|
Startseite
· Sri Lanka allgemein
· Kulinarisches
· Sri-Lanker
· Reisetipps
· Ausflugstipps
· Edelsteine
· Tempelanlagen
· Teeplantagen
· Sigiriya
· Sinharaja-Regenwald
· Udawalawe-Nationalpark
· Pinnawela-Elefanten-
waisenhaus
· Gewürzgärten
· Botanischer Garten
(Peradeniya)
· Brief Garden
·
Meeresschildkröten-
farm in Kosgoda
· Fluss-Safaris
· Kandy-Tänzer
· Tsunami
· Insekten,
Gliederfüßer
und Schildkröten
· Säugetiere, Krebstiere
und Schnecken
· Reptilien und Amphibien
· Vögel
· Teil 1
· Teil 2
· Teil 3
· Teil 4
· Teil 5
· Teil 6
· Teil 7
· Vogelbriefmarken
· Pflanzen
· Teil 1
· Teil 2
· Teil 3
· Teil 4
· Teil 5
· Teil 6
· Teil 7
· Teil 8
· Teil 9
· Teil 10
· Verschiedene Fotos
· Literatur & Linktipps
|
Vögel in Sri Lanka - Teil 6
Auf dieser Seite werden folgende Arten beschrieben:
· Rotstirn-Schneidervogel (Long-tailed Tailor Bird, Orthotomus sutorius sutorius)
· Rußbülbül (Red-vented Bulbul, Pycnonotus cafer)
· Scharlachmennigvogel (Scarlet Minivet, Pericrocotus flammeus flammeus)
· Schlangenweihe (Crested Serpend Eagle, Spilornis cheela spilogaster)
· Schopfwespenbussard (Oriental Honey-Buzzard, Pernis ptilorhynchus ruficollis)
· Schwarzbauchnonne (Black-headed Munia, Lonchura malacca)
· Schwarzkopfpirol (Asian Black-headed Oriole, Oriolus xanthornus ceylonensis)
· Seidenreiher (Little Egret, Egretta garzetta)
· Silberreiher (Great Egret, Egretta alba)
· Stadttaube (Pigeon, Columba livia intermedia)
Rotstirn-Schneidervogel (Long-tailed Tailor Bird, Orthotomus sutorius sutorius)
Nur
zwölf Zentimeter sind Rotstirn-Schneidervögel groß. Trotzdem gehören sie
in Sri Lanka zu den Vögeln, die man besonders leicht beobachten kann,
weil sie so häufig vorkommen. Im Tiefland bis in Höhenlagen von 1.500
Meter ist in Bereichen mit Unterholz und vor allem in Gärten die
Unterart Orthotomus sutorius sutorius heimisch, im Hochland ab
1.500 Meter Höhe Orthotomus sutorius fernandonis; beide
Unterarten sind in Sri Lanka endemisch. Das auffälligste Merkmal dieser
Vogelart ist es, den Schwanz meist steil in die Höhe zu stellen. Die
Krone ist rostrot gefärbt, die Körperunterseite ist cremeweiß und die
Körperoberseite gelbgrün gefärbt. Beide Geschlechter sehen im
Schlichtkleid gleich aus. Im Prachtkleid tragen die Männchen in der
Mitte des Schwanzes zwei besonders lange Federn und messen dann 14
Zentimeter. Meist sieht man diese Vögel paarweise durch Gebüsche hüpfen
und klettern, wo sie nach Fressbarem suchen. Insekten bilden die Nahrung
der Rotstirn-Schneidervögel. Foto: 2006, Aluthgama
Rußbülbül (Red-vented Bulbul, Pycnonotus cafer)
Pakistan, Indien, Sri Lanka, Südwest-China und die Region bis nach
Myanmar sind die Heimat des Rußbülbüls. Auf den Fidschi-Inseln sowie auf
Hawaii trifft man diese Vogelart ebenfalls an, dort ist sie allerdings
vom Menschen eingeführt worden. Der Rußbülbül ist 20 Zentimeter lang und
hat an der Körperunterseite ein bräunlich geflecktes Gefieder. Die
Körperoberseite ist ebenfalls bräunlich gefleckt und die Flügel sind
dunkelbraun; die Schwanzfedern sind schwarz mit weißen Spitzen. Der Kopf
