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Pflanzen der Seychellen - Teil 2

Fischgiftbaum oder Putatbaum (Sea Poison Tree, Barringtonia asiatica)

Fischgiftbaum oder Putatbaum (Sea Poison Tree, Barringtonia asiatica)Nur für eine Nacht sind die schönen, feingliedrigen weiß-rosa gefärbten Blüten des Fischgiftbaums geöffnet, sie entfalten ihre Pracht somit meist im Verborgenen. Bereits in den frühen Morgenstunden fallen sie herab, weshalb Fotografen sehr früh aufstehen müssen, um die kleinen Kunstwerke der Natur an den Ästen ablichten zu können. Teile dieser bis zu 20 Meter hohen Bäume sind früher von den Einheimischen getrocknet und gemahlen worden. Das Pulver hat man in natürliche Meerwasserpools zwischen den Felsen gegeben. Alle sich darin befindenden Fische sind nach kurzer Zeit so benommen gewesen, dass sie sich leicht fangen lassen haben. Der Grund dafür ist, dass die Pflanze eine giftige Substanz enthält. Foto: Juni 2000, Mahé

Flaschenbaum (Bottle Plant, Jatropha podagrica)

Flaschenbaum (Bottle Plant, Jatropha podagrica)Hinter unserem Ferienhaus auf Mahé habe ich in einem schattigen Bereich an einer Mauer einen Flaschenbaum gefunden, bei dem mir der starke Kontrast zwischen den grünen Kapseln und den roten Blüten ausgesprochen gut gefallen hat. Die Wuchshöhe der Pflanze hat in etwa 50 Zentimeter betragen, ausgewachsene Exemplare der Spezies können bis zu drei Meter groß werden. Im direkten Sonnenlicht hat die Pflanze, die zu den Wolfsmilchgewächsen gehört, besonders prachtvoll ausgesehen. Man nennt den ursprünglich aus Mittelamerika stammenden Flaschenbaum auch Rhabarber von Guatemala. In aller Welt ist diese Spezies als Zierpflanze beliebt. Foto: Juni 2000, Mahé

Indischer Mandelbaum (Sea Almond Tree, Terminalia catappa)

Indischer Mandelbaum (Sea Almond Tree, Terminalia catappa)Auf La Digue hat im Juni 2000 direkt gegenüber vom Fähranleger ein schöner Indischer Mandelbaum gestanden, den man leicht an seinen rosaroten Früchten erkennen konnte. Diese Pflanzenart wird auch als Seemandelbaum bezeichnet. Der Name Katappenbaum ist ebenfalls gebräuchlich. Diese Baumart ist recht salztolerant und wächst deshalb sogar in unmittelbarer Nähe des Ozeans. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Südostasien und das östliche Afrika sowie Madagaskar. Die Wuchshöhe kann bis zu 25 Meter betragen. Weil die Bäume dicht belaubt sind, werden sie gern als Schattenspender gepflanzt. Foto: Juni 2000, La Digue

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Jackfruchtbaum (Jackfruit Tree, Artocarpus heterophyllus)

Jackfruchtbaum (Jackfruit Tree, Artocarpus heterophyllus)Von beeindruckender Größe sind die Jackfrüchte. Sie wachsen aufgrund ihres hohen Gewichts direkt am stabilen Stamm der Bäume. Eine einzelne Frucht kann bis zu zehn Kilogramm schwer werden und eine mehrköpfige Familie einige Tage lang ernähren. Unser Vermieter auf Mahé hat uns während unseres Urlaubs im Jahr 2000 gezeigt, wie man Jackfrüchte öffnet, was wirklich schwieriger ist, als man als unbedarfter Europäer denken mag. Das Innere der Früchte ist sehr klebrig, weshalb das Messer zuvor mit Öl eingerieben werden sollte, damit es sich später leichter reinigen lässt. Zum Ausklauben der Frucht trägt man am besten Einweghandschuhe, hat uns unser Vermieter verraten. Die Bäume können eine Wuchshöhe von bis zu zehn Meter erreichen und sie gehören zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). In sämtlichen tropischen Gegenden der Welt ist diese Baumart anzutreffen, weil Menschen ihn dort angesiedelt haben. Ursprünglich ist der Jackfruchtbaum in Indien in den West- und Ostghats beheimatet. Foto: Juni 2000, La Digue

Kannenpflanze (Pitcher Plant, Nepenthes pervillei)

Kannenpflanze (Pitcher Plant, Nepenthes pervillei)Auf der Hauptinsel Mahé gedeihen in den hoch gelegenen, kühlen Nebelwäldern an einigen Stellen beeindruckende Ansammlungen von Kannenpflanzen. Nepenthes pervillei gehört zu den fleischfressenden Pflanzen und sie ist die einzige Vertreterin dieser hoch spezialisierten Pflanzenfamilie auf den Seychellen. Man bezeichnet sie als endemisch, weil sie ausschließlich auf den Seychellen vorkommt.  Diese Kannenpflanzenart rankt an Felsen oder Bäumen empor und bildet am Boden regelrechte Dickichte. Foto: Juni 2000, Mahé

Kannenpflanze (Pitcher Plant, Nepenthes pervillei)Um eine ökologische Nische zu erobern, in die bis dahin noch keine anderen Arten vorgedrungen sind, haben die Vorfahren dieser Pflanzenart Kannen entwickelt, die sich aus ihren Blättern geformt haben. Diese Kannen sind mit einer Verdauungsflüssigkeit gefüllt, die dazu dient, gefangene Beute zu zersetzen, damit die Pflanze die daraus gewonnenen Nährstoffe aufnehmen kann. Der obere Rand der Kannen ist glatt und glänzend. Läuft ein Insekt dort entlang, verliert es sehr leicht den Halt und stürzt ins Innere der Kanne. Dort ertrinkt es in der Verdauungsflüssigkeit. Damit diese nicht vom Regen verdünnt wird, hat die Pflanzenart kleine Deckelchen ausgebildet. Die Deckel schließen sich nicht, wenn ein Insekt gefangen worden ist. Sie dienen ausschließlich als Schutz vor von oben hinein fallenden Regentropfen. Foto: Juni 2000, Mahé

