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Reptilien und Amphibien in Sri Lanka
Viele
Reptilien und Amphibien unterschiedlicher Größe kann man in Sri Lanka
leicht beobachten. Selbst dann, wenn man lediglich auf dem Hotelgelände in der
Sonne liegt, fällt der Blick sicher irgendwann auf eine der vielen
Eidechsen oder auf einen jungen Waran, der durchs Gras läuft. An
etlichen
Gewässern begegnet man imposanten Krokodilen oder stattlichen
ausgewachsenen Waranen.
Wer sich für diese Tiere interessiert, sollte an einer
Fluss-Safari
teilnehmen. Im Südwesten Sri Lankas bieten sich hierfür der
Bentota-Fluss oder der Madu Ganga an. Foto:
Sumpfkrokodil, 2006, Nähe Aluthgama
Doch
auch an Land im dichten Grün lohnt es sich immer, sehr genau hinzusehen.
Denn es verstecken sich vielerorts schöne Tiere, die man oft nur bei
genauem Betrachten der Umgebung ausmacht. Zu den Reptilien gehören auch
die Schildkröten, die ich in diesem Reisebericht aber
in ein anderes Kapitel ausgegliedert habe. Leider habe ich bislang
nicht sämtliche auf dieser Seite gezeigten Tierarten exakt bestimmen
können. Sollten Sie eine der abgebildeten, noch nicht benannten Spezies
kennen, würde ich mich über eine
Nachricht per E.Mail freuen. Irrtümer bei der bisherigen
Artenbestimmung sind freilich nicht ausgeschlossen, obwohl ich dieses
Kapitel selbstverständlich so sorgfältig wie möglich erstellt habe.
Foto:
Blutsaugeragame, 2006, Sigiriya
Durch einen Klick auf die folgenden Links gelangen Sie zu den
Beschreibungen der vollständig oder weitestgehend bestimmten, auf dieser
Seite gezeigten Arten in alphabetischer Reihenfolge.
· Afrikanischer Hausgecko (Brook's House Gecko, Hemidactylus brookii
parvimaculatus)
· Asiatischer Hausgecko (House Gecko, Hemidactylus frenatus)
· Baumschnüffler (Green
Vine Snake, Ahaetulla nasuta)
· Bengalwaran (Bengal Monitor,
Varanus bengalensis)
· Bindenwaran (Water Monitor,
Varanus salvator salvator)
· Blutsaugeragame
(Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)
· Leistenkrokodil
(Saltwater Crocodile, Crocodylus porosus)
· Sägerückenagame
(Green Forest Lizard, Calotes calotes)
· Schwarznarbenkröte (Common Indian Toad, Duttaphrynus melanostictus)
· Sechszehenfrosch
(Green Pond Frog, Euphlyctis hexadactylus)
· Sumpfkrokodil (Marsh
Crocodile, Crocodylus palustris kimbula)
· Wiegmanns Agame (Sri
Lanka Kangaroo Lizard, Otocryptis wiegmanni)
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Afrikanischer Hausgecko (Brook's House Gecko, Hemidactylus brookii parvimaculatus)
In
Sri Lanka kommt eine Reihe von Geckoarten vor. Unter ihnen ist der
Afrikanische Hausgecko. Die Tiere können eine Körperlänge von bis zu
zwölf Zentimeter erreichen, nicht ganz ausgewachsene Individuen sind
entsprechend kleiner. Als echte Kulturfolger haben sich diese Geckos in
unmittelbarer Nähe der Menschen angesiedelt, weshalb sie oft auf
Hauswänden zu finden sind. Das
nebenstehend abgebildete Tier habe ich in der Nähe des Hotels an einem
kleinen Sonnenschirm-Aufbau im Garten gesehen. In der Natur kann man die
Art vor allem unter abstehender Baumrinde und in Steinhaufen finden. Der
Körper des Afrikanischen Hausgeckos ist auf der Oberseite gelblichbraun
gefärbt und unregelmäßig dunkel gefleckt. Auf der Oberseite des
Schwanzes tragen diese Geckos Reihen von sechs bis acht höckerartigen
Schuppen. Bei dem hier gezeigten Exemplar sind sie nicht mehr vorhanden,
weil der ursprüngliche Schwanz abgefallen und ein neuer nachgewachsen
ist. Anders als es der Name vermuten lässt, ist der
Afrikanische Hausgecko keineswegs nur in Afrika heimisch. Die Spezies sondern kommt
ferner in Sri Lanka und sogar in Mittelamerika vor. In Sri Lanka lebt
die Unterart Hemidactylus brookii parvimaculatus. Foto: 2006, Aluthgama
Asiatischer Hausgecko (House Gecko, Hemidactylus frenatus)
Leicht
zu beobachten sind die unzähligen Asiatischen Hausgeckos, die in den
meisten Hotels zu den "Untermietern" gehören, die sich in vielen Häusern
