Trinidad & TobagoInsekten
 

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          Schmetterling Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den Insekten, die auf Trinidad und Tobago vorkommen. Es gibt aufgrund der ganzjährig feuchtwarmen klimatischen Bedingungen ständig Nahrung für die vielbeinigen oder geflügelten Tiere, so dass sie teils eine stattliche Körpergröße aufweisen, wie zum Beispiel der weiter unten beschriebene Harlekinbock. Die auf dieser Seite benutzten Namen basieren auf einer Bestimmung der Arten anhand von Fachliteratur, mittels internationaler Websites beziehungsweise mit der freundlichen Unterstützung von Experten. Irrtümer sind dabei freilich nicht ausgeschlossen.

Einige Arten konnte ich bislang nicht bestimmen, vielleicht können Sie mir ja bei der Benennung helfen? Über eine E-Mail würde ich mich sehr freuen! Am Ende der Kurzbeschreibungen finden Sie jeweils in Klammern einen Vermerk darüber, wann und wo die entsprechenden Fotos angefertigt wurden.

Fangschrecke (Mantis)

Fangschrecke Das Foto rechts zeigt eine etwa zehn Zentimeter lange Fangschrecke, vermutlich eine Gottesanbeterin (Praying Mantis, Mantis Religiosa). Auf Trinidad und Tobago lauern diese Insekten im dichten Blattwerk regungslos auf Beute. Läuft ihnen ein unvorsichtiges Tier vor die Fangarme, schnellen diese blitzartig nach vorn und packen zu. Was eine Fangschrecke einmal festhält, kann ihr normalerweise nicht mehr entkommen. Das nebenstehend gezeigte Tier lauerte an der Decke der Strandbar des Rex Turtle Beach Hotels auf Beute. Diese Fangschrecke saß lange Zeit bewegungslos da und trotzte der Schwerkraft. Es war ein faszinierender Anblick, der jedoch manche Urlaubsgäste zur panikartigen Flucht aus dem Pavillon veranlasste. Bedauerlicherweise überkommt viele Zeitgenossen purer Ekel beim Anblick großer Insekten. Eigentlich sollte ihnen eine Fangschrecke aber eher sympathisch sein, ernähren sich diese Tiere doch von kleineren und oftmals lästigen Insekten. (Foto: Black Rock, Tobago; 1999)

Grashüpfer (Grasshopper)

Grashüpfer Etwa vier Zentimeter lang war das rechts gezeigte Tier, das ich für einen Grashüpfer oder ein Heupferd halte. Leider weiß ich nicht, um welche Art es sich handelt. Auf Trinidad und Tobago habe ich mehrere Individuen dieser Insektenart gesehen. (Foto: Bon Accord Village, Tobago; 2004)

 

Kakerlake (Cockroach)

Kakerlake Sie haben einen schlechten Ruf und gelten gemeinhin als Ekeltiere: die Kakerlaken. Diese in aller Welt, also auch auf Trinidad und Tobago beheimateten Käfer kommen nach Einbruch der Dunkelheit in Scharen aus ihren Verstecken hervor und krabbeln geschäftig über den Boden oder fliegen durch die Nacht. Sehr zum Leidwesen der Einheimischen sowie der Urlauber halten sich Kakerlaken keineswegs nur in der freien Natur auf. Manchmal durchstreifen sie bei ihrer nächtlichen Suche nach Nahrung auch Hotelzimmer, wo man sie bevorzugt im Badezimmer und in der Nähe von Lebensmitteln antrifft. Allerdings kommt es immer auf die Hygienemaßnahmen des entsprechenden Hotels an, wie viele Kakerlaken sich dort aufhalten. In den meisten Fällen geht das Personal mit Gift gegen die Krabbeltiere vor, allerdings lässt es sich nicht ganz vermeiden, dass sich hin und wieder eine Kakerlake in ein Hotelzimmer verirrt. Das in diesem Absatz gezeigte Tier lief auf dem Balkon des Hotelzimmers im Rex Turtle Beach herum. Mein Reisebegleiter fing es heldenhaft mit dem Zahnputzglas ein, um es fotografieren zu können. Der Rumpf dieser Kakerlake war etwa zweieinhalb Zentimeter groß. (Foto: Black Rock, Tobago; 1999, © Uwe Post)

Harlekinbock (Harlequin Beetle, Acrocinus longimanus)

Harlekinbock Harlekinbock Zu den wohl bemerkenswertesten Erscheinungen der Tierwelt Trinidads gehört der Harlekinbock; ob diese Käferart auch auf Tobago vorkommt, weiß ich leider nicht. Der Harlekinbock gehört zur Familie der Bockkäfer, die man an ihrem schmalen Körperbau erkennen kann. Er ist der größte Vertreter seiner Familie und bringt es auf eine Rumpflänge von etwa zwölf Zentimetern. Das rechts gezeigte Tier war in etwa so groß, die langen Beine und Fühler nicht mitgerechnet! Auf einer Website namens "Butterfly and Insect Museum" steht geschrieben, dass der Harlekinbock der Käfer mit den längsten Vorderbeinen der Welt ist. Angesichts der unglaublich langen Beine, die diese Spezies hat, halte ich dies durchaus für möglich. Nicht zuletzt aufgrund ihrer langen Vorderbeine wird diese Käferart in manchen Büchern auch als Langarmbock bezeichnet. Mit den kräftigen, langen Vorderbeinen können Harlekinböcke bestens durch das Geäst des Waldes klettern. (Fotos: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Horned Passalus (Odontotaenius disjunctus)

