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Die Natur im
Ruhrgebiet: Schmetterlinge und Falter
Während
der warmen Jahreszeit kann man im Ruhrgebiet viele verschiedene
Schmetterlings- und Falterarten beobachten. In manchen Gebieten begegnet
man mit ein wenig Glück sogar seltenen Spezies, wenn man einen Blick für
diese ebenso filigranen wie bunten Tiere hat. Foto rechts:
Großes
Ochsenauge (Maniola jurtina)
Die auf dieser Seite gezeigten Schmetterlinge und Falter habe ich nach
bestem Wissen und Gewissen mit Hilfe diverser Webseiten und
Bestimmungsbücher identifiziert. Einige Arten habe ich bislang noch
nicht bestimmen können. Falls Sie helfen können, würde ich mich über
eine Nachricht per E-Mail
freuen. In diesem Kapitel werden die Tiere alphabetisch gemäß ihrer
deutschen Namen gezeigt.
· Achateule (Angle Shades, Phlogophora meticulosa)
· Admiral (Red Admiral, Vanessa atalanta)
· Ampfer-Wurzelbohrer (Orange Swift, Triodia sylvina)
· Aurofafalter (Orange Tip, Anthocharis cardamines)
· Brauner Waldvogel (Ringlet, Aphantopus hyperantus)
· Braunkolbiger Braundickkopffalter (Small Skipper, Thymelicus sylvestris)
· C-Falter (Comma, Polygonia c-album)
· Degeers Langfühler (Longhorn Moth, Nemophora degeerella)
· Distelfalter (Painted Lady, Vanessa cardui)
· Faulbaum-Bläuling (Holly Blue, Celastrina argiolus)
· Federmotte (Plume Moth, Emmelina monodactyla)
· Gammaeule (Silver Y, Autographa gamma)
· Großer Johanniskraut-Spanner (Treble-bar, Aplocera plagiata)
· Großes Ochsenauge (Meadow Brown, Maniola jurtina)
· Hauhechelbläuling (Common blue, Polyommatus icarus)
· Kleiner Feuerfalter (Small Copper, Lycaena phlaeas)
· Kleiner Fuchs (Small Tortoiseshell, Nymphalis urticae)
· Kleiner Kohlweißling (Small White, Pieris rapae)
· Landkärtchen (Map Butterfly, Araschnia levana)
· Messingeule (Owlet, Diachrysia chrysitis)
· Pyramiden-Eule (Copper Underwing, Amphipyra pyramidea)
· Rapsweißling (Green-veined White, Pieris napi)
· Rundstirnmotte (Nettle-tap, Anthophila fabriciana)
· Samenmotte (Brown House-moth, Hofmannophila pseudospretella)
· Schwalbenschwanz (Old World Swallowtail, Papilio machaon)
· Seideneulchen (Straw Dot, Rivula sericealis)
· Silbereulchen (Silver Barred, Deltote bankiana)
· Tagpfauenauge (European Peacock, Aglais io)
· Ulmen-Zipfelfalter (White-letter Hairstreak, Satyrium w-album)
· Waldbrettspiel (Speckled Wood, Pararge aegeria)
· Weißer Graszünsler (Grass Veneer, Crambus perlella)
· Weißpunkt-Graseule (White-Point, Mythimna albipuncta)
· Weißstirn-Weißspanner (Common White Wave, Cabera pusaria)
· Zitronenspanner (Brimstone Moth, Opisthograptis luteolata)
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Achateule (Angle Shades, Phlogophora meticulosa)
Wie es der Name bereits vermuten lässt, gehört die Achateule zur Familie der
Eulenfalter (Noctuidae). Die Flügelgrundfarbe der nachtaktiven Achateule
ist variabel, sie kann Farbtöne von olivgrün über gelblichbraun bis hin
zu einer rostroten Braunnuance aufweisen. Auf den Vorderflügeln tragen
die Tiere eine Bänderzeichnung, die die V-förmig ist. An den Rändern
sind die Vorderflügel gezackt. Die im Ruhezustand selten sichtbaren
Hinterflügel sind heller gefärbt und tragen schwache, dunkle Querlinien.
Zwischen 4,5 und 5,5 Zentimeter kann die Flügelspannweite dieser Tiere
betragen. In zwei Generationen fliegt die Achateule. Die erste
Generation dieser Wanderfalter ist von April/Mai bis Juli unterwegs, die
zweite von August bis November.
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Foto: 11.04.2008,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 13.05.2007,
Essen-Schönebeck |
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Admiral (Red Admiral, Vanessa atalanta)
Der
Admiral ist ein Schmetterling, der zur Familie der Edelfalter gehört. Er
erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 65 Millimeter. Die Oberseite
der Vorderflügel ist dunkelbraun gefärbt. Nahezu mittig verläuft dort
eine breite, rote Binde. Weibliche Tiere tragen in dieser Binde fast
immer einen weißen Fleck. An den Spitzen sind die Vorderflügel schwarz
gefärbt und mit mehreren unterschiedlich großen weißen Flecken verziert.
