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Die Natur im Ruhrgebiet: sonstige Tiere

Neben den Tieren wie zum Beispiel Libellen oder Vögel, denen eigene Kapitel in diesem Reisebericht gewidmet sind, kommen viele weitere Tierarten im Ruhrgebiet vor, die in keine der anderen Unterrubriken passen. Deshalb finden Sie in diesem Kapitel beispielsweise Schnecken. Die auf dieser Seite gezeigten Tiere habe ich nach bestem Wissen und Gewissen mit Hilfe diverser Webseiten und Bestimmungsbücher identifiziert. Irrtümer sind freilich nicht ausgeschlossen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen oder sollten Sie eine der bisher nicht bestimmten Tierarten benennen können, so würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen.

Schnecken
· Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)
· Gemeine Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea putris)
· Große Wegschnecke (Red Slug, Arion rufus)
· Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)
· Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)
· Schließmundschnecke (Door Snail, Clausilia sp.)
· Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)
Krebstiere
· Bachflohkrebs (Freshwater Shrimp, Gammarus pulex)

Schnecken

Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)

In der deutschen Natur ist die Garten-Bänderschnecke heimisch. Ihr Aussehen ist ausgesprochen variabel, die Färbung des Gehäuses kann von beige-gelblich bis bräunlich-grau variieren. Meist sind dunkelbraune Streifen auf dem Gehäuse zu finden, es sind zwischen einem und fünf dieser Streifen vorhanden. Der Körper der Tiere ist beige gefärbt. Die Schnecken sind in der Zeit von März bis Oktober draußen zu finden. Von der nahe verwandten Hain-Bänderschnecke sind die Garten-Bänderschnecken am hellen Streifen an der Mündung des Gehäuses zu erkennen. Krautige Algen stehen auf dem Speiseplan dieser Schneckenart, sie ist in Gärten kein Schädling. Überall dort, wo die Tiere genügend Nahrung finden, sind sie anzutreffen, also beispielsweise an Waldrändern, in Gärten und in Gebüschen. In manchen Literaturquellen wird die Garten-Bänderschnecke auch als Weißmündige Bänderschnecke oder als Garten-Schnirkelschnecke bezeichnet.

  Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)   Garten-Bänderschnecke (White-lipped Snail, Cepaea hortensis)  
  Foto: 23.05.2007,
Essen-Schönebeck
  Foto: 05.06.2007,
Essen-Schönebeck
 

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Gemeine Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea putris)

Gemeine Bernsteinschnecke (Amber Snail, Succinea putris)Die Gemeine Bernsteinschnecke gehört zu den Landlungenschnecken. Bei ausgewachsenen Individuen dieser Art ist das Gehäuse zehn bis 15 Millimeter lang, in seltenen Fällen noch etwas länger. Es weist drei bis vier Windungen auf und ist meist bernsteinfarben gefärbt. Dabei variiert die Farbpalette von hell bis dunkel bernsteinfarben, aber auch grünlich-gelbe Individuen kommen vor. Der Körper der Schnecken ist in aller Regel grau-gelblich gefärbt und glatt. Aber es können auch helle oder fast weiße Schnecken vorkommen sowie schwarzgraue Tiere. Zu finden ist die Gemeine Bernsteinschnecke an feuchten Standorten wie Feuchtwiesen, sumpfigen Ufern von Bächen, Flüssen und Seen, an verlandeten Flussarmen, in Mooren und in feuchten Hochstaudenfluren. Vermodernde und frische Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser Schneckenart. Foto: 01.07.2007, Essen-Schönebeck

Große Wegschnecke (Red Slug, Arion rufus)

Große Wegschnecke (Red Slug, Arion rufus)Zehn bis 15 Zentimeter lang sind ausgewachsene Große Wegschnecken. Die Tiere sind in Deutschland sehr häufig zu beobachten. Ihre Körperfärbung variiert innerhalb ihres europäischen Verbreitungsgebiets, in Deutschland sind die Schnecken braun bis orange gefärbt. Im vorderen Bereich ihres Mantelschildes tragen sie auf beiden Seiten jeweils ein großes, gut sichtbares Atemloch. Damit sie nicht austrocknen, schützen sich die Großen Wegschnecken mit einem schleimigen Sekret. Außerdem kommen sie meist nur bei feuchtem Wetter oder während des Sommers vor allem nachts aus ihrem Unterschlupf. Große Wegschnecken ernähren sich überwiegend von saftigen Pflanzen, aber auch von Aas. Sie zerkleinern ihre Nahrung mit Hilfe ihrer Raspelzunge. In manchen Literaturquellen werden die Tiere auch als Rote Wegschnecken bezeichnet. Foto: 08.10.2006, Essen-Borbeck

  Große Wegschnecke (Red Slug, Arion rufus)   Große Wegschnecke (Red Slug, Arion rufus)  
  Foto: 21.06.2007,
Essen-Schönebeck
  Foto: Mai 2005,
Essen-Stadtwald
 

Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)

