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Vanille (Vanilla, Vanilla planifolia)
Der verkauf von Vanille, die im Land angebaut wurde, hat den Seychellen lange Zeit einen
Großteil der Devisen ins Land gebracht. Nachdem das künstliche
Aroma Vanillin erfunden worden war und obendrein eine Seuche die empfindlichen
Orchideen befiel, brach das Geschäft jedoch zusammen. Heute wird Vanille nur noch in geringem Maße
angebaut. Die Blüten
der Vanilleorchidee müssen von Hand befruchtet werden, weil die Insekten, die diese
Pflanzen in ihrer ursprünglichen Heimat Südamerika
befruchten, auf den Seychellen nicht vorkommen. Vanille-Orchideen sind immergrüne, mehrjährige Kletterpflanzen, deren Wurzeln im Boden verankert sind, die aber auch halbepiphytisch, also teilweise auf anderen Pflanzen sitzend, wachsen können. Auf den Seychellen wird die Gewürzvanille oder Echte Vanille angebaut. Zur Gattung Vanilla gehören insgesamt etwa 110 Arten, von denen jedoch nur 15 aromatische Früchte hervorbringen. (La Digue)
Orleansbaum (Annatto, Bixa orellana)
Ursprünglich stammt der Orleansbaum aus dem tropischen Amerika. Als Zierpflanze wird
er in aller Welt geschätzt und mancherorts gelang es der Spezies, aus den Gärten
in die Natur zu gelangen. Orleansbäume werden bis zu zehn Meter hoch und kommen
auf den Seychellen vielerorts vor, weil sie dort ein für sie ideales, ganzjährig
warmes Klima vorfinden. In einigen Gebieten dient der Orleansbaum dem Menschen als Nutzpflanze, dies
ist überwiegend in Mittelamerika der Fall. In den braunrot gefärbten,
stacheligen Samenkapseln befinden sich kleine dunkelrote Samen. Sie enthalten die
Farbstoffe Bixin und Norbixin, die zum Färben von Speisen, Kosmetika und Textilien
Verwendung finden. Weitere Teile der Pflanze lassen sich in der Medizin nutzen, da sie eine
heilende Wirkung aufweisen. (Mahé)
Nettle-leaved Vervain (Stachytarpheta urticifolia)
Bis zu 30 Zentimeter lang werden die Blütenstände dieser Pflanze, die an vielen Standorten auf den Seychellen-Inseln anzutreffen ist. Die violett gefärbten Blüten
sprießen seitlich aus dem Stängel. Der deutsche Name der Pflanzenart ist mir leider nicht bekannt. Im Englischen wird sie alternativ als Blue Porter Weed bezeichnet. (Mahé)
Chinesische Flachslilie (Dianella ensifolia)
Während unseres Aufstiegs zum Copolia,
einem Berg auf Mahé, sahen wir am Rand des Wanderpfades im
Nationalpark an einigen Stellen zunächst diese leuchtend blauen Beeren. Sie
befanden sich an kleinen Pflanzen, die nie höher als 60 Zentimeter aufragten - zumindest sah ich keine größeren Exemplare.
Ich wunderte mich, zu welcher Pflanzenart sie wohl gehören würden. Erst im November 2007 konnte ich das Rätsel lösen, weil mir eine Besucherin meiner Website erklärte, dass es sich um die Chinesische Flachslilie handelt, die in den Tropen offenbar weit verbreitet ist. Die Blüten dieses zarten Liliengewächses sind violett gefärbt und tragen gelbe Staubgefäße, siehe Foto unten. Ihr Durchmesser beträgt ca. 1,5 Zentimeter.
Unbestimmte Pflanze Nr. 1
Auf Bird Island fotografierte ich diese Blüten eines Baumes. Die
Blüten waren im Durchmesser etwa drei bis vier Zentimeter
groß.
Der Standort war sonnig und auf sandigem Untergrund.
Unbestimmte Pflanze Nr. 2
Im sandigen Boden nahe des Strandes winden sich diese Pflanzen zwischen
den Scaevola-Büschen. Das Foto entstand auf Bird Island und die
Blüte war am frühen Morgen geschlossen.
Eventuell handelt es sich um eine Spezies, die nachts blüht.
Unbestimmte Pflanze Nr. 3
An Straßenrändern fand sich auf Mahé diese Pflanzenart,
die recht buschig wirkte. Auch auf La Digue und Praslin entdeckte ich
sie. Ihre Blüten lockten viele kleine Insekten an.
Die Wuchshöhe betrug etwa 30 bis 40 Zentimeter.
Unbestimmte Pflanze Nr. 4
Relativ klein, also maximal 1,50 Meter hoch, war diese Palme, die ich
auf Mahé fotografiert habe. Leider ist mir der Name dieser Pflanzenart nicht bekannt.
Unbestimmte Pflanze Nr. 5
Auf allen Seychellen-Inseln, die ich besucht habe, wuchs dasselbe Gras.
Seine Samenkapsel befinden sich an sternförmigen Gebilden oberhalb
des Stängels. Das Foto rechts entstand auf La Digue. |