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Käfer im Ruhrgebiet und Umland - Teil 1

Achtung, zu dieser Seite gibt es eine überarbeitete Version, die Sie hier finden.

Aaskäfer (Carrion Beetles, Silphidae)

Weltweit sind derzeit circa 180 Arten aus der Familie der Aaskäfer bekannt. In Deutschland sind einige Spezies heimisch. Sie führen jedoch ein verstecktes Leben und fallen deshalb kaum auf. Weil sich viele Arten vor allem von Aas ernähren, erfüllen sie in der Natur eine wichtige Rolle als Entsorger toter Tiere. Es gibt jedoch auch Aaskäfer, die beispielsweise Raupen fressen.

· Schwarzhörniger Totengräber (Necrophorus vespilloides)

Schwarzhörniger Totengräber (Necrophorus vespilloides)

Schwarzhörniger Totengräber (Necrophorus vespilloides)Der Schwarzhörnige Totengräber ist in Deutschland weit verbreitet. Weil diese Tiere jedoch ein sehr heimliches Leben führen, bekommen die wenigsten Menschen sie zu Gesicht. In der Natur erfüllen diese Käfer eine sehr wichtige Aufgabe: Sie werden vom Aasgeruch verendeter Kleintiere angezogen und graben die Kadaver ein. In der Nähe des toten Kleintieres legen die Weibchen Eier ab. Die geschlüpften Larven ernähren sich vom Aas und tragen somit zur Reinigung der Natur bei. Zwischen zwölf und 18 Millimeter beträgt die Körperlänge des Schwarzhörnigen Totengräbers. Schwarz ist die Grundfärbung dieser Tiere, auf den Flügeldecken befinden sich je zwei gezackte, breite orange bis gelblich gefärbte Binden. Foto: 12.10.2015, Bochum-Riemke

Blatthornkäfer (Scarab Beetles, Scarabaeidae)

Die Blatthornkäfer sind eine sehr artenreiche Familie, weltweit kommen circa 20.000 bis 30.000 Spezies vor - je nachdem, nach welcher Literaturquelle man sich richtet. Allein in Mitteleuropa sind rund 40 Gattungen mit etwa 200 Arten heimisch. Folgende Blatthornkäfer-Arten sind in diesem Kapitel zu finden:

· Aphodius sp.
· Feldmaikäfer (European Cockchafer, Melolontha melolontha)
· Gartenlaubkäfer (Garden Chafer, Phyllopertha horticola)
· Goldglänzender Rosenkäfer (Rose Chafer, Cetonia aurata)
· Gras-Laubkäfer (Hoplia sp.)
· Stolperkäfer (Dung Beetle, Valgus hemipterus)
· Trichius zonatus

Aphodius sp.

Aphodius sp.Aus der Gattung Aphodius kommen in Deutschland vier Arten vor, die einander sehr ähnlich sehen. Ihre Flügeldecken sind variabel, sie haben eine schwarze, bräunliche oder rötliche Grundfarbe. Oft weisen sie ein dunkelbraunes Fleckenmuster auf. Halsschild und Kopf sind für gewöhnlich dunkelbraun, oft sind sie glänzend. Bei den ähnlichen Arten mit bräunlichen Flügeldecken ist eine Unterscheidung ohne eine mikroskopische Untersuchung der Fortpflanzungsorgane praktisch nicht möglich, weshalb das in diesem Absatz gezeigte Individuum nur auf Gattungsebene benannt werden kann. Die kleinste bei uns heimische Aphodius-Art etwa 2,5 bis drei Millimeter groß, die größte zehn bis 15 Millimeter. Das hier gezeigte Tier war etwa drei Millimeter lang. Käfer der Gattung Aphodius werden von Dung angezogen, weil sich ihre Larven davon ernähren. Die Käfer fliegen frischen Tierkot an und legen dort meist recht schnell ihre Eier ab. Vom Frühling bis in den Sommer hinein dauert die Flugzeit dieser Insekten bei uns in Deutschland. In milden Wintern kann man sie aber mitunter sogar während der kühlen Jahreszeit beobachten. Foto: 29.03.2014, Bochum-Gerthe

