Trinidad & TobagoVögel - Teil 3
 

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          Grüntangare (Bay-headed Tanager, Tangara gyrola)

Grüntangare Sie sind schön, aber leider extrem scheu - deshalb bekommt man die Grüntangaren meist nur aus größerer Entfernung zu Gesicht. Das Gefieder dieser etwa 13 Zentimeter großen Vögel ist am Kopf dunkelrot gefärbt. Am Rücken sowie an den Flügeln sind die Federn grasgrün gefärbt. Kehle, Brust und Bauch sind mittelblau gefärbt und sind leicht türkis überhaucht. Der Schwanz ist grün gefärbt und etwas dunkler als der Rücken. Die Beine sind dunkelgrau, und an den Schenkeln tragen die Vögel dunkelrote "Federhosen"; der Schnabel ist schwarz. Grüntangaren leben nur auf Trinidad, nicht jedoch auf Tobago. Sie halten sich bevorzugt in Wäldern höherer Lagen auf, die zudem relativ feucht sind. Früchte machen den überwiegenden Teil ihres Nahrungspektrums aus. (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Hauszaunkönig (House Wren, Troglodytes aedon)

Hauszaunkönig Der Gesang, das Verhalten und auch das Aussehen der Hauszaunkönige lassen einen Mitteleuropäer meist unwillkürlich an die in der Heimat vorkommenden Zaunkönige denken. Auf Trinidad und Tobago trifft man diese nur zehn Zentimeter großen, graubraun gefärbten Vögel vor allem in der Nähe menschlicher Siedlungen, aber auch an Waldrändern, in Dickichten sowie auf Plantagen an. Kleine Insekten wie Spinnen, Ameisen und Raupen bilden die Nahrung dieser geschickten Jäger. In den frühen Morgenstunden tragen die Männchen ihren Gesang von Singwarten aus vor, diese sind nicht selten Hausdächer, so dass man auf Trinidad und Tobago morgens oft vom Gezwitscher der Hauszaunkönige geweckt wird. "God-Bird" lautet der einheimische Name dieser Vogelart. (Foto: Bon Accord Village, Tobago; 2004)

Jacariniammer (Blue-black Grassquit, Volatinia jacarina)

Jacariniammer, Männchen Jacariniammer, Männchen Auf beiden Inseln trifft man sehr häufig auf die nur zehn Zentimeter große Jacariniammer. In halboffenen Gebieten mit Büschen und Gestrüpp, in Savannen, am Rand von Mangroven, in Gärten und auf Kulturland fühlen sich diese charmanten Vögel wohl. Sie ernähren sich von feinen Grassamen und Insekten, darunter kleine Käfer. Die Männchen sind glänzend blauschwarz gefärbt, die Weibchen sind braun gefärbt, wobei die Oberseite bei vielen Individuen geringfügig heller ist als die Unterseite. Bei der Werbung um die Weibchen tragen die Männchen mit viel Ausdauer immer dasselbe kurze Liedchen vor und flattern dabei etwa 20 bis 30 Zentimeter hoch in die Luft, wobei sie sich mitunter um 180 Grad drehen, um dann wieder auf demselben Ast zu landen, von dem sie abgesprungen sind. Diese Szene wiederholt sich alle paar Sekunden, und es wird berichtet, dass manche Männchen mehr als 300 Mal in die Höhe geflattert sind. Die Einheimischen nennen diese quirligen Vögel aufgrund ihres Balztänzchens "Johnny Jump-up" (to jump = springen). (Fotos: Bon Accord Village, Tobago; beide 2004)

Jakobinerkolibri (White-necked Jacobin, Florisuga mellivora)

Jakobinerkolibri Auf Trinidad und Tobago leben viele Kolibris, der Jakobinerkolibri kommt jedoch vergleichsweise selten vor. Diese nur zehn Zentimeter großen Vögel halten sich bevorzugt in höher gelegenen Wäldern auf, wo sie sich zudem am liebsten auf den Ästen hoher Bäume niederlassen. Sie sind sehr territoriale und vor allem aggressive Vögel, die ihre Futterplätze energisch gegen Reviereindringlinge verteidigen. Männchen tragen ein dunkelblaues Gefieder an Kopf und Brust, das durch ein breites weißes Band im Nacken geziert wird. Die restliche hintere Körperhälfte ist grünlich-blau gefärbt und trägt einen violetten Schimmer; die vordere Körperhälfte ist weiß gefärbt. Weiß mit schwarzen Spitzen sind die Schwanzfedern. Die Weibchen sind am Rücken und an den Flügeln bronzefarben-grünlich gefärbt, Kehle und Brust sind grün; ihre Schwanzfedern weisen ein schwarzes Band am unteren Ende auf. Beide Geschlechter tragen einen schwarzen Schnabel, der sehr lang und abwärts gebogen ist, mit dem die Vögel Nektar aus Blüten trinken können. Das Foto in diesem Absatz zeigt ein Männchen. (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Kanadareiher (Great Blue Heron, Ardea herodias)