Auch die Hinterflügel sind braun gefärbt. Sie tragen am Außenrand eine
rote Binde, in der mittig eine schwarze Punktreihe verläuft. Der äußere
Rand sämtlicher Flügel wird von einer feinen, weißen Linie gesäumt, die
mit schwarzen Punkten durchsetzt ist. Foto:
12.03.2007,
Essen-Rüttenscheid
Ampfer-Wurzelbohrer (Orange Swift, Triodia sylvina)
Der Ampfer-Wurzelbohrer ist ein nachtaktiver Schmetterling
(Nachtfalter), der zur Familie der Wurzelbohrer (Hepialidae) gehört. Die
Flügelspannweite dieser Tiere beträgt 27 bis 45 Millimeter. Weibchen
sind grau und dunkelbraun gefärbt, Männchen weisen eine orange-braune
Färbung auf, siehe Fotos unten. Beide Geschlechter tragen eine weiße, linienartige
Zeichnung. Meist sind die Männchen deutlich kleiner als die Weibchen.
Ampfer-Wurzelbohrer kommen im Ruhrgebiet recht häufig vor, die Art
bevorzugt offene Landschaften als Lebensraum. Diese Tiere fliegen von
Juli bis September, die Hauptflugzeit liegt im Monat August. Manche
Literaturquellen bezeichnen die Spezies alternativ als Hepialus
sylvina.
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Männchen,
Foto: 25.08.2007,
Essen-Schönebeck |
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Männchen,
Foto: 25.08.2007,
Essen-Schönebeck |
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Aurofafalter (Orange Tip, Anthocharis cardamines)
Aurorafalter
erreichen eine Körpergröße von 35 bis 45 Millimeter. Bei beiden
Geschlechtern ist die Grundfarbe der Flügel weiß, auf der Oberseite der
Vorderflügel tragen die Tiere graue bis grau-schwarze Bereiche. In der
Mitte der Vorderflügel tragen diese Schmetterlinge zudem einen schwarzen
Punkt. Bei den Männchen ist der äußere Bereich der Vorderflügel
auffällig orange gefärbt, bei den Weibchen ist dieser Bereich weiß,
siehe Foto rechts. Charakteristisch für die Art ist die Unterseite der
Flügel, anhand derer vor allem bei den Weibchen, die leicht mit anderen
Weißlingen verwechselt werden können, eine Bestimmung möglich ist. Die
Hinterflügel sind auf der Unterseite weiß gefärbt und tragen
unregelmäßig angeordnete, gelblich-grüne Muster. Erwachsene Tiere
fliegen in der Zeit von Ende März bis Ende Mai. Sie bewohnen sowohl
trockene als auch feuchte Wiesenbereiche. Foto: 09.05.2009, Mülheim-Saarn
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Weibchen,
Foto: 09.05.2009,
Mülheim-Saarn |
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Weibchen,
Foto: 09.05.2009,
Mülheim-Saarn |
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Brauner Waldvogel (Ringlet, Aphantopus hyperantus)
Der
Braune Waldvogel gehört zur Familie der Edelfalter. Er ist tagaktiv und
kommt in seinem Verbreitungsgebiet relativ häufig vor. Seine
Flügelspannweite beträgt zwischen 35 und 42 Millimeter. Die Flügel sind
auf der Ober- und Unterseite einfarbig braun gefärbt. Sie tragen einige
kleine, gelb umrandete Augenflecken. Auf den Hinterflügeln sind je drei
Flecken in einer Reihe angeordnet, ein wenig versetzt dazu befinden sich
zwei weitere Flecken. Meist sitzen die Tiere mit zusammengeklappten
Flügeln auf den Futterpflanzen. Sie trinken wie viele andere Falter gern
den Nektar von Flockenblumen, Disteln und Bärenklau. Im Ruhrgebiet sind
die Tiere überall dort anzutreffen, wo sie auf naturnahen Wiesen ihre
bevorzugten Futterpflanzen finden. In manchen Gärten kann man ihnen
ebenfalls begegnen. Foto:
08.07.2007, Essen-Heisingen
Braunkolbiger Braundickkopffalter (Small Skipper, Thymelicus sylvestris)
Der tagaktive Braunkolbige Braun-Dickkopffalter ist verglichen mit
anderen Schmetterlingen recht klein. Er erreicht eine Flügelspannweite
von 27 bis 34 Millimeter. Auf der Oberseite sind die Flügel hell
orangebaun gefärbt. Die dunkleren Flügeladern sind gut erkennbar. Am
Rand sind die Flügel dunkelbraun gefärbt. Grünlich-grau sind die
Hinterflügel auf der Unterseite, auch die Vorderflügel tragen an der
Spitze auf der Unterseite diese Farbe. Die Hinterflügel sind unten am
inneren Rand breit gelb gesäumt. Ein sicheres Erkennungsmerkmal für
diese Falterart sind die auf der Unterseite braun gefärbten
Fühlerkolben. Bei den nahe verwandten Schwarzkolbigen
Braundickkopffaltern (Thymelicus lineola) sind sie schwarz.
Besonders gern saugen Braunkolbige Braun-Dickkopffalter den Nektar der
Flockenblumen. In der Zeit von Ende Juni bis August können erwachsene
Tiere in der Natur beobachtet werden, diese Art fliegt in einer
Generation.
