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Mittelstreifen-Barbe (Freckled Goatfish, Upeneus tragula)
In der gesamten Lagune von Sun Island und insbesondere in der Nähe der
Stelzen der Wasserbungalows hielten sich zahlreiche der nebenstehend abgebildeten
Mittelstreifen-Barben auf. Ich konnte die Tiere sehr oft bei der
Nahrungssuche am Boden beobachten, wobei sie ihre gelben Barteln
durch den Sand fahren ließen. Die rund 20 Zentimeter langen Fische
traf ich niemals einzeln an. Meist schwammen sie mindestens zu dritt
durch die Lagune. Wenn die Barben den Sand nach Nahrung durchsuchten,
war beim Schnorcheln ein deutliches Rascheln zu hören, da die
Fische ihre Barteln ausgesprochen schnell bewegten. (Mitten in der
Lagune, Sun Island)
Mondsichel-Junker (Moon Wrasse, Thalassoma lunare)
Sehr neugierig und vielerorts geradezu zutraulich sind die bis zu
25 Zentimeter großen Mondsichel-Junker. Diese rund um die
Malediveninseln häufig vorkommenden Fische sind auffällig bunt
gefärbt und werden von manchen Schnorchlern fälschlicherweise
für junge Papageifische gehalten. Bei den Mondsichel-Junkern handelt
es sich jedoch um ein Mitglied der Familie der Lippfische. Die Männchen
sind am gesamten Körper etwas dunkler gefärbt als die
Weibchen; die Abbildung zeigt einen männlichen
Mondsichel-Junker. Meist trifft man die Tiere in kleinen Haremsgruppen
mit einem Männchen und mehreren Weibchen an. In manchen Büchern
wird diese Art auch Mondsichel-Lippfisch
genannt. (Riffdach der Lagune, Sun Island)
Nasenhöcker-Papageifisch (Ember Parrotfish, Scarus rubroviolaceus)
Mit ihrem Höcker direkt oberhalb des Mauls - dieser ist bei den
Männchen besonders stark ausgeprägt - und ihrer
Körperlänge von bis zu 66 Zentimeter gehören diese Fische zu
den auffälligsten Gesellen, die sich an den maledivischen Riffen
aufhalten. Aber auch in Lagunen und im Bereich von Riffdächern
sind Nasenhöcker-Papageifische häufig anzutreffen. Anders
als bei vielen verwandten Arten sind die Weibchen nicht nur schlicht
grau gefärbt. Ihr Körper ist intensiv dunkelrot mit einem leicht
grünlichen Anflug am Kopf gefärbt, wo sich die harten,
weißen Zahnplatten kontrastreich von der Grundfarbe abheben
(siehe rechtes Foto). Die linke Abbildung zeigt ein Männchen,
das die für sein Geschlecht typische, sehr bunte
Färbung aufweist. (Hausriff, Sun Island)
Pfauen-Kaiserfisch (Regal Angelfish, Pygoplites diacanthus)
Beim Schnorcheln am Hausriff der Hotelinsel Dhigufinolhu schwamm mir
dieser wundervoll bunte Pfauen-Kaiserfisch vor die (schlechte) Linse
meiner Einmalunterwasserkamera. Individuen dieser Spezies erreichen
eine Körperlänge von maximal 25 Zentimeter und leben bis in Tiefen
von rund 50 Meter. Ihre Körperzeichnung ist sehr markant. Es gibt
in den Gewässern um die Malediven keine Fischart, die man mit
ihnen verwechseln könnte. (Hausriff, Dhigufinolhu)
Riesen-Drückerfisch (Giant or Titan Triggerfish, Balistoides viridescens)
Am Hausriff von Sun Island sowie in der Lagune der Insel schwammen einige
wenige Exemplare dieser beeindruckend großen Fischart ihrer Wege.
