Nahrung suchen. Einige Exemplare dieser Fischart lassen sich hin und wieder auch in Lagunen beobachten. (Kleine Höhle in der Lagune bei den Wasserbungalows, Sun Island)

Grünbürzel-Papageifisch (Bridled Parrotfish, Scarus frenatus)

Grünbürzel-Papageifisch Ein auffälliger und recht häufiger Bewohner maledivischer Riffe ist der bis zu 47 Zentimeter lange Grünbürzel-Papageifisch. Wie bei den meisten Papageifischarten sind die Männchen, siehe Abbildung rechts, erheblich bunter als die Weibchen. Man kann männliche Fische dieser Art leicht an ihrem grünen Schwanz sowie dem grünen Streifen erkennen, der sich vom Maul bis zur Brustflosse erstreckt. Die Augen dieser farbenfrohen Fischart sind gelb bis orangerot gefärbt und heben sich dadurch kontrastreich von der überwiegend blauen Körperfarbe der Fische ab. An den Riffkanten beißen diese Fische mit ihrem kräftigen Maul Stücke aus Steinkorallensubstrat, um es mit den harten hinteren Zähnen zu zermalmen. Während der gemahlene Korallensand durch den Verdauungstrakt der Fische wandert, nimmt ihr Körper Korallengewebe und Algen auf, der Sand wird später über die hintere Körperöffnung ausgeschieden. Papageifische sind in den Gewässern rund um die Malediven wichtige "Sandhersteller". (Hausriff, Sun Island)

Grüner Schwalbenschwanz (Bluegreen Puller, Chromis viridis)

Grüner Schwalbenschwanz In Tiefen von ein bis zwölf Meter trifft man im gesamten Indischen Ozean auf den Grünen Schwalbenschwanz. Dieser bis zu neun Zentimeter lange Riffbarsch wird auch Grüner Chromis genannt. Die Tiere kommen in den Gewässern um die Malediven sehr zahlreich vor. Jungtiere sind eng an einzelne Korallenblöcke in Lagunen gebunden, Alttiere trifft man vor allem an den Riffkanten und am Riffdach. Grüne Schwalbenschwänzchen leben oft in riesigen Gruppen über den dichten Zweigen von Korallen, sie umkreisen ihr Zuhause meist in dichten Wolken, was ein wirklich schöner Anblick ist. Meist trifft man diese Fischart in unmittelbarer Nachbarschaft der hübschen Dreibinden-Preußenfische an, siehe Foto rechts. Durch einen Klick auf die Abbildung gelangen Sie zu einer Seite mit weiteren Fotos. (Riffdach der Lagune, Sun Island)

Halfterfisch (Moorish Idol, Zanclus cornutus)

Halfterfisch Die Abbildung rechts zeigt einen Halfterfisch, der von einem Gemeinen Putzerfisch begleitet wird. Halfterfische suchen ihre Nahrung allein oder in kleinen Gruppen auf dem harten Substrat, wobei man sie vor allem in Lagunen leicht beobachten kann. Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 22 Zentimeter und leben bis in Tiefen von bis zu 180 Meter. Bei dieser Art handelt es sich laut diverser Bücher um die am weitesten verbreitete Korallenfischart des Indopazifik. An den Hausriffen der Hotelinseln lässt sich diese Fischart ebenfalls leicht beobachten, wenngleich man nicht so nahe an die Tiere heran kommt wie in einer Lagune. An Riffkanten hat man recht gute Chancen darauf, eine Gruppe von Halfterfischen zu sehen, wohingegen in Lagunen meist einzelne Individuen umher schwimmen. (Hausriff, Dhigufinolhu)

Hardwickes Junker (Six-barred Wrasse, Thalassoma hardwicke)

Hardwickes Junker Extrem neugierige Zeitgenossen sind die bis zu 20 Zentimeter langen Hardwickes Junker. An den Hausriffen der Malediven trifft man sie nahezu überall. Die Tiere sind meist einzeln unterwegs, und sie scheinen Schnorchler unwiderstehlich spannend zu finden. Da mag man meinen, sie seien leicht zu fotografieren - die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Hardwickes Junker sind dermaßen neugierig, dass sie die die Makrofunktion der meisten Kameras überstrapazieren. Oft schwimmen sie bis auf fünf Zentimeter an die Kamera oder die Schnorchelmaske heran, wenn man sich ruhig verhält. Auch in Lagunen trifft man vereinzelte Exemplare dieser Art an, es handelt sich dabei meist um kleine, also jugendliche Tiere. (Hausriff, Sun Island)

Heller Ruderbarsch (Highfin Rudderfish oder Highfin Chub, Kyphosus cinerascens)

Heller Ruderbarsch Diese Fischart schwamm die meist in der Lagune der Hotelinsel Dhigufinolhu herum, ich sah sie jedoch auch am Hausriff, allerdings in geringerer Zahl als in der Lagune. Die meisten von mir beobachteten Heller Ruderbarsche waren über 30 Zentimeter groß und traten stets in Gruppen von mindestens fünf Tieren auf. Da sie nicht sehr scheu waren, konnte man sie leicht beobachten und fotografieren. In manchen Büchern wird diese Fischart auch Hochflossen-Ruderbarsch genannt. (Lagune, Dhigufinolhu)

 
                 

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