Trinidad & TobagoPflanzen - Teil 1
 

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          Anthurium jenmanii

Anthurium jenmanii In den Tropen finden viele verschiedene so genannte Epiphyten, also Aufsitzerpflanzen, ideale Überlebensbedingungen vor. Diese Pflanzen klammern sich mit ihren Wurzeln auf anderen Pflanzen fest und können so näher am Sonnenlicht gedeihen, denn der Waldboden ist oft sehr schattig. Eine der stattlichsten Epiphyten ist Anthurium jenmanii, deren deutschen und englischen Namen ich leider nicht kenne. Die Blätter dieser Pflanzenart wachsen zu einer Art Trichter, allerdings weniger extrem als dies bei den Bromelien der Fall ist. Manche Blätter sind 25 Zentimeter breit und etwas mehr als einen Meter lang. Manche Exemplare von Anthurium jenmanii sah ich in einer Höhe von etwa zwei Metern über dem Erdboden an den Stämmen anderer Pflanzen wachsen. (Foto: Little Tobago; 2004)

Bambus (Bamboo)

Bambus Auf Trinidad und Tobago findet man an vielen Orten Bambus. Die Stämme dieser Pflanzenfamilie, die vor allem im asiatischen Raum heimisch ist, aber auch in anderen tropischen und sogar europäischen Gebieten vorkommt, erreichen beachtliche Längen von mehreren Meter. Je nach Lichteinfall sehen die Stämme der Bambuspflanzen aus wie ineinander gestapelte Blechdosen, siehe Abbildung rechts. Es kommen mehrere Bambusarten auf beiden Inseln vor. (Foto: Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary, Tobago; 1999)

Baum des Reisenden (Voyager's Tree, Ravenala madagascariensis)

Baum des Reisenden Diese ursprünglich aus Madagaskar stammende Pflanze ist ein Bananengewächs. Zu ihrem eigentümlichen Namen kam die Pflanze, weil sie nach ergiebigen Regenfällen bis zu 1,5 Liter Wasser in ihren Blattstielen enthält. Ein in Not geratener Reisender kann die Stiele anstechen und auf diese Weise an sauberes, frisches Trinkwasser gelangen. Auf Trinidad und Tobago trifft man sie in Parks und Gärten an, in der freien Natur kommt sie jedoch so gut wie nicht vor. (Foto: Black Rock, Tobago; 1999)

Baumpilze

Baumpilze Im feuchtwarmen Klima Trinidads und Tobagos gedeihen nicht nur viele Pflanzenarten, sondern auch eine ganze Reihe verschiedener Pilze. Sie sind vor allem auf verrottendem Holz zu finden. (Foto: Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary, Tobago; 2004)

Behaarte Baumwolle (Wild Cotton, Gossypium hirsutum)

Behaarte Baumwolle Bis zu 1,5 Meter groß wird die Behaarte Baumwolle. Diese einjährige strauchartige Pflanze liebt sonnige Standorte und braucht zudem einen einigermaßen feuchten Boden, um gedeihen zu können. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Pflanzenart liegt in Zentralamerika. Sie wurde in Nordamerika und auf manchen Karibikinseln eingeführt und dort im großen Stil landwirtschaftlich kultiviert, um aus ihr die begehrte Baumwolle zu gewinnen. (Foto: Little Tobago; 1999)

Bougainvillea sp.

Bougainvillea sp. In Deutschland und weiten Teilen Europas gehört diese Pflanze zu den beliebtesten Kübelpflanzen und ist aus den Vorgärten praktisch nicht mehr wegzudenken. Auch auf Trinidad und Tobago gedeiht diese blühfreudige Pflanze in verschwenderischer Pracht, die Farbe ihrer Blüten reicht von violett über rot bis hin zu einem hellen Orange. Der ursprüngliche Lebensraum der Bougainvillea liegt im Amazonasregenwald in Südamerika. (Foto: Black Rock, Tobago; 1999)

Bromelien

Vriesea splendens var. formosa mit Blütenstand Im urtümlichen Regenwald von Trinidad und Tobago gedeihen einige epiphytische Pflanzen. Dies bedeutet, die Pflanzen sitzen auf anderen Pflanzen, ohne ihnen zu schaden. Vor allem Pflanzen aus der Familie der Bromelien gehören zu den so genannten Epiphyten. Sowohl auf Trinidad als auch auf Tobago habe ich viele verschiedene Bromelienarten gesehen, unter anderem mehrere Exemplare der Vriesea splendens var. formosa, die typisch für die Flora der Inseln ist, siehe Foto in diesem Absatz. Die Blattrosetten der Bromelien können recht groß werden, Durchmesser von mehr als einem halben Meter sind keine Seltenheit. (Foto: Main Ridge Rainforest Reserve, Tobago; 1999)

Buntwurz (Fancy-leaved Caladium, Caladium bicolor)

