Malediven - MeerestiereTeil 5
 

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          Indischer Drückerfisch (Indian Triggerfish, Melichthys indicus)

Indischer Drückerfisch An steilen Riffkanten kann man mit etwas Glück den bis zu 25 Zentimeter großen Indischen Drückerfisch beobachten. Die Tiere sind sehr scheu und verstecken sich bei der geringsten Störung in einer Spalte oder Höhle. Da sie in Tiefen von 5 bis 35 Meter leben, sind sie beim Schnorcheln meist nur aus der Ferne zu sehen, wenn man nicht gerade mit angehaltener Luft abtaucht. Der Körper der Indischen Drückerfische ist schwarz gefärbt und die Rücken- sowie die Afterflosse sind an der Innenseite hell gesäumt. Die Schwanzflosse ziert ebenfalls ein heller Saum, der jedoch außen liegt. Im hinteren Körperbereich ziehen sich einige zarte, weiße Linien über den Leib der Fische, die man jedoch nur aus nächster Nähe - als Schnorchler also praktisch nie - zu Gesicht bekommt. (Hausriff, Sun Island)

Indischer Segelflossendoktor (Sailfin Tang, Zebrasoma desjardinii)

Indischer Segelflossendoktor Sobald der Indische Segelflossendoktor seine Flossen komplett aufrichtet, sieht er gleich doppelt so groß aus wie er eigentlich ist. Diese schön gefärbten Fische können von der Schnauze bis zur Spitze ihrer Schwanzflosse bis zu 40 Zentimeter messen. Sie kommen paarweise oder in kleinen Gruppen an Riffkanten oder in Lagunen vor. Alttiere sind dunkel gefärbt und tragen ein helles Muster aus Streifen und Punkten. Eher hell ist der farbliche Gesamteindruck bei den Jungtieren (siehe Abbildung rechts), die sich vorzugsweise in der Nähe verzweigter Korallenblöcke aufhalten, in deren Dickicht sie Schutz suchen, sobald sie sich bedroht fühlen. Größere Jungtiere trifft man jedoch auch an den maledivischen Riffkanten an. Die Art ist relativ wenig scheu und lässt sich daher sehr gut beobachten und fotografieren. (Hausriff, Sun Island)

Indopazifik-Sergeant (Indo-Pacific Sergeant, Abudefduf vaigiensis)

Indopazifik-Sergeant In der Nähe korallenreicher, seichter Riffe trifft man im Indischen Ozean mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Indopazifik-Sergeant. Diese bis zu 17 Zentimeter lange Riffbarschart ist wenig scheu und lässt sich daher leicht fotografieren. Ihr gestreiftes, gelb durchsetztes Muster und der grau bis dunkelgrau gefärbte Schwanz machen sie unverwechselbar. Der Indopazifik-Sergeant kommt in Tiefen von ein bis zwölf Meter vor und ernährt sich fast ausschließlich von Plankton. (Am Steg in der Lagune bei den Wasserbungalows, Sun Island)

Keilfleck-Falterfisch (Falcula Butterfly, Chaetodon falcula)
Keilfleck-Falterfisch In den Gewässern um Dhigufinolhu gelangen mir viele Beobachtungen dieser sehr attraktiven Falterfischart. Die bis zu 20 Zentimeter langen Tiere schwimmen meist paarweise herum und legen wenig Scheu an den Tag. An Schnorchlern scheinen sie sich zumindest an den maledivischen Hausriffen überhaupt nicht zu stören, was sie zu idealen Motiven für Schnorchler macht, die wie ich gern gelegentlich unter Wasser fotografieren. In der Lagune von Sun Island beobachtete ich an verschiedenen Stellen einige Jungtiere, die zwischen acht und zwölf Zentimeter lang waren. (Hausriff, Sun Island)

Korallen-Kaninchenfisch (Coral Rabbitfish, Siganus corallinus)

Korallen-Kaninchenfisch Leider sind diese bis zu 30 Zentimeter langen Fische recht scheu, so dass man sie als Schnorchler meist nur aus großer Entfernung beobachten kann. Da in den maledivischen Gewässern noch weitere, recht ähnlich gefärbte Kaninchenfischarten vorkommen, muss man sehr genau hinsehen, um die Tiere identifizieren zu können. Korallen-Kaninchenfische tragen eine gelbe Grundfärbung, die mit nicht ineinander übergehenden blauen Flecken bedeckt ist. Bei den nahen Verwandten, den Traueraugen-Kaninchenfischen (Siganus puelloides), die ich während meiner Schnorchelgänge nie beobachtet habe, verlaufen die Flecken ineinander. (Hausriff, Sun Island)

