| Fakten über die Seychellen
Landfläche:
455 km² (115 Inseln und Atolle)
Hauptstadt:
Victoria (auf der Insel Mahé)
Einwohner:
87.476 (Stand: Juli 2009)
Religion:
90% römisch-katholisch, 8% anglikanisch, 2%
sonstige (z. B. Islam, Hinduismus)
Sprachen:
Englisch, Französisch (beide offiziell),
darüber hinaus Kreolisch
Geografische Position:
zwischen 3° 43' und 10° 08' S, zwischen 46° 10'
und 56° 20' O
Währung:
Seychelles Rupee (SR)
Zeitverschiebung: MEZ +
3h bzw. MESZ + 2h
Gesundheitsvorsorge: Die
Seychellen sind kein Malariagebiet (weitere Informationen zu diesem
Thema bietet Fit for Travel).
Beschreibung
Von Deutschland aus erreicht man die malerisch schönen Inseln
mit dem Flugzeug bei einem Direktflug innerhalb von knapp zehn bis elf
Stunden. Verschiedene Fluggesellschaften wie Air Seychelles und Condor
fliegen die kleine Republik von Frankfurt aus an. Einige dieser
Flüge sind jedoch nicht Nonstop, es findet also eine
Zwischenlandung statt, zum Beispiel in Paris, Mailand oder Nairobi
(Kenia). Die Zahl der Flüge ist nicht sonderlich hoch, was
jedoch in aller Regel nicht zu größeren Problemen
führt, weil für die Seychellen
keine typische Hauptreisezeit existiert und sich die Reisetermine somit
relativ gleichmäßig über das Jahr
verteilen.
Mit ihren kilometerlangen Traumstränden, den
rötlich-braun glitzernden Granitfelsen und dem
türkis-blauen Wasser erfüllen die Seychellen nahezu
jeden Wunsch an ein Urlaubsparadies. Ähnliche Idylle findet
man in Europa beispielsweise in einem idyllischen Landhaus in
Frankreich oder während der Ferien auf dem Weingut Toskana.
Doch die Seychellen trumpfen zudem mit tropisch-warmem Klima auf, so
dass ruhige Abende auf der Terrasse in lauen Tropennächten den
Urlaub versüßen. Doch das Inselreich ist jedoch
nicht nur in Hinblick auf Ästhetik und Erholungswert
paradiesisch. Vor allem Selbstversorger wissen beispielsweise die
vielen kleinen Einkaufsmöglichkeiten und das saubere
Leitungswasser zu schätzen, das auf den großen
Inseln bedenkenlos trinkbar ist. Durchfallerkrankungen braucht man dort
demnach nicht zu fürchten. Lediglich auf den kleineren, weit
abgelegenen Inseln der Äußeren Seychellen sollte man
ausschließlich abgekochtes Wasser trinken, weil es oftmals
aus Zisternen oder Tanks stammt.
In
vielen tropischen Regionen der Erde besteht die Gefahr, sich mit der
Malaria zu infizieren. Auf den Seychellen ist sie
glücklicherweise kein Thema. Zahllose Moskitos, die arglos
schlafende Reisende zum Beispiel auf der Insel La Digue
während der langen, warmen Nächte heimsuchen, sind
zwar lästig. Da sie jedoch keine Malariaerreger in sich
tragen, braucht man keine ernsthaften gesundheitlichen Schwierigkeiten
zu befürchten, falls man Opfer der kleinen Plagegeister wird.
Mein Tipp: Nehmen Sie ein Moskitonetz mit und sperren Sie die durstigen
Blutsauger damit nachts einfach aus. Und verjagen Sie keine Geckos,
denn viele dieser teils auffällig bunten Tiere sind
ausgesprochen geschickte Moskitojäger!
Naturliebhabern
bieten vor allem die großen Inseln der Inneren Seychellen auf
engstem Raum abwechslungsreiche Landschaftsformen, deren Palette vom
Bergnebelwald über Mangrovengebiete bis hin zu verwitterten,
kahlen Felsformationen reicht. Man kann also morgens durch artenreiche
Gebirgswälder wandern und am Nachmittag an einem der vielen
Riffe das bunte Treiben der tropischen Fische bewundern. An kaum einem
anderen Ort auf der Welt hat man diese Möglichkeiten.
Entsprechend viele schöne Fotomotive bieten sich, so dass man
auf keinen Fall ohne eine gute Kameraausrüstung reisen sollte.
Um auch an schattigeren Plätzen wie beispielsweise im Urwald
auf Praslin (siehe Foto rechts) schöne Fotos machen zu
können, sollten ein Blitzgerät und ein Stativ
unbedingt zur Ausrüstung gehören.
Während
meiner Reise im Jahr 2000 habe ich eine analoge Kamera benutzt.
Außer im Vallée de Mai, das auf der Insel Praslin
liegt, habe ich überall 200er-Filme verwendet, was ich trotz
des vermeintlich hellen Sonnenlichts jedem empfehlen möchte,
der noch analog fotografiert. Zwar scheint meist die Sonne, aber sie
steht in Äquatornähe hoch am Himmel, was zu harten
Licht-Schatten-Grenzen führt. Ferner sorgt die üppige
Vegetation vielerorts für Schatten, weshalb bei analoger
Fotografie ein empfindlicher Film - oft sogar wie weiter oben bereits
erwähnt in Kombination mit einem Blitzgerät -
angebracht ist. Auch bei digitaler Fotografie empfehle ich den Einsatz
eines Aufhellblitzes. Das Foto rechts zeigt einen Ausschnitt aus dem
Urwald im Vallée de Mai, in dem ich mit 400er-Filmen und
einem starken Blitz gearbeitet habe.