ist schwarz gefärbt und die Vögel tragen eine kleine Federhaube. Ihr
Schnabel und die Beine sind schwarz. Leuchtend rot ist die Kloakengegend
dieser Vögel gefärbt. Gebüsche, Kulturlandschaften, offene Wälder und
Gärten sind typische Orte, an denen man diesen Tiere begegnet. Früchte,
Nektar und Insekten bilden die Nahrung des Rußbülbüls.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 2006, Aluthgama |
|
Foto: 2006, Aluthgama |
Zum Seitenanfang ↑
Scharlachmennigvogel (Scarlet Minivet, Pericrocotus flammeus flammeus)
Beim Scharlachmennigvogel unterscheiden sich die Geschlechter
voneinander. Die Männchen sind auf der Oberseite, am Kopf und im
Gesicht blauschwarz gefärbt. An den Flügeln tragen sie einige
orange-rot gefärbte Bereiche. Die Brust ist ebenfalls orange-rot
gefärbt. Dieser Farbton verläuft zum Bauch hin in einen
kräftigen Orangeton, der sich auch über den unteren Rücken
erstreckt. Die Schwanzunterseite ist orange gefärbt, die
Oberseite ist schwarz. Weibliche Scharlachmennigvögel tragen an
der Vorderseite des Körpers sowie am unteren Rücken ein gelbes
Federkleid. Der restliche Rücken und der Kopf sind grau gefärbt.
Beide Geschlechter sind 20 Zentimeter groß. In Sri Lanka sind
diese Tiere im gesamten Land dort zu finden, wo es Wälder gibt.
Im Hochland sind sie ein wenig häufiger anzutreffen als im
Tiefland. Im Flug oder von einer Sitzwarte aus fangen die Vögel
Insekten. Meist sind sie paarweise zu beobachten.
| |
 |
|
 |
|
| |
Männchen, Foto: 2006, Kegalla |
|
Männchen, Foto: 2006, Kegalla |
Schlangenweihe (Crested Serpend Eagle, Spilornis cheela spilogaster)
In Asien ist die Schlangenweihe weit verbreitet. Diese 61 Zentimeter
großen Greifvögel sind in ganz Sri Lanka überall dort anzutreffen, wo es
Wälder oder mit Bäumen bestandene Flächen gibt. Das Gefieder dieser
Vogelart ist überwiegend braun gefärbt und trägt helle Flecken; der Kopf
ist graubraun. Die Nase sowie der dahinter liegende
Gesichtsbereich sind gelb gefärbt, auch die Irisringe sowie die Beine
sind gelb. Der kräftige, nach unten gebogene Schnabel ist dunkel
gefärbt. Schwung- und Schwanzfedern dieser Vogelart zieren schwarz-weiße
Bereiche und schwarze Spitzen. Am Hinterkopf tragen Schlangenweihen eine
große, schwarz-weiße Federhaube, die sie aufstellen,
wenn sie aufgeregt sind. Wie geschickt diese großen Vögel durchs Geäst
klettern können, habe ich bei dem unter diesen Zeilen gezeigten Individuum
einige Minuten lang beobachten können. Auf dem Speisezettel der
Schlangenweihe stehen verschiedene Reptilienarten, darunter Eidechsen
und natürlich Schlangen. In Sri Lanka lebt die endemische Unterart
Spilornis cheela spilogaster.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 2006, Kalawila |
|
Foto: 2006, Kalawila |
Zum Seitenanfang ↑
Schopfwespenbussard (Oriental Honey-Buzzard, Pernis ptilorhynchus ruficollis)
Der
Schopfwespenbussard ist in weiten Teilen Asiens beheimatet und in
einigen Gebieten ein Zugvogel. In Sri Lanka kommt diese 66 Zentimeter
große Vogelart ganzjährig vor. Brutvögel sind selten, im Winter finden