Krokodil-Hornhecht (Crocodile Needlefish, Tylosurus crocodilus)

Krokodil-Hornhecht Meist schwimmen Krokodil-Hornhechte dicht unter der Wasseroberfläche, was sie ungemein schwierig zu fotografieren macht. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge von bis zu 130 Zentimeter, die Mehrzahl der Krokodil-Hornhechte ist jedoch nur etwa 90 Zentimeter lang. Da sich diese Hornhechte von kleinen Fischen ernähren, schwimmen sie stets so dicht an der Wasseroberfläche, weil dort von nahezu allen Seiten ihre Konturen verschwimmen. In Lagunen trifft man oft große Gruppen junger Krokodil-Hornhechte an (siehe Abbildung in diesem Absatz, etwa 20 Zentimeter langes Tier). An den Riffkanten halten sich eher ausgewachsene Tiere dieser Art auf. (Lagune in der Nähe der Wasserbungalows, Sun Island)

Langmaul-Pinzettfisch (Big Longnose Butterflyfish, Forcipiger longirostris)

Langmaul-Pinzettfisch Sehr auffällige Erscheinungen an den Riffen des Indischen Ozeans sind die Langmaul-Pinzettfische. Diese bis zu 22 Zentimeter lange Falterfischart fällt nicht nur durch ihre leuchtend gelbe Körperfarbe auf, sondern auch aufgrund ihres ausladenden Mauls, das ihnen ihren deutschen Namen einbrachte. Mit ihren langen Mäulern zupfen die Fische geschickt kleine Beutetiere von Korallenstöcken. Sie halten sich einzeln oder paarweise vorzugsweise an korallenreichen Riffen auf. Leider sind diese schönen Fische recht scheu und daher nur schwer zu fotografieren. Am besten taucht man ihnen als Schnorchler mit angehaltenem Atem langsam und mit vorsichtigen Bewegungen hinterher, wenn man sie aus der Nähe beobachten möchte. (Hausriff, Sun Island)

Mappa-Kugelfisch (Mappa Pufferfish, Arothron mappa)

Mappa-Kugelfisch Beim Schnorcheln ist es besonders spannend, große Fische aus sehr geringer Entfernung zu beobachten. Diese Möglichkeit bot sich mir immer wieder, als ich im Revier des nebenstehend abgebildeten, etwa 60 Zentimeter langen Mappa-Kugelfischs schnorchelte. Wenn ich mich nicht bewegte und von der leichten Strömung über ihn tragen ließ, war ich mit der Maske nur wenige Zentimeter von seinem Kopf entfernt. Aus dieser Perspektive sah ich dabei zu, wie ein Putzerlippfisch die Kiemen des Kugelfischs von innen nach Parasiten absuchte. Der Mappa-Kugelfisch blähte seine Kiemen dafür weit auf und der gegen ihn winzig anmutende Putzerlippfisch schwamm vollkommen unerschrocken in die sich vor ihm auftuende "Höhle".

In den Gewässern der Malediven kommen mehrere Kugelfischarten vor. Den Mappa-Kugelfisch erkennt man an den radialstrahlig um die Augen angeordneten, dunklen Streifen sowie an dem gelblich-weiß gefärbten Bauch, dessen Farbe man jedoch nur bei viel Sonnenlicht erkennen kann. Da die Art eigentlich als sehr scheu gilt, fand ich es sehr bemerkenswert, wie nah mich der Fisch von Sun Island an sich heran gelassen hat, ohne überhaupt Notiz von mir zu nehmen. (Am Steg in der Lagune bei den Wasserbungalows, Sun Island)

Masken-Papageifisch (Bicolour Parrotfish, Cetoscarus bicolor)

Masken-Papageifisch Masken-Papageifisch Papageifische tragen ihren Namen aufgrund der beiden harten Kieferplatten, die sie zum Abbeißen harter Korallenstücke benötigen und die an Papageienschnäbel erinnern. Aber auch in Sachen Färbung stehen die Papageifischen der Vogelgruppe um nichts nach. Männliche Masken-Papageifische sind überwiegend grün und leuchtend violett gefärbt, ihre Augen sind orangerot. Auch die Augen der Weibchen haben diese Farbe, der Körper der Fischdamen ist überwiegend grau und gelblich. Die Körperlänge der Masken-Papageifische beträgt bis zu 90 Zentimeter, was sie zu äußerst bemerkenswerten Erscheinungen am Riff macht. Die Abbildung rechts zeigt ein Männchen. (Fotos: Hausriff, Sun Island)

 
                 

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