Fotoreiseberichte.de - Seychellen

Startseite

· Seychellen allgemein
· Kulinarisches
· Reisetipps
· Literatur & Linktipps

Die Inseln
· Mahé
  · Copolia
  · Mare aux Cochons
  · Victoria
· Praslin
  · Glacis Noir
  · Vallée de Mai
· La Digue
  · L'Union Estate und
    Anse Source d'Argent

  · Nid d'Aigle
  · Südosten der Insel
  · Südumrundung
  · Veuve Reserve
· Bird Island
  · Rußseeschwalben-
    Kolonie

  · Strände & North Point
· Cousin
· Curieuse

Die Natur
· Amphibien & Reptilien
· Fische
· Käfer
· Krebstiere
· Libellen
· Pflanzen
· Säugetiere
· Schmetterlinge & Falter
· Schnecken
· Sonstige Insekten
· Sonstige Tiere
· Spinnentiere
· Vögel
  · Teil 1
  · Teil 2
  · Teil 3
  · Teil 4
· Wanzen

· Vogelbriefmarken

Vögel der Seychellen - Teil 4

Sichelstrandläufer (Curlew Sandpiper, Calidris ferruginea)

Sichelstrandläufer (Curlew Sandpiper, Calidris ferruginea)Zwischen September/Oktober und März kann man auf den Seychellen vielerorts Sichelstrandläufer beobachten. Die Tiere brüten im Sommer der Nordhalbkugel in der sibirischen Tundra und überwintern in tropischen Küstengegenden. Diese Vögel sind etwa 20 Zentimeter groß, ihre Flügelspannweite beläuft sich auf 35 Zentimeter. Auf den Seychellen kann man diese Tiere für gewöhnlich nur im Schlichtkleid beobachten. Ihr Gefieder ist dann auf der Oberseite des Körpers graubraun gefärbt, auch der Kopf und der Nacken haben diese Farbe. Die Körperunterseite ist weiß. Sichelstrandläufer tragen einen hellen Überaugenstreif. Der Schnabel ist schwarz und an der Spitze ein wenig nach unten gebogen. Auch die Beine und Füße sind schwarz. Männchen und Weibchen sehen bei dieser Vogelart gleich aus. Auf dem Speisezettel dieser Küstenvögel stehen unter anderem aus Insektenlarven, Schnecken, kleinen Muscheln und Borstenwürmer. Diese Vogelart gilt als nicht gefährdet. Foto: 10.09.2014, Bird Island

Sperbertäubchen (Zebra Dove, Geopelia striata)

Sperbertäubchen (Zebra Dove, Geopelia striata)Zu den am wenigsten scheuen Vögeln der Seychellen gehören die nur 20 Zentimeter großen Sperbertäubchen. Sie trauen sich sehr nah an Menschen heran, das gilt vor allem in Restaurants, die sich im Freien befinden. Sobald sich den Vögeln die Gelegenheit bietet, picken sie Krümel vom Boden auf oder landen sogar auf den Tischen, um dort nach einem begehrten Happen zu suchen. Der hellblaue Schnabel ist ein unverkennbares Erkennungsmerkmal der Spezies, auch ihre Augenringe sind hellblau gefärbt. Sperbertäubchen sind fast am gesamten Körper in verschiedenen Schattierungen graubraun gefärbt. Ein feines Streifenmuster ziert die Seiten ihres Halses und setzt sich bis zum oberen Bereich ihrer Flanken fort. Die Brust ist häufig zartrosa bis rosabraun gefärbt. Es ist für diese Vogelart typisch, ihre Nahrung auf dem Boden zu suchen, denn dort finden sie die von ihnen bevorzugten feinen Sämereien. Das Verbreitungsgebiet der Sperbertäubchen ist sehr groß, es umfasst weite Teile Südostasiens, zum Beispiel Thailand und Malaysia, die Seychellen und in entgegengesetzter Richtung erstreckt es sich bis Tahiti und Hawaii. Auf den Seychellen sind sie von Menschen eingeführt worden. Sperbertäubchen gelten in ihrem Bestand als nicht gefährdet. Foto: 01.09.2014, Vallée de Mai, Praslin

  Sperbertäubchen (Zebra Dove, Geopelia striata)   Juveniles Sperbertäubchen in der ersten Mauser (Zebra Dove, Geopelia striata)  
Foto: 10.09.2014,
Bird Island
Juveniles Tier in der ersten Mauser,
Foto: 08.09.2014, La Digue