Kanadareiher Kanadareiher Der größte Reiher, der auf Trinidad und Tobago vorkommt, ist der Kanadareiher. Erwachsene Vögel sind am Kopf grau gefärbt, am Hinterkopf befindet sich ein breiter, schwarzer Streif. Dunkelbraun bis schwarz ist die Krone gefärbt, im Nacken durchsetzt ein weißer Streif den schwarzen genau mittig. Der Hals und der restliche Nacken sind graubraun gefärbt. Am Körper und an den Flügeln tragen die 132 Zentimeter großen Vögel blaugraue Federn; an der Seite der Brust befinden sich bei den meisten Vögeln einige schwarze Flecken. Die Kehle ist strahlend weiß, die Irisringe leuchtend gelben. Der Unterschnabel ist gelblich, die obere Schnabelhälfte ist dunkel gefärbt; die Beine der Vögel sind oben gelblich und unten schwarz. Kanadareiher ernähren sich von Fisch, gelegentlich nehmen sie auch Wasserinsekten zu sich. Da diese Reiher echte Einzelgänger sind, stehen sie meist allein in flachem Wasser von Sümpfen oder an der Küste und halten reglos nach Beute Ausschau. Ihr Aussehen erinnert an das der in Europa häufig vorkommenden Graureiher. (Fotos: Bon Accord Swamps, Tobago; beide 2004)

Kappennaschvogel (Green Honeycreeper, Chlorophanes spiza)

Kappennaschvogel, Weibchen Kappennaschvogel, Männchen In den Wäldern Trinidads, die hohe Bäume aufweisen, trifft man auf den wunderschönen Kappennaschvogel. Die beiden Geschlechter dieser etwa 13 Zentimeter langen Vogelart unterscheiden sich in ihrem Aussehen voneinander. Am gesamten Körper grasgrün gefärbt sind die Weibchen (siehe rechtes Foto), nur an der Kehle tragen sie gelbliche Federn; die Jungtiere sehen ebenfalls so aus wie die Weibchen. Bei den Männchen (siehe linkes Foto) ist das Federkleid am Körper glänzend grün mit einem leichten Blaustich. Krone, Wangen und Nacken sind schwarz gefärbt, die Iris ist dunkelrot. Schwarz ist der Oberschnabel, der Unterschnabel ist gelb. Beide Geschlechter haben dunkel gefärbte Beine. Auf dem Speisezettel dieser meist paarweise umher fliegenden Vogelart stehen Früchte. Der Kappennaschvogel ist auf Tobago nicht beheimatet. (Fotos: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Kleiner Fahlkehl-Baumsteiger (Cocoa Woodcreeper, Xiphorhynchus susurrans susurrans)

Kleiner Fahlkehl-Baumsteiger Im Jahre 1847 fiel dem Naturforscher Jardine eine Baumsteigerart auf, die als Xiphorhynchus susurrans wissenschaftlich benannt und beschrieben wurde. Auf Trinidad und Tobago lebt eine Unterart, der Kleine Fahlkehl-Baumsteiger. Diese etwa 21 Zentimeter großen Vögel halten sich dort auf, wo sie an Baumstämmen empor klettern können, also an Waldrändern, in Wäldern und auf Plantagen. Das Gefieder der Vögel ist rötlichbraun gefärbt, im Bereich der Kehle ist das Gefieder weiß. Kopf, Nacken und Brust sind mit hellen Flecken bedeckt, der Schnabel ist schwarz und sehr kräftig. (Foto: Botanical Garden, Scarborough, Tobago; 2004)

Kleiner Gelbschenkel (Lesser Yellowlegs, Tringa flavipes)

Kleiner Gelbschenkel Kleiner Gelbschenkel In Sümpfen, auf küstennahen Schlickflächen sowie auf überfluteten Weideflächen und Wiesen ist vor allem im Winterhalbjahr der Kleine Gelbschenkel zu finden. Die meisten dieser etwa 25 Zentimeter großen Vögel sind Wintergäste auf Trinidad und Tobago, allerdings sind einige wenige Individuen auch in den Sommermonaten auf den Inseln anzutreffen. Auf der Oberseite des Körpers ist das Gefieder dunkelbraun, es ist mit weißen Flecken durchsetzt. Rumpf und Schwanz sind weiß gefärbt, die Schwanzfedern tragen braune Striche, die ein Bandmuster ergeben. Die Unterseite der Flügel ist weiß, der schwarze Schnabel ist relativ lang und gerade, die Beine sind leuchtend gelb gefärbt. Krustentiere, Mollusken und Insekten stehen auf dem Speiseplan der Vögel, die ihren engen Verwandten, den Großen Gelbschenkeln, ausgesprochen ähnlich sehen. (Foto links: Botanical Garden, Scarborough, Tobago, Foto rechts: Bon Accord Swamps, Tobago; beide 2004)

Krabbenbussard (Common Black Hawk, Buteogallus anthracinus)

