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          Die echte karibische Küche - auch kreolische Küche genannt - lernen Sie in Trinidad & Tobago oft sogar dann kennen, wenn Sie eine Pauschalreise gebucht haben. In den meisten Restaurants großer Hotels werden mindestens einmal pro Woche karibische Buffets angeboten, bei denen Sie unbedingt einige landestypische Speisen probieren sollten, da Ihnen sonst eine wesentliche Erfahrung in der Karibik entgehen würde. Noch besser ist es natürlich, in einem der vielen einheimischen Restaurants essen zu gehen. Eine Warnung möchte ich jedoch vorwegschicken. Seinen Sie vorsichtig mit jeder Art von roter Sauce. Es könnte Chili- oder Pfeffersauce sein, und die hat es wirklich mächtig in sich! Ich bin zwar scharfes Essen gewohnt, aber die karibische Pfeffersauce war mir in der Menge, die ich mir beim ersten Versuch in meinem jugendlichen Leichtsinn auf den Teller geschüttet hatte, um Klassen zu scharf.

Da in Trinidad & Tobago viele Einwanderer aus anderen Gebieten der Erde leben, vereinigt die einheimische Küche afrikanische, karibische, indische und viele weitere Einflüsse auf schmackhafte Weise miteinander. In diesem Kapitel stelle ich Ihnen einige ausgesuchte Speisen und Getränke vor.

Dhal

Von den Indern nach Trinidad & Tobago gebracht, gehören rote Linsen heute zum festen Bestandteil der Landesküche. Dhal ist eine indische Suppe aus roten Linsen, die mal mild und mal scharf gewürzt serviert wird. Gelegentlich wird Dhal auch als eher breiiges Gericht gereicht.

Pelau

Ursprünglich aus Spanien stammend, wird Pelau auch mit Begeisterung in der Karibik zubereitet. Es handelt sich hierbei um eine Reispfanne mit Erbsen und verschiedenen Fleischsorten.

Pumpkin Soup with Ginger

Gelb, leicht scharf und für den deutschen Gaumen recht exotisch ist die Kürbissuppe mit Ingwer. Wer den Geschmack von frischem Ingwer (Ginger) nicht mag, sollte diese Suppe lieber nicht essen, da vergleichsweise große Mengen der aromatischen Wurzel beim Kochen verwendet werden.

Callalloo

Aus den Blättern der mit dem Spinat geschmacklich verwandten Dasheen-Pflanze, Callalloo genannt, wird in Trinidad & Tobago eine ganz besondere karibische Spezialität gekocht. Callalloo wird meist zu einer Suppe oder zu einem sämigen Brei verarbeitet. Die Dasheen-Pflanze stammt ursprünglich aus Afrika.

Buljohl

Ein typisch karibischer Salat, den man meist mit Brot isst, heißt Buljohl. Er wird aus Avocados, gekochtem Salzfisch (Saltfish), Zwiebeln, Tomaten und Öl zubereitet.

Roti

Überaus lecker sind Roti, ein aus Indien stammendes Fladenbrotgericht. Dhalpurri, ein sehr flaches Brot, wird auf einer heißen Eisenplatte ausgebacken. Zwei Dhalpurris werden mit gemahlenen Erbsen und/oder Kokosraspeln bestreut und aufeinander gelegt. Anschließend wird das flache Fladenbrot beispielsweise mit Kichererbsen und Kürbis oder mit einem Hühnercurry gefüllt. Rotis sind mild oder scharf erhältlich, sie sind stark sättigend und für wenig Geld vielerorts zu haben. Sie "unfallfrei" ohne Messer und Gabel zu essen, ist eine hohe Kunst. Meine T-Shirts trugen nach dem Essen oft "Roti-Male", wenn ich diese schwer zu bändigende Köstlichkeit "auf der Hand" gegessen habe ...

Doubles

Hinter diesem Namen verbergen sich kleine Teigtaschen, die man mit Fisch, Gemüsecurry oder Fleisch füllt. Sie sind somit auch vegetarisch erhältlich.

Bake

Wer wie die Einheimischen frühstücken möchte, der geht am besten in eine Bäckerei und bestellt sich Bake, also ein einheimisches Gebäck, mit einer Füllung nach seinem Geschmack. Zur Auswahl stehen meist beispielsweise Salzfisch (Bake and Saltfish), Käse (Bake and Cheese), Hai (Bake and Shark) oder sogar Soja (Bake and Soya). Dieses herzhafte Gericht kostet wenig und macht stundenlang satt.

Bread fruit salad

Hinsichtlich ihrer Konsistenz erinnern Brotfrüchte (Bread fruit) an mehlige Kartoffeln, ihr Geschmack ist jedoch etwas süßer. In Trinidad & Tobago verarbeitet man Brotfrüchte unter anderem zu einem Salat, der zwar dem in Europa üblichen Kartoffelsalat ähnelt, aber eigentlich doch ganz anders ist. Probieren Sie ihn, wenn man Ihnen diesen einheimischen Salat anbietet.

Benay Balls

Aus Zucker, Sesam und Melasse stellt man in der Karibik Benay Balls her. Die kleinen harten Kugeln sind dunkelbraun, süß und überaus lecker.

Banana bread

In den meisten Hotels wird zum Frühstück unter anderem das dunkelbraune, schwere Bananenbrot gereicht, das pur sehr köstlich ist. Aber auch mit Konfitüre, Butter oder Honig schmeckt es bestens.

Fresh fruit

Dank des tropischen Klimas wachsen in Trinidad & Tobago viele exotische Früchte, die man in Europa nur zu hohen Preisen im Supermarkt oder Feinkostgeschäft erstehen kann. Sie sollten auf alle Fälle einen frisch zubereiteten Obstsalat probieren. In vielen Hotels wird zum Frühstück frisches Obst serviert, aber auch Selbstversorger können auf den Inseln in Obstläden oder Supermärkten vitaminreiche Früchte einkaufen. Die Papayas, Ananas, Mangos, Pampelmusen, Bananen, Kokosnüsse und Melonen schmecken erheblich aromatischer als das Obst, das in Mitteleuropa verkauft wird.

Seamoss

Hierbei handelt es sich um ein Milchgetränk, das ausgesprochen gesund und bekömmlich ist. Es wird hergestellt, indem ein algenähnliches Gewächs aus dem Meer eingeweicht, gekocht und ausgepresst wird. Zurück bleibt eine geleeartige Substanz, die mit Milch, Zucker und Gewürzen wie Muskat sowie fein zerstoßenem Eis vermischt wird. Dieser Milchshake ist vor allem auf Trinidad erhältlich.

Rum

Neben all den Köstlichkeiten sollte man natürlich den Rum nicht vergessen. Er ist in weiß und braun erhältlich und zudem weitaus preisgünstiger als in Deutschland. In Mixgetränken kommt er auf den Inseln nicht gerade sparsam zum Einsatz. Ein Rumpunsch kann einen deshalb ziemlich niederstrecken, wenn man sonst selten Alkohol trinkt.

 
                 

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