die Zimmer oder Bungalows mit den Urlaubern teilen. Ausgewachsene
Asiatische Hausgeckos können eine Körperlänge von bis zu 15 Zentimeter
erreichen. Ihre Körperfärbung ist hellbraun bis beige. Sie tragen nur
ein sehr schwaches Fleckenmuster. Jugendliche Tiere weisen ein helles
Streifenmuster auf. Die wohl erstaunlichste Fähigkeit der Asiatischen
Hausgeckos ist es, in enormem Tempo unter der Zimmerdecke oder an
senkrechten Wänden entlang zu laufen, ohne hinab zu stürzen. Möglich ist
dies, weil sich unter ihren Füßen unzählige feine Härchen befinden, die
aufgrund physikalischer Effekte dafür verantwortlich sind, dass die
Tiere am Untergrund haften bleiben. Kleine Insekten stehen auf dem
Speisezettel der Asiatischen Hausgeckos. Foto: 2006, Aluthgama
Baumschnüffler (Green Vine Snake, Ahaetulla nasuta)
In
Sri Lanka kommen mehrere Dutzend Schlangenarten vor, unter ihnen der
Baumschnüffler. Das rechts gezeigte Exemplar dieser Schlangenart habe
ich durch großes Glück im hohen Gras entdeckt. Sie hatte sich kurz zuvor
minimal bewegt, ansonsten wäre mir die perfekt getarnte Schlange
garantiert nicht aufgefallen. Diese schlanke, bis zu 1,5 Meter lange
Baumschlangenart ist relativ leicht zu identifizieren. Ihr Kopf ist
dreieckig geformt, das Maul ist vergleichsweise spitz. Die Grundfarbe
des Baumschnüfflers ist meist ein helles, kräftiges Grün. Einige Tiere
tragen braune Streifen, andere eher rosa gefärbte Muster oder helle
Flecken. Eidechsen und Frösche bilden die Hauptnahrung dieser
Schlangenart. Achtung, Baumschnüffler sind giftig. Ihr Gift soll durch
Kaubewegungen in das Gewebe gelangen und eine Weile zur Entfaltung
seiner Wirkung benötigen. Es besteht somit Zeit, sich ärztliche Hilfe zu
suchen. Am besten reizt man diese Schlangen jedoch gar nicht erst und
legt es somit nicht darauf an, von ihnen gebissen zu werden. In manchen
Literaturquellen wird diese Art auch als Nasen-Peitschennatter
bezeichnet. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
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Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald |
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Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald |
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Bengalwaran (Bengal Monitor, Varanus bengalensis)
Bis
zu etwa 1,8 Meter können ausgewachsene Bengalwarane groß werden. Weil
sie sehr scheu sind, sieht man selten voll ausgewachsene Exemplare
dieser Tierart, denn sie entfernen sich, bevor man einen Blick auf sie
erhaschen kann. Ich hatte jedoch großes Glück, als ich 2006 an einer
Jeepsafari im Udawalawe-Nationalpark teilgenommen habe. In der Nähe des
Ufers des Stausees habe ich das rechts gezeigte erwachsene Tier
fotografieren können, es ist etwa 1,6 Meter lang gewesen. Die
Grundfärbung ausgewachsener Tiere ist dunkelbraun und nur aus
unmittelbarer Nähe betrachtet erkennt man kleine dunkle Flecken vor
allem auf dem Kopf und im Nacken. Bengalwarane ernähren sich von
kleinen Wirbeltieren, Vögeln, Vogeleiern und Fischen. Sie leben
einzelgängerisch und erwachsene Individuen halten sich normalerweise am
Boden auf. Foto: 2006, Udawalawe-Nationalpark
Jungtiere sind zwar dem Menschen gegenüber weniger scheu als Alttiere,
aber sie leben nicht überwiegend auf dem Boden wie ihre ausgewachsenen
Verwandten. Sie klettern stattdessen auf Bäume oder verstecken sich im
Wurzelwerk. Dies ist für sie überlebenswichtig, weil sie auf dem
Speisezettel vieler Tiere stehen, unter anderem werden sie von
erwachsenen Waranen gejagt. Junge Bengalwarane lassen sich aber dennoch
vergleichsweise leicht beobachten, weil sie sich gern auf dem
übersichtlichen Terrain von Hotelgärten aufhalten. Dort finden sie
Nahrung und zahlreiche Versteckmöglichkeiten in den Zierpflanzen und
auch in wilden Gebüschen. Der Körper jugendlicher Bengalwarane ist braun
gefärbt und trägt ein helles Fleckenmuster.