Feldmaikäfer (European Cockchafer, Melolontha melolontha)

Feldmaikäfer (European Cockchafer, Melolontha melolontha)Zu den stattlichsten Käfern in der europäischen Natur gehören die Feldmaikäfer. Diese Tiere können eine Körperlänge von zwei bis drei Zentimeter erreichen. Ein großer Teil des Körpers, so auch der Kopf, ist bei diesen Insekten schwarz gefärbt. Die Beine, die Fühler und die Flügeldecken sind rötlich braun. Bei angelegten Flügeln und Flügeldecken ist das spitz zulaufende Ende des Hinterleibs deutlich zu sehen, es ragt unter ihnen hervor. Männchen und Weibchen sind an den Fühlern zu unterscheiden: Weibliche Feldmaikäfer weisen je sechs, männliche je sieben Enden an den Fühlern auf. Die einst sehr häufigen Tiere sind heute selten geworden. Im Frühling kann man sie mit ein wenig Glück vor allem abends in Laubwäldern und an Waldrändern fliegen sehen. Foto: 07.05.2016, Bochum-Gerthe

  Feldmaikäfer (European Cockchafer, Melolontha melolontha)   Feldmaikäfer (European Cockchafer, Melolontha melolontha)  
Foto: 07.05.2016,
Bochum-Gerthe
Foto: 07.05.2016,
Bochum-Gerthe

Gartenlaubkäfer (Garden Chafer, Phyllopertha horticola)

Gartenlaubkäfer (Garden Chafer, Phyllopertha horticola)Zwischen 8,5 und elf Millimeter wird der Gartenlaubkäfer lang. Die Tiere sind an ihren hellbraun bis rötlichbraun gefärbten Flügeldecken zu erkennen. Am restlichen Körper zeigen diese Insekten eine schwarzgrün metallisch glänzenden Färbung. Zudem ist der Körper auf der Oberseite dicht behaart, auch an den Beinen tragen diese Käfer Härchen. Ihre Fühler sind kurz und enden in drei Lamellen, woran die Tiere gut zu erkennen sind. Anzutreffen sind sie in den Monaten Mai und Juni, meist kommen diese tagaktiven Insekten in größeren Gruppen vor. An sonnigen Tagen fliegen sie vor allem morgens, meist in der Zeit zwischen 8.30 Uhr und elf Uhr. Auf ihrem Speisezettel stehen Blätter von Birken, Eichen und Hasel, aber auch von Rosen- und Kirschblüten ernähren sich diese Käfer. Foto: 09.05.2009, Mülheim-Saarn

Goldglänzender Rosenkäfer (Rose Chafer, Cetonia aurata)

Die Körperlänge des Goldglänzenden Rosenkäfers kann zwischen 14 und 20 Millimeter betragen. Auf der Oberseite ist ihr Körper variabel grünlich bis bronzefarben gefärbt, er glänzt metallisch. Rotgolden ist die Unterseite des Körpers gefärbt. Weiße Flecken und quer verlaufende Rillen befinden sich auf den Deckflügeln. An seiner Basis ist der Halsschild besonders breit, zum Kopf hin wird er schmal. Männliche Tiere lassen sich an einer flachen Längsfurche auf der Unterseite erkennen, die den Weibchen fehlt. In der Zeit von April bis Oktober können diese Tiere in freier Natur beobachtet werden. Sie suchen gern Blüten unterschiedlicher Pflanzen, darunter Rosen, Weißdorn, Holunder und Doldenblütler, auf, um dort Pollen zu fressen.

  Goldglänzender Rosenkäfer (Rose Chafer, Cetonia aurata)   Goldglänzender Rosenkäfer (Rose Chafer, Cetonia aurata)  
Foto: 11.05.2015,
Bochum-Riemke
Foto: 11.05.2015,
Bochum-Riemke

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Gras-Laubkäfer (Hoplia sp.)