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Foto: 17.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 17.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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C-Falter (Comma, Polygonia c-album)
Zur
Familie der Edelfalter gehört auch der C-Falter. Die Flügelspannweite
dieser Tiere kann zwischen 40 und 50 Millimeter betragen. Ihre
Flügelfärbung kann von Individuum zu Individuum stark variieren. Die
Grundfarbe ist orange, die Flügel werden von einem Fleckenmuster in den
Farben Schwarz, Braun und Gelb geziert. Ein brauner Saum umgibt die
Flügelränder. Auf der Unterseite sind die Flügel dieser
Schmetterlingsart hellbraun, grau oder gelblich gefärbt. Ein sicheres
Erkennungsmerkmal dieser Spezies ist das kleine, weiße "C", das sie auf
der Flügelunterseite tragen. Diese Zeichnung stand Pate bei der
Namensgebung. Der C-Falter fliegt in der deutschen Natur in der Zeit von
März bis Oktober in zwei Generationen. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
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Foto: 15.04.2007,
Essen-Borbeck |
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Foto: 15.04.2007,
Essen-Borbeck |
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Degeers Langfühler (Longhorn Moth, Nemophora degeerella)
Laubwälder
in ganz Europa sind die Heimat dieser Tierart, die zur Familie der
Langhornmotten gehört. Die Flügelspannweite beträgt zwischen 16 und 23
Millimeter. Gelblich bis bräunlich-gelb ist die Grundfarbe der Flügel.
Sie weisen einige braune Längsstreifen auf und tragen knapp unterhalb
der Mitte eine auffällige gelbe Querbinde. Bei Tieren, die stark
abgeflogen sind, kann diese Querbinde jedoch nahezu unsichtbar sein.
Männchen und Weibchen lassen sich anhand ihrer Fühlerlänge
unterscheiden. Bei weiblichen Tieren haben die Fühler circa 1,5-fache
Flügellänge, bei den Männchen sind sie viermal so lang. In der Nähe des
Kopfes sind die Fühler dunkel gefärbt, nach außen hin werden sie heller.
Die Flugzeit dieser auch als Gebänderte Langhornmotte bezeichneten
Falterart dauert von April bis September.
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stark
abgeflogenes Männchen,
Foto: 15.05.2007,
Essen-Borbeck |
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Weibchen, Foto:
23.05.2007,
Essen-Borbeck |
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Distelfalter (Painted Lady, Vanessa cardui)
Mit
seiner Flügelspannweite von 45 bis 60 Millimeter ist der Distelfalter
recht groß. Er gehört zur Familie der Edelfalter und ist tagaktiv.
Anders als es sein Name vermuten lässt, findet man erwachsene
Schmetterlinge dieser Art nicht nur auf Disteln, sondern auch auf
anderen Pflanzen, die nektarreich sind und deshalb gern von
Schmetterlingen angeflogen werden, darunter beispielsweise der
Schmetterlingsflieder. Auf der Unterseite der Hinterflügel befinden sich
beim Distelfalter einige Augenflecken, die Flügeloberseite ist an den
Rändern der Vorderflügel schwarzweiß gefärbt, der Rest ist orange und
schwarz gezeichnet. Die Art ist in Mitteleuropa in zwei Generationen
unterwegs, die erste fliegt von Juli bis August, die zweite von
September bis Oktober. Foto: 11.08.2007, Essen-Frintrop
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Foto: 11.08.2007,
Essen-Frintrop |
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Foto: 11.08.2007,
Essen-Frintrop |
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Faulbaum-Bläuling (Holly Blue, Celastrina argiolus)
Der
Faulbaum-Bläuling gehört zu den Tagfaltern. Beide Geschlechter dieser in
der deutschen Natur nur vereinzelt anzutreffenden Falterart sind blau
gefärbt. Weibchen lassen sich daran erkennen, dass die Blaufärbung auf
der Flügeloberseite nicht bis zum Rand reicht. Auf der Unterseite sind
die Flügel graublau gefärbt und tragen schwarze Flecken und Streifen. In
der Zeit von April bis September ist diese Schmetterlingsart zu
beobachten, sie fliegt in zwei Generationen. Der typische Lebensraum des
Faulbaum-Bläulings sind Laubwälder. Foto: 01.07.2007, Essen-Borbeck
Federmotte (Plume Moth, Emmelina monodactyla)
Federmotten
kommen weltweit mit etwa 1.000 Arten in 90 verschiedenen Gattungen vor.
Auch in Deutschland sind einige Arten heimisch, darunter beispielsweise
Emmelina monodactyla. Einen richtigen deutschen Namen hat diese
Tierart nicht. Die Flügelspannweite beträgt bis zu 27 Millimeter und die
Färbung ist hellbraun bis grau. An den Enden sind die Vorderflügel
gespalten, was man jedoch nur aus allernächster Nähe erkennen kann.
Emmelina monodactyla ist nachtaktiv und die Tiere kommen in Gärten
sowie lichten Wäldern vor. Diese Falterart kann das ganze Jahr über
beobachtet werden. Foto: 22.04.2007, Essen-Schönebeck
Gammaeule (Silver Y, Autographa gamma)
Zu
den während der Dunkelheit aktiven Nachtfaltern gehört die Gammaeule.
