Trinidad & TobagoAusflugstipps
 

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Unterwasserwelt und Riffbewohner: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 |
Land- und Wasservögel: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 und Teil 6 |
Pflanzen: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6 und Teil 7 |
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          Ausflugstipps

Kanone am Fort King George Die Republik Trinidad und Tobago ist ausgesprochen abwechslungsreich, die beiden Inseln bieten eine breite Palette von Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Tobago ist eher ruhig und hat die besser erschlossenen Korallenriffe, weshalb die kleine Insel vor allem von erholungssuchenden Urlaubern und Tauchtouristen bereist wird. Zumindest für die meisten Europäer ist Trinidad als Reiseziel eher unbekannt, die Insel findet sich in kaum einem Programm der großen Reiseveranstalter. So wundert es nicht, dass man dort vor allem amerikanischen Touristen begegnet, für die Trinidad ein vergleichsweise nahe gelegenes Tropenreiseziel mit immens vielen Möglichkeiten zur Naturbeobachtung ist. Da ich beide Inseln besucht habe, stelle ich in diesem Kapitel nicht nur Reisetipps für Tobago, sondern auch für das weniger populäre Trinidad vor. Viele weitere wertvolle Tipps finden Sie auf der englischsprachigen Webseite des Fremdenverkehrsbüros von Trinidad und Tobago. Beide Inseln bieten Unterkünfte für jeden Geldbeutel. Es gibt einerseits preisgünstige Ferienwohnungen oder Zimmer bei Einheimischen, aber auch etliche Mittelklassehotels. Fürstlich untergebracht ist man in einem der traumhaft gelegenen Luxushotels, die meist mit tropischen Gartenanlagen und exzellenter Küche aufwarten.

Scarborough, Tobago

Markt in Scarborough Typisch karibisches und für Tobagos Verhältnisse sogar recht hektisches Stadtleben können Sie in Scarborough, der Inselhauptstadt, erleben. In der Nähe der zentralen Bushaltestelle wird bis zum Mittag der Markt abgehalten, siehe Foto rechts. Schlendern Sie doch einmal zwischen den Ständen umher und kaufen Sie etwas von dem köstlichen Obst. Frische Tropenfrüchte sind dort gemessen an dem, was sie in Deutschland kosten, ziemlich günstig zu haben. (Foto rechts: © Uwe Post)

Musikhändler auf der Straße Auf dem Markt sowie in den umliegenden Geschäften begegnen Sie hautnah dem Lebensgefühl der Einheimischen: easy going - also bloß keine Hektik. Für uns teils eher rastlosen Mitteleuropäer grenzt es zuweilen an einen Kulturschock, wenn wir erleben, wie gemächlich der Lebensrhythmus auf Tobago verläuft. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit war mir das dort herrschende Tempo ausgesprochen sympathisch, schließlich war ich doch im Urlaub und konnte Stress dabei nicht gebrauchen. Ich bin dazu übergegangen, mich gar nicht weiter aufzuregen, wenn es beispielsweise an der Kasse in einem Geschäft wieder einmal etwas länger dauerte. Die Straßen sind im Stadtzentrum laut. Aus großen Lautsprechern dröhnt in Scarborough allerorten Musik, die man selbstverständlich kaufen kann. Mehr über die Stadt können Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts nachlesen. (Foto rechts: © Uwe Post)

Botanischer Garten Ebenfalls in Scarborough befindet sich das Fort King George, das man als geschichtlich interessierter Tourist auf alle Fälle besuchen sollte. Ebenfalls schön anzusehen ist der mitten in Scarborough gelegene Botanical Garden (Botanische Garten, siehe Foto rechts), der eine Oase der Ruhe mit viel Schatten ist. Ein Besuch dieser weitläufigen Parkanlage lohnt sich auch dann, wenn man in Scarborough beispielsweise ein wenig Zeit hat, bis der nächste Bus abfährt, der einen zum eigentlichen Ausflugsziel bringen soll.

