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Die Natur im
Ruhrgebiet: Spinnentiere
Zwar
sind Spinnen für viele Menschen die Ekeltiere schlechthin. Das
hindert mich jedoch nicht daran, diesen faszinierenden Geschöpfen
dennoch ein Kapitel in meinem Ruhrgebiets-Reisebericht zu widmen. Denn
wer genau hinschaut, der wird entdecken, dass Spinnen und andere
Vertreter der Spinnentiere wie beispielsweise die Weberknechte
ausgesprochen interessant sein können. Leider ist es mir bisher nicht
gelungen, sämtliche in diesem Kapitel gezeigten Arten zu identifizieren.
Sollten Sie ein Spinnenexperte sein und helfen können, würde ich mich
über eine Nachricht per
E-Mail
sehr freuen. Foto rechts: Finsterspinne
(Amaurobius similis)
Die in diesem Kapitel gezeigten Arten sind in alphabetischer Reihenfolge
aufgelistet.
Spinnen
· Baldachinspinne (Money Spider, Linyphia triangularis)
· Flachstrecker (Crab Spider, Philodromus sp.)
· Finsterspinne (Lace Webbed Spider, Amaurobius similis)
· Gartenkreuzspinne (European Garden Spider, Araneus diadematus)
· Große Zitterspinne (Daddy-long-legs Spider, Pholcus phalangioides)
· Herbstspinne (Common Orb Weaver, Metellina segmentata)
· Kürbisspinne (Cucumber Green Spider, Araniella cucurbitina)
· Listspinne (Nursery Web Spider, Pisaura mirabilis)
· Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)
· Zartspinne (Ghost Spider, Anyphaena accentuata)
· Zebraspringspinne (Zebra Spider, Salticus scenicus)
Weberknechte
· Mittelmeer-Weberknecht (Harvestman, Opilio canestrinii)
· Weberknecht (Leiobunum sp.)
· Weberknecht (Harvestman, Phalangium opilio)
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Spinnen
Baldachinspinne (Money Spider, Linyphia triangularis)
Diese
zu den Baldachinspinnen gehörende Art hat keinen eigenen deutschen
Namen, sofern ich weiß. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von fünf
bis sieben Millimeter und sind an ihrer auffälligen Färbung leicht zu
erkennen. Der Körper weist eine bräunliche Grundfärbung auf und auf dem
Hinterleib ist ein charakteristisches weißes Muster zu erkennen. Mittig
verläuft ein dünner weißer Streifen. Meist bauen diese Spinnen ihr Netz
sehr niedrig über dem Boden. Zu beobachten sind die Tiere vom Sommer bis
in den Oktober, vor allem im September ist die Paarungszeit dieser Art.
Foto: 13.07.2007, Essen-Schönebeck
Flachstrecker (Crab Spider, Philodromus sp.)
Aus
der Gattung Philodromus kommen in Deutschland mehrere
verschiedene Arten vor. Diese Spinnen gehören zu den Laufspinnen
und sie sind meist etwa vier bis sieben Millimeter lang. Die
Färbung der Tiere ist häufig bräunlich, wobei sie je nach Art
unterschiedliche Muster tragen. Bei der rechts gezeigten Art
könnte es sich um Philodromus aureolus handeln, ganz
sicher bin ich mir jedoch nicht. Auch andere Philodromus-Arten
kommen in Betracht. Zu finden sind Flachstrecker an vielen
Orten, zum Beispiel auf Wiesen, in Gebüschen, in Hecken und an
Waldrändern. Foto: 05.06.2007, Essen-Schönebeck
Finsterspinne (Lace Webbed Spider, Amaurobius similis)
In
Deutschland kommen mehrere Finsterspinnenarten vor. An Häusern ist
häufig die Art Amaurobius similis zu finden. Sie nutzen winzige
Ritzen und Spalten als Verstecke. Diese schützenden Rückzugsorte
verlassen sie meist nur nachts oder bei trockenem Wetter. Männchen
erreichen eine Körperlänge von bis zu acht Millimeter, Weibchen messen
maximal zwölf Millimeter. Der Vorderleib ist bei dieser Spinnenart
dunkelbraun gefärbt, der Kopf wirkt sehr dunkel, fast schwarz. Auf dem
Hinterleib, dessen Grundfärbung dunkelbraun ist, befindet sich eine
helle Zeichnung. Foto: 05.06.2007, Essen-Schönebeck
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Gartenkreuzspinne (European Garden Spider, Araneus diadematus)
Eine weit verbreitete Spezies ist die Gartenkreuzspinne. Sie ist
überwiegend bräunlich gefärbt und trägt auf dem Rücken einen hellen,
kreuzförmigen Bereich, der zur Namensgebung beigetragen hat. Weibliche
Tiere dieser Art können eine Körperlänge (ohne Beine) von bis zu 18
Millimeter erreichen, bei den Männchen ist der Körper nur etwa zehn
Millimeter lang. Weil die Spinnenart wenig spezialisiert ist, trifft man
sie an vielen Stellen an, angefangen von menschlichen Siedlungen über
Gärten bis hin zu Wäldern und Heckenlandschaften.