Die Flügelspannweite dieser Falter beträgt zwischen 35 und 40
Millimeter. Grau bis braun ist die Grundfärbung dieser Tiere. Auf den
Vorderflügeln befinden sich die für die Art unverkennbaren Zeichnungen
in Form eines griechischen Gammas. Weil die Färbung dieser Zeichnung
silbrigweiß ist und sie zudem entfernt an ein "Y" erinnert, erhielt
diese Tierart ihren englischen Namen aufgrund dieser beiden
Eigenschaften. Zwar kommen in Europa einige sehr ähnliche Arten vor, die
nur von Experten unterschieden werden können. In der deutschen Natur,
vor allem in Gärten, trifft man aber in aller Regel die Gammaeule an.
Die Hauptflugzeit dieser Tiere beginnt im Mai und endet im Oktober. Bei
milder Witterung sind die Gammaeulen jedoch bereits Ende Februar aktiv
und können bis Anfang Dezember beobachtet werden. Foto: 17.10.2004, Essen-Rüttenscheid
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Großer Johanniskraut-Spanner (Treble-bar, Aplocera plagiata)
In
der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Juli kann die erste Generation des
Großen Johanniskraut-Spanners beobachtet werden, die zweite Generation
dieser hübschen Falterart ist in unserer heimischen Natur von Juli bis
September zu sehen. Die Spezies weist eine Flügelspannweite von 27 bis
40 Millimeter auf. Ihre Grundfärbung ist weißgrau bis blaugrau, außerdem
befindet sich auf den Flügeln ein filigranes Muster aus dunklen,
bräunlichen Bereichen. Dieses Muster besteht aus feinen Querlinien. Zu
finden sind die tagaktiven Schmetterlinge an warmen Standorten. Sie
bevorzugen Hanglagen, trockene Waldränder, Böschungen, magere Wiesen und
Bergheiden. Im Ruhrgebiet ist die Art auch auf Ruderalflächen zu finden.
Erwachsene Falter saugen an verschiedenen Pflanzen, darunter
Gewöhnlicher Natternkopf, Schmetterlingsflieder und
Taubenkopf-Leinkraut. Foto: 11.08.2007, Essen-Frintrop
Großes Ochsenauge (Meadow Brown, Maniola jurtina)
Das Große Ochsenauge gehört zur Familie der Edelfalter. Diese Tiere sind
tagaktiv und leicht an ihren hellenbraunen Flecken auf der Oberseite
ihrer Vorderflügel zu erkennen; die Grundfärbung ist braun. Zwischen 40
und 50 Millimeter beträgt die Flügelspannweite dieser Spezies. Auf
diesen hellbraunen Bereichen befindet sich auf jedem Vorderflügel je ein
großer, dunkler Fleck, der einen kleinen, hellen Punkt in sich trägt.
Die Flügelunterseite ist überwiegend hellbraun gefärbt, die Vorderflügel
weisen zudem orange gefärbte Bereiche auf. Außerdem ist dort ebenfalls
ein dunkler Fleck mit einem hellen Punkt zu sehen, auf der Unterseite
der Hinterflügel befindet sich je ein kleiner, dunkler Fleck. Vor allem
auf Wiesen, aber auch an Wald- und Straßenrändern kann man diese
Schmetterlingsart beobachten. Von Mitte Juni bis zum Beginn des Herbstes
erstreckt sich die Flugzeit des Großen Ochsenauges. Foto: 13.07.2007, Essen-Schönebeck
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Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck |
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Foto: 21.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 01.08.2007, Essen-Schönebeck |
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Foto: 01.08.2007, Essen-Heisingen |
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Hauhechelbläuling (Common blue, Polyommatus icarus)
Aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) stellt der Hauhechelbläuling
in Deutschland die häufigste Art dar, weshalb er auch als Gemeiner
Bläuling bezeichnet wird. Die Körperlänge dieser tagaktiven Falter
beträgt 25 bis 30 Millimeter, die Flügelspannweite liegt zwischen 29 und
36 Millimeter. Die Geschlechter dieser Schmetterlingsart sehen
unterschiedlich aus. Bei den Weibchen ist die Flügeloberseite
bräunlich-blau, bei den Männchen ist sie kräftig blau gefärbt, mitunter
ist ein Violettstich zu erkennen. In offenen Bereichen, in denen
nektarreiche Blüten wie Disteln und dergleichen zu finden sind, kann man
den Hauhechelbläuling von Ende April bis September beobachten. Meist
fliegen die Tiere innerhalb eines Jahres in zwei Generationen, bei sehr
günstigem Klima auch in drei.