Plymouth, Tobago

Kanonen im Fort James Der älteste Ort Tobagos befindet sich an der karibischen Küste. Im Jahre 1628 errichteten die Holländer dort die erste Siedlung. 140 Jahre später, also im Jahre 1768, erbauten die Engländer ganz in der Nähe das Fort James und gründeten die Ortschaft Plymouth. Vom Fort ist heute nur noch wenig erhalten, zu sehen sind beispielsweise noch die vier Kanonen, die nebeneinander stehen und aufs Meer weisen, siehe Foto rechts.

Mystery Tombstone Wenige Meter von der schönen Parkanlage entfernt, in der das Fort heute liegt, befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit des Ortes. Direkt neben dem Sportplatz liegt ein eingezäuntes Gelände, auf dem der Mystery Tombstone zu finden ist, siehe Foto rechts. Dieser Grabstein gibt seit jeher Rätsel auf, denn niemand hat bislang seine Inschrift deuten können. Sie lautet ins Deutsche übersetzt: "Sie war Mutter, ohne es zu wissen; sie war Ehefau, ohne dass sie es ihren Mann merken ließ, es sei denn, durch ihre Nachsicht ihm gegenüber - Betty Stiven 1783." Wer mag, kann bei einem Spaziergang an der herrlichen Bucht über diese seltsamen Worte nachdenken. Am Strand von Plymouth ist die Aussicht auf die Great Courland Bay wirklich atemberaubend schön, man sollte unbedingt etwas Zeit für eine kleine Wanderung einplanen.

Main Ridge Rain Forest Reserve, Tobago

Eine Vielzahl von Pflanzen, Tieren und Vögeln kann man sich im Regenwald-Schutzgebiet auf Tobago anschauen. Entweder unternimmt man einen Ausflug auf eigene Faust - die Reiseleiter der großen Agenturen helfen Ihnen gern bei der Planung -, oder man schließt sich einem Naturführer an. Der üppigen Flora Tobagos habe ich ein eigenes Kapitel gewidmet, das in Kürze online gehen wird.

Wer auf Tobago verweilt, sollte sich einen Spaziergang durch das verschwenderische Pflanzendickicht nicht entgehen lassen. Die Wanderwege werden von Angestellten des Nationalparks frei von Pflanzen gehalten. Da es sich um einen echten Regenwald handelt, muss man mit einer gelegentlich auftretenden, kräftigen natürlichen "Dusche" rechnen. Für den Fall der Fälle sollte man unempfindliches festes Schuhwerk tragen, denn der Waldboden ist nicht nur während der Regenzeit matschig. Am besten eignen sich Gummistiefel oder robuste Wanderschuhe, um dort spazieren zu gehen. Weitere Informationen zum Main Ridge Rain Forest Reserve finden Sie in dem entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Arnos Vale Hotel, Tobago: Vogelfütterung

Vogelfütterung Jeden Nachmittag pünktlich zur Tea Time geht das knallbunte Naturschauspiel los: Unzählige vergleichsweise zutrauliche Vögel laben sich an Obststücken, die ihnen vom Hotelpersonal in Näpfen vor der Terrasse serviert werden. Hotelgäste können bei einer Tasse Tee oder einem kühlen Glas Saft die Tropenvögel aus nächster Nähe bestaunen. Aber auch wer nicht im Arnos Vale Hotel wohnt, darf der Vogelfütterung zuschauen. Man bekommt dort Vogelarten zu Gesicht, die sich an anderen Orten meist im dichten Grün der Bäume und Sträucher verborgen halten und vor den Menschen flüchten.

Und wenn man eh vor Ort ist, sollte man sich in Ruhe das Hotel anschauen. Es ist eine der besten Adressen für Luxusurlaub auf Tobago und strahlt eine ungeheure Eleganz aus. Die Anlage schmiegt sich an einen Hang, der mit üppigem Wald bewachsen ist. Dort lässt es sich sicher herrlich entspannen, sofern man genug Geld für einen längeren Aufenthalt in diesem Hotel übrig hat.

Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary, Tobago

Rotschwanzguan Ebenfalls ein beliebter Anlaufplatz für Vogelfreunde ist das Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary. Dies ist ein privates Naturschutzgebiet, dessen Eingang ganz in der Nähe des Grafton Beach Hotels liegt. Auf dem kleinen Areal werden die Vögel mit Nektar und Obst zu festen Futterplätzen gelockt. Man hat an diesen Futterplätzen besonders gute Chancen, den scheuen Nationalvogel Tobagos, den Rotschwanzguan (siehe Foto rechts), aus der Nähe betrachten zu können. Allerdings sollte man keinesfalls vergessen, ein Mückenschutzmittel mitzubringen, da der Wald nicht nur die Heimat farbenprächtiger Vögel ist, sondern auch Heerscharen stechwütiger Moskitos beherbergt. Weitere Informationen zu diesem Ausflugsziel können Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts nachlesen.

Glasbodenbootsfahrt (vor allem Tobago)

Fächerkoralle am Buccoo Reef Ein ganz besonderes Erlebnis für die ganze Familie ist eine Fahrt mit einem Glasbodenboot. Auf Tobago starten solche Bootstouren meist morgens gegen zehn oder elf Uhr zum Beispiel am Pigeon Point, an der Store Bay und in Speyside. Die Kosten für solche ein bis zwei Stunden langen Ausflüge in das Reich der Korallen belaufen sich auf etwa 90 bis 100 TT$ pro Person (Stand November 2004). Für Nichtschwimmer und Menschen, die Angst vor dem Schwimmen im offenen Meer haben, ist ein solcher Ausflug eine wunderbare Möglichkeit, die karibische Unterwasserwelt kennen zu lernen. Vom Boot aus kann man bequem und ohne nass zu werden viele unterschiedliche Meereslebewesen bestaunen. Während der meisten Bootsfahrten hat man die Möglichkeit, von Bord zu gehen und die Korallen selbst zu erkunden. In aller Regel ist die Leihgebühr für eine Schnorchelausrüstung im Preis für den Bootsausflug inbegriffen, Handtücher sollte man aber selbst mitbringen. Die Abbildung in diesem Absatz zeigt eine Fächerkoralle am Buccoo Reef.

Pelican Island Wer zum Buccoo Reef fährt, hat meist die Möglichkeit im Nylon Pool baden zu gehen. Dies ist eine breite Sandbank, die ein ganzes Stück von der Küste entfernt ist. Das Wasser ist dort warm und nur maximal hüfttief. Der Legende nach bleibt man ewig jung, wenn man im Nylon Pool gebadet hat. Viele Bootstouren führen auch an einer winzigen, flachen Sandinsel vorbei, die den Namen Pelican Island trägt. Dort tummeln sich unzählige Seevögel wie Braunpelikane oder Aztekenmöwen, siehe Foto in diesem Absatz.

Ein Tipp zum Thema Fotografie: Schalten Sie unbedingt den Blitz Ihrer Kamera aus, wenn Sie durch das Glas eines Bootes fotografieren wollen, da Sie sonst später von den herrlichen Korallen und Fischen nichts auf dem Foto sehen werden. Die Scheiben reflektieren das Blitzlicht nämlich gnadenlos.

Pigeon Point, Tobago

Pigeon Point Sicher haben Sie es auch schon einmal gesehen, das Foto vom perfekten Traumstrand: Das Wasser ist türkis, ruhig und gesäumt von einem makellosen, strahlend weißen Strand. Im Hintergrund erheben sich Kokospalmen, und ein Steg führt ins Meer, auf dem eine strohgedeckte Hütte thront. Genau das ist der Landzipfel Pigeon Point. Dieses idyllische Fleckchen Erde sollte man als Tobago-Urlauber mindestens einmal gesehen haben. Weitere Informationen über diesen hübschen Küstenabschnitt finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Jemma's Sea View Kitchen, Speyside, Tobago

Jemma's Sea View Kitchen Speyside ist trotz der bei Touristen steigenden Beliebtheit ein kleines, eher verträumtes Fischerdorf geblieben. Echte Sehenswürdigkeiten hat der Ort zwar nicht zu bieten. Trotzdem ist er aufgrund eines sehr speziellen Restaurants ein beliebtes Ausflugsziel. Jemma's Sea View Kitchen ist ein Lokal, das in die Krone eines großen Baumes gebaut wurde, der direkt am Meer steht. Täglich werden zwei verschiedene Gerichte angeboten, von denen eines vegetarisch ist. Egal, wofür man sich entscheidet, schmackhaft ist es garantiert, denn das Jemma's-Team bereitet aus frischen Zutaten leckere einheimische Gerichte zu. Unter den Getränken ist der hausgemachte Fruit Punch sehr zu empfehlen, denn er ist sehr fruchtig und kaum süß.