Krabbenbussard Auf Trinidad ist der Krabbenbussard ein vergleichsweise häufig vorkommender Greifvogel, auf Tobago sieht man ihn hingegen eher selten und nur mit etwas Glück. Die größten Chancen, diese 56 Zentimeter große Vogelart beobachten zu können, hat man in Wäldern und in Mangrovensümpfen, denn dort gehen Krabbenbussarde auf die Jagd nach ihrer Beute. Die schwarzen Vögel ernähren sich von Krabben, manche Literaturquellen geben jedoch auch Frösche, Schlangen und Insekten als Nahrung an. Die Beine und die Nase der Krabbenbussarde sind gelb gefärbt, der stark nach unten gebogene Schnabel ist schwarz. Am Schwanz tragen sie ein breites, weißes Band, das man besonders gut erkennen kann, wenn man die Vögel von hinten betrachtet. Die Einheimischen nennen diese Vogelart "Chicken Hawk", obwohl Krabbenbussarde keine Hühner fressen. (Foto: Main Ridge Forest Reserve, Tobago; 2004)

Krabbenreiher (Yellow-crowned Night Heron, Nycticorax violaceus)

Krabbenreiher, Jungtier Krabbenreiher, Alttier Der 61 Zentimeter große Krabbenreiher kommt auf beiden Inseln vor. Meist halten sich die Vögel im Bereich von Mangrovensümpfen auf, aber auch an Flüssen und Wasserreservoirs sowie auf überfluteten Grasflächen oder am Meer sind sie zu finden. Bei den Alttieren ist der Kopf schwarz, im Bereich der Stirn sind die Federn weiß und bauschig. Der Nacken und die Unterseite tragen graue Federn, die Flügel sind dunkelgrau gefärbt, wobei die Federn einen silbrigen Rand aufweisen. Krabbenreiher sind tagaktiv und meist einzeln anzutreffen, denn sie sind weniger sozial als andere auf Trinidad und Tobago vorkommende Reiherarten. Auf dem Speisezettel der Vögel stehen Krabben und Krebstiere, wie es ihr Name bereits vermuten lässt. (Foto links: Bon Accord Swamps, Tobago; Foto rechts: Pigeon Point, Tobago; beide 2004)

Krähenstirnvogel (Crested Oropendola, Psarocolius decumanus)

Krähenstirnvogel Vielerorts kann man auf Trinidad und Tobago die imposanten Krähenstirnvögel beobachten. Aufgrund ihrer Größe - die Vögel messen von der Spitze ihres großen, gelben Schnabels bis zum Ende ihrer Schwanzfedern 40 Zentimeter - sind sie leicht auszumachen. Ihr dunkles Gefieder steht in herrlichem Kontrast zum Gelb des Schnabels, und im Flug sind die ebenfalls leuchtend gelb gefärbten äußeren Schwanzfedern zu sehen. Betrachtet man die geselligen Vögel, die meist in kleinen Gruppen anzutreffen sind, aus der Nähe, so fallen vor allem ihre hellblauen Irisringe auf. Die Augen stehen aufgrund dieser hellen Färbung in starkem Kontrast zum schwarzen Kopfgefieder. Der Rumpf der Vögel ist bräunlich gefärbt, die Haut an ihren Beinen ist glänzend dunkelgrau. Am liebsten halten sich die Vögel in Wäldern und auf Kulturland mit hohen Bäumen auf. Sie ernähren sich sehr vielfältig. Neben Insekten stehen auch Beeren, Früchten, Blüten und mitunter auch kleinere Vögel beziehungsweise deren Küken auf ihrem Speiseplan. Weil Krähenstirnvögel gern Mais fressen, fallen sie oft in Felder ein und tun sich an den reifen Kolben gütlich, weshalb sie bei den Einheimischen nicht besonders beliebt sind und als Ernteschädlinge gelten. Die Art trägt auf den Inseln aufgrund ihrer Vorliebe für Mais den Namen "Cornbird". (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Kuhreiher (Cattle Egret, Bubulcus ibis)

Kuhreiher Kuhreiher Auf Trinidad und Tobago werden viele Rinder und andere Nutztiere gehalten. In der Nähe der Weidetiere halten sich stets einige Kuhreiher auf, die ihre Nahrung von den großen Säugetieren aufscheuchen lassen. Während Ziegen oder Rinder grasen, verjagen sie Insekten wie Grashüpfer von den Grashalmen. Den Kuhreihern springt ihre Beute somit meist direkt vor den Schnabel. Es wurden auch schon Kuhreiher dabei beobachtet, wie sie auf Rindern saßen und parasitäre Insekten aus deren Fell pickten. Somit ziehen die Weidetiere ihren Nutzen aus der Anwesenheit der Vögel, die ihrerseits von den Nahrungsgewohnheiten der Säugetiere profitieren. Kuhreiher sind bis zu 51 Zentimeter groß und am gesamten Körper weiß gefiedert. Lediglich am Kopf befindet sich ein orange bis hell rostrot gefärbter Gefiederbereich. Schnabel und Iris sind bei dieser Vogelart gelb gefärbt, die Beine sind dunkel. (Alle Fotos: Bon Accord Swamps, 2004)

Ziege und Kuhreiher

 
                 

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