Stadttaube (Pigeon, Columba livia f. domestica)

Stadttaube (Pigeon, Columba livia f. domestica)Stadttauben stammen von der Felsentaube (Columba livia) ab, die ihr natürliches Verbreitungsgebiet unter anderem in Südeuropa haben. Einst hat diese Vogelart weitab menschlicher Siedlungen in der Natur gelebt und vor allem an Felsklippen und Steilwänden gebrütet, was sich am deutschen Namen der Art ablesen lässt. Felsentauben gehören zu den erfolgreichsten Vogelarten weltweit, denn sie sind dazu in der Lage gewesen, sich wie kaum eine andere Spezies an neue Umweltbedingungen anzupassen. Sie haben sich dem Menschen angeschlossen, als er Siedlungen errichtet hat. Seine Bauwerke sind von den Tauben als Felsenersatz genutzt worden und der Mensch hat angefangen, die Tauben zu domestizieren - so entstand die Haustaube, die in viele Regionen der Welt mitgenommen wurde. Manche Haustauben sind in ihrer neuen Heimat in die Freiheit entkommen und konnten sich dort etablieren. Auf diese Weise haben sie auch die Seychellen besiedeln können. Stadttauben sind etwa 33 Zentimeter groß und variabel grau, weiß und schwarz gefärbt. Ihre Iris ist orange, die Beine sind rot gefärbt. Foto: 06.09.2014, Union Estate, La Digue

Steinwälzer (Ruddy Turnstone, Arenaria interpres interpres)

Steinwälzer (Ruddy Turnstone, Arenaria interpres interpres)Die auffällig gefärbten, etwas mehr als 20 Zentimeter großen Steinwälzer trifft man in der Zeit von September/Oktober bis in den März hinein und mitunter auch während des südlichen Sommers auf fast allen Seychellen-Inseln an. Meist finden sie sich zu kleinen Gruppen zusammen und gehen gemeinsam auf die Suche nach Nahrung. In Grasland erbeuten sie kleine Insekten und am Strand finden sie am Spülsaum unter anderem Krebstiere, Würmer und Schnecken. Jeder Steinwälzer sieht ein wenig anders aus. Die Oberseite trägt Federn, die schwarz, grau, braun und weiß gemustert sind. Am Kopf sind die Vögel grau und weiß im Schlichtkleid beziehungsweise schwarz und weiß im Prachtkleid. An der Brust befindet sich ein schwarzer Bereich, die Körperunterseite ist weiß. Rötlich sind die Beine und Füße gefärbt, der recht kurze Schnabel ist schwarz. Diese Vögel sind an vielen Küsten der Welt heimisch, ich habe sie nicht nur auf den Seychellen, sondern auch in Europa an der Algarve sowie in der Karibik auf Tobago beobachtet. Steinwälzer gelten als nicht gefährdet, allerdings ist in den vergangenen Jahren weltweit ein Bestandsrückgang zu verzeichnen. Foto: 10.09.2014, Bird Island

Teichhuhn (Common Moorhen, Gallinula chloropus orientalis)

In den gemäßigten, subtropischen und tropischen Zonen Eurasiens, Afrikas sowie Nord- und Südamerikas liegt das Verbreitungsgebiet des Teichhuhns, das oft auch als Teichralle bezeichnet wird. Zwar kommen in diesem riesigen Gebiet 16 verschiedene Unterarten vor. Aber sie sehen einander so ähnlich, dass jeder, der in Mitteleuropa schon einmal ein Teichhuhn gesehen hat, diese Vogelart auch auf den Seychellen oder an einem anderen Ort innerhalb des Verbreitungsgebiets sofort erkennen wird. Das Gefieder der etwa 30 Zentimeter großen Vögel ist überwiegend schwarz gefärbt, einige Bereiche sind weiß. Der Schnabel ist leuchtend rot und die Beine grüngelb gefärbt. Auffällig lang sind die Zehen der Vögel. Dank ihnen können die Teichhühner auf Seerosenblättern laufen, denn die langen Zehen verteilen das Körpergewicht so gut, dass die Blätter nur geringfügig ins Wasser einsinken. Weil Teichhühner Allesfresser sind, finden sie in ihrem ans Wasser gebundenen Lebensraum eine breite Nahrungspalette, angefangen bei Wasserpflanzen über Insekten bis hin zu kleinen Fischen. Unter Vogelkundlern wird noch diskutiert, ob die auf den Seychellen lebenden Teichhühner einer separaten Unterart namens Gallinula chloropus seychellarum angehören oder ob es sich um die auch in einigen anderen Regionen heimische Unterart Gallinula chloropus orientalis handelt. Von dieser Annahme gehe ich derzeit aus, weil der Status von G. c. seychellarum noch nicht bewiesen ist. Die Art gilt als nicht gefährdet.

