Malediven - MeerestiereTeil 7
 

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          Schneeflocken-Zackenbarsch (White-streaked Grouper, Epinephelus ongus)

Schneeflocken-Zackenbarsch In der Lagune von Sun Island beobachtete ich mehrmals diesen etwa 25 Zentimeter langen Schneeflocken-Zackenbarsch. Das Tier hielt sich tagsüber immer in einer kleinen Höhle oder in deren Nähe auf. Diese Höhle befand sich in einer Kalkplatte, die rund zehn Meter vom Strand entfernt lag. Der Fisch war standorttreu, sofern es sich stets um dasselbe Exemplar handelte, was ich jedoch vermute. So konnte ich ihn regelmäßig schnorchelnd besuchen gehen. Auch am Hausriff der Insel sah ich einen Schneeflocken-Zackenbarsch, der allerdings etwas größer als das hier abgebildete Tier war. (Höhle in der Lagune, Sun Island)

Schultz Seenadel (Schultz's Pipefish, Corythoichthys schultzi)

Schultz Seenadel Die mit den Seepferdchen verwandten Schultz Seenadeln gehören zu den unauffälligen Bewohnern der maledivischen Lagunen. Mit ihrer Körperlänge von bis zu 15 Zentimeter sind sie zwar nicht gerade klein, aber aufgrund ihrer geringen Breite und der hellen Farbe sind sie auf dem sandigen Boden nur schwer auszumachen, wenn man nicht genau hinschaut oder sie sich gerade nicht bewegen. Wenn man Schultz Seenadeln beobachten möchte, solle man demnach stets aufmerksam durch flache Lagunen schnorcheln und den Blick nicht nur in der Nähe von einzelnen Korallenblöcken umherschweifen lassen. Auch auf dem sandigen Boden mitten in den Lagunen sind die zierlichen Fische zuhause. (Mitten in der Lagune, Sun Island)

Schwanzfleck-Sandbarsch (Sand Perch, Parapercis hexophthalma)

Schwanzfleck-Sandbarsch In der Nähe einzelner Korallenblöcke, die in der sandigen "Wüstenlandschaft" weiter Lagunen verstreut anzutreffen sind, halten sich die bis zu 26 Zentimeter langen Schwanzfleck-Sandbarsche auf. Woher der Name dieser überwiegend weißen Fische stammt, ist angesichts des großen schwarzen Flecks auf ihrer Schwanzflosse nicht schwer zu erraten. In der Nähe ihrer Verstecke - dies sind in aller Regel Korallenblöcke - verharren diese ihrer sandigen Umgebung farblich perfekt angepassten Fische regungslos und lauern auf unvorsichtige Beute, die ihnen geradewegs vor das riesige Maul schwimmt. Beim Lauern stützen sich die Sandbarsche auf ihre Brustflossen. Wenn man sich den Fischen langsam und mit ruhigen Bewegungen nähert, bleiben sie in dieser Lauerstellung, anderenfalls ergreifen sie die Flucht und verstecken sich in ihrem Unterschlupf. (Mitten in der Lagune, Sun Island)

Schwarzfleck-Straßenkehrer (Blackpatch Emperor, Lethrinus harak)

Schwarzfleck-Straßenkehrer Jeder, der in den Gewässern rund um die Hotelinseln der Malediven schnorchelt, wird früher oder später die Bekanntschaft der Schwarzfleck-Straßenkehrer machen. Diese bis zu 60 Zentimeter großen Fische sind allgegenwärtig: egal, ob man in der Lagune, am Riffdach oder am Hausriff seinen Kopf ins Wasser steckt, überall schwimmen sie meist einzeln sowie selten in kleinen Gruppen herum. Zwar kommen sie laut mancher Bestimmungsliteratur nur in Tiefen von fünf bis 20 Meter vor. Mir sind jedoch in erheblich flacherem Wasser etliche Exemplare dieser wenig scheuen Fischart über den Weg geschwommen. Dank ihrer hellen Körperfärbung sind sie bestens getarnt, sie verschmelzen ab einer Entfernung von etwa zwei bis drei Meter regelrecht mit dem Hintergrund und sind daher nur aus der Nähe gut zu erkennen. Ständig durchwühlen Schwarzfleck-Straßenkehrer den sandigen Untergrund nach Nahrung, sie fressen vorzugsweise Bodenwirbellose, Stachelhäuter und gelegentlich kleine Fische. (In der Lagune, Sun Island)

Schwarzspitzen-Riffhai (Blacktip Reef Shark, Carcharhinus melanopterus)

Schwarzspitzen-Riffhai Eine sehr häufige Erscheinung an maledivischen Riffen ist der bis zu 180 Zentimeter lange Schwarzspitzen-Riffhai. Vor allem in den frühen Morgenstunden kann man zahlreiche junge Tiere dieser Art entlang der Strände ausgedehnter Lagunen patrouillieren sehen. Das nebenstehend gezeigte Exemplar war rund 80 Zentimeter groß. In kleinen Gruppen jagen diese Haie nach Fischen, was man zuweilen vom Strand aus beobachten kann.