Gras-Laubkäfer (Hoplia sp.)In Deutschland kommen mehrere Arten der Gattung Hoplia vor. Einige davon sind anhand ihrer Färbung einigermaßen gut zu bestimmen, doch bei Hoplia-Arten mit rotbraunen Flügeldecken ist es anhand von Fotos nahezu unmöglich, sie auf Artebene zu bestimmen. Gras-Laubkäfer sind je nach Art circa sechs bis sieben oder neun bis elf Millimeter lang; das in diesem Absatz gezeigte Tier war etwa sechs Millimeter lang. Diese Insekten sind kurz und dicht behaart. Typisch für Käfer dieser Gattung ist, dass sie sich in niedriger Vegetation aufhalten und sich mehr hangelnd als kletternd fortbewegen. Dabei wirken sie mitunter etwas ungelenk und hängen manchmal an nur einem Bein kopfüber an Stängeln oder Blättern. Etwa von April bis Juli dauert die Flugzeit der Gras-Laubkäfer, besonders häufig kann man sie im Mai und Juni beobachten. Foto: 22.06.2014, Bochum-Dahlhausen

Stolperkäfer (Dung Beetle, Valgus hemipterus)

Männlicher Stolperkäfer (Dung Beetle, Valgus hemipterus)Zwischen sechs und zehn Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Stolperkäferart. Männliche Tiere haben eine dunkel geschuppte Oberseite, die helle Bereiche trägt, siehe Foto rechts. Bei den Weibchen ist die Oberseite dunkel geschuppt. Zudem sind die Deckflügel relativ kurz, weshalb sie nicht den gesamten Hinterleib bedecken. Weibchen tragen am Hinterleib einen Stachel, mit dem es die Eier legt, siehe Abbildung im Düsseldorf-Reisebericht. In Mittel- und Südeuropa sind diese Käfer in den Monaten Mai und Juni recht häufig zu finden. Ihre Verbreitungsgrenze erstreckt sich etwa in Höhe der Niederlande. Foto: 12.05.2008, Essen-Schönebeck

Trichius zonatus

In Deutschland kommen mehrere Arten aus der Gattung Trichius vor, die einander recht ähnlich sehen und die nur bei sehr genauer Betrachtung einiger Details unterschieden werden können. Die Art Trichius zonatus ist circa zehn bis zwölf Millimeter lang. Gelblichbraun ist die Grundfarbe der Flügeldecken. Darauf befinden sich je drei schwarze Flecken beziehungsweise Bänder. Der Körper ist sehr dicht behaart, wobei die Härchen am Rumpf meist weißlich sind und die am Kopf und auf dem Brustteil eher hellbraun. Der Kopf, der Brustteil, die Fühler und die Beine sind schwarz. Von Mai bis August dauert die Flugzeit dieser schönen Käfer, die sich gern auf großen Blüten aufhalten. Pollen bildet die hauptsächliche Nahrung dieser Insekten.

  Trichius zonatus   Trichius zonatus  
Foto: 22.06.2014,
Bochum-Dahlhausen
Foto: 22.06.2014,
Bochum-Dahlhausen

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Blattkäfer (Leaf Beetles, Chrysomelidae)

In aller Welt kommen circa 50.000 verschiedene Blattkäferarten vor. Mehr als 470 Spezies aus dieser großen Familie sind in Deutschland heimisch. Der Name Blattkäfer rührt daher, dass die erwachsenen Tiere (Imagines) der meisten Arten Blätter fressen. Folgende Blattkäfer-Arten finden Sie in diesem Kapitel in alphabetischer Reihenfolge:

· Altica sp.
· Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni)
· Breiter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Plagiodera versicolora)
· Bruchus rufimanus
· Donacia versicolorea
· Erzfarbener Erlenblattkäfer (Linaeidea aenea)
· Gebänderter Fallkäfer (Leaf Beetle, Cryptocephalus vittatus)
· Gefleckter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Chrysomela vigintipunctata)
· Gelblicher Höckerstirnerdfloh (Aphthona lutescens)
· Gelbschwarzer Blattkäfer (Leaf Beetle, Cryptocephalus moraei)
· Gemeines Spargelhähnchen (Crioceris asparagi)
· Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)

Achtung, weitere Blattkäfer-Arten vinden Sie in Teil 2 der Käfervorstellungen.

