Fotoreiseberichte.de - Seychellen

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Vögel der Seychellen - Teil 2

Regenbrachvogel (Whimbrel, Numenius phaeopus)

Regenbrachvögel leben während des Sommerhalbjahres in Moorgebieten sowie an vermoorten Seeufern in nördlichen Regionen Eurasiens. Den Winter verbringen sie für gewöhnlich in Westafrika. Auf den Seychellen ist diese etwa 40 Zentimeter große Vogelart vor allem während der Zugzeiten zu beobachten. Auf Bird Island werden auch im Sommerhalbjahr immer wieder vereinzelt kleinere Gruppen dieser Vogelart beobachtet. In den frühen Morgenstunden haben sich die unten gezeigten Regenbrachvögel zu kleinen Gruppen von bis zu zehn Tieren versammelt, insgesamt habe ich etwa 25 Vögel auf der Insel gesehen. Zu erkennen sind die Vögel nicht nur an ihrer Körpergröße, sondern auch an dem nach unten gebogenen, langen Schnabel und ihren trillernden Rufen. Foto unten: Bird Island

Regenbrachvogel (Whimbrel, Numenius phaeopus)

Reiherläufer (Crab Plover, Dromas ardeola)

Reiherläufer (Crab Plover, Dromas ardeola)Während meiner Seychellenreise im Jahr 2000 habe ich leider nur einen Reiherläufer gesehen. Das Brutgebiet dieser hübschen Vogelart erstreckt sich von den Inseln vor Ostafrika bis hin zum Persischen Golf, die Tiere überwintern an den Küsten des Verbreitungsgebiets und auf Inseln im westlichen Indischen Ozean. Reiherläufer sind etwa 40 Zentimeter groß und schwarz-weiß gefärbt. Ihr wohl auffälligstes Merkmal sind ihre überdurchschnittlich langen, blaugrau gefärbten Beine. Der Schnabel ist von der Seite betrachtet recht dick, er ist schwarz gefärbt. Beide Geschlechter sehen bei dieser Spezies gleich aus. Leider ist der von mir beobachtete Vogel nur im Schatten der Bäume umher gelaufen und er ist sehr scheu gewesen, was das Fotografieren erheblich erschwert hat. Foto: Juni 2000, Bird Island

Rußseeschwalbe (Sooty Tern, Onychoprion fuscata)

Rußseeschwalbe (Sooty Tern, Onychoprion fuscata)Millionen Rußseeschwalben finden sich jährlich zwischen April und Oktober auf Bird Island ein, um dort ihren Nachwuchs großzuziehen. In jedem Nest, also einer Erdmulde im Gras, liegt ein einzelnes dunkel gesprenkeltes Ei. Alle Vögel brüten in einer riesigen Kolonie (siehe Foto auf der Bird-Island-Seite), so dass zwischen den Nestern meist nur wenige Zentimeter Platz zur Verfügung steht. Über der Brutkolonie liegt ständig das Geschrei unzähliger Rußseeschwalben in der Luft und zwischen den brütenden Tieren kommt es oft zu kleineren Rangeleien. Die bis zu 44 Zentimeter großen, schwarz-weiß gefärbten Seevögel sind überaus geschickte Jäger. Vom Strand aus kann man sie dabei beobachten, wie sie über dem Wasser kreisen und plötzlich pfeilschnell hinab stoßen, um kurz darauf mit einem kleinen Fisch im Schnabel von der Wasseroberfläche abzuheben. Früher haben die Rußseeschwalbe den wissenschaftlichen Namen Sterna fuscata getragen. Im Jahr 2005 ist die Vogelart jedoch in Onychoprion fuscata umbenannt worden. Foto: Juni 2000, Bird Island

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Sanderling (Sanderling, Calidris alba)