sich viele Zuzügler im Land ein. Das Gefieder dieser Vögel kann ganz
unterschiedlich gefärbt sein, es kommen Individuen in hellen
beziehungsweise dunklen Grau- und Braunfärbungen vor. Meist ist der Kopf
der Männchen grau und heller gefärbt als der Rest des Körpers. Am
Hinterkopf tragen Schopfwespenbussarde eine Federhaube. Weibchen haben
ein bräunliches Gesicht. Die Schwanzfedern dieser Vogelart sind auf der
Unterseite hell und dunkel gestreift. Auch die Flügelunterseiten sind in
dieser Weise gestreift. Schopfwespenbussarde findet man überall dort, wo
es viele Bäume gibt, in denen sie gern sitzen. Die Vögel ernähren sich
überwiegend von Wespen und deren Larven, andere kleine Beutetiere
verschmähen sie jedoch ebenfalls nicht. Foto: 2006, Aluthgama
Schwarzbauchnonne (Black-headed Munia, Lonchura malacca)
In
Indien und Sri Lanka sowie in den Bereichen östlich davon über
Indonesien bis hin zu den Philippinen lebt eine nur zehn Zentimeter
große Vogelart, die den Namen Schwarzbauchnonne trägt. Sie gehört zu den
Prachtfinken und die Tiere ernähren sich von den Samenständen wilder
Gräser sowie von Pflanzensamen, die sie in Reisfeldern findet. Beide
Geschlechter sehen gleich aus. Die Vögel tragen einen sehr großen,
kräftigen silber-schwarzen Schnabel, einen schwarzen Kopf sowie
schwarzes Brustgefieder. An den Wangen befinden sich kleine weiße
Flecken, die man oft nur aus der Nähe sieht. Brust und Flanken sind weiß
gefärbt, der Bauch ist schwarz. Der Rücken, die Flügel und der Schwanz
sind braun. In Sri Lanka kann man diese Vögel vor allem auf Reisfeldern,
in Grasfluren mit hohen Gräsern und in Sumpfgebieten beobachten. Sie
kommen im ganzen Land vor, sind aber im östlichen Hochland besonders
häufig vertreten.
Foto: 2006, Udawalawe-Nationalpark
Schwarzkopfpirol (Asian Black-headed Oriole, Oriolus xanthornus ceylonensis)
Indien,
Sri Lanka und Südostasien sind das Verbreitungsgebiet des
Schwarzkopfpirols. In Sri Lanka kommt er als endemische Unterart vor.
Wie es der Name bereits vermuten lässt, hat diese 26 Zentimeter große
Vogelart einen schwarz gefärbten Kopf, auch die Kehle und die obere
Brust sind schwarz. Der restliche Körper ist bis auf einige Stellen an
den Flügeln leuchtend gelb gefärbt. Der Schnabel ist rötlich und die
Beine grau. Dunkel rotbraun sind die Irisringe dieser Vögel. Die Männchen
sind kräftiger gelb gefärbt als die Weibchen. Wälder, Gärten und alle
anderen mit Bäumen bestandenen Bereiche des Tieflandes sind Gegenden, in
denen man Schwarzkopfpirole antreffen kann. Ferner sind diese Vögel in
Höhenlagen bis zu 2.000 Meter heimisch. Sie ernähren sich von Insekten
und Früchten. Weil sie sehr scheu sind, kann man sie nicht so leicht
beobachten wie andere Vogelarten. Zudem halten sie sich gern in den
Baumkronen auf. Aufgrund ihres überwiegend gelben Gefieders fallen sie
aufmerksamen Beobachtern dort jedoch auf.
Foto: 2006, Aluthgama
Zum Seitenanfang ↑
Seidenreiher (Little Egret, Egretta garzetta)
Teile
Europas, Asiens, Afrikas und Australiens bilden das Verbreitungsgebiet
des Seidenreihers. Maximal 65 Zentimeter können diese Vögel groß werden.