Altica sp.

Die Gattung Altica gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) und umfasst etwa 300 Spezies, von denen rund 20 in Deutschland vorkommen. Viele der bei uns beheimateten Arten sehen einander sehr ähnlich, sie sind bläulich-grünlich oder bläulich-schwarz gefärbt. Typisch für Altica-Arten ist außerdem der metallische Glanz. Außerdem sind diese Käfer recht klein, sie sind je nach Art etwa 3,5 bis 5,5 Millimeter groß. In den meisten Fällen lassen sich die Spezies nicht anhand von Fotos bestimmen. Lediglich durch eine mikroskopische Untersuchung der Fortpflanzungsorgane ist es bei den sehr ähnlichen Arten möglich, sie zu identifizieren, weshalb die unter diesem Absatz gezeigten Individuen nur auf Gattungsebene bestimmt werden konnte. Käfer der Gattung Altica lassen sich in Deutschland je nach Art vom Frühling bis in den Sommer oder Herbst beobachten.

  Altica sp.   Altica sp.  
Foto: 20.10.2013,
Bochum-Querenburg
Foto: 26.04.2014,
Bochum-Riemke

Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni)

Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni)Der Blaue Erlenblattkäfer, manchmal auch einfach nur Erlenblattkäfer genannt, gehört zur Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Zwischen sechs und sieben Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Käferart. Ihr Körperbau wirkt ein wenig gedrungen und von der Seite betrachtet, sind die Tiere relativ stark gekrümmt. Auffällig metallisch blau sind die Flügeldecken und der Halsschild gefärbt, auch die Beine und Fühler sowie der Körper weisen diese Färbung auf. Es kommen jedoch auch grünliche, violettblau oder schwarz gefärbte Individuen vor. Weil sich sowohl erwachsene Käfer (Imagines) als auch Larven dieser Spezies von Erlenblättern ernähren, sind die Tiere im Sommer an diesen Pflanzen zu finden. Foto: 22.05.2014, Bochum-Riemke

  Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni), Paarung   Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni), Weibchen bei der Eiablage  
Paarung, Foto: 24.04.2015,
Bochum-Riemke
Weibchen bei der Eiablage, Foto: 01.05.2014,
Bochum-Riemke

  Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni), schlüpfende Larven   Blauer Erlenblattkäfer (Alder Leaf Beetle, Agelastica alni), ausgefärbte Larven  
Schlüpfende Larven, Foto: 22.05.2014,
Bochum-Riemke
Ausgefärbte Larven, Foto: 22.05.2015,
Bochum-Riemke

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Breiter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Plagiodera versicolora)

Breiter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Plagiodera versicolora)Der Breite Weidenblattkäfer ist rundlich geformt und nur relativ schwach gewölbt. Seine Körperlänge beträgt zwischen 2,5 und 4,5 Millimeter. Bei den meisten Individuen ist der Körper metallisch blau oder blaugrün gefärbt, doch es kommen auch grüne oder kupferfarbene Exemplare dieser Spezies vor. Auf der Unterseite ist die Art schwarz oder grünlich-schwarz gefärbt. Hell sind die ersten fünf oder sechs Fühlerglieder bei den meisten Tieren, die äußeren sind dunkel. Die Beine weisen ebenfalls eine dunkle Färbung auf. Bevorzugt halten sich diese Insekten auf Weidenblättern auf, mitunter trifft man sie auf Pappeln an. Etwa ab Mai bis in den Sommer hinein dauert die Flugzeit dieser Käferart, deren Larven überwiegend dunkel gefärbt sind und für gewöhnlich in Gruppen auf den Blättern ihrer Futterpflanzen zu finden sind. Foto: 22.06.2014, Bochum-Dahlhausen

  Breiter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Plagiodera versicolora)   Eigelege eines Breiten Weidenblattkäfers (Willow Leaf Beetle, Plagiodera versicolora)  
Foto: 19.08.2015,
Bochum-Querenburg
Eigelege, Foto: 03.05.2014,
Bochum-Riemke

