|
Papayabaum (Papapya, Carica papaya)
Wer einmal eine frische Papaya mit einem Hauch Zitronen- oder Limettensaft gegessen
hat, wird dieser herrlich aromatischen Frucht wahrscheinlich verfallen sein. Dieses
köstliche Obst ernteten wir im Garten unserer Ferienwohnung auf
Mahé und fühlten uns wie im Paradies. Papayas werden auf
allen Seychellen-Inseln angebaut, und wenn sie nicht gerade den kleinen,
gefräßigen Käfern zum Opfer fallen, die man oft auf den Früchten findet, landen sie auf den
Tellern der Einheimischen und Touristen. Die Abbildung rechts zeigt eine
weibliche Pflanze mit Früchten. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Bäume, die zwischen fünf und zehn Meter groß werden können, ist das tropische Amerika. Dort kommt die Pflanzenart vor allem im Tiefland und in den Küstenregionen vor. In einigen Büchern wird diese Pflanzenart auch als Melonenbaum bezeichnet. (Mahé)
Passionsblume (Passion Flower, Passiflora sp.)
Auf vielen Inseln der Seychellen kultivieren die Einheimischen
Passionsblumen für den Eigenbedarf, um die schmackhaften
Früchte zu ernten und zu Saft zu verarbeiten. Die Früchte der Passionsblumen, deren ursprüngliche Heimat im tropischen und subtropischen Amerika liegt, werden als Maracujas bezeichnet. Es existieren über 500 verschiedene Passionsblumen-Arten. In diesem Absatz sind
Passiflora foetida (links) und Passiflora edulis (rechts) abgebildet. (Mahé)
Purpurfarbener Ingwer (Red Ginger, Alpinia purpurata)
Das leuchtende, überaus intensive Rot der Blüten des Purpurfarbenen Ingwers ist im
Schein der Äquatorsonne überwältigend schön. Ursprünglich stammt dieses auf den Seychellen gern als Zierpflanze kultivierte Gewächs aus dem ostasiatischen beziehungsweise malaiischen Raum. Die Wuchshöhe des liegt bei bis zu drei Meter. Innerhalb der auffällig rot gefärbten Tragblätter liegen die
eigentlichen Blüten versteckt, sie sind weiß gefärbt und recht zierlich. Die Blüten haben jedoch mehr zu bieten als ein attraktives Äußeres. Vor allem für die Vögel zählen ihre "inneren Werte": Im Garten unserer Ferienwohnung konnte
ich regelmäßig einige Seychellennektarvögel dabei beobachten, wie sie Nektar aus den Blüten tranken. Ihre gebogenen, langen Schnäbel sind dafür die perfekten Werkzeuge und sie erinnern ein wenig an Kolibris, mit denen sie jedoch nicht verwandt sind. Im Englischen wird
der Purpurfarbene Ingwer auch als Ostrich Plume oder Pink Cone Ginger bezeichnet. (Mahé)
Scaevola-Busch (Scaevola, Scaevola frutescens)
Auf den salzhaltigen Sandböden vieler Seychellen-Inseln gedeihen die Scaevola-Büsche. Sie sind dicht und wuchern meist stark in die Breite. Die Wuchshöhe kann bis zu drei Meter betragen. Ihre weißen Blüten sind asymmetrisch geformt,
das heißt, die Blütenblätter liegen einander nicht
paarig gegenüber. Hellgrün sind die Blätter gefärbt, sie sind bis zu 15 Zentimeter lang. Leider weiß ich nicht, um welche Scaevola-Art es sich bei dem rechts gezeigten Exemplar im Detail handelt. (Bird Island)
Scharlachkordie (Geiger Tree, Cordia sebestena)
Intensiv rot sind die Blüten der Scharlachkordie gefärbt, wodurch die Pflanzenart ihren Namen erhalten hat. Auf Bird Island sah ich einen Baum,
an dem sowohl Blüten (links) als auch Früchte (rechts) zur
selben Zeit hingen. Meist sind die Bäume nicht höher als drei Meter. Die herab gefallenen Früchte sind übrigens bei den
Riesenschildkröten
heiß begehrte Leckerbissen.
