Trinidad und Tobago sind in aller Welt für ihre malerischen Strände und
Küstenabschnitte bekannt. In diesem Kapitel finden Sie Fotos der von mir besuchten
Küstenbereiche inklusive kurzer Beschreibungstexte. Auf Trinidad habe ich bisher leider
kaum Strände besucht, was ich aber bei einer zukünftigen Reise unbedingt nachholen
möchte. Viele verschiedene Küstenabschnitte der Insel Tobago habe ich nicht nur
zum Sonnenbaden besucht, sondern auch in Sachen Schnorcheln getestet. Die meisten eignen
sich eher weniger gut, Ausnahmen sind in diesem Kapitel vermerkt. (Foto rechts: Das südliche
Ende der Store Bay auf Tobago, siehe unten)
Beide Inseln beherbergen Küstenabschnitte, die am Atlantik liegen. Dort ist die Brandung
recht hoch, auch gefährliche Unterströmungen sind keine Seltenheit. Deshalb
ist das Baden im atlantischen Ozean meist lebensgefährlich. Erheblich sanfter geht es
an der Küste des karibischen Meeres zu. Es gibt dort deutlich weniger Unterströmungen, vor denen man sich
beim Baden fürchten muss. In der unmittelbaren Nähe der meisten Strände besteht
in diesem Punkt normalerweise keine Gefahr. Zu weit ins offene Meer hinaus schwimmen sollte
man allerdings auch an den karibischen Küsten nicht, denn an den Stränden gibt es
in aller Regel keine Bademeister, die als Retter in der Not für leichtsinnige Touristen bereitstehen.
(Foto rechts: Flussmündung an der Hillsborough Bay, Atlantikküste, Tobago)
Pigeon Point, Tobago
Wer kennt es nicht, das Foto von dem Traumstrand schlechthin: Ins türkisfarbene
Wasser führt ein Steg, auf dem eine mit Palmwedeln gedeckte Hütte steht.
Der Sand ist weiß und Palmen säumen diese Postkartenidylle. Genau das ist der
Landzipfel namens Pigeon Point, der sich im Südwesten Tobagos befindet. Man sagt diesem
Strand nach, er sei der schönste der gesamten Karibik, was durchaus stimmen könnte.
Mit Sicherheit gehört er zu den am häufigsten fotografierten Orten der Welt.
Der Pigeon Point befindet sich in Privatbesitz. Wer das Grundstück betreten möchte,
muss 18 TT$ (Stand Ende 2004) Eintrittsgeld entrichten. Auf dem Gelände gibt es
einige Bars, Imbissverkaufsstände, Andenkengeschäfte und Umkleidekabinen mit Duschen.
Am besten sollte man zeitig vor Ort sein, wenn man einen ganzen Tag am feinen Sandstrand
des Pigeon Point verbringen möchte und auf dabei eine abschließbare Umkleidekabine
angewiesen ist. Wer lediglich im Meer baden und die sanitären Anlagen sowie die
Infrastruktur des Pigeon Point nicht nutzen möchte, dem ist dies durchaus auch
kostenlos möglich. Weil auf Tobago niemand einen Strand besitzen kann, ist das Betreten
des sandigen Abschnittes am Pigeon Point jedem gewährt, niemand darf dafür eine
Eintrittsgebühr verlangen. Geht man durch das Wasser am Strand entlang und betritt
man das Privatgrundstück - also den hinteren Strandbereich und die Landfläche - nicht,
so darf einen niemand zur Kasse bitten.
Zum Schnorcheln eignet sich der flache Bereich rund um den Pigeon Point nur bedingt. Lediglich
einige wenige Fische schwimmen in den warmen Fluten umher. Allerdings ändert sich das Bild, je weiter man zur Riffkante
schwimmt, die sich etliche hundert Meter vom Pigeon Point entfernt befinden. Dort halten sich
viele farbenprächtige Fische auf. Wandert man am Strand entlang in Richtung Bon Accord
Lagoon, kann man in den abgelegeneren Bereichen des Pigeon Point Küstenvögel am
Strand beobachten, ich habe im Herbst 2004 unter anderem
Amerikanische
Sandregenpfeifer und Sanderlinge
gesehen (siehe Foto in diesem Absatz).
