|
Gitter-Doktorfisch (Convict Surgeonfish, Acanthurus triostegus)
Bis zu 26 Zentimeter werden diese hellen, schwarz gestreiften Fische
groß. Sie sind nur wenig scheu, so dass man sich ihnen als
Schnorchler relativ weit nähern kann, sofern man ausschließlich
langsame Bewegungen ausführt. Vor allem in Lagunen schwimmen
Gitter-Doktorfische in Gruppen von bis zu 50 Tieren herum,
während sie gemeinsam nach Nahrung suchen. An Riffkanten
bildet ihre helle Körperfärbung einen schönen Kontrast
zum dunklen Blau des offenen Ozeans. Vor allem in flachen
Lagunen und Gezeitentümpeln trifft man allerorten auf juvenile
Gitter-Doktorfische, die wie eine Miniaturausgabe ihrer
erwachsenen Artgenossen aussehen. (Lagune in der Nähe
der Wasserbungalows, Sun Island)
Godeffroys Seegurke (Godeffroy's Sea Cucumber, Euapta godeffroyi)
Beim Anblick dieser bis zu 1,5 Meter langen Tiere haben die meisten
Schnorchler echten Ekel empfunden, die es in der Nähe der
Wasserbungalows meiner Hotelinsel gesehen haben. Diese Wurm-Seegurken
führen mit 15 fedrigen Tentakel Nahrung in ihre Münder.
Fühlen sich Godeffroys Seegurken bedroht, schrumpfen sie
auf eine Länge von etwa 50 Zentimeter zusammen, was recht schnell
vonstatten geht. Zwar sieht es interessant aus, den Tieren bei
dieser raschen Schrumpfung zuzusehen, aber man sollte sie dennoch
nicht absichtlich dazu bringen, sich zusammenzuziehen. Auch
Seegurken gehören zu den schützenswerten Bewohnern der
maledivischen Gewässer, obwohl sie zugegebenermaßen im
klassischen Sinne nicht schön sind. (Lagune in der Nähe
der Wasserbungalows, Sun Island)
Grabende Riesenmuschel (Burrowing Giant Clam, Tridacna maxima)
Immer wieder hört und liest man Horrorgeschichten über
Riesenmuscheln, denen zufolge die Tiere alles gnadenlos festhalten,
was sie in ihre "Fänge" bekommen. Das stimmt absolut nicht,
diese faszinierenden Tiere können dem Menschen nicht
gefährlich werden! Es ist demnach nicht gefährlich, in
die Nähe einer solchen bis zu 30 Zentimeter großen Muschel zu
schnorcheln. Wenn man sich dabei ruhig verhält, kann man
das farbige Innere der Muscheln betrachten. Hektische
Schwimmbewegungen oder anderweitige Störungen veranlassen die
Muscheln dazu, ihre beiden Hälften zusammenzuklappen. Die
Farbe des Innern der Muscheln variiert von Blau über Grün
bis hin zu Grau. (Riffdach der Lagune, Sun Island)
Graustreifen-Sergeant (Banded Sergeant, Abudefduf septemfasciatus)
In flachen Lagunen und auch an Riffen lebt der Graustreifen-Sergeant, der einen
überwiegend grau gefärbten Körper hat, den einige
gelbliche bis hellgraue Streifen zieren. Diese bis zu 19 Zentimeter langen Fische trifft
man meist in kleinen Gruppen an, die in der Nähe der Riffkante
nach Nahrung suchen. Einige Exemplare dieser Fischart lassen sich
hin und wieder auch in Lagunen beobachten. (Kleine Höhle in
der Lagune bei den Wasserbungalows, Sun Island)
Grünbürzel-Papageifisch (Bridled Parrotfish, Scarus frenatus)
Ein auffälliger und recht häufiger Bewohner maledivischer
Riffe ist der bis zu 47 Zentimeter lange Grünbürzel-Papageifisch.
Wie bei den meisten Papageifischarten sind die Männchen, siehe
Abbildung rechts, erheblich bunter als die Weibchen. Man kann
männliche Fische dieser Art leicht an ihrem
grünen Schwanz sowie dem grünen Streifen erkennen, der
sich vom Maul bis zur Brustflosse erstreckt. Die Augen dieser farbenfrohen
Fischart sind gelb bis orangerot gefärbt und heben sich dadurch
kontrastreich von der überwiegend blauen Körperfarbe der Fische ab. An den
Riffkanten beißen diese Fische mit ihrem kräftigen
Maul Stücke aus Steinkorallensubstrat, um es mit den harten
hinteren Zähnen zu zermalmen. Während der gemahlene
Korallensand durch den Verdauungstrakt der Fische wandert, nimmt ihr
Körper Korallengewebe und Algen auf, der Sand wird später
über die hintere Körperöffnung ausgeschieden.