Hain-Bänderschnecke (Brown-lipped Snail, Cepaea nemoralis)In ihrem Aussehen ist die Hain-Bänderschnecke sehr variabel. Die Grundfärbung ist oft gelblich, sie kann aber auch rötlich oder bräunlich sein. Mehrere Linien zieren das Gehäuse vieler Individuen, jedoch gibt es einige Exemplare dieser Art, die keine Streifen aufweisen. Bis zu 5,5 Windungen kann das Gehäuse aufweisen, es erreicht eine Höhe von 17 bis 18 Millimeter und meist eine maximale Breite von circa 23 Millimeter. Ganz typisch für die Art ist der dunkle Abschluss des Gehäuses, wodurch sich die Art von der Garten-Bänderschnecke unterscheidet. Typische Orte, an denen man die Hain-Bänderschnecke antrifft, sind Gärten, Parks, lichte Wälder sowie Landschaften mit Gebüschen und Hecken. Feuchte Hochstaudenfluren bewohnt die Art ebenfalls. Abgestorbene und verrottende Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser Schneckenspezies. Sie wird in manchen Literaturquellen als Hain-Schnirkelschnecke oder als Schwarzmündige Bänderschnecke bezeichnet. Foto: 01.08.2007, Essen-Heisingen

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Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)

Posthornschnecke (Great Ramshorn, Planorbarius corneus)Posthornschnecken leben in Süßwasser. Anzutreffen sind diese Tiere in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Ihr Gehäuse ist dunkelbraun bis rötlich-schwarz gefärbt, flach und hat einen Durchmesser von bis zu vier Zentimeter. Eine Besonderheit dieser Schnecken ist es, als einzige Art in Europa über roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) zu verfügen. Deshalb ist ihr Blut rot gefärbt. Außerdem ermöglicht diese Besonderheit es der Schneckenart, in sauerstoffarmen Gewässern überleben zu können. Auf dem Speiseplan dieser tagaktiven Tiere steht praktisch alles, was sie finden können: Sie fressen tote Pflanzenteile, Algen und auch Aas. Foto: 08.06.2007, Essen-Rüttenscheid

Schließmundschnecke (Door Snail, Clausilia sp.)

Schließmundschnecke (Door Snail, Clausilia sp.)Aus der Familie der Schließmundschnecken kommen in Deutschland etliche Vertreter vor. Ein hohes, schlankes und turmförmiges Gehäuse ist für diese Schnecken kennzeichnend. Die Tiere können sich vollständig in dieses Gehäuse zurückziehen und es mit Hilfe eines speziellen Verschlusses abdichten. Dieser Verschluss wird als Clausilium bezeichnet. Die meisten Schließmundschnecken werden nur wenige Zentimeter lang Aus dem Grund übersieht man sie in der Natur leicht. Die in diesem Absatz gezeigten Tiere hatten eine Gehäuselänge von etwa zehn bis zwölf Millimeter. Um welche Art es sich im Detail handelt, kann ich leider nicht sagen. Falls Sie bei der Identifizierung der Art helfen können, würde ich mich über eine Nachricht per E-Mail freuen. Foto: 07.07.2007, Essen-Schönebeck

Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)

Weinbergschnecke (Burgundy Snail, Helix pomatia)Mit ihrer Körperlänge von bis zu zehn Zentimeter ist die Weinbergschnecke eine besonders auffällige Schneckenart, die in der deutschen Natur beobachtet werden kann. Anzutreffen sind diese gehäusetragenden Schnecken vor allem in Gegenden mit feuchten und kalkreichen Böden, häufig in Wäldern. Weil die Tiere eine Besonderheit darstellen, stehen sie in Deutschland unter Schutz. Der Körper der Schnecke ist beige, bräunlich oder grau gefärbt. Das Gehäuse ist meist bräunlich in unterschiedlichen Tönen gefärbt, die Färbung kann ein wenig variieren. Algenbewuchs und welke Pflanzenteile bilden die Nahrung dieser stattlichen Schnecken. Foto: 23.05.2007, Essen-Borbeck

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Unbestimmte Schneckenarten

  Unbestimmte Schneckenart Nr. 1   Unbestimmte Schneckenart Nr. 2  
  Unbestimmte Schneckenart Nr. 1,
Foto: 10.08.2007, Essen-Heisingen
  Foto: Mai 2005,
Essen-Stadtwald
 

Krebstiere

Bachflohkrebs (Freshwater Shrimp, Gammarus pulex)

Bachflohkrebs (Freshwater Shrimp, Gammarus pulex)In Seen, fließenden Gewässern wie Bächen oder Flüssen und auch in Mooren lebt in Europa sowie in Asien der Bachflohkrebs. Diese Tiere sind in einer Tiefe von bis zu zwei Meter anzutreffen. Weil sie nur zwischen 15 und 24 Millimeter lang werden, fallen sie den meisten Betrachtern kaum auf. Ihre Körperfarbe ist graubraun, an den Flanken tragen sie im hinteren Körperbereich eine leicht rötliche Färbung. Auf dem Speisezettel der kleinen Tiere stehen abgestorbene Pflanzenteile. Sie bewegen sich durch kräftige Schläge ihres Hinterleibes fort, auch gegen die Strömung können sie schwimmen. Früher wurde diese Tierart als Rivulogammarus pulex bezeichnet. Foto: 15.03.2008, Essen-Schönebeck

 

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Interessante Internetseiten:

Naturgucker.de