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10.08.2007,
Essen-Heisingen |
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29.08.2008,
Bochum-Stiepel |
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Große Zitterspinne (Daddy-long-legs Spider, Pholcus phalangioides)
Ihren
Namen trägt die Große Zitterspinne aus gutem Grund: Sobald sie sich
aufregt oder bedroht fühlt, beginnt sie in ihrem Netz stark zu zittern.
Sitzt sie nicht im Netz, wackelt sie auf ihren Beinen rasch hin und her.
Sie ist für Fressfeinde dadurch nicht mehr so leicht auszumachen. Der
stabförmige Körper ist bei den Männchen sechs Millimeter lang, bei den
Weibchen misst er bis zu zehn Millimeter. Die Färbung des Körpers ist
grau bis graubraun. Die Beine der Großen Zitterspinne sind sehr lang.
Kleine Insekten wie Mücken, Fliegen oder Kellerasseln stehen auf dem
Speisezettel dieser Spinnenart. Foto:
05.06.2007, Essen-Schönebeck
Herbstspinne (Common Orb Weaver, Metellina segmentata)
Weibliche
Herbstspinnen können eine Körperlänge von 6,5 bis neun Millimeter
erreichen. Etwas kleiner sind die Männchen, sie werden nur sechs bis 7,5
Millimeterlang. Gelblich bis hellbraun ist der vordere Bereich des
Körpers gefärbt, die Augenhügel stehen deutlich sichtbar hervor und es
gibt eine schwarze Längszeichnung in Form eines "Y". Länglich und nach
hinten oval zulaufend ist der Hinterleib dieser Spinnenart geformt. Er
ist farblich variabel, seine Tönung kann von gelblich über bräunlich bis
grünlich ausfallen. Auch rötlichbraun gefärbte Hinterleibe sind bei
dieser Spezies möglich. Zudem befindet sich auf diesem hinteren
Körperteil eine diffuse Zeichnung. In Europa kommt eine sehr ähnliche
Art vor, die nur durch eine Genitaluntersuchung von Metellina
segmentata unterschieden werden kann:
Metellina mengei. Aber letztere ist sehr selten anzutreffen,
weshalb das hier gezeigte Tier höchstwahrscheinlich M. segmentata
ist. Heimisch ist die Herbstspinne in allen offenen und halboffenen
Lebensräumen, also beispielsweise in Parks, Gärten oder an Waldrändern
und in Hecken. Weil die Tiere zwischen August und Oktober zu beobachten
sind, haben sie ihren deutschen Namen erhalten. Foto: 16.09.2007,
Essen-Stadtwald
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Kürbisspinne (Cucumber Green Spider, Araniella cucurbitina)
Kürbisspinnen
haben einen auffällig hellgrün gefärbten Hinterleib, der restliche
Körper und die Beine sind grünlich-braun gefärbt. Außerdem tragen die
Tiere auf den Beinen lange Stacheln. Weibchen sind etwa sechs Millimeter
lang, Männchen bis zu vier Millimeter. In Deutschland ist die
Kürbisspinne weit verbreitet. Sie ist an Waldrändern, in Nadelwäldern,
in Gebüschen und Hecken sowie auf Wiesen, Brachland, in Sümpfen und
Mooren zu finden. Durch ihren grünen Hinterleib ist diese zu den
Radnetzspinnen gehörende Art recht gut getarnt. Foto: 05.06.2007,
Essen-Schönebeck
Listspinne (Nursery Web Spider, Pisaura mirabilis)
Listspinnen gehören zu den Raubspinnen. Ihre Beine sind vergleichsweise
lang, ihr Hinterleib ist schmal. Männchen erreichen eine Körperlänge
(ohne Beine) von zehn bis 13 Millimeter, Weibchen werden zwölf bis 15
Millimeter lang. Recht variabel ist die Färbung des Körpers. Der vordere
Bereich kann hellbraun bis rotbraun oder grau bis schwarz gefärbt sein.