Buntwurz Aus einer dicken Wurzelknolle wachsen die attraktiv gefärbten Blätter der Buntwurz empor. Diese Pflanzenart kommt in den Wäldern Südamerikas und auch auf Trinidad vor. Ihr Standort ist feucht und warm, sie braucht keine volle Sonne. An ihren außen grün und innen rosa gefärbten Blättern ist diese Pflanzenart leicht zu erkennen, die Blätter können bis zu 25 Zentimeter lang werden. Bei rund einem halben Meter liegt die durchschnittliche Wuchshöhe der Buntwurz, die im Deutschen auch Kaladie genannt wird. (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Cashewbaum (Cashew Tree, Anacardium occidental)

Cashewbaum Cashewbaum In aller Welt sind die Samen dieses Baumes als gerösteter Snack beliebt: die Cashewnüsse. Die ursprüngliche Heimat dieser Baumart ist das Gebiet rund um den Amazonas, aber auch auf Trinidad und Tobago kommt der Cashewbaum vor. Bis zu 15 Meter hoch können diese Pflanzen werden. Cashewbäume liefern jedoch nicht nur schmackhafte Nüsse, sondern noch einige weitere wichtige Rohstoffe wie süße Scheinfrüchte, die so genannten Cashewäpfel. In ihrem Innern befinden sich die Nüsse. Außerdem liefert der Baum Holz und nicht zuletzt Wirkstoffe gegen Krankheiten. Die indigenen Völker des Amazonasgebiets nutzen Blätter und Rinde dieser Bäume beispielsweise als Medizin gegen Durchfall. (Fotos: Pitch Lake, La Brea, Trinidad; 2004)

Cassia spectabilis

Cassia spectabilis Am Rande eines großen Sekundärwaldbereichs befand sich dieser etwa zwölf Meter hohe Baum, der im November in Blüte stand. Seine Blüten waren leuchtend gelb gefärbt, die Blätter waren dunkelgrün. (Foto: Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary, Tobago; 2004)

 

 

 

 

Chacruna, Psychotria viridis?

Psychotria viridis? Bei der rechts gezeichneten Pflanze handelt es sich sehr wahrscheinlich um Psychotria viridis bzw. Chacruna. Diese Pflanzenart kommt im südamerikanischen Regenwald und auch auf Trinidad & Tobago vor. Sie ist krautig und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu vier Metern. Mancherorts wird die Pflanze kultiviert, weil sich aus den Blättern ein Bestandteil der Droge Ayahuasca gewinnen lässt, die von indigenen Völkern auf dem südamerikanischen Kontinent verwendet wird. Die Blätter sind gegenständig angeordnet, bis zu 16 Zentimeter lang und maximal sechs Zentimeter breit. Auf dem Foto sind Blätter und reife Früchte zu sehen, die leuchtend rot gefärbt sind.(Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Chinesenhutpflanze (Japanese Hat, Holmskioldia sanguinea)

Chinesenhutpflanze Auf Trinidad und Tobago wurde die Chinesenhutpflanze als Ziergewächs eingeführt. Ihre ursprüngliche Heimat liegt in den luftigen Höhen des Himalaja, wo sie als Strauchwerk vielerorts gedeiht. Die Blüten dieser große und dichte Hecken bildenden Pflanzenart erinnern an kleine Hüte, woher ihr deutscher (und auch englischer) Name rührt. In ihrer Färbung variieren die Blüten von rötlichen Farbschattierungen über Orange bis hin zu Gelb. (Foto: Asa Wright Nature Center, Trinidad; 2004)

Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus, Hibiscus rosa-sinensis)

Chinesischer Roseneibisch Wie es der deutsche Name dieser Pflanzenart bereits andeutet, stammt der Chinesische Roseneibisch aus Asien. In aller Welt ist er seiner attraktiven Blüten wegen als Zierpflanze beliebt, die im Deutschen meist Hibiskus genannt wird. Auf Trinidad und Tobago findet der Chinesische Roseneibisch ein für ihn angenehmes, ganzjährig feuchtwarmes Klima vor, sodass er in Gärten, Parks und teils auch in freier Natur bestens gedeiht. Bis zu zwei Meter hoch können diese Sträucher aus der Familie der Malvengewächse werden. Ihre Blüten weisen eine breite Farbpalette auf, die von dunklem Rot über Orange bis hin zu Gelb und Lachsfarben alle Farbnuancen einschließt. (Foto: Black Rock, Tobago; 1999)

Chinesischer Zieringwer (Ginger, Costus lacerus)

Chinesischer Zieringwer In einem kleinen Gartenbereich, der auf dem Gelände eines privaten Naturschutzgebiets liegt, standen einige Exemplare des Chinesischen Zieringwers. Diese hübschen Stauden waren etwa einen Meter hoch. Aus spiraligen, leuchtend roten Blütenständen wachsen große, trompetenförmige weiße Blüten. Etwa 20 Zentimeter lang und drei bis vier Zentimeter breit sind die dunkelgrünen, robusten Blätter dieser Pflanzenart. Ursprünglich stammt die Spezies aus Asien, sie wurde als Zierpflanze auf Trinidad und Tobago eingeführt. (Foto: Grafton Caledonia Wildlife Sanctuary, Tobago; 2004)

 
                 

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