Panorama am Pigeon Point
Great Courland Bay zwischen Black Rock und Plymouth, Tobago
Eine der herrlichsten Badebuchten Tobagos ist die Great Courland Bay, die auch Turtle
Beach genannt wird, weil hier die großen
Lederschildkröten aus dem
Meer steigen und ihre Gelege im Sand vergraben. Die sanft gewundene Bucht ist etwa vier
Kilometer lang und meist vergleichsweise menschenleer. Nur direkt vor dem großen Hotel,
dem Rex Turtle Beach, liegen öfter einige Sonnenhungrige am Strand. Von Black Rock aus kann man
den herrlichen Sandstrand bis nach Plymouth
allerdings nur außerhalb der Regenzeit entlang wandern, weil der Courland River
während der feuchten Jahreszeit eine Barriere darstellt. Er mündet in der Nähe
von Plymouth in die Bucht.
Auf dem breiten Sandstreifen kann man herrlich entspannen und in der Sonne liegen, das Meer
ist in dieser Bucht normalerweise angenehm ruhig und lädt zum Baden ein. Am westlichen
Ende der Bucht in der Nähe der Ortschaft Black Rock liegt ein kleiner Naturswimmingpool
direkt am Strand, der von einer alten Riffplatte zum Meer hin abgeschirmt wird. In diesem kleinen
Pool baden oft Einheimische. Das Wasser ist darin sehr warm und flach, weshalb Nichtschwimmer
und kleine Kinder gefahrlos planschen können. Auch zum Schnorcheln eignet sich
der Naturpool, weil er viele Jungfische beherbergt, die man sonst nur selten im Meer
beobachten kann.
No Man's Land, Tobago
Echte Robinson-Gefühle kommen auf, wenn man den Landzipfel No Man's Land auf Tobago
besucht. Zu diesem herrlichen Fleckchen Erde gelangt man, wenn man von Buccoo aus zu Fuß
immer am Strand entlang geht. Aber auch mit dem Boot ist die kleine, unbewohnte
Landzunge zu erreichen. In Buccoo, Canaan, Bon Accord Village oder Crown Point findet sich immer
jemand, der wiederum jemanden kennt, der ein Boot besitzt und Touristen für ein paar
TT$ nach No Man's Land schippert. Man vereinbart mit diesem Bootsbesitzer dann auch gleich
eine Abholzeit, und schon hat man ein kleines Stück Paradies für sich.
Die kleine Landzunge ragt in westliche Richtung in die Bon
Accord Lagoon, die ein ruhiges Teilstück
der karibischen Küste Tobagos ist. Über dieser Lagune fliegen oft
Braunpelikane auf der
Suche nach Nahrung umher. Am feinen Sandstrand laufen auch gelegentlich kleine Küstenvögel
wie die Amerikanischen
Sandregenpfeifer herum. Am Horizont sieht man die Wellen gegen die Kante des
Buccoo Reef prallen, in Strandnähe sind die Wellen eher niedrig und
man kann ganz entspannt in dem teils recht flachen Wasser baden. Als Schnorchelrevier eignet
sich dieser Küstenabschnitt hingegen kaum, in dem türkisfarbenen, seichten Wasser
halten sich nur wenige Fische auf. Proviant muss man selbst mitbringen - und bitte
anschließend den Müll wieder mitnehmen, damit No Man's Land auch weiterhin
paradiesisch sauber bleibt!
Store Bay, Tobago
In unmittelbarer Nähe des internationalen Flughafens Crown Point liegt auf Tobago
eine kleine, aber feine Bucht namens Store Bay. Ein hübscher Sandstrand mit kristallklarem
Wasser, das nur wenig Wellengang aufweist, ist der ideale Ort zum Baden für Familien.
Am Rande des Strandabschnitts liegt die Store Bay Beach Facility, dort kann man gegen eine
kleine Gebühr Umkleidekabinen und Duschen nutzen, auch kann man dort Strandliegen
und Sonnenschirme mieten.
Viele Einheimische kommen zur Store Bay, nicht nur, weil sie sich dort entspannen wollen.