Meist ist in der Mitte ein deutlich abgesetzter, hellerer Längsstrich zu
sehen. Auf dem Hinterkörper tragen die Tiere eine dunkel gerandete
Zackenbinde. Feuchtwiesen, Moore und Dünenbereiche sind typische
Lebensräume, in denen man diese Tiere antreffen kann. Die Listspinne
wird in manchen Literaturquellen auch als Brautgeschenkspinne oder
einfach als Raubspinne bezeichnet.
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02.09.2007,
Essen-Schönebeck |
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02.09.2007,
Essen-Schönebeck |
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Wespenspinne (Wasp Spider, Argiope bruennichi)
Die
Wespenspinne ist ein Mitglied der Familie der Radnetzspinnen, die nach
der Form ihrer Netze benannt worden ist. Unscheinbare sechs Millimeter
werden männliche Wespenspinnen lang, die Weibchen hingegen bringen es
auf eine stattliche Körpergröße von 25 Millimeter und mehr. Weithin
sichtbar ist ihr gelb-weiß und schwarz gestreifter, dicker Hinterleib,
der signalisiert, dass die Spinnenart giftig ist. Dem Menschen kann sie
jedoch kaum gefährlich werden, weil ihre Giftklauen zu kurz sind, um die
menschliche Haut zu durchstoßen. Lediglich bei kleinen Kindern und an
Körperpartien mit sehr dünner Haut könnte eine Wespenspinne ihr Gift
injizieren. Weil sich diese auffälligen Spinnen vornehmlich von
Grashüfpern und Heuschrecken ernähren, findet man sie auf Wiesen mit
halbhoher bis hoher Vegetation, die auch offene Bereiche aufweisen und
viele Beutetiere der Wespenspinne beherbergen. Junge Spinnen sind ab Mai
zu beobachten, von Juli bis August erwachsene Tiere; Weibchen kann man
sogar bis in den Oktober hinein antreffen. Foto: 13.08.2007, Essen-Schönebeck
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13.08.2007,
Essen-Schönebeck |
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13.08.2007,
Essen-Schönebeck |
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Zartspinne (Ghost Spider, Anyphaena accentuata)
Die
Zartspinne ist die einzige Vertreterin ihrer Familie in
Nordrhein-Westfalen, weshalb Verwechslungen kaum möglich sind. Männchen
werden bis zu 6,5 Millimeter lang, Weibchen erreichen eine Körperlänge
von bis zu neun Millimeter. Bei den Tieren ist die Färbung recht
variabel, sie kann von grau bis bräunlich oder dunkelbraun reichen.
Jungtiere wie das rechts gezeigte Exemplar wirken sehr zart und oft
blass. Aufgrund ihrer typischen Flecken auf dem Hinterleib sind die
Tiere auf Baumrinden sehr gut getarnt. Zwischen Mai und Juli sind
erwachsene Tiere zu finden, später im Jahr kann man Jungspinnen
beobachten. Die Zartspinne ernährt sich von Insekten. Anzutreffen ist
diese Spinnenart auf Wiesen, in Gebüschen, an Waldrändern und in
Laubwäldern. Foto: 13.08.2007, Essen-Schönebeck
Zebraspringspinne (Zebra Spider, Salticus scenicus)
Zwar
sind sie sehr klein. Doch trotzdem sollten Insekten auf der Hut sein vor
den Zebraspringspinnen, denn diese Tiere sind geschickte Jäger. Anstatt
wie die meisten Spinnen ein Netz aus feinen Seidenfäden zu bauen, setzen
diese kleinen Achtbeiner auf Muskelkraft. Sie pirschen sich geschickt
wie Katzen an und springen sie dann aus einer Entfernung von einem bis
zu fünf Zentimeter an. Unmittelbar nachdem sie die Beute gepackt haben,
beißen sie zu und injizieren ihr Gift. Bis das Opfer tot ist, halten sie
es fest gepackt, damit es nicht entkommen kann. Weibliche
Zebraspringspinnen sind fünf bis sieben Millimeter lang, die Männchen
bringen es auf eine Körpergröße von fünf bis sechs Millimeter. Der
Körper ist schwarz-weiß gemustert, was an die Fellzeichnung der Zebras
erinnert. Am Kopf tragen die Spinnen zwei große Frontaugen, vier weitere
Augen befinden sich seitlich am vorderen Leib. Zebraspringspinnen halten
sich gern auf Mauern oder Zäunen auf, aber auch auf Pflanzen - mitunter
sogar auf Balkonen - sind sie zu finden. Für ihre Beutetiere ist ihr
Gift tödlich, dem Menschen kann es jedoch nichts anhaben und ist
ungefährlich. Foto: 24.06.2007, Essen-Schönebeck
Unbestimmte Spinnenarten
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 1,
