Sri Lanka

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Falter in Sri Lanka - Teil 5

Schwärmer (Sphinx Moths, Sphingidae)

Weltweit gibt es circa 1.200 Arten aus der Familie der Schwärmer. Hauptsächlich leben diese Tiere in den Tropen, dort ist die Artenvielfalt innerhalb dieser Familie besonders groß. Mehrere Schwärmer-Spezies können in Sri Lanka beobachtet werden.

Ambulyx auripennis

Ambulyx auripennisÜber die nachtaktive Falterart Ambulyx auripennis gibt es bedauerlicherweise nahezu keine weiterführenden Informationen in der Online-Literatur. Bislang konnte ich nur Beobachtungsnachweise für Sri Lanka finden. Ob die Tiere darüber hinaus in anderen Ländern vorkommen oder in Sri Lanka endemisch sind, weiß ich bedauerlicherweise nicht. Ihre Flügelspannweite beläuft sich auf circa 110 bis 120 Millimeter. Beide Flügelpaare sind auf der Oberseite hellbraun gefärbt, wobei die Hinterflügel etwas mehr rötlichbraun sind. Ein Muster aus feinen, graubraunen Bereichen bedeckt beide Flügelpaare. Darüber hinaus haben die Tiere auf den Vorderflügeln in der Nähe der Basis je einen dunkelgrauen Fleck. Kopf und Körper sind hellbraun behaart, auf dem Brustteil gibt es oben ebenso wie am Hinterkopf dunkelbraune Bereiche. Dagegen ist der Körper auf der Unterseite gelblich gefärbt. Foto: 15.09.2015, Martin's Lodge, Sinharaja-Regenwald

  Ambulyx auripennis   Ambulyx auripennis  
  Foto: 15.09.2015,
Martin's Lodge, Sinharaja-Regenwald
  Foto: 15.09.2015,
Martin's Lodge, Sinharaja-Regenwald
 

Macroglossum neotroglodytus

Einige Bereiche Indiens, Sri Lanka, Thailand, Nepal, Teile Chinas, Taiwan, Malaysia, manche Gegenden Indonesiens sowie die Philippinen bilden das Verbreitungsgebiet von Macroglossum neotroglodytus. Anders als viele andere Schwärmerarten ist diese Spezies tagaktiv und wegen ihrer Fähigkeit, fliegend auf der Stelle zu verharren, erinnern die Tiere ein wenig an Kolibris. In verschiedenen Braunschattierungen ist die Oberseite der Vorderflügel gefärbt, diese Körperpartien weisen einen zarten Violettschimmer auf. Braun mit einem orange gefärbten, leicht gebogenen Streifen sind die Hinterflügel auf der Oberseite gefärbt. Kopf und Körper sind braun behaart, seitlich finden sich am Rumpf einige orange gefärbte Flecken. Etwa 50 bis 55 Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser Falterart. Auffällig grün sind die Raupen von Macroglossum neotroglodytus. Ein Muster aus purpurnen und gelblich-grünen Streifen ziert die Tiere. Am hinteren Ende haben die Raupen einen kleinen, nach oben stehenden Auswuchs, der als Analhorn bezeichnet wird. Es ist dunkel mit gelblicher Spitze.

  Macroglossum neotroglodytus, Belegbild   Macroglossum neotroglodytus, Raupe  
  Belegbild, Foto: 17.09.2015,
Bomburuella Forest
  Raupe, Foto: 17.09.2015,
Horton Plains Nationalpark
 

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Sichelflügler (Hook-tips, Drepanidae)

Die Familie der Sichelflügler umfasst drei Unterfamilien und circa 650 Arten in verschiedene Teilen der Welt. In Sri Lanka kommen nur wenige Arten aus dieser Familie vor.

Teldenia alba

Teldenia albaSri Lanka ist die Heimat der Teldenia alba, leider weiß ich nicht, ob sie dort endemisch ist oder auch noch in anderen Ländern vorkommt. Zwischen 23 und 25 Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser nachtaktiven Tiere. Tagsüber ruhen sie mit ausgebreiteten Flügeln und man kann sie dann beispielsweise mit ein wenig Glück an Hauswänden beobachten, weil sie von Kunstlicht angelockt werden. Weiß ist die Grundfarbe der Oberseite beider Flügelpaare. Es finden sich Wellenlinien, die aus feinen bräunlichen, orange-braunen oder grauen Flecken bestehen, auf beiden Flügeln. Aufgrund ihres Musters sind sie in Sri Lanka unverwechselbar. Foto: 12.09.2015, Martin's Lodge, Sinharaja-Regenwald

Weißlinge (Whites, Pieridae)

Viele der circa 1.000 Weißlingsarten, die es auf der Erde gibt, sind weiß, doch es kommen auch gelbliche Tiere vor. Im tropischen Afrika und Asien leben die meisten Weißling-Arten, einige weitere Spezies kommen in Südamerika vor. In Sri Lanka lassen sich circa 25 Weißlingsarten beobachten.

