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Lulopflaume (Lulo, Solanum quitoense)
In Südamerika wird die Lulo bzw. Lulopflaume wegen ihrer Früchte kultiviert. Die Pflanze gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse und sie ist immergrün. Es kommen Exemplare mit und ohne Stacheln am Stamm vor. Direkt am Stamm wachsen die Früchte, sie sind zwischen vier und sechs Zentimeter groß und tragen klebrige Haare. In Südamerika wird die Pflanze auch als Naranjilla bezeichnet. Auf Trinidad stand die Pflanze an einem schattigen, feuchten Ort im Wald. Auffälligstes Merkmal waren die Stacheln auf den Blättern sowie die dunkelrot bis violett gefärbten Nerven. (Foto:
Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)
Madar (Crown Flower, Calotropis gigantea)
Diese ursprünglich aus Indien stammende Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von
bis zu drei Metern. Madar hat mittelgrüne Blätter und hübsche, zartviolette
Blüten, die sternförmig sind. Madarsträucher benötigen tropisches
Klima, um gedeihen zu können, zudem mögen sie keine zu feuchten Standorte.
In der asiatischen Volksmedizin findet die Wurzelrinde Verwendung, auch in der Homöopathie
kommt sie zum Einsatz. Man schreibt ihr zu, dass sie regulierend auf das
Sättigungszentrum im Gehirn wirken und die Esslust verringern soll. Deshalb wird sie
als Unterstützung bei Diäten zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Der Monarchfalter,
eine in Amerika vorkommende Schmetterlingsart, weiß die Vorzüge der Pflanze
ebenfalls zu schätzen. Seine Raupen ernähren sich von den saftigen Blättern,
die ausgewachsenen Falter trinken den Nektar der schönen Blüten. Diese
Pflanzenart wird im Englischen auch Giant Milkweed oder
Indian Milkweed genannt. (Fotos: Bon Accord Village, Tobago; 2004)
Malvaviscus penduliflorus
In vielen Teilen der Welt ist diese schöne Pflanzenart ein beliebtes Ziergewächs. Auf den ersten Blick werden die Pflanzen häufig mit Hibiskusgewächsen verwechselt. Aber sie sind von diesen Pflanzen an ihren fünfgeteilten Früchten zu unterscheiden. Die Blüten von Malvaviscus penduliflorus sind leuchtend rot gefärbt und über fünf Zentimeter groß. Das tropische Amerika und die Karibik sind die natürliche Heimat dieser Spezies, die oft an schattigen Plätzen zu finden ist. (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)
Mimose (Sensitive Plant, Mimosa pudica)
Auf Grasland sowie am Rand von Wiesen ist die Mimose eine der häufigsten
Pflanzen. Ihre Blätter sind gegenständig an den kleinen Ästchen angeordnet und
klappen bei einer Berührung sofort zusammen. Mit diesem Abwehrmechanismus schützt
sich die Mimose vor Fressfeinden. Landet beispielsweise ein hungriges Insekt auf den
Blättern, das sich an dem Grün laben will, verliert es den Halt und fällt herunter, sobald sich die Pflanzenteile
unter seinen Füßen bewegen. Mimosen sind sowohl auf Trinidad als auch auf Tobago
anzutreffen, die Pflanzen sind durchschnittlich einen Meter hoch. Zart rosa sind die Blüten
der Mimose gefärbt. (Foto: Bon Accord Swamps, Tobago; 2004)
Unbestimmte Mimosenart (Mimosa sp.)