Leider waren sie stets so weit entfernt, dass sie sich praktisch nicht
fotografieren ließen. Deshalb habe ich nicht lange gezögert
und das "Ausstellungsstück" im Meerwasserbecken in der Lobby
meiner Ferieninsel abgelichtet. Riesen-Drückerfische werden
bis zu 75 Zentimeter lang und bieten Tauchern und Schnorchlern einen
Respekt einflößenden Anblick. Es ist absolute Vorsicht
geboten, wenn Riesen-Drückerfische ein Nest bewachen, was übrigens
die Aufgabe der Männchen ist. Nähert man sich der
Kinderstube, greift der Vater sofort an. Mit ihren stattlichen
Zähnen, siehe Abbildung, können diese Fische unvorsichtigen
Schnorchlern oder Tauchern üble, im maledivischen Klima
schlecht heilende Wunden zufügen. Man sollte
Riesen-Drückerfische daher zur eigenen Sicherheit stets mit
größtem Respekt behandeln und die Tiere nur aus
der Ferne beobachten. Die Abbildung ganz rechts zeigt ein Jungtier
dieser Art. Junge Riesen-Drückerfische ließen sich in
der Lagune von Sun Island allerorten beobachten. Das abgebildete
Jungtier war rund zwölf Zentimeter groß und sehr scheu. (Foto links:
Lagune, Sun Island; Foto rechts: Meerwasserbecken in der Lobby des Hotels, Sun Island)
Rippen-Falterfisch (Rib Butterflyfish, Chaetodon trifasciatus)
Zu den natürlichen Feinden der Korallen gehören die
Rippen-Falterfische. Sie ernähren sich überwiegend von
Korallenpolypen, die sie mit ihrem spitz zulaufenden Maul leicht
erbeuten können. Diese Fische erreichen eine Körpergröße
von bis zu 15 Zentimeter und halten sich bevorzugt in der Nähe intakter
Korallenareale auf. Normalerweise schwimmen diese Fische in Tiefen von
3 bis 20 Meter herum, aber mit etwas Glück kann man sie auch
im flachen Riffdachbereich großer Lagunen beobachten, wo
das Wasser mitunter nur 1,5 Meter tief ist. man kann diese
Falterfischart leicht an ihrer hellen Körperfärbung, den
leicht schräg verlaufendem Streifenmuster und dem länglichen,
schwarzen Punkt in der hinteren, oberen Körperhälfte
erkennen. (Riffdach der Lagune, Sun Island)
Sattel-Krugfisch (Valentin's Toby, Canthigaster valentini)
Neben dem Bennetts
Krugfisch konnte ich bei meinen Schnorchelgängen eine zweite
kleine Kugelfischart beobachten. Der Sattel-Krugfisch wird bis zu
10 Zentimeter lang und lebt in Tiefen von ein bis 55 Meter. Meist sieht man die
zierlichen Fische, die einen gepunkteten Körper mit vier
schwarzen, länglichen Flecken und einer gelblichen Schwanzflosse
haben, in der Nähe flacher Riffe oder in Lagunen. Sie suchen
paarweise nach Nahrung. Ihr bevorzugtes Futter sind Algen und
verschiedene Wirbellose. (Am Steg in der Lagune bei den
Wasserbungalows, Sun Island)
Schachbrett-Junker (Checkboard Wrasse, Halichoeres hortulanus)
Diese attraktiv gemusterte Lippfischart kommt im gesamten
Indischen Ozean in Tiefen von ein bis 30 Meter vor. Erwachsene
Schachbrett-Junker können bis zu 30 Zentimeter lang werden, das
Exemplar auf dem nebenstehenden Foto maß etwa 18 Zentimeter. Ich habe
stets nur einzelne Schachbrett-Junker im flachen Wasser der Lagune
beobachtet. Die Tiere halten sich gern in der Nähe von Meerbarben
auf, da sie die von diesen Fischen aufgeschreckten Beutetiere, dies
sind in aller Regel Bodenwirbellose, ebenfalls als Nahrung zu
schätzen wissen. Man erkennt Schachbrett-Junker sehr leicht
am schwarzweißen (beziehungsweise grauweißen) Muster
ihres Körpers und den gelben Schwanz- sowie Rückenflossen.
Den Kopf der Schachbrett-Junker zieren gelbe Streifen auf grauem
Grund. In manchen Büchern wird diese Art auch
Schachbrett-Lippfisch genannt.
(Am Steg in der Lagune bei den Wasserbungalows, Sun Island)
Schärpen-Nasendoktor (Spotted Unicornfish, Naso brevirostris)
Mit ihrer Körperlänge von bis zu 60 Zentimeter ist diese Fischart
eine wirklich imposante Erscheinung am Riff. Das lange Horn über dem
Maul stand Pate bei der Namengebung und macht die Tiere unverwechselbar.
Diese meist in Gruppen auftretende Spezies wird in manchen
Bestimmungsbüchern auch als Langnasendoktor
bezeichnet. (Hausriff, Dhigufinolhu)
Schärpen-Scheinschnapper (Twoline Threadfin Bream, Scolopsis bilineatus)
Die nebenstehend abgebildete Scheinschnapperart ist sehr scheu und
versteckt sich bei der kleinsten Störung in schützenden
Höhlen oder Spalten. Um die bis zu 20 Zentimeter langen, meist einzeln
schwimmenden, nachtaktiven Fische beobachten zu können, sollte man
sich möglichst ruhig verhalten. Normalerweise begegnet man den
Schärpen-Scheinschnappern nur beim Tauchen. Mit etwas Glück
kann man sie als Schnorchler jedoch auch in Höhlen auf
Riffdächern aufspüren. Obwohl sie nur in Tiefen von 5
bis 25 Meter vorkommen sollen, konnte ich im rund 1,5 Meter tiefen Wasser
des Riffdachs meiner Hotelinsel das rechts gezeigte Exemplar
beobachten. (Riffdach der Lagune, Sun Island)
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