Sanderling (Sanderling, Calidris alba) und SteinwälzerSanderlinge sind in vielen Teilen der Welt heimisch. Ihre Brutreviere liegen in der arktischen Tundra, den Winter verbringen diese etwa 20 Zentimeter großen Vögel in südlicheren Regionen. Ich habe sie bisher vor allem an der Nordseeküste, an der Algarve sowie in der Karibik beobachtet. Sogar auf den Seychellen kommen sie zuweilen vor, wenn auch nur in sehr kleiner Zahl. Die Körperunterseite dieser Küstenvögel ist weiß gefärbt, die Oberseite ist schwarzweiß gesprenkelt. Der Schnabel und die Beine sind schwarz gefärbt, woran man die Vögel von den meisten anderen Regenpfeiferarten unterscheiden kann, die auf den Seychellen anzutreffen sind. Foto: Juni 2000, Bird Island

Seychellenfalke (Seychelles Kestrel, Falco araea)

Seychellenfalke (Seychelles Kestrel, Falco araea)Wer einen der wenigen Seychellenfalken zu Gesicht bekommt, die auf den Inseln leben, wird den Vogel wahrscheinlich eher als niedlich bezeichnen und ihn nicht für bedrohlich halten. Für einen Greifvogel ist der Seychellenfalke mit seiner Körperlänge von 15 bis 24 Zentimeter nämlich ausgesprochen zierlich. Diese nur auf den Seychellen vorkommende Vogelart ernährt sich hauptsächlich von Reptilien, Ratten, Mäusen und großen Insekten. Ihr alter kreolischer Name "Manze Poul", das heißt "Hühnerfresser", ist vielen Exemplaren der schönen Vogelart einst zum Verhängnis geworden. Die Tiere sind von den Einheimischen getötet worden, denn die Menschen haben - völlig zu Unrecht - um ihre Hühner gebangt. Auf den Inneren Seychellen leben heute nur noch etwa 370 Paare dieser kleinen Greifvogelart. Männliche Tiere haben eine hell gefärbte Körperunterseite. Der Rücken und die Flügel sind kastanienbraun gefärbt. Am Kopf und am Bürzel tragen sie dunkelgraues Gefieder. Weibchen sind insgesamt etwas heller gefärbt. Die Beine und Füße beider Geschlechter sind gelb gefärbt. In manchen Literaturquellen wird diese Spezies auch als Seychellen-Turmfalke bezeichnet. Foto: Juni 2000, Mahé

Seychellennektarvogel (Seychelles Sunbird, Cinnyris dussumieri)

Seychellennektarvogel (Seychelles Sunbird, Cinnyris dussumieri)Flink schwirren die Seychellennektarvögel von einer Blüte zur nächsten, um mit ihrem langen, gebogenen Schnabel den süßen Saft zu schlürfen, der bei ihrer Namensgebung Pate gestanden hat. Die kleinen Energiebündel werden nur zwölf Zentimeter groß. Durch ihren fröhlichen, sehr leisen Gesang fallen sie aufmerksamen Zuhörern sicherlich trotzdem auf. Wenn irgendwo ein verhaltenes Vogelgezwitscher zu vernehmen ist, handelt es sich meist um den Gesang eines männlichen Seychellennektarvogels, siehe Foto rechts. In hellem Licht schimmert ihre Kehle metallisch blau. Übrigens bezeichnen die Einheimischen diese Vögel als "Kolibris", weil sie lange Schnäbel haben, kurzzeitig an derselben Stelle in der Luft fliegend verharren können und Nektar trinken. Verwandt sind die Nektarvögel mit den echten Kolibris, die ausschließlich in Amerika leben, jedoch nicht. Weil die Seychellennektarvögel nur in dem gleichnamigen Land vorkommen, sind sie dort endemisch. Foto: Juni 2000, Mahé

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Seychellenparadiesschnäpper (Seychelles Paradise Flycatcher, Terpsiphone corvina)