Little Tobago

Blick auf Little Tobago und Goat Island Vor dem nordöstlichen Ende Tobagos befinden sich zwei Inseln: Goat Island (im Bild ganz links) und Little Tobago (im Bild hinter Goat liegend). Letztere gilt als Geheimtipp unter Naturliebhabern und Hobby-Vogelkundlern. In mehr oder minder großen Gruppen kann man dieses Eiland unter der Leitung eines ortskundigen Naturführers besuchen. Weitere Informationen zu diesem Ausflugsziel finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Wichtiger Hinweis: Für Menschen, die schlecht zu Fuß sind oder nur sehr wenig Kondition haben, ist dieser Ausflug nicht zu empfehlen. Ebenso wenig sollten gebrechliche Urlauber oder sehr kleine Kinder zu einer Little-Tobago-Tour aufbrechen. Sollten Sie Zweifel hegen, ob ein solcher Ausflug für Sie in Frage kommt, besprechen Sie dies am besten vor Ort mit Ihrer Reiseleitung oder einem der Naturführer.

Argyle Waterfall, Tobago

Argyle WaterfallIn der Nähe der Ortschaft Roxborough, die an der Atlantikküste Tobagos liegt, befindet sich ein herrliches Naturwunder: der Argyle Waterfall. Dort ergießt sich das Wasser - zumindest außerhalb der Trockenzeit - über mehrere Felsstufen in die Tiefe und sammelt sich in einem natürlichen Becken, in dem man sich nach der Wanderung zum Wasserfall herrlich abkühlen kann. Detaillierte Informationen zu diesem Ausflugsziel finden Sie im Argyle Waterfallentsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Pitch Lake, Trinidad

Pitch Lake Bodenschätze liegen normalerweise tief im Erdreich verborgen und sind daher unsichtbar. Anders verhält es sich mit dem Naturasphalt, der im Südwesten Trinidads zähflüssig aus der Erde blubbert. Der Pitch Lake (Asphaltsee) ist eine seltsame Laune der Natur, die in ähnlicher Form nur an sehr wenigen Stellen der Erde anzutreffen ist. Mehr über den Pitch Lake erfahren Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Caroni Swamps (Caroni-Sümpfe), Trinidad

Caroni Swamps Eine ausgedehnte Sumpflandschaft mit riesigen Mangroven erstreckt sich über die Küstenebene im westlichen Teil Trinidads. Nur wenige Autominuten von der Hauptstadt Port of Spain entfernt, kann man in den Caroni Swamps in eine völlig andere Welt eintauchen, während man mit einem der Ausflugsboote durch die Kanäle zwischen den Mangrovenwäldern schippert. Allabendlich findet dort ein farbenfrohes Spektakel statt: Unzählige Scharlachsichler, dies sind die Nationalvögel der Insel, sammeln sich zur gemeinsamen Nachtruhe in ihren Schlafbäumen. Mehr Informationen zu diesem artenreichen Naturschutzgebiet finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

Asa Wright Nature Center, Trinidad

Purpurnaschvogel-Weibchen Exotische, leuchtend bunte Vögel sowie eine überwältigende Pflanzenvielfalt und eine Prise touristischen Luxus hat das Asa Wright Nature Center zu bieten. Im Bergnebelwald der nördlichen Gebirgskette Trinidads gelegen, ist es vor allem für Vogelbeobachter der Anziehungspunkt schlechthin. Man kann auf der ehemaligen Plantage in geräumigen Bungalows (zu einem zugegebenermaßen recht stolzen Preis) übernachten oder dem Zentrum einen Tagesbesuch abstatten. Egal, wofür man sich entscheidet, die lange Anfahrt lohnt sich für Naturfreunde auf alle Fälle. In der nebenstehenden Abbildung ist ein weiblicher Purpurnaschvogel zu sehen, diese Vögel kann man am Asa Wright Nature Center sehr leicht beobachten. Eine detaillierte Beschreibung des Zentrums finden Sie im entsprechenden Kapitel dieses Reiseberichts.

 
                 

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