Kapitäne bieten Fahrten mit ihren Ausflugsfahrten zum Buccoo Reef mit ihren Glasbodenbooten
an, fliegende Händler verkaufen Muschelschmuck, Strandlaken und viele andere Dinge. Getränke
und Snacks kann man an der Store Bay ebenfalls kaufen. Zum Schnorcheln eignet sich die Bucht
übrigens weniger gut. Es gibt dort kaum Fische zu sehen, das gilt auch für die
Bereiche rund um die Felsen am südlichen Ende der Store Bay.
Parlatuvier Bay, Tobago
An der Nordküste der Insel Tobago liegt das verschlafene Dorf Parlatuvier. Es hat nur wenige
Einwohner und schmiegt sich an eine zauberhafte kleine Bucht, deren Durchmesser etwa 500
Meter beträgt. Eine schmale Landzunge ist ihr vorgelagert und schützt sie vor
allzu starkem Seegang, so dass das Wasser dort normalerweise recht ruhig ist.
Am goldgelben Sandstrand lässt es sich bestens aushalten, im Hintergrund erhebt sich die
Main Ridge, so dass das Hinterland teilweise steil ansteigt
und dicht bewaldet ist. Aus dem Regenwald fließen zwei kleine Flüsse in Richtung
Meer und münden in die Bucht: der Parlatuvier East und der Parlatuvier West River. In der
nebenstehenden Abbildung ist zu erkennen, dass die beiden Wasserläufe viele Schwebstoffe
mit sich geführt und ins Meer getragen haben, weil es an den Tagen zuvor stark geregnet
hat. Deshalb ist das Meer in der Parlatuvier Bay vor allem während der Regenzeit oft
etwas trüb. Zum Schnorcheln eignet sich die Bucht unter anderem aus diesem Grunde nicht,
aber zum Baden ist sie ideal.
Englishman's Bay, Tobago
Abgeschieden und einsam ist die Englishman's Bay, eine Bucht an der Nordseite der Insel
Tobago. Das karibische Meer ist hier intensiv türkis gefärbt, wenn man diesen
hübschen Ort nicht gerade während der Regenzeit aufsucht, denn dann befinden sich viele
Schwebteilchen im Wasser, die von den Flüssen aus dem Landesinnern ins Meer getragen
wurden. Der Strand ist breit und hohe Palmen spenden Schatten, so dass man es dort bestens
einige Stunden aushalten kann.
An einer winzigen Imbissbude kann man hausgemachte einheimische Speisen kaufen, Getränke
sind dort ebenfalls zu haben. Die Snacks kann man an einem der im Schatten aufgestellten Tische
essen und dabei den Blick auf die Bucht genießen. Einige Händler verkaufen außerdem
Schmuck und Souvenirs in der Nähe des Parkplatzes. Der Strand fällt etwas steiler
ins Meer ab als dies in den meisten anderen Buchten Tobagos der Fall ist, so dass
die Wellen in der Englishman's Bay etwas höher sind. Wer sich gern in kräftigere
Wogen stürzt, ist in dieser Bucht daher am richtigen Ort. Zum Schnorcheln eignet sich
der Küstenabschnitt nur bedingt. Lediglich in der Nähe der Felsen an den beiden
Enden des Strandes sind kleinere Ansammlungen von Fischen zu finden.
Bon Accord Lagoon, Tobago
Ein sehr interessanter, zum Baden jedoch völlig ungeeigneter Küstenabschnitt
Tobagos ist die Bon Accord Lagoon. Diese etwa fünf Kilometer große Lagune hat
keine verlockenden Sandstrände zu bieten. An ihrer Küstenlinie erstreckt sich ein
Mangrovengürtel, der leider nur noch an manchen Stellen völlig unberührt
und dicht ist. Aufgrund von Landerschließung und weiteren Bebauungsmaßnahmen
verschwinden immer mehr Mangroven, die ein einzigartiges Ökosystem sind, das für
die Meerestiere und Vögel von enormer Bedeutung ist.