  Erwachsenes Teichhuhn (Common Moorhen, Gallinula chloropus orientalis)   Juveniles Teichhuhn (Common Moorhen, Gallinula chloropus orientalis)  
Erwachsener Vogel, Foto: 08.09.2014,
La Digue
Juveniles Tier, Foto: 03.09.2014,
Cousin

Warzenfruchttaube (Seychelles Blue Pigeon, Alectroenas pulcherrima)

Warzenfruchttaube (Seychelles Blue Pigeon, Alectroenas pulcherrima)Circa 25 Zentimeter beträgt die Körperlänge der Warzenfruchttaube. Sie ist auf den Seychellen endemisch und aufgrund ihrer einzigartigen Färbung unverwechselbar. Das Gefieder ist an weiten Teilen des Körpers dunkelblau gefärbt. Dazu steht das graue Gefieder des Hinterkopfes, des Nackens und der Kehle in auffälligem Kontrast, was auch für das hellgraue Brustgefieder gilt. Im Gesicht tragen die Vögel keine Federn. Dort ist die Haut leuchtend rot gefärbt und mit fleischfarbenen bis roten Warzen bedeckt. An der Basis ist der Schnabel hellrot und er geht zur Spitze hin in einen Gelbton über. Die Irisringe sind orangerot bis rot gefärbt und die Beine sowie die Füße sind grau. Wälder vom Tiefland bis in die Berge sind die Heimat dieser Vögel, die sich von wilden Früchten und mitunter auch von Obst wie zum Beispiel Guaven ernähren. Den Hauptteil ihrer Nahrung bilden wilde Feigen. Ein alternativer deutscher Name dieser Art lautet Paradies-Fruchttaube. In manchen Literaturquellen wird sie außerdem als Blaue Seychellen-Fruchttaube bezeichnet. Der Bestand dieser Vögel sinkt, eine genaue Zahl ist nicht bekannt (Quelle: IUCN Red List). Derzeit gilt die Art jedoch als nicht gefährdet. Foto: 12.09.2014, Bel Ombre, Mahé

  Warzenfruchttaube (Seychelles Blue Pigeon, Alectroenas pulcherrima)   Warzenfruchttaube (Seychelles Blue Pigeon, Alectroenas pulcherrima)  
Foto: 11.09.2014,
Bird Island
Foto: 11.09.2014,
Bird Island

Weißschwanz-Tropikvogel (White-tailed Tropicbird, Phaethon lepturus lepturus)

Erwachsener Weißschwanz-Tropikvogel (White-tailed Tropicbird, Phaethon lepturus lepturus)Weltweit kommen drei verschiedene Tropikvogel-Arten vor, von denen der Weißschwanz-Tropikvogel die kleinste ist. Der Körper dieser Vögel ist etwa 40 Zentimeter lang; die dünnen, weißen Schwanzfedern messen ebenfalls etwa 40 Zentimeter. Fast der gesamte Körper ist bei erwachsenen Individuen mit weißen Federn bedeckt, die Flügel sind teilweise schwarz und über den Augen tragen die Vögel schwarze Streifen. Der Schnabel ist gelb gefärbt.  Jungtiere sind anfangs sehr flauschig und ihr Gefieder ist zunächst weiß. Mit zunehmendem Alter schwindet der "Plüsch-Look" und das Gefieder ist letztlich auf der Oberseite des Körpers schwarz-weiß gemustert und auf der Körperunterseite rein weiß. Auf dem Speisezettel dieser Tiere, die die meiste Zeit fliegend über dem offenen Meer der tropischen Ozeane verbringen, stehen Fische und Tintenfische. Im Bereich des Indischen Ozeans ist die Unterart Phaethon lepturus lepturus lepturus heimisch. Das gesamte Jahr über kann man auf den Seychellen brütende Weißschwanz-Tropikvögel und Jungtiere in unterschiedlichen Altersstadien antreffen. Vor allem auf Bird Island oder Cousin ist es leicht, sie zu beobachten. Die Art gilt als nicht gefährdet. Foto oben: 03.09.2014, Cousin

