SeychellenKulinarisches
 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Seychellen allgemein | Kulinarisches | Reisetipps | Mahé | Praslin |
La Digue | Bird Island | Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 |
Fische: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 | Landvögel | Wasservögel |
Tiere | Vogelbriefmarken | Reiseliteratur & Linktipps
 
             
          Der Markt auf MahéEs heißt, die kreolische Küche der Seychellen sei die beste im gesamten Raum des Indischen Ozeans. Während meines Aufenthalts auf den Inseln konnte ich mich von der hohen Qualität der Speisen mehrfach überzeugen, sie schmeckten wirklich außerordentlich gut. Die Einheimischen zaubern aus frischen Zutaten echte Köstlichkeiten auf den Tisch. Allerdings habe ich lediglich vegetarische Gerichte probieren können, weil ich weder Fleisch noch Fisch vertrage. Andere Reisende erzählten mir jedoch, dass die fangfrischen Fische auf der Zunge zergehen würden.

Die größte Rolle in der seychellischen Küche spielen zweifelsohne Reis und Fisch, wobei letzterer meist wenige Stunden nach dem Fang zubereitet wird und somit kaum frischer sein könnte. Auf den Inseln hat der Anbau von Gewürzen eine lange Tradition und ist auch heutzutage noch weit verbreitet. Vielen Speisen verleihen die aromatischen Zutaten eine ganz besondere Geschmacksnote. Indische Einflüsse finden sich in der kreolischen Küche ebenso wie französische Elemente. Ferner begegnen einem Kokosmark oder -milch in einer großen Zahl traditioneller Gerichte der Seychellen.

Fisch und Meeresfrüchte

Fisch auf dem Markt Die Gewässer rund um die Seychellen sind reich an Fischen und anderen Meeresbewohnern, die von den Einheimischen zu unterschiedlichen Speisen verarbeitet werden. Vom Papageifisch bis zum Schnapper landen viele Riffbewohner in der Pfanne, auf dem Grill oder im Topf. Vielerorts werden beispielsweise Oktopus-Curry oder Hummergerichte angeboten. So gern Sie auch Fisch oder Meeresfrüchte mögen, essen Sie bitte keinen Hai und keine Schildkröte, weil diese Tiere aufgrund der starken Bejagung in ihrer Existenz bedroht sind! Sie werden überdies auf unbeschreiblich grausame Weise getötet, damit Gourmets sie verspeisen können. Essen Sie stattdessen lieber andere Meeresbewohner, von denen es viele Individuen an den Riffen gibt, wenn es denn unbedingt Fisch sein soll.

Kokosnuss

Die Seychellois schätzen geraspeltes Kokosmark sehr als Zutat zum Kochen und Backen pikanter oder süßer Speisen. Kuchen aus Kokos ist meist übrigens weitaus weniger süß als es in Mitteleuropa üblich ist, es kommt also kein "Bounty-Feeling" auf. Herzhaften Gerichten verleihen Kokosmark oder -milch eine charakteristische Note. Mir persönlich schmeckte ein Kokos-Chutney besonders gut, das ich auf Bird Island gegessen habe. Es bestand aus frisch geriebenem Kokosmark, Tamarindensaft, Salz, ein wenig frischem Ingwer und fein gehackten Frühlingszwiebeln.

Tee

SeyTe-Verpackung In den Höhenlagen von Mahé bauen die Seychellois Tee an, der jedoch nur im eigenen Land verkauft wird. Schwarztee der Marke SeyTe ist auf den Inseln in jedem Geschäft in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich. Die Auswahl reichte im Sommer 2000 von reinem, unaromatisiertem Tee bis hin zu Sorten mit dem Geschmack von Zimt, Vanille, Zitrone oder Orange.