Odontotaenius disjunctus Zu den wichtigsten tierischen Verarbeitern abgestorbener Bäume gehören auf Trinidad und Tobago einige Käfer, unter ihnen auch Odontotaenius disjunctus. Diese Käferart, deren deutschen Namen ich leider nicht kenne, erreicht eine Körpergröße von etwa vier Zentimetern. Die Tiere sind glänzend schwarz gefärbt und tragen deutlich sichtbare Rillen auf ihren Flügeln, der Brustpanzer ist glatt. An den Beinen sowie an den Körperkonturen tragen sie einen sehr feinen, goldenen Flaum, der jedoch nur aus nächster Nähe zu erkennen ist. Auf dem Kopf befindet sich ein kleines, schwarzes Horn. In kleinen Gruppen leben diese sozialen Käfer in zerfallendem Holz, das sie zerkauen und wieder ausscheiden, nachdem es den Verdauungstrakt passiert hat. Nährstoffe können sie dem Holz nicht entziehen. Dennoch ist es für sie wichtig, es zu zerkauen, denn auf den Kothäufchen der Käfer gedeiht ein Pilz, der den Tieren als Nahrung dient. Obwohl sie groß sind und so manchem Menschen allein schon dadurch Angst einjagen, ist diese unbegründet. Die Käfer sind ungiftig, beißen den Menschen nicht und gehören in der Natur zu den nützlichsten Tieren. Im Englischen werden sie auch Patent-leather Beetles genannt, die Einheimischen auf Trinidad und Tobago nennen sie Bess Beetles. (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Grabwespe (Digger Wasp, Sphex rufocinctus)

Schlupfwespe? Grabwespen kommen in vielen Teilen der Welt vor. Auf Tobago habe ich das rechts gezeigte Exemplar der Art Sphex rufocinctusbeobachtet, deren exakten deutschen Namen ich leider nicht kenne. Die Brutpflege dieser Tiere ist aus menschlicher Sicht regelrecht gruselig. Zunächst graben die Weibchen mit ihren Beinen ein bis zu zehn Zentimeter langes Loch in den Boden. Dann fangen sie einige Beutetiere, also kleine Insekten wie Grashüpfer und Spinnen, und betäuben diese mit ihrem Gift, das auf das Nervensystem der Opfer wirkt. Die bewegungsunfähigen, noch lebendigen Opfer werden vom Weibchen in das zuvor gegrabene Loch gelegt. Nachdem genügend gelähmte Insekten in dem Loch eingelagert wurden, legt das Weibchen ein Ei auf das letzte Opfer und verschließt dann die Brutkammer. Wenig später schlüpft der Nachwuchs und ernährt sich im Larvenstadium von den von der Mutter gefangenen Insekten. Sphex ruficincus ist etwa 1,5 Zentimeter lang und überwiegend schwarz mit einigen rötlichen Bereichen, zum Beispiel an den Fühlern, gefärbt. (Foto: Main Ridge Rainforest Reserve, Tobago; 1999, © Uwe Post)

Wespen (Wasps)

Wespen Wespen Zu den häufigsten Fluginsekten Trinidads und Tobagos gehören Wespen. Sie kommen in verschiedenen Arten vor. Leider ist es mir bisher nicht gelungen, die beiden rechts gezeigten Arten zu bestimmen. Das linke Nest befand sich an einem Haus, das rechte in einem waldigen Gebiet in der Nähe von Gärten. (Foto links: Arima, Trinidad; Foto rechts: Bon Accord Village, Tobago; beide 2004)

Blattschneiderameise (Leaf-cutting Ant)

Blattschneiderameise Auf Trinidad und Tobago hat man bei Spaziergängen durch die Natur zuweilen den Eindruck, kleine Blattstücke oder Blüten hätten Beine bekommen und würden - meist in langen Reihen - über den Boden marschieren. Schaut man genauer hin, dann entdeckt man unter den Pflanzenteilen zwischen zehn und 15 Millimeter große Ameisen, die mit ihrer Fracht in Richtung Nest wandern. Es handelt sich bei diesen rotbraunen oder hellbraunen Insekten um sogenannte Blattschneiderameisen, die in den Tropen vielerorts heimisch sind. Mindestens zwei verschiedene Arten dieser fleißigen Krabbeltiere kommen auf Trinidad und Tobago vor, haben meine Recherchen ergeben: Acromyrmex octospinosus und Atta cephalotes. Welche der beiden in der nebenstehenden Abbildung beim Tragen einer kleinen Blüte zu sehen ist, ist mir leider nicht bekannt. (Foto: Scarborough, Tobago; 2004)

Termiten (Termites)