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Kanonenkugelbaum (Cannonball Tree, Couroupita guianensis)

Eine imposante Erscheinung ist der Kanonenkugelbaum, der eine Wuchshöhe von bis zu 35 Meter erreichen kann. Seine Blätter sind länglich-elliptisch geformt und sie können acht bis 30 Zentimeter lang werden. Es soll mitunter auch bis zu 60 Zentimeter lange Blätter geben. An den Enden alter Äste oder direkt am Stamm des Baumes bilden sich die Blütenstände. Dunkelrot sind die Blüten gefärbt, sie sind einige Zentimeter groß. Wie die Baumart zu ihrem Namen gekommen ist, wird deutlich, wenn man die Früchte betrachtet: Sie sind groß und rund - damit erinnern sie an Kanonenkugeln. Ihr Gewicht kann bis zu sieben Kilogramm betragen. Ursprünglich ist der Kanonenkugelbaum im nördlichen Südamerika und in Mittelamerika heimisch.

  Kanonenkugelbaum (Cannonball Tree, Couroupita guianensis)   Kanonenkugelbaum (Cannonball Tree, Couroupita guianensis)  
  Foto: Juni 2000, Mahé   Foto: Juni 2000, Mahé  

Karambole oder Sternfrucht (Carambola, Averrhoa carambola)

Karambole oder Sternfrucht (Carambola, Averrhoa carambola)In Deutschland ist die Karambole oder Sternfrucht meist nur als Verzierung von Cocktailgläsern oder als besonderer Schmuck von Obstsalaten bekannt. Auf den Seychellen hingegen ist sie eine Frucht, die man vielerorts findet: Viele Einheimische pflanzen die Bäume, die ihnen einerseits Schatten spenden und sie andererseits das ganze Jahr über mit schmackhaftem Obst versorgen, gern in ihren Gärten an. Das Foto in diesem Absatz zeigt einige klein, noch sehr junge und somit unreife Früchte. Reife Karambolen sind leuchtend gelb gefärbt und saftig-aromatisch. Diese Bäume können eine Wuchshöhe von zehn bis zwölf Metern erreiche. Südostasien ist das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Pflanzenart. Foto: Juni 2000, Mahé

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Kasuarine (Casuarina Tree, Casuarina sp.)

Kasuarine (Casuarina Tree, Casuarina sp.)Bei den Kasuarinen handelt es sich um eine Pflanzengattung, die zur Ordnung der Buchenartigen gehört. Ausgewachsene Kasuarinen können über 20 Meter hoch sein. Sie sind immergrün und aufgrund ihrer ihrer nadelförmigen Blätter erinnern sie an Koniferen oder Nadelbäume. Kasuarinen sind aber dennoch Mitglieder der Gruppe der Laubbäume. Auf den Seychellen sind Kasuarinen auf vielen Inseln zu finden. Sie bieten den Seevögeln im Küstenbereich gute Sitzwarten. Im Geäst der Bäume rasten und brüten beispielsweise die anmutigen Feenseeschwalben besonders gern. Man nennt die Kasuarinen gelegentlich auch Keulen- oder Kängurubäume. Foto: Juni 2000, Bird Island

 

 

Kokospalme (Coconut, Cocos nucifera)

Kokospalme (Coconut, Cocos nucifera)Überall auf den Seychellen - mit Ausnahme vom hoch gelegenen Nebelwald auf Mahé - findet man die schlanken, hohen Kokospalmen. Auf einigen Inseln stehen noch heute große Plantagen, weil aus den Nüssen nach wie vor in kleinen Mengen Kopra erwirtschaftet wird. Wie einst das Kokosmark mit Ochsenkraft gewonnen worden ist, kann man auf La Digue im Union Estate erleben. Kokospalmen können je nach Standort eine Wuchshöhe von bis zu 30 Meter erreichen. Im Kronenbereich befinden sich die bis zu sechs Meter langen Blätter. Man sollte sich übrigens grundsätzlich nicht länger als absolut notwendig unter einer Kokospalme aufhalten. Die schweren Nüsse könnten jederzeit herab fallen und wenn man getroffen wird, können schwere Verletzungen die Folge sein. Auch tödliche Unfälle mit Kokosnüssen hat es bereits gegeben. Besonders an menschenleeren Stränden suchen viele Urlauber gern ein schattiges Plätzchen unter einer Kokospalme auf, ohne die von oben drohende Gefahr zu bedenken. Foto: Juni 2000, Mahé

Moosfarn (Spike Moss, Selaginella sp.)

Moosfarn (Spike Moss, Selaginella sp.)Ganz in der Nähe der fleischfressenden Pflanzen auf dem Copolia, einem Berg auf der Hauptinsel Mahé, habe ich diese Pflanze beobachtet. Sie ist etwa einen Meter groß gewesen und sie gehört zu den Moosfarnen. Diese Pflanzen sind in den Tropen und Subtropen mit über 700 Arten vertreten. Sie gehören zu den Kletterpflanzen und sitzen zuweilen sogar auf Bäumen auf, man nennt sie dann Epiphyten. Um welche Art es sich bei dem nebenstehend gezeigten Exemplar handelt, kann ich leider nicht sagen. Sollten Sie diese Pflanze identifizieren können, würde ich mich sehr über eine Nachricht per E-Mail freuen. Foto: Juni 2000, Mahé

 

 

 

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