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Tiere der
Seychellen
Auf den Seychellen kommen neben den in separaten
Kapiteln beschriebenen
Vogelarten einige weitere Tiere vor. Verhältnismäßig groß ist
die Vielfalt der Insekten; darüber hinaus sind einige Reptilien und
Amphibien auf den
Inseln beheimatet. Für die Wissenschaftler ist es ein Rätsel, weshalb
auf den weit vom nächsten Festland entfernten Eilanden endemische, also
nur dort beheimatete Amphibien wie Frösche und Blindwühlen leben. Die
Gruppe der Säugetiere wird auf den Seychellen durch die Flughunde und
Tanreks (Borstenigel) repräsentiert.
Zudem sind dort auch Ratten und andere Säugetiere,
die der Mensch eingeführt hat, zu finden. Zu den häufigen eingeführten
Spezies gehören unter anderem Hunde sowie Hauskatzen. Vergleicht man die
Artenvielfalt der Seychellen mit afrikanischen Ländern vom Festland, so
fällt auf, dass es auf den Inseln vergleichsweise wenige Spezies gibt.
Dies liegt in der abgeschiedenen Lage der Eilande begründet.
Eine ganze Reihe der in diesem Kapitel abgebildeten
Tierarten habe ich bislang leider nicht identifizieren können. Wer eine
der Arten kennt, der möge mir bitte
mailen und mir ihren Namen mitteilen. Vielen Dank für Ihre Hilfe! Am
Ende der Texte findet sich in Klammern jeweils einen Vermerk darüber,
auf welcher Insel die einzelnen Fotos entstanden sind.
Afrikanische Riesen-Achatschnecke (Giant African Land Snail, Achatina fulica)
Das
östliche Afrika und Madagaskar sind die ursprüngliche Heimat der
Afrikanischen Riesen-Achatschnecke. Durch den Menschen ist sie unter
anderem auf den Seychellen eingeführt worden. Sie lebt bevorzugt am
Boden, doch auch zwischen den Wurzeln von Bäumen und an deren Stämmen
kann man die Tiere oft beobachten. Der Körper dieser Schnecken kann eine
Länge von bis zu 30 Zentimeter erreichen, die Gehäuse sind maximal etwa
zwölf Zentimeter lang. Bei dieser imposanten Schneckenart fällt die
Gehäusefärbung variabel aus. Häufig dominieren Brauntöne in
unterschiedlichen Schattierungen. Mitunter sind auch violette, rötliche
oder gar grünliche Farbtöne in den Gehäusen zu erkennen. Da diese
Schnecken nachtaktiv sind, sieht man sie tagsüber nur dann, wenn man
weiß, wo sie rasten und sich vor der Sonne verbergen. Sobald es abends
etwas kühler wird und die Sonne verschwunden ist, kommen die Schnecken
zum Vorschein und begeben sich auf die Suche nach Nahrung. Sie fressen
Früchte und Pflanzen sowie Aas. Alternative Namen dieser Schneckenart
sind Große Achatschnecke und Ostafrikanische Riesenschnecke. Foto:
Juni 2000, Mahé
Unbestimmte Schneckenart Nr. 1
Im
dichten Wald des Vallée de Mai habe ich an den Stämmen der Palmen viele
Insekten gesehen - und die in diesem Abschnitt abgebildete Schnecke. Sie
ist nur circa einen Zentimeter lang gewesen. Ihr heller Körper hat in
starkem Kontrast zu den dunklen Fühlern gestanden. Das Gehäuse ist
hellbraun gefärbt gewesen und hat einen dunkelbraunen, leicht rötlich
schimmernden Streifen aufgewiesen, der sich mit jeder Windung gedreht
hat. Vermutlich weil es in dem Wald während meines Besuchs durch den
Regen sehr feucht gewesen ist, hat sich die Schnecke tagsüber
fortbewegt. Foto: Juni 2000, Vallée de Mai, Praslin
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Seychellen-Flughund (Seychelles Flying Fox, Pteropus seychellensis)
Die
einzigen endemischen Säugetiere, denen ich während meines Urlaubs im
Jahr 2000 begegnet bin, sind die auf den Inneren Seychellen
allgegenwärtigen Seychellen-Flughunde. Ihr Körper trägt rötlichbraunes
Fell und die Flughäute sind dunkelbraun gefärbt. Die Schnauze ist mit
dunklem Fell bedeckt und die Augen sind groß und ebenfalls dunkel. Mit
ihrer Flügelspannweite von etwa einem Meter sind sie sehr imposant, ihr
Flugtempo ist meist eher gemächlich. Obwohl sie überwiegend nachtaktiv
sind, fliegen diese Fruchtfresser auch tagsüber umher. Insbesondere an
den späten Nachmittagsstunden sowie in der Zeit vor der auf den
Seychellen sehr kurzen Abenddämmerung kann man sie fliegen sehen. Sie
suchen nach reifen Früchten, die ihre Nahrung bilden. Gern fressen sie
beispielsweise Mangos. Nachts können die Flughunde allerdings zum
lärmenden Albtraum werden, wenn sie sich um die besten Früchte streiten.