Termiten Termiten Die üppige Vegetation Trinidads und Tobagos bietet vielen Tieren Nahrung im Überfluss. Unter den Nutznießern des reichhaltigen Pflanzenlebens sind auch die Termiten, die auf beiden Inseln beheimatet sind. Ihr Körperbau erinnert ein wenig an Ameisen, und umgangssprachlich werden sie auch oft "weiße Ameisen" genannt. Da sie mit den Ameisen in Wahrheit jedoch nicht verwandt sind, ist diese Bezeichnung stark irreführend. Termiten sind etwa einen Zentimeter groß und sie leben meist im Verborgenen. Ihre Wanderwege liegen normalerweise unter einer Blätterschicht oder gar unter dem Erdreich verborgen. Mitunter wird eine solche "Termiten-Landstraße" jedoch zum Beispiel durch starken Regen freigelegt, so dass man die kleinen Insekten, die Holz fressen und mit Hilfe von Bakterien daraus Nährstoffe beziehen, bestens beobachten kann. Termiten bauen teils beeindruckend große Nester, siehe rechtes Foto. (Foto links: Main Ridge Rainforest Reserve, Tobago; Foto rechts: Asa Wright Nature Center, Trinidad; beide 2004)

Falter und Schmetterlinge (Butterflies)

Schmetterlinge Die Fülle der verschiedenen Schmetterlingsarten auf Trinidad und Tobago ist enorm. Insgesamt kommen auf beiden Inseln 617 unterschiedliche Arten vor. Leider kenne ich mich mit dieser Tiergruppe nicht aus, weshalb ich die hier gezeigten Arten bisher allesamt nicht bestimmen konnte. Die beiden rechts gezeigten Tiere hielten sich im Bergnebelwald auf. Ihre Flügel waren jeweils etwa 1,5 Zentimeter groß. (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Tagaktive Arten:
 
Schmetterling    Schmetterling    Schmetterling
(Fotos links und Mitte: Bon Accord Swamps, Tobago; Foto rechts: Asa Wright Nature Center, Trinidad; alle 2004)

Schmetterling      Anartia amather
(Fotos links: Main Ridge Rainforest Reserve, Tobago; Foto rechts: Anartia amather, Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary, Tobago; beide 1999)

Nachtaktive Arten:
 
Falter    Falter    Falter
(Fotos: Asa Wright Nature Center, Trinidad; alle 2004)

Libellen (Dragonflies)

Libelle Libelle Die nebenstehend gezeigte Libellenart ist etwa drei Zentimeter lang. Die Flügel sind durchscheinend und weisen schwarze Bereiche auf, der Rumpf ist ebenfalls schwarz gefärbt und mit bräunlichen Bereichen durchsetzt. Diese Libellenart, deren Name mir leider nicht bekannt ist, habe ich über einer überfluteten Wiese sehr häufig gesehen. (Fotos: Bon Accord Swamps, Tobago; 2004)

Libelle Leuchtend grün beziehungsweise grün-schwarz gestreift ist diese sehr schmale Libellenart gefärbt. Die Tiere sind etwa zweieinhalb bis drei Zentimeter groß. In der Nähe überfluteter Weideflächen sah ich hin und wieder einige wenige Exemplare dieser Libellenart, deren Flügel überwiegend durchscheinend sind. (Foto: Bon Accord Swamps, Tobago; 2004)

Libelle Etwa fünf Zentimeter lang ist der Rumpf der rechts gezeigten Libellenart. Diese Tiere waren vergleichsweise häufig in der Nähe der Sümpfe und Mangroven anzutreffen. Ihr Körper ist teilweise dunkelrot und stellenweise schwarz gefärbt, die durchscheinenden Flügel tragen sehr kleine schwarze Bereiche. (Foto: Bon Accord Swamps, Tobago; 2004)

Spinnen (Spiders)

Bei den meisten Menschen sind Spinnen ausgesprochen unbeliebt, obwohl die achtbeinigen Tiere in der Natur einen festen Platz haben und ihre Aufgaben meisterlich erfüllen. Einige Spinnenarten bauen Netze, andere lauern in Verstecken reglos auf ihre Beute und wieder andere streifen nachts umher, um regelrecht auf die Jagd zu gehen. Manche Spinnenarten Trinidads sind giftig, ihr Biss kann vor allem für empfindliche Menschen oder Allergiker eine echte Gefahr darstellen. Allerdings sei erwähnt, dass man diesen Spinnen normalerweise nicht begegnet. Während meiner beiden Reisen nach Trinidad und Tobago habe ich kaum Spinnen beobachtet.

Spinne    Spinne    Spinne?
(Foto links: Little Tobago; Fotos Mitte und rechts: Asa Wright Nature Center, Trinidad; alle 2004)

Unbestimmte Tierart Nr. 1

Unbestimmte Tierart Nr. 1 Am Spülsaum des Sandstrandes lief dieses winzige Tier umher. Es war knapp einen Zentimeter groß und sein Körper war sandgrau gefärbt. Stellenweise war er leicht durchscheinend. (Foto: Pigeon Point, Tobago; 2004)

 
                 

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