Papageifische sind in den Gewässern rund um die Malediven
wichtige "Sandhersteller". (Hausriff, Sun Island)
Grüner Schwalbenschwanz (Bluegreen Puller, Chromis viridis)
In Tiefen von ein bis zwölf Meter trifft man im gesamten Indischen Ozean auf
den Grünen Schwalbenschwanz. Dieser bis zu neun Zentimeter lange
Riffbarsch wird auch Grüner Chromis
genannt. Die Tiere kommen in den Gewässern um die Malediven
sehr zahlreich vor. Jungtiere sind eng an einzelne Korallenblöcke
in Lagunen gebunden, Alttiere trifft man vor allem an den
Riffkanten und am Riffdach. Grüne Schwalbenschwänzchen
leben oft in riesigen Gruppen über den dichten Zweigen von
Korallen, sie umkreisen ihr Zuhause meist in dichten Wolken, was
ein wirklich schöner Anblick ist. Meist trifft man diese
Fischart in unmittelbarer Nachbarschaft der hübschen
Dreibinden-Preußenfische
an, siehe Foto rechts. Durch einen Klick auf die Abbildung gelangen Sie
zu einer Seite mit weiteren Fotos. (Riffdach der Lagune, Sun
Island)
Halfterfisch (Moorish Idol, Zanclus cornutus)
Die Abbildung rechts zeigt einen Halfterfisch, der von einem
Gemeinen Putzerfisch
begleitet wird. Halfterfische suchen ihre Nahrung allein oder in kleinen
Gruppen auf dem harten Substrat, wobei man sie vor allem in Lagunen
leicht beobachten kann. Sie erreichen eine Körperlänge von
etwa 22 Zentimeter und leben bis in Tiefen von bis zu 180 Meter. Bei dieser Art
handelt es sich laut diverser Bücher um die am weitesten verbreitete
Korallenfischart des Indopazifik. An den Hausriffen der Hotelinseln
lässt sich diese Fischart ebenfalls leicht beobachten, wenngleich
man nicht so nahe an die Tiere heran kommt wie in einer Lagune. An
Riffkanten hat man recht gute Chancen darauf, eine Gruppe von
Halfterfischen zu sehen, wohingegen in Lagunen meist einzelne
Individuen umher schwimmen. (Hausriff, Dhigufinolhu)
Hardwickes Junker (Six-barred Wrasse, Thalassoma hardwicke)
Extrem neugierige Zeitgenossen sind die bis zu 20 Zentimeter langen
Hardwickes Junker. An den Hausriffen der Malediven trifft man sie
nahezu überall. Die Tiere sind meist einzeln unterwegs, und
sie scheinen Schnorchler unwiderstehlich spannend zu finden. Da mag
man meinen, sie seien leicht zu fotografieren - die Realität
sieht jedoch ganz anders aus. Hardwickes Junker sind dermaßen
neugierig, dass sie die die Makrofunktion der meisten Kameras
überstrapazieren. Oft schwimmen sie bis auf fünf Zentimeter an die Kamera
oder die Schnorchelmaske heran, wenn man sich ruhig verhält.
Auch in Lagunen trifft man vereinzelte Exemplare dieser Art an,
es handelt sich dabei meist um kleine, also jugendliche Tiere.
(Hausriff, Sun Island)
Heller Ruderbarsch (Highfin Rudderfish oder Highfin Chub, Kyphosus cinerascens)
Diese Fischart schwamm die meist in der Lagune der Hotelinsel
Dhigufinolhu herum, ich sah sie jedoch auch am Hausriff, allerdings
in geringerer Zahl als in der Lagune. Die meisten von mir
beobachteten Heller Ruderbarsche waren über 30 Zentimeter groß
und traten stets in Gruppen von mindestens fünf Tieren auf. Da
sie nicht sehr scheu waren, konnte man sie leicht beobachten und
fotografieren. In manchen Büchern wird diese Fischart auch
Hochflossen-Ruderbarsch genannt. (Lagune,
Dhigufinolhu)
|