Auf dem nährstoffreichen Untergrund direkt am Asphaltsee im Süden Trinidads wachsen
dichte Gebüsche dieser Mimosenart. Die einzelnen Pflanzen stehen so nahe beieinander,
dass sie ein undurchdringliches Dickicht bilden. Ihre Wuchshöhe betrug in etwa einen
Meter, die Blüten waren zartrosa. Ob es sich um Mimosa pudica handelt, ist mir nicht
bekannt. (Fotos: Pitch Lake, La Brea, Trinidad; 2004)
Orchideen (Orchids)
Vielerorts auf Trinidad und Tobago werden Orchideen kultiviert. Diese "Königinnen
der Blühpflanzen" brauchen feuchte Wärme und fast alle relativ viel Sonne sowie
eine hohe Luftfeuchtigkeit, um gedeihen zu können. Auch in freier Natur wachsen auf
den Inseln Orchideen, die im üppigen Grün jedoch für den Laien nur schwer
ausfindig zu machen sind. Auf dem Gelände des Rex Turtle Beach Hotels gab es
während meiner ersten Tobago-Reise einen Orchideengarten mit etlichen unterschiedlichen
Arten, die um die Wette zu blühen schienen. Ob dieser Orchiedeengarten nach wie
vor existiert, weiß ich leider nicht. (Foto: Black Rock, Tobago; 1999)
Orchidee aus der Gattung Dendrobium
Diese Orchidee aus der Gattung Dendrobium wuchs auf dem Stamm eines vor langer Zeit umgestürzten Baumes. Typisch für Orchideen ist das verzweigte
Wurzelwerk dieser epiphytischen Pflanze, die an einem sehr sonnigen Standort lebte. Eine Blüte habe ich leider nicht gesehen. (Foto: Botanical Garden,
Scarborough, Tobago; 2004)
Orleansbaum (Annatto, Bixa orellana)
Im karibischen Raum sowie im tropischen Amerika findet der Orleansbaum ideale klimatische
Bedingungen. Als Zierpflanze wird diese Pflanzenart, die eine Wuchshöhe von bis zu zehn
Metern erreicht, gern in Gärten angeplanzt. Mancherorts wird der Orleansbaum als
Nutzpflanze angebaut. Die rechts gezeigten Samen enthalten die Farbstoffe Bixin und
Norbixin. Er findet zum Färben von Speisen, Kosmetika und Textilien Vewendung. Früher
wurden die Samenkörner von den Einheimischen als Lippenstift aus der Natur verwendet.
(Foto: Black Rock, Tobago; 1999)
Palmen (Palms)
Palmen bestimmen im Küstenbereich das Bild beider Inseln, aber auch anderenorts
sind sie anzutreffen. Neben den vielen
Kokospalmen (Coconut, Cocos nucifera)
gibt es noch einige weitere Arten. Wer einen ruhigen Platz zum Ausruhen im Schatten sucht,
sollte unbedingt darauf achten, sich nicht unter einer Kokospalme niederzulassen.
Herab fallende Nüsse können einen Menschen töten, wenn sie ihn am Kopf
treffen. Genießen Sie den Anblick sich sanft im Wind wiegender Palmwedel daher lieber
aus sicherer Entfernung. Die Abbildung unten zeigt eine
Talipotpalme
(Talipot Palm, Corypha umbraculifera), die ich von oben fotografiert
habe. (Fotos: Black Rock, Tobago; 1999)
Papageien-Helikonie (Parakeet Heliconia, Heliconia psittacorum)
In Regenwäldern, an Flussläufen, in Parks und in manchen Gärten (als Zierpflanze)
ist die Papageien-Helikonie zu finden. Diese Helikonienart ist sehr attraktiv, sie wird
zwischen 0,5 und 1,5 Meter groß. Die grünen Blätter erreichen eine Länge
von bis zu einem Meter, ihre Breite beträgt maximal 20 Zentimeter. Am Ende eines langen
Stängels sitzen die Blütenstände. Röhrenförmig sind die einzelnen
Blüten, sie sind orange gefärbt und tragen am oberen Ende einen dunklen bis violetten
Bereich. Zwei längliche, spitz zulaufende orange-rote Tragblätter umgeben die
Blüten. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser auf Trinidad und Tobago eingeführten
Pflanzenart liegt in Guayana und Brasilien. (Foto: Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary,
Tobago; 2004)
Papayabaum (Papapya Tree, Carica papaya)