Schwarzspitzen-Riffhai Anhand ihrer schwarzen Flossenspitzen ist diese Art leicht zu identifizieren. Fürchten muss man sich vor diesen Haien nicht. Wenn man beim Schnorcheln in ihre Nähe gerät, suchen sie meist umgehend ihr Heil in der Flucht. Mir gelang deshalb kein Unterwasserfoto dieser schönen Jäger. (Beide Fotos: Am Strand der Lagune, Sun Island)

Seewalze (genaue Art bislang unbestimmt)

Seewalze Am Riff von Dhigufinolhu beobachtete ich viele Seewalzen, die dort am Tage auf Nahrungssuche gingen. Verharrte ich eine Weile in der Nähe eines dieser Tiere, so konnte ich deutlich sehen, wie sie sich langsam kriechend über den Untergrund bewegten. (Hausriff, Dhigufinolhu)

 

Strichpunkt-Meerbarbe (Dash-and-dot Goatfish, Parupeneus barberinus)

Langbartel-Meerbarbe In den Gewässern rund um die Malediven kommen einige Barbenarten vor, darunter auch die bis zu 32 Zentimeter großen Langbartel-Meerbarben. Diese Fischart hält sich bevorzugt direkt am Lagunenboden oder an sandigen Stellen auf Riffdächern sowie an flachen Bereichen von Riffkanten auf. Mit ihren beiden in der Nähe des "Kinns" liegenden Fortsätzen, den so genannten Barteln, durchwühlen sie den Sand, um darin versteckte Beutetiere wie etwa kleine Krebse und andere Bodenwirbellose aufzuscheuchen. Strichpunkt-Meerbarben sind nicht sehr scheu, sodass man sie als Schnorchler leicht bei der Nahrungsaufnahme beobachten kann. Wenn man genau hinhört, dann kann man das Rascheln des aufgewühlten Sandes vernehmen, das die Barben bei ihrer Suche nach Nahrung verursachen. (Lagune in der Nähe der Wasserbungalows, Sun Island)

Vlamings Nasendoktor (Bignose Unicornfish, Naso vlamingii)

Vlamings Nasendoktor Vlamings Nasendoktor Trifft man beim Schnorcheln auf eine Schule Vlamings Nasendoktorfische, so ist dies ein beeindruckend schöner Anblick. Diese bis zu 55 Zentimeter langen Fische sind vor allem während der Balz an einigen Stellen ihres Körpers leuchtend blau gefärbt. An ihren Schwänzen tragen sie zwei lange Fäden, die ein sicheres Erkennungsmerkmal dieser Spezies sind. Die besten Chancen, diese Fischart beobachten zu können, hat man in der Nähe steiler Riffkanten. An solchen tiefen Hängen halten sich die Tiere bevorzugt auf, um dort zu fressen; sie ernähren sich von Plankton. (Hausriff, Sun Island)

Weißkehl-Doktorfisch (Powder Blue Tang, Acanthurus leucosternon)

Weißkehl-Doktorfische Weißkehl-Doktorfisch An den Riffkanten der maledivischen Hotelinseln trifft man beim Tauchen und Schnorcheln mit großer Wahrscheinlichkeit auf größere Schulen dieser für den Indischen Ozean typischen Doktorfischart. Vor allem vor dem tiefblauen, offenen Ozean sehen die bis zu 23 Zentimeter langen Tiere ausgesprochen ästhetisch aus. Ihr Lebensraum erstreckt sich über einen Bereich von ein bis rund 30 Meter Tiefe. Wie alle anderen Acanthurinae, dies ist die Unterfamilie der Doktorfische, zu denen diese Art gehört, haben auch die Weißkehl-Doktorfische an jeder Seite ihrer Schwanzwurzel einen Dorn, der bei ihnen gelb gefärbt ist und den sie beim Kampf mit Artgenossen einsetzen. (Foto links: Hausriff, Sun Island; Foto rechts: Hausriff, Dhigufinolhu)

 
                 

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