Je nach Gezeitenstand befinden sich die Stelzwurzeln dieser salzresistenten Pflanzen mehr oder minder
tief im Meerwasser. Zwischen ihnen tummeln sich Jungfische, die in dem Wurzeldickicht viele
Versteckmöglichkeiten finden und so den Blicken hungriger Fressfeinde entgehen
können. Bei Niedrigwasser wimmelt es zwischen den Mangroven von Krabben, auch viele Vögel suchen
diesen Küstenabschnitt auf. Nur an sehr wenigen Stellen kann man zwischen den Mangroven
bis direkt ans Meer gelangen, in der Nähe der Siedlung Bon Accord Village finden sich
beispielsweise zwei Zugänge. Wer der Bon Accord Estate Road bis zum Ende folgt,
gelangt an einen kleinen Bootsanlegeplatz, der von Mangroven umgeben ist. Biegt man an der
letzten Möglichkeit links von der Bon Accord Estate Road ab und folgt dieser
Straße bis zum nächsten Richtungswechsel (sie biegt dann nach links ab),
liegt auf der rechten Seite eine Rasenfläche, die sich bis zum Meer erstreckt. Dort
entstand das in diesem Absatz gezeigte Foto.
La Vache Point, Trinidad
Die Nordküste Trinidads ist landschaftlich stellenweise sehr abwechslungsreich. Vor allem
rund um den Landzipfel La Vache Point bieten sich spektakuläre Aussichten auf kleine Buchten
und andere Landzungen, die mit dichter, üppiger Tropenvegetation bewachsen sind. Weiter
ostwärts werden die Buchten erheblich weitläufiger und es finden sich kaum noch
Landzungen, die ins Meer ragen. Dort herrschen dann breite, sanft gewundene Sandstrände mit
riesigen Palmen vor. Am La Vache Point jedoch hat man vom Aussichtspunkt neben der Hauptstraße
eine herrliche Aussicht auf die urtümliche Küstenlandschaft, siehe Foto unten rechts.
Als ich Trinidad besuchte, war das Wetter gerade sehr wechselhaft. Am Aussichtspunkt war es
trocken, aber einige hundert Meter weiter hing dichter Nebel in der Luft und noch ein Stück
weiter fiel Regen aus den tief hängenden Wolken. Das Panorama war dadurch umso fotogener,
wie ich finde. Das Foto rechts zeigt die Aussicht in Richtung Nordosten. Die erste Bucht
trägt den wohlklingenden Namen Batala Bay, dahinter schiebt sich die
Landzunge Morro Point ins Meer. Jenseits dieses Landzipfels erstreckt sich
eine bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebte Badebucht namens
Maracas Bay. Meist kann man dort gefahrlos baden. Ist aber die rote
Fahne gehisst, so herrschen heftige Unterströmungen und man sollte nicht ins
Wasser gehen.
Blanchisseuse Bay, Trinidad
Nördlich von Arima liegt ein hübsches, kleines Dort an der Küste, das den
französischen Namen Blanchisseuse trägt. Die Landschaft ist dort so herrlich, dass
viele Bewohner der großen Städte im nördlichen Inselteil in Blanchisseuse ein
Ferienhaus besitzen, in dem sie die Wochenenden und ihre Urlaube verbringen. Hinter der Küste
steigt das Terrain teilweise steil an, überall gedeihen prächtig blühende
Tropenpflanzen und riesige Bäume spenden Schatten. Dieser Küstenabschnitt wird
durch Felsen in mehrere kleine, einsame Buchten aufgeteilt. Baden kann man in diesen Buchten
normalerweise nicht, weil es praktisch immer starke Unterströmungen gibt. Dafür entschädigt
einen die Landschaft mit ihren grandiosen Anblicken.
Im östlichsten Teil des Dorfes Blanchisseuse mündet der Marianne River in einer
relativ großen Bucht mit einem breiten Sandstrand ins oft stark aufgewühlte Meer.
Salz- und Süßwasser mischen sich und verändern ständig das Aussehen des
Bodens. Bei Niedrigwasser trocknet die Sonne den klebrigen Sand und lässt darin Risse
entstehen, siehe mittleres Foto unter diesen Zeilen. Auf dem Foto rechts ist der Strand mit dem Fluss zu sehen.
Am Rande des Flusses halten sich gern Wasservögel auf, die nach Nahrung suchen.
Dort hat man beispielsweise gute Chancen, den stattlichen
Kanadareiher, siehe Foto
unten rechts, beobachten zu können.
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