Eine der köstlichsten Tropenfruchtsorten liefert der Papayabaum. Die Blüten sind
im Durchmesser drei bis vier Zentimeter groß und gelblich beziehungsweise weiß
gefärbt. Sie befinden sich direkt am Stamm zwischen den Blattstielen, aus befruchteten
Blüten bilden sich bis zu 20 Zentimeter lange Früchte, die zunächst grün
sind und später eine gelbe oder orange Färbung annehmen. Papayabäume
können bis zu zwei Meter groß werden. (Foto: Bon Accord Village, Tobago; 2004)
Pentas (Star Flower, Pentas lanceolata)
Mit ihren leuchtend dunkelrosa gefärbten Blüten, die in einem starken Kontrast
zu den dunkelgrünen Blättern standen, fiel diese Pflanzenart schon von weitem
betrachtet auf. Ihre Wuchshöhe betrug in etwa 30 Zentimeter und ihr Standort war recht
feucht. Sonne hatte sie nur stundenweise, meist fielen die Schatten großer Nebelwaldbäume auf sie. In Deutschland und in vielen anderen Ländern ist die Pentas eine beliebte Zierpflanze. Ursprünglich stammt Pentas lanceolata aus dem tropischen Afrika und Arabien. (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)
Pfauenstrauch (Pride of Barbados, Caesalpinia pulcherrima)
An vielen Stellen auf Trinidad und Tobago gedeiht der wunderschön blühende
Pfauenstrauch, den ich in zwei unterschiedlichen Farbvarietäten fotografieren konnte.
Die ursprüngliche Heimat dieser bis zu zwei Meter hohen Sträucher
ist tatsächlich die Karibik. Man nennt den Pfauenstrauch auch Stolz
von Barbados. Letztere ist eine Nachbarinsel von Tobago. (Fotos: Black Rock, Tobago; 1999)
Pomarosa (Pomerac, Syzygium malaccensis)
Auf Trinidad und Tobago wächst vielerorts ein Baum, der den Namen Pomarosa trägt.
Diese Baumart stammt ursprügnlich aus Südostasien, aufgrund ihrer schmackhaften
Früchte wurde sie in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt eingeführt. Bis zu acht Meter
können diese Bäume groß werden. Ihre Blüten sind weiß oder
leuchtend rosa gefärbt und aus zahlreichen filigranen, mehrere Zentimeter langen
Blättern zusammengesetzt. Während der Hauptblütezeit sieht man unter den
Bäumen oft einen regelrechten Teppich dieser herab gefallenen Blütenblätter,
siehe Foto ganz rechts. Die Früchte sind glockenförmig und rot gefärbt, aus
ihnen wird unter anderem Sirup hergestellt. Diese Pflanzenart wird im Englischen auch
"Mountain Apple" genannt. (Fotos: Asa
Wright Nature Center, Trinidad; 2004)
Puderquastenstrauch (Pink Powderpuff, Calliandra brevipes)
Mächtige Exemplare des Puderquastenstrauchs, die etliche Meter im Durchmesser groß
werden können, finden sich auf Trinidad und Tobago vielerorts. Sie standen während
meiner beiden Aufenthalte auf den Inseln, also sowohl im Juni als auch
im November, in voller Blüte. Zwischen den rosa gefärbten, fiedrigen Blüten
schwirrten viele Kolibris umher, die dort Nektar tankten. An der Anordnung der Blätter
an den Zweigen und an der Blütenform lässt sich leicht erkennen, dass es sich
um eine Pflanzenart aus der Familie der Mimosengewächse handelt. (Foto links: Black
Rock, Tobago; 1999, Foto rechts: Bon Accord Swamps, Tobago; 2004)
Unbestimmter Puderquastenstrauch, (Powderpuff, Calliandra sp.)
Eine weitere Calliandra-Art kommt neben der oben erwähnten auf Trinidad und Tobago vor. Diese
Sträucher waren mehrere Meter hoch und trugen leuchtend Blüten. Um welche
Calliandra-Art es sich bei dem in diesem Absatz gezeigten Strauch handelt, weiß ich leider
nicht. Es könnte Calliandra inaequilatera sein, aber auch Calliandra selloi
wäre denkbar. (Fotos: Asa Wright Nature Center,
Trinidad; 2004)
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