Appias lyncida (Chocolate Albatross)

Appias lyncida (Chocolate Albatross), WeibchenWeite Teile des südlichen und südöstlichen Asiens sind die Heimat von Appias lyncida. Zwischen 55 und 70 Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser tagaktiven Tiere. Anhand ihrer Färbung lassen sich die beiden Geschlechter unterscheiden. Männliche Individuen sind auf der Oberseite ihrer Flügel weiß mit schokoladenbraunem Rand, wohingegen die Weibchen schokoladenbraune Vorderflügel mit weißen Flecken und weiße Hinterflügel mit braunem Rand haben. Auf der Unterseite sind die Vorderflügel der Männchen weiß mit braunem Rand, die Hinterflügel gelb mit braunem Rand. Weibchen haben eine braune Unterseite der Vorderflügel, auf ihnen befinden sich weiße Flecken. Die Unterseite der Hinterflügel weiblicher Exemplare von Appias lyncida ist weiß oder gelb mit braunem Rand. Hinzu kommt, dass eine Regenzeit- und eine Trockenzeitform unterschieden werden. Schlüpfen die Falter während der Trockenzeit, sind sie etwas kleiner und auch die braunen Ränder fallen dann schmaler aus als bei ihren Artgenossen, die in der Regenzeit leben. Regenreiches, bewaldetes Hügelland ist der bevorzugte Lebensraum dieser Spezies, sie kommt aber auch im Tiefland in baumreichen Gegenden oder mancherorts sogar in Mangrovenwäldern vor. Foto: Weibchen, 24.09.2015, Waikkal

Catopsilia pomona (Lemon Emigrant)

Catopsilia pomona (Lemon Emigrant), MännchenEinige Länder Südostasiens und Teile Australiens bilden das Verbreitungsgebiet von Catopsilia pomona, auf dem Fünften Kontinent kommt eine recht dunkle Farbmorphe vor. Innerhalb des Areals, in dem die Art heimisch ist, leben mehrere verschiedene Unterarten. Anhand ihres Aussehens lassen sich die Geschlechter unterscheiden. Auf der Oberseite sind die Flügel der Männchen gelb bis weißlichgelb, wobei die Basis meist leuchtend gelb gefärbt ist und die Färbung zum Rand hin schwächer wird und ins Weißliche übergeht. Häufig sind die Vorderflügel auf der Oberseite schmal braun gesäumt. Einfarbig hellgelb ist die Unterseite der Flügel der Männchen gefärbt. Weibchen haben hingegen eine gelblich-grüne Unterseite der Flügel, zudem befindet sich dort ein Muster aus bräunlichen Flecken, Ringen und Streifen. Die Flügeloberseite der Weibchen ist meist weißlich bis schmutzigweiß. Die Vorderflügel haben stellenweise einen braunen Saum und weisen zudem einige braune Flecken auf. Foto: Männchen, 15.09.2015, Udawalawe-Nationalpark

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Eurema hecabe (Common Grass Yellow)

Eurema hecabe (Common Grass Yellow)In Teilen Afrikas sowie Asiens ist die Falterart Eurema hecabe beheimatet. Wie für Mitglieder der Familie der Weißlinge üblich, ist diese Spezies tagaktiv. Ihr Flug ist meist unstet und die Tiere halten sich für gewöhnlich relativ nah am Boden auf. Hinsichtlich ihrer Färbung sind diese Falter innerhalb ihres Verbreitungsgebiets recht variabel. Zudem ist ihre Färbung abhängig davon, ob die Individuen in der Trocken- oder Regenzeit geschlüpft sind. Sie sind dann entsprechend heller oder dunkler gefärbt. Auf der Oberseite sind die Flügel gelb bis orangegelb. Die Hinterflügel sind kaum gesäumt, die Vorderflügel sind teils breit dunkelbraun gesäumt. Hellgelb mit kleinen braunen Flecken, die einen gelben Kern aufweisen, sind die Unterseiten beider Flügelpaare. Circa 40 Millimeter beträgt die Flügelspannweite von Eurema hecabe. Zu finden sind diese Tiere meist an Waldrändern oder auf Waldlichtungen sowie in ähnlichen Lebensräumen. Foto: 12.09.2015, Sinharaja-Regenwald