Dabei stoßen die Tiere nämlich Schreie in einer beachtlichen Lautstärke
aus, die erholsamen Nachtschlaf unmöglich machen, sofern sich ganz in
der Nähe mehrere Seychellen-Flughunde um die köstlichsten Happen zanken.
Auf manchen Inseln sind die Flughunde jedoch für die Menschen begehrte
Leckerbissen, weshalb den Flughunden nachgestellt wird. Trotzdem sind
sie noch vergleichsweise häufig anzutreffen. In manchen Literaturquellen
tragen sie den alternativen englischen Namen Seychelles Fruit Bat. Foto: Juni 2000, La Digue
Reiterkrabbe (Horned Ghost Crab, Ocypode ceratophthalmus)
Das
Verbreitungsgebiet der Reiterkrabbe Ocypode ceratophthalmus ist
riesig, es erstreckt sich von der ostafrikanischen Küste bis zum Great
Barrier Reef in Australien und bis nach Hawaii. Auf den Seychellen ist
diese Spezies unter anderem auf Mahé und Praslin zu finden, aber auch
auf Bird Island. Die Panzer dieser Reiterkrabben werden bis zu 38
Millimeter breit und 37 Millimeter lang. Auffällig sind die langen
Stielaugen, bei denen jeweils ein kleiner, brauner Stielfortsatz über
das eigentliche Auge hinaus ragt. Daran lassen sich diese Reiterkrabben
von anderen Arten unterscheiden. Der Körper dieser Tierart ist hellgrau
bis hellgraubraun gefärbt. Sandstrände sind der Lebensraum von
Ocypode ceratophthalmus,
die Tiere halten sich normalerweise immer dicht am Spülsaum auf. Nach
jedem Gezeitenwechsel graben sie sich neue Höhlen in den lockeren Sand.
Auf dem Speisezettel der Reiterkrabben steht nicht nur das Fleisch
anderer Tiere, also beispielsweise das von Seevögeln, sondern auch das
ihrer Artgenossen. Foto: Juni 2000,
Bird Island
Unbestimmte Krabbenart Nr. 1
An
den feinen, weißen Sandstränden der Seychellen gibt es viele Krabben,
von denen einige relativ klein sind. Die in diesem Abschnitt gezeigte
Art ist maximal zwei bis drei Zentimeter groß gewesen - die
angewinkelten Beine mitgerechnet. Ihre Färbung ist sehr hell, die Tiere
sind dadurch ideal an den Farbton des Sandes angepasst. Bei der
kleinsten Störung verschwinden sie in ihren Röhren, die sie in den Sand
graben und ständig ausbessern. Falls Sie bei der Bestimmung dieser
Krabbenart helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per
E-Mail
freuen. Foto:
Juni 2000, La Digue
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Unbestimmte Krabbenart Nr. 2
Neben
den am Meer beheimateten Krabben kommen auf den Seychellen auch
Landkrabben vor, die in schlammigen Bereichen wie Uferzonen von Flüssen
sowie in Mangrovengebieten leben. Viele dieser Tiere sind leuchtend rot
gefärbt, so auch das in diesem Absatz gezeigte Individuum.