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Männchen, Foto: 07.07.2007, Essen-Schönebeck |
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Weibchen, Foto: 05.08.2007, Essen-Frintrop |
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Kleiner Feuerfalter (Small Copper, Lycaena phlaeas)
Zwar
ist der Kleine Feuerfalter in Deutschland weit verbreitet, aber er kommt
nicht überall häufig vor. Im Ruhrgebiet ist diese Spezies eher selten zu
finden. Die Spannweite dieser Tagfalterart, die zur Familie der
Bläulinge gehört, kann bis zu 27 Millimeter betragen. Auf der Oberseite
sind die Vorderflügel orangerot gefärbt, sie tragen einen breiten,
braunen Außenrand und einige braune Bereiche als Muster. Auch die
Unterseite ist in etwa so gefärbt. Auf den braun gefärbten Hinterflügeln
befindet sich eine orange gefärbte Binde. Graubraun ist die Unterseite
der Hinterflügel gefärbt. Sie tragen einige dunkle Flecken sowie am
äußeren Rand eine fein gezeichnete, orange gefärbte Binde. Nur dann,
wenn es sehr warm ist, fliegen diese Falter bereits am März, ansonsten
ab etwa Mitte April bis in den Oktober hinein. Sie fliegen in mehreren
Generationen. Foto: 08.07.2007, Essen-Heisingen
Kleiner Fuchs (Small Tortoiseshell, Nymphalis urticae)
Der
Kleine Fuchs gehört zu den Tagfaltern und bringt es auf eine
Flügelspannweite von 40 bis 50 Millimeter. Auf der Oberseite der Flügel
ist die Grundfärbung Orange; die Flügelansätze sind braun gefärbt. Der
Vorderrand der Vorderflügel wird von einem Muster aus schwarzen, gelben
und weißen Bereichen gesäumt. Dicht am Rand beider Flügelpaare verläuft
zudem ein blauer Fleckensaum; die einzelnen blauen Flecken sind schwarz
umrandet. Auf den Vorderflügeln tragen die Tiere zudem je einen großen
und zwei kleine schwarze Flecken, auch auf den Hinterflügeln befindet
sich je ein großer, schwarzer Fleck. In der Zeit zwischen Mai und
Oktober schwärmen die Tiere in zwei bis drei Generationen. Foto: 29.03.2007, Bottrop
Kleiner Kohlweißling (Small White, Pieris rapae)
In
Mitteleuropa gehört der Kleine Kohlweißling zu den häufigsten
Tagfaltern. Die Grundfärbung der Flügel dieser Tiere ist weiß, die
Spannweite beträgt zwischen 40 und 50 Millimeter. Auf den Vorderflügeln
tragen die Kleinen Kohlweißlinge zwei dunkle, fast kreisrunde Flecken
und dunkle Kanten, die Unterseite beider Flügelpaare ist gelblich
überhaucht. Dies ist vor allem auf den Hinterflügeln gut zu sehen. Weil bis zu vier Generationen dieser Schmetterlinge pro Jahr
möglich sind, kann man sie - je nach aktuellen Temperaturen - von März
bis in den November hinein in der Natur beobachten. Auf Wiesen, in Parks
und Gärten sowie auf Industriebrachen kann man den Kleinen Kohlweißling
im Ruhrgebiet beobachten. Foto: 11.08.2007,
Essen-Frintrop
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Landkärtchen (Map Butterfly, Araschnia levana)
Es
war mir während des Jahres 2007 stets eine große Ehre, den Schmetterling
des Jahres (siehe
Link) in freier Natur beobachten zu können. Das Landkärtchen ist
tagaktiv und fliegt in zwei Generationen. Die erste ist in der Zeit von
April bis Juni unterwegs, ihre Grundfärbung ist sehr viel heller als die
der zweiten Generation, die von Juli bis August fliegt, siehe Fotos in
und unter diesem Abschnitt. Man spricht hierbei von der
Frühlings- und von der Sommergeneration. Weibliche Individuen haben eine Spannweite
von bis zu 50 Millimeter, die Männchen bringen es auf maximal 38 Millimeter.
Die Tiere kommen in der Nähe von Wiesen vor, ihre Raupen ernähren sich
bevorzugt von Brennnesseln. Abbildungen der Frühlingsgeneration dieser
Schmetterlingsart finden Sie in meinem
Düsseldorf-Reisebericht. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
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Sommergeneration, Foto: 17.07.2007, Essen-Schönebeck |
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Sommergeneration, Foto: 17.07.2007, Essen-Frintrop |
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Messingeule (Owlet, Diachrysia chrysitis)
Innerhalb
der Gruppe der nachtaktiven Falter gehört die Messingeule zu den
Eulenfaltern (Noctuidae). Auffälligste Merkmale dieser Spezies sind die
beiden messingfarbenen, glänzenden Bänder auf den Flügeln. Außerdem ist
der Körper der Falter pelzig behaart. Die Flügelspannweite beträgt
zwischen 28 und 35 Millimeter. Gern halten sich Messingeulen in
waldnahen Gärten auf, auch in Hecken und Gebüschen sind sie zu finden.
Ihre Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September. In dieser Zeitspanne
gibt es zwei Generationen der Falter. Foto: 13.08.2007, Essen-Schönebeck
Pyramiden-Eule (Copper Underwing, Amphipyra pyramidea)
Diese
nachtaktive Schmetterlingsart gehört zur Familie der Eulenfalter. Die
Spannweite der Pyramiden-Eule beträgt zwischen 40 und 52 Millimeter.