25.05.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 2,
05.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 3,
20.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 4,
20.06.2007, Essen-Schönebeck |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 5,
08.07.2007, Essen-Heisingen |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 6,
27.07.2007, Essen-Heisingen |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 7,
27.07.2007, Essen-Heisingen |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 8,
16.09.2007, Essen-Stadtwald |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 9,
10.08.2007, Essen-Heisingen |
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Unbestimmte Spinnenart Nr. 10,
02.09.2007, Essen-Schönebeck |
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Weberknechte
Mittelmeer-Weberknecht (Harvestman, Opilio canestrinii)
In städtischen Arealen ist in Gärten und Parks, aber
auch an Hauswänden die Weberknechtart Opilio canestrinii relativ häufig
anzutreffen. Der Körper des Männchens ist vier bis sechs Millimeter
lang, der des Weibchens fünf bis acht Millimeter. Wie alle anderen
Weberknechtarten auch, haben diese Tiere sehr lange Beine. Bei den
Männchen ist der Körper gelblich braun bis oliv gefärbt, siehe Fotos
unten. Weibchen weisen eine braune bis dunkelbraune Färbung auf.
Ursprünglich stammt diese Art aus dem Mittelmeerraum, dort ist sie einst
vor allem auf der Apennin-Halbinsel (Italien) beheimatet gewesen.
Innerhalb der vergangenen beiden Jahrzehnte hat sie sich in Deutschland
so stark ausgebreitet, dass sie einheimische Arten vielerorts fast
vollständig verdrängt hat.
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Männchen, 29.08.2007,
Essen-Schönebeck |
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Männchen, 29.08.2007,
Essen-Schönebeck |
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Weberknecht (Leiobunum sp.)
In Mitteleuropa breitet sich seit einigen Jahren eine
Weberknechtart aus, die zur Gattung Leiobunum gehört; auf der gesamten
Welt gibt es über 120 Arten aus dieser Gattung. Die sich auf unserem
Kontinent neu ausbreitenden Tiere sind in Deutschland unter anderem im
Ruhrgebiet in letzter Zeit regelmäßig nachgewiesen worden. In Essen ist
die Ruine der
alten Isenburg einer der ersten Fundorte gewesen. Dort habe ich die
Tiere selbst auch beobachtet, kurze Zeit später habe ich sie an der
S-Bahn-Haltestelle Essen-Horst ebenfalls gefunden. Die Beinspannweite
der Art beträgt bis zu 18 Zentimeter, die Tiere sind dunkel gefärbt und
tragen nur wenige helle Flecken auf dem Körper. Tagsüber halten sich die
Weberknechte in dichten Ansammlungen gemeinsam an geschützten Wänden
auf. Nähert man sich ihnen, beginnen sie zu zittern. Nachts gehen sie
auf die Jagd, sie ernähren sich von Gliederfüßern. Für die Menschen sind
diese Weberknechte nicht gefährlich. Eine ausführliche Beschreibung der
Tiere finden Sie
hier. Foto: 11.09.2007, Essen-Horst
Weberknecht (Harvestman, Phalangium opilio)
Bei dieser Weberknechtart aus der Familie der
Schneider unterscheiden sich Männchen und Weibchen deutlich. Männliche
Tiere sind kleiner, ihr Körper ist nur vier bis sechs Millimeter lang.
Bei den Weibchen misst der Körper zwischen fünf und sieben Millimeter.
Außerdem sind die beiden Geschlechter an den Kieferklauen, die von
Experten als Cheliceren bezeichnet werden, zu unterscheiden. Bei den
Männchen sind diese ungewöhnlich ausgebildet. Auf dem Rücken tragen
Weibchen einen dunklen Sattelfleck, siehe Foto unten links. Anzutreffen
sind die Tiere vor allem in offenem Gelände, aber auch auf Wiesen und
Trockenrasen. Ein Foto eines Männchens ist im
Düsseldorf-Reisebericht zu sehen.
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Weibchen, 05.06.2007,
Essen-Schönebeck |
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Weibchen, 26.05.2007,
Essen-Schönebeck |
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Ruhrgebiet auf einer größeren Karte anzeigen
Interessante Internetseiten:
Naturgucker.de
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