  Junge Larven des Breiten Weidenblattkäfers (Willow Leaf Beetle, Plagiodera versicolora)   Ältere Larve des Breiten Weidenblattkäfers (Willow Leaf Beetle, Plagiodera versicolora)  
Junge Larven, Foto: 03.05.2014,
Bochum-Riemke
Ältere Larve, Foto: 19.08.2015,
Bochum-Querenburg

Bruchus rufimanus

Bruchus rufimanusDie Käferart Bruchus rufimanus gehört zu den Samenkäfern (Bruchidae), die eine Unterfamilie der Blattkäfer (Chrysomelidae) darstellen. Zwischen vier und fünf Millimeter ist Bruchus rufimanus groß. Schwarz oder dunkelgrau ist die Grundfärbung dieser Tiere. Sie tragen auf dem Halsschild und auf den Flügeldecken einige hellgraue, weißliche und hellbraune Flecken. Auf den Flügeldecken verlaufen parallele Längsrillen. Eine feine Behaarung bedeckt den Körper und die Flügeldecken dieser Tiere. Ihre Beine sind bräunlich und auch die Fühler sind so gefärbt; an der Basis sind sie heller als an der Spitze. Die Flugzeit dieser kleinen Käferart dauert etwa von April bis Juni. Wenn diese Insekten massenhaft Ackerbohnen (Vicia faba) befallen, können sie schwere Schäden anrichten und gelten deshalb als Ernteschädlinge. Foto: 21.06.2014, Bochum-Riemke

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Donacia versicolorea

Donacia versicoloreaIn Europa und somit auch in Deutschland kommen mehrere Arten der Gattung Donacia vor, sie werden auch als Schilfkäfer bezeichnet. Die Spezies sehen sich recht ähnlich, doch Donacia versicolorea ist meist leicht daran zu erkennen, dass die Tiere am Schwimmenden Laichkraut (Potamogeton natans) zu finden sind. Erwachsene Käfer fressen die Blätter dieser Pflanzenart, die bei einer starken Besiedlung durch die Tiere erhebliche Fraßschäden aufweisen kann. Zwischen 5,5 und zehn Millimeter ist diese Käferart vor. Der Körper ist grau metallisch glänzend gefärbt, die Flügeldecken sind meist schwärzlich und sie schimmern in verschiedenen metallischen Farbtönen wie bläulich, grünlich oder rötlich. Anzutreffen ist Donacia versicolorea an Ufern stehender oder langsam fließender Gewässer, sofern dort ihre Futterpflanze vorkommt. Von Mai/Juni bis August dauert die Flugzeit dieser Käferart. Foto: 01.06.2014, Bochum-Querenburg

Gebänderter Fallkäfer (Leaf Beetle, Cryptocephalus vittatus)

Gebänderter Fallkäfer (Leaf Beetle, Cryptocephalus vittatus)Mit einer Körpergröße von nur drei bis 4,5 Millimeter ist der Gebänderte Fallkäfer recht zierlich und wird deshalb in der Natur oft kaum wahrgenommen. Beobachten kann man diese kleinen Insekten von Mai bis August. Man erkennt die Art ihrer typischen Färbung: Die Flügeldecken sind gelb und schwarz gefärbt, im gelben Bereich befinden sich zudem sehr feine, dunkle Punktgruben. Der restliche Körper ist schwarz gefärbt, der Halsschild ist glatt und nicht punktiert. Anzutreffen ist der Gebänderte Fallkäfer in Lebensräumen, in denen es viele Wildblüten Blüten gibt. Besonders gern halten sich diese Tiere auf Margeriten (Leucanthemum sp.) Rainfarn (Tanacetum vulgare) und Schafgarbe (Achillea sp.) auf, doch sie besuchen auch andere Blüten. Foto: 22.06.2016, Bochum-Riemke

Erzfarbener Erlenblattkäfer (Linaeidea aenea)