Graubraun sind die Vorderflügel gemustert, in der Mitte ist ein Teil
schwarz gefärbt. Zur Flügelspitze hin ist dieser Bereich mit einer
dünnen, zum Teil gepunkteten weißen Binde abgesetzt. Typisch für die Art
ist ein kleiner, weißer Ring mit schwarzem Kern, der sich im oberen Teil
des Vorderflügels befindet. In Wäldern, Parks und Gärten sind diese
Falter heimisch, sie kommen im gesamten Ruhrgebiet und im Rest von
Deutschland relativ häufig vor. Normalerweise fliegen die
Pyramiden-Eulen von Mitte Juli bis Anfang Oktober. Das Jahr 2007 war
schon im Frühling ungewöhnlich warm, weshalb ich das nebenstehend
gezeigte Tier bereits Ende Juni fotografieren konnte. Es hatte sich
nachts in meine Wohnung verirrt. Foto: 24.06.2007, Essen-Schönebeck
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Foto: 24.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 24.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Rapsweißling (Green-veined White, Pieris napi)
Zur Familie der Weißlinge gehört der tagaktive Rapsweißling. Die
Flügelspannweite dieser Tiere beträgt bis zu 42 Millimeter. Der Kopf der
Schmetterlinge ist mit schwarzen und weißen Schuppen besetzt und
behaart. Gelblich-weiß ist die Grundfarbe der Flügel, einige grünliche
Adern durchziehen vor allem das hintere Flügelpaar, was auf der
Unterseite besonders gut sichtbar ist. An Wald- und Gebüschrändern mit
Gras und Blüten ist die Art in den Monaten März oder April bis Oktober
zu beobachten. Diese Schmetterlingsart wird auch als Grünader-Weißling
bezeichnet. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck
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Männchen,
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 01.05.2007,
Essen-Borbeck |
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Rundstirnmotte (Nettle-tap, Anthophila fabriciana)
Rundstirnmotten
sind sehr klein und haben nur eine Flügelspannweite von zehn bis 15
Millimeter. Dies ist einer der Gründe dafür, dass diese Tiere häufig
übersehen werden, obwohl sie meist exponiert in der Sonne auf Blüten
sitzen. Die Grundfärbung der Tiere ist bräunlich in unterschiedlichen
Schattierungen. An den Vorderflügeln ist ein heller, ausgefranster Rand
zu sehen. Während sie auf Pflanzen sitzen, bewegen sie sich häufig kaum.
Man kann sie entweder allein oder in kleineren Gruppen auf den Blüten
antreffen. Besonders gern halten sie sich in der Nähe von Brennnesseln
auf. Beobachten kann man diese zierlichen Falter in der Zeit von Mai bis
Oktober. Foto: 29.08.2008, Bochum
Samenmotte (Brown House-moth, Hofmannophila pseudospretella)
Sehr
häufig kann man im Ruhrgebiet und in anderen Teilen Deutschlands die
Samenmotte beobachten. Diese zu den Nachtfaltern gehörende Tierart ist
in ihrer Flügelspannweite recht variabel; sie kann zwischen 15 und 26
Millimeter betragen. Ursprünglich stammt die Samenmotte aus Asien. Sie
ist vom Menschen in viele anderen Teilen der Welt eingeführt worden.
Besonders häufig lebt diese Falterart in menschlichen Behausungen, aber
auch in freier Natur kann man sie antreffen. Von April bis September
erstreckt sich die Flugzeit dieser Tiere, es kommen pro Jahr mehrere
Generationen vor. Foto: 27.06.2007, Essen-Schönebeck
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Schwalbenschwanz (Old World Swallowtail, Papilio machaon)
Zur
Familie der Ritterfalter gehört der tagaktive Schwalbenschwanz. Er ist
der größte und auffälligste Schmetterling Deutschlands und er ist auch
im Ruhrgebiet zu finden. Die Flügelspannweite dieser Tiere kann bis zu
75 Millimeter betragen. Das gelb-schwarze Muster ist weithin sichtbar.
Auf der Innenseite der Hinterflügel trägt der Schwalbenschwanz eine
blaue Binde und rote Augenflecken. Außerdem stehen an den Hinterflügeln
kurze, überwiegend schwarz gefärbte Zipfel, die "Schwänzchen", ab. An
den Vorderbeinen tragen diese Schmetterlinge lange Haare. Anders als die
erste Generation dieser Schmetterlinge trägt die zweite eines Jahres
kräftigere Farben und zudem gelb überhauchte schwarze
Zeichnungselemente. In der Zeit von April bis Juli fliegt die erste
Generation, im Juli und August die zweite. Mancherorts in Deutschland
fliegt im September sogar eine dritte Generation. Foto: 18.04.2003,
Bottrop
Seideneulchen (Straw Dot, Rivula sericealis)
Das
Seideneulchen gehört zu den Nachtfaltern. Seine Flügelspannweite kann
zwischen 18 und 22 Millimeter betragen. Hell bis gelblich sind die
Flügel gefärbt, sie schimmern zudem seidig und tragen ein feines
Bändermuster sowie am unteren Rand gelbliche Flecken. Außerdem ist auf
jedem vorderen Flügel je ein dunklerer Fleck zu sehen. Wiesen und
Waldränder sind die bevorzugten Lebensräume des Seideneulchens, das im
Ruhrgebiet häufig zu finden ist. Von Ende Mai bis Anfang Juli fliegt die
erste Generation, die zweite von Mitte Juli bis Anfang Oktober.