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Foto: 2006, Aluthgama |
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Jungtier, Foto: 2006, Aluthgama |
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Bindenwaran (Water Monitor, Varanus salvator salvator)
Ein
ausgewachsener Bindenwaran ist eine wirklich beeindruckende Erscheinung.
Die Tiere können bis zu 2,3 Meter lang werden (Rumpf und Schwanz) und
sind damit die zweitgrößte Waranart der Welt. Den ersten Platz der
Rangliste belegen übrigens die ebenso berühmten wie berüchtigten
Komodowarane, die in Indonesien unter anderem auf der Insel Komodo
beheimatet sind. Der rechts gezeigte Bindenwaran ist etwa 1,70 Meter
lang gewesen und hat sich am Ufer eines Flusses ausgeruht. Die
Grundfarbe erwachsener Bindenwarane ist braun oder schwarz. Helle
Flecken und Streifen zieren den Körper, insbesondere am Schwanz sind sie
reichlich vorhanden. Zur Schnauzenspitze hin wird die Grundfärbung
heller und sie ist mit quer verlaufenden, gelb-schwarzen Bändern
durchsetzt. Foto: 2006, Nähe Aluthgama
Der
Schwanz dieser großen Reptilien kann eine Länge von bis zu einem Meter
erreichen. Er ist seitlich abgeflacht
und wird von einem doppelt gezähnten Kamm geziert. Die Beine des Bindenwarans sind
kurz und kräftig, an jeder Extremität tragen die Tiere fünf lange,
gebogene Krallen. Als Bewohner feuchter Lebensräume kann der Bindenwaran
sehr gut schwimmen und tauchen. Er ist ein Allesfresser und erbeutet
sogar Säugetiere sowie Vögel. Leider sind die Bestände der Bindenwarane
weltweit alles andere als sicher, sie gelten lokal als bedroht, weil der
Mensch die Lebensräume dieser Tiere zerstört. Glücklicherweise sind die
sri-lankischen Bestände stabil und die Bindenwarane sind dort per Gesetz
geschützt. So faszinierend die Tiere
auch sein mögen, in Sri Lanka sollte man sich diesen stattlichen Echsen
nur mit größter Vorsicht nähern. Denn bedrängt man sie, können sie
durchaus wütend werden und angreifen. Mit einem ausgewachsenen
Bindenwaran sollte man sich lieber nicht anlegen. Giftig sind die Tiere
allerdings nicht, obwohl dies immer wieder behauptet wird. Foto:
2006, Kukule Ganga
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Blutsaugeragame (Bloodsucker Lizard, Calotes versicolor)
Ausgewachsene
Blutsaugeragamen können bis zu 40 Zentimeter lang werden. Die Männchen
dieser Tierart sind sehr viel bunter gefärbt als die Weibchen, die
aufgrund ihrer grau-braunen Farbgebung eher eintönig wirken. Eine
Abbildung einer prächtigen männlichen Blutsaugeragame findet sich in
meinem
Malediven-Reisebericht. Wie alle anderen Mitglieder der Familie der
Schönechsen können die Blutsaugeragamen ihre Farbe verändern, wie
man es ansonsten von den Chamäleons kennt. Aus diesem Grunde werden die
Agamen von den Sri-Lankern mitunter als Chamäleon bezeichnet, was
zoologisch betrachtet jedoch nicht korrekt ist. Foto: 2006, Aluthgama
Weibliche
Blutsaugeragamen sehen nicht so farbenprächtig aus wie die Männchen,
sie sind eher schlicht grau-braun gefärbt und tragen ein deutlich
dezenteres Muster. Überall, wo sich Strauchwerk und Plätze zum Sonnen
finden, kann man diese schönen Agamen in Sri Lanka beobachten. Im
Englischen wird die Spezies auch als Oriental Garden Lizard bezeichnet
und auf Deutsch trägt sie den alternativen Namen Indische Schönechse.