(Bird Island)
Schönhäutchen (Spider Lily, Hymenocallis littoralis)
Die Schönhäutchen (Hymenocallis) sind eine Gattung in der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Je nach Quellenangabe soll es in aller Welt zwischen 40 und 50 unterschiedliche Hymenocallis-Arten geben, die fast alle in den Tropen heimisch sind. Auf den Seychellen trifft man vielerorts auf die rechts gezeigte Pflanzenart, deren exakten deutschen Namen ich leider nicht kenne. Diese schönen, zierlichen Gewächse gedeihen auf sandigem Boden, oft auch in der in der Nähe von Stränden. Bis zu 40 Zentimeter hoch waren
die einzelnen Pflanzen dieser Art, die ich auf den Seychellen gesehen habe. Auffällig sind ihre weißen Blüten. (Mahé)
Seerose (Waterlily, Nymphaea ssp.)
Auf der Insel La Digue finden sich einige Überschwemmungsgebiete
und Bachläufe, in denen unzählige Seerosen gedeihen. Die
Blätter dienen den
Teichhühnern
als Plattform bei der Nahrungssuche.
Seerosen kommen in 40 verschiedenen Arten auf der ganzen Welt vor. Ihre Blätter sind herzförmig bis rund und schwimmen an der Wasseroberfläche. Die Blüten befinden sich knapp über dem Wasser und sind je nach Art unterschiedlich groß und verschieden gefärbt. Auf den Seychellen sah ich nur eine weiß blühende Art. Leider weiß ich nicht, um welche Spezies es sich bei den in diesem Absatz gezeigten Seerosen handelt. (La Digue)
Spiralingwer (Crape ginger, Costus speciosus)
Zu den am meisten beeindruckenden Blühpflanzen an den Wegesrändern gehört auf den Seychellen ohne Zweifel der Spiralingwer, der eine Wuchshöhe von bis zu drei Meter erreichen kann. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Pflanzenart ist der malaiische Raum (Südostasien). Von dort aus eroberte der Spiralingwer zunächst als Zierpflanze die Gärten der Menschen in tropischen Regionen, um sich dann in der Wildnis verschiedener Länder auszubreiten. Die weißen
Blüten wachsen aus leuchtend roten "Kerzen", was einen schönen
Kontrast zu den großen, dunkelgrünen Blättern bildet. Im Deutschen wird die Pflanzenart auch als Kostwurz bezeichnet.
(Mahé)
Fackelingwer (Torch Ginger, Etlingera elatior)
Ebenfalls heiß begehrt bei den
Seychellennektarvögeln
sind die Blüten des Fackelingwers. Leider ist es auf dem nebenstehend gezeigten Bild aufgrund des Gegenlichts nur schwer zu erkennen, wie die kleinen Vögel
auf den bis zu zehn Zentimeter großen Blüten umher klettern, um ihren Nektar zu trinken.
Aufgrund ihrer intensiven roten bis scharlachroten Färbung sind die Blütenstände
des Fackelingwers weithin sichtbar. Stattliche sechs Meter können ausgewachsene Pflanzen
groß werden. Ursprünglich stammt die Spezies aus dem indomalaiischen Raum, sie ist
vielerorts auf der Welt als Zierpflanze anzutreffen. Die Aufnahme entstand im Garten unserer
Ferienwohnung auf Mahé, der gezeigte Blütenstand war in etwa einen Meter hoch.
(Mahé)
Tropisches Immergrün (Madagascar Periwinkle, Catharanthus roseus)
Am Rand vieler Wege der Hauptinsel gedeihen diese immergrünen
und niedrigen Halbsträucher, die eine Höhe von 15 bis 60 Zentimeter
erreichen. Blühende Triebe stehen aufrecht, die Blüten werden
häufig von Schmetterlingen besucht. Das Tropische Immergrün stammt ursprünglich aus Madagaskar. Von dort aus hat der Mensch sie in aller Welt verbreitet. Die Pflanze ist
übrigens auch auf vielen Fensterbänken in deutschen
Wohnzimmern zu finden, sie wird hierzulande unter dem Namen
Zimmervinca in Gärtnereien und Blumenläden verkauft. (Mahé) |