Foto: 12.07.2007, Essen-Heisingen
Silbereulchen (Silver Barred, Deltote bankiana)
Die
Flügelspannweite dieser Falterart beträgt bis zu 25 Millimeter. Gelblich
bis bräunlich ist die Grundfärbung der Vorderflügel, auf denen zwei
schräge, unterschiedlich dicke silbrige Linien verlaufen. Von Mai bis
Juli oder mitunter auch bis in den August kann man erwachsene Exemplare
dieser Art in der Natur antreffen. Feuchte Wiesen, Auen und andere nicht
zu trockene Gebiete mit Wildgräsern bilden die bevorzugten Lebensräume
des Silbereulchens, das auch als Silbergestreiftes Grasmotteneulchen und
als Silberstricheulchen bezeichnet wird. Lateinische Namen trägt diese
Falterart ebenfalls viele: Deltodes bankiana, Deltotes
bankiana, Erastria argentula und Erastria bankiana. Foto: 10.08.2007,
Essen-Heisingen
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Tagpfauenauge (European Peacock, Aglais io)
Wie es der Name vermuten lässt, gehört das Tagpfauenauge zu den
tagaktiven Faltern. Die Flügelspannweite dieser Tiere liegt zwischen 50
und 55 Millimeter, die Grundfärbung der Flügel ist ein kräftiges
Rostrot. Typisch für die Art sind die vier Augenflecke, die sich je an
der Vorder- und Hinterflügelspitze befinden. Diese Augenflecken sind
schwarz, blau und gelb gefärbt. Im inneren Bereich der Vorderflügel
befindet sich ein schwarzer Fleck. Der obere Flügelrand wird von
schwarzen und weißen Flecken geziert. Vom Flügelansatz bis in etwa zur
Mitte werden die Flügel am Rand von einem engen, schwarz-weißen Muster
gesäumt. Beide Flügelpaare tragen einen breiten, graubraunen Außenrand,
auch der Körper ist graubraun gefärbt. Betrachtet man die Flügel von der
Unterseite, so erkennt man die dunkelgraue Färbung mit einer feinen,
schwarzen Marmorierung. Von Juni bis August fliegt die erste Generation
dieser sehr langlebigen Schmetterlinge, die zweite Generation ist von
August bis Oktober zu beobachten. Nach der Überwinterung kann man die
Tiere von März bis Mai in der Natur antreffen. Die Raupen sind schwarz
gefärbt, siehe Foto unten rechts. Ein alternativer wissenschaftlicher
Name der Art ist Inachis io.
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Foto: 13.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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Foto: 19.08.2007,
Duisburg-Walsum |
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Ulmen-Zipfelfalter (White-letter Hairstreak, Satyrium w-album)
Der
Ulmen-Zipfelfalter ist tagaktiv und gehört zur Familie der Bläulinge.
Wie es der Name bereits vermuten lässt, ist diese Schmetterlingsart an
Ulmen gebunden. Überall dort, wo diese Bäume vorkommen, kann man mit ein
wenig Glück den Schmetterling antreffen. Weil die Tiere nur in einer
Generation fliegen, kann man sie lediglich in der Zeit von Mitte Juni
bis Ende Juli oder Anfang August beobachten. Ihre Flügeloberseite ist
dunkelgrau-braun mit einem schwachen orange gefärbten Fleck im hinteren,
inneren Bereich. Meist sieht man aber nur die Unterseite der Flügel,
weil die Tiere die Oberseite nur selten präsentieren. Auf der Unterseite
sind die Flügel graubraun gefärbt und tragen weiße Streifen. Außerdem
sind die Hinterflügel auf der Unterseite am Rand orange gefärbt und
tragen kleine Zipfel. Um die Tiere aufzuspüren, muss man sehr genau
hinschauen, weil sie recht klein sind. Ihre Flügelspannweite beträgt
zwischen 25 und 23 Millimeter. Foto: 25.07.2007, Essen-Heisingen
Waldbrettspiel (Speckled Wood, Pararge aegeria)
Das
Waldbrettspiel ist ein tagaktiver Schmetterling aus der Familie der
Edelfalter. Seine Flügelspannweite beträgt zwischen 32 und 45
Millimeter. Die Grundfärbung ist auf beiden Flügelpaaren dunkelbraun.
Auffällig sind die schwarzen, weiß gekernten Augenflecke, die gelbe
Ränder tragen und sowohl auf der Oberseite der Vorder- als auch auf den
Hinterflügeln zu sehen sind. Darüber hinaus werden die Flügel von
gelblichen Flecken geziert. Am Außenrand sind die Flügel dünn und
unterbrochen weiß gefärbt. Diese Falterart fliegt in zwei Generationen.
