|
Gelbkopf-Falterfisch (Yellowhead Butterflyfish, Chaetodon xanthocephalus)
In den Gewässern des westlichen Indischen Ozeans von der afrikanischen Küste bis hin zu den Malediven, also auch rund um die Seychellen, kann man den Gelbkopf-Falterfisch beobachten. Leider ist diese schöne Fischart relativ scheu, sodass man den Tieren nicht allzu häufig begegnet und sie meist nur aus größerer Entfernung sehen kann. Gelbkopf-Falterfische werden bis zu 20 Zentimeter groß und sie
treten meist einzeln oder paarweise auf. Sie leben in Tiefen zwischen einem und 30 Meter und sind Allesfresser. (Petite Anse, Mahé)
Gitter-Doktorfisch (Convict Surgeonfish, Acanthurus triostegus)
Sechs schwarze Streifen zieren die ansonsten grünlich-weiß gefärbten
Gitter-Doktorfische, die in einigen Bestimmungsbüchern auch als
Sträflings-Doktorfische bezeichnet werden.
Oft sieht man diese bis zu 27 Zentimeter langen Tiere allein am Riff entlang
schwimmen. An Riffkanten kommen sie in manchen Gebieten des Indischen
Ozeans jedoch auch in Schulen von über 1.000 Tieren vor.
Gitter-Doktorfische leben in Tiefen zwischen einem und 90 Meter. Sie werden als Speisefische kommerziell genutzt. (Anse Source d'Argent, La Digue)
Graustreifen-Sergeant (Banded Sergeant, Abudefduf septemfasciatus)
Diese bis zu 19 Zentimeter langen Fische verhielten sich wie alle
anderen Riffbarscharten, das heißt sie waren neugierig und zeigten wenig
Scheu. Man kann sie beim Schnorcheln deshalb leicht beobachten,
während sie ihrem "Alltagsgeschäft" nachgehen.
Graustreifen-Sergeante sind hell gefärbt und tragen fünf Ihr Lebensraum erstreckt sich über den Indischen Ozean bis in den Pazifik, sie kommen in Tiefen zwischen einem und drei Meter vor. Auf ihrem Speisezettel stehen Algen und kleine Wirbellose. (Petite Anse, Mahé)
Grünliche Seegurke (Knobby Black Cucumber, Stichopus chloronotus)
Seegurken werden von vielen Menschen als Ekel erregend empfunden, obwohl es friedliche und vor allem interessante Tiere sind. Diese bis zu 30 Zentimeter langen Riffbewohner fliehen nicht, wenn man sich ihnen nähert, sodass man sie bestens beobachten kann. Allerdings muss man sich dafür zum Meeresgrund begeben, wo sie sich aufhalten. Als Schnorchler sollte man deshalb für einige Zeit die Luft anhalten können, um Seegurken aus der Nähe zu betrachten. Taucht man zu ihnen hinab,
erkennt man mit ein wenig Glück, wie sie mit Hilfe ihrer Mundtentakel Nahrung aufnehmen.
(Petite Anse, Mahé)
Halfterfisch (Moorish Idol, Zanclus cornutus)
An den Riffen der Seychellen kommen zwar viele bunte Fische vor, aber nur eine mit einer derart langen weißen Rückenflosse wie der Halfterfisch. Mit ihrer Körperlänge von bis zu
23 Zentimeter sind sie zudem weithin sichtbar. Ihr schwarz, weiß und gelb gefärbter Körper ist erheblich höher als lang, wenn man einmal von der verlängerten Rückenflosse absieht. Oft gleiten die Fische, die in Tiefen zwischen drei und 182 Meter vorkommen, paarweise durch das
Wasser, was besonders attraktiv aussieht. Kleine Krustentiere bilden die Nahrung dieser attraktiven Riffbewohner.
(Petite Anse, Mahé)
Halsband-Junker (Goldbar Wrasse, Thalassoma hebraicum)
In Tiefen zwischen einem und 30 Meter kommen im westlichen Indischen Ozean Halsband-Junker vor. Insbesondere im Sonnenlicht sehen diese bunten Fische überwältigend schön aus. Beim Beobachten der Tiere kam es
mir so vor, als hätte die Evolution sämtliche Farben des
Regenbogens mindestens einmal am Körper dieser bis zu 23 Zentimeter langen Fische untergebracht.
Auf der folgenden
Seite ist ein Tier dieser Art zusammen mit einem Putzerlippfisch
abgebildet, der gerade seine Reinigungsarbeit verrichtet.