  Erwachsener Weißschwanz-Tropikvogel (White-tailed Tropicbird, Phaethon lepturus lepturus)   Erwachsener Weißschwanz-Tropikvogel verlässt sein Nest (White-tailed Tropicbird, Phaethon lepturus lepturus)  
Erwachsener Vogel, Foto: 11.09.2014,
Bird Island
Altvogel verlässt sein Nest,
Foto: 03.09.2014, Cousin

  Sehr junger Weißschwanz-Tropikvogel (White-tailed Tropicbird, Phaethon lepturus lepturus)   Fast flügge gewordener junger Weißschwanz-Tropikvogel (White-tailed Tropicbird, Phaethon lepturus lepturus)  
Jungtier, Foto: 10.09.2014,
Bird Island
Fast flügges Jungtier, Foto: 10.09.2014,
Bird Island

Wellenastrild (Common Waxbill, Estrilda astrild)

Wellenastrild (Common Waxbill, Estrilda astrild)Der Wellenastrild ist ein kleiner Singvogel, dessen ursprüngliche Heimat in vielen afrikanischen Regionen südlich der Sahara liegt. Weil diese Tiere schon seit geraumer Zeit als Heimvögel sehr beliebt sind und immer wieder einzelne Individuen in die Freiheit entkommen konnten, haben sie sich mancherorts in der Natur etablieren können - so auch auf den Seychellen. Die nur elf bis 13 Zentimeter langen Vögel kommen dort auf Mahé, La Digue und Alphonse vor. Sie leben gesellig in Gruppen und durchstreifen offenes Grasland sowie Gärten oder mit Gräsern bewachsene Straßenränder auf der Suche nach Nahrung. Wellenastrilde fressen Pflanzensamen. Das Gefieder dieser Vögel ist graubraun gefärbt und trägt ein feines Wellenmuster. Im Gesicht tragen die kleinen Vögel einen scharlachroten Augenstreif, der Schnabel ist bei erwachsenen Individuen leuchtend orangerot gefärbt. Junge Wellenastrilde haben einen schwarzen Schnabel. Die Beine und Füße sind sowohl bei jungen als auch bei alten Tieren schwarz. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gilt die Art als nicht gefährdet. Foto: 04.09.2014, Nähe Petite Anse, La Digue

Zum Seitenanfang ↑

Zügelseeschwalbe (Bridled Tern, Onychoprion anaethetus)

Zügelseeschwalbe (Bridled Tern, Onychoprion anaethetus)Das Verbreitungsgebiet der Zügelseeschwalbe erstreckt sich über tropische und subtropische Meere. Die Tiere leben sowohl über dem Atlantik als auch am Indischen Ozean, also unter anderem im Bereich der Seychellen. Nur 30 bis 32 Zentimeter beträgt die Körperlänge der Zügelseeschwalben. Ihre Flügelspannweite beläuft sich auf 77 bis 81 Zentimeter. Sie haben eine schwarze Haube mit einem weißen Band, das an der Stirn deutlich schmaler ist als das der ähnlich aussehenden, aber deutlich größeren Rußseeschwalben. Das Stirnband läuft bei den Zügelseeschwalben hinter den Augen aus und wird dort immer schmaler. Auf der Oberseite ist der Körper der Zügelseeschwalbe dunkelgrau bis schwarz gefärbt, auf der Körperunterseite ist das Gefieder weiß. Zügelseeschwalben ernähren sich von Fisch, sie sind geschickte Jäger. Auf den Seychellen sind die Tiere vor allem auf den typischen Seevogelinseln aus Granit anzutreffen, aber auch auf einigen Koralleninseln. Früher wurde diese Spezies als 03.09.2014, Cousin bezeichnet und sie gilt als nicht bedroht. Foto: 03.09.2014, Cousin

  Junge Zügelseeschwalbe (Bridled Tern, Onychoprion anaethetus)   Erwachsene Zügelseeschwalbe (rechts) füttert ein Jungtier (Bridled Tern, Onychoprion anaethetus)  
Jungtier, Foto: 03.09.2014,
Cousin
Altvogel (rechts) füttert Jungtier,
Foto: 03.09.2014, Cousin

 

Zum Seitenanfang ↑