Ihr Gefieder ist am gesamten Körper rein weiß. Schnabel und Beine sind
schwarz gefärbt. Die Füße sind hingegen gelb, woran man den
Seidenreiher von anderen Spezies unterscheiden kann. Im Prachtkleid
tragen Seidenreiher lange, feine Schmuckfedern, die seidig wirken und
der Vogelart ihren Namen eingebracht haben. Im Tiefland Sri Lankas
findet man diese Vögel vor allem an Reisfeldern, Lagunen, an den Ufern
von Stauseen und Gewässern sowie in Sumpfgebieten; im trockenen
Landesteil leben mehr Seidenreiher als im feuchten. Ferner kann man die
Spezies eher im Küstenbereich als im Binnenland antreffen, wobei die
Tiere selten direkt in Strandnähe zu beobachten sind. Fische,
Krustentiere und Insekten bilden die Nahrung dieser Vögel.
| |
 |
|
 |
|
| |
Foto: 2006, Nähe
Sinharaja-Regenwald |
|
Zwei Seidenreiher und
ein
Graureiher,
Foto:
2006, Udwalawe-Nationalpark |
Silberreiher (Great Egret, Egretta alba)
Mit
seiner Körpergröße von rund 90 Zentimeter und der Flügelspannweite von
etwa 170 Zentimeter ist der Silberreiher in Sri Lanka einer der größten
Vertreter der Familie der Reiher. Das Gefieder dieser ganzjährig im Land
beheimateten Vogelart ist am gesamten Körper weiß gefärbt. Zwischen
Dezember und Mai, also während der Brutsaison, verfärbt sich der sonst
gelbe Schnabel der Vögel schwarz. Beine und Füße des Silberreihers sind
ebenfalls schwarz. Die größten Chancen auf eine Sichtung hat man an den
Ufern von Gewässern und Lagunen sowie in überfluteten Reisfeldern im
Tiefland. Fische, Krustentiere und Insekten bilden die Nahrung dieser Vögel.
Foto: 1998, Bundala-Nationalpark, ©
Uwe Post
Stadttaube (Pigeon, Columba livia intermedia)
Das
ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Felsentaube, also der Urform der
Stadttaube, hat weitab von menschlichen Siedlungen gelegen. Die Vögel
haben in Felsklippen und -wänden gelebt und gebrütet, zum Beispiel an Küsten in
Südeuropa. Wie kaum eine andere Vogelart haben sich die Felsentauben
neuen Umweltbedingungen angepasst und sich dem Menschen angeschlossen,
als er zusehends größere Siedlungen gebaut hat. Zudem sind die Tauben
gezüchtet worden, ursprünglich um sie zu essen, dann um Brieftauben auszubilden oder ganz einfach
um besondere Farbmutationen dieser Vögel zu erhalten. Immer wieder sind solche
Zuchttauben in die Freiheit entkommen und sie haben sich in Städten angesiedelt.
Weil die Menschen die Zuchtvögel in viele Teile der Welt mitgenommen
haben, hat sich die Stadttaube entsprechend weit verbreiten können. Auch in Asien ist
sie heimisch. In Sri
Lanka findet man diese 30 bis 35 Zentimeter großen und in ihrer Färbung
recht variablen Vögel in Siedlungen und Tempelanlagen. Anders als in
Deutschland schlägt den Vögeln in Sri Lanka kein Hass entgegen, sie
werden nicht verächtlich als "Ratten der Lüfte" bezeichnet, sondern von
den überwiegend buddhistischen Sri-Lankern als Mitgeschöpfe akzeptiert. Foto:
2006, Bentota
Zum Seitenanfang ↑
|
Sri Lanka auf einer größeren Karte anzeigen
Linktipps:
Flickr-Gruppe: Birds of Sri Lanka (Bildersammlung, Englisch)
Flickr-Gruppe: Sri Lanka Birds
(Bildersammlung, Flickr)
|