Möglicherweise handelt es sich um die Art Neosarmatium meinerti,
deren deutschen Namen ich leider nicht kenne. Über 90 Prozent der
Nahrung dieser überwiegend vegetarisch lebenden Landkrabbenart besteht
aus Mangrovenblättern, lediglich einige kleine Tiere stehen auf ihrem
Speisezettel. Der Panzer des hier gezeigten Tieres ist etwa zwei
Zentimeter breit und etwa genauso lang gewesen. Auffällig sind die
gelben Scherenenden. Foto: Juni 2000,
Praslin
Strahlenschildkröte (Madagascar Starred Tortoise, Astrochelys radiata)
Auf
Bird Island ist mir diese etwa 40 Zentimeter lange Landschildkröte über
den Weg gelaufen. Es handelt sich dabei um eine Strahlenschildkröte,
deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet Madagaskar ist. Dort ist die Art
endemisch, das heißt, sie kommt in freier Natur nirgendwo sonst vor -
außer, sie ist von Menschen eingeführt worden. So muss es sich auch bei
der Strahlenschildkröte auf Bird Island ereignet haben. Die Schildkröte
ist nicht scheu gewesen und hat sich aus unmittelbarer Nähe beobachten
lassen. Bis zu 40 Zentimeter kann der Panzer dieser Tierart lang werden.
Männchen bringen es auf ein Gewicht von maximal 20 Kilogramm, Weibchen
auf immerhin 15 Kilogramm. Auf ihrem Panzer verlaufen strahlenförmige
Muster, woher die Art ihren Namen hat. Foto: Juni 2000,
Bird Island
Aldabra-Riesenschildkröte (Aldabra Giant Tortoise, Dipsochelys dussumieri)
Ganz
besondere Tiere sind die Aldabra-Riesenschildkröten. Diese Tiere haben
einen braunen Panzer, der bei ausgewachsenen Individuen eine
durchschnittliche Länge von circa 120 Zentimeter (Männchen) oder 90
Zentimeter (Weibchen) aufweist. Männliche Tiere wiegen etwa 250
Kilogramm, weibliche Tiere sind deutlich leichter, sie bringen rund 150
Kilogramm auf die Waage. Ein typisches Merkmal dieser
Riesenschildkrötenart ist, dass der Kopf relativ zum restlichen Körper
eher klein ist. Ursprüngliches Verbreitungsgebiet dieser Tiere ist das
Aldabra-Atoll der Seychellen, auf diese Atoll sollen etwa 150 000 dieser
Schildkröten vorkommen. Von dort aus sind einige Tiere auf andere Inseln
gebracht worden, so auch das rechts gezeigte Individuum. Es handelt sich
bei dieser Schildkröte um das Männchen "Esmeralda", das auf Bird Island
lebt und ein echter Rekordhalter ist: Esmeralda gilt als das größte
Exemplar seiner Art. Sofern Sie sich für die Schildkröten interessieren,
könnte Ihnen das Buch "Schildkröten
der Welt Band 1" gefallen. In diesem Buch ist auch die rechts gezeigte
Abbildung erschienen. Foto: Juni 2000, Mahé
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Großer Seychellen-Taggecko (Seychelles Giant Day Gecko, Phelsuma sundbergi longinsulae)
 Auf
einer Reihe von Seychelleninseln, darunter Mahé, ist der Große
Seychellen-Taggecko heimisch. Diese hübsche Geckoart kann rund 15
Zentimeter lang werden. Auffällig ist die leuchtend grüne Grundfärbung