Von Mitte April bis Anfang Juni fliegt die erste Generation, die zweite
ist von Juli bis Mitte September anzutreffen. In Laub- und Auenwäldern,
selten in Nadelwäldern, ist diese Schmetterlingsart beheimatet. Foto:
01.07.2007,
Essen-Schönebeck
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Weißer Graszünsler (Grass Veneer, Crambus perlella)
Auf
Wiesen in Gärten und auf anderen Grasflächen mit mittlerem bis hohem
Bewuchs findet man in der Zeit zwischen Juli und August erwachsene
Exemplare des Weißen Graszünslers. Diese Falterart ist in Deutschland
weit verbreitet und häufig anzutreffen. Ihre Flügelspannweite beträgt
zwischen 21 und 28 Millimeter. Auffällig sind die beiden gelblich
gefärbten Augen, die sich farblich vom restlichen Körper abheben. Die
Flügel und der Körper sind hell cremefarben und weisen einen seidigen
Schimmer auf. Recht flauschig wirkt die nach vorn gerichtete "Schnauze",
die für Zünsler typisch ist. Nicht alle Individuen dieser Spezies sind
einfarbig hell gefärbt. In Deutschland und in anderen Teilen Europas
kommt die Unterart Crambus perlella f. warringtonellus vor. Sie
zeichnet sich durch ein bräunliches Streifenmuster auf den Flügeln aus. Foto:
01.07.2007, Essen-Schönebeck
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Foto: 13.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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11.08.2007,
Essen-Frintrop |
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Weißpunkt-Graseule (White-Point, Mythimna albipuncta)
Bis
zu 35 Millimeter wird die Weißpunkt-Graseule lang. Die Grundfärbung
dieser Falterart ist braun, auf den Flügeln tragen die Tiere zwei für
die Art charakteristische weiße Punkte. In den Monaten Mai bis Oktober
liegt die Flugzeit dieser nachtaktiven Tiere. Gräser wie das Pfeifengras
bilden die Nahrung der Raupen. Auch erwachsene Falter sind häufig in
dichtem Gras zu finden, sie werden jedoch wie nahezu alle Nachtfalter
vom Licht angezogen und sind dadurch mitunter im Schein von
Straßenlaternen oder gar in Wohnungen zu finden, in die sie durch
geöffnete Fenster gelangen. Die Flugzeit dieser Falterart findet im Mai
und Juni statt. Foto: 02.06.2007, Essen-Schönebeck
Weißstirn-Weißspanner (Common White Wave, Cabera pusaria)
Der Weißstirn-Weißspanner ist eine vor allem nachts
aktive Falterart. Die Tiere haben eine Flügelspannweite von 25 bis 28
Millimeter. Ihr Körper ist weiß gefärbt, auch die Flügel haben eine
weiße Grundfärbung. Sowohl auf den vorderen als auch auf den hinteren
Flügeln erstrecken sich je drei graubraune, leicht gewellte Querlinien.
Diese Falterart sieht dem Braunstirn-Weißspanner (Cabera exanthemata)
sehr ähnlich. Doch wie der Name es bereits vermuten lässt, ist dessen
Stirn bräunlich gefärbt, wohingegen die des Weißstirn-Weißspanners weiß
ist. Weibliche Weißstirn-Weißspanner haben fadenförmige Fühler (siehe
Foto in diesem Absatz), bei den Männchen sind sie gefiedert. In zwei
Generationen pro Jahr sind die Falter von April bis Oktober in der Natur
zu beobachten. Foto: 11.08.2007, Essen-Frintrop
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Zitronenspanner (Brimstone Moth, Opisthograptis luteolata)
Die hellgelbe Grundfärbung stand Pate bei der
Namensgebung der Zitronenspanner. Mit ihrer Flügelspannweite von bis zu
46 Millimeter sind sie relativ groß. An den Vorderkanten der
Vorderflügel verläuft ein rotbrauner Bereich, der mit braunen Flecken
durchsetzt ist, was die Art unverwechselbar macht. Zartbraune Flecken
zieren die Flügel, wobei die Hinterflügel eher weniger Flecken tragen
als die Vorderflügel. In der Zeit von April bis Oktober fliegen die
Zitronenspanner in zwei Generationen. Da sie nachtaktiv sind, sieht man
sie meist nur im Schein von Lampen oder dann, wenn sie sich in ein
erleuchtetes Zimmer verirrt haben. In manchen Literaturquellen werden
diese Tiere auch als Weißdornspanner oder
Gelbspanner bezeichnet. Foto: 29.04.2007, Essen-Schönebeck
Unbestimmte Schmetterlings- und Falterarten
Einige Schmetterlinge und Falter habe ich bisher nicht
bestimmen können. Falls Sie bei der Identifizierung dieser Tiere helfen
können, würde ich mich um eine Nachricht per
E-Mail
sehr freuen.
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Unbestimmte Falterart Nr. 1,
Foto: 20.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Falterart Nr. 2,
Foto: 29.08.2008, Bochum |
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Unbestimmte Falterart Nr. 3,
Foto: 23.05.2007,
Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Raupe Nr. 1,
Foto: 20.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Raupe Nr. 2,
Foto: 01.07.2007,
Essen-Schönebeck |
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Interessante Internetseiten:
Lepiforum.de
Schmetterling-Raupe.de
Europäische Schmetterlinge
Tagfalter-Monitoring.de
Schmetterlinge-Deutschlands.de
Schmetterlinge-Westerwald.de
Naturgucker.de
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