Leptosia nina (Psyche)

Leptosia nina (Psyche)Der indische Subkontinent sowie weitere Länder in Südostasien sind die Heimat der tagaktiven Falterart Leptosia nina. Zwischen 25 und 53 Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser Tiere. Sie halten sich für gewöhnlich recht dicht über dem Boden auf und fliegen taumelnd. Besonders kräftig ist ihr Flug nicht. Weiß sind die Hinterflügel auf der Oberseite gefärbt, auch die Vorderflügel weisen diese Färbung auf. Am vorderen Rand sind sie stellenweise schwarz gesäumt und sie tragen je einen schwarzen Punkt. Die Unterseite beider Flügelpaare ist ebenfalls weiß. Sie zeigt eine feine dunkelgraue Strichelung und auf den Vorderflügeln zeichnet sich dasselbe Muster aus schwarzem Punkt und Saum ab, wie es auf der Oberseite zu sehen ist. Bevorzugte Lebensräume sind beispielsweise vegetationsreiche Waldränder. Foto: 11.09.2015, Kitulgala

Würfelfalter (Metalmarks, Riodinidae)

Über 1.000 Arten aus der Familie der Würfelfalter kommen weltweit vor. Der Verbreitungsschwerpunkt dieser Tiere liegt in den Tropen Mittel- und Südamerikas, doch auch in Asien gibt es einige Spezies. In Sri Lanka kommt nur die in diesem Kapitel vorgestellte Art aus der Familie der Würfelfalter vor.

Abisara echerius (Common Plum Judy)

Abisara echerius (Common Plum Judy)Vom Himalaja über weitere Teile Indiens sowie Chinas bis nach Sri Lanka und Myanmar reicht das Verbreitungsgebiet von Abisara echerius. Auf der Oberseite sind beide Flügelpaare dieser tagaktiven Falterart braun bis kastanienbraun gefärbt und weisen ein charakteristisches Muster aus hellen und dunklen Bereichen auf. Zudem gibt es auf den Hinterflügeln einige dunkle, kleine Flecken. Diese sind auf der ähnlich gefärbten Unterseite der Hinterflügel ebenfalls zu finden. Außerdem ist die Unterseite beider Flügelpaare meist etwas kontrastreicher gezeichnet als die Oberseite. Je nach Lichteinfall sehen die Flügel auf der Oberseite leicht violett aus. Etwa 50 bis 60 Millimeter beträgt die Flügelspannweite. Typischerweise hält sich Abisara echerius im Kronenbereich von Bäumen oder in dichtem Blattwerk auf. Es lohnt sich, diese Tiere ein wenig zu beobachten, denn dann sieht man vielleicht eine ihrer besonderen Verhaltensweisen: Sobald sie gelandet sind, drehen sie sich augenblicklich in eine andere Richtung. Während sie sich auf Ästen oder Blättern aufhalten, wiederholen sie ständig diese Drehungen. Forscher gehen davon aus, dass die Tiere damit potenzielle Angreifer verwirren wollen. Anhand dieses "Tänzelns" lässt sich diese Falterart leicht erkennen. Foto: 14.09.2015, Sinharaja-Regenwald

  Abisara echerius (Common Plum Judy)   Abisara echerius (Common Plum Judy)  
  Foto: 13.09.2015,
Sinharaja-Regenwald
  Foto: 14.09.2015,
Sinharaja-Regenwald
 

 

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Linktipps:

The Story of Sri Lankan Butterflies (Englisch)

Butterflies of Sri Lanka bei Wildreach (Englisch)

Endemic Butterflies and Moths of Sri Lanka (Englisch)

List of Butterflies of Sri Lanka bei Wikipedia (Englisch)

Gehan's Photo Booklet: Butterflies of Sri Lanka and Southern India bei Jetwing Eco Holidays (PDF-Dokument, Englisch)

Moths of Sri Lanka bei Project Noah (Englisch)

Moths of Sri Lanka bei iNaturalist (Englisch)

List of Moths of Sri Lanka bei Wikipedia (Englisch)