der Körperoberseite, die Unterseite ist hell gefärbt. Auf dem Rücken
tragen die Tiere drei Längsstreifen, die aus roten Punkten gebildet
werden. Einige Punkte der Mittellinie können ineinander verlaufen,
wodurch sich der Eindruck einer Zickzacklinie ergibt. Auf dem Kopf
befindet sich ebenfalls ein rotes Muster, das bei einigen Individuen
V-förmig ist, wobei die Spitze nach vorn zur Schnauze weist. Darüber
hinaus verläuft von der Nasenspitze zu den Augen auf jeder Seite ein
roter Strich. Die schwarzen Augen tragen einen gelben Rand. Der Schwanz
dieser Tiere trägt ein rötliches Muster aus quer angeordneten Strichen,
die zum Ende hin nur noch Punkte sind. Die Beine tragen graue Flecken
auf grünem Grund. Wie es der deutsche Name bereits vermuten lässt, sind
diese Tiere tagaktiv. Sie jagen nach Insekten, wobei sie ihrem kleinen
Revier treu bleiben. Bei Störungen ziehen sie sich in Ritzen, zum
Beispiel unter Baumrinde oder zwischen Steinen, zurück. Dort verbringen
sie auch die Nacht. Foto links: Juni 2000, Mahé; Foto rechts: Juni
2000, Bird Island
Hausgecko (Four-clawed Gecko, Gehyra mutilata)
Von
der Schnauze bis zur Kloake (hintere Ausscheidungsöffnung) messen
Hausgeckos maximal circa 5,7 Zentimeter, der Schwanz kann ebenso lang
sein. Die Tiere sind nachtaktiv und kommen erst nach der Dämmerung
hervor. Sie halten sich gern in Gebäuden auf, weshalb sie auf den
Seychellen beispielsweise in Ferienwohnungen und Hotelzimmern zu finden
sind. Die bräunlich gefärbten Insektenjäger sind äußerst nützlich, weil
sie beispielsweise Stechmücken erbeuten. Urlauber sollten die Hausgeckos
deshalb nicht verjagen, wenn sie sie in ihren Ferienunterkünften
entdecken. Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich von Sri Lanka
über Südostasien bis hin zu den Philippinen. Darüber hinaus kommen
Hausgeckos auf den Seychellen und im westlichen Teil von Mexiko vor. Foto: Juni 2000,
Mahé
Seychellen-Skink (Seychelles Skink, Trachylepis seychellensis)
Mauerritzen,
Spalten zwischen Steinen und in Bäumen sowie dichte oberirdische
Wurzelverzweigungen sind typische Orte, an denen Seychellen-Skinke ihre
Verstecke finden. Aus diesen kommen sie nur dann hervor, wenn sie sich
nicht bedroht fühlen. Dann sonnen sie sich gern oder gehen auf die Suche
nach Nahrung. Die bis zu etwa 20 Zentimeter langen und schlank gebauten
Tiere fressen kleine Insekten wie zum Beispiel Käfer. Der Körper der
Seychellen-Skinke ist auf der Oberseite bräunlich gefärbt. An den
Flanken verläuft je ein dunkler Streifen, der an der Schnauze beginnt,
sich über die Augen erstreckt und im Schwanz ausläuft. Darüber befindet
sich ein hellerer Bereich, im Gesicht und etwa bis zu den Vorderbeinen
gibt es auch darunter einen hellen Streifen. Die Körperunterseite ist
hell gefärbt. Weil die Schuppen sehr eng anliegen, wirkt der Körper der
Seychellen-Skinke glänzend.
In manchen Literaturquellen wird die Art auch als Mabuya seychellensis bezeichnet.