Von dem Namen Blutsaugeragame braucht man sich nicht einschüchtern zu
lassen. Die Tiere sind keine kleinen Vampire, sie tun Menschen nichts
zuleide und gehen uns lieber aus dem Weg, anstatt uns anzugreifen.
Foto: 2006, Aluthgama
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Foto: 2006, Aluthgama |
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Foto: 2006, Sigiriya |
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Foto: 2006, Udawalawe |
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Leistenkrokodil (Saltwater Crocodile, Crocodylus porosus)
Die
zweite in Sri Lanka vorkommende Krokodilart habe ich selbst nicht
gesehen, ich möchte aber der Vollständigkeit halber an dieser Stelle ein
Foto zeigen, das mein Mitreisender im Jahre 1998 während einer Safari
von dieser Spezies angefertigt hat. Ausgewachsene
Leistenkrokodil-Männchen können bis zu sechs Meter lang werden,
allerdings sind so große Tiere recht selten. Die meisten Männchen werden
maximal fünf Meter lang, die Weibchen hingegen nur etwa drei Meter. Was
allerdings trotzdem sehr stattlich ist. Wie es der englische Name
bereits vermuten lässt, leben diese Krokodile vor im Salz- und
Brackwasser, sie sind zuweilen jedoch auch im Süßwasser anzutreffen.
Foto ©
Uwe Post, 1998, Bundala-Nationalpark
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Sägerückenagame (Green Forest Lizard, Calotes calotes)
Eine
der farbenprächtigsten Reptilienarten Sri Lankas ist die
Sägerückenagame. Sie hat ihren Namen aufgrund des Dornenkamms erhalten,
der den Rücken der Tiere ziert. Zwar sind die Weibchen überwiegend grün
gefärbt und zeigen nur ein helles Streifenmuster, siehe Foto in diesem
Absatz. Die Männchen aber sind sehr bunt gefärbt, siehe Abbildung unten.
Sägerückenagamen gehören zur Familie der Schönechsen. Wie die Chamäleons
können sie ihre Farben ändern. Allerdings sind sie nicht mit Chamäleons
verwandt und es ist demnach nicht richtig, sie als solche zu bezeichnen.
Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
Bei
den Sägerückenagamen-Männchen ist diese Farbänderung vor allem im
Zustand der Erregung, zum Beispiel während sie drohen, besonders
imposant anzusehen. Ihr im Ruhezustand grünlich gefärbter Kehlbereich
wechselt dann innerhalb kürzester Zeit die Farbe zu einem leuchtenden
Rot und wird zudem von den Tieren ausgeklappt. Ausgewachsene
Sägerückenagamen können zwischen 50 und 60 Zentimeter lang werden.
Insekten wie Käfer, Grillen oder Schaben bilden die Nahrung dieser
Tiere, die Gebiete mit üppigem Pflanzenwuchs bewohnen.
Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
Schwarznarbenkröte (Common Indian Toad, Duttaphrynus melanostictus)
In
Indien, Sri Lanka sowie nördlich bis zum Jangtse-Fluss in China ist die
Schwarznarbenkröte beheimatet. Sie ist im Himalaya bis in Höhen von etwa
3.000 Meter zu finden. Außerdem sind einige Tiere vom Menschen in andere
Teile Asiens verschleppt worden, wo sich die Tiere erfolgreich in der
Natur angesiedelt haben, so zum Beispiel auf Bali und Borneo. Der
Körperbau der Schwarznarbenkröte ist gedrungen. Auf der Oberseite sind
die Tiere variabel gefärbt, die Grundfärbung reicht von Grau bis Braun.