Männlicher Seychellenparadiesschnäpper (Seychelles Paradise Flycatcher, Terpsiphone corvina)Eine Weiblicher Seychellenparadiesschnäpper (Seychelles Paradise Flycatcher, Terpsiphone corvina)Eine echte Kostbarkeit unter den Landvögeln der Seychellen ist der Seychellenparadiesschnäpper. Das Gefieder der Männchen (Foto ganz rechts) ist metallisch schwarz gefärbt und die Tiere tragen zwei ausladende Schwanzfedern, mit denen sie 36 Zentimeter lang sind. Die Weibchen (linkes Foto) sind am Bauch hell gefärbt, haben einen rötlichen Schwanz und ebenso gefärbte Flügel sowie einen metallisch schwarzen Kopf. Sie erreichen eine Größe von etwa 20 Zentimeter. Weil diese hübschen Vögel nur auf den Seychellen heimisch sind, werden sie dort als endemisch bezeichnet. Im Jahr 2010 haben Schätzungen ergeben, dass es nur zwischen 210 und 278 erwachsene Exemplare auf den Seychellen gegeben hat. Seit Jahren ist die Anzahl sinkend, die Vögel stehen deshalb unter strengem Schutz, denn sie gelten als vom Aussterben bedroht. Allerdings halten sich nicht alle Einheimischen an diese Schutzvorgaben. Für die touristische Erschließung ist 2011 ein Teil des Waldes, in dem die Vögel natürlich vorkommen, illegal gefällt worden, siehe englischer Bericht von BirdLife International. Auf der Insel La Digue gibt es ein Reservat, in dem man die hübschen Tiere mit ein wenig Glück bewundern kann, denn unter anderem dort sind sie noch heimisch. Vereinzelt soll es Seychellen-Paradiesschnäpper auch auf Praslin und Marianne geben. Auch auf Félicité soll die Art beobachtet worden sein. Im November 2008 sind 23 Brutpaare nach Denis gebracht worden, um dort eine weitere Population außerhalb von La Digue zu etablieren. Im Jahr 2009 ist auf Denis der erste Jungvogel erfolgreich ausgeflogen. Beide Fotos: Juni 2000, La Digue

Sperbertaube (Zebra Dove, Geopelia striata)

Sperbertaube (Zebra Dove, Geopelia striata)Unter allen Landvögeln der Seychellen gibt es nur eine Art, die überhaupt nicht scheu ist: Das nur 20 Zentimeter große Sperbertaube. Diese Vögel trauen sich sehr nah an Menschen heran und es ist deshalb ausgesprochen leicht, sie zu beobachten. Den englischen Namen "Zebra Dove", also Zebra-Taube, hat diese Vogelart aufgrund ihres charakteristischen, gestreiften Musters erhalten. Der hellblaue Schnabel ist ein unverkennbares Erkennungsmerkmal der Spezies. Die Tiere laufen fast ständig auf dem Boden umher und suchen dort auch ihre Nahrung, die aus feinen Sämereien besteht. Das Verbreitungsgebiet der Sperbertaube ist sehr groß, es umfasst weite Teile Südostasiens, zum Beispiel Thailand und Malaysia, die Seychellen und in entgegengesetzter Richtung erstreckt es sich bis Tahiti und Hawaii. Foto: Juni 2000, Mahé

Steinwälzer (Ruddy Turnstone, Arenaria interpres)

Steinwälzer (Ruddy Turnstone, Arenaria interpres)Die scheuen, etwas mehr als 20 Zentimeter großen Steinwälzer sind mir auf jeder der vier Seychelleninseln begegnet, die ich während meiner Reise im Jahr 2000 besucht habe. Besonders viele dieser Vögel leben auf Bird Island, wo sie am Strand sowie auf dem Rollfeld im Gras nach Nahrung suchen. Am Strand trifft man die Tiere meist in kleinen Gruppen an. Im Landesinnern von Bird Island habe ich sie jedoch stets einzeln gesehen. Steinwälzer tragen ihren Namen aufgrund ihrer Eigenschaft, Steine umzudrehen und darunter nach Nahrung zu suchen. Sie fressen kleine Tiere wie Würmer, mitunter Krebstiere. Diese Vögel sind an vielen Küsten der Welt heimisch, ich habe sie nicht nur auf den Seychellen, sondern auch in Europa an der Algarve sowie in der Karibik auf Tobago beobachtet. Foto: Juni 2000, Bird Island

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Teichhuhn (Common Moorhen, Gallinula chloropus)