Erzfarbener Erlenblattkäfer (Linaeidea aenea)Der Erzfarbene Erlenblattkäfer ist zwischen 6,5 und 8,5 Millimeter lang. Hinsichtlich ihrer Färbung ist diese Spezies sehr variabel. Der Körper und die Flügeldecken können bläulich, blaugrün, grün, rotgelb oder gelblich gefärbt sein. Die rotgelben und gelblichen Exemplare haben in aller Regel einen schwarzen Fleck auf dem Halsschild, wohingegen er bei den in den anderen genannten Nuancen gefärbten Individuen fehlt; bei ihnen ist der gesamte Körper gleich gefärbt. Halsschild und Flügeldecken tragen eine sehr feine Punktierung und oft sind sie metallisch glänzend. Im Bereich der Schultern haben diese Tiere auf der Oberseite kleine Höcker, was für sie typisch ist. Wie es der deutsche Name bereits vermuten lässt, kommen sie an Erlen (Alnus sp.) vor. Von April bis August dauert die Flugzeit der Erzfarbenen Erlenblattkäfer. Foto: 25.04.2015, Bochum-Riemke

Gefleckter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Chrysomela vigintipunctata)

Eine in Deutschland vergleichsweise häufig vorkommende Käferart ist der Gefleckte Weidenblattkäfer. Seine Flugzeit beginnt im April und dauert bis in den August. Vor allem auf Weidenbäumen (Salix sp.) kommt diese Spezies vor, darüber halten sich die Tiere auf Erlen (Alnus sp.), Pappeln (Populus sp.) und Birken (Betula sp.) auf. Etwa 6,5 bis 8,5 Millimeter beträgt die Körperlänge dieser Käfer, ihre Färbung ist variabel. Die Flügeldecken können weißlich, gelblich oder rötlich gefärbt sein und sie tragen je zehn längliche Flecken. Auch der Kopf, die Beine und die Fühler sind schwarz gefärbt. Der Halsschild ist überwiegend schwarz, nur an den Seiten ist er gelb, cremefarben oder rötlich. Ein typisches Erkennungsmerkmal der Art ist ihr mittig auf ihrem Rücken verlaufender, schwarzer Streifen. Die Larven sind cremefarben mit schwarzen Punkten. Für ihre Häutung heften sie sich kopfüber an die Vegetation. In dieser Stellung verpuppen sie sich.

  Gefleckter Weidenblattkäfer (Willow Leaf Beetle, Chrysomela vigintipunctata)   Puppen des Gefleckten Weidenblattkäfers (Willow Leaf Beetle, Chrysomela vigintipunctata)  
Foto: 11.06.2013,
Bochum-Riemke
Puppen, Foto: 11.06.2013,
Bochum-Riemke

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Gelblicher Höckerstirnerdfloh (Aphthona lutescens)

Aphthona lutescensNur zwei bis zweieinhalb Millimeter ist der Gelbliche Höckerstirnerdfloh lang. Die Tiere weisen eine gelblichbraune Färbung auf. Bei vielen Individuen gibt es im Basisbereich der Flügeldecken einen etwas dunkleren dreieckigen Bereich. Die Beine sind hell gelblich gefärbt. Lediglich das hintere Beinpaar zeigt an den Schenkeln auf der Oberseite je einen braunen Bereich. Der Hinterleib ist bräunlich gefärbt und ragt ein wenig unter den Flügeldecken hervor. Halsschild und Flügeldecken sind beim Gelblichen Höckerstirnerdfloh fein punktiert. Bereits im März beginnt die Flugzeit dieser unscheinbaren Käfer, sie dauert bis in den Spätsommer. Foto: 01.08.2014, Hattingen-Blankenstein

Gelbschwarzer Blattkäfer (Leaf Beetle, Cryptocephalus moraei)