Es kommen auch rötliche Individuen mit dunklen Flecken vor. Auf der
Unterseite ist der Körper schmutzig-weiß gefärbt. Ein dunkles
Warzenmuster ziert die Oberseite, das bei den einzelnen Individuen
jeweils unterschiedlich angeordnet ist. Weibchen sind größer als
Männchen, die maximale Kopf-Rumpf-Länge weiblicher Tiere kann 115
Millimeter und mehr betragen, Männchen sind zwischen 68 und 78
Millimeter lang. Foto: 2006, Kalawila
Sechszehenfrosch (Green Pond Frog, Euphlyctis hexadactylus)
Der Sechszehenfrosch ist in Bangladesch, Nepal, Indien
und Sri Lanka heimisch. Diese Tiere sind überwiegend grün gefärbt.
Männchen erreichen eine Körperlänge von bis zu neun Zentimeter, Weibchen
sind mit maximal 13 Zentimeter deutlich größer. Ein auffälliges Merkmal
dieser Froschart ist das abgeflachte Maul. Die Körperunterseite ist
heller gefärbt als die Oberseite. Gern halten sich diese stark an Wasser
gebundenen Frösche auf Wasserpflanzen wie Seerosenblättern auf. Zudem
verstecken sie sich gern in dichter Wasservegetation und schwimmen dabei
an der Oberfläche. Anzutreffen sind diese Tiere beispielsweise auf
Reisfeldern sowie in Seen, Teichen und Tümpeln. Sie halten sich zudem
gern in der Nähe menschlicher Siedlungen auf. Foto: 2006, Kalawila
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Sumpfkrokodil (Marsh Crocodile, Crocodylus palustris kimbula)
In
Sri Lanka sind zwei Arten von Krokodilen heimisch, eines davon ist das
Sumpfkrokodil. Diese Tiere können bis zu vier Meter lang werden, die
meisten Exemplare sind jedoch deutlich kleiner. Das rechts gezeigte
Individuum ist etwa 1,2 Meter lang gewesen. Erwachsene Sumpfkrokodile sind
grau-braun gefärbt und tragen meist eine dunkle Zeichnung. Schwanz und
Körper ziert eine dunkle Querbänderung. Jungtiere sind oft ein wenig
heller gefärbt. Als Süßwasserbewohner ist das Sumpfkrokodil in Sri Lanka
an Flussläufen, Seen und natürlich in Sümpfen zu finden. Brackige
Lagunen sind nicht der bevorzugter Lebensraum, allerdings ist diese
Tierart sogar dort schon gesichtet worden. Foto: 2006, Nähe Aluthgama
Wie
die meisten anderen Krokodilarten ernähren sich diese Reptilien von
unterschiedlichen Tieren, darunter Fische, Vögel, Wasserschildkröten,
Schlangen und Frösche. Sehr große Sumpfkrokodile greifen sogar so
stattliche Beutetiere wie Hirsche oder
Wasserbüffel an. Leider sind die Sumpfkrokodile in nahezu ihrem gesamten
Verbreitungsgebiet, das sich vom Iran über Pakistan, Indien und Sri
Lanka bis nach Nepal und Bangladesch erstreckt, stark bedroht.
Verantwortlich dafür sind verschiedene Faktoren, zum Beispiel eine lang
anhaltende Dürre im Iran oder der zunehmende Verlust des natürlichen
Lebensraums in Indien. Lediglich
die sri-lankischen Bestände der Unterart Crocodylus palustris kimbula
gelten als sicher. Foto: 2006, Nähe Aluthgama
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Foto: 2006, Nähe Aluthgama |
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Foto: 2006, Nähe Aluthgama |
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Wiegmanns Agame (Sri Lanka Kangaroo Lizard, Otocryptis wiegmanni)
In
einigen Teilen Sri Lankas findet man eine kleine, nur bis zu etwa 20
Zentimeter lange Reptilienart, die sich gern auf dem Boden aufhält:
Wiegmanns Agame. Diese Tiere sind endemisch in den Wäldern des feuchten
Landesteils sowie in Gebirgswäldern bis in Höhenlagen von circa 1.300
Meter. Besonders gern halten sich die Tiere zwischen herabgefallenen
Blättern, aber mitunter auch auf Steinen auf, die auf dem Boden liegen.
Der Körper selbst ist maximal sieben Zentimeter lang, der Schwanz kann
eine Länge von etwa 15 Zentimeter erreichen. Farblich variiert diese Art
von dunkel rotbraun bis blassbraun. Männchen sind meist dunkler gefärbt
als Weibchen. Foto: 2006, Sinharaja-Regenwald
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