Meine Unterwasseraufnahmen fertigte ich mit einer Canon
Prima AS-1 an. Sämtliche Fotos sind beim Schnorcheln
entstanden, weil ich aufgrund einer Innenohrerkrankung seinerzeit
leider nicht tauchen durfte. Aus diesem Grunde stelle ich die viel
gepriesenen Tauch-Spots der Seychellen in meinem Reisebericht nicht
vor. Generelle Tipps und Sicherheitshinweise zum Schnorcheln finden
sich in einem Kapitel meines Reiseberichts über Hurghada
(Ägypten).
Bei all dem Positiven, was ich über die
Seychellen zu sagen habe, muss nun leider ein kleiner Haken kommen:
Für den sehr kleinen Geldbeutel sind die Ferien in diesem
Urlaubsparadies praktisch nicht erschwinglich - sofern man eine
klassische Pauschalreise sucht. Wirft man einen Blick in einen Katalog eines der namhaften
Tourismuskonzerne, vergeht so manchem Reisewilligen die Lust auf einen
Trip auf diese fantastischen Inseln.
Ich
wollte mich damit jedoch nicht abfinden und hatte mir in den Kopf gesetzt,
die Seychellen möglichst preisgünstig zu bereisen. Dass das durchaus
machbar war, brachte ich während meines zweiwöchigen Aufenthalts im Juni
2000 in Erfahrung. Von Deutschland aus organisierte ich in Eigenregie die
Flüge und die Unterbringung in einer Ferienwohnung auf Mahé. Der Rest
ergab sich später vor Ort nahezu von selbst. So kostete mein zweiwöchiger
Urlaub, in dem ich vier Inseln bereiste, inklusive sämtlicher Ausgaben auf
den Pfennig genau 2500,81 DM, was heute grob gerundet 1300 € entspricht.
Leider sind die Preise seither allerdings kräftig gestiegen, so dass es
inzwischen kaum mehr möglich sein dürfte, eine Reise zu einem so niedrigen
Preis zu machen. Trotzdem kann man nach wie vor eine Menge Geld sparen,
wenn man einen günstigen Flug erwischt und sich selbst eine Unterkunft
sucht. Oder man bucht eine der abwechslungsreichen
Kreuzfahrten durch den Indischen Ozean und genießt neben Landausflügen
auf die Inseln der Seychellen weitere schöne Ziele in diesem Teil der
Welt.
Zu
jeder der von mir besuchten Inseln habe ich für diesen
Reisebericht jeweils ein separates Kapitel erstellt. Weil ich mich der
Naturfotografie verschrieben habe, werden Sie Fotos von Einheimischen
oder architektonischen Besonderheiten in diesem Reisebericht vergeblich
suchen. Bedauerlicherweise bin ich wenig talentiert, was das
vorteilhafte Ablichten von Menschen anbelangt. Das finde ich selbst
ausgesprochen bedauerlich, da die Seychellois schöne Menschen
mit interessanten, charaktervollen Gesichtern sind.
Aufgrund
der vielen Abbildungen von Fischen, Land-
und Wasservögeln
sowie Pflanzen,
die in den einzelnen Kapitel zu finden sind, sollten Naturliebhaber in
meinem Reisebericht hingegen auf ihre Kosten kommen. Sämtliche
Bilder über Wasser habe ich mit meiner uralten Minolta XG-2
aufgenommen, für die der Urlaub auf den Seychellen sehr zu
meinem Bedauern die letzte Reise war. Nach etwa 22 Dienstjahren ging
sie auf den Seychellen kaputt, was ich jedoch erst in Deutschland
bemerkte, als ich die entwickelten Fotos in den Händen hielt.
Aufgrund eines winzigen Risses in der Rückwand war rund ein
Drittel meiner Aufnahmen leider nicht zu gebrauchen, weil Licht durch
den winzigen Spalt eingetreten war. Wie heißt es so
schön? That's life! Ich beschloss, mich nicht zu
ärgern und stattdessen irgendwann in Zukunft noch einmal die
Inseln zu besuchen, um neue Fotos anzufertigen. Falls Sie nach dem
Lesen meines Reiseberichts noch immer bilderhungrig sind, sollten Sie
bei Panoramio
vorbeischauen und die vielen schönen Aufnahmen auf sich wirken
lassen.
Sollten Sie beim Lesen meines Reiseberichts weitere
Fragen zu den Seychellen ergeben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an
mich. Bitte bedenken Sie aber, dass ich zuletzt im Sommer 2000 dort war
und über die neusten Preisentwicklungen vor Ort deshalb
bedauerlicherweise keine Auskünfte erteilen kann. Auch kann
ich keine Hoteltipps geben, weil ich selbst ausschließlich in
privaten Unterkünften gewohnt habe.
Klimatabelle für Mahé
| |
Jan. |
Feb. |
März |
Apr. |
Mai |
Juni |
Juli |
Aug. |
Sep. |
Okt. |
Nov. |
Dez. |
| Tagestemperatur
(°C) |
30 |
31 |
31 |
31 |
29 |
28 |
26 |
27 |
28 |
28 |
29 |
29 |
| Nachttemperatur
(°C) |
22 |
22 |
23 |
22 |
22 |
22 |
22 |
22 |
22 |
22 |
22 |
22 |
| Luftfeuchtigkeit
(%) |
85 |
84 |
84 |
85 |
87 |
91 |
92 |
91 |
91 |
89 |
87 |
86 |
| Niederschlagstage |
3 |
5 |
9 |
13 |
17 |
21 |
27 |
25 |
26 |
18 |
9 |
4 |
|