Teichhuhn (Common Moorhen, Gallinula chloropus)In den gemäßigten, subtropischen und tropischen Zonen Eurasiens, Afrikas sowie Nord- und Südamerikas liegt das Verbreitungsgebiet des Teichhuhns, das oft auch als Teichralle bezeichnet wird. Zwar kommen in diesem riesigen Gebiet 16 verschiedene Unterarten vor. Aber sie sehen einander so ähnlich, dass jeder, der in Mitteleuropa schon einmal ein Teichhuhn gesehen hat, diese Vogelart auch auf den Seychellen oder an einem anderen Ort innerhalb des Verbreitungsgebiets sofort erkennen wird. Das Gefieder der etwa 30 Zentimeter großen Vögel ist überwiegend schwarz gefärbt, einige Bereiche sind weiß. Der Schnabel ist leuchtend rot und die Beine grüngelb gefärbt. Auffällig lang sind die Zehen der Vögel. Dank ihnen können die Teichhühner auf Seerosenblättern laufen, denn die langen Zehen verteilen das Körpergewicht so gut, dass die Blätter nur geringfügig ins Wasser einsinken. Weil Teichhühner Allesfresser sind, finden sie in ihrem ans Wasser gebundenen Lebensraum eine breite Nahrungspalette, angefangen bei Wasserpflanzen über Insekten bis hin zu kleinen Fischen. Unter Vogelkundlern wird noch diskutiert, ob die auf den Seychellen lebenden Teichhühner einer eigenen Unterart (Gallinula chloropus seychellarum) angehören oder nicht. Foto: Juni 2000, La Digue

Weißschwanz-Tropikvogel (White-tailed Tropic Bird, Phaethon lepturus lepturus)

Weißschwanz-Tropikvogel (White-tailed Tropic Bird, Phaethon lepturus lepturus)Weltweit kommen drei verschiedene Tropikvogel-Arten vor, von denen der Weißschwanz-Tropikvogel die kleinste ist. Der Körper dieser Vögel ist etwa 40 Zentimeter lang; die dünnen, weißen Schwanzfedern messen ebenfalls etwa 40 Zentimeter. Fast der gesamte Körper ist mit weißen Federn bedeckt, die Flügel sind teilweise schwarz und über den Augen tragen die Vögel schwarze Streifen. Der Schnabel ist gelb gefärbt. Auf dem Speisezettel dieser Tiere, die die meiste Zeit fliegend über dem offenen Meer der tropischen Ozeane verbringen, stehen Fische und Tintenfische. Im Bereich des Indischen Ozeans ist die Unterart Phaethon lepturus lepturus lepturus heimisch. Das gesamte Jahr über kann man auf den Seychellen Brutpaare dieser Vogelart antreffen, vor allem auf Bird Island ist es leicht, sie zu beobachten. Foto: Juni 2000, Bird Island

Wüstenregenpfeifer (Great Sand Plover, Charadrius leschenaultii)

Wüstenregenpfeifer (Great Sand Plover, Charadrius leschenaultii)Das weltweite Verbreitungsgebiet des Wüstenregenpfeifers, der in Europa nur ein sehr seltener Irrgast ist, umfasst auch die Seychellen. Dort kommen einige wenige Vögel - meist als Durchzügler - vor. Weil Wüstenregenpfeifer ihre Nahrung vor allem am Spülsaum des Ozeans finden, ist es dort besonders einfach, sie zu beobachten. Auf Bird Island habe ich einige dieser Vögel in Begleitung von Steinwälzern und Kiebitzregenpfeifern gesehen. Die gemischte Vogelgruppe hat am frühen Morgen am Strand nach Nahrung gesucht. Wüstenregenpfeifer sind etwa 20 Zentimeter groß, auf der Unterseite des Körpers weiß gefärbt, die Oberseite ist rötlich-braun. Unterhalb der Kehle ist ein bräunlicher bis rötlich-brauner Streif vorhanden. Wie es für Regenpfeifer typisch ist, trippeln die Vögel schnellen Schrittes über den Sand und picken darin flink nach Fressbarem. Beide Fotos: Juni 2000, Bird Island

 

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