Gelbschwarzer Blattkäfer (Leaf Beetle, Cryptocephalus moraei)Zu den sehr kleinen Vertretern der Familie der Blattkäfer gehört Cryptocephalus moraei. Diese Tiere werden nur drei bis fünf Millimeter lang. Ihr Körper ist sehr kompakt, sie sind überwiegend schwarz gefärbt und glänzend. Am Halsschild sind der vordere Rand sowie die Seitenränder gelblich bis rötlichgelb gefärbt. Darüber hinaus befinden sich an den Seiten und an den hinteren Enden der Flügeldecken gelbe oder rötlichgelbe Flecken; die Größe dieser Flecken ist bei den einzelnen Individuen unterschiedlich. Weibchen tragen auf der Stirn zwei rote Längsstriche, bei den Männchen ist dort eine x-förmige Zeichnung vorhanden. Schwarz sind die Beine gefärbt, lediglich die Vorderschenkel und die Vorderschienbeine sind gelb. Die Käfer halten sich auf Johanniskraut-Arten (Hypericum sp.) auf. Von April bis Juli dauert die Flugzeit dieser Spezies, die mitunter auch als Querbindiger Fallkäfer bezeichnet wird. Foto: 15.06.2014, Bochum-Riemke

Gemeines Spargelhähnchen (Crioceris asparagi)

Gemeines Spargelhähnchen (Crioceris asparagi)Weil das Gemeine Spargelhähnchen stark an wilde und gezüchtete Spargelpflanzen (Asparagus sp.) gebunden ist, findet man diese Käferart nur an wenigen Stellen. Diese Tiere sind fünf bis 6,5 Millimeter groß und sehr auffällig, aber variabel gefärbt. Der Kopf ist schwarz und der Halsschild ist rot; mittig kann sich auf dem Halsschild ein dunkler Fleck befinden. Fühler und Beine sind schwarz. Die Flügeldecken sind bei den einzelnen Individuen unterschiedlich gemustert, ihre Zeichnung besteht aus schwarzen, cremefarbenen und roten Elementen. Von April bis in den September hinein dauert die Flugzeit der Gemeinen Spargelhähnchen. Sie ernähren sich von Spargelblättern sowie -sprossen, was sowohl für die erwachsenen Käfer als auch für ihre Larven gilt. Diese Käferart wird als Schädling angesehen, weil sie den Spargelpflanzen stark zusetzen kann, wenn sie in großer Zahl auftritt. Foto: 23.08.2015, Bochum-Querenburg

  Gemeines Spargelhähnchen (Crioceris asparagi)   Gemeines Spargelhähnchen (Crioceris asparagi), Larve  
Foto: 07.07.2016,
Bochum-Querenburg
Larve, Foto: 07.07.2016,
Bochum-Querenburg

Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)

Zwischen vier und sieben Millimeter wird der Grüne Sauerampferkäfer lang. Bei dieser Käferart sind die Männchen kleiner als die Weibchen. Der Körper ist dunkel gefärbt und glatt, die Deckflügel schimmern in einem hübschen metallischen Grünton, der je nach Lichteinfall bläulich bis gelblich oder auch rot oder violett wirken kann. Weibchen sind an ihrem vergrößerten Hinterleib zu erkennen. Vor allem während der Paarungszeit kann dieser stark angeschwollen sein und weit unter den Deckflügeln hervorstehen, siehe Foto rechts. Wie es der deutsche Name vermuten lässt, sind die Tiere in aller Regel auf Ampfer (Rumex sp.) zu finden. Sie fressen die Blätter und pflanzen sich auch auf diesen Gewächsen fort. Typische Lebensräume der im Sommer häufig in der Natur zu findenden Käfer sind Waldränder, Gärten und auch Heidelandschaften sowie naturnahe Wiesen. In manchen Literaturquellen wird diese Insektenart als Ampfer-Blattkäfer bezeichnet.

  Weiblicher Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)   Männlicher Grüner Sauerampferkäfer (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)  
Weibchen, Foto: 22.09.2013,
Bochum-Querenburg
Männchen, Foto: 22.09.2013,
Bochum-Querenburg

  Grüne Sauerampferkäfer bei der Paarung (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)   Larven des Grünen Sauerampferkäfers (Green Dock Leaf Beetle, Gastrophysa viridula)  
Paarung, Foto: 22.09.2013,
Bochum-Querenburg
Larven, Foto: 20.10.2013,
Bochum-Querenburg

 

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Interessante Internetseiten:

Kerbtier.de

Käfer bei Insektenbox.de

Naturgucker.de