(Petite Anse, Mahé)
Hardwickes Junker (Sixbar Wrasse, Thalassoma hardwicke)
Auch diese im Indischen Ozean und im Pazifik beheimatete Junkerart ist bunt gefärbt, allerdings fällt dies
aufgrund der hellen Grundfärbung weniger deutlich auf als beim
Halsband-Junker. Mit ihrer Körperlänge von bis zu 20 Zentimeter gehört diese
Fischart zu den mittelgroßen Riffbewohnern; die Tiere kommen in Tiefen von 0 bis 15 Meter vor. Das Besondere an diesen Fischen
ist ihre ausgeprägte Neugier. Um das rechts abgebildete Exemplar
scharf fotografieren zu können, musste ich mich von ihm entfernen,
weil der Fisch viel zu nah an mich heran geschwommen kam. Die Makrofunktion meiner Canon Prima AS-1 war damit hoffnungslos
überfordert. (Petite Anse, Mahé)
Imperator-Kaiserfisch (Emperor Angelfish, Pomacanthus imperator)
Mit ihrer Körperlänge von bis zu bis zu 40 Zentimeter gibt ein
Imperator-Kaiserfisch eine imposante Erscheinung ab. Die leuchtenden,
regelmäßigen Streifen dieser Fischart sieht man im Wasser schon aus
größerer Entfernung. Normalerweise verlaufen die gelben Streifen auf dem Körper nahezu parallel und spalten sich nicht auf. Das
rechts abgebildete Tier hatte eine mustergültig gezeichnete
Körperhälfte (links) und eine irreguläre (rechts), die auf dem Foto
zu sehen ist. Imperator-Kaiserfische kommen in Tiefen zwischen einem und 100 Meter vor, sie sind vergleichsweise scheu und
flüchten, sobald man zu hektische Bewegungen in ihrer Nähe
vollführt. Jugendliche Kaiserfische sehen vollkommen anders aus als
ihre ausgewachsenen Artgenossen. (Petite Anse, Mahé)
Indischer Mimikry-Doktorfisch (Indian Ocean Mimic Surgeonfish, Acanthurus tristis)
Von hinten betrachtet, sieht der Indische Mimikry-Doktorfisch eher
unscheinbar aus. Leicht zu erkennen ist diese Fischart, die in Tiefen zwischen zwei und 26 Meter vorkommt, an ihrem weißen Saum der Schwanzflosse. Der Körper ist samtschwarz bis leicht bräunlich gefärbt,
nur der vordere Bereich des Gesichts ist hellgrau. Die Tiere werden bis zu 25 Zentimeter
groß. Der Indische Ozean und der Pazifik sind die Heimat dieser Tiere, die allerdings auch an einigen Stellen des Atlantiks gefunden wurden. (Anse Soleil, Mahé)
Indischer Segelflossendoktorfisch (Desjardin's Indian Sailfin Tang, Zebrasoma desjardinii)
Mit ihrer Körperlänge von bis zu 40 Zentimeter Körperlänge ist diese Fischart ohnehin schon
nicht klein. Stellen die die Tiere zusätzlich ihre segelartigen
Flossen auf, erscheinen sie erheblich größer, als sie es
ohnehin schon sind. Leider sind die Indischen Segelflossendoktorfische rund um die Seychellen-Inseln relativ scheu, sodass sie schwer zu fotografieren sind. Wirklich gut erkennbare Fotos dieser Art gelangen mir
in Hurghada.
Das Verbreitungsgebiet dieser Tiere erstreckt sich über den Indischen Ozean und das Rote Meer, sie kommen bis in 25 Meter Tiefe vor. (Anse Soleil, Mahé)
Korallen-Kaninchenfisch (Blue-spotted Spinefoot, Siganus corallinus)
Annähernd 35 Zentimeter lang werden die Korallen-Kaninchenfische, das rechts
abgebildete Tier war in etwa so groß. Meist schwimmen die Fische
paarweise umher; sie flüchten, sobald man sich ihnen
auf weniger als zwei Meter nähert. Sie kommen in Tiefen von bis zu zehn Meter vor. Das Verbreitungsgebiet dieser Fischart erstreckt sich über den Indischen Ozean bis hin zum westlichen Pazifik. Ihr gelber Körper ist
mit zahlreichen kleinen, sehr hellen, blauen
Flecken bedeckt, die man nur aus der Nähe deutlich erkennen
kann. (Petite Anse, Mahé)
Krokodil-Hornhecht (Hound Needlefish, Tylosurus crocodilus)
Stattliche 1,5 Meter Länge können die Krokodil-Hornhechte erreichen. Ihr Körper ist silbrig gefärbt und sie sind anhand ihres langen, spitzen Mauls gut zu erkennen. Zwar kommen die Tiere in Tiefen von bis zu 13 Meter vor, sie sind aber besonders häufig direkt unterhalb der Wasseroberfläche zu sehen. Wenn man sie eine Weile beobachtet, kann man mit ein wenig Glück sehen, wie sie urplötzlich beschleunigen und pfeilschnell in einen Schwarm winziger Fische preschen, dessen Individuen dann hektisch
davoneilen, um nicht von ihnen erbeutet zu werden. Leider lassen Krokodil-Hornhechte
Schnorchler nicht näher als drei bis vier Meter an sich heran kommen,
was sie zu schwierigen Fotomotiven macht. (Petite Anse, Mahé)
Kugelkopf-Papageifisch (Daisy Parrotfish, Chlorurus sordidus)
Zwar sind Kugelkopf-Papageifische sehr auffällig gefärbt, dafür nur maximal 40 Zentimeter
groß (männliche
Tiere); andere Papageifischarten werden deutlich größer. Die Weibchen sind wie bei fast allen verwandten Arten erheblich
unscheinbarer gefärbt als die Männchen und tragen praktisch kein Blau am Körper. Die
Schwanzflosse schließt bei dieser Spezies nahezu gerade ab, woran man sie recht
gut erkennen kann. Kugelkopf-Papageifische kommen in Tiefen zwischen drei und 50 Meter in der Nähe von Riffen vor. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Roten Meer über den Indischen Ozean bis in den Pazifik. Ein besonders farbenfrohes Bild dieser Fischart ist in meinem
Hurghada-Reisebericht zu sehen.
(Petite Anse, Mahé) |