Gefüllte Teigtaschen

Diese handliche Köstlichkeit findet man in größeren Hotels leider eher selten auf den Speisekarten. An Imbiss-Ständen oder in kleinen Lebensmittelgeschäften liegen frisch zubereitete gefüllte Teigtaschen meist gleich dutzendweise mit unterschiedlichen Inhalten für hungrige Käufer bereit. Sie sind mit Fisch (Thunfisch), Geflügel oder Rindfleisch gefüllt. Aber auch vegetarische Teigtaschen haben die meisten Verkäufer im Sortiment. Diese sogenannten Samosa stammen ursprünglich aus Indien und sind normalerweise mit einer Paste aus grob zerdrückten Kartoffeln, Zwiebeln und anderem Gemüse sowie gemahlenen Gewürzen (Kreuzkümmel, Kurkuma, Ingwer) ergänzt mit den oben erwähnten Fleisch- oder Fischsorten gefüllt. Im Sommer 2000 waren sie für weniger als zwei Rupees erhältlich. Man kann sie warm oder kalt genießen.

Suppen

Unterschiedliche Sorten von Suppen erfreuen sich bei den Seychellois größter Beliebtheit. Besonders bekannt ist tec-tec, eine Suppe mit kleinen Muscheln. Sie soll sehr wohlschmeckend sein.

Früchte

Suhaiylah mit einer Jackfruit In Äquatornähe gedeihen viele exotische Früchte, die hier zu Lande den wenigsten Menschen bekannt sind. Einige dieser Früchte sind im europäischen Handel niemals zu finden, sie haben nicht einmal einen Namen in unseren Sprachen. Wenn Sie auf den Seychellen verweilen, sollten Sie unbedingt das köstliche Obst probieren, welches man praktisch überall kaufen kann. Auf dem Markt in Victoria ist die Auswahl besonders groß. Für wenig Geld sind Mangos, Papayas, Passionsfrüchte oder Minibananen an nahezu jedem Gemüsestand erhältlich. Auch in Bezug auf die kleinen Stände an den Straßenrändern brauchen Sie keine Berührungsängste zu haben. Man wird Sie dort hinsichtlich des Preises nicht über den Tisch ziehen. Ganz im Gegenteil - die meist privaten Händler freuen sich, wenn Touristen ihr frisches Obst kaufen und erklären gern, wie man die Früchte richtig zu verspeisen hat. Das Foto in diesem Absatz zeigt Suhaiylah, die Tochter meiner Vermieter auf Mahé mit einer Jackfrucht. Kurze Zeit später öffnete ihr Vater die Frucht mit einem gigantischen Messer. Sie wog fast elf Kilogramm und wir aßen mehrere Tage davon.

Eine einheimische Frucht namens zat Ausgefallen sind Früchte wie Jackfrucht, Cherimoya (coeurs de boeuf auf Kreolisch beziehungsweise custard apple auf Englisch), Guanabana - auch Stachelannone genannt -, oder eine Frucht namens zat (kreolischer Name, gesprochen: "satt", siehe Foto rechts). Sie alle sind leider nicht leicht zu bekommen. Fragen Sie am besten Einheimische, ob Sie Ihnen diese Früchte besorgen können. Lassen Sie sich unbedingt erklären, wie man eine Frucht öffnet und isst, denn dies ist in manchen Fällen durchaus ein wenig kompliziert. Eine zat isst man beispielsweise, indem man die Kerne mitsamt dem sie umhüllenden Fruchtfleisch herauslöst. Das Fruchtfleisch kann man vom Kern ablutschen, der Kern selbst eignet sich nicht zum Essen. Die erfrischende Frucht schmeckt übrigens wie eine Mischung aus Banane und Zitrone.

 
                 

Home 

GSMFotos Twitter 

    Seychellen allgemein | Kulinarisches | Reisetipps | Mahé | Praslin |
La Digue | Bird Island | Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 |
Fische: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 | Landvögel | Wasservögel |
Tiere | Vogelbriefmarken | Reiseliteratur & Linktipps