Foto: Juni 2000, Mahé
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Foto: Juni 2000, Mahé |
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Foto: Juni 2000, Mahé |
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Seychellenbaumfrosch (Seychelles Tree Frog, Megalixalus seychellensis)
Der Seychellenbaumfrosch ist etwa fünf bis sechs Zentimeter lang und
verbringt den Tag meist schlafend. Dabei kauern sich die Tiere zusammen
und drücken sich beispielsweise an große Blätter. Männchen und Weibchen
sehen bei dieser Froschart nicht gleich aus. Rötlichbraun sind männliche
Individuen gefärbt, ihre weiblichen Artgenossen weisen eine hellgrüne
Färbung auf. Manche Individuen sind gefleckt. Darüber hinaus gibt es
eine von den Tageszeiten abhängige Variation in der Färbung. Tagsüber
können auch die Männchen grünlich gefärbt sein. Kleine Tiere bilden die
Nahrung der Seychellenbaumfrösche. Foto: Juni 2000, Mahé
Insekten
Nicht zu spaßen ist mit den bis zu drei Zentimeter
langen, leuchtend gelb gefärbten Wespen, denen ich auf den Seychellen
mehrfach begegnet bin. Sie stehen bei
den Einheimischen in dem Ruf, äußerst unangenehme Mitbewohner zu sein.
Ihre Stiche sollen nicht nur bei Allergikern zu enormen Schwellungen
führen,
die starke Schmerzen verursachen. Zum Glück sind die Tiere nicht
sonderlich aggressiv, so dass man nicht gleich in Panik geraten sollte,
wenn man eine dieser Wespen sieht. Nur dann, wenn man sie in die Enge treibt oder ihr Nest berührt, greifen die Wespen an. Auf
Mahé hat sich wenige Meter von der Terrasse der von mir bewohnten
Ferienwohnung entfernt ein Nest dieser Tiere befunden, was jedoch kein Problem
dargestellt hat. Denn anders als etliche in Europa heimischen Wespen haben
sich die Tiere auf den Seychellen nicht auf alles Essbare gestürzt, das
auf dem Terrassentisch gestanden hat. Foto: Juni 2000, Mahé
 Auf
allen Inseln, die ich besuchte, habe ich Käfer, Schmetterlinge und
Raupen gesehen. Die rechts abgebildete, circa acht Millimeter große
Käferart hat mit Vorliebe
Papayas
und
Karambolen (Sternfrüchte) gefressen. Die Raupe auf dem Bild ganz
rechts ist in einem
Scaevola-Busch umher gekrabbelt. Sie ist etwa drei Zentimeter lang
gewesen. Ob sie sich von Scaevola ernährt, kann ich leider nicht sagen,
denn ich habe sie nicht beim Fressen beobachtet. Foto des Käfers:
Juni 2000, Mahé; Foto der Raupe: Juni 2000, Bird Island
Seidenspinne (Palm Spider, Nephilia inaurata madagascariensis)
Allgegenwärtig
sind auf den Seychellen auch die Spinnen, es kommen über 70 verschiedene
Arten vor. Die meisten von ihnen sind jedoch so klein, dass man sie kaum
wahrnimmt, weil sie in der Vegetation sehr gut getarnt sind. Nicht zu
übersehen sind dagegen die bis zu handtellergroßen Seidenspinnen.
Allerdings bringen es nur die Weibchen auf diese beachtliche Größe.
Männliche Individuen dieser Spinnenart haben nur eine Beinspannweite von
etwa acht bis zehn Millimeter. Obwohl die Seidenspinnen aufgrund ihrer
Größe und der auffälligen, bunt gefärbten Beine bei vielen Menschen Ekel
hervorrufen, sind diese Tiere für uns dennoch ungefährlich. Selten sieht
man einzelne Tiere. Meist leben die Seidenspinnen in regelrechten
Kolonien, die beispielsweise über Straßen und zwischen Telefonleitungen
Baldachine aus ihrer feinen Seide bauen. Für Zeitgenossen, die Angst vor
Spinnen haben, ist es sicher unangenehm, unter diesen filigranen Kuppeln
zu laufen. Die auf den Seychellen beheimateten Seidenspinnen gehören der
Unterart Nephilia inaurata madagascariensis an. Sie ist von
Südafrika über Madagaskar bis zu den Seychellen anzutreffen. Auf
Englisch wird die Art auch als Red-legged Golden Orb-web Spider
bezeichnet. Foto: Juni 2000, Mahé
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